DE3400799C2 - Vertikal in eine Mülldeponie einbringbares Rohr zur Lagebestimmung wassergelöster chemischer Substanzen - Google Patents

Vertikal in eine Mülldeponie einbringbares Rohr zur Lagebestimmung wassergelöster chemischer Substanzen

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    • B01BBOILING; BOILING APPARATUS ; EVAPORATION; EVAPORATION APPARATUS
    • B01B1/00Boiling; Boiling apparatus for physical or chemical purposes ; Evaporation in general
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B09DISPOSAL OF SOLID WASTE; RECLAMATION OF CONTAMINATED SOIL
    • B09CRECLAMATION OF CONTAMINATED SOIL
    • B09C1/00Reclamation of contaminated soil

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Abstract

Die hygroskopische Röhre zur Lokalisierung und Bindung wassergelöster chemischer Substanzen soll Verwendung finden in chemisch verseuchten Mülldeponien. Die hygroskopische Füllung der Doppelwandröhre entzieht, gegebenenfalls über Unterdruckanschluß verstärkt, dem umliegenden Schutt Wasser. Die hygroskopische Füllung läßt sich nach Entnahme auf vorhandene Schadstoffe hin analysieren und ermöglicht über Feststellung ihrer Konzentration in der hygroskopischen Füllung Anhaltspunkte über die Lage der Schadstoffe in der Deponie. Mit unterstützenden baulichen Maßnahmen kann über ein System hygroskopischer Röhren Deponiegut ausgetrocknet werden, um eine Wanderung giftiger Substanzen zum Grundwasser zu vermeiden.

Description

Die Erfindung betrifft ein vertikal in eine Mülldeponie einbringbares Rohr zur Lagebestimmung wassergelöster chemischer Substanzen mit einem perforierten Außenmantel und einem Anschluß für eine Förderpumpe. Derartige Rohre sind allgemein bekannt und werden gemäß der Zeitschrift »Müll und Abfall«, 7/1983, S. 182—185 zur Untersuchung und Bewertung von Altablagerungen verwendet. Die in Wasser gelösten chemischen Substanzen werden mit dem Wasser aus der Deponie herausgepumpt und Proben daraus chemisch analysiert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Rohr der eingangs genannten Art so auszubilden, daß es für die zeitweilige Bindung und Zwischenspeicherung der wassergelösten chemischen Substanzen geeignet ist.
Die Lösung besteht erfindungsgemäß darin, daß das Rohr ein konzentrisch fixiertes Innenrohr, eine im Raum zwischen Innen- und Außenrohr angeordnete hygroskopische Füllung und einen unteren Sickerwasserspeicher aufweist.
Auf diese Weise wird über die Perforationsöffnungen dem umliegenden Deponiematerial Wasser entzogen. Dieser Vorgang wird durch Unterdruck verstärkt. Der bei Wassersättigung der hygroskopischen Rohrfüllung auftretende Wasserausfluß wird nach unten in dem über Unterdruck zu entleerenden Sickerwasserspeicher aufgefangen. Das Rohr kann bei Wassersättigung einfach ausgewechselt werden.
Dafür ist es besonders vorteilhaft, wenn das Rohr in Längsrichtung aus Abschnitten besteht und wenn als Verbindung zweier Abschnitte die Außenrohre Gewinde und die Innenrohre ineinandergreifende Steckfassungen und -zapfen aufweisen.
Dann kann das Rohr durch Auseinanderschrauben der einzelnen Teilrohrstücke vom hygroskopischen Füllmaterial geleert und neu gefüllt werden.
Durch chemische Analyse des hygroskopischen Materials lassen sich Erkenntnisse über Vorkommen bestimmter chemischer Substanzen und über Feststellung der Konzentration dieser Stoffe innerhalb der hygroskopischen Rohrfüllung über die Tiefenlage dieser Schadstoffe gewinnen.
In vorteilhafter Weise kann das erfindungsgemäße Rohr auch zur Austrocknung einer gegen peripheres Sickerwasser und Niederschlag abgekapselten Deponie verwendet werden.
Bei dichtem Abstand der Rohre zueinander und gegebenenfalls mehrfachen Wechsel der hygroskopischen Füllung läßt sich das Deponiegut nämlich stetig austrocknen, wenn ein erneuter Wasserzufluß von außen vermieden wird.
Die hygroskopischen Rohre werden z. B. aus säurefestem Hartplastik gefertigt
Ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen jeweils im Längsschnitt:
F i g. 1 einen obersten und folgende Abschnitte;
F i g. 2 einen untersten Rohrabschnitt
Wie aus F i g. 1 zu ersehen ist, kann das erfindungsgemäße Rohr aus einzelnen Abschnitten bestehen und mit Hilfe von Gewinden a und h sowie Steckfassungen b und Steckzapfen / auf die jeweils erforderliche Länge gebracht werden. Der Durchmesser des Rohres wie auch Stärke und Art des zu verwendenden Materials ist dabei den jeweiligen Erfordernissen anzupassen. Eine hygroskopische Füllung e, z. B. Kieselgur oder ein geeignetes Sülzgranulat mit hygroskopischer Eigenschaft, befindet sich zwischen einem mit Löchern d versehenen Außenmantel c und einem inneren Steigrohr g, das aus statischen Gründen in regelmäßigen Abständen mit radial angeordneten durchbrochenen Stützverbindungen /verbunden ist Die Füllung der Röhre mit hygroskopischem Material kann vertikal von oben her erfolgen. Den Abschluß einer hygroskopischen Röhre bildet ein Rohrstück, das, wie aus F i g. 2 zu ersehen, die hygroskopische Füllung e durch eine untere perforierte Trennwand j hält und auftretendes Sickerwasser in einem Sickerwasserspeicher k auffängt.
Der Sickerwasserspeicher k kann über Unterdruck durch das Steigrohr ^entleert werden. Ein im Steigrohr g bestehender Unterdruck kann je nach der Art der hygroskopischen Füllung e den Wasserentzug aus dem um die hygroskopische Röhre herumliegenden Schuitmaterial verstärken.
Zur Analyse der hygroskopischen Füllung c wie zu deren Erneuerung kann die hygroskopische Röhre vertikal entweder in der vollen Länge oder Teil für Teil der Deponie entnommen werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

34 OO Patentansprüche:
1. Vertikal in eine Mülldeponie einbringbares Rohr zur Lagebestimmung wassergelöster chemischer Substanzen mit einem perforierten Außenmantel und einem Anschluß für eine Förderpumpe, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr, ein konzentrisch fixiertes Innenrohr, eine im Raum zwischen Außen- und Innenrohr angeordnete hy- ίο groskopische Füllung und einen unteren Sickerwasserspeicher aufweist
2. Rohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr in Längsrichtung aus Abschnitten besteht, und daß als Verbindung zweier Abschnitte die Außenrohre Gewinde und die Innenrohre ineinandergreifende Steckfassungen und -zapfen aufweisen.
3. Verwendung des Rohres nach Anspruch 1 oder 2 zur Austrocknung einer gegen peripheres Sickerwasser und Niederschlag abgekapselten Deponie.
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