DE3206641C2 - Verfahren zur Regelung der Gießgeschwindigkeit aus einem Druckofen für Metallschmelzen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Regelung der Gießgeschwindigkeit aus einem Druckofen für Metallschmelzen und Einrichtung zur Durchführung dieses VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung der
Gießgeschwindigkeit aus einem Druckofen für Metallschmelzen
mit den Merkmalen des Oberbegriffes von Patentanspruch 1.
Ein Verfahren dieser Art ist aus der deutschen Auslege
schrift 24 32 060 als bekannt zu entnehmen. Zum besseren
Verständnis der Erfindung seien nachfolgende Betrachtungen
angestellt:
Ein herkömmlicher Druckofen für Metallschmelzen ist mit
einem Hauptkörper, einer Vorratskammer zur Aufnahme der Me
tallschmelze, einem Einlaßkanal, durch welchen Metall
schmelze in die Vorratskammer eingeführt werden kann, und
einem Auslaßkanal versehen, über den die Metallschmelze der
Vorratskammer in eine Gießkammer für die Metallschmelze
einführbar ist. Die genannten Kanäle haben jeweils mit dem
unteren Bereich der Vorratskammer Verbindung. Ein Gas vor
bestimmten Druckes kann einem Raum in Form einer Druckkam
mer zugeführt werden, welche sich oberhalb der Metall
schmelze in der Vorratskammer befindet. Der Druck des zuge
führten Gases bewirkt eine Strömung der Metallschmelze
durch den Auslaßkanal, so daß der Spiegel der Metallschmel
ze in der Gießkammer erhöht wird. Der Flüssigkeitspegel in
der Gießkammer bestimmt die Geschwindigkeit, mit welcher
die Metallschmelze durch eine Öffnung der Gießkammer in ei
ne Form abgegossen wird.
Das Druckgas wird von einer Druckgasquelle in die
Druckkammer gefördert, was unter Regelung durch eine Druck
regeleinrichtung derart geschieht, daß der Pegel in der
Gießkammer und damit die Geschwindigkeit geregelt werden
kann, mit welcher die Metallschmelze in die Form gegossen
wird. Um eine bestimmte Gießgeschwindigkeit aufrechtzuer
halten, ist es notwendig, den Gasdruck in der Druckkammer
in Abhängigkeit von der Menge der im Ofen befindlichen Me
tallschmelze zu regulieren. Der Gasdruck muß so gewählt
werden, daß durch ihn der Pegel der Metallschmelze in der
Gießkammer gleich bleibt. Wenn Metallschmelze in die Form
abgegossen werden soll, wird der Gasdruck oder Luftdruck,
mit welchem die Druckkammer beaufschlagt wird, kurzfristig
erhöht, so daß der Pegel der Schmelze in der Gießkammer an
steigt.
Wenn bei einem solchen Druckofen die Metallschmelze von
der Gießkammer in die Form abgegossen wird und gleichzeitig
ein Nachfüllen von Metallschmelze erfolgt, so erhöht sich
der Druck in der Vorratskammer in dem Maße, in welchem die
Metallschmelzenmenge in der Vorratskammer zunimmt. Als
Folge hiervon steigt der Pegel der Metallschmelze in der
Gießkammer. Dies führt zu Veränderungen der bei einem Gieß
vorgang abgegossenen Schmelzenmenge. Um solche Veränderun
gen zu verhindern, wird über ein Ventil eine bestimmte
Menge von Druckgas aus der Druckkammer gelassen, wenn wäh
rend eines Nachfüllens von Schmelze gleichzeitig auch
Schmelze in die Form gegossen wird. Hierdurch wird er
reicht, daß überschüssiges Druckgas aus der Druckkammer
entweichen kann, so daß der Pegel der Schmelze in der Gieß
kammer auf dem gewünschten Wert bleibt.
Zur Durchführung des beschriebenen Regelvorganges ist
es notwendig, festzustellen, ob gerade Schmelze nachgefüllt
wird oder nicht. Bei einem gebräuchlichen Verfahren zur
Feststellung des Betriebszustandes wird zunächst das Ge
wicht der Schmelze in dem Ofen mittels eines Gewicht-Meß
wertgebers ermittelt, der sich unterhalb des Hauptkörpers
des Ofens befindet. Das Ausgangssignal des Gewicht-Meßwert
gebers ermöglicht die Bildung eines Signales, welches die
Tatsache meldet, daß Schmelze gerade nachgefüllt wird. Die
ses den Nachfüllvorgang meldende Signal wird einem Servomo
tor zugeführt, der ein Druckregelventil betreibt, um den
Druck in der Druckkammer in der gewünschten Weise zu regu
lieren.
Bei dem soeben beschriebenen, bekannten Betriebsverfah
ren ergibt sich eine Zeitverzögerung während der Feststel
lung des Nachfüllvorganges aufgrund des Vorhandenseins des
Servomotors und der Signalbildungseinrichtungen. Im allge
meinen geht aber das Nachfüllen von Schmelze sehr rasch vor
sich, beispielsweise aufgrund der Verwendung einer Nach
füllpfanne oder dergleichen. Demzufolge ergeben sich
Schwierigkeiten, da das Gas in der Druckkammer nicht rasch
genug abgelassen werden kann, um unerwünschte Druckanstiege
zu vermeiden. Aus diesem Grunde ist es schwierig, die
Schmelzenmenge, welche mit einer bestimmten Geschwindigkeit
abgegossen werden soll, mit hoher Genauigkeit zur regeln,
wenn unerwünschte Druckanstiege in der Druckkammer auftre
ten können.
Eine andere Methode zum Feststellen des Vorganges einer
Ergänzung der Schmelze sieht vor, daß der Unterschied zwi
schen dem Druck einer Druckregeleinrichtung und dem Druck
in der Druckkammer mittels eines empfindlich arbeitenden
Druckdifferenzdetektors festgestellt wird, welcher eine An
zeige des Vorganges der Schmelzenergänzung liefert. In
diesem Falle ergeben sich aber ebenso wie bei dem zuvor
beschriebenen Verfahren Schwierigkeiten aufgrund einer
Zeitverzögerung beim Betrieb des Detektors, wodurch es
wiederum schwierig wird, den gleichmäßigen Abguß von
Schmelze zur regeln.
Da außerdem beide zuvor beschriebenen Methoden zum
Feststellen des Nachfüllvorganges komplizierte Einrichtun
gen erforderlich machen, haben diese oft eine kurze Lebens
dauer und im Falle der Wartung und Reparatur sind lange
Stillstandzeiten in Kauf zu nehmen.
Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, ein
Verfahren zur Regelung der Gießgeschwindigkeit aus einem
Druckofen für Metallschmelzen mit den Merkmalen des Oberbe
griffes von Patentanspruch 1 so auszugestalten, daß die Ab
gußgeschwindigkeit mit vergleichsweise einfachen Einrich
tungen auch während des Nachfüllens von Schmelze mit erhöh
ter Genauigkeit reguliert werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kenn
zeichnenden Teil von Anspruch 1 angegebenen Merkmale ge
löst. Eine vorteilhafte Ausgestaltung dieses Verfahrens
bildet Gegenstand von Anspruch 2.
Die Erfindung umfaßt auch eine Einrichtung zur Durch
führung des angegebenen Verfahrens, welche durch die in An
spruch 3 angegebenen Merkmale gekennzeichnet ist.
Die hohe Geschwindigkeit der Bildung von Meßsignalen
entsprechend der im Ofen enthaltenen Schmelzenmenge in
Zeitintervallen von 0,5 s bis 2 s gestattet gleichsam eine
Früherkennung eines Nachfüllvorganges in deutlicher Unter
scheidung zu Schmelzenpegel-Änderungsvorgängen während des
normalen Abgießens.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele unter Be
zugnahme auf die anliegende Zeichnung näher erläutert. Es
stellen dar:
Fig. 1 eine schematische Abbildung eines Druckofens
für Metallschmelzen,
Fig. 2 ein Diagramm, in welchem die Änderungen des
Gewichtes der Metallschmelze im Ofen über der Zeitachse
aufgetragen sind, wobei die Schmelzenmenge in der Vorrats
kammer des Ofens auf der Ordinate aufgetragen ist,
Fig. 3 eine schematische Abbildung eines
Druckofens für Metallschmelzen der
angegebenen Art und
Fig. 4 ein Diagramm, welches den Entlüftungs
vorgang verdeutlicht, wobei auf der
Abszisse die Zeit und auf der Ordinate
die Menge der abgelassenen Luft aufge
tragen ist.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, enthält ein Hauptkörper 1 eines
herkömmlichen Druckofens für Metallschmelzen eine Vorratskammer 2
zur Aufnahme der Metallschmelze 5. Ein Einlaßkanal 3 dient zum
Ergänzen der Metallschmelzenfüllung der Vorratskammer 2 über eine
Öffnung 3a. Ein Auslaßkanal 4 ermöglicht eine Strömung von Metall
schmelze aus der Vorratskammer 2 in eine Gießkammer 4a. Der Ein
laßkanal 3 und der Auslaßkanal 4 münden in dem unteren Bereich
der Vorratskammer 2 in diese ein. Ein Gas vorbestimmten Druckes
ist in eine Druckkammer 6 oberhalb der Metallschmelze 5 einführ
bar, um die Schmelze über den Auslaßkanal 4 in die Gießkammer 4a
zu drücken. Die Metallschmelze wird dann über eine Öffnung 4b
der Gießkammer 4a in eine Form 7 abgegossen.
Das in die Druckkammer 6 einführbare Druckgas wird von einer
Druckgasquelle 8 bezogen und gelangt in die Druckkammer 6 über
eine Druckregeleinrichtung 9, welche den Druck so regelt, daß
eine bestimmte Schmelzenmenge in die Form 7 abgegossen werden
kann. Der Druck in der Druckkammer 6 hat einen bestimmten Wert P
und entspricht einer Menge der Schmelze, welche durch einen
Gewicht-Meßwertgeber 11 festgestellt wird. Der Pegel der Metall
schmelze in der Gießkammer 4a wird also auf einer bestimmten
Höhe H₁ gehalten. Ein Abgießen von Schmelze in die Form 7 er
folgt durch kurzfristige Erhöhung des Druckes des Druckgases
in der Druckkammer 6 um einen Wert Δ P, so daß der Pegel der
Schmelze in der Gießkammer 4a auf die Höhe H₂ gebracht wird.
Wenn die Schmelze in der Gießkammer 4a in die Form 7 hinein
abgegossen wird, während gleichzeitig ein Nachfüllen von Schmel
ze über die Öffnung 3a erfolgt, so erhöht sich der Druck in der
Druckkammer 6 oberhalb der Vorratskammer 2 entsprechend der Zu
nahme der Schmelzenmenge in der Vorratskammer 2. Der Schmelzen
pegel in der Gießkammer 4a stegigt daher entsprechend an. Dies
führt zu einer Veränderung der Menge abgegossener Schmelze während
eines Gießvorganges. Um solche Änderungen zu verhindern, wird ein
solenoidbetätigtes Ventil 10 aufgesteuert, wenn während des
Abgießens von Schmelze in die Form 7 gleichzeitig Schmelze nach
gefüllt wird. Eine der inkrementellen Zunahme der Schmelzenmenge
in der Vorratskammer 2 entsprechende Menge von Druckluft wird
abgelassen, um den Pegel der Schmelze in der Gießkammer 4a auf
der Höhe H₂ zu halten.
Es sei bemerkt, daß in Fig. 3 Teile, welche denjenigen der
Einrichtung nach Fig. 1 entsprechen, mit entsprechenden Bezugs
zeichen versehen sind und in entsprechender Weise arbeiten.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist ebenfalls der Haupt
körper 1 des Ofens auf Gewicht-Meßwertgebern 11 abgestützt.
Der Meßwertgeber 11 erzeugt ein Ausgangssignal, welches dem
Gewicht der Schmelze entspricht, die sich in dem Druckofen be
findet.
Das Ausgangssignal des Gewicht-Meßwertgebers 11, nämlich ein
Signal entsprechend dem Gewicht der im Ofen befindlichen Schmelze,
wird durch einen Tastungskreis 12 probenweise in bestimmten Zeit
intervallen entnommen. Das Zeitintervall liegt im
Bereich von 0,5 Sekunden bis 2 Sekunden. In dem Tastungs
kreis 12 wird eine Differenz zwischen einem Tastungswert der
vorausgegangenen Tastung und einer gegenwärtigen Tastung errech
net. Man erhält somit die Änderungsgeschwindigkeit bezüglich des
Gewichtes der in dem Ofen 1 befindlichen Schmelze.
Beim Ergänzen der Schmelze nimmt das im Ofen befindliche
Schmelzengewicht plötzlich innerhalb eines kurzen Zeitraumes
zwischen den Zeiten ta und tb zu, wie dies in Fig. 2 gezeigt
ist.
Ein Ausgangssignal des Tastungskreises 12 entsprechend der
Änderungsgeschwindigkeit bezüglich des Schmelzengewichtes wird
dann mit einem konstanten Bezugssignal in einer Vergleicher
schaltung 13 verglichen. Wenn die Änderungsgeschwindigkeit einen
Vergleichswert von beispielsweise 10 kg/s bis 30 kg/s übersteigt,
so erzeugt die Vergleicherschaltung 13 ein Ausgangssignal. Dies
bewirkt, daß der Zustand einer Ergänzung oder Nachfüllung der
Schmelze festgestellt wird und das solenoidbetätigte Ventil 10
in Betrieb gesetzt wird, um einen Überdruck abzulassen.
Während des Nachfüllens der Schmelze wird Luft mit einem bestimm
ten Druck P fortwährend von der Druckregeleinrichtung 9 nachge
fördert, so daß der Innendruck in der Druckkammer 6 ständig auf
dem Wert P bleibt und der Pegel der Schmelze in der Gießkammer 4a
auf dem Wert H₁ bleibt. Wenn die Schmelze abgegossen wird, steigt
andererseits der Innendruck in der Druckkammer 6 von dem Wert P
auf den Wert P + Δ P, so daß der Pegel der Schmelze in der Gieß
kammer 4a auf den Wert H₂ steigen würde.
Wird das Abgießen während des Nachfüllens der Schmelze durchge
führt, so erzeugt die Vergleicherschaltung 13 ein Ausgangssignal
in Abhängigkeit von dem Betriebszustand des Nachfüllens, so daß
das solenoidbetätigte Ventil 10 in Betrieb gesetzt wird. Eine
bestimmte Druckluftmenge wird daher aus der Druckkammer 6 abge
lassen, um den Pegel der Schmelze auf dem Wert H₂ zu halten.
Das solenoidbetätigte Ventil 10 wird wiederholt während der
Nachfüllzeit Tx eingeschaltet und ausgeschaltet, wie in Fig. 4b
gezeigt ist, so daß die erforderliche Luftmenge abgelassen wird.
Das EIN-AUS-Verhältnis ist einstellbar und kann auf einen Optimal
wert eingestellt werden, wobei die Einstellung abhängig von den
Eigenschaften des Ventils 10, der Nachfüllgeschwindigkeit
oder dergleichen gewählt wird.
Selbst wenn die Schmelze in der Gießkammer 4a in die Form 7
abgegossen wird, während Schmelze nachgefüllt wird, kann demge
mäß der Pegel der Schmelze in der Gießkammer 4a auf dem kon
stanten Wert H₂ gehalten werden, da der Innendruck in der Druck
kammer 6 auf einem vorbestimmten Wert gehalten wird, indem in
der zuvor beschriebenen Weise die Druckkammer entlastet wird.
Die Menge der abgegossenen Schmelze wird daher während eines
Gießvorganges immer genau konstant gehalten.
Bei dem hier vorgeschlagenen Verfahren wird also die Feststel
lung eines Nachfüllvorganges durch einfache Signalverarbeitung
erreicht, wobei etwa die Tastung eines Betriebszustandes, etwa
einer Gewichtsbestimmung vermittels des Gewicht-Meßwertgebers,
vorgenommen wird. Die Geschwindigkeit der Signalbildung ist
außerordentlich hoch und etwaige Zeitverzögerungen bis zum Ent
lüftungsvorgang werden praktisch vermieden. Die Menge der abge
gossenen Schmelze kann daher mit hoher Genauigkeit geregelt
werden, selbst wenn gerade die Schmelze nachgefüllt oder ergänzt
wird.
Da weiterhin keine beweglichen Teile, wie Potentiometer, Servo
motoren, oder dergleichen, erforderlich sind, ergibt sich eine
hohe Lebensdauer der Anlageteile und die Wartung ist einfacher
als bei entsprechenden bekannten Einrichtungen.
Claims (3)
1. Verfahren zur Regelung der Gießgeschwindigkeit aus ei
nem Druckofen für Metallschmelzen, welcher eine Vorratskam
mer (2) zur Aufnahme der Metallschmelze, einen Einlaßkanal
(3) zur Zuführung von Metallschmelze zu der Vorratskammer,
einen Auslaßkanal (4) zur Zuführung von Metallschmelze aus
der Vorratskammer in eine Gießkammer (4a) am oberen Ende
des Auslaßkanales und eine Auslaßöffnung (4b) zum Abgießen
der Metallschmelze enthält, wobei Mittel zur Zuführung von
Druckgas bestimmten Druckes in einen Raum (6) oberhalb der
Vorratskammer (2) vorgesehen sind, um den Pegel der Schmel
ze in der Gießkammer (4a) auf einem vorbestimmten Wert zu
halten, derart, daß die Gießgeschwindigkeit aus der genann
ten Öffnung konstant gehalten wird und wobei Meßsignale
entsprechend der in dem Ofen enthaltenen Schmelzenmenge ge
bildet werden, von denen Stellsignale für die genannte Re
gelung der Druckgaszufuhr zur Vorratskammer gebildet wer
den, dadurch gekennzeichnet, daß
- a) die Meßsignale mit einem zeitlichen Abstand von 0,5 s bis 2 s gebildet und zur Erzeugung von der Änderungs geschwindigkeit der Schmelzenmenge im Ofen entsprechenden Signalen miteinander verglichen werden,
- b) die der Änderungsgeschwindigkeit entsprechenden Signale mit einem Bezugssignal zur Erzeugung eines einen Schmelzennachfüllvorgang anzeigenden Signales verglichen werden und
- c) der durch die geregelte Gaszufuhr in die Vorrats kammer erzeugte Druck in Abhängigkeit von dem den Nachfüll vorgang meldenden Signal zur Korrektur des Druckes in der Vorratskammer auf einen Wert entlastet wird, durch welchen eine konstante Pegelhöhe der Schmelze in der Gießkammer (4a) während des Nachfüllvorganges aufrechterhalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Druckentlastung in der Vorratskammer (2) im Zeitabstand
der Bildung der Meßsignale wiederholt wird.
3. Einrichtung zur Regelung der Gießgeschwindigkeit aus
einem Druckofen für Metallschmelzen, welche eine Vorrats
kammer (2) zur Aufnahme von Metallschmelze, einen Einlaßka
nal (3) zum Nachfüllen von Metallschmelze, der in die Vor
ratskammer einmündet, ferner einen Auslaßkanal (4), der mit
der Vorratskammer (2) Verbindung hat, weiter einen Raum (6)
oberhalb der Vorratskammer (2) zur Einstellung der Pegel
höhe der Metallschmelze in der Vorratskammer, fernerhin ei
ne Druckgasquelle (8) zur Zuführung von Druckgas zu dem
Raum oberhalb der Vorratskammer, weiterhin eine mit der
Druckgasquelle gekoppelte Regeleinrichtung (10) zur Regu
lierung der Druckgaszufuhr zu dem Raum oberhalb der Vor
ratskammer, sowie schließlich einen Gewicht-Meßwertgeber
(11) zur Erzeugung von Meßsignalen entsprechend der Schmel
zenmenge im Ofen enthält, gekennzeichnet durch Tastungs
schaltkreise (12), welche Signale des Gewicht-Meßwertgebers
(11) mit einem Tastungsintervall von 0,5 s bis 2 s aufneh
men und Signale entsprechend der Änderungsgeschwindigkeit
der Schmelzenmenge im Ofen erzeugen, ferner durch Einrich
tungen zur Erzeugung eines Bezugssignales entsprechend ei
ner maximalen Änderungsgeschwindigkeit der Füllhöhe der
Schmelzenmenge im Ofen und durch Vergleichseinrichtungen
(13), welche das Bezugssignal und die Signale entsprechend
der Änderungsgeschwindigkeit zuführbar sind und die Signale
zur Betätigung der Regeleinrichtung (10) erzeugen, so daß
auch bei dem Nachfüllen der Schmelze ein Schmelzenabguß mit
gleichbleibender bzw. gewünschter Geschwindigkeit erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
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