DE324366C - Vorrichtung zum selbsttaetigen Stabilisieren von Luftfahrzeugen - Google Patents

Vorrichtung zum selbsttaetigen Stabilisieren von Luftfahrzeugen

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DE324366C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C17/00Aircraft stabilisation not otherwise provided for

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum selbsttätigen Stabilisieren von Luftfahrzeugen. Zum selbsttätigen seitlichen Ausrichten von Luftfahrzeugen hat man die Relativbewegung ausgenutzt, welche sich zwischen dem Luftfahrzeuggestell und der pendelnd aufgehängten Motorpropellergruppe einstellt. Dabei lag die Aufhängungsachse des Motors in der Verlängerung der Propellerwelle.
  • Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Stabilisiervorrichtung; welche die Längsstabilität des Luftfahrzeuges sichert und auch eine willkürliche Verstellung des Höhensteuers gestattet. Dazu bedient sie sich der in der Längsachse des Fahrzeuges auftretenden Schwingungen der Motorpropellergrupp.e relativ zu dem Fahrzeuggestell. Die Aufhängungsachsedieser Gruppe schneidet dabei die Propellerwelle oder ihre Verlängerung im rechten Winkel. Außerdem ist aber noch eine Vorrichtung vorgesehen, durch die beim Auslaufen des Motors das Höhensteuer selbsttätig auf Gleitflug eingestellt wird.
  • Eine Ausführungsform der Erfindung ist als Beispiel auf der Zeichnung dargestellt. Fig. r ist der Grundriß des selbsttätigen Antriebes für das Höhensteuer; Fig. a zeigt in Ansicht den Einbau des Motors in das Gestell mit schematischer Darstellung der Verstellung des Höhensteuers, Fig.3 eine andere Art des Einbaues des Motors in das Gestell, ! Fig..4 eine Einzelheit des Getriebes und Fig. 5 eine weitere Einzelheit in größerem Maßstabe.
  • Der Motor A hängt mittels zweier zur Längsachse des Gestelles B -senkrechter Zapfen a1 in dem Gestell, so daß er bei jeder Neigung des Aeroplanes lotrecht hängt. Um das Entstehen eines Zugkräftepaares zu vermeiden, muß die Anordnung so getroffen werden, daß die Drehachse der Propellerschraube die Achse der Zapfen d trifft. Zu diesem Zweck kann der Motor mit dem Kurbelgehäuse nach oben und den- Zylindern nach unten (Fig. a) eingebaut werden oder er wird unterhalb der Propellerachse aufgehängt und der Antrieb wird durch eine Kettenübertragung o. dgl. vom Motor auf die Schraube übertragen (Fig.3).
  • Um die Schwingbewegung des Motors auf das Höhensteuer zu übertragen, verwendet man zwei Winkeltriebe: Auf einen Zapfen & ist ein Winkelrad C gekeilt, das mit einem kleineren Zahnrad Cl in Eingriff steht, welches-auf das Ende einer sich in den Lagern d d des Gestelles drehenden Welle D gekeilt ist. Auf das andere Ende der Welle D ist ein Winkelrad C2 gekeilt, das in Eingriff steht mit einem Winkelrad C3, das auf die Drehachse E des Höhensteuers El gekeilt ist. Die Durchmesser der Zahnräder C, Cl, C2, C$ sind derart bemessen, daß die Bewegungen des Motors in starker Vergrößerung weiter geleitet werden. Die Welle D besitzt zwei: Kardangelenke dl, so daß sie den Formänderungen des Gestelles folgen kann, ohne Klemmunden zu erleiden.
  • Die Welle D ist ferner in der Höhe des Sitzes des Piloten unterbrochen und ihr vorderer und ihr hinterer Teil sind auf die folgende Weise miteinander verbunden: Auf den hinteren Teil der Welle D ist eine Muffe Dl gekeilt, an der mittels Zapfen fein Winkelhebel F angelenkt ist, auf den eine Feder f' drückt. Der größere Arm des Winkelhebels F liegt im Handbereich des Piloten, so daß er das Höhensteuer unabhängig von der selbsttätigen Stabilisiervorrichtung verstellen kann. Auf dem vorderen Teile der Welle D ist mittels eines langen Federkeiles eine Muffe D" angeordnet, die von einem Kugelregler G und einem bei g am Gestell angelenkten Hebel G1 verschoben werden kann. Diese Muffe (Fig. 5) besitzt einen zylindrischen Teil, auf dem eine Nut dl schräg verläuft, und eine Scheibe d3 mit Einschnitten, in die der Winkelhebel F (wenn der Motor läuft, die Kugeln des Regulators also ausgeschwungen sind), mit seinem kleineren Arm eingreifen kann, wodurch die beiden Teile der Welle D miteinander verbunden sind. Wenn der Motor zur Ruhe kommt (Fig. i), wird die Muffe DZ von dem Regler G nach vorn geschoben. Der kleine Arm des Winkelhebels wird dann aus den Einschnitten der Scheibe d3 -herausgehoben und fällt in die schräge Nut d2. Da in diesem Augenblick die Muffe ihre Längsbewegung noch beibehält, wird der Welle D eine Drehbewegung erteilt, die zur Folge hat, daß das Höhensteuer selbsttätig in diejenige I Stellung gebracht wird, die es bei Schwebeflug einnehmen muß.
  • Der Pilot kann jederzeit nach Belieben den selbsttätigen Antrieb des Höhensteuers ausschalten und selbst das Höhensteuer bewegen, indem er am Hebel F im Sinne des Pfeiles x (Fig. q.) zieht, wodurch der kleine Arm des Winkelhebels aus den Einschnitten der Scheibe d3 oder der schrägen Nut dz gelangt.
  • Durch die beschriebene Einrichtung soll also nicht nur die Längsstabilität selbsttätig aufrechterhalten und die willkürliche Einwirkung des Flugzeugführers auf das Höhensteuer ermöglicht werden, sondern es soll auch beim Auslaufen des Motors eine selbsttätige Einstellung des Höhensteuers auf Gleitflug erfolgen.
  • Die Erfindung ist natürlich nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen beschränkt und kann an allen Arten von Aeroplanen, lenkbaren Luftschiffen usw. Anwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENT-A1, Vorrichtung zum selbsttätigen Stabilisieren von Luftfahrzeugen, bei welcher zum Verstellen des Höhensteuers die Relativbewegung des Luftfahrzeuggestelles zu dem pendelnd aufgehängten Motor nutzbar gemacht wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Höhensteuers durch eine zweiteilige Welle erfolgt, deren beide Teile vom Anlaufen des \iotors an miteinander gekuppelt sind, deren einer aber beim Auslaufen des Motors derart gegen den anderen gedreht wird, daß dadurch das Höhensteuer selbsttätig in die für den Gleitflug geeignete Lage gelangt, was durch einen Winkelhebel bewirkt wird, der an denjengen Teil der Welle angelenkt ist, der das H@hensteuer bewegt, und dessen einer Arm in einen schrägen Kupplungsschlitz einer -uff- eingreifen kann, die durch einen Fliekraftregler o. dgl. beim Auslaufen des Motors längs des anderen Wellenteiles verschoben wird.
DE1914324366D 1914-07-30 1914-07-30 Vorrichtung zum selbsttaetigen Stabilisieren von Luftfahrzeugen Expired DE324366C (de)

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