DE3517849C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Drehmomentsensor, insbesondere
einen solchen Drehmomentsensor, der das auf eine Welle aus
geübte Drehmoment anhand der infolge des Drehmoments auf
tretenden Magnetostriktion abtastet.
Ferromagnetische Materialien weisen eine Magnetostriktion
auf. Dies bedeutet, daß sich die magnetischen Eigenschaften
des ferromagnetischen Materials ändern, wenn das Material
einer mechanischen Beanspruchung ausgesetzt wird.
Es ist bekannt, das Phänomen der Magnetostriktion auszu
nutzen, um das auf eine Welle ausgeübte Drehmoment abzu
tasten.
Ein nach diesem Prinzip arbeitender Magnetostriktions-
Drehmomentsensor wird in der japanischen Patentveröffent
lichung 51-60 580 beschrieben, die dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 zugrundeliegt. Bei diesem Drehmomentsensor
ist eine Welle, die eine mechanische Antriebsquelle mit
einer Last verbindet, mit einem Film aus magnetischem
Material beschichtet. Durch das auf die Welle ausgeübte
Drehmoment wird die Welle verformt, so daß sich die magne
tischen Eigenschaften des magnetischen Films ändern. Die
Änderung der magnetischen Eigenschaften wird mit Hilfe
eines Sensors gemessen, der zwei Erregerspulen und zwei
Sensorspulen aufweist, die in der Nähe des magnetischen
Films angeordnet sind und über den magnetischen Film
elektromagnetisch miteinander gekoppelt sind. Wenn ein
Wechselstrom durch die Erregerspulen fließt, so wird in
den Sensorspulen ein elektrisches Signal induziert, das
von den magnetischen Eigenschaften des Films abhängt und
somit das auf die Welle ausgeübte Drehmoment repräsentiert.
Dieser Drehmomentsensor weist eine Einrichtung zum Null
abgleich auf, durch die erreicht wird, das das Ausgangs
signal den Wert 0 annimmt, wenn kein Drehmoment auf die
Welle ausgeübt wird. Diese Nullabgleichsvorrichtung ist
sehr empfindlich, so daß ein genauer Nullabgleich schwierig
ist.
Aus der DE-AS 20 60 033 und der DE-OS 24 35 709 sind
Drehmomentsensoren bekannt, bei denen die relative Ver
drehung von zwei auf der Welle angeordneten Zahnrädern
magnetisch abgetastet wird. In der DE-OS 29 51 337 wird
eine Einrichtung zum Nullabgleich von Dehnungsmeßumformern
beschrieben, die folienartige Widerstandselemente aufweist.
Der Nullabgleich erfolgt dadurch, daß das Material der
Widerstandselemente bis zu einem gewissen Grad mechanisch
abgetragen wird.
In der DE-OS 30 31 997 wird ein Magnetostriktions-Drehmo
mentsensor mit den im Oberbegriff des Anspruchs 6 ange
gebenen Merkmalen beschrieben, mit dem unmittelbar
die Permeabilitätsänderung in der Oberfläche des Prüflings
abgetastet werden kann. Dieser Drehmomentsensor weist
ein Magnetjoch mit einem die Erregerspule tragenden Innen
kern und einem Außenkern mit vier kreuzförmig angeordneten
Polstücken auf, die jeweils eine Sensorspule tragen. Für
den Nullabgleich ist ein mit den Ausgangsklemmen der
Sensorspulen verbundener elektrischer Abgleichkreis mit
einem einstellbaren elektrischen Widerstandselement vor
gesehen.
Ein derartiger elektrischer Abgleichkreis bedingt jedoch
einen gewissen schaltungstechnischen Aufwand und hat
zudem den Nachteil, daß der Nullabgleich beispielsweise
infolge des Temperaturgangs der elektrischen Bauelemente
nicht stabil ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Magnetostrik
tions-Drehmomentsensor der im Oberbegriff des Anspruchs 1
oder im Oberbegriff des Anspruchs 6 angegebenen Gattung
derart weiterzubilden, daß ein einfacher und genauer Null
abgleich ermöglicht wird, ohne daß ein elektrischer Ab
gleichkreis benötigt wird.
Erfindungsgemäße Lösungen dieser Aufgabe sind in den Patent
ansprüchen 1 und 6 angegeben.
Erfindungsgemäß ist zum Nullabgleich ein Ausgleichselement
vorgesehen, das unmittelbar den magnetischen Fluß durch
die Sensorspule beeinflußt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den abhängigen Patentansprüchen.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der
Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines
Drehmomentsensors gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht einer
Welle und eines Hauptkörpers des Dreh
momentsensors;
Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht
des Hauptkörpers, bei der Teile im
Inneren des Hauptkörpers durch ge
strichelte Linien dargestellt sind;
Fig. 4 bis 6 sind Graphiken zur Veranschaulichung
der Beziehung zwischen dem an der Wel
le anliegenden Drehmoment und der
Ausgangsspannung des Drehmomentsensors
und zwischen dem Drehmoment und der
Phase des Ausgangssignals des Drehmo
mentsensors in drei unterschiedlichen
Fällen;
Fig. 7 und 8 sind Frontansichten von Hauptkörpern,
bei denen Segmente eines Ausgleichsele
ments entfernt sind;
Fig. 9 ist eine perspektivische Ansicht ähn
lich Fig. 3 und zeigt einen Haupt
körper und eine Grundplatte eines Dreh
momentsensors gemäß einem zweiten Aus
führungsbeispiel der Erfindung.
Ein in Fig. 1 und 2 gezeigte drehbare Welle 20, bei
spielsweise eine Lenkwelle oder eine Getriebewelle eines
Kraftfahrzeugs, verbindet eine nicht gezeigte mechanische
Antriebsquelle mit einer nicht gezeigten Last. Die Welle
20 ist aus einem ferromagnetischen Material hergestellt.
Wenn auf die Welle 20 ein Drehmoment ausgeübt wird, so
wird die Welle durch das Drehmoment verformt oder tordiert.
Hierdurch werden infolge der Magnetostriktion die magne
tischen Eigenschaften wie etwa die Magnetisierung und
magnetische Permeabilität der Welle verändert.
In einer modifizierten Ausführungsform der Erfindung
weist die Welle 20 ein nicht-ferromagnetisches Bauteil
auf, das mit einem Film aus ferromagnetischem Material
überzogen ist.
Ein der Welle 20 zugeordneter Drehmomentsensor 21 mißt
das auf die Welle ausgeübte Drehmoment, indem er die
magnetische Permeabilität der Welle 20 abtastet. Der
Drehmomentsensor 21 weist einen festen Hauptkörper 22
auf, der im wesentlichen aus Kunststoff hergestellt ist
und in der Nähe der Welle 20 angeordnet ist. Der Haupt
körper 20 kann auch aus einem anderen elektrisch iso
lierenden, nicht magnetischem Material hergestellt sein.
Der Hauptkörper 20 weist eine sich in Längsrichtung der
Welle 20 erstreckende Ausnehmung 23 mit einer gekrümmten
Oberfläche auf, die einem Teil der Umfangsfläche der
Welle 20 angepaßt ist. Der von der Ausnehmung 23 aufge
nommene Abschnitt der Welle 20 ist von dem Hauptkörper
22 durch einen vorgegebenen Zwischenraum von etwa 1-2 mm
getrennt.
Gemäß Fig. 1 und 3 weist der Drehmomentsensor 21 eine
Erreger-Wicklungseinheit mit zwei Erregerspulen 24 und 25
und eine Sensor-Wicklungseinheit mit zwei Sensorspulen
26 und 27 auf. Die Erregerspulen 24 und 25 sind jeweils
auf parallele Arme 28 und 29 eines U-förmigen Kerns 30
gewickelt. Die Arme 28 und 29 verlaufen radial in bezug
auf die Welle 20. Der Erreger-Kern 30 weist einen die
beiden parallelen Arme 28 und 29 verbindenden Arm 31
auf, der parallel zu der Achse der Welle 20 verläuft.
Die Erregerspulen 24 und 25 weisen somit in Axialrichtung
der Welle 20 einen Abstand zueinander auf. Die Kombination
aus Erreger-Kern 30 und Erregerspulen 24 und 25 ist im
wesentlichen in den Hauptkörper 22 eingebettet. Die Stirn
flächen 28 A und 29 A der parallelen Arme 28 und 29 liegen
frei und fluchten mit der Oberfläche der Ausnehmung 23.
Die Stirnflächen sind der Umfangsfläche der Welle 20 an
gepaßt.
Die Sensorspulen 26 und 27 sind jeweils auf parallele
Arme 32 und 33 eines U-förmigen Kerns 34 gewickelt. Die
parallelen Arme 32 und 33 verlaufen senkrecht zu der
Achse der Welle 20 und sind spiegelsymmetrisch in bezug
auf eine die Mittelachse der Welle 20 enthaltende Ebene
angeordnet. Der Sensor-Kern 34 weist einen Arm 35 auf,
der die parallelen Arme 32 und 33 miteinander verbindet
und der sich rechtwinklig zu dem Verbindungs-Arm 31 des
Erreger-Kerns 30 erstreckt. Die Sensorspulen 26 und 27
sind somit im wesentlichen in Umfangsrichtung der Welle
20 in Abstand zueinander und symmetrisch in bezug auf
die Kombination aus Erreger-Kern 30 und Erregerspulen
24 und 25 angeordnet. Die Kombination aus Sensor-Kern 34
und Sensorspulen 26 und 27 ist im wesentlichen in den
Hauptkörper 22 eingebettet. Die Stirnflächen 32 A und 33 A
der parallelen Arme 32 und 33 liegen frei und fluchten
mit der Oberfläche der Ausnehmung 23. Auch diese Stirn
flächen sind an die Umfangsfläche der Welle 20 angepaßt.
Die jeweiligen Verbindungs-Arme 31 und 35 der Kerne 30
und 34 sind in der Mitte miteinander verbunden.
Gemäß Fig. 1 sind die Erregerspulen 24 und 25 elektrisch
in Serie geschaltet. Ein Wechselspannungsgenerator 40
ist über nicht gezeigte, an dem Hauptkörper 22 befestigte
Klemmen mit der Serienschaltung der Erregerspulen 24 und
25 verbunden. Da die Sensorspulen 26 und 27 über die Kerne
30 und 34 und die Welle 20 elektromagnetisch mit der Er
regerspulen 24 und 25 gekoppelt sind, werden magnetische
Flüsse erzeugt, die die Erregerspulen 24 und 25 und die
Sensorspulen 26 und 27 verbinden und elektrische Signale
in den Sensorspulen 26 und 27 induzieren, wenn durch
den Wechselspannungsgenerator 40 ein Wechselstrom in
den Erregerspulen 24 und 25 erzeugt wird. Diese magne
tischen Flüsse sind in Fig. 3 durch gestrichelte Pfeile
angedeutet. Die Richtung dieser magnetischen Flüsse
wechselt mit der Frequenz des Wechselstroms. Da die
magnetischen Flüsse die Welle 20 durchsetzen, sind die
in den Sensorspulen 26 und 27 erzeugten elektrischen
Signale von der magnetischen Permeabilität der Welle 20
und somit von dem auf die Welle ausgeübten Drehmoment
abhängig.
Die Kombination der Erregerspulen 24 und 25 ist derart
ausgelegt, daß in der Sensorspule 26 die magnetischen
Flüsse, die diese Sensorspule 26 mit den Erregerspulen 24
und 25 verbinden, entgegengesetzt gerichtet sind, wie
in Fig. 3 gezeigt ist. Diese Anordnung gestattet es
somit, daß die beiden magnetischen Flüsse einander ge
gegenseitig aufheben. Wenn die beiden magnetischen Flüsse
sich vollständig gegenseitig aufheben, wird in der Sensor
spule 26 ein elektrisches Null-Signal erzeugt. In ähn
licher Weise sind die magnetischen Flüsse, die die Sen
sorspule 27 mit den Erregerspulen 24 und 25 verbinden,
entgegengesetzt gerichtet, wie ebenfalls in Fig. 3 dar
gestellt ist. Somit weist auch das in der Sensorspule
27 erzeugte elektrische Signal den Wert Null auf, wenn
sich die magnetischen Flüsse in dieser Erregerspule
vollständig aufheben.
Wie in Fig. 1 gezeigt ist, sind die Sensorspulen 26 und
27 derart in Serie miteinander verbunden, daß die je
weiligen drehmomentabhängigen Änderungen der elektrischen
Signale, die in den Sensorspulen 26 und 27 erzeugt werden,
einander nicht aufheben, sondern sich summieren und ein
Signal ergeben, das mit hoher Empfindlichkeit das auf die
Welle 20 ausgeübte Drehmoment repräsentiert. Ein Wechsel
spannungsmeßgerät 50 ist über nicht gezeigte, an dem
Hauptkörper 22 angebrachte Klemmen mit der Serienschal
tung der Sensorspulen 26 und 27 verbunden. Wahlweise
ist in der elektrischen Verbindung zwischen der Serien
schaltung der Sensorspulen 26 und 27 und dem Wechsel
spannungsmeßgerät 50 ein Verstärker vorgesehen.
Es ist wünschenswert, daß in dem Fall, daß kein Drehmoment
auf die Welle 20 ausgeübt wird, die magnetischen Flüsse
durch die Sensorspulen 26 und 27 sich jeweils vollstän
dig aufheben, so daß das in der Kombination aus den
Sensorspulen 26 und 27 induzierte resultierende elek
trische Signal den Wert Null aufweist. Es gibt jedoch
verschiedene Ungleichgewichtsfaktoren, beispielsweise
Fehler in der Positionierung der Spulen 24, 25, 26 und 27
oder Fehler in den Abmessungen der Kerne 30 und 34,
die sich ungünstig auf die gegenseitige Auslöschung der
elektrischen Signale in der Serienschaltung der Sensor
spulen 26 und 27 bei dem Drehmoment Null auswirken.
Wie am besten in Fig. 3 zu erkennen ist, ist ein Aus
gleichselement 43 aus ferromagnetischem Material in der
Nähe der Erregerspule 24 in den Hauptkörper 22 einge
bettet. Dieses Ausgleichselement dient dazu, die oben
erwähnten Ungleichgewichtsfaktoren zu kompensieren,
so daß das in der Serienschaltung der Sensorspulen 26
und 27 induzierte Signal vollständig auf Null abgeglichen
ist, wenn kein Drehmoment auf die Welle 20 ausgeübt wird.
Das Ausgleichselement 43 erstreckt sich im wesentlichen
parallel zu der Kombination aus den Sensorspulen 26 und
27 und dem Kern 34 und weist ursprünglich eine spiegel
symmetrische Form in bezug auf die Ebene auf, die die
beiden Mittelachsen der parallelen Arme 28 und 29 des
Erreger-Kerns 30 enthält. Eine Oberfläche des Augleichs
elements 43 liegt an der Oberfläche des Hauptkörpers 23
frei und gestattet einen Zugang zu dem Ausgleichselement
43.
Nach der Herstellung und Montage wird der Drehmoment
sensor 21 in Betrieb genommen. Der durch die Erreger
spulen 24 und 25 fließende Wechselstrom erzeugt magne
tische Flüsse, die durch die Kerne 30 und 34 und die
Welle 20 verlaufen, wie durch die gestrichelten Pfeile
in Fig. 3 gezeigt wird.
Es soll angenommen werden, daß der Drehmomentsensor 21,
insbesondere die Anordnung der Spulen und Kerne in dem
Hauptkörper 22 ohne spezielle Einstellung in der gewünsch
ten Weise ausbalanciert ist. Fig. 4 zeigt die Kenn
linien des Drehmomentsensors 21 für diesen ausbalancierten
Zustand. Gemäß Fig. 4 nimmt die Amplutide des Ausgangs
signals des Drehmomentsensors 21, d. h., die Amplitude
des in der Kombination der Sensorspulen 26 und 27 indu
zierten resultierenden Signals, im Bereich positiver
Drehmomentwerte von Null linear mit dem auf die Welle
20 ausgeübten Drehmoment zu. Im Bereich negativer
Drehmomentwerte nimmt die Amplitude des Ausgangssignals
des Drehmomentsensors 21 linear mit dem Drehmoment auf
den Wert Null ab. Wenn das auf die Welle 20 ausgeübte
Drehmoment den Wert Null hat, hat die Amplitude des Aus
gangssignals ebenfalls den Wert Null. Die Steigungen die
ser Kennlinie im positiven und negativen Drehmomentbe
reich haben entgegengesetzte Vorzeichen, sind jedoch
dem Betrage nach gleich. Wie ferner in Fig. 4 gezeigt
ist, kehrt sich die Phase des Ausgangssignals des Dreh
momentsensors 21 in der Umgebung des dem Drehmoment Null
entsprechenden Punkts um 180° um. Die Phase beträgt +90°
im überwiegenden Teil des positiven Drehmomentbereichs
und -90° im überwiegenden Teil des negativen Drehmoment
bereichs.
Nunmehr soll angenommen werden, daß sich der Drehmoment
sensor 21 in einem Ungleichgewichtszustand befindet,
wenn keine Einstellung vorgenommen wird. In einigen
dieser Ungleichgewichtszustände ist in dem Fall, daß
kein Drehmoment auf die Welle 20 ausgeübt wird, die
Anzahl der magnetischen Flußlinien X, die die Erreger
spule 24 mit der Sensorspule 26 verbinden, von der An
zahl der magnetischen Flußlinien Y, die die Erregerspule
24 mit der Sensorspule 27 verbinden, verschieden, während
die Anzahlen der magnetischen Flußlinien, die die Erreger
spule 25 mit den Sensorspulen 26 und 27 verbinden, im
wesentlichen übereinstimmen.
Fig. 5 zeigt Kennlinien des Drehmomentsensors 21 für
bestimmte Ungleichgewichtszustände, in denen die Anzahl
der magnetischen Flußlinien X, die die Erregerspule 24
mit der Sensorspule 26 verbinden, kleiner ist als die
Anzahl der magnetischen Flußlinien Y, die die Erreger
spule 24 mit der Sensorspule 27 verbinden, wenn kein
Drehmoment auf die Welle 20 ausgeübt wird. Gemäß Fig. 5
ist in diesen Ungleichgewichtszuständen der Drehmoment
wert, bei dem die Amplitude des Ausgangssignals den Wert
Null annimmt, im Verhältnis zu dem in Fig. 4 gezeigten
Fall zur negativen Seite verschoben. Wenn kein Drehmoment
auf die Welle 20 ausgeübt wird, ist die Amplitude VO des
Ausgangssignals des Drehmomentsensors 21 von Null ver
schieden. Darüber hinaus tritt in diesem Fall eine Phasen
verschiebung um +90° im Vergleich zu dem in Fig. 4 ge
zeigten Zustand auf.
Wenn sich der Drehmomentsensor 21 in einem Ungleichgewichts
zustand der in Fig. 5 gezeigten Art befindet, wird ein
rechter Abschnitt 43 A des Ausgleichselements 43 mit Hilfe
eines geeigneten Werkzeugs, beispielsweise mit Hilfe
eines Diamantbohrers entfernt, wie in Fig. 7 gezeigt
ist. Die Entfernung dieses Teils des Ausgleichselements
führt zu einer Erhöhung der Anzahl der magnetischen
Flußlinien X, die die Erregerspule 24 mit der Sensor
spule 26 verbinden, und zu einer Verringerung der Anzahl
der magnetischen Flußlinien Y, die die Erregerspule 24
mit der Sensorspule 27 verbinden. Das Material des Aus
gleichselements 43 wird so weit entfernt, daß die Anzahlen
der Flußlinien X und Y übereinstimmen, so daß die Ampli
tude des Ausgangssignals des Drehmomentsensors 21 den
Wert Null annimmt, wenn kein Drehmoment auf die Welle 20
ausgeübt wird. Auf diese Weise wird das Ungleichgewicht
beseitigt und der Drehmomentsensor 21 auf Null abge
glichen. Die sich auf diese Weise ergebenden Kennlinien
des Drehmomentsensors 21 sind den in Fig. 4 gezeigten
Kennlinien ähnlich.
Fig. 6 zeigt die Kennlinien des Drehmomentsensors 21
für andere Ungleichgewichtsfälle, in denen die Anzahl
der magnetischen Flußlinien X, die die Erregerspule 24
mit der Sensorspule 26 verbinden, größer als die
Anzahl der Flußlinien Y, die die Erregerspule 24 mit
der Sensorspule 27 verbinden, wenn kein Drehmoment auf
die Welle 20 ausgübt wird. Gemäß Fig. 6 ist in diesen
Fällen der Drehmomentwert, bei dem die Amplitude des
Ausgangssignals den Wert Null annimmt, im Verhältnis
zu Fig. 4 zur positiven Seite verschoben. Wenn kein
Drehmoment ausgeübt wird, ist die Amplitude VO des Aus
gangssignals des Drehmomentsensors 21 von Null verschie
den. Darüber hinaus ergibt sich in diesem Fall eine Phasen
verschiebung von -90° gegenüber dem in Fig. 4 gezeigten
Fall, wenn kein Drehmoment auf die Welle 20 ausgeübt
wird.
Wenn sich der Drehmomentsensor 21 in einem Ungleichge
wichtszustand gemäß Fig. 6 befindet, wird in der glei
chen Weise wie in dem zuvor beschriebenen Fall ein
linker Abschnitt 43 A des Ausgleichselements 43 entfernt.
Hierdurch wird die Anzahl der magnetischen Flußlinien X,
die die Erregerspule 24 mit der Sensorspule 26 verbinden,
verringert, während die Anzahl der Flußlinien Y, die die
Erregerspule 24 mit der Sensorspule 27 verbinden, erhöht
wird. Das Material des Ausgleichselements wird zu einem
solchen Grad entfernt, daß die Anzahlen der Flußlinien
X und Y übereinstimmen, so daß die Amplitude des Aus
gangssignals des Drehmomentsensors 21 den Wert Null an
nimmt, wenn kein Drehmoment auf die Welle 20 ausgeübt
wird. Auf diese Weise wird der zunächst im Ungleichge
wicht befindliche Drehmomentsensor 21 auf Null abgeglichen,
so daß sich Kennlinien ähnlich Fig. 4 ergeben.
In einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung be
steht das Ausgleichselement 43 aus elektrisch leitendem
Material wie etwa Kupfer oder Aluminium. In diesem Fall
fließt in dem Ausgleichselement 43 ein Wirbelstrom, so
daß ein bestimmter Energiebetrag dissipiert wird. Es
kommt somit zu einer Wechselwirkung zwischen dem Aus
gleichselement 43 und dem elektromagnetischen System
des Drehmomentsensors 21, durch die die magnetischen
Flüsse beeinflußt werden.
Das Ausgleichselement 43 kann wahlweise auch in der Nähe
der Sensorspule 26 angeordnet sein. In diesem Fall
beeinflußt das Ausgleichselement 43 die Anzahlen der
magnetischen Flußlinien, die die Erregerspulen 24 und 25
mit der Sensorspule 26 verbinden. Durch Entfernen eines
Abschnitts des Ausgleichselements 43 wird erreicht, daß
die Amplitude des Ausgangssignals des Drehmomentsensors
21 genau dann den Wert Null annimmt, wenn kein Drehmoment
auf die Welle 20 ausgeübt wird.
Das Ausgleichselement 43 kann wahlweise auch an einer
anderen Oberfläche des Hauptkörpers 22 angebracht sein,
beispielsweise an der der Ausnehmung 23 gegenüberliegen
den Oberfläche.
Fig. 9 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfin
dung, das mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen
konstruktiven Änderungen dem anhand von Fig. 1 bis 8
beschriebenen Ausführungsbeispiel ähnelt.
Der Hauptkörper 22 ist auf einer Grundplatte 60 montiert.
Ein sektorförmiges Ausgleichselement 61 ist mit seinem
verjüngten Ende mit Hilfe einer Schraube 62 an der Grund
platte 60 befestigt. Wenn die Schraube 62 gelöst ist,
kann das Ausgleichselement 61 in einer zu der Kombination
aus den Sensorspulen 26 und 27 und dem Sensor-Kern 34
parallelen Ebene frei um die Schraube 62 geschwenkt wer
den. Die Schwenkachse des Ausgleichselements 21 verläuft
durch eine Ebene, die die Mittelachse der Kombination
aus Erregerspulen 24 und 25 und dem Erreger-Kern 30 ent
hält. Das Ausgleichselement 61 ist in der Nähe der Erre
gerspule 24 angeordnet. In Axialrichtung der Welle 20
gesehen (Fig. 2) bewegt sich der Hauptteil des Ausgleichs
elements 61 bei der Schwenkbewegung zur rechten oder lin
ken Seite der Erregerspule 24. Wenn das Ausgleichselement
61 geschwenkt wird, so ändern sich die Anzahlen der mag
netischen Flußlinien, die die Erregerspule 24 mit der
Sensorspule 26 bzw. der Sensorspule 27 verbunden, in ent
gegengesetztem Sinn. Somit kann durch Einstellen der
Position des Ausgleichselements 61 der Drehmomentsensor
derart abgeglichen werden, daß die Amplitude seines
Ausgangssignals genau dann den Wert Null annimmt, wenn
kein Drehmoment auf die Welle 20 ausgeübt wird (Fig. 2).
Nach dem Einstellen der Position des Ausgleichselements
61 wird die Schraube 62 angezogen, so daß das Ausgleichs
element in der eingestellten Position festgelegt wird.
Auf diese Weise ist der Nullabgleich gegenüber dem Null
abgleich bei dem in Fig. 1 bis 8 gezeigten Ausfüh
rungsbeispiel vereinfacht.
Das Ausgleichselement 61 kann auch mit einer anderen
Oberfläche der Einheit aus Hauptkörper 22 und Grundplatte
60, beispielsweise mit der der Ausnehmung 23 gegenüber
liegenden Oberfläche verbunden sein.
Die beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung
können darüber hinaus in vielfältiger Weise abgewandelt
werden. Beispielsweise kann ein Ausgleichselement mit
Hilfe eines Klebers je nach Art des Ungleichgewichts
zustands des Drehmomentsensors in einer geeigneten Posi
tion auf eine der Oberflächen des Hauptkörpers aufge
klebt werden. Ferner kann eine der Sensorspulen 26 und 27
oder eine der Erregerspulen 24 und 25 fortgelassen werden.
Der erfindungsgemäße Drehmomentsensor kann für vielfältige
Anwendungszwecke eingesetzt werden, beispielsweise in
einer Servolenkung, in der die verstärkte Lenkkraft von
dem auf die Lenkwelle ausgeübten Drehmoment abhängig
ist, oder in einem Automatikgetriebe, bei dem die Betä
tigung einer Kupplung in Abhängigkeit von dem auf die
Getriebewelle ausgeübten Drehmoment erfolgt.
Claims (11)
1. Drehmomentsensor für eine Welle (20), die ein ferromag
netisches Material aufweist, mit
- a) einer Erregerspulen-Einheit (24, 25),
- b) einem elektrisch mit der Erregerspulen-Einheit verbunde nen Wechselspannungsgenerator (40) zur Erzeugung eines Wechselstromes in der Erregerspulen-Einheit,
- c) einer Sensorspulen-Einheit (26, 27), die über das ferromagnetische Material der Welle (20) elektro magnetisch mit der Erregerspulen-Einheit gekoppelt ist und in der ein als Funktion des auf die Welle (20) ausgeübten Drehmoments veränderliches elektri sches Signal induziert wird, und
- d) einer Einrichtung zum Nullabgleich des Drehmoment sensors,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung
zum Nullabgleich ein Ausgleichselement (43; 61) aufweist,
das elektromagnetisch mit der Sensorspulen-Einheit (26,
27) gekoppelt ist.
2. Drehmomentsensor nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Ausgleichselement (43; 61) aus
ferromagnetischem Material besteht.
3. Drehmomentsensor nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Ausgleichselement aus elektrisch
leitendem Material besteht.
4. Drehmomentsensor nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Nullabgleich ein Abschnitt des Ausgleichselements (43)
entfernbar ist.
5. Drehmomentsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgleichs
element (61) zum Nullabgleich beweglich ist.
6. Magnetostriktions-Drehmomentsensor mit wenigstens einer
Erregerspule (24, 25) und wenigstens einer Sensorspule (26,
27), die jeweils auf einen Kern (30 bzw. 34) gewickelt sind,
und mit einer Einrichtung zum Nullabgleich des Drehmomentsen
sors, dadurch gekennzeichnet, daß die Kerne (30,
34) der Erregerspule (24, 25) und der Sensorspule (26, 27)
U-förmig ausgebildet und rechtwinklig zueinander angeordnet
sind, daß die Kerne (30, 34) und die Erreger- und Sensorspulen
(24, 25, 26, 27) in einem Hauptkörper (22) aus elektrisch isolie
rendem, nicht magnetischen Material gehalten sind und daß die
Einrichtung zum Nullabgleich durch ein an dem Hauptkörper (22)
montiertes Ausgleichselement (43; 61) zum Abgleich des magne
tischen Flusses durch die Sensorspule (26, 27) gebildet wird.
7. Drehmomentsensor nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Ausgleichselement (43; 61) aus
ferromagnetischem Material besteht.
8. Drehmomentsensor nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Ausgleichselement aus elektrisch
leitendem Material besteht.
9. Drehmomentsensor nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Abschnitt des
Ausgleichselements (43) zum Abgleich des magnetischen
Flusses entfernbar ist.
10. Drehmomentsensor nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgleichs
element (61) zum Abgleich des magnetischen Flusses beweg
lich ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP59100659A JPS60244828A (ja) | 1984-05-21 | 1984-05-21 | 磁歪式トルク検出装置 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3517849A1 DE3517849A1 (de) | 1985-11-21 |
| DE3517849C2 true DE3517849C2 (de) | 1987-06-25 |
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ID=14279929
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19853517849 Granted DE3517849A1 (de) | 1984-05-21 | 1985-05-17 | Drehmomentsensor |
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| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4646576A (de) |
| JP (1) | JPS60244828A (de) |
| DE (1) | DE3517849A1 (de) |
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- 1984-05-21 JP JP59100659A patent/JPS60244828A/ja active Pending
-
1985
- 1985-05-17 DE DE19853517849 patent/DE3517849A1/de active Granted
- 1985-05-20 US US06/735,591 patent/US4646576A/en not_active Expired - Fee Related
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