DE3142012C2 - Verfahren zur Entgasung und gleichzeitigen Entwässerung eines elektrischen Isolieröls - Google Patents
Verfahren zur Entgasung und gleichzeitigen Entwässerung eines elektrischen IsolierölsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entgasung und
gleichzeitigen Entwässerung eines elektrischen Isolieröls
unter verringertem Druck in einem Entgasungsturm, enthaltend
im Abstand von dessen Innenwandung eine mit Füllkörpern
gepackte Schicht. Ein solches Isolieröl kann in elektrischen
Vorrichtungen, wie Kondensatoren, Transformatoren und Kabeln,
verwendet werden.
Im allgemeinen enthalten frische elektrische Isolieröle
Fremdmaterialien, wie Wasser und Luft oder andere Gase, die
darin gelöst sind. Es ist daher notwendig, diese
Fremdmaterialien aus den frischen Isolierölen vor deren
Anwendung sorgfältig zu entfernen, insbesondere in
Kondensatoren oder Kabeln. Falls ein frisches Isolieröl,
das derartige Fremdmaterialien enthält, in elektrische
Vorrichtungen imprägniert wird, können in dem Imprägnieröl
Leerstellen entstehen, wodurch bei Anwendung von Elektrizität
auf die elektrischen Vorrichtungen das Potential um die
Leerstellen konzentriert wird und ein dielektrischer
Zusammenbruch entstehen kann. Insbesondere wurde aus
wirtschaftlichen Gesichtspunkten wegen der Verbesserung
der Leistungsfähigkeit und der Verkleinerung der Vorrichtungen
übliches Isolationspapier als isolierendes Material oder
dielektrisches Material in mit Öl imprägnierten elektrischen
Vorrichtungen ersetzt durch Kunststoffolien bzw. -filme,
während gleichzeitig hochleistungsfähige synthetische
Isolieröle entwickelt und aus Petroleum erzeugt wurden.
Die Kunststoffilme, die als Isoliermaterial verwendet werden,
können den Gradienten des Potentials steigern. Selbst wenn
geringere Leerstellen als bisher in dem imprägnierten
Isolieröl erzeugt werden, kann deshalb ein elektrischer
Zusammenbruch durch eine Spannungskonzentration um die
Leerstellen auftreten. Daher bestand ein großes Bedürfnis
nach einem Verfahren zur Verhinderung der Leerstellenbildung
in dem imprägnierten Öl und nach einem Verfahren zur
Vorbehandlung von elektrischen Isolierölen, einschließlich
der Entfernung von Wasser daraus, bei der Herstellung von
mit Öl imprägnierten elektrischen Vorrichtungen.
Darüber hinaus sind trotz der Steigerung des Gradienten
des Potentials aromatische Isolieröle, die eine geringere
Gasmenge bei der Anwendung von Elektrizität ergeben, sowie
isolierende Öle mit hoher dielektrischer Konstante, wie
für Kondensatoren, erwünscht. Insbesondere umfassen
elektrische Isolieröle, die beispielsweise in Kondensatoren
verwendet werden, Isolieröle, die Verbindungen mit großen
Anteilen an aromatischen Ringen aufweisen, wie
Phenylxylylethan, Alkylnaphthaline und Isopropylbiphenyl,
sowie aromatische Ester, wie BNC (Benzylneocaprat), TCP
(Tricresylphosphat) und chlorierter Diphenylether.
Jedoch weisen diese synthetischen Isolieröle im Vergleich
mit üblichen Isolierölen, wie Mineralölen und Polybuten,
eine starke Affinität für Wasser auf und absorbieren
100 bis mehrere hundert ppm Wasser während eines kurzen
Zeitraums, wenn sie an der Luft belassen werden, wodurch
sie nicht leicht zu entwässern sind.
Darüber hinaus umfassen übliche Verfahren zum Entgasen
der elektrischen Isolieröle das Aufteilen des Öls in
einem Vakuum von 13,3 bis 1,3 Pa in sehr feine Teilchen,
oder die Bildung von dünnen Filmen daraus, um die spezifische
Oberfläche des Öls zu erhöhen und dessen Volumen zu
verringern, um die spezifische Oberfläche des Öls zur
Entgasung oder Verdampfung von Wasser und Gasen daraus
zu vergrößern und den Diffusionsabstand des Wassers und der
Gase in dem Öl zu verringern, wodurch die Wirksamkeit der
Entgasung erhöht wird. Beispielsweise wird bei einem üblichen
Verfahren zum Entgasen eines elektrisch isolierenden Öls
das Isolieröl durch eine Düse gesprüht, die am oberen Teil im
Inneren eines Behälters mit verringertem Druck (evakuierte
Luft) ausgebildet ist, zur Bildung sehr feiner Teilchen.
Jedoch ist dieses Verfahren nachteilig, da die zur Entgasung
verfügbare Zeit zu kurz ist, um ein sorgfältiges Entgasen
zu bewirken. Selbst wenn die sehr feinen Ölteilchen in der
evakuierten Atmosphäre während langer Zeit gehalten werden,
um die Ölteilchen sorgfältig zu trocknen, unter Anwendung
der Kraft eines in Aufwärtsrichtung geblasenen
Trocknungsgases, wie im Falle eines Sprühtrockners für
pulverförmiges Material, ist dieser Versuch nicht
zufriedenstellend wegen der Unterdruckatmosphäre in dem
Behälter oder der Trocknungsvorrichtung.
Das Entgasungsverfahren unter Bildung dünner Ölfilme zur
Erleichterung der Entgasung wurde allein oder in Kombination
mit der genannten Sprühmethode durchgeführt.
Eine Form der Entgasung besteht in einem Verfahren, bei dem
ein elektrisches Isolieröl auf mehreren leicht geneigten Böden
fließt, die so angeordnet sind, daß das Öl von dem obersten
Boden in Abwärtsrichtung zu dem untersten hin fließt, unter
Bildung dünner Ölfilme zur Entgasung des Öls während dessen
Strömung über alle Böden. Bei einem solchen Verfahren wird
jedoch kein gleichmäßig dünner Ölfilm gebildet, wodurch eine
nicht zufriedenstellende Entgasung erfolgt, wenn die Böden
keine sorgfältig glatte und flache Oberfläche aufweisen und in
korrekter Weise nur schräg in der Richtung, in der das Öl
fließt, gehalten werden. Ein dünner Ölfilm muß flach und
einige µm dick sein, um eine verstärkte Verdampfungsfläche
für das Öl und einen verkürzten Diffusionsweg für die zu
entgasenden Gase zu erzielen. Dies ist jedoch sehr schwierig
vom Gesichtspunkt der Herstellung der zu verwendenden
Ausrüstung durchzuführen. Die Ausrüstung kann vom mobilen oder
feststehenden Typ sein, und selbst eine Ausrüstung vom
feststehenden Typ ist in einigen Fällen so hergestellt, daß
sie aus Bestandteilen trennbarer Einheiten besteht, derart,
daß diese Einheiten zur Reinigung je nach Bedarf voneinander
gelöst werden können. Aus der Struktur der Ausrüstung vom
Bodentyp ist ersichtlich, daß es mit dieser Vorrichtung nicht
möglich ist, das Öl in großer Menge während eines
vorbestimmten Zeitraums strömen zu lassen, wodurch die Menge
des zu behandelnden Öls begrenzt ist.
Eine andere Form der Entgasung mittels dünner Ölfilme ist
ein Verfahren unter Anwendung eines Entgasungsturmes. Der
Entgasungsturm weist eine Sprühvorrichtung oder einen
Verteiler auf, der an dem oberen Ende innerhalb des Turmes
vorgesehen ist und dazu verwendet wird, das Öl wie eine Dusche
unter verringertem Druck zu sprühen. Der Turm enthält eine
gepackte Schicht unterhalb der Sprühvorrichtung oder des
Verteilers. Die Schicht ist mit kugelartigen bzw.
perlenartigen Körpern, Raschig-Ringen mit einer größeren
spezifischen Oberfläche, federartigen Heli-Füllkörpern,
Sattelringen, die aus einem Drahtnetz hergestellt sind,
Spiralenringen, Stedman-Füllkörpern, MacMahon-Füllkörpern,
oder Octa-Füllkörpern gepackt. Diese Füllkörper weisen jeweils
einige Millimeter bis einige Zentimeter Durchmesser auf, und
die gepackten Schichten können Höhen von einigen zehn
Zentimetern bis ein bis zwei Metern aufweisen. Da das
Verfahren vom Füllkörpertyp im Vergleich mit dem vorstehend
erwähnten Verfahren vom Bodentyp trotz einer einfachen
Ausrüstung leicht entgasen kann und Öl in großen Mengen
während eines bestimmten Zeitraumes behandeln kann,
ist dieses Verfahren vorteilhaft.
Jedoch liegen die Betrachtungen zur Erzielung einer hohen
Entgasungs-Leistungsfähigkeit dieses Verfahrens nicht nur
in der Auswahl wirksamer Füllkörper, sondern auch in der
Auswahl einer geeigneten Druckverteilung oder eines geeigneten
Druckunterschieds (P). Insbesondere werden vergleichsweise
dichte Füllkörper, die jeweils eine spezifische Oberfläche
von 200 m²/m³ oder größer aufweisen, gewählt, um eine große
spezifische Oberfläche zu erzielen. In diesem Falle ist
ΔP gewöhnlich groß, wodurch ein vorbestimmtes Vakuum
nicht erzielt wird, was zu einer unzureichenden Entgasung
führt. Andererseits führt die Verwendung von vergleichsweise
groben Füllkörpern, jeweils mit einer spezifischen Oberfläche
von kleiner als 200 m²/m³, in großen Mengen zu einer großen
spezifischen Oberfläche zur Bildung einer sehr hochgepackten
Schicht und zu einem großen ΔP. Wird in diesem Falle eine
gepackte Schicht geringer Höhe verwendet, wird eine
unzureichende spezifische Oberfläche erzielt mit dem Ergebnis
einer nicht zufriedenstellenden Entgasung. Nach allem ist es
wichtig, bei dem Verfahren vom Füllkörpertyp die gesamte
spezifische Oberfläche der Füllkörper und ΔP aufeinander
abzustimmen.
Ein weiterer Nachteil des Füllkörperverfahrens liegt darin,
daß das isolierende Öl in den oberen Teil des Inneren
des Entgasungsturmes zu strömen beginnt und ein Teil des
Öls sehr schnell längs der inneren Wandung des Turmes nach
unten fließt. Somit ist die Verweilzeit dieses Ölanteils
sehr gering mit dem Ergebnis, daß dieser Anteil mit
geringster Wirkung entgast wird, wodurch die
Gesamt-Entgasungswirksamkeit für das Öl verringert wird.
Da die Verfahren vom Duschentyp, Bodentyp und gepackten Typ
zur Entgasung nicht völlig zufriedenstellend sind, wird
in der Praxis ein mehrstufiges Verfahren, bei dem die
verschiedenen Verfahren kombiniert werden, und ein
kompliziertes Verfahren, das das mehrfache Rückführen
eines zu entgasenden Isolieröls umfaßt, verwendet.
Darüber hinaus wird in solchen Fällen, bei denen das
Öl nicht durch ein derartiges Entgasungsverfahren
völlig entgast wird, ein zusätzliches Entgasen durchgeführt
unter Anwendung einer erhöhten Menge an Adsorbentien
bei der Ton- oder Aluminiumoxid-Behandlung zur Verbesserung
der elektrischen Eigenschaften oder ein Trocknungsmittel,
wie Aluminiumoxid oder ein Molekularsieb, wird für die
zusätzliche Entwässerung verwendet.
Bei diesen Verfahren erfordert der mehrstufige Typ
eine kostspielige Ausrüstung zur Entgasung im großen Maßstab,
das Rückführen erfordert eine Ausrüstung zur Entgasung
im großen Maßstab, wodurch der Betrieb kompliziert wird,
und die Anwendung von Trocknungsmitteln führt zu einer
Steigerung der Abfallmaterialien oder erfordert eine
komplizierte kostspielige und umfangreiche Ausrüstung
zur Regeneration der verwendeten Trocknungsmittel und
somit zu gesteigerten Betriebskosten. Diese Ausrüstungen
und zusätzlichen Erfordernisse sind ungünstig, jedoch
waren sie bisher als unvermeidlich gerechtfertigt, um
hochleistungsfähige elektrische Isolieröle zur Anwendung
bei der Herstellung von mit Öl imprägnierten elektrischen
Vorrichtungen zu erzielen.
Die DE-A-23 58 068 beschreibt eine Vorrichtung zur
Vakuumentgasung von elektrischen Isolierölen, bei der das
elektrische Isolieröl unter verringertem Druck in einen
Entgasungsturm abwärts strömt und die aus dem Isolieröl
freigesetzten Gase durch die perforierten Trennwände
der mittleren Kammer austreten.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein einfaches
und wirksames Verfahren zur Entgasung und gleichzeitigen
Entwässerung eines elektrischen Isolieröls zur Verfügung
zu stellen, das die Nachteile bekannter Verfahren, wie
ungleichmäßig dünne Ölfilme, geringe Verweil- bzw.
Entgasungszeit oder die aufwendige Bauweise bei mehrstufigen
Verfahren überwindet.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren der eingangs genannten
Art gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
- a) als Füllkörper Wellblech oder sich berührende gewellte Platten aus Metall oder synthetischem Material oder aus einem Material, das selbstbenetzend und von texturierter oder faseriger Natur ist, einsetzt,
- b) ein elektrisches Isolieröl einsetzt, das Verbindungen mit großen Anteilen an aromatischen Ringen enthält,
- c) die Gase nicht nur durch das obere und das untere Ende der gepackten Schicht, sondern auch durch deren Seitenwandungen austreten läßt und
- d) das Öl im wesentlichen ohne Kontakt mit der Innenwandung des Entgasungsturms abwärts strömen läßt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die mit Füllkörpern
gepackte Schicht in einem Entgasungsturm derart angeordnet,
daß sie abseits von der Innenwandung des Entgasungsturms
liegt, wobei die gepackte Schicht so aufgebaut ist, daß
Gase, die aus einem elektrischen Isolieröl freigesetzt
werden, nicht nur durch das obere und das untere Ende der
gepackten Schicht austreten, sondern auch durch deren Seite,
worauf das elektrische Isolieröl durch die gepackte Schicht
nach unten im wesentlichen ohne Kontakt mit der Innenwandung
des Entgasungsturms unter einem verringerten Druck fließen
kann.
Der verringerte Druck kann gewöhnlich 1,3 bis 1333 Pa,
vorzugsweise 13,3 bis 133 Pa, betragen. Vorzugsweise
wird das Verfahren bei einer erhöhten Temperatur, wie bis zu
100°C, vorzugsweise bis zu 80°C, durchgeführt. Die
gepackte Schicht mit den Füllkörpern liegt so in dem
Entgasungsturm, daß sie von dessen Innenwandung entfernt
ist. Es können zahlreiche Füllkörper verwendet werden,
die jeweils eine wesentlich geringere Größe als der
Durchmesser des Entgasungsturms aufweisen, um eine größere
spezifische Oberfläche der gepackten Schicht zu erzielen.
In diesem Fall befinden sich die Füllkörper in einem
geeigneten Behälter, wie einem Korb. Dieser geeignete
Behälter wird im Abstand von dem Entgasungsturm gehalten
unter Verwendung geeigneter Einrichtungen, wie einer
Klammer oder stützenden Füßen.
Wenn der Füllkörper große Abmessungen
aufweist, jedoch in dem Entgasungsturm ohne
Kontakt mit dessen Innenwandung eingebracht ist,
wird er in dem Entgasungsturm in der gleichen Weise wie
der Korb, der mit den Füllkörpern gepackt
ist, gehalten. Behälter, die wie der
Korb gewählt werden, sind solche, deren Seitenwandung
derart perforiert ist, daß die Gase, die von
dem Isolieröl freigesetzt werden, durch die Perforationen
der Seitenwandung hindurchtreten können, im Gegensatz
zu dem Weg der Strömung des Isolieröls. Sie sollten
daher aus porösen Rahmen, Drahtnetzen oder perforierten
Platten hergestellt sein. Falls ein Füllkörper
große Abmessungen aufweist, kann er als
solcher in den Turm eingesetzt werden und erfordert keinen
Korb, um darin aufgenommen
zu werden; der Füllkörper sollte darüber hinaus derart
beschaffen sein, daß Gase, die aus dem Isolieröl freigesetzt
werden, ebenfalls durch die Seite
austreten können, die der Innenwandung des Turmes gegenüberliegt,
unabhängig von dem Durchtritt längs des
Strömungswegs des Öls.
Erfindungsgemäß wird das Isolieröl im wesentlichen ohne
Kontakt mit der Innenwandung des Entgasungsturms entgast.
Dies wird erzielt dadurch, daß die Füllkörper
oder der Korb, der damit gepackt ist, mindestens 5 mm,
vorzugsweise mindestens 10 mm entfernt von der Innenwandung
des Entgasungsturms gehalten werden.
Erfindungsgemäß kommt die gepackte Schicht nicht in
Kontakt mit der Innenwandung des Entgasungsturmes,
und ein Gasweg ohne Auftreten von ΔP liegt längs der
Innenwandung des Turmes vor, wodurch keine Probleme bezüglich
ΔP, die für Entgasungstürme spezifisch sind,
auftreten. Das gesamte Innere des Turmes kann ein hohes
Vakuum erreichen, so daß ein sorgfältiges Entgasen möglich
wird, und ΔP wird nicht groß, selbst wenn große
Mengen an Füllkörpern verwendet werden, um große spezifische
Oberflächen zu erzielen. Fließt darüber hinaus
das elektrische Isolieröl abwärts durch die gepackte
Schicht, kommt es im wesentlichen nicht in
Kontakt mit der Innenwandung des Turms. Erfindungsgemäß
können auch Sprühvorrichtungen oder Verteiler verwendet
werden, sofern das gesprühte Öl nicht mit der
Innenwandung des Turms in Kontakt kommt.
Die Füllkörper
können jegliche beliebige
Struktur aufweisen; erfindungsgemäß können auch solche
verwendet werden, wie sie in Destillationstürmen eingesetzt
werden.
Die Anwendung von dichten Füllkörpern
mit einer großen spezifischen
Oberfläche führt im allgemeinen zu einer
Steigerung von ΔP.
So umfassen Füllkörper,
die erfindungsgemäß vorzugsweise verwendet werden
können, Sattelringe, Stedman-Füllkörper, MacMahon-Füllkörper,
Octa-Füllkörper und Heli-Füllkörper,
bei denen es sich jeweils um einen dichten
Füllkörper handelt, der aus Draht hergestellt ist.
Andere Füllmaterialien, die hier verwendet werden,
sind Panapak, Spraypak, Goodloe-Füllkörper,
Dixon-Ring, Beehive-Füllkörper,
Satt-Füllkörper. Die
besonders bevorzugten gepackten Gegenstände bzw. Füllkörper
umfassen Sulzer-Füllkörper,
die aus Wellblechen derart hergestellt
sind, daß sie sich in Kontakt miteinander befinden
und daß die Wellen benachbarter Bleche gegeneinander
und gegen die Achse des Turmes geneigt sind.
Derartige Füllkörper, deren Platten Öffnungen aufweisen,
um eine gewünschte Verteilung des gasförmigen Materials
über den Querschnitt der Füllkörper zu erzielen, sind
aus Metall oder aus synthetischem Material oder einem
Material, das selbstbenetzend und von texturierter oder
faseriger Natur ist.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist es
möglich, ein sorgfältiges
Entgasen elektrischer Isolieröle zu bewirken und sie
gleichzeitig sorgfältig zu entwässern.
Es ist möglich, das Isolieröl in großen Mengen pro Zeit-
bzw. Stundeneinheit im Vergleich mit dem Verfahren vom
Bodentyp zu behandeln, und es erfordert lediglich eine
einfache Ausrüstung und ist leicht durchzuführen.
Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung
der Erfindung, ebenso wie die beigefügte Figur, worin
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Beispiels einer
Entgasungseinrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens darstellt.
Fig. 2 stellt einen Längsschnitt durch ein Beispiel
einer gepackten Schicht, die Füllkörper textiler
Struktur enthält, dar, die erfindungsgemäß verwendet
werden; und
Fig. 3 ist ein Querschnitt längs der Linie A-A der
Fig. 2.
Wie in Fig. 1 gezeigt,
wurde jede der folgenden Arten von Füllkörpern
in einen zylindrischen Korb 3 (180 mm × 130 mm
Durchmesser) gepackt, der aus Drahtnetzen aus einem
Draht von 2,38 mm Durchmesser hergestellt
war. Der so gepackte Korb wurde anschließend in
einem Entgasungsturm 1 (250 mm Durchmesser × 700 mm Höhe)
derart aufgehängt, daß sich der Korb etwa in zentraler
Lage im Inneren des Turmes befand und keinen Kontakt
mit dessen Innenwandung aufwies. Der Turm war an seinem
oberen Ende mit einer Vakuumpumpe über eine Absaugleitung
6 verbunden, und anschließend wurde die Luft
evakuiert. Das Innere des Turmes wurde auf 60°C erwärmt,
worauf jeweils Phenylxylylethan (PXE), Dodecylbenzol
(DB) und ein Mineralöl (JIS Nr. 1 Öl, JIS C 2320) durch
ein Einströmungsrohr 2 zu dem gepackten
Korb eingeführt wurde und anschließend mit einer Strömungsgeschwindigkeit
von 100 l/h in Abwärtsrichtung in
den Korb strömengelassen wurde ohne mit der Innenwandung
des Turms in Kontakt zu kommen. Das Vakuum-Meßgerät
zeigte, daß der Druck im Turm 66,7 Pa betrug.
Darüber hinaus zeigen in der Fig. 1 die Ziffern
4 und 5 ein entgastes Öl bzw. das dafür vorgesehene
Abstromrohr. Die bei der Entgasung erzielten Ergebnisse
sind in der Tabelle I aufgeführt.
Verwendete Füllkörper:
Raschig-Ring
(A) 3 mm × 3 mm Durchmesser
(A) 3 mm × 3 mm Durchmesser
Helipack
(B) 3,5 mm × 3,5 mm Durchmesser Feder (Drahtdurchmesser 0,254 mm)
(B) 3,5 mm × 3,5 mm Durchmesser Feder (Drahtdurchmesser 0,254 mm)
Sulzerpack
(C) 180 mm Außendurchmesser × 108 mm Durchmesser (Drahtdurchmesser 0,15 mm)
(C) 180 mm Außendurchmesser × 108 mm Durchmesser (Drahtdurchmesser 0,15 mm)
Nur bei dem im Vergleichsversuch 2 verwendeten Füllkörper
handelte es sich um einen, dessen
Außendurchmesser so groß war, daß er in Kontakt mit der
Innenwandung des Entgasungsturmes kam.
Der Wassergehalt wurde unter Anwendung eines Wassermessers
vom elektrometrischen Titrationstyp
gemessen.
Die Verfahrensweise des Beispiels wurde wiederholt,
wobei jedoch die gleiche Menge an Füllkörper direkt
gepackt war und sich in dem Entgasungsturm derart befand,
daß sie in engen Kontakt mit der Innenwandung
kam. Das gleiche elektrische Isolieröl wurde wie eine
Dusche auf die Füllkörper gesprüht. Der Druck in dem
Turm wurde an der Stelle über der gepackten Schicht
gemessen. Er betrug 66,7 Pa,
was gleich dem Beispiel 1 war.
Die Verfahrensweise des Beispiels 1 wurde wiederholt,
wobei jedoch ein Korb verwendet wurde, der eine Seitenwandung
aufwies, die aus einer Stahlplatte und nicht
aus einem Maschendraht hergestellt war.
Die im Beispiel 1 und in den Vergleichsversuchen 1
und 2 erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle I aufgeführt.
Außerdem wurde das entgaste Öl, das im Beispiel 1 erhalten
wurde, durch Gaschromatographie am Auslaß des
Turms auf verbleibende gelöste Gase, wie Sauerstoff
und Stickstoff, gemäß ASTM D831 (Methode zur Messung
von in Isolieröl gelösten Gasen) gemessen, mit dem Ergebnis,
daß die Menge der verbleibenden Gase weniger
als 1 ppm betrug.
Claims (1)
- Verfahren zur Entgasung und gleichzeitigen Entwässerung eines elektrischen Isolieröls unter verringertem Druck in einem Entgasungsturm, enthaltend im Abstand von dessen Innenwandung eine mit Füllkörpern gepackte Schicht, dadurch gekennzeichnet, daß man
- a) als Füllkörper Wellblech oder sich berührende gewellte Platten aus Metall oder synthetischem Material oder aus einem Material, das selbstbenetzend und von texturierter oder faseriger Natur ist, einsetzt,
- b) ein elektrisches Isolieröl einsetzt, das Verbindungen mit großen Anteilen an aromatischen Ringen enthält,
- c) die Gase nicht nur durch das obere und das untere Ende der gepackten Schicht, sondern auch durch deren Seitenwandungen austreten läßt, und
- d) das Öl im wesentlichen ohne Kontakt mit der Innenwandung des Entgasungsturms abwärts strömen läßt.
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| JP14817680A JPS5772203A (en) | 1980-10-24 | 1980-10-24 | Method of degassing electrically insulating oil |
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Family Applications (1)
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