DE3211795C2 - Sicherheitseinrichtung an einer druckmittelbetätigbaren Werkstück-Spannvorrichtung - Google Patents
Sicherheitseinrichtung an einer druckmittelbetätigbaren Werkstück-SpannvorrichtungInfo
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Abstract
Eine zum Bewegen einer Spannvorrichtung dienende Vorrichtung weist einen Druckmittelzylinder auf, dessen von der Spannvorrichtung entkuppelbarer Antriebskolben (2) über einen Anstellhub unmittelbar und über einen Arbeitshub durch ein mechanisches Übersetzungsgetriebe (6, 7, 8, 9, 11, 12) mit größerer Kraft antreibbar ist. Dieses Übersetzungsgetriebe ist selbsthemmend ausgebildet und das der Spannvorrichtung zugewendete Ende der Stange (5) des Antriebskolbens (2) weist einen Arbeitsspeicher (22) auf, der in Kombination mit der selbsthemmenden Ausbildung des Übersetzungsgetriebes für das Festhalten eines einmal eingespannten Werkstückes bei Störungen der Druckmittelversorgung vorgesehen ist. Als Sicherheitsmaßnahme ist hierbei weiters eine die gespeicherte Energie des Arbeitsspeichers (22) abfühlende Überwachungseinrichtung (27) vorgesehen, die mit einer Schaltvorrichtung (30) für die Druckmittelquelle zum Beaufschlagen eines Arbeitsraumes (3) des Zylinders (1) und/oder einer Schaltvorrichtung für die Betätigung des Werkzeuges zum Bearbeiten eines eingespannten Werkstückes und/oder einer Anzeige- oder Warneinrichtung (31) verbunden ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitseinrichtung an einer druckmittelbetätigbaren Werkstück-Spannvorrichtung
für Werkzeugmaschinen, mit einem Spannglied, das mittels eines in einem mit einer Druckmittelquelle
verbindbaren Zylinder verschiebbar angeordneten Antriebskolbens über einen Anstellhub unmittelbar
und über einen Arbeitshub, vom Antriebskolben entkuppelt, durch ein selbsthemmend ausgebildetes mechanisches
Übersetzungsgetriebe mit größerer Kraft antreibbar ist und das mit einem Arbeitsspeicher versehen
ist.
Eine derartige Werkstück-Spannvorrichtung ist aus der AT-PS 3 21 677 bekannt. Hierbei weist das Übersetzungsgetriebe
am Spannglied gelagerte winkelförmige Schwenkhebel mit einem Abstützteil und einem Führungsteil
auf, welche vorzugsweise Rollen tragen, wobei der Abstützteil über den Anstellhub am Zylinder geführt
ist und mit dem Antriebskolben eine mit dem Zylinder gleichachsig angeordnete, an einer mit dem
Spannglied verbundenen, den Antriebskolben durchsets zenden Stange gleitende Hülse verbunden ist aus deren
äußerer Oberfläche in axialer Richtung abwechselnd Abschnitte mit entgegen der Hubrichtung ansteigenden
Keil- oder Konusflächen und Abschnitte ohne Steigung und/oder Abschnitte mit in Hubrichtung ansteigenden
ίο Keil- oder Konusflächen vorhanden sein können, welche
mit dem Führungsteil der Schwenkhebel zusammenwirken, und wobei am Zylinder eine quer zur Zylinderachse
liegende Stützfläche vorgesehen ist gegen welche die Abstützteile der Schwenkhebel während des
Arbeitshubes gedrückt werden. Die Stützfläche kann eine Begrenzungsfläche eines ringförmigen Eintauchraumes
des Zylinders büden, in welchen die Abstützteile der Schwenkhebel zu Beginn des Arbeitshubes eintreten,
oder es kann ein die Stützfläche aufweisender Teil getrennt von den übrigen Begrenzungswänden des Eintauchraumes
ausgebildet und starr mit diesem verbunden sein. Der ringförmige Eintauchraum ist an der der
Stützfläche abgewendeten Seite durch einen ringförmigen Wandteil abgeschlossen, der gegenüber dem
Spannglied abgedichtet sein kann. Über einen Druckmittelanschluß kann in den Eintauchraum Druckmittel
zum Bewirken des Rückhubes des Antriebdcolbens eingeleitet
werden. Die Gestalt der Stützfläche ist entscheidend für den Verlauf von Kraft und Weg in Abhängigkeit
vom Arbeitsdruck beim Arbeitshub und im Falle der Austauschbarkeit der Stützflächen besteht die Möglichkeit,
die Spannvorrichtung den jeweiligen Erfordernissen anzupassen.
Dank des vorhandenen Arbeitsspeichers bleibt ein bereits fest eingespanntes Werkstück nach einem
Druckabfall im Zylinder weiterhin sicher eingespannt vorausgesetzt daß der Antriebskolben unter dem Einfluß
der vom Übersetzungsgetriebe auf die äußere Oberfläche der mit ihm verbundenen Hülse ausgeübten
Reaktionskräfte nicht zurückweicht. Im allgemeinen wird die Anordnung auch im Falle einer über die gesamte
Hülsenlänge glatt durchgehenden Keil- oder Konusfläche mit geringem Anzug selbsthemmend sein, jedoch
wird durch das Vorsehen von in axialer Richtung aufeinanderfolgenden Abschnitten mit entgegen der
Hubrichtung ansteigenden Keil- oder Konusflächen und steigungslosen Abschnitten und/oder Abschnitten mit in
Hubrichtung ansteigenden Keil- oder Konusflächen mehr Sicherheit für die Selbsthemmung geschaffen, weil
dann bei an einem Abschnitt mit entgegen der Hubrichtung ansteigenden Keil- oder Konusflächen anliegenden
Führungsteilen der Schwenkhebel des Antriebskolbens unter dem Einfluß der Reaktionskräfte, wenn überhaupt,
nur so weit zurückweichen wird, bis die Führungsteile an einem benachbarten Abschnitt der äußeren
Oberfläche der Hülse anliegen, wo die Reaktionskräfte keine Axialkomponente ergeben, die den Antriebskolben
im Sinne einer Lockerung der Spannvorrichtung zu bewegen trachtet.
Als weitere Voraussetzung gilt für alle Fälle, daß der Spannvorgang vollendet sein muß und daß im Arbeitsspeicher
genügend Energie bzw. Kraft gespeichert sein muß, so daß er ein Zurückweichen des Arbeitskolbens
entsprechend dem Abstand zweier benachbarter Abschnitte auf der äußeren Oberfläche der Hülse und/oder
ein gewisses Nachgeben des eingespannten Werkstükkes ausgleichen kann, ohne daß dabei die Sicherheit der
Einspannung leidet.
Die Erfindung zielt darauf ab. eine Überwachungsmöglichkeit für die sichere Einspannung eines Werkstückes
ohne Notwendigkeit einer visuellen Kontrolle oder einer Berührung des Werkstückes zu schaffen, um
beispielsweise automatische Werkzeugmaschinen mit mechanisierter Zu- und Abführung der Werkstücke ohne
ständige Beaufsichtigung durch eine Bedienungsperson betreiben zu können.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung im wesentlichen darin, daß eine die gespeichene Energie
des Arbeitsspeichers abfohlende Überwachungseinrichtung vorgesehen ist, die mit einer Schaltvorrichtung für
die Druckmittelquelle zum Beaufschlagen eines Arbeitsraumes des Zylinders und/oder einer Schaltvorrichtung
für die Betätigung des Werkzeuges zum Bearbeiten eines eingespannten Werkstückes und/oder einer
Anzeige- oder Warneinrichtung verbunden ist. Durch diese Maßnahmen wird es einzeln oder in Kombination
ermöglicht, nach dem Erreichen der gewünschten Einspannkraft die Druckmittelquelle vom Zylinder zu trennen,
beim Nichterreichen der erforderlichen Einspannkraft das Wirksamwerden des Bearbeitungswerkzeuges
am Werkstück zu verhindern und dadurch eine Gefährdung des Bedienungspersonals zu vermeiden und/oder
eine Anzeige- oder Warneinrichtung einzuschalten, die entweder, beispielsweise durch eine grüne Signallampe,
anzeigt, daß das Werkstück fest und sicher eingespannt ist, oder, beispielsweise durch eine rote Signallampe
oder ein akustisches Warnsignal, anzeigt, daß die vorgeschriebene Einspannkraft nicht erreicht werden konnte
und daher mit einer Bearbeitung des Werkstückes nicht begonnen werden darf.
Im Zusammenhang mit einer kraftbetätigten Spannvorrichtung, bei der das Spannglied über eine Kolbenstange
starr mit dem druckmittelbetätigten Kolben verbunden ist, enthält die DE-OS 26 14 549 den Vorschlag,
zur Überwachung des Einspannzustandes des Werkstückes am Spannzylinder Einrichtungen zur Kontrolle
mehrerer Kolbenstellungen vorzusehen, wobei einerseits das Erreichen einer in Richtung Spannen betrachteten
ersten Kolbenstellung und das Nicht-Erreichen einer zweiten Kolbenstellung und andererseits der
Druck des Druckmittels des Spannzylinders bei Vorliegen der genannten Kolbenstellung geprüft werden und
bei Zutreffen der gewünschten Bedingungen ein Steuersignal abgegeben wird. Es muß somit die Kolbenstellung
innerhalb eines vorbestimmten Bereiches liegen und es muß ständig Druckmitteldruck vorhanden sein.
Die Werkstück-Spannvorrichtung, für welche die erfindungsgemäße Sicherheitseinrichtung bestimmt ist, unterscheidet
sich in verschiedener Hinsicht von der vorerwähnten bekannten Konstruktion, weswegen die bekannten
Maßnahmen im vorliegenden Fall nicht anwendbar sind. So ist die anmeldungsgemäß verwendete
Spannvorrichtung selbsthemmend, so daß ein eingespanntes Werkstück auch bei Wegfall des Druckmitteldruckes
im Spannzylinder weiterhin festgehalten wird und daher der Druck im Spannzylinder kein geeignetes
Kriterium für den Spannzustand wäre. Weiters kann bei der aufeinanderfolgenden Bearbeitung einer Reihe von
Werkstücken, welche hinsichtlich ihres Einspannmaßes Toleranzen aufweisen, der Kolben im Spannzylinder unterschiedliche
Stellungen einnehmen. Deshalb mußte bei der erfindungsgemäßen Sicherheitseinrichtung ein
anderes Kriterium für die Überwachung des Spannzustandes gefunden weiden.
Für die Überwachungseinrichtung sind zahlreiche verschiedene Ausfuhrungsformen denkbar. Eine zweckdienliche
Ausbildung besteht darin, daß die Überwachungseinrichtung einen Aufnehmer für den Weg des
Arbeitsspeichers aufweist Hierbei ist im allgemeinen keine kontinuierliche Umwandlung eines Weges, beispielsweise
das Zusammendrücken des Federspeichers, in eine andere physikalische Größe erforderlich, sondern
es genügt die Signalgabe für das Erreichen bzw. Überschreiten eines vorbestimmten Punktes des Weges.
Für diesen wichtigen Fall ist der Aufnehmer vorzugsweise als mechanischer, elektrischer, optischer oder
pneumatischer Schalter ausgebildet, der nach Zurücklegen eines vorbestimmten Weges des Arbeitsspeichers,
z. B. etwa 75% des maximal möglichen Weges, schaltet. Der angegebene Bruchteil ist deshalb zweckmäßig, weil
einerseits eine ausreichende Einspannkraft sichergestellt sein muß, auch wenn nach dem Abschalten der
Druckmittelzufuhr in den Zylinder noch ein gewisses Nachgeben stattfindet, aber andererseits ein Aufsitzen
oder Durchschlagen des Arbeitsspeichers vermieden werden soll, weil dies je nach der auf den Antriebskolben
wirkenden Kraft unter Umständen zu einer Beschädigung der Spannvorrichtung und/oder des Werkstükkes
führen könnte.
Ein Wegaufnehmer mißt zwar nicht die eigentliche interessierende Größe, nämlich die Einspannkraft, er
bietet aber bei Verwendung eines Arbeitsspeichers mit streng begrenztem Arbeitsweg, wie einem Federspeicher,
eine große Sicherheit. Wenn aber die Einspannkraft das wichtigste Kriterium ist, beispielsweise bei der
Bearbeitung empfindlicher Werkstücke, bei denen die Gefahr einer Beschädigung durch eine zu hohe Einspannkraft
besteht, ist es günstiger, die Überwachungseinrichtung mit einem Kraftaufnehmer für den Arbeitsspeicher
auszustatten. Hierzu kann der Kraftaufnehmer eine mit dem Arbeitsspeicher zusammengebaute
Druckmeßdpse sein.
Wenn der Einfluß des Druckstückes selbst, beispielsweise dessen spezifische Flächenpressung am Werkstück,
in die Überwachung miteinbezogen werden soll, ist es vorteilhaft, wenn der Kraftaufnehmer ein Dehnungsmeßstreifen
ist der an dem, am bezüglich des Zylinders äußeren Ende des Spanngliedes vorgesehenen,
Druckstück angebracht ist.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnung näher erläutert, in welcher eine mit Sicherheitseinrichtungen ausgestattete Werkstück-Spannvorrichtung im Axialschnitt dargestellt ist.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnung näher erläutert, in welcher eine mit Sicherheitseinrichtungen ausgestattete Werkstück-Spannvorrichtung im Axialschnitt dargestellt ist.
Die Werkstück-Spannvorrichtung weist einen Zylinder 1 mit einem darin verschiebbar angeordneten Antriebskolben
2 auf, auf den durch Einleiten von Druckluft in einen Arbeitsraum 3 des Z'.ylinders 1 eine Kraft
ausgeübt werden kann. Der Antriebskolben 2 dient zum Bewegen bzw. Übertragen einer Kraft auf ein Spannglied
4, das mit einer Stange 5 verbunden ist, welche den Antriebskolben 2 durchsetzt.
Zur Bildung eines Übersetzungsgetriebes sitzen an Lagerzapfen 6 des Spanngliedes 4 winkelförmige
Schwenkhebel 7 mit Rollen 8, die mit der äußeren Oberfläche 9 einer mit dem Antriebskolben 2 verbundenen
Hülse 10 zusammenwirken, und mit Rollen 11, die mit
der Lauffläche des Zylinders 1 bzw. mit einer Stützfläche 12 zusammenwirken. Die Rollen 8 bilden Führungsteile
an den Schwenkhebeln 7 und die Rollen 11 bilden Abs'iitzteile.
b5 Am Ende des Arbeitsraumes 3 des Zylinders 1 ist ein
Deckel 13 vorgesehen, der einen Druckanschluß 14 zum Einleiten von Druckluft in den Arbeitsraum 3 aufweist.
Zur Befestigung der Vorrichtung an einem Teil einer
Maschine dient ein die Stützfläche 12 tragender Basisteil 15, der einen Eintauchraum 16 für die Abstützteile
der Schwenkhebel 7 aufweist. Das Spannglied 4 ist durch eine am Basisteil 15 vorgesehene Dichtungsanordnung
17 hindurchgeführt und der Basisteil ist mit einem Abschlußnippel 18 für Druckluft versehen, so daß
zum Bewirken des Rückhubes des Antriebskolbens 2 auch der in der Zeichnung unterhalb dieses Kolbens
gelegene Zylinderraum unter Druck gesetzt werden kann. Um beim Hochfahren des Antriebskolbens 2 entlang
der Stange 5 den Kraftschluß mit der Stange weich einzuleiten, ist am Kopf der Stange 5 eine Pufferscheibe
19 mit einem Paket von Tellerfedern 20 vorgesehen.
In der Ausgangsstellung liegt der Antriebskolben 2 an
der Pufferscheibe 19 an und das untere Ende der Oberfläche 9 der Hülse 10 berührt die den Führungsteil der
Schwenkhebel 7 bildenden Rollen 8. Wenn durch den Anschluß 14 Druckluft in den Arbeitsraum 3 des Zylinders
1 eingeleitet wird, bewegt sich der Antriebskolben 2 abwärts und nimmt dabei das Spannglied 4 und die
Stange 5 über die Rollen 8 und die Schwenkhebel 7 mit derauf ihn ausgeübten Kraft und gleicher Geschwindigkeit
mit, solange die von den Rollen 11 gebildeten Abstützteile
der Schwenkhebel 7 an der Lauffläche des Zylinders entlangrollen und nicht auswärts ausweichen
können. Dies ist der Anstellhub.
Bei der weiteren Abwärtsbewegung des Antriebskolbens 2 gelangen die Rollen 11 an den gekrümmten Bereich
der Stützfläche 12, und unter dem Einfluß der vom unteren Rand der Oberfläche 9 der Hülse 10 auf die
Rollen 8 ausgeübten Kraft werden im Zusammenwirken mit der vom Spannglied 4 ausgeübten Reaktionskraft
die Schwenkhebel 7 auswärts in den Eintauchraum 16 geschwenkt, wobei die Rollen 8 auf die Oberfläche 9
auflaufen. Dies ist der Arbeitshub. Während des Arbeitshubes ist der vom Spannglied 4 zurückgelegte Weg
viel kleiner als der vom Antriebskolben 2 zurückgelegte Weg, jedoch beträgt dank der durch die Schwenkhebel
7 bewirkten Obersetzung die vom Spannglied 4 ausübbare Kraft ein Vielfaches der vom Antriebskolben 2
aufgebrachten Kraft. Die Oberfläche 9 der Hülse 10 könnte als glatte Keil- oder Kegelfläche mit so geringem
Anzug ausgebildet sein, daß während des Arbeitshubes bei Wegfall des im Arbeitsraum 3 wirkenden
Druckes bezüglich der vom Spannglied 4 über die Schwenkhebel 7 und die Rollen 8 auf die Hülse 10 ausgeübten
Reaktionskräfte Selbsthemmung bestünde. Aus Sicherheitsgründen ist aber die Oberfläche 9 stufenförmig
ausgebildet, wobei in axialer Richtung Abschnitte mit entgegen der Hubrichtung ansteigenden
Keil- oder Konusflächen und steigungslose Abschnitte
abwechselnd aufeinanderfolgen. Somit kann bei während des Arbeitshubes drucklos werdendem Arbeitsraum
3 und mit einem konischen Abschnitt der Oberfläche 9 zusammenwirkenden Rollen 8 der Antriebskolben
2 durch die Reaktionskräfte äußerstenfalls um ein ganz kurzes Stück zurückgedrängt werden, bis die Rollen 8
von dem konischen Abschnitt der Oberfläche 9 auf den benachbarten steigungslosen Abschnitt auflaufen, wobei dann durch die Reaktionskräfte keine Axialkraft- go
komponente auf den Antriebskolben 2 mehr ausgeübt
werden kann und daher keine Rückstellung oder Lockerung erfolgt
Damit bei einem Nachlassen des Druckes im Arbeits raum 3 und gegebenenfalls einem ganz geringfügigen
Zurückweichen des Antriebskolbens 2 die erforderliche Einspannkraft für ein Werkstück aufrechterhalten
bleibt, ist am äußeren Ende des Spanngliedes 4 ein ein Druckstück 21 tragender Arbeitsspeicher 22 vorgesehen.
Der Arbeitsspeicher enthält ein Tellerfederpaket 23 und weist eine Mutter 24 mit im Axialschnitt stufenförmigem
äußeren Umriß auf, die auf einen Gewindezapfen 25 am Ende des Spanngliedes 4 aufgeschraubt
ist. Die Mutter 24 ist von einem einwärtsragenden Flansch einer das Tellerfederpaket 23 umschließenden
Hülse 26 mit eine axiale Bewegung ermöglichendem radialen Spiel umgriffen, an deren anderem Ende das
Druckstück 21 befestigt ist. Beim Arbeitshub kann die Hülse 26, nachdem das Druckstück 21 mit dem einzuspannenden
Werkstück in Berührung gelangt ist, gegenüber der Mutter 24 eine Relativbewegung ausführen,
wobei das Tellerfederpaket 23 zusammengedrückt wird.
Ohne Überwachung des Arbeitsspeichers liegen in der Einspeicherung der Arbeit gewisse Gefahren verborgen.
Wird nämlich die Spannvorrichtung bei einem geringeren Druck in der Anlage als dem Nenndruck in
Betrieb genommen, so kann ein erfolgreicher Spann Vorgang vorgetäuscht werden, obwohl die erforderliche
Spannkraft nicht erreicht werden konnte. Bei der Bearbeitung eines solcherart eingespannten Werkstückes
besteht dann die Möglichkeit, daß das Werkstück aus seiner für die Bearbeitung vorgesehenen Position verschoben
wird. Dies kann zu Beschädigungen von Werkstück, Werkzeug oder Spannvorrichtung und zu einer
Gefährdung des Bedienungspersonals führen.
Es wurde bereits vorgeschlagen, vor dem Anschluß 14 ein Folgeventil vorzusehen, welches die Inbetriebnahme
der Spannvorrichtung nur nach Erreichen eines festgelegten Mindestdruckes erlaubt. Eine solche Anordnung
hat aber noch immer den Nachteil, daß bei einem Einspannfehler oder einer Einspannbeschädigung, wie sie
beispielsweise bei lunkerigen Gußstücken oder bei irrtümlich in den nächsten Arbeitsgang geratenen Ausschußstücken
vorkommen kann, nicht die volle erforderliche Einspannkraft wirksam wird. Das Werkstück
wird in diesem Fall nicht mit der für eine Bearbeitung nötigen Kraft festgehalten. Es treten dann die gleichen
Gefahren auf wie bei einem zu geringen Arbeitsluftdruck.
Zur Abhilfe ist gemäß der Erfindung eine den Speicherzustand des Arbeitsspeichers 22 abfühlende Überwachungseinrichtung
27 vorgesehen, die einen Wegaufnehmer 28 für die Relativbewegung zwischen Mutter 24
und Hülse 26 und/oder als Kraftaufnehmer einen Dehnungsmeßstreifen 29 am Druckstück 21 aufweist Die
Überwachungseinrichtung 27 beeinflußt die Druckmittelsteuerung 30 für den Zylinder 1 und speist eine Anzeigelampe
3t, durch deren Aufleuchten das Bedienungspersonal über die Ursache einer selbsttätig eingeleiteten
Unterbrechung eines Arbeitsganges införrnieri
wird.
Wenn nach Einleitung von Druckluft in den Arbeitsraum 3 des Zylinders 1 vom Wegaufnehmer 28 nicht die
Zurücklegung eines vorbestimmten Mindestfederweges gemeldet wird, so wird einerseits kein Bearbeitungsvorgang
am zu spannenden Werkstück vorgenommen und andererseits der sofortige Rückhub des Antriebskolbens 2 über die Druckmittelsteuerung 30 veranlaßt Zur
Kontrolle des Einspannvorganges kann auch die mechanische Spannung in einem der kraftübertragenden Teile,
im vorliegenden Fall am Druckstück 21, durch den Deh
nungsmeßstreifen 29 ermittelt werden, wobei bei Vor liegen einer zu geringen Dehnung die Unterbrechung
eines automatisch ablaufenden Arbeitsganges und Rückhub des Antriebskolbens 2 veranlaßt werden.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen erübrigt
sich die Verwendung eines Druckfolgeventils vor dem
Anschluß 14. da der Fall eines zu geringen Arbeitsluftdruckes ebenso abgesichert ist wie ein allfälliger Einspannfehler.
Anschluß 14. da der Fall eines zu geringen Arbeitsluftdruckes ebenso abgesichert ist wie ein allfälliger Einspannfehler.
Bezugszeichenaufstellung
IO
| t | Zylinder |
| 2 | Antriebskolben |
| 3 | Arbeitsraum |
| 4 | Spannglied |
| 5 | Stange |
| 6 | Übersetzungsgetriebe |
| 7 | Schwenkhebel |
| 8 | Rollen |
| 9 | Oberfläche |
| 10 | Hülse |
| ti | Rollen |
| 12 | Stützfläche |
| 13 | Deckel |
| 14 | Anschluß |
| 15 | Basisteil |
| 16 | Eintauch raum |
| 17 | Dichtungsanordnung |
| 18 | Abschlußnippel |
| 19 | Pufferscheibe |
| 20 | Tellerfedern |
| 21 | Druckstück |
| 22 | Arbeitsspeicher |
| 23 | Tellerfederpaket |
| 24 | Mutter |
| 25 | Gewindezapfen |
| 26 | Hülse |
| 27 | Überwachungseinrichtung |
| 28 | Wegaufnehmer |
| 29 | Dehnungsmeßstreifen |
| 30 | Druckmittelsteuerung |
| 31 | Anzeigelampe |
| Hierzu 1 Blatt Zeichnungen |
20
25
30
40
45
50
60
65
Claims (6)
1. Sicherheitseinrichtung an einer druckmittelbetätigbaren
Werkstück-Spannvorrichtung für Werkzeugmaschinen, mit einem Spannglied, das mittels
eines in einem mit einer Druckmittelquelle verbindbaren Zylinder verschiebbar angeordneten Antriebskolbens
über einen Anstellhub unmittelbar und über einen Arbeitshub, vom Antriebskolben entkuppelt, durch ein selbsthemmend ausgebildetes
mechanisches Übersetzungsgetriebe mit größerer Kraft antreibbar ist und das mit einem Arbeitsspeicher
versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine die gespeicherte Energie des Arbeitsspeichers
(22) abfühlende Überwachungseinrichtung (27) vorgesehen ist, die mit einer Schaltvorrichtung
(30) für iiie Druckmittelquelle zum Beaufschlagen
eines Arbeitsraumes (3) des Zylinders (1) und/oder einer Schaltvorrichtung für die Betätigung des
Werkzeuges zum Bearbeiten eines eingespannten Werkstückes und/oder einer Anzeige- oder Warneinrichtung
(31) verbunden ist
2. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Überwachungseinrichtung
(27) einen Aufnehmer (28) für den Weg des Arbeitsspeichers (22) aufweist
3. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet daß der Aufnehmer (28) als
mechanischer, elektrischer, optischer oder pneumatischer Schalter ausgebildet ist der nach Zurücklegung
eines vorbestimmten Weges des Arbeitsspeichers (22), z. B. etwa 75% des maximal möglichen
Weges, schaltet
4. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Überwachungseinrichtung
(27) einen Kraftaufnehmer für den Arbeitsspeicher (22) aufweist.
5. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet daß der Kraftaufnehmer eine
mit dem Arbeitsspeicher (22) zusammengebaute Druckmeßdose ist
6. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftaufnehmer ein
an einem an dem bezüglich des Zylinders (1) äußeren Ende des Spanngliedes (4) vorgesehenen Druckstück
(21) angebrachter Dehnungsmeßstreifen (29) ist.
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|---|---|---|---|
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| DE (1) | DE3211795C2 (de) |
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-
1982
- 1982-03-30 DE DE19823211795 patent/DE3211795C2/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102011107722B3 (de) * | 2011-07-18 | 2012-10-31 | Hohenstein Vorrichtungsbau Und Spannsysteme Gmbh | Vorrichtung mit Sicherheitskomponenten |
| EP2620256A1 (de) | 2011-07-18 | 2013-07-31 | HOHENSTEIN Vorrichtungsbau und Spannsysteme GmbH | Werkstückspannvorrichtung mit Sicherheitskomponenten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3211795A1 (de) | 1982-12-30 |
| AT372031B (de) | 1983-08-25 |
| ATA268681A (de) | 1983-01-15 |
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