DE329660C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Cyaniden - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Cyaniden

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/002Synthesis of metal cyanides or metal cyanamides from elementary nitrogen and carbides

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Cyaniden. Die Erfindung betrifft eine Verbesserung des bekannten Verfahrens zur Darstellung von Cyanverbindungen durch gegenseitige Einwirkung von Alkali- oder Erdalkaliverbindungen und Kohlenstoff auf Stickstoff bei Gegenwart eines Katalysators, beispielsweise Eisen.
  • Bei der Durchführung dieses Verfahrens in großem Maßstabe unter Benutzung pulverförmiger Bestandteile stellten sich jedoch häufig Schwierigkeiten ein, die der pulverförmigen Beschaffenheit der Beschickung zuzuschreiben sind. Wie festgestellt wurde, verschwinden diese Übelstände zum größten Teil, wenn die Beschickung in Form kleiner Brikette von gleichförmigen Abmessungen in einer zweckmäßig senkrechten Retorte durch die Reaktionszone hindurchbewegt wird. Wendet man die Brikette in größerer Form an, so besteht die Gefahr, daß die Reaktion nur auf der Oberfläche eintritt. Beim Brikettieren ist darauf zu achten, daß die Brikette aus pulverförmigem Material hergestellt werden, um das gegenseitige Mengenverhältnis und eine innige Verteilung und Berührung der Stoffe zu sichern, ferner, daß die poröse Beschaffenheit der Masse beibehalten wird. Je feiner das katalytische Material verteilt ist, um so größer ist die Fläche, die den Gasen und Dämpfen ausgesetzt wird, die während des Verfahrens in diePoren eindringen. Indessen haben jedoch neuere Versuche gezeigt, daß selbst dann, wenn die Brikette unter beträchtlichem D ruck erzeugt werden, diese Bedingungen ebenfalls eingehalten werden können.
  • Die Benutzung fremder Bindemittel ist unerwünscht, weil dadurch die Gefahr einer Beeinträchtigung der Wirksamkeit der katalytischen, Fläche und der für- die Kontaktwirkung günstigen Verhältnisse herbeigeführt wird.
  • . Die für die Brikette gewählten Abmessungen, sollen nicht übermäßig groß gewählt werden, wenn nicht gerade Kanäle geeigneter Größe in den Briketten angebracht sind. - Brikette, zdie bei 25 mm Länge ungefähr einen Durchmesser von 6 bis 7 mm haben, haben sich als wirksam erwiesen.
  • Wesentlich ist, daß - das Brikettgemisch einer Bewegung durch die Reaktionszone ausgesetzt wird.
  • Ist das den Grundstoff des Cyanids bildende Metall flüchtig oder ergibt es ein flüchtiges Zersetzungsprodukt, so wird es durch die Hitze innerhalb der Retorte leicht von der Reaktionszone abgeleitet, während, wenn die Beschickung einer Bewegung ausgesetzt wird, dieser Nachteil vermieden wird, sofern Vorkehrung getroffen ist, daß das verflüchtigte Material in einen Teil der Beschickung übergeht, welche in die Reaktionszone eintritt, Es ist angebracht, den Stickstoff oder die anderen Gase, die in die Beschickung eingeleitet werden sollen, vorzuerwärmen, und zu diesem Zwecke kann die Beschickung, welche die Reaktionszone verläßt, zur Abgabe ihrer Wärme an das betreffende Gas benutzt werden. Durch die dabei eintretende Abkühlung der Beschickung wird zugleich eine Kühhung der Brikette herbeigeführt und ein Verstopfen der Fördervorrichtungen infolge der plastischen Beschaffenheit der heißen brikettierten Beschickung vermieden. Es ist ebenfalls von Vorteil, die brikettierte Beschickung vorzuerwärmen, bevor dieselbe in die Reaktionszone eintritt. Hierzu benutzt man zweckmäßig die Wärme, die aus den gasförmigen Produkten, die sich auf Grund der Reaktion ergeben, gewonnen wird.
  • Es wurde gefunden, daß die durch die brikettierte Masse gebildete katalytische Lösungsfläche, welche die Entstehung erheblicher Mengen von Cyanidverbindungen in dem einen Teil der Retorte bedingt, mit Vorteil dazu benutzt werden kann, um in einem anderen Abschnitt der Retorte eine Ablagerung von Kohlenstoff aus dem Kohlenoxyd zu bewirken, ohne daß unter geeigneten Verhältnissen das gebildete Kohlendioxyd das bereits gebildete Cyanid zersetzen kann. Der auf diese Weise niedergeschlagene Kohlenstoff ist von außerordentlicher Reinheit.
  • Die im Verlauf der Reaktion durch die Dissoziation des Kohlenoxyds auftretende Wärme wird zur Vorwärmung des in die Reaktionszone eintretenden Materials benutzt.
  • Als katalytisches Material wird vorzugsweise Eisen verwandt. Es können aber auch andere Substanzen, wie z. B. Chrom und Mangan, die die Eigenschaft besitzen, den Kohlenstoff reaktionsfähig zu machen, verwendet werden.
  • Gemäß einer zweckentsprechenden Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens wird ein Gemisch aus fein verteiltem Eisen, Kohle und Natriumkarbonat in Brikettform mit sehr ausgedehnter katalytischer Lösungsfläche hergestellt.
  • Man brikettiert, indem man das Gemisch entweder leicht über den Schmelzpunkt des Alkalikarbonats erhitzt und die plastische, teigige Masse durch Druck preßt, oder man feuchtet die Masse mit Wasser an, bis sie plastisch wird, und preßt sie durch eine Spritzdüse nach Art eines Zieheisens o. dgl. hindurch. Die feuchten Brikette werden dann durch schnelle Trocknung gehärtet. Da die Brikette von grobkörnigen oder fremden Körpern frei sind und nur den Katalysator und die fein verteilten Reaktionsstoffe enthalten, so sind sie einerseits ungewöhnlich dicht, an< dererseits trotzdem porös und so aufnahmefähig, daß sie bei den verhältnismäßig geringen Temperaturen von 650 bis I05o° C zur Cyanidbildung geeignet sind.
  • Infolge der großen Dichtigkeit besitzen die Brikette eine bessere Wärmeleitungsfähigkeit und schnellere Stickstoffaufnahme, während wiederum die vollständige Abwesenheit von grobkörnigen oder fremden Stdffen einen Zerfall sowie eine Verzögerung der Verdampfung des Alkalis verhindert. Zugleich wird dadurch die Reinheit der gebildeten Cyanide und ihre Ausbeute erhöht.
  • Vermutlich erfolgt die Reaktion nach folgender Gleichung: (x) Na2CO3+4C+N2 = a NaCN +,3 C O -I38,50o Kalorien. Diese Brikette erhalten auf Grund ihrer Dichtigkeit eine unverhältnismäßig große Menge. geschmolzenen Natriumkarbonats, so daß, wenn sie erhitzt werden, eine Alkaliver- . dampfüng in einem ungewöhnlich hohen Maße stattfindet, wodurch die Cyanidbildung wesentlich begünstigt wird- Die Brikette sind sehr plastisch (häufig beinahe halbflüssig) und erfordern daher einen besonderen Ofen, wenn das Verfahren streng ununterbrochen durchgeführt werden soll. .
  • Ein geeigneter Ofen wird durch die beiliegende Zeichnung veranschaulicht. Die kegelförmig verlaufende Retorte i, in welcher sich die Brikette abwärts bewegen, ist bei a erweitert, so daß die Generatorgase, die durch ein Rohr 3 hindurchgeleitet werden, unbehindert durch die Brikettmasse 4 hindurchgehen können. Eine entsprechende wird bei- 5 aus einem gasdichten Trichter 6 in ein Rohr'? mittels einer Schnecke 8 oder einer anderen geeigneten Vorrichtung befördert. Ein luftdichter Behälter 9 dient ferner zur Aufnahme der Koksasche 1o, die in diesen Behälter durch eine Schnecke i i o. dgl. eingeführt wird. An der Stelle 12 wind Luft eingeleitet, die durch die Asche 1o vonerwärmt und bei ihrer Aufwärtsbewegung durch das Rohr '7 in Berührung mit dem in diesem Rohr enthaltenen glühenden Koks im Generätorgas umgewandelt wird. Es strömt dann durch ein Verbindungsrohr 13 und bewegt sich abwärts durch den glühenden, eine Reinigung herbeiführenden Koks in dem Rohr 3, wodurch jegliche sauerstoffhaltigen, flüchtigen Produkte, die sich in dem Rohr 7 gebildet haben mögen, zersetzt werden. Das gereinigte Generatorgas tritt durch die Verbindungsröhre 14 in die Retorte i im unteren Teil der Heizzone, so daß für praktische Zwecke die Tendenz einer Kohlendioxydbildung nicht vorliegt, wenn das in den Gasen enthaltene Kohlenoxyd auf die vergrößerte katalytische Fläche in der brikettierten Beschickung trifft.
  • Eine kurze Strecke unterhalb der Eintrittsstelle des Generatorgases tritt das Rohr I aus dem Ofen heraus, wodurch der untere Teil der Retorte durch die atmosphärische Luft gekühlt oder sönstwie auf eine niedrige Temperatur gebracht wird. Dadurch wird bewirkt, daß die heißen, sich in plastischer bzw. teigiger Form befindlichen Brikette, die sich ununterbrochen abwärts bewegen; unterhalb des Ofens abgekühlt werden und somit erhärten, bevor sie mittels einer- Schnecke I5 oder einer anderen geeigneten Vorrichtung in einen luftdichten Behälter I6 übergeführt werden.
  • Die Brikette können aus diesem Behälter I6 entfernt und dann ausgelaugt werden, oder es kann der Cyanidgehalt derselben in irgendeiner anderen passenden Weise entfernt werden.
  • Die Brikette werden aus einem Trichter I7 mittels einer Schnecke I8 o. dgl. in die Retorte I befördert und durch den sich aufwärts bewegenden Strom von überschüssigem Generatorgas und Kohlenoxyd, das während der cyanidbildenden Reaktion entwichen ist, vorerwärmt. Zugleich wird hierdurch eine Erniedrigung der Temperatur dieses Gasstromes bis zu einem Grade herbeigeführt, bei welchem ein großer Teil des Kohlenoxyds in Kohlendioxyd übergeführt w ird, entsprechend der nachstehenden umkehrbaren Formel: (2) 2 CO <@> CO2 + C2 + 38,86o Kalorien. Wird hierbei von den Verdünnungsgasen abgesehen, so stellen ungefähr 96 Prozent C O das Gleichgewicht bei Iooo° C her, während bei 50o° C nur ungefähr 5 Prozent C O für die Gleichgewichtsherstellung erforderlich sind, während 95 Prozent aus C O2 bestehen.
  • Da Eisen in den Briketten vorhanden ist, wird Gleichgewicht herbeigeführt zwischen den gasförmigen Bestandteilen C O und C O2 sowie den festen Bestandteilen Fe, FeO und C; es entspricht einem Höchstmaß von ungefähr 42 Prozent CO2 bei einer Temperatur von 65o° C. Entsteht Kohlendioxyd in dem für die Kühlung bestimmten Abschnitt der Retorte unterhalb der Reaktionszone, so übt dieses Kohlendioxyd einen solchen verderblichen Einfluß aus, daß der Cyanidgehalt der Brikette von 2o Prozent bis zu 2 oder 3 Prozent herabgesetzt werden kann, oder es kann die Cyanidentstehung sogar vollständig verschwinden. Wird hingegen das stickstoffhaltige Kohlenoxyd unmittelbar in die Heizzone eingeleitet, so werden vortreffliche Ergebnisse erzielt.
  • Auf diese Weise wird nicht nur jegliche schädliche Bildung von Kohlendioxyd verhindert, sondern die Entstehung dieses Gases mit damit verbundener Bildung. von aschefreier Kohle wird an einer Stelle der Retorte begünstigt, die so gelegen ist, daß keine schädliche Wirkung eintreten kann, während zugleich die Wärmeenergiemenge, welche auf Grund dieser Umwandlung frei wird, auf die brikettierte Beschickung gerade auf die Stelle übertragen wird, wo dies benötigt wird, und es werden außerdem die Abgase gekühlt. Dieser Vorgang entspricht, wenn er stattfindet, im wesentlichen der Gleichung: (3) Na2CO3+2C+N2 = 2 NaCN + CO2 - 8oooo Kalorien. Der in der Beschickung enthaltene Kohlenstoff, der bei der Cyanidbildung nicht verbraucht wird, wird zu C O2 oxydiert; ferner wird' dabei die aus dieser Reaktion entstehende Hitze nutzbar gemacht -und zugleich eine schädliche Wirkung des Kohlendioxyds auf-:das Cyanid vermieden.
  • Dadurch, daß die nötige Menge Kohlenoxyd in den Ofen entweder durch das Verbindungsrohr 14 oder ein Rohr 1g eingeleitet wird (oder es kann auch das Kohlenoxyd mittels einer Rohrleitung 2z entweder den Verbindungsrohren 22 oder 23 oder auch dem Rohr ig zugeführt -werden), läßt sich mehr als die nötige Menge Kohlenstoff und Hitze erhalten, um den Cyanidbil.dungsprozeß zu Ende zu führen.
  • Nachdem aschefreier Kohlenstoff auf diese Weise unmittelbar auf die katalytische Lösungsfläche innerhalb der Brikette im oberen Teil der Retorte, insbesondere innerhalb der Fördervorrichtung 18 und des Trichters 17 abgelagert worden ist, bewegen sich die Brikette in der Reaktionszone oberhalb der Erweiterung 2 abwärts, und das aus Natriumkarbonat bestehende Bindemittel verflüssigtsich nun in hohem Maße, und es findet infolgedessen eine bedeutende Verdampfung desselben in den Poren der Brikette statt.
  • Die verdampfte Alkaliverbindung (und zum mindesten ein Teil -des - gebildeten Cyanids) -besitzen das Bestreben, emporzusteigen und aus der Reaktionszone zu entweichen. Hierbei treffen jedoch die Gase auf die un= mittelbar darüber befindliche, verhältnismäßig kühle brikettierte Masse, und es werden daher die Gase auf Grund der Abwärtsbewegung dieser Brikette von neuem in die Reaktionszone gebracht. Hierdurch wird eine eigenartige, sehr wirksame Kreisbewegung der verdampften Stoffe zustande gebracht. Wäre die aus- brikettierter Masse bestehende Säule nicht in Bewegung, so wäre es möglich, daß nach einer gewissen Zeit clas. verdampfte. Produkt entweicht und auf diese Weise verlorengeht. Demzufolge ermöglicht ein Ofen, der entsprechend der vorliegenden Erfindung ununterbrochen oder annähernd ununterbrochen arbeitet, daß das Verfahren nicht nur unter geringemWärmeverbrauch, sondern mit einer wesentlichen Ersparnis an Reaktionsmitteln durchgeführt wind.
  • Wenn ferner etwa infolge ungeeigneter Temperaturregelung ein Teil der wirksamen katalytischen Fläche die Neigung zeigt, in die Reaktionszone überzufließen, und infolge ihrer Abwärtsbewegung in dem heißeren Teil dieser Zone nicht verflüchtig wird, so wird sie durch die Beschickung in ihrer Abwärtsbewegung mitgenommen, und es werden auf diese Weise frische, noch nicht berührte Stellen der wirksamen katalytischen Fläche der Einwirkung des Stickstoffstromes ausgesetzt.
  • Um die sich abwärts bewegende, aus brikettiertem Material bestehende Säule inwendig zu kühlen, nachdem sie aus der Heizzone ausgetreten ist, kann ein zusätzlicher Stickstoffstrom durch dieRohrleitung 24 hindurchgeleitet werden, wodurch zugleich weitere Hitze von ihm aufgespeichert wird und die Brikette noch besser gekühlt werden.
  • Das vorliegende Verfahren als Ganzes betrachtet, gibt zu der Entstehungneuer, bis jetzt noch nicht erreichbarer technischer Effekte Anlaß. In der katalytischen Masse wird die Verflüssigung und Verdampfung der Verbindungen, welche das Grundmaterial für die Cyanidbildung liefern, begünstigt, wobei diese Verbindungen vorzugsweise das einzige Bindemittel für die fortdauernd in Bewegung sich befindenden Brikette darstellen. Außerdem wird die denkbar größte Bewegungsfreiheit dieser Stoffe herbeigeführt, so daß sie in sehr wirksamer Weise mit dein festen, fein verteilten Katalvsator in Kontakt treten und die erwünschte Kontaktwirkung in hohem Maße gesichert ist.
  • Durch die oben beschriebene Brikettierung unter Druck bei Vorhandensein eines Katalysators wird eine große Dichtigkeit und eine genügenden Festigkeit der Brikette herbeigeführt. Es wird ferner hierdurch Bas Eisen und der Kohlenstoff in enge Berührung gebracht, um dieBildung und dieAufnechterhaltung einer stark kohlenstoffhaltigen katalytischen Fläche zu veranlassen; auch besitzen die auf diese Weise gebildeten Brikette eine sehr ausgedehnte kapillare Fläche und enthalten eine sehr große Menge frei beweglicher Flüssigkeit, wodurch die Verdampfung dieser Flüssigkeit aufs äußerste begünstigt wird.
  • Durch die Anordnung einer senkrechten Retorte kann das Eigengewicht der Beschickung benutzt werden, um sie in dieHeiz-und Kühlzonen einzuführen und hindurchzuleiten, während gleichzeitig die Bildung von Kanälen oder Zwischenräumen, durch welche der Stickstoff im ganzen entweichen könnte, verhindert wird.

Claims (6)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Cyaniden aus Stickstoff, Kohlenstoff und einem Alkali- oder Erdalkalimetall oder einer geeigneten Verbindung dieser Metalle in inniger Mischung mit einem fein verteilten, katalytisch wirkendem .Metall, z. B. Eisen, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch in Form von Briketten in einer zweckmäßig senkrechten. Retorte -durch die Reaktionszone. hindurchbewegt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die im Verlaufe der Reaktion durch die Dissoziation des Kohlenoxyds auftretende Wärme zur Vorwärmung des in die Reaktionszone eintretenden Materials benutzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Reaktion gebrauchte Stickstoff oder das Stickstoff -enthaltende Gas zL,- Abkühlung der aus der Reaktionszone austretenden B_ rikette verwendet wird.
  4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, Bekennzeichnet durch eine senkrechte, sich kegelförmig nach unten erweiternde, heizbare Retorte (i), die in. dem unteren Teil der Heizzone einen Einführungsstutzen für Generatorgas und erforderlichenfalls noch Rohrleitungen zur Einführung von zusätzlichem Kohlenoxyd besitzt, und eine Barüberliegende geeignete Fördervorrichtung für die Einführung der Brikette in die Retorte. -
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Retorte (i) eine kurze Strecke unterhalb der Stelle, in welche das Generatorgas eingeleitet wird, aus den, Feuerungsraum heraustritt, demit ihr unterer Teil durch die Außenluft gekühlt wird, um die in diesem Teil sich bewegenden Brikette zu erhärten und eine Verstopfung der weiteren, Fördervorrichtung zu verhüten, wobei gegebenenfalls behufs weiterer Abkühlung durch Zufuhr eines indifferenten Gases, z. B. Stickstoff, in den unteren Teil der Retorte ein Rohrstutzen angeordnet sein kann. '
  6. 6. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach- Anspruch i zwecks Erzeugung des in die beheizte Retorte (I) einzuleitenden Generatorgases, gekennzeichnet durch die Anordnung einer von derselben Heizquelle beheizten, ebenfalls senkrechten, nach unten sich erweiternden Retorte (7), in welcher oben eingeförderte, durch Eigengewicht sich stetig abwärts bewegende Koks mittels vorerwärmter Luft in Generatorgas umgewandelt werden, und eines ähnlichen, mit Koks gefüllten Rohres (3), durch das jenes Generatorgas zwecksBefreiung von Sauerstoff oder schädlichen sauerstoffhaltigen Verbindungen hindurchgeleitet wird.
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