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Vorrichtung zum Aufhängen von Beinkleidern u. dgl. Zusatz zum Patent
322618. Im Patent 3.22618 ist eine Vorrichtung zum Aufhängen von Beinkleidern u.
dgl. unter Schutz gestellt, bei der die das Kleidungsstück tragende Klammer selbsttätig
sowohl in ihrer Schließ- wie auch in ihrer Offenstellung gehalten wird. Zu diesem
Zwecke ist bei einer bevorzugten Ausführungsform des genannten Patentes eine Feder
vorgesehen, die sowohl das Offenhalten wie auch das Geschlossenhalten derKlammer
bewirkt. Dievorliegende Erfindung bezieht sich insbesondere auf Vorrichtungen dieser
Art, bei denen die Klammer aus zwei scherenartig miteinander verbundenen Hebeln
besteht, an deren unteren Enden .die Leisten zum Einklemmen des Kleidungsstückes
sitzen.
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Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die das Offen- und
Geschlossenhalten der Klammer bewirkende gemeinsame Feder unmittelbar an den Scherenhebeln
angreift, wobei -die Angriffspunkte in bezug auf den Hebeldrehpunkt so zu wählen
bzw. die Hebel so zu gestalten sind, daß die Verbindungslinie zwischen den Angriffspunkten
im geschlossenen Zustande der Klammer auf der einen; im offenen Zustande auf der
anderen Seite des Hebeldrehpunkts vorbeigeht.
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Zweckmäßig wird die gemeinsame Feder als Bügelfeder ausgebildet und
unmittelbar mit dem Aufhängemittel der Klammer verbunden oder als Teil des Aufhängemittels
hergestellt. Auf der Zeichnung ist -die Erfindung in zwei Ausführungsformen veranschaulicht,
und zwar stellt Abb. r die neue Vorrichtung von der Seite gesehen in zwei verschiedenen
Stellungen dar, von denen die punktiert gezeichnete der Offenlage entspricht, während
Abb. 2 eine andere Ausführungsform in schaubildlicher Darstellung zeigt.
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Bei der Ausführung nach Abb. z besteht die Klammer aus zwei winkelförmigen
Hebeln i, z, die bei 3 -durch einen Zapfen gelenkig miteinander verbunden sind.
Die unteren Hebelenden sind nach innen winklig abgebogen und tragen an ihren äußersten
Enden .die Klemmleisten q., 5, zwischen die das betreffende Kleidungsstück eingeklemmt
wird. Die in ausgezogenen Linien :dargestellte Lage entspricht der Normalstellung,
in der die Klemmleisten- das Kleidungsstück zwischen sich einschließen. Die freien
Hebelenden sind .durch einen Bügel 6, der bei der .dargestellten Ausführungsform
aus Federdraht besteht, miteinander verbunden. Die Enden des Bügels sind bei fi
und 8 an die betreffenden Hebelenden gelenkig angeschlossen. In der Mitte des Bügels
6 greift ein Haken 9 an, der zum Aufhängen der ganzen Vorrichtung an einer Stange
des Kleiderschrankes o. dgl. dient. Der Haken, der an den Bügel 6 angelötet oder
sonstwie fest mit ihm verbunden ist, hat die Form eines seitlich offenen Ringes,
der die betreffende
Aufhängestange federnd umschließt und auf .diese
Weise eine Verbindung sichert, die einem nach oben auf die Aufhängevorrichtung gerichteten
Drucke Widerstand leistet, zumal der untere Teil des Hakens q so ausgebildet ist,
.daß er sich von unten gegen die betreffende Stange stützt.
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Will man das eingeklemmte Kleidungsstück aus der Klammer entfernen,
so faßt man eine der beiden Klemmleisten, die, wie Abb. 2 erkennen läßt, zu diesem
Zwecke an beiden Enden über die andere hinaus verlängert ist, mit Daumen und Zeigefinger
der beiden Hände und schiebt sie nach oben. Dadurch öffnet sich die andere Klemmbacke
und gibt das Kleidungsstück frei. Läßt man jetzt die Backe los, so nehmen die Teile
unter der Wirkung der Feder 6 die in punktierten Linien angedeutete Lage ein, und
die Klammer bleibt geöffnet, wodurch das spätere Wiedereinleger des Kleidungsstückes
erleichtert wird. Damit die Feder 6, .deren Wirkung als nach innen gerichtet angenommen
ist, die Teile in dieser Lage festhält, ist es nötig, daß die Verbindungslinie der
Angriffspunkte 7, 8 der Feder unterhalb des Drehpunktes 3 zu liegen kommt. Will
man das Kleidungsstück wieder einklemmen, so erfaßt ,man es zusammen mit der längeren
Klemmleiste und zieht diese nach unten, wobei zunächst die Wirkung der Feder 6 zu
überwinden ist, bis die Verbindungslinie der Punkte 7, 8 den Drehpunkt 3 nach oben
überschritten hat. Ist dies geschehen, so wirkt die Feder in umgekehrtem Sinne auf
die Klemmleisten; drückt diese also zusammen: und hält das Kleidungsstück fest,
eine Wirkung, die durch das Gewicht des letzteren noch unterstützt wird.
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Die dargestellte Drahtfeder kann natürlich auch durch eine Blattfeder
oder auch eine Schraubenfeder ersetzt werden. Auch ist es nicht unbedingt erforderlich,
daß der Aufhängehaken mit derFeder verbunden ist; vielmehr kann die Verbindung auch
mit anderen Teilen der Klammer, beispielsweise dem Gelenkpunkt 3, erfolgen. Schließlich
könnte die Wirkung der Feder auch nach außen gerichtet sein, in welchem Falle dieKlammerhebelnicht
scherenartig, sondern kniehebelartig miteinander zu verbinden wären. Ar. Stelle
cles Ringes 9 könnte auch eine andere Vorrichtung zum Anschließen der Klammer an
den betreffenden Träger treten. Beispielsweise könnte man unmittelbar an die Feder
ein Konsol anschließen, mittels dessen die Vorrichtung an der Wand aufgehängt werden
kann.
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Das Eigentümliche der in Abb..2 dargestellten Ausführungsform besteht
darin, daß die ganze Einrichtung bis auf die Klemmleisten aus Draht hergestellt
ist. Die Scherenhebel z, 2 sind hier ebenso, wie es zweckmäßigerweise auch bei der
oberbeschriebenen Ausführungsform geschieht, paarweise vorgesehen' und derart auf
den Drehbolzen 3 aufgereiht, daß immer ein zu .der einen Klemmleiste gehöriger Schenkel
auf einen zu der anderen gehörigen folgt. Auf diese Weise wird eine größere Stabilität
des Hebelmechanismus erzielt. Die Lagerstellen für den Drehbolzen werden durch schleifenartige
Ausbiegungen der Drahtstücke gebildet.
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Die gemeinsame Feder 6 zum Geschlossen-und Offenhalten der Klammer
ist ebenfalls aus Draht hergestellt und besteht mit dem Aufhängehaken 9 aus einem
gemeinsamen Stück. Zu diesem Zwecke ist die bügelförmig gekrümmte Feder im Scheitelpunkt
nicht geschlossen, sondern mit ihren beiden Schenkeln zunächst seitlich im Winkel
abgebogen; dann sind die Schenkel nach oben wieder scharf zurückgebogen und gehen
idann weiter in einen Doppelring über, der nur teilweise geschlossen ist, wobei
das freie Ende wieder eine Schleife bildet. Die unteren Enden des Bügels 6 sind
mit angebogenen Ösen an die Drehbolzen 7, 8 angeschlossen, die außerdem die mit
entsprechenden Ösen. versehenen Enden der Schenkel r, 2 der eigentlichen Klammer
aufnehmen. Die einzelnen Ösen sind ebenso wie die einzelnen Schleifen des Scherengelenks
durch Messingscheilichen voneinander getrennt, um die Reibung zu verringern. Die
Ausbildung des. Federbügels mit .dem Aufhängehaken aus einem Stück bietet, abgesehen
von der Einfachheit, noch - den Vorteil, daß die Federung infolge der größeren Nachgiebigkeit
wirksamer ist.
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Bei der Ausbildung der Klammerhebel nach Abb. 2 ist es nicht angängig,
die unteren Enden einfach .durch Einlassen in die Klemmleisten mit diesen zu verbinden,
da in diesem Falle die Klammer gegenüber Verdrehungen der Leisten nicht genügend
widerstandsfähig wäre. Um der Verbindung die nötige Steifigkeit zu verleihen, sind
bei der dargestellten Ausführungsform die betreffenden Hebelenden zunächst winkelförmig
abgebogen und mit den in der Längsrichtung der Klemmleisten verlaufenden Schenkeln
in Nuten ro eingebettet, die auf der Oberseite der Klemmleisten vorgesehen sind.
Die Enden ider die Scherenschenkel bildenden Drahtstücke sind dann nochmals nach
unten umgebogen und an den Enden der Nuten zo in das Holz der Klemmleisten eingepreßt.