DE3231981C2 - Verfahren zur Herstellung von beschichtetem, hochfestem, niedriglegiertem Stahl - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von beschichtetem, hochfestem, niedriglegiertem Stahl

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von beschichtetem, hochfestem, niedriglegiertem Stahl. Ein Stahlband wird von Walzöl gereinigt, in einer Schutzgasatmo sphäre auf einen Temperaturbereich A ↓1 bis A ↓3 aufgeheizt, geglüht und anschließend in einem Zink-Aluminium-Bad für eine kurze Zeit abgeschreckt, die ausreicht, daß eine Zinkschicht an der Stahloberfläche haften bleibt. Danach wird das Stahlband schnell auf eine Temperatur unter 300 ° C abgekühlt, um eine zweiphasige Stahlstruktur zu erhalten.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von beschichtetem, hochfestem, niedriglegiertem Stahl.
Derartige Stahlsorten werden immer häufiger, insbesondere in der Kraftfahrzeugindustrie, verwendet, weil dadurch das Gewicht des Fahrzeug-Chassis verringert und damit der Kraftstoffverbrauch reduziert werden kann. Darüberhinaus soll der hochfeste Stahl auch eine hohe Korrosionsbeständigkeit haben.
Ein gutes Dehnungsfestigkeits-(Dehnbarkeits-)Verhältnis wurde durch die Entwicklung sogenannten Zwei-Phasen-Stahls oder Dual-Phasen-Stahls erreicht, der 15 bis 28% Martensit (oder niedrigeren Troostit) in einem Ferrit-Gefüge bzw. in einer Ferrit-Matrix enthält. Die Zwei-Phasen-Struktur erhält man durch eine geeignete Wärmebehandlung: Der Stahl wird in einem zwischenkritischen Temperaturbereich zwischen Temperaturen Ai und A3 so geglüht, daß man einen geeigneten Anteil an Austenit und Ferrit erhält Danach wird der Stahl gekühlt oder abgeschreckt, so daß der Austenit in Martensit oder niedrigen Troostit umgewandelt wird. Austenit soll eine ausreichende Härtbarkeit aufweisen, damit er sich während eines schnellen Abkühlvorgangs in Martensit oder niederen Troostit umwandelt Die erforderliche Härtbarkeit hängt vom Herstellungsverfahren und von der Kühlgeschwindigkeit ab, die bei den Herstellungsverfahren möglich ist.
Die bekannten Herstellungsverfahren können in zwei Hauptgruppen unterteilt werden: Das Wasser-Abschreckverfahren und das Gas-Kühlverfahren. Die Wasser-Abschreckverfahren (Heiß- und Kaltwasser-Verfahren) ermöglichen die Verwendung unlegierten Stahls wegen der schnellen Kühlgeschwindigkeit (100 bis 1000°C/s). Dabei besteht jedoch die Tendenz, daß sich in der Stahloberfläche Oxide bilden, so daß bei diesem Verfahren ein Beizvorgang und in einigen Fällen ein Härteglühen erforderlich ist Darüberhinaus ist eine Heißtauchverzinkung dieser Stahlart ohne Verlust der gewünschten mechanischen Eigenschaften unmöglich.
Bei der anderen Verfahrensart wird der Stahl mit Gasstrahlen gasgekühlt, wobei eine Abkühlgeschwindigkeit von 5 bis 30°C/s möglich ist. Wegen der geringen Abkühlgeschwindigkeit muß unlegierter Stahl entweder mit V, C oder Mo legiert werden, um eine ausreichende Härtbarkeit zu erhalten. Dadurch erhöhen sich jedoch die Herstellungskosten. Das Gas-Kühlverfahren ermöglicht es, heißtauchverzinkten Zwei-Phasen-Stahl zu erzeugen, jedoch mit einer schlechten Zinkschichthaftung auf Grund der großen Menge an Legierungselementen.
Nach der JP-OS 57-79 161 wird eine Platte aus niedriglegiertem Stahl mit einer Schutzgasatmosphäre bei etwa 7600C geglüht, in ein Zinkbad von 500 bis 6200C eingetaucht und abgekühlt.
Nach der DE-OS 15 21 376 werden verzinkte, tiefziehfähige Stahlbänder zunächst gereinigt, dann bei 500 bis 7200C in reduzierender Atmosphäre geglüht, bis auf etwa 4800C abgekühlt und durch ein Zink-Aluminium-Bad gezogen. Es handelt sich hier um ein übliches Warmverzinkungsverfahren.
Nach der US-PS 42 97 398 wird Stahlband in ein Zink-Aluminium-Bad, das auf mehr als 5000C gehalten wird, eingetaucht und anschließend auf unterhalb 475° C mit Wasser abgeschreckt.
Diesen Verfahren ist gemeinsam, daß das Zink-Aluminium-Bad lediglich für die Beschichtung des Stahlbandes verwendet wird, während die Abschreckung erst nach dem Zink-Aluminium-Bad erfolgt. Es wird eine möglichst hohe Zinkbadtemperatur angestrebt, damit die nach der Beschichtung erfolgende Abschreckung mit Wasser möglichst effektiv ist.
Es wurde nun festgestellt, daß die richtige Struktur von Zwei-Phasen-Stahl sowie die Eliminierung des Lüder'schen Verformungs-Nullwerts, der für eine solche Stahlart typisch ist, von der Stahllegierung- und Kühlzeit abhängig ist, während der sich der Stahl in einem Temperaturbereich von Ai bis 300°C befindet; je langer der Stahl sich in diesem kritischen Bereich befindet, umso mehr Stahl muß legiert werden. Beim Gas-Kühlverfahren befindet sich der Stahl etwa 60 bis 75 see. lang in diesem Temperaturbereich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von beschichtetem, hochfestem,
niedriglegiertem Stahl anzugeben, mit dem Stahl guter Formbarkeit erzielt und eine gut am Stahl haftende Zink-Aluminium-Beschichtung mit hoher Korrosionsbeständigkeit erreicht werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit Hilfe eines Verfahrens gelöst, bei dem eine Stahlbahn von Walzöl gereinigt, in einem Ofen auf einen Temperaturbereich Ai bis A3 in einer Schutzgasatmosphäre aufgeheizt, in einem Glühofen geglüht und in einem Zink-Aluminium-Bad abgekühlt wird, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Stahlband in einem Zink-Aluminium-Bad mit einem Aluminiumanteil von bis zu 6%, dessen Temperatur im Bereich von 400 bis 4400C gehalten wird, abgeschreckt und mit einer Zink-Aluminium-Legierung beschichtet wird und daß das so behandelte Stahlband zur Erzeugung einer Zwei-Phasen-Struktur schnell auf eine Temperatur unter 300° C abgekühlt wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den LJnteransprüchen angegeben.
Für das Abschrecken nach dem Glühen wird vorzugsweise eine eutektische Zink-Aluminium-Legierung mit einem Aluminiumgehalt von 4 bis 6% und einem Schmelzpunkt von 382 bis 390° C verwendet Im darauffolgenden Verfahrensschritt, wenn der Stahl vorzugsweise eine Temperatur von 490 bis 4200C im Zink-Aluminium-Bad erreicht hat und mit einer Zn-Al-Legierung beschichtet ist, wird der Stahl dann mit Kaltwasser-Strahlen und Wasser-Luft-Besprühung schnell auf eine Temperatur unter 3000C abgekühlt, wobei die Gesamt-Abschreckzeit etwa 5 bis 10 see. beträgt. Dies ermöglicht es, billigeren unlegierten Stahl (C = 0,04 bis 0,12%, Mn = 0,6 bis 1,6%, Si = O bis 0,5%) als beim Gas-Kühlverfahren zu verwenden. Der Zusatz von 4 bis 6% Aluminium im Zinkbad macht es möglich, eine Heißtauch-Temperatur von 400 bis 4400C zu wählen, die unter der beim Sendzimir-Verfahren verwendeten Temperatur liegt. Wie Untersuchungen und Tests zeigten, ist es durch die geringe Heißtauch-Temperatur zusammen mit den hohen Aluminiumgehalt möglich, eine gute Haftung der Zinkschicht trotz der hohen Verzinkungstemperatur des Stahls zu erreichen.
Darüberhinaus kann die Abschreckgeschwindigkeit des Stahls durch Steuerung bzw. Regelung der Temperatur des Zinkbades gesteuert bzw. geregelt werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beispielsweise erläutert. Es zeigen:
F i g. 1 ein Temperatur-Zeit-Diagramm, anhand dessen das erfindungsgemäße Verfahren mit dem Wasser-Abschreck- und dem Gas-Kühlverfahren verglichen wird,
F i g. 2 im Längsschnitt eine schematisch dargestellte Fertigungsstraße, wie sie zur Ausführung dns erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet werden kann.
F i g. 2 zeigt eine Einheit 1, in der das Stahlband von Walzöl gereinigt wird. Weiterhin ist ein Ofen 2 zum Aufheizen des Stahlbandes auf eine Temperatur in einem Temperaturbereich Ai bis A3, sowie ein Glüh- bzw. Tiefofen 3 vorgesehen, dessen letzte Zone 4 zu einem in einen Tiegel 5 befindlichen Zink-Aluminium-Bad führt. Im Zink-Aluminium-Bad befindet sich eine Kühleinheit 6, ein ebenfalls gekühlter Austrittsbereich 7 des Schachtes, der vom Glühofen zum Zink-Aluminium-Bad, führt, eine Pumpe 8 zur Umwälzung der Schmelze sowie eine Führungsrollenanordnung 9, die das Stahlband durch das Zink-Aluminium-Bad führt. Weiterhin sind Gasstrahldüsen 10 und ti sowie Luft-Wasser-Blasdüsen 12 vorgesehen. Das dem Verfahren zu unterziehende Stahlband ist mit dem Bezugszeichen 13 versehen.
Das erfindungsgemäße Verfahren arbeitet folgendermaßen:
Nachdem der Stahl von Waizöl gereinigt ist, wird das Stahlband in dem eine Schutzgasatmosphäre enthaltenden Ofen 2 auf einen Temperaturbereich Ai bis A3 aufgeheizt und anschließend im Glühofen 3 geglüht Das Gas der Schutzgasatmosphäre enthält 10 bis 25% Wasserstoff und 90 bis 75% Stickstoff. In der letzten Zone 4 des Glühofens wird die Temperatur des Stahlbandes auf geeignete Weise so gesteuert, daß sie über der Temperatur Ai liegt, bevor das Stahlband dann im Zink-Aluminium-Bad abgeschreckt wird. Der Tiegel 5 besteht aus einem keramischen Material und ist mit einer Kühleinheit 6 oder einem Wärmeaustauscher versehen, um zu verhindern, daß die Temperatur des Zink-Aluminium-Bades aufgrund der vom Stahlband abgegebenen Wärmeenergie ansteigt. Der Austrittsbereich 7 des Schachtes wird vorzugsweise ebenfalls gekühlt Das geschmolzene Material wird mit einer Pumpe 8, die vorzugsweise eine keramische Turbine aufweist, derart umgewälzt, daß das geschmolzene Metall durch Düsen, die an beiden Seiten des Metallstreifens angeordnet sind und sich über die gesamte Breite des Metallstreifens erstrecken, gleichmäßig gegen die Oberfläche des Metallstreifens strömt. Dadurch bleibt die Temperatur an dieser Stelle des Metallbads trotz der großen im Stahlband enthaltenden Wärmeenergie kosntant und gleichzeitig kann der Abschreckeffekt des geschmolzenen Zinks mittels der Strömungsgeschwindigkeit bzw. Strömungsmenge des geschmolzenen Zinks reguliert werden. Wenn sich die Geschwindigkeit des Stahlbandes ändert, kann die Heißtauchzeit durch Regelung der Höhe der Tiegelrollen 9 konstant gehalten werden. Diese Regelung erfolgt in bekannter Weise automatisch in Abhängigkeit der Durchlaufgeschwindigkeit des Stahlbandes. Nach dem Zinkbad wird die Dicke der Schicht mit Gasstrahldüsen 10 reguliert. Unmittelbar danach verfestigt sich die geschmolzene Schicht aufgrund der kalten Luftstrahlen schnell und danach wird das Stahlband mit Luft-Wasser-Blasdüsen 12 schnell auf eine Temperatur unterhalb von 3000C abgekühlt. Die Lage der Kühleinheit 11,12 kann entsprechend der Durchlaufgeschwindigkeit des Stahlbandes auf unterschiedliche Höhen eingestellt werden. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es wesent-Hch, daß der Stahl von einer Temperatur in einem Temperaturbereich von Ai und A3 abgeschreckt wird, indem der Stahl, der teilweise in ferritischer und teilweise in austenitischer Form vorliegt, im Zink-Aluminium-Bad nur solange abgeschreckt wird, daß sich eine Zinkschicht bildet und am Stahl anhaftet und daß danach der Stahl mit Luft- und Wasserstrahlen schnell auf eine Temperatur unter 3000C abgekühlt wird. Durch die schnelle Abkühlung des Stahles ergibt sich die gewünschte Ausscheidung des Kohlenstoffs, der in der Ferrit-Matrix gebunden ist, bei einem Minimum an Übervergütung. Auf diese Weise ist die Herstellung des beschichteten, gezogenen und zweiphasigen (Ferrit- und Troostit/Martensit) Qualitätsstahlbandes möglich, was mit dem Sendzimir-Verfahren aufgrund des langsamen Abkühlens des Stahlbandes im Glühofen vor dem Zinkbad nicht möglich ist.
Eutektische Zink-Aluminium-Bäder mit einem Aluminiumgfhalt von 4 bis 6% sind für die Feuerverzinkung an sich bekannt (vgl. z. B. »Werkstoffe und Korrosion« 30 [1979], Seite 174 bis 176). Werden derartige Bäder erfindungsgemäß mit einer niedrigen Bad-Arbeits-Temperatur von 400 bis 44O0C eingesetzt, so erhält man eine gute Formbarkeit und Haftfähigkeit der Beschichtung
trotz der Verwendung einer hohen Stahlband-Temperatur bei dem Eintritt des Stahlbandes in das Zinkbad. Beim Sendzimir-Verfahren ist dies unmöglich, weil der Aluminiumzusatz mit weniger als 0,2% im Zinkbad gering ist und das Bad eine hohe Temperatur von über 450° C aufweist. Der Schmelzpunkt dieser Verbindung beträgt 420° C.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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65

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von beschichtetem, hochfestem, niedriglegiertem Stahl, wobei ein Stahlband von Walzöl gereinigt, in einem Ofen auf einem Temperaturbereich Ai bis A3 in einer Schutzgasatmosphäre aufgeheizt, in einem Glühofen geglüht und in einem Zink-Aluminium-Bad abgekühlt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Stahlband in einem Zink-Aluminium-Bad mit einem Aluminiumanteil von bis zu 6%, dessen Temperatur im Bereich von 400 bis 44O0C gehalten wird, abgeschreckt und mit einer Zink-Aluminium-Legierung beschichtet wird und daß das so behandelte Stahlband zur Erzeugung einer Zwei-Phasen-Struktur schnell auf eine Temperatur unter 300° C abgekühlt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stahlband in einem Zink-Aluminium-Bad mit einem Aluminiumanteil von 4 bis 6% abgeschreckt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das schnelle Abkühlen des Stahlbandes auf eine Temperatur unter 3000C mit kombinierten Gas- und Wasserstrahlen vorgenommen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelze im Zink-Aluminium-Bad so gerichtet wird, daß sie gleichmäßig auf beide Flächen des Stahlbandes strömt, um den Abschreckeffekt zu regulieren, und daß das Zink-Aluminium-Bad zur Kompensation der durch das Stahlband in das Bad gebrachten Wärmeenergie gekühlt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Weglänge, auf der das Stahlband durch das Zink-Aiuminium-Bad läuft, mit einstellbaren Führungsrollen reguliert wird, um für unterschiedliche Durchlaufgeschwindigkeiten des Stahlbandes eine konstante Kühlzeit im Zink-Aluminium-Bad und eine konstante Gesamtabschreckzeit zum Erreichen der Temperatur unter 3000C aufrechtzuerhalten, so daß eine gleichmäßige Qualität der Zwei-Phasen-Struktur und der Beschichtung erhalten wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Gesamtabschreckzeit zum Erreichen der Temperatur unter 3000C von 5 bis 10 see. eingehalten wird.
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