DE3247440C2 - Filterapparat - Google Patents
FilterapparatInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Filterapparat mit vollautomatischer kontinuierlicher Abreinigung der einzelnen Filterelemente, insbesondere bei Filtrationsbetrieb unter Druck, nach Patentanmeldung P 3215462.3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Kolbenaufnahme einer Zylinder-Kolben-Anordnung ein Ventil angeordnet ist. Auslöseparameter und eine Schnittstelle zum Anschluß eines Dateneingabe- und L
Description
Die Erfindung betrifft einen Füterapparat mit mehreren Filterelementen, die unreinseitig an je einer Trübe-Eii:trittskammeröffnung
sowie an je einer zur Spülung geöffneten Schlammkamm^röffnung liegen, wobei beide
Öffnungen durch je einen Ventilteller abwechselnd mittels einer gemeinsamen Kolbenstange abschließbar
sind, die von einer Zylinderkolbenanordnung betätigt ist. deren Zylinder über ein Wegeventil an eine fremde
Druckquelle anschließbar ist, wobei die Kolbenstange als Sprühlanze ausgebildet ist, die bei geschlossener
Triibe-Einiritiskammeröffnung und geöffneter
Schlitinnikanimcröffllung mil der das Spülmittel liefernden
Druckquelle verbunden ist. wobei zwischen der
Kolbenstange und dem Kolben eine einen Hohlraum aufweisende Kolbenaufnahme angeordnet ist.
In der DE-OS 32 15 462 ist ein derartiger Füterapparat
beschrieben. Zur Reinigung des Filters werden die Filterelemente mittels einer Sprühlanze abgespült. Diese
Ausführungsform ist nur für einen drucklosen Filtrationsbetrieb vorgesehen.
Beispielsweise tritt bei der Filtration von Flußwasser, welches in Kühlkreisläufen Verwendung findet das Problem
der Algenbildung auf. Ebenso werden Filteranlagen zur Filtration von Flüssigkeiten mit hoher Viskosität
sehr schnell verstopft so daß dies einen Filtrationsbetrieb unter Druck erforderlich macht.
Aufgabe der Erfindung ist es somit einen Filterapparat vorzuschlagen, der sowohl bei drucklosem als auch
bei einem Filtrationsbeirieb unter Druck arbeitet und bei dem eine Reinigung ohne Unterbrechung des FiI-trationsbetriebes
verwirklichbar ist wobei der Raum über dem Kolben während des Filtrationsbetriebes stets
zuverlässig druckentlastet ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in dem Hohlraum der Kolbenaufnahme ein Ventil vorgesehen ist
und daß mit der über dem Kolben befindlichen Kammer ein Dreiwegeventil verbunden ist
Beim Filterbetrieb ist der der Trübe-Eintrittskammer zugewandte Ventilteller geöffnet und der der Schlammkammer
zugewandte Ventilteller geschlossen. Die Trübe strömt durch das Filterelement in eine Filtrataustrittskammer.
Um hd Filtrationsbetrieb unter Druck ein Eindringen der Trübe in den Raum über den Kolben zu
verhindern, ist in der zwischen Kolben und Kolbenstange angeordneten Kolbenaufnahme ein Ventil angeordnet,
welches in Folge des Druckes durch die Trübe geschlossen ist. Beim Reinigungsvorgang des betreffenden
Filterelementes wird dann der der Trübe-Eintrittskammer zugewandte Ventilteller geschlossen und der der
Schlammkammer zugewandte Ventilteller geöffnet. Das Spülmittel öffnet das in der Kolbenaufnahme befindliche
Ventil und gelangt durch die Sprühianze in das zu reinigende Filterelement. Die Arbeitsschritte »Filtrieren«
und »Abspülen« können in festen Zeitintervallen geschaltet werden.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels, welches in der Zeichnung dargestellt ist.
Es zeigt
Es zeigt
F i g. 1 eine Schnittansicht des Filterapparates,
F i g. 2 eine Schnittansicht der Kolbenaufnahme mit Ventil in Filter- und Reinigungsstellung,
F i g. 3 eine schetnatische Schnittansicht des Filterapparates
in Filterstellung,
F i g. 4 eine schematische Schnittansicht in Reinigungsstellung.
Der in F i g. 1 in Schnittansicht darstellte Füterapparat besteht im wesentlichen aus dem abnehmbaren
Oberteil 16, dem Deckel 17, welcher als Lochplatte ausgebildet ist, durch die die Filterelemente 18 gesteckt und
verschraubt werden, den Trübe-Eintrittsstutzen 19, den Hauptflanschen 20, dem Unterteil 21, dessen unteres
Ende zwecks besserer Entschlammung als Konus 22 ausgebildet ist, dem Filtrataustrittsstutzen 23, dem
Sehlammaustrittsstutzen 24, welcher mittels eines elektrisch
oder pneumatisch betätigbaren Ventils 25 bei Abreinigung geöffnet bzw. bei Filtrationsbetrieb geschlossen
wird. Zwischen den beiden Hauptflanschen 20 des Ober- und Unterteils 16, 21 sowie oberhalb des als Ko-
M nus ausgebildeten Bodens 22 des Unterteiles 21 befindet
sich je eine Lochplatte 26, 27, welche die Trübe-Eintrittskammer 28 und die Fütrataustrittskammer 29 und
diese wiederum von der Abschlammkammer 30 ab-
trennt. Die Trübe-Eintrittskammer 28 sowie die Abschlammkammer 30 sind mittels eines dünnen Rohres
31, welches den Druckausgleich zwischen Trübe-Eintrittskammer 28 und Abschlammkammer 30 bei geschlossenem
Ventil 25 herstellt. Die Filterelemente 18 bilden eine komplette Einheit und bestehen aus einem
oberen Dichtring 32 und einem unteren Dichtring 33 mit jeweils angedrohtem Ventilsitz, wobei der obere Dichtring
32 mit einem Auflagebund 41a versehen ist, um beim Einstecken der Filterelemente 18 in die Lochplat- in
ten 26, 27 ein Durchrutschen zu vermeiden. Zwischen den beiden Dichtringen 32, 33 ist das Filtermittel 34
angeschweißt. An der Außenseite des oberen und des unteren Dichtringes 32,33 befindet sich zwecks Abdichtung
zu den Lochplatten 26, 27 je ein Dichtring 35. An der Innenseite der Dichtringe 32,33 befindet sich je eine
Führungsbuchse 36, welche mittels der Stege 37 verschweißt ist. Die beiden Buchsen 36 dienen zur Führung
der Kolbenstange 1, welche als Rohr mit mehreren Düsenbohrungen 42 ausgebildet ibt. Auf das unlere Ende
der Kolbenstange 1 ist ein Ventilteller 38 aufgeschraubt, auf dessen äußeren Rand sich ein Dichtring 39 befindet,
v/elcher in geschlossenem Zustand auf dem angedrehten Ventilsitz am unteren Dichtring 33 anliegt. Am oberen
Teil der Kolbenstange 1 befindet sich ein weiterer Ventilteller 40, dessen Dichtring 41 bei geschlossenem
Zustand auf den angedrehten Ventilsitz am oberen Dichtring 32 gedruckt wird.
Da die Kolbenstange 1 aus einem Rohr besteht und auf ihrer ganzen Länge und am Umfang in gleichmäßigen
Abständen mit Düsenbohrungen 42 versehen ist, übernimmt sie beim Reinigungsvorgang gleichzeitig die
Funktion einer Sprühlanze. Das obere Ende der Kolbenstange 1 ist mit der in F i g. 1 nicht dargestellten
Kolben.aufnahme 4 fest verbunden.
Die F i g. 2 zeigt in Schnittansicht eine für jedes Filterelement vorgesehene Hubvorrichtung 60 links der
Mittellinie in Stellung »Filtrieren«, rechts der Mittellinie in Stellung »Reinigen«. Diese Hubvorrichtung 60 besteht
aus dem Boden 43, dem Deckel 44, dem Zylinderrohr 45, welches mittels Schraubenbolzen 46 und Muttern
47 zwischen den Boden 43 und den Deckel 44 geklemmt wird, in welchen zur Abdichtung jeweils ein
Dichtring 48 angeordnet ist. Die Kolbenaufnahme 4 besteht aus tinem Oberteil 6 und einem an die Kolbenstange
1 angeschweißten Unterteil 7. Am Oberteil 6 der Kolbenaufnahme 4 befindet sich die Auflage 49 für die
als Kolben 2 dienende Membrane 50 und die Druckscheibe 51, die mittels einer Mutter 52 auf die Membrane
50 gedrückt wird. Zwischen dem Oberteil 6 und dem Unterteil / der Kolbenaufnahme 4 befindet sich in dem
Hohlraum 3 der Kolbenaufnahme 4 die mit mehreren Bohrungen 9 versehene Führungsscheibe 10. Die Führungsscheibe
10 dient dazu, das einstückig aus einem kegelförmigen Kopf 11 und einem zylindrischen Stab 12
bestehende Ventil 5 zu führen. Der am oberen Rand 13 des kegelförmigen Kopfes 11 angebrachte Dichtring 14
drückt auf die als Ventilsitz ausgebildete kegelförmige Innenbohrung 8 des Oberteiles 6 der Kolbenaufnahme
4. Zwischen dem unteren vorstehenden Rand des kegelförmigen Kopfes 11 und der Führungsscheibe 10 ist eine
Feder 15 angebracht, die das Ventil 5 nach oben drückt. Das Oberteil 6 und das Unterteil 7 der Kolbenaufnahme
4 sind miteinander verschraubt. Das obere Ende des Oberteiles 6 der Kolbenaufnahme 4 ist als Rohr 54 ausgebildet,
an dessen Umfang sich mehrere Bohrungen 53 befinden, und das mittels der Feder 55 in die an der
Unterseite des Deckels 44 angebrachte Führungsbuchse 56 gedruckt wird. Im unteren Teil des Zylinderrohres 45
befindet sich eine Bohrung 57 zur Druckentlastung des Raumes 58 unterhalb der Membrane 50. Die gesamte
Hubvorrichtung 60 wird mittels der Schrauben 59 auf den Behälterdeckel 61 geschraubt, die Abdichtung zwischen
der Hubvorrichtung 60 und dem Behälterdeckel 61 erfolgt mittels Dichtung 62. Unterhalb des Behälterdeckels
befindet sich die unter Druck stehende Trübe-Eintriitskammer
28 und der Hubvorrichtung 60 befinden sich im Boden 43 eine Dichtung 63 sowie ein Abstreifring
64.
In F i g. 3 und 4 sind in schematischer Weise der FH-trations- und der Reinigungsvorgang dargestellt. In
F i g. 3 ist die Stellung der Kolbenaufnahme 4 während des Filtrationsvorganges gezeigt. Die an der Kolbenaufnahme
4 angebrachte Membran i!0 wird von einer Druckfeder 55 nach oben gedrückt und der am unteren
Ende der Kolbenstange 1 angebrachte Ventilteller 38 auf den Ventilsitz 65 gedrückt. Dp:· Ablaßventil 25 ist
geschlossen. Bedingt durch das Vertindungsrohr 31 ist
der Druck zwischen Trübe-Eintrittskammer 28 und Abschlammkammer 30 ausgeglichen. Die Filtrationskammer
29 ist mittels der Lochplatten 26 und 27 von der Trübe-Eintrittskammer 28 und der Abschlammkammer
30 getrennt. Das in der Kolbenaufnahme 4 befindliche Ventil 5 wird von dem sich in der durch die als Sprühlanze
ausgebildeten Kolbenstange 1 aufbauenden Druck nach oben gedrückt und verhindert somit das Eintreten
des Filtrats in die drucklos gemachte Kammer 66 der Hubvorrichtung 60. Am Deckel 44 der Hubvorrichtung
60 befindet sich ein Dreiwegeventil 67, welches den oberen Raum 66 mit der Atmosphäre verbindet und diesen
Raum somit drucklos macht.
Der Reinigungsvorgang ist in F i g. 4 dargestellt. Ergeht das Signal »Reinigen«, so öffnet sich das Ventil 67.
Das Fremdmedium zum Spülen der Filterelemente strömt in die obere Kammer 66 der Hubvorrichtung 60
und drückt die Membrane 50 mit der Kolbenstange 1 nach unten. Der Ventilteller 38 wird nach unten gedruckt
und der Ventilteller 40 auf den als Ventilsitz ausgebildeten oberen Dichtungsring 32. Nun öffnet sich das
Ventil 25. Durch die Düsenbohrungen 42 in der als Sprühlanze ausgebildeten Kolbenstange 1 spritzt das
Spülmedium an die Innenseite des Filtermittels 3i und löst die Verunreinigungen. Dieser Vorgang wird durch
das von außen nach innen dringende Filtrat unterstützt. Die Verunreinigungen werden durch das Ventil 25 ausgeschwemmt.
Nun schließt das Ventil 25. Über das Verbindungsrohr 31 baut sich in der Abschlammkammer 30
der in der Trübe-Eintrittskammer 28 anstehende Druck auf. Gleichzeitig schließt das Dreiwegeventil 67 und die
ober* Kammer 66 der Hubvorrichtung 60 wird drucklos gemacht. Die Feder 55 drückt die Membrane 50 mit der
Kolbenstange 1 n.tch oben und die Filtration kann von
neuem beginnen, wie in F i g. 3 dargestellt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Filterapparat mit mehreren Filterelementen, die unreinseitig an je einer Trübe-Eintrittskainmeröffnung
sowie an je einer zur Spülung geöffneten Schlammkammeröffnung liegen, wobei beide Öffnungen
durch je einen Ventilteller abwechselnd mittels einer gemeinsamen Kolbenstange abschließbar
sind, die von einer Zylinderkolbenanordnung betätigt ist deren Zylinder über ein Wegeventil an eine
fremde Druckquelle anschließbar ist, wobei die Kolbenstange als Sprühlanze ausgebildet ist, die bei geschlossener
Trübe-Eintrittskammeröffnung und geöffneter Schlammkammeröffnung mit der das Spülmittel
liefernden Druckquelle verbunden ist, wobei zwischen der Kolbenstange und dem Kolben eine
einen Hohlraum aufweisende Kolbenaufnahms angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß ir. dem Hohlraum (3) der Kolbenaufnahme (4)
ein Ventil (5) vorgesehen ist und daß mit der über dem Kolben (2) befindlichen Kammer (66) ein Dreiwegeventil
(67) verbunden ist.
2. Filterapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenaufnahme (4) aus einem
den Kolben (2) tragenden Oberteil (6) und einem an der Kolbenstange (1) befestigten Unterteil
(7) aufgebaut ist.
3. Filterapparat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß das Oberteil (6) der Kolbenaufnahme
(4) im Inneren eine als Ventilsitz dienende kegelförmige Bohrung (8) autweist.
4. Filterapparat nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß in d- m Hohlraum (3) der Kolbenaufnahme (4) zwischen dem Oberteil (6) und
dem Unterteil (7) eine mit Bohrungen versehene Führungsscheibe (10) zur Führung des Ventils (5)
angeordnet ist.
5. Filterapparat nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (5)
einstückig aus einem kegelförmigen Kopf (U) und einem zylindrischen Stab (12) aufgebaut ist, wobei
der Rand (13) des kegelförmigen Kopfes (U) einen Dichtring (14) aufweist.
6. Füterapparat nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Ventilkopf (11) und der Führungsscheibe (10) eine
Feder (15) angeordnet ist.
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE3247440A DE3247440C2 (de) | 1981-09-25 | 1982-12-22 | Filterapparat |
Publications (2)
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| DE3247440C2 true DE3247440C2 (de) | 1986-01-16 |
Family
ID=27189574
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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-
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