DE3136898C2 - Prüfeinrichtung zum Überprüfen von Leiterplatten - Google Patents
Prüfeinrichtung zum Überprüfen von LeiterplattenInfo
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Abstract
Eine Prüfeinrichtung weist eine Kontaktiereinrichtung auf, mittels der zu überprüfende Leiterplatten an Kontaktnadeln zum Kontaktieren angedrückt werden können. Dies erfolgt mittels einer die Leiterplatte beaufschlagenden Andruckplatte, die mit einer Hubeinrichtung verbunden ist. Diese Hubeinrichtung weist als Hubelemente wenigstens drei, vorzugsweise vier gemeinsam angetriebene Gewindespindeln, vorzugsweise Kugelroll- oder Kugelumlaufspindeln auf. Diese übernehmen gleichzeitig sowohl die Höhenverstellung als auch die Führung. Bei vorgegebenem Kontaktierhub läßt sich die Ausgangslage der Kontaktierbewegung verändern, indem der Antriebsmotor mittels einer Kupplung von dem gemeinsamen Antriebsorgan der Gewindespindeln getrennt und die Ausgangslage dann eingestellt wird. Dadurch lassen sich unterschiedlich dicke Leiterplatten ohne umständliche Umstellarbeiten prüfen.
Description
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Die Erfindung betrifft eine Prüfeinrichtung zum Überprüfen von Leiterplatten, mit einer Aufnahme für
die Leiterplatte sowie einem Kontaktnadelfeld, wobei Leiterplatte und Kontaktnadelfeld in Kontaktrichtung
relativ zueinander mittels eines Hubantriebes bewegbar sind.
Die Hubeinrichtung bereits bekannter Prüfautomaten (DE-PS 27 07 900) weist z.B. Hydraulikzylinder
oder aber Spindeln auf, wobei zur Vermeidung einer Kippbewegung einer Andruckplatte vergleichsweise
aufwendige und sehr genaue Führungen notwendig sind. Trotzdem ist dadurch nicht sichergestellt, daß die
Führung exakt parallel erfolgt. Dies kann unter Umständen zu einem Verschieben insbesondere Seitenverschieben
der Leiterplatte (Prüfling) und dadurch gegebenenfalls auch zu Fehlkontaktierungen führen. Weiterhin ist
nachteilig, daß der Aufbau einer solchen Hubeinrichtung vergleichsweise aufwendig ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, bei einer Prüfeinrichtung der eingangs erwähnten Art den Hubantrieb
zu vereinfachen und die Führungsgenauigkeit dabei zu verbessern. Außerdem soll die Möglichkeit gegeben
sein, daß der Arbeitshub in seiner Ausgangslage, insbesondere in Anpassung an unterschiedlich dicke
Leiterplatten, verschoben werden kann.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß der Hubantrieb als Hubelemente wenigstens drei gemeinsam
angetriebene Gewindespindeln aufweist
Die Gewindespindeln übernehmen dabei sowohl die Führung als auch die Hubfunktion, so daß insgesamt der
Hubantrieb vergleichsweise einfach im Aufbau ist Trotzdem ist eine präzise Hubführung gegeben.
Eine zweckmäßige Ausführungsform sieht vor, daß der Hubanirieb vier Gewindespindeln aufweist Dadurch
ist eine günstige Hub-Druckverteilung möglich, was insbesondere in Anbetracht der häufig erheblichen
Kontaktierdrücke vorteilhaft ist Vorteilhafterweise erfolgt der Antrieb der Gewindespindeln mittels eines gemeinsamen,
im wesentlichen schlupffreien Antriebsorganes, wie einer umlaufenden Kette oder eines Zahnriemen.
Dadurch erfolgt ein synchroner Antrieb aller Gewindespindeln, so daß dementsprechend auch beim Parallelhub
eine Andruckplatte od. dgL sichergestellt ist
Vorzugsweise dienen als Gewindespindeln Kugelrollspindeln
oder Kugelumlaufspindel«. Solche Spindeln weisen einen geringen Reibungswiderstand und dadurch
auch eine entsprechend geringere notwendige Antriebsleistung auf. Außerdem sind diese Spindeln besonders
präzise in der Führung.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß zwischen dem Antriebsmotor und dem umlaufenden Antriebsorgan
(z. B. Kette) eine Trennkupplung vorgesehen
ist und daß das Aatriebsorgan mit einem weiteren Antrieb verbindbar ist Nach dem Abtrennen des Antriebsmotors
mittels der Trennkupplung kann dadurch die Ausgangslage für den Arbeitshub verändert werden.
Dadurch ist in vorteilhafter Weise ohne zusätzliche Maßnahmen, wie z. B. Unterlegen von Zwischenplatten
u. dgl. eine einfache Anpassung an unterschiedlich dicke Leiterplatten u. dgl. möglich.
Zusätzliche Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Unteransprüchen aufgeführt Nachstehend
ist die Erfindung mit ihren wesentlichen Einzelheiten anhand der Zeichnung noch näher erläutert Es zeigt
zum Teil stärker schematisiert
F i g. 1 eine Vorderseitenansicht einer zum Teil aufgebrochen dargestellten Prüfeinrichtung sowie
F i g. 2 diese Prüfeinrichtung in Aufsicht und
F i g. 3 eine Prinzipdarstellung eines Teiles einer Prüfeinrichtung
mit Hubantrieb.
Eine Prüfeinrichtung 1 weist eine elektronische Durchschalteinrichtung 2 sowie eine im ganzen mit 3
bezeichnete Kontaktiereinrichtung auf, mittels der eine zu überprüfende Leiterplatte 4 (F i g. 3) kontaktiert werden
kann.
Die Kontaktiereinrichtung 3 weist eine Aufnahme 5 sowie ein Kontaktnadelfeld 6 auf. Die zu überprüfende
Leiterplatte 4 wird auf das Kontaktnadelfeld 6 aufgelegt. Dann wird sie mittels einer Andruckplatte 7 an das
Kontaktnadelfeld 6 in Kontaktrichtung angedrückt. Es ist dabei z. B. bei zweitausend gefederten Kontaktnadeln
18 ein Anpreßdruck von ca. 400 kp notwendig.
Die Andruckplatte 7 ist mit einem Hubantrieb 8 verbunden,
der als Hubelemente im Ausführungsbeispiel vier Gewindespindeln 9 aufweist. Diese Gewindespindeln
9 sind innerhalb des Prüfeinrichtungs-Gehäuses in vertikaler Lage gelagert. Die Spindelmuttern 11 stehen
mit der Andruckplatte 7 in Verbindung. Die Gewindespindeln 9 werden gemeinsam durch eine umlaufende
Kette 12 angetrieben. Als Antriebsmotor 13 kann ein pneumatischer Drehantrieb (gegebenenfalls auch ein
Schrittmotor) vorgesehen sein. Der pneumatische Drehantrieb hat den Vorteil einer vergleichsweise hohen
Drehmomentabgabe und ist robust im Aufbau,
praktisch wartungsfrei und darüber hinaus weist er auch im Stillstand eine Haltekraft auf. Bei Verwendung eines
Schrittmotors besteht die Möglichkeit, diesen über eine programmierbare Steuerung anzusteuern, so daß sowohl
der Arbeitshub als auch eine jeweils erwünschte Ausgangsstellung vorgebbar einprogrammierbar ist.
Als Gewindespindeln 9 werden bevorzugt Kugelrollspindeln oder Kugelumlaufspindeln eingesetzt, die einen
geringen Reibungswiderstand bei gleichzeitig präziser
Führung aufweisen. Da solche Spindeln häufig nicht selbsthemmend sind, ist es erforderlich, einen Antriebsmotor
mit entsprechender Haltekraft im Stillstand vorzusehen.
F i g. 3 läßt erkennen, daß zwischen dem Antriebsmotor
13 und der umlaufenden Kette 12 eine Trennkupplung 14 vorgesehen ist und daß die Kette 12 mit einem
weiteren Antrieb 15 verbunden bzw. verbindbar ist. Dadurch besteht die Möglichkeit, daß nach dem öffnen der
Trennkupplung 14 die Ausgangslage der Andruckplatte 7 mit Hilfe des Antriebes 15, der entweder von Hand
oder motorisch erfolgen kann, verstellt werden kann.
Dies ist zur Anpassung an unterschiedlich dick.; Leiterplatten
vorteilhaft Gegebenenfalls könnte zwischen dem weiteren Antrieb 15 und der Kette 12 eine Zusatztrennkupplung
16 angeordnet sein, die gegebenenfalls mit der anderen Trennkupplung 14 wechselweise betätigbar
ist. Dadurch wird beim Arbeitshub ein Mitdrehen des Antriebes 15 vermieden.
Durch den abkuppelbaren Antrieb läßt sich die Ausgangsstellung der Andruckplatte 7 verstellen, so daß
eine Anpassung an unterschiedlich dicke Leiterplatten-Prüflinge möglich ist Der Kontaktierhub ist auch bei
unterschiedlich dicken Leiterplatten im wesentlichen gleich und wird durch die Einfederbarkeit der Kontaktnadeln
18 bestimmt. Durch die Möglichkeit des Veränderns der Ausgangstage ist das Umstellen auf verschiedene
Leiterplatten 4 schnell und auf einfache Weise möglich. Das sonst vorgesehene, umständliche Einlegen
von Zwischenplatten kann dadurch entfallen.
F i g. 3 läßt «och gut erkennen, daß die Andruckplatte
7 auf Längsführungen 17 gelagert ist, so daß die Andruckplatte senkrecht zur Zeichnungsebene verschoben
werden kann (vgl. auch Pfeil Pf \ in Fig.2). Die Andruckplatte
kann dadurch zum Einlegen der zu prüfenden Leiterplatte 4 gemäß dem Pfeil Pf 1 zurückgeschoben
werden, so daß das Kontaktnadelfeld 6 zur Auflage der Leiterplatte 4 frei wird. Nach dem Auflegen wird die
Andruckplatte 7 wieder nach vorne verfahren und mittels der Gewindespindeln 9 abgesenkt, wobei die Kontaktierung
zwischen Leiterplatte 4 und Kontaktnadelfeld 6 erfolgt. Erwähnt sei noch, daß diese Verschiebebewegungen
vorzugsweise über pneumatische Zylinder erfolgt.
In den F i g. 1 und 2 ist mehr schematisch der Hubantrieb 8 eingezeichnet, wobei in F i g. 2 gut erkennbar ist.
daß im Ausführungsbeispiel vier Gewindespindeln 9 verwendet werden. Unterhalb des Kontaktnadelfeldes 6
(Fig.3) befindet sich ein Grundrasteranschlußfeld 19,
das an seiner Oberseite in einem Grundraster befindliche Kontaktplättchen 20 trägt, die von den rückseitigen
Enden der Kontaktnadeln 18 beaufschlagt werden. Die Kontaktplättchen sind über elektrische Leitungen mit
der Durchschaiteinrichtung 2 verbunden.
Die Spindelmuttern 11 weisen U-förmige Anformungen
auf, wobei an dem unteren Schenkel die Längsschieberührung
17 vorgesehen sind und der obere U-Schenkel 21 als Mitnahmelemjjt beim Absenken der Andruckplatte
7 ausgebildet ist.
Hierzu 2 Bla.ii Zeichnungen
Claims (7)
1. Prüfeinrichtung zum Überprüfen von Leiterplatten, mit einer Aufnahme für die Leiterplatte sowie
einem Kontaktnadelfeld, wobei Leiterplatte und Kontaktnadelfeld in Kontaktrichtung relativ zueinander
mittels eines Hubantriebes bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubantrieb
(8) als Hubelemente wenigstens drei gemeinsam angetriebene Gewindespindeln (9) aufweist
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hubantrieb (8) vier Gewindespindeln (9) aufweist
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß der Antrieb der Gewindespindeln
(9) mittels eines gemeinsamen, im wesentlichen schlupffreien Antriebsorganes wie einer umlaufenden
Kette (12) oder eines Zahnriemens erfolgt
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Gewindespindeln
(9) Kugelrollspindeln oder Kugelumlaufspindeln vorgesehen sind.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Antriebsmotor (13)
ein pneumatischer Drehantrieb oder ein Schrittmotor vorgesehen sind.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet daß zwischen dem Antriebsmotor
(13) und dem umlaufenden Antriebsorgan eine Trennkupplung (14) vorgesehen ist und daß
das Antriebsorgan mit einem weiteren Antrieb (15) verbindbar ist.
7. Einrichtung nach Anspruch fi, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem weiteren Antrieb (15) und dem Antriebsorgan eine Zusatztrennkupplung
(16) angeordnet ist, die mit der anderen Trennkupplung wechselweise betätigbar ist
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