DE3211795C2 - Sicherheitseinrichtung an einer druckmittelbetätigbaren Werkstück-Spannvorrichtung - Google Patents

Sicherheitseinrichtung an einer druckmittelbetätigbaren Werkstück-Spannvorrichtung

Info

Publication number
DE3211795C2
DE3211795C2 DE19823211795 DE3211795A DE3211795C2 DE 3211795 C2 DE3211795 C2 DE 3211795C2 DE 19823211795 DE19823211795 DE 19823211795 DE 3211795 A DE3211795 A DE 3211795A DE 3211795 C2 DE3211795 C2 DE 3211795C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
working
cylinder
pressure medium
drive piston
clamping
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19823211795
Other languages
English (en)
Other versions
DE3211795A1 (de
Inventor
Magdolna Dipl.-Ing. Hallein Orphanides
Theodor Dr. Dipl.-Ing. Stipek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Friedmann and Maier AG
Original Assignee
Friedmann and Maier AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Friedmann and Maier AG filed Critical Friedmann and Maier AG
Publication of DE3211795A1 publication Critical patent/DE3211795A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3211795C2 publication Critical patent/DE3211795C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B15/00Fluid-actuated devices for displacing a member from one position to another; Gearing associated therewith
    • F15B15/20Other details, e.g. assembly with regulating devices
    • F15B15/204Control means for piston speed or actuating force without external control, e.g. control valve inside the piston
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23QDETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
    • B23Q11/00Accessories fitted to machine tools for keeping tools or parts of the machine in good working condition or for cooling work; Safety devices specially combined with or arranged in, or specially adapted for use in connection with, machine tools

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Jigs For Machine Tools (AREA)

Abstract

Eine zum Bewegen einer Spannvorrichtung dienende Vorrichtung weist einen Druckmittelzylinder auf, dessen von der Spannvorrichtung entkuppelbarer Antriebskolben (2) über einen Anstellhub unmittelbar und über einen Arbeitshub durch ein mechanisches Übersetzungsgetriebe (6, 7, 8, 9, 11, 12) mit größerer Kraft antreibbar ist. Dieses Übersetzungsgetriebe ist selbsthemmend ausgebildet und das der Spannvorrichtung zugewendete Ende der Stange (5) des Antriebskolbens (2) weist einen Arbeitsspeicher (22) auf, der in Kombination mit der selbsthemmenden Ausbildung des Übersetzungsgetriebes für das Festhalten eines einmal eingespannten Werkstückes bei Störungen der Druckmittelversorgung vorgesehen ist. Als Sicherheitsmaßnahme ist hierbei weiters eine die gespeicherte Energie des Arbeitsspeichers (22) abfühlende Überwachungseinrichtung (27) vorgesehen, die mit einer Schaltvorrichtung (30) für die Druckmittelquelle zum Beaufschlagen eines Arbeitsraumes (3) des Zylinders (1) und/oder einer Schaltvorrichtung für die Betätigung des Werkzeuges zum Bearbeiten eines eingespannten Werkstückes und/oder einer Anzeige- oder Warneinrichtung (31) verbunden ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Sicherheitseinrichtung an einer druckmittelbetätigbaren Werkstück-Spannvorrichtung für Werkzeugmaschinen, mit einem Spannglied, das mittels eines in einem mit einer Druckmittelquelle verbindbaren Zylinder verschiebbar angeordneten Antriebskolbens über einen Anstellhub unmittelbar und über einen Arbeitshub, vom Antriebskolben entkuppelt, durch ein selbsthemmend ausgebildetes mechanisches Übersetzungsgetriebe mit größerer Kraft antreibbar ist und das mit einem Arbeitsspeicher versehen ist.
Eine derartige Werkstück-Spannvorrichtung ist aus der AT-PS 3 21 677 bekannt. Hierbei weist das Übersetzungsgetriebe am Spannglied gelagerte winkelförmige Schwenkhebel mit einem Abstützteil und einem Führungsteil auf, welche vorzugsweise Rollen tragen, wobei der Abstützteil über den Anstellhub am Zylinder geführt ist und mit dem Antriebskolben eine mit dem Zylinder gleichachsig angeordnete, an einer mit dem Spannglied verbundenen, den Antriebskolben durchsets zenden Stange gleitende Hülse verbunden ist aus deren äußerer Oberfläche in axialer Richtung abwechselnd Abschnitte mit entgegen der Hubrichtung ansteigenden Keil- oder Konusflächen und Abschnitte ohne Steigung und/oder Abschnitte mit in Hubrichtung ansteigenden
ίο Keil- oder Konusflächen vorhanden sein können, welche mit dem Führungsteil der Schwenkhebel zusammenwirken, und wobei am Zylinder eine quer zur Zylinderachse liegende Stützfläche vorgesehen ist gegen welche die Abstützteile der Schwenkhebel während des Arbeitshubes gedrückt werden. Die Stützfläche kann eine Begrenzungsfläche eines ringförmigen Eintauchraumes des Zylinders büden, in welchen die Abstützteile der Schwenkhebel zu Beginn des Arbeitshubes eintreten, oder es kann ein die Stützfläche aufweisender Teil getrennt von den übrigen Begrenzungswänden des Eintauchraumes ausgebildet und starr mit diesem verbunden sein. Der ringförmige Eintauchraum ist an der der Stützfläche abgewendeten Seite durch einen ringförmigen Wandteil abgeschlossen, der gegenüber dem Spannglied abgedichtet sein kann. Über einen Druckmittelanschluß kann in den Eintauchraum Druckmittel zum Bewirken des Rückhubes des Antriebdcolbens eingeleitet werden. Die Gestalt der Stützfläche ist entscheidend für den Verlauf von Kraft und Weg in Abhängigkeit vom Arbeitsdruck beim Arbeitshub und im Falle der Austauschbarkeit der Stützflächen besteht die Möglichkeit, die Spannvorrichtung den jeweiligen Erfordernissen anzupassen.
Dank des vorhandenen Arbeitsspeichers bleibt ein bereits fest eingespanntes Werkstück nach einem Druckabfall im Zylinder weiterhin sicher eingespannt vorausgesetzt daß der Antriebskolben unter dem Einfluß der vom Übersetzungsgetriebe auf die äußere Oberfläche der mit ihm verbundenen Hülse ausgeübten Reaktionskräfte nicht zurückweicht. Im allgemeinen wird die Anordnung auch im Falle einer über die gesamte Hülsenlänge glatt durchgehenden Keil- oder Konusfläche mit geringem Anzug selbsthemmend sein, jedoch wird durch das Vorsehen von in axialer Richtung aufeinanderfolgenden Abschnitten mit entgegen der Hubrichtung ansteigenden Keil- oder Konusflächen und steigungslosen Abschnitten und/oder Abschnitten mit in Hubrichtung ansteigenden Keil- oder Konusflächen mehr Sicherheit für die Selbsthemmung geschaffen, weil dann bei an einem Abschnitt mit entgegen der Hubrichtung ansteigenden Keil- oder Konusflächen anliegenden Führungsteilen der Schwenkhebel des Antriebskolbens unter dem Einfluß der Reaktionskräfte, wenn überhaupt, nur so weit zurückweichen wird, bis die Führungsteile an einem benachbarten Abschnitt der äußeren Oberfläche der Hülse anliegen, wo die Reaktionskräfte keine Axialkomponente ergeben, die den Antriebskolben im Sinne einer Lockerung der Spannvorrichtung zu bewegen trachtet.
Als weitere Voraussetzung gilt für alle Fälle, daß der Spannvorgang vollendet sein muß und daß im Arbeitsspeicher genügend Energie bzw. Kraft gespeichert sein muß, so daß er ein Zurückweichen des Arbeitskolbens entsprechend dem Abstand zweier benachbarter Abschnitte auf der äußeren Oberfläche der Hülse und/oder ein gewisses Nachgeben des eingespannten Werkstükkes ausgleichen kann, ohne daß dabei die Sicherheit der Einspannung leidet.
Die Erfindung zielt darauf ab. eine Überwachungsmöglichkeit für die sichere Einspannung eines Werkstückes ohne Notwendigkeit einer visuellen Kontrolle oder einer Berührung des Werkstückes zu schaffen, um beispielsweise automatische Werkzeugmaschinen mit mechanisierter Zu- und Abführung der Werkstücke ohne ständige Beaufsichtigung durch eine Bedienungsperson betreiben zu können.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung im wesentlichen darin, daß eine die gespeichene Energie des Arbeitsspeichers abfohlende Überwachungseinrichtung vorgesehen ist, die mit einer Schaltvorrichtung für die Druckmittelquelle zum Beaufschlagen eines Arbeitsraumes des Zylinders und/oder einer Schaltvorrichtung für die Betätigung des Werkzeuges zum Bearbeiten eines eingespannten Werkstückes und/oder einer Anzeige- oder Warneinrichtung verbunden ist. Durch diese Maßnahmen wird es einzeln oder in Kombination ermöglicht, nach dem Erreichen der gewünschten Einspannkraft die Druckmittelquelle vom Zylinder zu trennen, beim Nichterreichen der erforderlichen Einspannkraft das Wirksamwerden des Bearbeitungswerkzeuges am Werkstück zu verhindern und dadurch eine Gefährdung des Bedienungspersonals zu vermeiden und/oder eine Anzeige- oder Warneinrichtung einzuschalten, die entweder, beispielsweise durch eine grüne Signallampe, anzeigt, daß das Werkstück fest und sicher eingespannt ist, oder, beispielsweise durch eine rote Signallampe oder ein akustisches Warnsignal, anzeigt, daß die vorgeschriebene Einspannkraft nicht erreicht werden konnte und daher mit einer Bearbeitung des Werkstückes nicht begonnen werden darf.
Im Zusammenhang mit einer kraftbetätigten Spannvorrichtung, bei der das Spannglied über eine Kolbenstange starr mit dem druckmittelbetätigten Kolben verbunden ist, enthält die DE-OS 26 14 549 den Vorschlag, zur Überwachung des Einspannzustandes des Werkstückes am Spannzylinder Einrichtungen zur Kontrolle mehrerer Kolbenstellungen vorzusehen, wobei einerseits das Erreichen einer in Richtung Spannen betrachteten ersten Kolbenstellung und das Nicht-Erreichen einer zweiten Kolbenstellung und andererseits der Druck des Druckmittels des Spannzylinders bei Vorliegen der genannten Kolbenstellung geprüft werden und bei Zutreffen der gewünschten Bedingungen ein Steuersignal abgegeben wird. Es muß somit die Kolbenstellung innerhalb eines vorbestimmten Bereiches liegen und es muß ständig Druckmitteldruck vorhanden sein. Die Werkstück-Spannvorrichtung, für welche die erfindungsgemäße Sicherheitseinrichtung bestimmt ist, unterscheidet sich in verschiedener Hinsicht von der vorerwähnten bekannten Konstruktion, weswegen die bekannten Maßnahmen im vorliegenden Fall nicht anwendbar sind. So ist die anmeldungsgemäß verwendete Spannvorrichtung selbsthemmend, so daß ein eingespanntes Werkstück auch bei Wegfall des Druckmitteldruckes im Spannzylinder weiterhin festgehalten wird und daher der Druck im Spannzylinder kein geeignetes Kriterium für den Spannzustand wäre. Weiters kann bei der aufeinanderfolgenden Bearbeitung einer Reihe von Werkstücken, welche hinsichtlich ihres Einspannmaßes Toleranzen aufweisen, der Kolben im Spannzylinder unterschiedliche Stellungen einnehmen. Deshalb mußte bei der erfindungsgemäßen Sicherheitseinrichtung ein anderes Kriterium für die Überwachung des Spannzustandes gefunden weiden.
Für die Überwachungseinrichtung sind zahlreiche verschiedene Ausfuhrungsformen denkbar. Eine zweckdienliche Ausbildung besteht darin, daß die Überwachungseinrichtung einen Aufnehmer für den Weg des Arbeitsspeichers aufweist Hierbei ist im allgemeinen keine kontinuierliche Umwandlung eines Weges, beispielsweise das Zusammendrücken des Federspeichers, in eine andere physikalische Größe erforderlich, sondern es genügt die Signalgabe für das Erreichen bzw. Überschreiten eines vorbestimmten Punktes des Weges. Für diesen wichtigen Fall ist der Aufnehmer vorzugsweise als mechanischer, elektrischer, optischer oder pneumatischer Schalter ausgebildet, der nach Zurücklegen eines vorbestimmten Weges des Arbeitsspeichers, z. B. etwa 75% des maximal möglichen Weges, schaltet. Der angegebene Bruchteil ist deshalb zweckmäßig, weil
einerseits eine ausreichende Einspannkraft sichergestellt sein muß, auch wenn nach dem Abschalten der Druckmittelzufuhr in den Zylinder noch ein gewisses Nachgeben stattfindet, aber andererseits ein Aufsitzen oder Durchschlagen des Arbeitsspeichers vermieden werden soll, weil dies je nach der auf den Antriebskolben wirkenden Kraft unter Umständen zu einer Beschädigung der Spannvorrichtung und/oder des Werkstükkes führen könnte.
Ein Wegaufnehmer mißt zwar nicht die eigentliche interessierende Größe, nämlich die Einspannkraft, er bietet aber bei Verwendung eines Arbeitsspeichers mit streng begrenztem Arbeitsweg, wie einem Federspeicher, eine große Sicherheit. Wenn aber die Einspannkraft das wichtigste Kriterium ist, beispielsweise bei der Bearbeitung empfindlicher Werkstücke, bei denen die Gefahr einer Beschädigung durch eine zu hohe Einspannkraft besteht, ist es günstiger, die Überwachungseinrichtung mit einem Kraftaufnehmer für den Arbeitsspeicher auszustatten. Hierzu kann der Kraftaufnehmer eine mit dem Arbeitsspeicher zusammengebaute Druckmeßdpse sein.
Wenn der Einfluß des Druckstückes selbst, beispielsweise dessen spezifische Flächenpressung am Werkstück, in die Überwachung miteinbezogen werden soll, ist es vorteilhaft, wenn der Kraftaufnehmer ein Dehnungsmeßstreifen ist der an dem, am bezüglich des Zylinders äußeren Ende des Spanngliedes vorgesehenen, Druckstück angebracht ist.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnung näher erläutert, in welcher eine mit Sicherheitseinrichtungen ausgestattete Werkstück-Spannvorrichtung im Axialschnitt dargestellt ist.
Die Werkstück-Spannvorrichtung weist einen Zylinder 1 mit einem darin verschiebbar angeordneten Antriebskolben 2 auf, auf den durch Einleiten von Druckluft in einen Arbeitsraum 3 des Z'.ylinders 1 eine Kraft ausgeübt werden kann. Der Antriebskolben 2 dient zum Bewegen bzw. Übertragen einer Kraft auf ein Spannglied 4, das mit einer Stange 5 verbunden ist, welche den Antriebskolben 2 durchsetzt.
Zur Bildung eines Übersetzungsgetriebes sitzen an Lagerzapfen 6 des Spanngliedes 4 winkelförmige Schwenkhebel 7 mit Rollen 8, die mit der äußeren Oberfläche 9 einer mit dem Antriebskolben 2 verbundenen Hülse 10 zusammenwirken, und mit Rollen 11, die mit der Lauffläche des Zylinders 1 bzw. mit einer Stützfläche 12 zusammenwirken. Die Rollen 8 bilden Führungsteile an den Schwenkhebeln 7 und die Rollen 11 bilden Abs'iitzteile.
b5 Am Ende des Arbeitsraumes 3 des Zylinders 1 ist ein Deckel 13 vorgesehen, der einen Druckanschluß 14 zum Einleiten von Druckluft in den Arbeitsraum 3 aufweist. Zur Befestigung der Vorrichtung an einem Teil einer
Maschine dient ein die Stützfläche 12 tragender Basisteil 15, der einen Eintauchraum 16 für die Abstützteile der Schwenkhebel 7 aufweist. Das Spannglied 4 ist durch eine am Basisteil 15 vorgesehene Dichtungsanordnung 17 hindurchgeführt und der Basisteil ist mit einem Abschlußnippel 18 für Druckluft versehen, so daß zum Bewirken des Rückhubes des Antriebskolbens 2 auch der in der Zeichnung unterhalb dieses Kolbens gelegene Zylinderraum unter Druck gesetzt werden kann. Um beim Hochfahren des Antriebskolbens 2 entlang der Stange 5 den Kraftschluß mit der Stange weich einzuleiten, ist am Kopf der Stange 5 eine Pufferscheibe 19 mit einem Paket von Tellerfedern 20 vorgesehen.
In der Ausgangsstellung liegt der Antriebskolben 2 an der Pufferscheibe 19 an und das untere Ende der Oberfläche 9 der Hülse 10 berührt die den Führungsteil der Schwenkhebel 7 bildenden Rollen 8. Wenn durch den Anschluß 14 Druckluft in den Arbeitsraum 3 des Zylinders 1 eingeleitet wird, bewegt sich der Antriebskolben 2 abwärts und nimmt dabei das Spannglied 4 und die Stange 5 über die Rollen 8 und die Schwenkhebel 7 mit derauf ihn ausgeübten Kraft und gleicher Geschwindigkeit mit, solange die von den Rollen 11 gebildeten Abstützteile der Schwenkhebel 7 an der Lauffläche des Zylinders entlangrollen und nicht auswärts ausweichen können. Dies ist der Anstellhub.
Bei der weiteren Abwärtsbewegung des Antriebskolbens 2 gelangen die Rollen 11 an den gekrümmten Bereich der Stützfläche 12, und unter dem Einfluß der vom unteren Rand der Oberfläche 9 der Hülse 10 auf die Rollen 8 ausgeübten Kraft werden im Zusammenwirken mit der vom Spannglied 4 ausgeübten Reaktionskraft die Schwenkhebel 7 auswärts in den Eintauchraum 16 geschwenkt, wobei die Rollen 8 auf die Oberfläche 9 auflaufen. Dies ist der Arbeitshub. Während des Arbeitshubes ist der vom Spannglied 4 zurückgelegte Weg viel kleiner als der vom Antriebskolben 2 zurückgelegte Weg, jedoch beträgt dank der durch die Schwenkhebel 7 bewirkten Obersetzung die vom Spannglied 4 ausübbare Kraft ein Vielfaches der vom Antriebskolben 2 aufgebrachten Kraft. Die Oberfläche 9 der Hülse 10 könnte als glatte Keil- oder Kegelfläche mit so geringem Anzug ausgebildet sein, daß während des Arbeitshubes bei Wegfall des im Arbeitsraum 3 wirkenden Druckes bezüglich der vom Spannglied 4 über die Schwenkhebel 7 und die Rollen 8 auf die Hülse 10 ausgeübten Reaktionskräfte Selbsthemmung bestünde. Aus Sicherheitsgründen ist aber die Oberfläche 9 stufenförmig ausgebildet, wobei in axialer Richtung Abschnitte mit entgegen der Hubrichtung ansteigenden Keil- oder Konusflächen und steigungslose Abschnitte abwechselnd aufeinanderfolgen. Somit kann bei während des Arbeitshubes drucklos werdendem Arbeitsraum 3 und mit einem konischen Abschnitt der Oberfläche 9 zusammenwirkenden Rollen 8 der Antriebskolben 2 durch die Reaktionskräfte äußerstenfalls um ein ganz kurzes Stück zurückgedrängt werden, bis die Rollen 8 von dem konischen Abschnitt der Oberfläche 9 auf den benachbarten steigungslosen Abschnitt auflaufen, wobei dann durch die Reaktionskräfte keine Axialkraft- go komponente auf den Antriebskolben 2 mehr ausgeübt werden kann und daher keine Rückstellung oder Lockerung erfolgt
Damit bei einem Nachlassen des Druckes im Arbeits raum 3 und gegebenenfalls einem ganz geringfügigen Zurückweichen des Antriebskolbens 2 die erforderliche Einspannkraft für ein Werkstück aufrechterhalten bleibt, ist am äußeren Ende des Spanngliedes 4 ein ein Druckstück 21 tragender Arbeitsspeicher 22 vorgesehen. Der Arbeitsspeicher enthält ein Tellerfederpaket 23 und weist eine Mutter 24 mit im Axialschnitt stufenförmigem äußeren Umriß auf, die auf einen Gewindezapfen 25 am Ende des Spanngliedes 4 aufgeschraubt ist. Die Mutter 24 ist von einem einwärtsragenden Flansch einer das Tellerfederpaket 23 umschließenden Hülse 26 mit eine axiale Bewegung ermöglichendem radialen Spiel umgriffen, an deren anderem Ende das Druckstück 21 befestigt ist. Beim Arbeitshub kann die Hülse 26, nachdem das Druckstück 21 mit dem einzuspannenden Werkstück in Berührung gelangt ist, gegenüber der Mutter 24 eine Relativbewegung ausführen, wobei das Tellerfederpaket 23 zusammengedrückt wird.
Ohne Überwachung des Arbeitsspeichers liegen in der Einspeicherung der Arbeit gewisse Gefahren verborgen. Wird nämlich die Spannvorrichtung bei einem geringeren Druck in der Anlage als dem Nenndruck in Betrieb genommen, so kann ein erfolgreicher Spann Vorgang vorgetäuscht werden, obwohl die erforderliche Spannkraft nicht erreicht werden konnte. Bei der Bearbeitung eines solcherart eingespannten Werkstückes besteht dann die Möglichkeit, daß das Werkstück aus seiner für die Bearbeitung vorgesehenen Position verschoben wird. Dies kann zu Beschädigungen von Werkstück, Werkzeug oder Spannvorrichtung und zu einer Gefährdung des Bedienungspersonals führen.
Es wurde bereits vorgeschlagen, vor dem Anschluß 14 ein Folgeventil vorzusehen, welches die Inbetriebnahme der Spannvorrichtung nur nach Erreichen eines festgelegten Mindestdruckes erlaubt. Eine solche Anordnung hat aber noch immer den Nachteil, daß bei einem Einspannfehler oder einer Einspannbeschädigung, wie sie beispielsweise bei lunkerigen Gußstücken oder bei irrtümlich in den nächsten Arbeitsgang geratenen Ausschußstücken vorkommen kann, nicht die volle erforderliche Einspannkraft wirksam wird. Das Werkstück wird in diesem Fall nicht mit der für eine Bearbeitung nötigen Kraft festgehalten. Es treten dann die gleichen Gefahren auf wie bei einem zu geringen Arbeitsluftdruck.
Zur Abhilfe ist gemäß der Erfindung eine den Speicherzustand des Arbeitsspeichers 22 abfühlende Überwachungseinrichtung 27 vorgesehen, die einen Wegaufnehmer 28 für die Relativbewegung zwischen Mutter 24 und Hülse 26 und/oder als Kraftaufnehmer einen Dehnungsmeßstreifen 29 am Druckstück 21 aufweist Die Überwachungseinrichtung 27 beeinflußt die Druckmittelsteuerung 30 für den Zylinder 1 und speist eine Anzeigelampe 3t, durch deren Aufleuchten das Bedienungspersonal über die Ursache einer selbsttätig eingeleiteten Unterbrechung eines Arbeitsganges införrnieri wird.
Wenn nach Einleitung von Druckluft in den Arbeitsraum 3 des Zylinders 1 vom Wegaufnehmer 28 nicht die Zurücklegung eines vorbestimmten Mindestfederweges gemeldet wird, so wird einerseits kein Bearbeitungsvorgang am zu spannenden Werkstück vorgenommen und andererseits der sofortige Rückhub des Antriebskolbens 2 über die Druckmittelsteuerung 30 veranlaßt Zur Kontrolle des Einspannvorganges kann auch die mechanische Spannung in einem der kraftübertragenden Teile, im vorliegenden Fall am Druckstück 21, durch den Deh nungsmeßstreifen 29 ermittelt werden, wobei bei Vor liegen einer zu geringen Dehnung die Unterbrechung eines automatisch ablaufenden Arbeitsganges und Rückhub des Antriebskolbens 2 veranlaßt werden.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen erübrigt
sich die Verwendung eines Druckfolgeventils vor dem
Anschluß 14. da der Fall eines zu geringen Arbeitsluftdruckes ebenso abgesichert ist wie ein allfälliger Einspannfehler.
Bezugszeichenaufstellung
IO
t Zylinder
2 Antriebskolben
3 Arbeitsraum
4 Spannglied
5 Stange
6 Übersetzungsgetriebe
7 Schwenkhebel
8 Rollen
9 Oberfläche
10 Hülse
ti Rollen
12 Stützfläche
13 Deckel
14 Anschluß
15 Basisteil
16 Eintauch raum
17 Dichtungsanordnung
18 Abschlußnippel
19 Pufferscheibe
20 Tellerfedern
21 Druckstück
22 Arbeitsspeicher
23 Tellerfederpaket
24 Mutter
25 Gewindezapfen
26 Hülse
27 Überwachungseinrichtung
28 Wegaufnehmer
29 Dehnungsmeßstreifen
30 Druckmittelsteuerung
31 Anzeigelampe
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
20
25
30
40
45
50
60
65

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Sicherheitseinrichtung an einer druckmittelbetätigbaren Werkstück-Spannvorrichtung für Werkzeugmaschinen, mit einem Spannglied, das mittels eines in einem mit einer Druckmittelquelle verbindbaren Zylinder verschiebbar angeordneten Antriebskolbens über einen Anstellhub unmittelbar und über einen Arbeitshub, vom Antriebskolben entkuppelt, durch ein selbsthemmend ausgebildetes mechanisches Übersetzungsgetriebe mit größerer Kraft antreibbar ist und das mit einem Arbeitsspeicher versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine die gespeicherte Energie des Arbeitsspeichers (22) abfühlende Überwachungseinrichtung (27) vorgesehen ist, die mit einer Schaltvorrichtung (30) für iiie Druckmittelquelle zum Beaufschlagen eines Arbeitsraumes (3) des Zylinders (1) und/oder einer Schaltvorrichtung für die Betätigung des Werkzeuges zum Bearbeiten eines eingespannten Werkstückes und/oder einer Anzeige- oder Warneinrichtung (31) verbunden ist
2. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Überwachungseinrichtung (27) einen Aufnehmer (28) für den Weg des Arbeitsspeichers (22) aufweist
3. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet daß der Aufnehmer (28) als mechanischer, elektrischer, optischer oder pneumatischer Schalter ausgebildet ist der nach Zurücklegung eines vorbestimmten Weges des Arbeitsspeichers (22), z. B. etwa 75% des maximal möglichen Weges, schaltet
4. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Überwachungseinrichtung (27) einen Kraftaufnehmer für den Arbeitsspeicher (22) aufweist.
5. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet daß der Kraftaufnehmer eine mit dem Arbeitsspeicher (22) zusammengebaute Druckmeßdose ist
6. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftaufnehmer ein an einem an dem bezüglich des Zylinders (1) äußeren Ende des Spanngliedes (4) vorgesehenen Druckstück (21) angebrachter Dehnungsmeßstreifen (29) ist.
DE19823211795 1981-06-16 1982-03-30 Sicherheitseinrichtung an einer druckmittelbetätigbaren Werkstück-Spannvorrichtung Expired DE3211795C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT268681A AT372031B (de) 1981-06-16 1981-06-16 Vorrichtung zum bewegen einer spannvorrichtung

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3211795A1 DE3211795A1 (de) 1982-12-30
DE3211795C2 true DE3211795C2 (de) 1985-12-05

Family

ID=3538674

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19823211795 Expired DE3211795C2 (de) 1981-06-16 1982-03-30 Sicherheitseinrichtung an einer druckmittelbetätigbaren Werkstück-Spannvorrichtung

Country Status (2)

Country Link
AT (1) AT372031B (de)
DE (1) DE3211795C2 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011107722B3 (de) * 2011-07-18 2012-10-31 Hohenstein Vorrichtungsbau Und Spannsysteme Gmbh Vorrichtung mit Sicherheitskomponenten

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3707416A1 (de) * 1987-03-07 1988-09-15 Hofmann Gmbh & Co Kg W Vorrichtung zum einspannen von werkzeugen
CN117049161B (zh) 2023-10-13 2024-02-06 宁德时代新能源科技股份有限公司 一种夹持装置、电池生产线和转运方法

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT321677B (de) * 1971-04-29 1975-04-10 Weiss Kg Sondermaschtech Spannvorrichtung
DE2614549C2 (de) * 1976-04-03 1984-07-26 Wilhelm Hegenscheidt Gmbh, 5140 Erkelenz Vorrichtung zur Werkstückspannkontrolle

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011107722B3 (de) * 2011-07-18 2012-10-31 Hohenstein Vorrichtungsbau Und Spannsysteme Gmbh Vorrichtung mit Sicherheitskomponenten
EP2620256A1 (de) 2011-07-18 2013-07-31 HOHENSTEIN Vorrichtungsbau und Spannsysteme GmbH Werkstückspannvorrichtung mit Sicherheitskomponenten

Also Published As

Publication number Publication date
DE3211795A1 (de) 1982-12-30
AT372031B (de) 1983-08-25
ATA268681A (de) 1983-01-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE10026829C2 (de) Vorrichtung zum Festspannen eines Werkstücks mit unebener Oberfläche
CH654779A5 (de) Pneumatisch angetriebene spannvorrichtung.
DE1966880C3 (de) Abschereinrichtung für eine Quertransportpresse
EP3056891A1 (de) Materialprobenhalter mit ansteuereinheit
DE3315759A1 (de) Vorrichtung zur aufnahme von gebirgsankern und deren halterung beim einsetzen auf einem gebirgsankersetzturm
EP2848398B1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Verhindern des Bruchs eines Werkzeug beim Feinschneiden und/oder Umformen eines Werkstücks
EP1197319A1 (de) Keiltrieb
DE3011837A1 (de) Handhabungsgreifer, bspw. fuer industrieroboter
EP3468908B1 (de) Hubvorrichtung mit fangvorrichtung
DE19817882A1 (de) Radialpresse
DE7935975U1 (de) Vorrichtung zum spannen und loesen eines konischen schaftes eines werkzeuges oder eines zusatzaggregates an werkzeugmaschinen, insbesondere bohr- und fraesmaschinen
DE2618877C3 (de) Vorrichtung zum Kontern und Brechen der Gewindeverbindungen zwischen Rohrkörpern
DE102004062048A1 (de) Vorschubvorrichtung für plattenförmige Werkstücke
DE19942390A1 (de) Kniehebelschweisszange zur Verwendung im Karosseriebau
DE3211795C2 (de) Sicherheitseinrichtung an einer druckmittelbetätigbaren Werkstück-Spannvorrichtung
DE1279299B (de) Hydraulisches Kletterhubwerk
EP3113892B1 (de) Werkzeugschieber
EP0143257B1 (de) Werkzeugaufnahme einer Schneidpresse, insbesondere einer Revolverschneidpresse, für den Werkzeugwechsel
DE3318434C2 (de)
DE2112651B2 (de) Spann- und Lösevorrichtung fur Werkzeuge an Bohr-, Fräs- u.dgl. Werkzeugmaschinen
DE2740042A1 (de) Mehrstufenpresse
DE1302433C2 (de) Manipulator fuer eine schmiedepresse
DE2250924C3 (de) Kletterhubwerk zum Anheben oder Absenken großer Lasten
DE4101317A1 (de) Lochgreifer
DE19643493A1 (de) Vorrichtung zum Spannen von Werkzeugen in Werkzeugmaschinen

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8125 Change of the main classification

Ipc: B23Q 11/00

D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee