DE3149503C2 - Verfahren zur Herstellung eines endlosen Druckbandes für eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Pressen und Dekatieren von Geweben, Gewirken u.dgl. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines endlosen Druckbandes für eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Pressen und Dekatieren von Geweben, Gewirken u.dgl.Info
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines endlosen Druckbandes für eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Pressen und Dekatieren von Geweben, Gewirken u.dgl., wobei zumindest auf die eine Seite eines aus aromatischen Polyamidfasern bestehenden, endlosen Gewebes eine oder mehrere unvulkanisierte Gummi- oder Kautschukschichten bei Raumtemperatur aufgepreßt werden und das auf diese Weise hergestellte Gebilde unter betriebsüblicher Längsspannung durch Anlage gegen eine beheizte, spiegelblanke Fläche mehrere Stunden lang vulkanisiert wird. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren dieser Art aufzuzeigen, mit welchem unter Vermeidung von Kerbwirkungen die Lebensdauer derartiger Bänder auf ein Maximum gesteigert werden kann. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Polyamidfasern vor der Verarbeitung zu dem Gewebe mit einer gummi- oder kautschukfreundlichen Schicht umgeben werden. Zweckmäßig ist als gummi- oder kautschukfreundliche Schicht zumindest ein Polyesterfaden vorgesehen, welcher um eine jede Polyamidfaser herumgewickelt wird. Dabei werden vorteilhaft als Polyamidfasern Aramidfasern verwendet. Man kann aber auch als Polyamidfasern Kevlarfasern verwenden.
Description
a) Es muß bei außerordentlich hohen Zugkräften in der Größenordnung von etwa 150 kg/cm und mehr
eine vergleichsweise geringe Dehnung aufweisen, in Querrichtung also weitgehend stabil sein.
b) Es muß in der Lage sein, hohe Zugkräfte aufzunhemen.
c) Es muß auch bei hohen Zugkräften und Temperaturen oberflächenstabil sein.
Die Forderung nach weitgehender Querstabilität bei Zugkräften von etwa 150 kg/cm und mehr ergeben sich
aus der Erkenntnis, daß zur Vermeidung von Druckstellen in dem Gewebe, welches über das Druckband an den
Dekatierzylinder oder die Effektwalze angepreßt wird, die Breite des Druckbandes unter dieser Belastung nicht
mehr als 3% krumpfen darf. Würde sich das Druckband unter dem Einfluß der hohen Zugkräfte in Querrichtung
kontrahieren, dann wären Druckstellen in der Form von Längsstreifen im Gewebe unvermeidbar.
Die Forderung nach erhöhten Zugkräften in der Größenordnung von 150 kg/cm und mehr ist dadurch
bedingt, daß erst bei entsprechend hohen, über das Druckband auf das Gewebe ausgeübten Anpreßkräften
sowie bei Temperaturen im Bereich von 150 C — 170°C
der geforderte Warenausfail nach dem Dekatieren sichergestellt ist.
Schließlich ist die Forderung nach Oberflächenstabilität des Bandes insofern unabdingbar, als eine glatte
Bandoberfläche erst die Voraussetzung für eine markierungsfreie Ware ist. Die Erfahrung lehrt, daß sich
herkömmliche Bünder unter dem Einfluß erhöhter Zugkräfte eine wellenförmige bzw. eine sogenannte
»elefantenhautartige« Oberfläche erhalten, was mit der Forderung nach einer markierungsfreien Oberfläche
des zu behandelnden Gewebes unvereinbar ist. Selbst bei kleinen Längsfalten oder anderen Unebenheiten auf
dem Druckband entstehen bereits klar sichtbare Streifenmarkieriingen auf der Oberfläche des Dekatiergutes.
Fur die Problemlösung verwendete man bisher Druckbänder, die aus aromatischen Polyamidfasern
endlos hergestellt und im Anschluß an den endlosen Webprozeß einer synthetischen Faservlies-Benadelung
unterzogen werden (DE-OS 29 39 637). Diese Behandlung ist erforderlich, da zwischen dem aromatischen
Polyamid- Fasermaterial und dem Gummi nur ein mangelhafter Haftkontakt erzielt werden kann. Dieser
Benadelungsvorgang erreicht zumindest eine beschichtungsfreundliche
Oberfläche, schafft den Kontakt zum aufvulkanisierten Medium Gummi und sorgt für eine
einwandfreie Haftung. Als Material für die Oberflächenbehandlung eignet sich Polyester am besten. So konnte
das Haftproblem zum Gummi gelöst werden; indes stellen sich in der Praxis recht bald andere Unzuträglichkeiten
ein. Relativ kurze Lebensdauer sind die Folgen, und unter Belastung tritt nach 400 oder
500 Betriebsstunden der Bruch des Druckbandes ein. Untersuchungen zeigten dann, daß die Ursache für diese
Erscheinung in der Oberflächen-Benadelung zu suchen ist Der Nadelvorgang kann nämlich eine Beschädigung
auf den in Zugrichtung liegenden Polyamidfas', rn nicht
ganz ausschließen. Zumindest entstehen dabei Kerbwirkungen, welche die Belastbarkeit dieser relativ spröden,
aber hochfesten Spezialfaser beachtlich herabsetzen. Die so mehr oder minder eingebrachten Kerbfaktoren
bestimmen damit die Lebensdauer eines solchen Druckbandes in erhöhtem Maße.
Hier setzt der Erfindungsgedanke ein. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren dieser Art
aufzuzeigen, mit welchem unter Vermeidung von Kerbwirkungen die Lebensdauer derartiger Bänder auf
ein Maximum gesteigert werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zumindest eine Polyesterfaser um jede Polyamidfaser
vor deren Verarbeitung zu dem Gewebe herumgewickelt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Druckbändern ist nachstehend anhand der Zeichnung
noch 'twas näher veranschaulicht. In der Zeichnung zeigt in rein schematischer Weise
Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch das nach der
erfindungsgemäßen Methode hergestellte Druckband,
F i g. 2 eine isometrische Darstellung in vergrößertem Maßstab einer Polyamidfaser, welche mit einer gummi-
oder kautschukfreundlichen Schicht UKigeben ist.
Fig. 3 eine schematische Darstellung der Preß- und Vulkanisiervorrichtung.
Mit 1 ist das Druckband bezeichnet, welches aus
einem aus aromatischen Polyamidfasern 2 bestehenden endlosen Gewebe als Trägerelement aufgebaut ist Auf
zumindest einer Seite des endlosen Gewebes werden eine oder mehrere unvulkanisierte Gummi- oder
Kautschukschichten 3 bei Raumtemperatur aufgepreßt Die Polyamidfasern 2 werden vor der Verarbeitung
zu dem Gewebe mit einer gummi- oder kautschukfreundlichen Schicht umgeben. Zweckmäßig werden die
Polyamidfasern 2 mit einer Polyesterfaser 4 umwickelt wobei — wie die F i g. 2 der Zeichnung zeigt — diese
Polyesterfasern 4 eng nebeneinanclerliegen.
Als Polyamidfasern 2 werden zweckmäßig Aramidfasern verwendet Man kann aber auch Kevlarfasem
einsetzen.
Das aus dem Gewebe und den Gummi- oder Kautschukschichten 3 bestehende Gebilde wird unter
betriebsüblicher Längsspannung durch Anlage gegen eine beheizte, spiegelblanke Fläche mehrere Stunden
lang vulkanisiert. Das Pressen und Vu^anisieren erfolgt dabei mit Hilfe einer Preß- und Vulkanisiervorrichtung,
welche in F i g. 3 der Zeichnung schematisch dargestellt ist. Das endlose Gewebe wird mit Hilfe der Spannwalze
5 auf Zug belastet, so daß am spiegelblanken Umfang der Vulkanisiertrommel 6 (Effektwalze) ein radial
wirkender Flächendruck entsteht.
Die Antriebswalze 7 sorgt für den Umlauf des mit einer oder mehreren Gummi- oder Kzutschukschichten
3 versehenen Gewebes und damit auch tür den Umlauf der Walzen 5,9.
Die Gummi- oder Kautschukschichten 3 werden von der Rolle 8 in voller Breite abgewickelt und faltenfrei
unter Anpreßdruck — zunächst bei Raumtemperatur — auf das Gewebe aufgepreßt. Dabei werden mehrere
Schichten 4 übereinander gewickelt, so daß auf diese Weise das Gewebe in der gesamten Umfangslänge
belegt wird. Anschließend daran werden die Vulkanisiertrommel 6 (Effektwalze) und die Umlenkwalze^ auf
etwa 160° C aufgeheizt.
Nachdem die Antriebswalze 7 auf Kriechgang-Geschwindigkeit
geschaltet wurde, setzt der Vulkanisiervorgang ein. Dieser dauert mehrere Stunden und führt
unter der Betriebsbelastung bei Zug- und Biege-.vechsellast
zu einem innigen Verbund der das Druckband 1 bildenden Teile.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung eines endlosen Druckbandes für eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Pressen und Dekatieren von Geweben, Gewirken u. dgL, wobei zumindest auf die eine Seite eines aus aromatischen Polyamidfasern bestehenden, endlosen Gewebes eine oder mehrere unvulkanisierte Gummi- oder Kautschukschichten bei Raumtemperatur aufgepreßt werden und das auf diese Weise hergestellte Gebilde unter betriebsüblicher Längsspannung durch Anlage gegen eine beheizte, spiegelblanke Fläche mehrere Stunden lang vulkanisiert wird und zum Erzielen einer beschichtungsfreundlichen Oberfläche synthetische Fasern mit den Polyamidfasern verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Polyesterfaser (4) um jede Polyamidfaser (2) vor deren Verarbeitung zum dem Gewebe herumgewickelt wird.Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines endlosen Druckbandes für eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Pressen und Dekatieren von Geweben, Gewirken u. dgl, wobei zumindest auf die eine Seite eines aus aromatischen Polyamidfasern bestehenden, endlosen Gewebes eine oder mehrere unvulkanisierte Gummi- oder Kautschukschichten bei Raumtemperatur aufgepreßt werden und das auf diese Weise hergestellte Gebilde unter betriebsübler Längsspannung durch Anlage gegen eine beheizte, spiegelblanke Fläche mehrere Stunden Liig vulkanisiert wird und zum Erzielen einer beschichtungsfreundlichen Oberfläche synthetische Fasern mit den Polyamidfasern verbunden werden. Derartige, unter Längszug stehende Druckbänder werden um mehrere beheizte und auch unbeheizte Umlenkwalzen und um eine beheizte Effektwalze herumgeschlungen und üben auf die zu behandelnde Ware unmittelbar einen Druck aus. Außer den Belastungen auf Zug treten bei derartigen Druckbändern Biegewechsel-Beanspruchungen auf. welche durch die ständigen Wechselwirkungen zwisehen konkaver und konvexer Krümmung im Bereich der Umlenkwalzen hervorgerufen werden. Diese Druckbänder, welche sehr widerstandsfähig sein müssen, werden als druckgebende Elemente eingesetzt, welche die zu behandelnde Ware mit steuerbarem so Flächendruck gegen eine Effektwalze anpressen. Dabei können Flächendruckwerte bis zu 5.0kg/cn' ·. rforderlich werden, um den geforderten Preßeffekt in oer Ware zu verwirklichen. Druckband und Effektw.ii/< nüssen dabei bis auf 120 bzw. 1600C beheizt s-m Eine Antriebswalze sorgt dabei für den Umlauf civs .'ivJlosen Druckbandes, wobei der Flächendruck iir er eine hydraulisch angestellte Spannwalze erzielt w-d Diese Preß- und Dekatiervorrichtung ist den b< kannten Muldenpressen insofern weit überlegen, als durch den synchronen Umlauf aller Walzen keinerlei Dehnungen beim Pressen in der Ware zu verzeichnen sind. Außerdem steht eine etwa I6fache Preßfliiche zur Verfügung, wodurch auch die Einwirkzeit von Flächendruck, Temperatur und Feuchtigkeit um das löfache größer ist als beim Preßvorgang auf einer Muldenpresse.Wenn eine besonders intensive Fixierung gefordert wird, muß auch genügend Feuchtigkeit beim Preßvorgang zur Verfügung stehen. Diese Forderung läßt sich durch die Anordnung einer Dämpfzone oder einer Minimal-Auftragsvorrichtung in unmittelbarer Nähe vor dem Preßwerk realisieren.Im Bereich der Flächendruckzone auf dem Umfang der Effektwalze erfolgt nun die Fixierung und Stabilisierung der Ware.Der Einsatz von Chemikalien kann die Fixif -wirkung verstärken.Damit nun die eingebrachte Feuchtigkeit (Chemikalie) auch unter der Temperaturbelastung beim Pressen erhalten bleibt, muß das Druckband undurchlässig sein. Der Verdampfungspruzeß wird dann durch das undurchlässige Druckband unterbunden, wodurch ein echter Schwitzprozeß in der Ware entsteht. Da die Temperaturen der Effektwalze fixierende Wirkungen in der Ware auslösen, wird im Gegensatz zur bekannten Spanpressenbehandlung ein fixierender Schwitzprozeß erreicht. Praktische Versuche haben gezeigt, daß besonders im oberen Druckbereich und bei Temperaturen von 1300C Wareneffekte erzielt werden können, die zur Zeit nur von einer Kesseldekatur unter maximaler Druckanwendung erbracht werden können.An die Ausführung eines geeigneten Druckbandes zur Durchführung der beschriebenen dehnungsfreien Fixier- und Preßbehandlung werden somit folgende, gezielte Forderungen gestellt:
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