DE3225830C2 - Elektromagnetisches Drehankerrelais - Google Patents
Elektromagnetisches DrehankerrelaisInfo
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- H01H51/22—Polarised relays
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Abstract
Das Relais besitzt einen Spulenkörper (2) mit einem Mittelflansch (10) zwischen zwei axial versetzten Wicklungen (3, 4). Im Bereich dieses Mittelflansches (10) ist ein stabförmiger Drehanker (5) innerhalb des Spulenkörpers über ein Lagerelement (11) mittig gelagert. Über Fortsätze (13) des Lagerelementes (11), welche durch seitliche Öffnungen (12) des Mittelflansches (10) radial aus dem Spulenkörper herausragen, werden fest gekoppelte Kontaktfedern (14, 15) betätigt. Das Relais benötigt damit keinen eigenen Kontaktschieber und eignet sich insbesondere für größere Kontaktbestückungen.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein elektromagnetisches Drehankerrelais mit einem im Inneren des Spulenkörpers
längs der Spulenachse angeordneten, um eine mittlere Drehachse beweglich gelagerten, stabförmigen
Anker, mit an beiden Enden der Spule angeordneten, mit den Ankerenden Arbeitsluftspalte bildenden Jochen
sowie mit durch den Anker betätigbaren Kontaktfedem, welche mit in einem Grundkörper verankerten
Gegenkontaktelementen zusammenwirken.
Ein derartiges Relais ist beispielsweise aus der US-PS 11 858 bekannt. Solche Drehankerrelais haben den
Vorteil, daß sie gegenübe.· äußeren Kräften, wie Stoßen
und Erschütterungen, sehr unempfindlich sind. Sie eignen sich sfhr gilt für größer? KontEktbeStÜckün«*. Besonders
vorteilhaft lassen sich dabei polarisierte Drehankersysteme verwenden.
Bei bekannten Drehankerrelais mit innerhalb der Spule liegendem Anker war die Kontaktbetätigung bisher
nur über Betätigungselemente möglich, die jeweils an den freien Enden des Ankers angebracht waren und
die im Grundkörper verankerten Konlaktfedern beiätigten.
Diese isolierenden Betätigungselemcnic erforderten durch ihre Reibungsverluste gegenüber ihrer
Angriffsstelle an den Kontaktfedern eine gewisse zusätzliche Erregerleistung, andererseits ist bei dem herkömmlichen
Aufbau zwischen den beweglichen Kontaktfedern und den Gegenkontaktelementen kaum sine
Reibbewegung vorhanden, obwohl sie an dieser Stelle zur Prelldämpfung und zur Verhinderung von Fremdschichtbildung
auf den Kontaktoberflächen gerade bei Relais mit sehr kleiner Schaltleistung durchaus erwünscht
wäre.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein Drehankerrelais der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß
eine Kontaktfederbetätigung durch den Anker ohne Betätigungsschieber erfolgt und gleichzeitig eine relativ
große Reibbewegung zwischen den jeweils kontaktgebenden Teilen ermöglicht wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Spulenkörper einen zwischen zwei axial versetzten
Wicklungen angeordneten, seitlich offenen Mittelflansch besitzt, in welchem ein aus Isolierstoff bestehendes
Lagerelement für den Anker angeordnet ist, welches mit seitlichen, sich in Radialrichtung der Spule
durch die öffnungen des Mittelflansches erstreckenden Fortsätzen die parallel neben der Spule angeordneten
Kontaktfedern in starrer Wirkverbindung betätigt.
Beim erfindungsgemäßen Relais wird also der Drehanker zwar in der Mitte im Spulenkörper gelagert,
durch die Zweiteilung der Wicklung und den nach den Seiten offenen Mittelflansch wird es aber möglich, daß
der Anker über Fortsätze seitlich von seiner Lagerachse aus dem Spulenkörper herausgreift und in diesem Bereich
fest mit ihm verbundene Kontaktfedern unmittelbar betätigt. Dadurch wird der sonst unvermeidliche
Abrieb zwischen einem Kunststoff-Betätigungsorgan und den beweglichen Kontaktfedern vermieden, während
andererseits die kontaktgebenden Enden der Kontaktfedern eine beträchtliche Relativbewegung gegenüber
den Gegenkontaktelementen ausführen und damit auch bei sehr kleinen Schaltströmen einer Frcmdschichtbildung
auf den Kontaktoberflächen und damit einer Erhöhung der Kontaktwiderstände entgegenwirken.
Zweckmäßigerweise besitzt das Lagerelement einen Durchbruch zur Steckbefestigung des Ankers. Zur Lagerung
selbst können am Lagerelement Lagerzapfen und im Spulenkörper Lagerbuchsen oder umgekehrt
vorgesehen sein. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das Lagerelement in radialer
Richtung durch die Öffnungen des Mittelflansches in den Spulenkörper eingesteckt werden, während der Anker
in axialer Richtung dann in das Lagerelement eingesteckt wird.
Die beweglichen Kontaktfedern sind in einer bevorzugten Ausführungsform in den Fortsätzen des Lagcrelementes
durch Einstecken oder durch Einbetten verankert. Diese Fortsätze selbst können mit dem Lagerelement
einstückig ausgebildet oder nachträglich an diesem befestigt sein.
In einer anderen Ausführungsform können die Konn ίΐΚί»Γ f»inctür»L*!cT Qn !KnAn QnnpfArmtn An.
Schlußelemente im Grundkörper verankert und jeweils mit ihrem beweglichen Teil durch Klemmverbindungen
in Ausnehmungen der Fortsätze mit dem Lagerelement verbunden sein. In diesem Fall können zusätzliche elektrische
Anschlußelemente, wie Litzen, für die beweglichen Kontaktfedern eingespart werden.
Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielcn
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Drehankerrelais in perspektivischer Darstellung,
F i g. 2 ein Lagerelement für den Anker mit Kontaktfedern,
F i g. 3 den Montagevorgang eines I ,agerelements mit
Kontaktfedern und Anker in einem Spulenkörper,
F i g. 4 eine ausschnittweise Darstellung eines Spulenkörpers mit einer abgewandelten Gestaltung des Lagerelementes
und der Kontaktfedern,
F i g. 5 den Montagevorgang eines Spulenkörpers gemäß Fig.4 mit Lagerelement und Anker auf einem
Grundkörper.
F i g. 1 zeigt ein Drehankerrelais mit einem flachen Grundkörper 1, auf welchem ein Magnetsystem mit einem
Spulenkörper 2 und zwei axial versetzten Wicklungen 3 und 4 angeordnet ist Innerhalb des Spulenkörpers
ist entlang der Spulenachse ein Drehanker 5 mittig gelagert, welcher mit seinen beiden freien Enden jeweils
zwei Arbeitsluftspaite mit den paarweise angeordneten Jochen 6 und 7 bildet Die Joche 6 bzw. 7 sind jeweils
abgewinkelt ausgebildet und mit ihrem abgewinkelten Teil in einer gemeinsamen Ebene parallel zur Grundebene des Relais an einen plattenförmigen Dauermagneten
8 angekoppelt welcher die gesamte Spule überdeckt. Der Dauermagnet bildet vier unterschiedlich ma·
gnetisierbare Dauermagnetbereiche, welche senkrecht zur Grundebenc des Relais polarisiert sind und jeweils
gelrennt für sich an eines der Joche 6 bzw. 7 angekoppelt sind. Eine oben auf dem Dauermagneten 8 liegende
Flußplatte 9 dient zur Kopplung der den Jochen gegenüberliegenden Dauermagnetpole. Durch entsprechende
Magnetisierung der Dauermagnetbereiche erhält der Anker bistabiles oder auch monostabiles Schaltverhalten.
Aufgrund seiner Drehlagerung in der Mitte liegt er in der einen Endlage an den diagonal gegenüberliegenden
Jochen 6 und in der anderen Endlage an den entsprechend diagonal gegenüberliegenden Jochen 7 an.
Der Spulenkörper 2 besitzt im Bereich zwischen den beiden Wicklungen 3 und 4 einen Mittelflansch 10, der
die Lagerung für den Anker enthält. Das Lagerelement 11 besitzt dabei seitlich durch Öffnungen 12 des Mittelflanschcs
10 herausragende Fortsätze 13, welche zur Betätigung von fest verankerten Kontaktfedern 14 und
15 dienen. Mit ihren freien Enden geben diese Kontaktfedern 14 bzw. 15 jeweils wahlweise Kontakt mit Gegcnkontaktelementen
16 bzw. 17, welche mit Anschlußstiften im Grundkörper 1 verankert sind. Über Anschlußlitzen
18 oder andere flexible Verbindungselemente sind die beweglichen Kontaktfedern 14 und 15
ebenfalls mit Anschlußelementen 19 im Grundkörper 1 elektrisch verbunden. Schließlich trägt der Grundkörper
1 auch noch Wicklungs-Anschlußstifte 20.
Ein Lagerelement 11 für den Anker ist in Fig. 2 dargestellt.
Dieses Lagerelement 11 besitzt eine zentrische Ausnehmung 21 zur Aufnahme des Ankers 5, der in
Axialrichtung eingesteckt wird. An der Ober- und Unterseite ist jeweils ein Lagerzapfen 22 angeformt, mit
dem das Lagerelement 11 im Spulenkörper gelagert werden kann. Seitlich sind jeweils als Federträger dienende
Fortsätze 13 angeordnet, welche zweckmäßigerweise getrennt hergestellt, dabei mit den Kontaktfedern
14 und 15 bestückt und dann mit dem Lagerelement 11 verbunden werden. Die Kontaktfedern 14 und 15 können
in die Fortsätze 13 eingebettet sein. Die Verbindung der Fortsätze 13 mit dem Lagerelement 11 wird anhand
der F i e. 3 noch näher erläutert.
F i g. 3 zeigt die Montage des Ankers und der Kontaktfedern am Spulenkörper. Gezeigt ist der Mittclflansch
10 des Spulenkörpers mit den andeutungsweise dargestellten Spulenwick'ungen 3 und 4. Die beiden
Wicklungen werden aufeinanderfolgend aufgebracht, wobei nach Fertigstellung der einen Wicklung der Wik
kelvorgang kurz unterbrochen, der Draht 23 über eine Rille 24 des Mittelflansches 10 gezogen und dann auf
der anderen Seite des Mittelflansches JO weiter gewikkeltwird.
In die seitliche Öffnung 12 des Mittelflansches 10 wird zunächst das Lagerelement 11 in radialer Richtung eingesteckt
wobei die Lagerzapfen 22 in Lagerbohrungen 25 des Spulenkörpers einrasten. Dann wird der Anker 5
in Axialrichtung durch das Spulenrohr 3a in die Ausnehmung 21 des Lagerelementes 11 eingesteckt. Der Anker
wird durch Preßsitz gehalten, evtl. kann auch eine Prägung an der Mittelpartie des Ankers zur zusätzlichen
Sicherung vorgesehen werden. Die als Federträger ausgebildeten Fortsätze 13 werden mit ihren Bohrungen 26
auf die Zapfen 27 des Lagerelementes 11 aufgesteckt und durch Warm- oder Ultraschallverformen der Zapfen
27, beispielsweise mittels der Stempel 28, fixiert. In den Fortsätzen bzw. Federträgern 13 sind wie im
vorhergehenden Beispiel jeweils bewegliche Kontaktfedern 14 bzw. 15 verankert. In Abwandlung gegenüber
F i g. 2 sind bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 3 die Kontaktfedern 14 bzw. 15 jeweils mit einstückig angeformten
Verlängerungen 14a bzw. 15a versehen, welche in den Grundkörper eingesteckt werden können und
gleichzeitig als elektrische Anschlußelemente für die Kontaktfedern 14 bzw. 15 dienen.
F i g. 4 zeigt in einem Detailausschnitt des Spulenkörpers mit Spule 3 und 4 nach der Montage des Lagerelementes
11 im Mittelflansch 10 sowie der Kontaktfedern
14 und 15. Gegenüber F i g. 3 sind die Kontaktfedern mit ihren angeformten Anschlußelementen 14a und 15a
noch etwas abgewandelt. Sie besitzen zum Ausgleich von Längsbewegungen zusätzliche Abschnitte 146 bzw.
i5b sowie weitere Abschnitte 14c und 15c zum Ausgleich von Querbewegungen.
Eine weitere Abwandlung ist in F i g. 5 dargestellt. Im Mittelflanscr 10 des Spulenkörpers wird ein abgewandeltes
Lagerelement 31 mit einer Ausnehmung 32 für den Anker sowie mit Lagerzapfen 33 eingerastet. An
dem Lagerelement 31 sind beiderseits Fortsätze 34 und 35 angeformt, welche zur unmittelbaren Betätigung der
Kontaktfedern 36 und 37 dienen.
Die Kontaktfedern 36 und 37 sind mit ihren angeformten Anschlußelementen 36a bzw. 37a im Grundkörper
1 verankert. Nach dem Einsetzen des Lagerelementes 31 sowie des Ankers 5 in den bewickelten Spulenkörper
wird dieser auf den Grundkörper 1 aufgesetzt, wobei die Fortsätze 34 bzw. 35 jeweils se auf die Kontaktfedern
36 bzw. 37 gesetzt werden, daß die Kontaktfedern in die Schlitze 38 eingeführt werden. Zur Erzielung
eines Festsitzes zwischen Kontaktfedern und Lagerelement sind an den Kontaktfedern jeweils Begrenzungslappen
39 herausgebogen, welche an den Fortsät zen 34 bzw. 45 zur Anlage kommen oder sich in den
Schlitzen 38 verspreizen. Dadurch wird eine Reibung des Lagerelementes 31 an den Kedern vermieden oder
zumindest minimiert. Im übrigen ist das Relais genauso aufgebaut wie in F i g. 1 dargestellt.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Elektromagnetisches Drehankerrelais mit einem im Inneren des Spulenkörpers längs der Spulenachse
angeordneten, um eine mittlere Drehachse beweglich gelagerten, stabförmigen Anker, mit an beiden
Enden der Spule angeordneten, mit den Ankerenden Arbeitsluftspalte bildenden Jochen sowie mit
durch den Anker betätigbaren Kontaktfedern, welehe mit in einem Grundkörper verankerten Gegenkontaktelementen
zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, daß der Spulenkörper (2) einen
zischen zwei axial versetzt aufgebrachten Wicklungen (3, 4) angeordneten, seitlich offenen Mittel- is
flansch (10) besitzt, in welchem ein aus Isolierstoff bestehendes Lagerelement (11; 31) für den Anker (5)
angeordnet ist, welches mit seitlichen, «ich in Radialrichtung der Spule duch die öffnungen (12) des Mittelflansches
(10) erstreckenden Fortsätzen (13; 34, 35) die parallel neben der Spule angeordneten Kontaktfedern
(14,15; 36,37) in starrer Wirkverbindung betätigt
2. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lagerelement (11; 31) einen Durchbruch
(21; 32) zur Steckbefestigung des Ankes (5) besitzt und über Lagerzapfen (22; 33) im Spulenkörper
(10) gelagert ist.
3. Relais nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Kontaktfedern (14,
15) in den Fortsätzen (13) des Lagerelementes (11) verankert sind.
4. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Kontaktfedern
(14,15) tragenden Fortsätze (13) als getrennt gefertigte Bauteile jeweils seitlich an dem Lagerelement
(11) befestigt sind.
5. Relais nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfedern (36, 37) über einstückig
angeformte Anschlußelemente (36a, 37a) im Grundkörper (1) verankert und mit ihrem jeweils
beweglichen Teil durch Klemmverbindungen in Ausnehmungen (38) der Fortsätze (34, 35) mit dem
Lagerelement (31) verbunden sind.
45
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19823225830 DE3225830C2 (de) | 1982-07-09 | 1982-07-09 | Elektromagnetisches Drehankerrelais |
Publications (2)
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| DE3225830A1 DE3225830A1 (de) | 1984-01-12 |
| DE3225830C2 true DE3225830C2 (de) | 1986-10-09 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Families Citing this family (3)
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Family Cites Families (1)
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|---|---|---|---|---|
| US3211858A (en) * | 1963-06-21 | 1965-10-12 | Babcock Electronics Corp | Latching relay and electromagnetic actuator therefor |
-
1982
- 1982-07-09 DE DE19823225830 patent/DE3225830C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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