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~Staubsaugerdüse 1#
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Die Erfindung betrifft eine Staubsaugerdüse mit fest angeordnetem
Bürsteneinsatz an der der zu reinigenden Fläche zugewandten Düsenseite.
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Zum Staub saugen auf Textil- und Hartbelägen werden verschiedenste
Saugaggregate verwendet. Die Leistung wird in Liter Luftfördermenge pro Sekunde,
die Saugkraft wird in mbar angegeben. Je nach Reinigungsaufgabe und -objekt werden
speziell geformte Saugdüsen angeboten. Für eine Grundreinigung textiler Bodenbeläge
werden Reinigungspulver eingesetzt. Die Pulver enthalten in der Regel ein organisches
Lösungsmittel als Reinigungskomponente. Sie werden auf die zu behandelnde Fläche
aufgestreut und in den Bodenbelag, z.B. Teppich, eingearbeitet. Dabei wird die jeweilige
Verschmutzung auf das das organische Lösungsmittel als Reinigungskomponente enthaltende
Pulver übertragen. Das verschmutzte Pulver muß am Schluß, meist mit einem Staubsauger,
aufgesaugt werden.
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Die verschiedenen Teppichreinigungspulver haben die Aufgabe, Schmutzbestandteile
aus dem jeweiligen textilen Fußbodenbelag aufzunehmen. Das in dem Pulver enthaltene
organische Lösungsmittel trägt dazu bei, Schmutzteilchen
von den
Fasern der zu reinigenden Fläche zu lösen. Da das Pulver Schmutzteilchen aufnehmen
soll, ist ein gewisses Haftvermögen des Pulvers auch an den zu reinigenden Fasern
nicht zu vermeiden. Außerdem muß das Pulver tief in den jeweiligen textilen Belag
eingearbeitet werden, um eine Reinigung bis auf den Grund zu erreichen. Es ist daher
relativ schwierig und zeitaufwendig, das Pulver nach Abschluß der Reinigung durch
Saugen oder Klopfen wieder aus dem gereinigten Teppich zu entfernen.
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Hierzu können Staubsaugerdüsen eingangs genannter Art eingesetzt werden.
Der bei diesen Saugdüsen fest um den Saugkanal herum angeordnete Bürstensatz dient
dazu, die Fasern des zu reinigenden textilen Fußbodenbelags während des Saugens
zu bürsten, um etwa anhaftende Schmutzteilchen mechanisch zu lockern und dadurch
in eine günstige Position für das Absaugen zu bringen. Solche Bürstensätze können
zwar einen guten Effekt an der Oberfläche des Fußbodenbelags bewirken, durch das
Bürsten wird aber gerade ein Absaugen des Teppichgrundes, z.B. des Grundgewebes,
behindert. Es sind auch schon Bürstensauger mit rotierender Bürste im Saugkanal
entwickelt worden. Diese Spezialdüsen sind naturgemäß aufwendig und benötigen für
die rotierende Bürste einen relativ breiten Ansaugkanal. Die Saugkraft ist daher
im Verhältnis zur eingesetzten Motorleistung gering.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Staubsaugerdüse mit
fest angeordnetem Bürsteneinsatz und möglichst schmalem Ansaugkanal zu schaffen,
die besonders geeignet ist, einen textilen Bodenbelag bis an den Belaguntergrund
von einem im wesentlichen aus einem an den Fasern des Belags haftenden Pulver relativ
hohen spezifischen Gewichts
zu befreien. Die erfindungsgemäße Lösung
ist gekennzeichnet durch eine wenigstens eine Öffnung im U-Verbindungssteg aufweisende
U-Schiene mit Sauganschluß an der Öffnung auf der Außenseite des U-Verbindungsstegs
und durch die feste Anordnung des Bürsteneinsatzes innerhalb des Ansaugkanals zwischen
den U-Schenkeln.
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Durch den im Ansaugschlitz fest angeordneten Bürsteneinsatz wird erfindungsgemäß
ein mit einer Bürste kombinierter extrem enger Ansaugschlitzquerschnitt geschaffen;
die Leistung des Saugaggregates ist daher praktisch ohne Verlust auf das Reinigungsobjekt
zu übertragen. Durch den Bürsteneinsatz kann der Ansaugkanal in zwei parallele sehr
enge Teilkanäle getrennt werden. Der Bürsteneinsatz selbst kann vorzugsweise aus
im wesentlichen nur einer Reihe fester Borstenbüschel bestehen, die ca. 2 mm über
die U-Schenkel aus dem U-Profil in Richtung auf den zu behandelnden Teppichboden
herausragen sollen. Hiernach wird ggf. erreicht, daß der Bürsteneinsatz bei den
üblicherweise auf die Düse ausgeübten Ziehbewegungen den Flor des zu reinigenden
Teppichs gewissermaßen durchblättert.
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Dabei werden die Pulverteilchen aus ihrer Verstrickung freigelegt
und können im gleichen Augenblick über die U-förmige Düse abgesaugt werden. Der
Reinigungseffekt ist hierbei noch wesentlich besser als selbst bei Bürstsaugern
mit mit 6000 Umdrehungen/Minute rotierenden Ringbürsten, da eine rotierende Bürste
den erfindungsgemäßen Durchblätter-Effekt nicht bewirken kann.
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Die erfindungsgemäß verwendete U-Schiene soll vorzugsweise aus Kunststoff
bestehen, da Kunststoffmaterial auf den meisten Teppichböden leichter als andere
Materialien gleitet. Grundsätzlich kann die U-Schiene aber auch aus
Metall,
vorzugsweise verchromt, hergestellt werden. Die U-Schiene kann wegen des sehr schmalen
Ansaugkanals und des entsprechend geringen Saugquerschnitts pro Längeneinheit der
Schiene relativ lang ausgeführt werden. Normalerweise sollen die Längsenden des
U-Profils geschlossen sein, derart, daß das Profil bei Anwendung nach Art eines
nach unten offenen Kastens (mit herausragender Borstenreihe) auf der zu reinigenden
Fläche entlang zu führen ist. In der Regel wird ein gerades U-Profil eingesetzt.
Es wird dadurch u.a. ermöglicht, mit ein- und derselben Düse auch die Bereiche unmittelbar
an der Wand zu reinigen.
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Anhand der schematischen Zeichnung eines Ausführungsbeispiels werden
Einzelheiten der Erfindung erläutert. Es zeigen: Fig. 1 ein perspektivisches Sprengbild
einer Staubsaugerdüse; und Fig. 2 einen Schnitt quer zur Längsrichtung einer U-Schienen-Saugdüse.
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Die erfindungsgemäße Staubsaugerdüse besteht gemäß Fig.
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1 und 2 im wesentlichen aus einem Düsenkörper 1, einer daran anzusetzenden
für einen starren Bürsteneinsatz ausgebildeten Saugdüse 2 in Form einer U-Schiene
und dem Bürsteneinsatz 3. Der Düsenkörper 1 kann über Verlängerungsrohre 4 mit einem
nicht gezeichneten Saugaggregat verbunden werden.
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Die einen Bürsteneinsatz 3 fest aufnehmende Saugdüse 2 besteht im
wesentlichen aus einer U-Schiene mit U-Verbindungssteg 5 und U-Schenkeln 6. Im U-Verbindungssteg
5 befindet sich mindestens eine Öffnung 7, die nach Form und Größe der langgestreckten
Ansaugöffnung des Düsenkörpers 1 angepaßt wird. Der Düsenkörper 1 kann mit Hilfe
von Schrauben 8 mit der als U-Schiene ausgebildeten Saugdüse 2 fest verbunden werden.
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Erfindungsgemäß wird in den durch die U-Schenkel 6 aufgespannten Ansaugkanal
9 ein Bürsteneinsatz 3 so eingesetzt, daß der Ansaugkanal 9 im Hinblick auf eine
verlustfreie Übertragung der eingesetzten Saugleistung auf die zu reinigende Fläche
- vor allem durch den Körper 10 des Bürsteneinsatzes 3 - eingeengt wird. Die Borsten
11 des Bürsteneinsatzes 3 sollen im wesentlichen nach Art
eines
Rechens oder Kamms in einer Reihe oder wenigen Reihen von Borstenbüscheln nebeneinander
angeordnet werden.
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Der Bürstenkörper 10 kann z.B. mit Hilfe von Bolzen 12 innerhalb des
Ansaugkanals 9 festgelegt werden, derart, daß der Gesamtraum zwischen den U-Schenkeln
6 in zwei schmale Ansaugkanäle jeweils angrenzend an einen der U-Schenkel 6 unterteilt
wird. Beim Ziehen und Schieben der Staubsaugerdüse ergibt sich dann etwa derselbe
Reinigungseffekt.
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Die erfindungsgemäße feste Anordnung des Bürsteneinsatzes 3 bedeutet,
daß der Bürstenkörper 10 ohne die Möglichkeit einer Relativbewegung innerhalb des
Ansaugkanals 9 befestigt wird. Die Bürsten 11 können dann bei Betrieb etwa wie die
Borsten eines Schrubbers auf den textilen Bodenbelag einwirken.
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Bezuzszeichenliste 1 = Düsenkörper 2 = Saugdüse 3 = Bürsteneinsatz
4 = Verlängerungsrohr 5 = U-Verbindungssteg 6 = U-Schenkel 7 = Öffnung in 5 8 =
Schraube 9 = Ansaugkanal 10 = Bürstenkörper 11 = Borsten 12 = Bolzen
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