DE33222C - Abbohren eines Schachtscheiben-Ringes in schwimmenden oder sehr druckhaften, lettigen Gebirgsmassen mittelst Senkkasten - Google Patents

Abbohren eines Schachtscheiben-Ringes in schwimmenden oder sehr druckhaften, lettigen Gebirgsmassen mittelst Senkkasten

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DE33222C
DE33222C DENDAT33222D DE33222DA DE33222C DE 33222 C DE33222 C DE 33222C DE NDAT33222 D DENDAT33222 D DE NDAT33222D DE 33222D A DE33222D A DE 33222DA DE 33222 C DE33222 C DE 33222C
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DENDAT33222D
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L. WEICHT in Waterloogrube bei Kattowitz O.-S
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D1/00Sinking shafts
    • E21D1/08Sinking shafts while moving the lining downwards

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  • Mining & Mineral Resources (AREA)
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  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Geology (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)
  • Underground Structures, Protecting, Testing And Restoring Foundations (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 5: Bergbau.
Gebirgsmassen mittelst Senkkasten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Juni 1884 ab.
Der in beiliegender Zeichnung in Fig. 1 im Grundrifs dargestellte Schachtscheiben-Ring besteht aus 23 Kasten, welche, in zähem Eisen ausgeführt, mittelst Schwalbenschwanzes und entsprechender Einzackung in Form eines Kreisringes unter einander verbunden sind und nicht nur das Auseinandergehen derselben verhindern, sondern beim Hinabdrücken der einzelnen Kasten nach der Tiefe sich gegenseitig als Führung dienen; selbstredend kann die Führung auch in anderer Form ausgeführt werden.
Jeder Kasten ist durch zwei Stege in drei Räume χ χ' und χ", in Fig. 1 Kasten 1, getheilt, welche quadratischen Querschnitt haben.
Um einen Zusammenhang der Kasten in senkrechter Richtung zu bewirken, hat jeder Steg π1, in Fig. 1 Kasten 2, in seiner Mitte eine runde Verstärkung, worin ein Loch zur Aufnahme der in Fig. 2 mit \ \'-\" und \'" bezeichneten Bolzen gebohrt ist; letztere sind am oberen und unteren Ende mit geschlitzten Löchern zum Eintreiben von Splinten versehen, so dafs nach hergestellter Verbindung mehrerer senkrecht über einander stehenden Kasten ein Kastensystem k +. k' + k", wie in Fig. 2, gebildet wird, welches nur eine senkrechte Verschiebung gestattet.
Gegen seitliches Verrücken sind die Kasten durch drei in die Führungen derselben eingesetzte Aufsatzstifte η η' η", Fig. 3 (worin ein Kasten für sich in vergrößertem Mafsstabe dargestellt ist), hinreichend gesichert.
Fig. 2 bringt in senkrechtem Durchschnitt den Anfang eines im schwimmenden Gebirge abzusinkenden runden Schachtes zur Anschauung.
D D ist eine Cementmörtelmauer, welche in ihrem oberen Theile mit der Erdoberfläche abschneidet, in dem unteren jedoch auf einem gufseisernen Kranz b gelagert ist. Letzterer trägt nach unten hin ein Rohr b' b', dessen Länge mindestens der 2 Y2 fachen Höhe der Senkkasten entsprechen mufs, so dafs das Ganze einem Hut ohne Boden ähnlich sieht. Das Rohr an dem Mauerkranz hat den Zweck, das seitliche Hereindringen der schwimmenden oder losen Gebirgsmassen zu verhindern und einen Raum R unterhalb der Mauer zu schaffen, welcher das Einbringen der Senkkasten und das Hinabdrücken, derselben mittelst einer hydraulischen Presse in der Weise gestaltet, dafs jeder Kasten bezw. jedes Kastensystem einzeln hinabgedrückt werden kann. Demnach mufs die Presse nach Fig. ι 23 mal ihren Stand zwischen Mauer und Kasten wechseln, wenn alle 23 Kasten bezw, Kastensysteme des Schachtscheiben-Ringes um die Kastenhöhe gesenkt werden sollen.
Die in Fig. 2 unterhalb der Linie A-B und mit deren Hülfe gebildeten länglichen Vierecke sind die aus Fig. 1 mittelst Projectionslinien dargestellten Senkkasten, und zwar von den inneren nächstliegenden Zusammenstöfsen der radialen Seitenflächen derselben; ausgenommen hiervon sind die äufseren mit dd d' d' und d" d" bezeichneten Oblonge, welche senkrechte Querschnitte sind.

Claims (2)

  1. Fig. 2 bringt ferner denjenigen Zeitpunkt der Senkarbeit zur Anschauung, wo der dritte Kastenring aufgesetzt ist und um die Kastenhöhe in die losen Gebirgsmassen in der oben beschriebenen Weise hinabgeprefst, also die Linie A-B in die Lage der Doppellinie Il kommen soll. Ist dies geschehen, so werden die in die Räume der Kasten χ χ' und χ" in Fig. ι gedrungenen Gebirgsmassen .mit. Schlammr bohrern herausgehoben. Um letzteres zu erleichtern, sind in der Mauer ebenso viel1 Kanäle von quadratischem Querschnitt und ioomm Seite nach Art der in Fig. 2 mit α und α'"bezeichneten ausgespart, als die Senkkasten Räume haben, hier also nach Fig. 1 3X23 = 69. Die Kanäle liegen genau senkrecht über den Kastenräumen, sind jedoch deshalb von geringerem Querschnitt als letztere, weil sie nur das- Bohrgestänge durchzulassen haben;· entsprechend der Gröfse dieser Mauerkanäle befinden sich in dem eisernen: Mauerkranz, b ebenso viel Durchbrechungen.
    Nachdem dieses eben beschriebene Verfahren so oftmals wiederholt worden, dafs endlich das feste Gestein erreicht und die Kastenräume sämmtlich von Schlammmassen befreit sind, werden die Kastenräume mit dickflüssigem Cementmörtel ausgefüllt und unter mäfsigen Druck gesetzt, wodurch ein sicherer Anschlüfs des Cementmörtels an das feste Gestein bewirkt wird.
    Sobald der Cementmörtel erhärtet erscheint, ist die innerhalb des Kastenringes stehende Säule losen Gebirges von den übrigen schwim-.menden Gebirgsmassen isolirt, d.h. jeder Druck derselben ist aufgehoben und kann ohne Weiteres in gewöhnlicher Art ausgeschachtet werden. Ist letzteres geschehen, so wird der eiserne Schachtscheibenring noch durch eine Cementmörtelmauer aus Backsteinen, wie sie der in Fig. 1 mit MM bezeichnete Kreisring darstellt, verstärkt und gegen später auftretende saure Wasser geschützt.
    Das hier beschriebene Verfahren des Schachtabteufens in schwimmenden Gebirgsmassen unterscheidet sich von dem englischen unter Anwendung sogen. Tübings wesentlich dadurch, dafs, während bei diesem der Schacht mit einem rohrärtigen eisernen Mantel ausgebaut wird, die darin eingeschlossenen Gebirgsmassen, also die ganze Schachtscheibe ausgebohrt und auch der Mantel in der ganzen Peripherie auf einmal hinabgeprefst werden mufs, bei dem oben beschriebenen und durch die beiliegende,Zeichnung erläuterten Verfahren dagegen nur ein Schachtscheiben-Ring an der Peripherie des Schachtes mittelst mehrerer einzeln zu treibenden ' Kastensysteme ausgebohrt und alsdann mit Cementmörtel ausgefüllt, also die Schachtscheibensäule schwimmenden Gebirges isolirt: wird, um dieselbe leichter und schneller herauszuschaffen.
    Letzteres hat ungemein grofse Vortheile vor dem englischen Verfahren.
    Patent-Ansρrüche:
    In Abänderung des unter P. R. No. 29230
    patentirten Verfahrens und der Vorrichtungen zur Abteufung von. Schächten:
    ι. Das Verfahren beim Abteufen von Schächten unter Benutzung eiserner Kasten zur Abdämmung des schwimmenden Gebirges, diese' Kasten in dem damit zu bildenden Rohr in verticalen Reihen verschiebbar anzuordnen:, so dafs sie, mit verticalen Führungen zum Zusammenhalten der Rohrform versehen, einzeln, unabhängig von den übrigen Reihen, in das Gebirge hinabgedrückt werden können,, zum Zwecke, einerseits dies Hinabdrücken, andererseits durch Isoliren des schwimmenden Gebirges in einzelnen Kastenreihen seine Herausschaffung zu erleichtern.
  2. 2.. Zur Ausführung des unter 1. bezeichneten: Verfahrens die Anordnung von Senkkasten k k' k" eines. Schaehtcylinders in verticalen Reihen über einander, welche: Kasten mit seitlichen Führungen verseben sind, die . eine verticale. Verschiebung der einzelnen; Reihen gestatten, ferner die Theilung des 'Hohlraumes solcher Kasten, in. mehrere neben einander liegende engere Räume,, zum Zwecke, das Beseitigen der beim Hinabdrücken einer Kastenreihe eindringenden Gebirgsmassen zu erleichtern.
    Die Anwendung dieses abgeänderten Verfahrens unter 1. mit den. in dem Anspruch 2. bezeichneten Anordnungen ist nicht ohne die Zustimmung des Inhabers von dem Patent No. 29230 zulässig.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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