DE320628C - Verfahren zur Herstellung einer Gleitschutzmasse - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer GleitschutzmasseInfo
- Publication number
- DE320628C DE320628C DE1915320628D DE320628DD DE320628C DE 320628 C DE320628 C DE 320628C DE 1915320628 D DE1915320628 D DE 1915320628D DE 320628D D DE320628D D DE 320628DD DE 320628 C DE320628 C DE 320628C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- rubber
- mass
- hair
- production
- compound
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 title claims description 7
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 6
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 4
- 229920001971 elastomer Polymers 0.000 claims description 21
- 239000005060 rubber Substances 0.000 claims description 21
- 210000004209 hair Anatomy 0.000 claims description 19
- 241001465754 Metazoa Species 0.000 claims description 6
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 4
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 2
- 239000004636 vulcanized rubber Substances 0.000 description 2
- 241000283707 Capra Species 0.000 description 1
- NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N Sulfur Chemical compound [S] NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 1
- 150000007513 acids Chemical class 0.000 description 1
- 210000000078 claw Anatomy 0.000 description 1
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 1
- 239000000945 filler Substances 0.000 description 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 1
- 210000003284 horn Anatomy 0.000 description 1
- 239000004615 ingredient Substances 0.000 description 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 229910052717 sulfur Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011593 sulfur Substances 0.000 description 1
- 239000011800 void material Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
- C08L7/00—Compositions of natural rubber
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
- C08L89/00—Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
- C08L89/04—Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
- Reinforced Plastic Materials (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung einer Gleitschutzmasse. Die Erfindung betrifft eine Gleitschutzmasse aus Kautschuk oder Gummiersatzstoffen, welche zur Anfertigung von Gummireifen, Schuhsohlen, Absätzen, Treibriemen, Stockzwingen und anderen technischen Gegenständen dient, bei denen trotz starker Beanspruchung ein Gleiten möglichst vermieden werden soll. Man hat bereits der Gummimasse als Füllmittel tierische Produkte, wie Roßhaare, Schweinshaare, Borsten, Ziegenhaare, Klauen, Horn, Fischbein u. dgl., einverleibt, die Masse alsdann in bekannter Weise mit Schwefel versetzt und vulkanisiert, um ein Produkt zu erhalten, das gegen Reibung widerstandsfähiger als reiner vulkanisierter Gummi ist. Mischt man Gummi mit Roßhaaren ü. dgl., so erhält man eine Masse, welche gleichsam wie ein Netzwerk mit Haaren durchzogen ist. Die Gummimasse wird dadurch verstärkt und widerstandsfähiger; auch wird dadurch ihre Gleitfähigkeit etwas verringert, immerhin ist ihr Wert als Gleitschutzmasse unbedeutend, da die Oberfläche nur ein geringes Maß von Rauhigkeit besitzt, das überdies stetig abnimmt.
- Es wurde nun gefunden, daß man gegenüber diesen bekannten Gummimassen eine geradezu erstaunliche Steigerung der Gleitschutzwirkung erzielt, wenn man Haare tierischen Ursprungs, insbesondere Roßhaare, so weit zerkleinert, daß möglichst viele Spitzen entstehen, welche die Rauhigkeit bzw. Reibungsfläche der Masse entsprechend erhöhen. Die Erfindung besteht also darin, zur Herstellung einer vulkanisierten Gummimasse aus Gummi und tierischen Haaren die letzteren so weit zu zerschneiden, daß die einzelnen Fasern eine Länge von nur etwa 3 bis q. mm haben. Solch kleingeschnittene Roßhaarfasern haben den großen Vorteil; daß sie wenig spröde sind und daher nicht abbrechen und reißen. Gleichzeitig verhindern sie eine übermäßige Ausdehnung des Gummis, ohne- ihm seine Elastizität zu nehmen und verlängern daher seine Lebensdauer selbst bei großer Beanspruchung. Dazu kommt noch der sehr wichtige Umstand, daß, wenn bei Wagenreifen durch die Berührung der Gummimasse reit dem Boden und den dadurch ausgeübten Druck Haare aus der Gummimasse herausfallen, kleine Löcher oder Vertiefungen entstehen, die infolge des Entweichens der Luft und der dadurch gebildeten Luftleere sich noch fester an den Boden ansaugen und dem Gleiten entgegenwirken. Dies ist auch die Ursache, daß die Masse niemals glatt und schlüpfrig wird, sondern ihre raube Oberfläche unter allen Umständen beibehält. Hingegen ist dies bei Verwendung einer Gummimasse mit längeren Haarfasern nicht zu vermeiden. Lange Haare verteilen sich in der Gummimasse, indem sie sich der Länge nach legen, wogegen kurze Haare sich senkrecht stellen und so die reibende Wirkung erhöhen. Außerdem bilden kurze Haare unverhältnismäßig mehr Spitzen, als lange Haare und die Zahl der Spitzen ist hierbei die Hauptsache. Schließlich verursacht das Ausreißen von langen Haaren größere Hohlräume in der Gummimasse, was durchaus schädlich ist. Auch fand man, daß ein Gemisch von Gummi und langen Haaren allmählich eine glatte und teilweise polierte Oberfläche annimmt, so daß die Masse ihre gleitschützenden Eigenschaften verliert. Anderseits ist die Masse bei Verwendung ganz kurz geschnittener Haarfasern zur dauernden . Verwendung für Reifen von Kraftwägen oder Wagenrädern von erheblicher Bedeutung, weil.-durch 'ihre bürstenartige Beschaffenheit das Gleiten der Räder mit Sicherheit vermieden wird, ohne daß die Straßen und Wege durch die Nägel der bekannten armierten Räder beschädigt werden. Man kann auch über Eisflächen mit Reifen nach vorliegender Erfindung fahren und selbst unter solch ungünstigen .Verhältnissen den Gefahren des Gleitens entgehen.
- Da überdies die Masse sich nur wenig streckt, so kann sie an Stelle von Gummi zur Herstellung der Decken von Luftreifen, von Vollgummireifen und ähnlichen Gegenständen für Kraftwagen, Motorlastwagen, Motorräder und Fahrräder Verwendung finden. Indem das neue Erzeugnis eine genügende Elastizität mit geringerer Streckbarkeit als gewöhnlicher Gummi verbindet, werden bei Gummireifen die Stoffschichten, welche das innere Gerippe bilden, viel weniger beansprucht, und es ist sogar überflüssig, die Pneumatik mit innerer Stoffeinlage herzustellen.
- Die neue Masse kann außerdem mit Vorteil bei der Fabrikation von Treibriemen verwen ,det werden, da sie das Gleiten der Riemen auf der Oberfläche der Riemscheibe verhindert. Ebenso ist die Masse wegen ihrer Festigkeit für andere technische Artikel, wie Dichtungsringe für Dampf- und Wasserröhrenleitungen, für Flüssigkeiten usw., brauchbar und ganz allgemein für alle solche Artikel, bei welchen ein Widerstand gegen die Wirkung der Reibung, der Nässe, von Säuren, Flüssigkeiten oder Gasen Vorbedingung ist.
- Das Mischungsverhältnis der Bestandteile kann in großem Maße schwanken und richtet sich je nach dem Zwecke, für welchen das Erzeugnis bestimmt ist, ohne daß hierdurch das Wesen der Erfindung geändert wird.
- Zweckmäßig werden die tierischen Haare vor ihrer Verwendung in bekannter Weise entfettet.
Claims (2)
- hATENr-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung einer Gleitschutzmasse durch Vulkanisieren einer aus Gummi oder Gummiersatzstoffen, tierischen Haaren, insbesondere Roßhaaren, Schweinshaaren u. dgl., und Schwefel bestehenden Masse, dadurch gekennzeichnet, daß der Masse die Haare, Borsten o. dgl. in Form von etwa 3 bis q. mm langen Abschnitten zugesetzt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die tierischen Haare vor ihrer Verarbeitung entfettet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1253816A GB105026A (en) | 1916-09-05 | 1916-09-05 | A Rubber Composition and Process for the Manufacture thereof. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE320628C true DE320628C (de) | 1920-04-22 |
Family
ID=32248737
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1915320628D Expired DE320628C (de) | 1916-09-05 | 1915-03-26 | Verfahren zur Herstellung einer Gleitschutzmasse |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE320628C (de) |
| FR (1) | FR485560A (de) |
| GB (1) | GB105026A (de) |
| NL (1) | NL4163C (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0728807A1 (de) * | 1995-02-27 | 1996-08-28 | Semperit Reifen Aktiengesellschaft | Kautschukmischung |
-
0
- NL NL4163D patent/NL4163C/xx active
-
1915
- 1915-03-26 DE DE1915320628D patent/DE320628C/de not_active Expired
-
1916
- 1916-07-21 FR FR485560D patent/FR485560A/fr not_active Expired
- 1916-09-05 GB GB1253816A patent/GB105026A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR485560A (fr) | 1918-01-23 |
| NL4163C (de) | |
| GB105026A (en) | 1917-03-29 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2447614C2 (de) | Vulkanisierbare Kautschukmischungen für Reifen-Laufflächen | |
| EP0795582B1 (de) | Kautschukmischung für Reifen | |
| DE1480981A1 (de) | Fahrzeugluftreifen | |
| DE2617679A1 (de) | Verbesserungen an verstaerkten elastomeren gegenstaenden | |
| EP0186725B1 (de) | Formteil aus PVC | |
| DE320628C (de) | Verfahren zur Herstellung einer Gleitschutzmasse | |
| DE1959194A1 (de) | Luftreifen | |
| DE19704464A1 (de) | Kautschukmischung für Reifenlaufstreifen | |
| US1553438A (en) | Resilient composition | |
| DE565113C (de) | Verfahren zur Vergroesserung der Gleitsicherheit von Radbereifungen | |
| DE1470887B2 (de) | Verfahren zur herstellung von fahrzeugreifen, sowie zur laufflaechenerneuerung von fahrzeugreifen | |
| DE2700965C2 (de) | ||
| DE612697C (de) | Verfahren zur Herstellung von gleitsicherem Kautschuk | |
| US1230597A (en) | Non-skid composition of caoutchouc or rubber and the like. | |
| DE801120C (de) | Luftbereifung | |
| DE19943662A1 (de) | Kautschukmischung für Laufstreifen von Fahrzeugreifen | |
| DE1238433B (de) | Verfahren zum festhaftenden Aufbringen von kautschukartigen Stoffen auf mit Phenolformaldehydharzen oder Polyisocyanaten vorbehandelte natuerliche oder synthetische Fasern | |
| DE563530C (de) | Laufflaeche von Gummireifen fuer Kraftfahrzeuge u. dgl. | |
| DE672966C (de) | Verfahren zur Herstellung von hochelastischen Polsterkoerpern, Matten o. dgl. | |
| DE4234679A1 (de) | Leder, insbesondere solches mit rauher Oberfläche, und Verfahren zum Veredeln von Leder | |
| US1765553A (en) | Process of treating belt leather | |
| DE584605C (de) | Lederersatz sowie Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE551991C (de) | Verfahren zur Verbesserung der Alterungseigenschaften von vulkanisiertem Kautschuk | |
| AT55083B (de) | Verfahren zur Herstellung eines biegsamen Materials aus Kautschuk oder dgl. und Faserstoffen. | |
| DE332117C (de) | Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln |