DE345877C - Verstellbare Lueftungseinrichtung fuer Eisenbahnwagen - Google Patents
Verstellbare Lueftungseinrichtung fuer EisenbahnwagenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61D—BODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
- B61D27/00—Heating, cooling, ventilating, or air-conditioning
- B61D27/009—Means for ventilating only
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Entlüftungsanlagen von Räumen sind stets
mit einer Reguliervorrichtung versehen, so daß mindestens eine Abstellung, meist aber auch eine
Regulierung der Entlüftung vorgenommen werden kann.
Als Regulierung werden jalousieartig verstellbare
Klappen, übereinandergleitende, mit Ausschnitten versehene Register — bei runder Ausbildung
des Entlüftungsschachtes -—, zwei übereinander drehbar gelagerte Scheiben mit radialen
Ausschnitten verwendet.
Auch für die Entlüftung von Fahrzeugen kommen ähnliche Stellvorrichtungen zur Anwendung,
jedoch unter Anpassung an die in einem Fahrzeug vorliegenden besonderen Verhältnisse.
In einem Eisenbahnfahrzeug muß die Reguliervorrichtung der dauernden außer- ■
ordentlichen Beanspruchung durch das Publikum ebenso wie durch die Eigenarten des Eisenbahnbetriebes
selbst gewachsen sein. Hinzu kommt, daß der in einem Bahnabteil zur Unterbringung
der Regulierung vorhandene Raum sehr beschränkt ist und es schon Schwierigkeiten
bereitet, den vollen Querschnitt des Ent- " lüft-ungsrohres in der Reguliervorrichtung vorzusehen.
Die bisher in Bahnwagen zur Ausführung gelangten Vorichtungen besitzen sämtlich Mängel,
entweder nach der Richtung, daß die Einstellung des vollen Entlüftungsquerschnittes
nur durch eine über eine unverhältnismäßig große, als Reguliervorrichtung ausgebildete
Fläche erreicht wird, oder die Ausführung hält den Beanspruchungen nicht stand, denen sie
durch eindringende Kohle und Staubteilchen ausgesetzt ist, oder endlich, sie verursacht
durch ihre Inbetriebnahme im Abteil Zugluftströmungen, die von denReisenden unangenehm
empfunden werden.
In dem ersten der angeführten FaEe ist die
Ausführung durch ihre Abmessungen selbst schwierig, wie sich auch die Unterbringung im
Abteil nur unter wesentlichen Kosten bewirken läßt. Dahin gehören die Reguliervorrichtungen,
die sich zweier übereinanderliegender mit Öffnungen versehener Bretter oder Bleche bedienen,
die gegeneinander durch ein Hebelwerk zur Verschiebung (Verdeckung und Freigabe der
Öffnung) gebracht werden. Außerdem sind xo solche Ausführungen nur anwendbar bei einer
Dachkonstruktion, die einen besonderen Oberlichtaufbau besitzt. Auf alle Fälle sind aber
ihre Instandhaltungskosten sehr bedeutende, wie die nachfolgenden Ausführungen für den
FaE 2 zeigen.
Unter den zweiten Fall rangieren alle Vorrichtungen, die sich zweier gegeneinander dreh-
oder sonst verschiebbar gelagerter Platten bedienen. Liegen beide Scheiben dicht aufeinao
ander, so wird ihre Bewegungsmöglichkeit sehr bald durch eindringende Kohle- und Rußteilchen
gestört bzw. aufgehoben. Sind die Scheiben aber durch eine Einlage voneinander distanziert,
so läßt sich die erforderliche Abstellung nur mit Hilfe besonderer Vorrichtungen bewirken.
In die dritte Abteilung fallen diejenigen Vorrichtungen, die oberhalb der Fensteröffnung
angebracht sind und durch Öffnen und Schließen besonderer Klappen eine Entlüftung bewirken
sollen. Durch ihre Betätigung wird stets bei der Fahrt ein Luftzug erzeugt, der sich mehr
oder weniger lästig für die Reisenden erweist. Alle den beschriebenen Einrichtungen anhaftende
Mängel sollen durch die im nachfolgenden beschriebene unter Schutz gestellte Vorrichtung
vermieden werden.
Das von außen her durch das Wagendach in das Wageninnere ragende Entlüftungsrohr r,
das nach außen in eine beliebige der bekannten Saugvorrichtungen mündet, wird gegen das
Abteil durch eine Platte 6 abgeschlossen. In dem Ausführungsbeispiel Abb. 1 und 2 ist eine
Platte gewählt, die aber in besonderen Fällen zweckmäßig durch einen nach innen oder nach
außen ragenden Hohlkörper, wie die Abb. 3 bis 7 veranschaulichen, ersetzt werden kann.
Die Platte 6 ist durch einen Spiralschnitt in einen sich nach innen verjüngenden Ring verlegt,
der in seinem größten Durchmesser mit dem Entlüftungsrohr verbunden ist, während
seine Mitte durch zwei fest auf der senkrecht angeordneten Führungsstange 5 angebrachte
Halter 7 zwangläufig geführt wird. Die Stange 5 wird in der Buchse 4 und einer weiteren in einem
Schutzkorb 10 angebrachten Buchse 9 geführt und trägt an ihrem unteren Ende einen Handgriff
8.
Durch Ziehen der Stange 5 nach unten wird die Platte 6 in die auf Abb. 1 dargestellte Lage
gebracht und hierdurch ein beliebiger Querschnitt des Entlüftungsrohres 1 freigegeben.
An Stelle der Platte 1 kann ein zweckmäßig geformter Hohlkörper, z. B. ein Kegel, der
ebenfalls durch einen Spiralschnitt in eine hochkant gestellte Feder verwandelt ist, als Regulierorgan
verwendet werden. In den Abb. 3 bis 7 sind derartige Hohlkörper, die durch Druck oder Zug nach innen oder außen einen
spiralförmigen Querschnitt freigeben, als Ausführungsbeispiele dargestellt.
Durch zweckentsprechende Ausgestaltung der Hohlkörper läßt sich die Vorrichtung noch
wesentlich vereinfachen, indem der auf Abb. 1 dargestellte Schutzbügel 10 in Fortfall kommen
kann. Hierbei übernimmt der Hohlkörper selbst die Rolle des Schutzbügels (bei Wölbung
des Hohlkörpers nach außen Abb. 5 und 7) oder der Schutzbügel erübrigt sich dadurch, daß der
Hohlkörper sich nach innen (in das Entlüftungsrohr Abb. 4 und 6) wölbt.
Die Stange 5 kann zum Zweck ihrer Feststellung in beiden Endstellungen, beispielsweise
mit den in Abb. 1 dargestellten Führungselementen (Führungsstift 11) und Führungsnut
12 ausgestattet werden und die Festhaltung in den Endstellungen durch eine Drehung des
Handgriffes 8 erzielt werden. Durch Anwendung zweier auf der Stange vorgesehenen Rundnuten,
in die zwangläufig federnde Bolzen eingreifen, sobald die gewünschten End- oder Mittelstellungen erreicht sind, läßt sich eine
Einstellung der Stange auch ohne Drehung des Handgriffes erzielen.
Die Vorteile der beschriebenen Einrichtung vor den bekannten bestehen darin, daß ohne
Beanspruchung größerer Flächen im Abteil sich unabhängig von der jeweiligen Dachkonstruktion
der volle Querschnitt des Entlüftungsrohres oder jeder kleineren erzielen läßt. Ferner
sind Störungen im Betriebe durch Kohle- oder Staubteilchen ausgeschlossen, da aufeinander
gleitende oder reibende Flächen vermieden sind.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verstellbare Lüftungseinrichtung für Eisenbahnwagen, dadurch gekennzeichnet, .daß eine zur Abdeckung des Entlüftungsschachtes angeordnete, mit einem spiralförmigen Schnitt versehene Platte oder Hohlkörper mittels eines auf die Scheibe oder den Hohlkörper ausgeübten Zuges oder Druckes zur Freigabe eines beliebigen Querschnittes des Entlüftungsschachtes gezwungen werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen,
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE345877T | 1920-12-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE345877C true DE345877C (de) | 1921-12-20 |
Family
ID=6254874
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920345877D Expired DE345877C (de) | 1920-12-11 | 1920-12-11 | Verstellbare Lueftungseinrichtung fuer Eisenbahnwagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE345877C (de) |
-
1920
- 1920-12-11 DE DE1920345877D patent/DE345877C/de not_active Expired
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