DE334545C - Verfahren zur Herstellung von Reliefbildern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Reliefbildern

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DE334545C
DE334545C DE1918334545D DE334545DD DE334545C DE 334545 C DE334545 C DE 334545C DE 1918334545 D DE1918334545 D DE 1918334545D DE 334545D D DE334545D D DE 334545DD DE 334545 C DE334545 C DE 334545C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C1/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
    • B44C1/24Pressing or stamping ornamental designs on surfaces

Landscapes

  • Machines For Manufacturing Corrugated Board In Mechanical Paper-Making Processes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Reliefbildern. Durch das Patent 332496 ist ein Verfahren zur Herstellung von Reliefbildern aus ebenen Bildvorlagen, die aus Papier, Seide, Leinwand und ähnlichen Stoffen bestehen können, geschützt, dessen Merkmal darin besteht, daß über der dehnbar gemachten, in ein entsprechendes Rahmensystem eingespannten Bildvorlage die plastische Masse in den Rahmen eingefüllt und mit der Bildvorlage, mit der sie sich innig verbindet, der eigenen Schwere überlassen wird, so daß Bildvorlage und plastische Masse zusammen kissenartig abwärts sacken. Nachdem auf diese Weise bereits ein rohes Relief entstanden ist, erfolgt die weitere Herausarbeitung des genauen Reliefs von der Bildseite her mit Werkzeugen oder Matrizen.
  • Die Erfindung betrifft nun eine weitere Ausbildung dieses Verfahrens und bezweckt, das Abwärtssacken derart zu regeln, daß nicht allein bezüglich der Umrisse des ganzen Bildes, sondern auch schon in den besonders hervortretenden Einzelheiten, j e nachdem sie eine höhere oder geringere Plastik erhalten sollen, ein angenähertes Relief durch das Abwärtssacken erzielt wird. Zu diesem Zweck wird das Tränken der Bildvorlage, wodurch die letztere dehnbar gemacht werden soll, örtlich, d. h. j e nach der Plastik, welche die einzelnen Stellen erhalten sollen, mehr oder weniger stark vorgenommen. Die Stellen also, welche eine hohe Plastik zeigen sollen, werden stark, dagegen andere Stellen, die weniger hervortreten sollen; werden schwach bzw. gar nicht getränkt. Durch diese örtliche Behandlung wird erreicht, daß der Stoff, sei es Papier, Seide, Leinwand o. dgl., sich nur an den Stellen dehnt, wo er sich laut Angabe der Vorlage dehnen soll. Namentlich ist dies von Bedeutung bei der Herstellung von geographischen Reliefkarten, besonders Generalstabskarten in größeren Formaten, welche ein markantes Gelände zeigen. Dieses örtliche Tränken kann gegebenenfalls unter Zuhilfenahme von Schablonen geschehen, die auf die Rückseite der Bildvorlage aufgelegt werden und in ihrer Form bzw. in ihren Ausschnitten den Hauptformen der zu tränkenden Flächen entsprechen. Die Flüssigkeit wird entweder aufgespritzt oder mit Pinseln u. dgl. aufgetragen. Gegebenenfalls steht auch nichts im Wege, die Flüssigkeit auf die Vorderseite der zu reuefierenden oder auch teilweise bereits relieffierten Bildvorlage aufzutragen, um j e nach Erfordernis eine erhöhte Dehnbarkeit zu erreichen.
  • Bei noch höheren zerklüfteten Geländeformen, überhaupt bei besonders stark herauszuarbeitenden Stellen bearbeitet man zweckmäßig neben dem örtlichen Tränken die Bildvorlage mit der Hand oder mit Werkzeugen. Diese Bearbeitung kann ohne oder auch mit einer dünnen Lage plastischer Mas<oe von der Rückseite der Bildvorlage geschehen. Durch das Bearbeiten oder Streichen wird erreicht, daß sich die Bildvorlage an den betreffenden, entsprechend kräftig herauszuarbeitenden Stellen besonders stark dehnt. Gegebenenfalls kann dieses Dehnen über einer unter die Bildvorlage gelegten Matrize erfolgen. Auch kann man gewünschtenfalls ein Polster aus beliebigem nachgiebigen Material, wie angefeuchteter Watte, knetbarer Masse o. dgl., anwenden uxm eini' Durchdrücken oder Zerreißen der Bildvorlage zu vermeiden. Um nach dem Auflegen der dünnen Masseschicht beim Bearbeiten die Vorlage genau verfolgen zu können, legt man ferner zweckmäßig auf die dünne Masseschicht eine Pause oder sonstige Vorlage des herzustellenden Reliefs. Auf diese Weise kann man beim Dehnen der Bildauflage der herauszuarbeitenden Form genau nachgehen, was ohne dieses Mittel Schwierigkeiten bieten würde, weil die Bildvorlage nach unten hängt und außerdem nach oben durch die dünne Massesehicht bedeckt ist. Wird die Bildvorlage in der beschriebenen Weise örtlich vorbereitet und behandelt, so wird bei dem nach dem Einfüllen der Masse erfolgenden Durchsacken bereits ein angenähertes Relief auch bis in die einzelnen Hauptlinien des Bildes hinein erzielt, wodurch die nachfolgende Herausarbeitung des genauen Reliefs, sei es von Hand, sei es in Massenherstellung,wesentlich erleichtert wird.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Reliefbildern nach Patent 332496, dadurch gekennzeichnet, daß das Tränken der Bildvorlage örtlich verschieden stark erfolgt.
  2. 2. Ausführungsweise des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das örtliche Befeuchten unter Benutzung von Schablonen erfolgt, die auf die Rückseite der Bildvorlage gelegt werden.
  3. 3. Ausführungsweise des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an besonders stark herauszuarbeitenden Stellen die Bildvorlage außerdem noch, gegebenenfalls unter einer dünnen Lage plastischer Masse, besonders bearbeitet wird, wobei evtl. eine Mätrize 'zür genaueren Herausarbeitung der Reliefformen oder auch ein untergelegtes Polster zur Verhinderung des Durchdrückens bzw. Zerreißend der Bildvorlage Verwendung findet. q.. Ausführungsweise des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim örtlichen Bearbeiten der Bildvorlage auf die dünne Masseschicht eine Pause oder sonstige Vorlage des herzustellenden Reliefs gelegt wird.
DE1918334545D 1918-07-26 1918-07-26 Verfahren zur Herstellung von Reliefbildern Expired DE334545C (de)

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