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Vorrichtung zur elektromagnetischen Kraftübertragung. Die Erfindung
bezieht sich auf Vorrichtungen zur elektromechanischen Kraftübertragung der in dem
Patent 23$62g beschriebenen Art, gemäß welcher eine Treibmaschine und zwei dynamoelektrische
Maschinen, von denen die eine mit der anzutreibenden Welle verbunden ist, durch
ein Ausgleichgetriebe verbunden sind. Derartige Vorrichtungen bedingen die Benutzung.
zweier Kupplungen, von denen die eine die anzutreibende Welle und mithin ebenfalls
ihre dynamoelektrischeMaschine zwecks leichten Laufes und beim Anlassen und Rückwärtslaufen
abkuppelt, während- die andere dazu dient, bei größter Geschwindigkeit oder beim
Anlassen oder Umkehren das Auslaßgetriebe zu sperren. Nun ist es zweckmäßig, besonders
wenn die Vorrichtung im Verein mit Fahrzeugen benutzt wird, beide Kupplungen durch
einen einzigen Fußhebel zu bewegen. , Gemäß der Erfindung sind daher die Reibungskupplungen
mit einem Fußhebel derart verbunden, daß beide durch Niederdrücken des Fußhebels
ausgerückt werden. Da jede der Kupplungen zeitweilig in der Arbeitsstellung sich
befinden muß, während die andere ausgerückt ist, sind Mittel vorgesehen, um das
Einrücken der Kupplungen im ungeeigneten Augenblick zu verhindern. Wie aus der Beschreibung
der oben erwähnten Patentschrift zu entnehmen ist, sollen die Kupplungen jeweilig
nur dann eingerückt sein, wenn die betreffende elektrische Steuervorrichtung sich
in bestimmten Lagen befindet. Es sind daher an der Steuervorrichtung Einrichtungen
vorgesehen, die das Einrücken der Kupplungen vermeiden, ausgenommen, wenn die Steuervorrichtung
sich in denjenigen Stellungen befindet, in denen das Einrücken zulässig ist.
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Auf der Zeichnung ist in Fig. i schematisch das Element einer elektromechanischen
Übertragungsvorrichtung, auf welche die Erfindung anwendbar ist, dargestellt, während
Fig. 2 schematisch die Verbindung der Kupplungen zeigt.
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In Fig. i ist -die von einer Treibmaschine getriebene, von einer Hülse
2 umgebene Welle mit i bezeichnet. Die Hülse 2 trägt den Anker 3 einer dynamoelektrischen
Maschine, deren Feldwicklung bei q. angedeutet ist. An dem rechten Ende der Welle
i ist. der Träger 5 des Planetenrades eines Umlaufrädergetriebes befestigt, vermittels
dessen sie sowohl mit der Hülse 2 als auch mit der Welle 6 verbunden ist. Das Getriebe
besteht. in bekannter Weise aus von dem Teil 5 getragenen. und mit Sonnenrädern
g und io auf der Hülse 2 bzw. auf der Welle 6 kämmenden Planetenrädern 7 bzw. B.
Die angetriebene Welle ist mit ii bezeichnet und trägt den Anker 12 einer dynamoelektrischen
Maschine, deren Feldwicklung bei 13 angedeutet ist. Die Kupplungen der Vorrichtung
gemäß der Erfindung sind erstens eine-Reibungskupplung 1q., durch welche die Welle
i mit der Hülse 2 verbunden und das Umlaufrädergetriebe
gesperrt
wird, so daß es unwirksam wird, und zweitens eine Reibungskupplung 15, vermöge welcher
die anzutreibende Welle ii mit der Welle 6 und dem übrigen Teil der Vorrichtung
verbunden _oder von derselben gelöst werden kann.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung besteht, wie aus oben genannter
Patentschrift hervorgeht, darin, daß die Maschine 3, 4, die elektrisch mit der Maschine
12, 13 verbunden ist, erst als Generator und später als Motor getrieben wird, wobei
die einzelnen Teile schließlich gleiche Geschwindigkeit erhalten, in welchem Augenblick
die Kupplung 14 eingerückt werden kann, so daß das Getriebe gesperrt wird, und d=e
Kraftübertragung auf rein mechanischem Wege erfolgt. Die Kupplung rq. wird ebenfalls
beim Anlassen - der Treibmaschine mit Hilfe der elektrischen Maschine 3, 4 und bei
Rückwärtsfahrt des Fahrzeuges mit Hilfe der als Generator getriebenen und die Maschine
12, 13 rein elektrisch als einen Motor bewegenden Maschine 3, 4 eingerückt. Die
Kupplung 15 andererseits ist dauernd eingerückt zu halten mit Ausnahme der Zeiten,
wo man das Fahrzeug frei laufen, anlassen oder rückwärts laufen läßt. Die Kupplungen
werden mittels eines einzigen in Fig.2 schematisch dargestellten Fußhebels aa ausgerückt.
Dieser wirkt durch eine Stiftführung auf die=beiden Kupplungen de -art, daß die
eine außer Eingriff bleibt, während die andere eingerückt werden kann. Damit die
Kupp'ungen unte - der Einwirkung ihrer eibenen Federn sich nicht selbst in ungeeigneten
Zeitpunkten einrücken, sind sie mit der elektrischen Steuervorrichtung derart verbunden,
Saß sie unabhängig von dem Fußhebel so. lange außer Eingriff gehalten weiden, als
sie nic:-.t eingerückt werden sollen. Gemäß der schematischen Darstellung in Fig.
2 sind die Kupplungen du ch Gelenke und Hebel 'an einen Winkelhebel 23 bzw. 43_
angeschlossen. Letztere sind in der Nähe der Scheiben 24, 25, die auf der Welle
der elektrischen Steuervo-richtung sitzen, drehbar angeordnet. Die S(heiben besitzen
Vorsprünge 26, die bei D. ehung der Steuervorrichtung mit den Hebeln 23, 43 in Eingriff
kommen und dann das Einrücken der betreffenden Kupplungen verhindern. Es ist nicht
notwendig, daß du @ch die bloße Drehung der Steuervorrichtung die Kupplungen ausgerückt
werden, obwohl der mit dem Winkelhebel 23 zusammenarbeitende Vorsprung 26 auf der
Zeichnung so dargestellt ist, daß dies möglich ist. Infolge der- Verbindung der
Kupplungen mit der Steuervorrichtung kann man das Fahrzeug leicht dadurch rückwärts
laufen lassen, daß man die Steuervorrichtung auf »Rückwärts « einstellt und das
Ausgleichgetriebe mittels der Kupplung 14 so lange feststellt, als es erforderlich
ist.