DE3129669C2 - Aufwickelvorrichtung für Sicherheitsgurte von Fahrzeugen - Google Patents

Aufwickelvorrichtung für Sicherheitsgurte von Fahrzeugen

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DE3129669C2 DE19813129669 DE3129669A DE3129669C2 DE 3129669 C2 DE3129669 C2 DE 3129669C2 DE 19813129669 DE19813129669 DE 19813129669 DE 3129669 A DE3129669 A DE 3129669A DE 3129669 C2 DE3129669 C2 DE 3129669C2
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DE19813129669
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Karl-Heinz 8072 Manching Haberer
Horst 8071 Wettstetten Krammel
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Audi AG
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Audi NSU Auto Union AG
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R22/00Safety belts or body harnesses in vehicles
    • B60R22/34Belt retractors, e.g. reels
    • B60R22/36Belt retractors, e.g. reels self-locking in an emergency
    • B60R22/41Belt retractors, e.g. reels self-locking in an emergency with additional means for preventing locking during unwinding under predetermined conditions

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Automotive Seat Belt Assembly (AREA)

Abstract

Bei einer Aufwickelvorrichtung für Sicherheitsgurte an Fahrzeugen, mit einer durch einen Trägheitsfühler auslösbaren, das Abwickeln von Gurtband verhindernden Sperrvorrichtung kann durch einen Mechanismus die Ansprechschwelle des Trägheitsfühlers erhöht werden um dadurch beispielsweise zu verhindern, daß bei Anordnung der Aufwickelvorrichtung in einer Fahrzeugtür das Gurtband beim Öffnen der Tür blockiert wird. Bei einer Aufwickelvorrichtung, dessen Trägheitsfühler eine in einer Vertiefung angeordnete Kugel umfaßt und wobei der Rand der Vertiefung Kippkanten für die Kugel bildet, wird der Mechanismus bevorzugt so ausgebildet, daß er den wirksamen Abstand zwischen den Kippkanten vergrößert.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Aufwickelvorrichtung für Sicherheitsgurte von Fahrzeugen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei passiven Sicherheitsgurtsystemen mit einer in der Fahrzeugtüre angeordneten Aufwickelvorrichtung tritt das Problem auf, daß, bedingt durch die auf den Trägheitsfühler der Aufwickelvorrichtung einwirkenden Kräfte bei einer Türbewegung oder einer Schräglage des Fahrzeuges, die Sperrvorrichtung für das Gurtband wirksam wird. Dadurch kann die Fahrzeugtüre nicht ohne weiteres geöffnet werden.
Es ist bereits bekannt, die Sperrvorrichtung für das Gurtband durch einen Mechanismus so lange außer Eingriff zu halten, wie die Türe des Fahrzeuges geöffnet ist. Der Mechanismus blockiert dabei einen durch die Trägheitsmasse bewegbaren, auf die Sperrvorrichtung einwirkenden Sperrhebel.
In dem in der DE-OS 28 21 152 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Trägheitsmasse durch eine in einer Vertiefung angeordneten Kugel gebildet. Um sicherzustellen, daß der Sicherheitsgurt auch dann angelegt werden kann, wenn ein die Kugel zum Ansprechen bringender Betriebszustand des Fahrzeuges vorliegt, ist ein Elektromagnet vorgesehen, welcher bei nicht angelegtem Sicherheitsgurt auf die Kugel einwirkt und sicherstellt, daß die Kugel nicht in eine ein Eingreifen der Sperrvorrichtung bewirkende Position gelangen kann. Wird durch einen Defekt die Stromzufuhr zum Elektromagneten trotz angelegtem Sicherheitsgurt nicht unterbrochen, bleibt das Sicherheitsgurtsystem wirkungslos.
Aufwickelvorrichtungen werden in neuerer Zeit oftmals auch direkt am Fahrzeugsitz befestigt Hier tritt das Problem auf, daß der Fahrzeugsitz nicht verstellbar ist wenn die Bedingungen für einen Eingriff der durch den Trägheitsfühler auslösbaren Sperrvorrichtung gegeben sind, beispielsweise bei einer Schräglage des Fahrzeuges. Bei der Anordnung der Aufwickelvorrichtung am Fahrzeugsitz kann die permanente Blockierung auch dann eintreten, wenn die Betätigung für άαη Mechanismus, welche mit dem Sitzverstellhebel gekoppelt ist durch den Sitzverstellhebel stets in einer angespannten Stellung gehalten wird.
Das tritt dann auf, wenn ein entsprechend ausgebildeter Fahrzeugsitz in eine Stellung zwischen zwei Rasten üer Sitzführung bewegt wird, die Verriegelungseinrichtung der Sitzführung deshalb nicht eingreifen kann und deshalb auch der Sitzverstellhebel und damit die Betätigung für den Mechanismus in »Arbeitsstellung« verbleiben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattüngsgemäBe Aufwickelvorrichtung für Sicherheitsgurte mit einfachen Mitteln so auszubilden, daß auch dann, wenn eine Störung der Betätigung zur Beeinflussung des Stellverhaltens in der Freigabestellung eintritt, sichergestellt ist, daß die Sperrvorrichtung dennoch ab einer vorbestimmten Beschleunigung wirksam wird.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst daß der wirksame Abstand der Kippkanten der Vertiefung für die Kugel vergrößerbar ist
Dadurch daß durch den Mechanismus die Ansprechschwelle des Trägheitsfühlers erhöht wird, läßt sich eine mit dem Mechanismus gekoppelte Fahrzeugtüre bzw. ein Fahrzeugsitz ungehindert bewegen. Ist die Betätigung für den Mechanismus gestört, dann wird trotzdem die Sperrvorrichtung für das Gurtband wirksam, wenn die einwirkende Beschleunigung einen — gegenüber der Grundabstimmung höheren — vorbestimmten Wert erreicht hat. Dieser Wert wird zweckmäßig so festgelegt, daß er der größten beim öffne:! der Fahrzeugtüre bzw. beim Verschieben des Fahrzeugsitzes auftretenden Beschleunigung entspricht Ist die Betätigung für den Mechanismus gestört, dann bleibt die höhere Ansprechschwelle bestehen. Da die dieser Ansprechschwelle entsprechende Beschleunigung jedoch wesentlich geringer als die etwa bei einem Aufprall auftretende Beschleunigung ist, ist ein Wirksamwerden der Sperrvorrichtung für das Gurtband bei einem Aufprall gesichert.
Ein Kugelsensor mit Kippkanten ist aus dem DE-GM 74 02 246 bekannt. Erfindungsgemäß wird durch den Mechanismus der wirksame Abstand zwischen den Kippkar.ten vergrößert. Der Durchmesser der Vertiefung (meist eine Bohrung) ist — im Verhältnis zum Durchmesser und Gewicht der Kugel gesetzt — ein Maßstab für das Ansprechen des Trägheitsfühlers. Je größer der Durchmesser der Vertiefung bei einer gleichbleibenden Kugel gewählt wird, desto kleiner wird das wirksame Moment, welches bei einer Beschleunigung die Kugel aus seiner Ruhelage herauszubewegen versucht. Wird der Abstand der Kippkanten vergrößert, dann kann dadurch sehr genau eine gewünschte höhere Ansprechschwelle erreicht werden.
Die Ansprüche 2 und 3 kennzeichnen vorteilhafte, insbesondere auf die Kippkanten bezogene Weiterbildungen der Erfindung.
Aus der DE-OS 22 21 *>94 ist ein Bowdenzug zur Beeinflussung einer Aul...ckelvorrichtung bekannt. Eine vorteilhafte Betätigung der erfindungsgemäßen Aufwickelvorrichtung mittels eines Seilzuges ist Gegen-
stand des Anspruchs 4.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt Es zeigt
F i g. 1 eine Sperrvorrichtung mit einem Trägheitsfühler einer erfindungsgemäßen Aufwickelvorrichtung im Schnitt und
F i g. 2 einen Schnitt gemäß der Linie II-II in F i g. 1.
Eine in F i g. 1 schematisch dargestellte Sperrvorrichtung 3 für den Gurt eines Sicherheitsgurtsystems ist mit einer schwenkbaren Klinke 5 versehen, durch welche eine, die eigentliche Sperrung einleitende, mit Zähnen 7 versehene Scheibe 9 blockiert werden kann, welche sich bei einer Änderung der wirksamen Länge des Gurtes (nicht dargestellt) dreht Der Eingriff der Klinke 5 wird durch eine von der Klinke 5 teilweise umschlossenen Kugel 11 eingeleitet, wenn diese infolge auf sie einwirkender Kräfte aus ihrer Ruhelage herausbewegt wird. Die Ruhelage der Kugel 11 ist durch eine Bohrung 13 in einem die Kugel 11 aufnehmenden Gehäuse 15 festgelegt Der Rand 17 der Bohrung 13 bildet dabei Kippkanten für die Kugel 11. Der Abstand der Kippkanten, also der Durchmesser der Bohrung 13, legt das Ansprech verhalten der Kugel 11 bei einer auf sie einwirkenden Kraft fest
Um das Sperrverhalten in der Freigabestellung zu beeinflussen, ist ein Mechanismus 19 vorgesehen, durch welchen der wirksame Abstand der Kippkanten beeinflußbar ist Dazu ist der Boden 21 des Gehäuses 15 mit zwei rechteckigen Öffnungen 23 versehen, duren welche ein Stützteil 25 von unten her in Anlage an die Kugel 11 bringbar ist Durch einen Anschlag 27 und durch genaue Abstimmung der Höhe des Stützteiles 25 wird die Kugel 11 nur berührt, jedoch nicht angehoben.
Das Stützteil 25 bildet in der beschriebenen Stellung die wirksamen Kippkanten. Da deren Abstand größer als der Durchmesser der Bohrung 13 ist, wird die Ansprechschwelle für die Bewegung der Kugel 11 dadurch erhöht.
Um das Sf'Uzteil 25 in eine die Ansprechschwelle erhöhende Position und wieder zurück zu bewegen, ist, wie aus F i g. 2 unmittelbar ersichtlich, eine Betätigung 29 vorgesehen. Diese umfaßt einen Schwenkhebel 31, welcher durch einen mit einem Zugseil 33 verbundenen Schieber 35 betätigbar ist. Eine auf den Schieber einwirkende erste Druckfeder 37 (F i g. 2) versucht ebenso wie eine zweite Druckfeder 39 (F i g. 1) über den Schwenkhebel 31 das Stützteil 25 aus dem Boden 21 des Gehäuses 15 herauszubewegen. Das Stützteil 25 und der es bewegende Schwenkmeohanismus ist so ausgebildet, daß die Oberkante 41 des Stützteiles 25 in ihrer wirksamen Stellung parallel zum Boden 21 des Gehäuses 15 verläuft und in ihrer zurückbewegten Position eine schräge Lage zum Boden 21 einnimmt. Sofern sich die Kugel nicht wie in der Zeichnung dargestellt nur in zwei Richtungen, sondern in vier Richtungen bewegen kann, ist es möglich, durch ein entsprechend ausgebildetes Stützteil eine erhöhte Ansprechschwelle des Trägheitsfühlers für alle vier Richtungen zu bewirken. Es ist aber auch möglich, dabei nur zwei Richtungen abzudecken. Beispielsweise, wenn die Aufwickelvorrichtung in einer Fahrzeugtüre montiert wird, daß dann nur eine erhöhte Ansprechschwelle senkrecht zur Fahrtrichtung, also in Öffnungsrichtung der Türe, durch das Stützteil bewirkt wird. In Fahrtrichtung wäre dann stets der Grundansprechwert gewährleistet.
Hierzu I Blatt Zeichnungen

Claims (4)

ϊ.ν"ßi Patentansprüche:
1. Aufwickelvorrichtung für Sicherheitsgurte von Fahrzeugen, mit einer durch einen Trägheitsfühler auslösbaren, das Abwickeln von Gurtband verhindernden Sperrvorrichtung, wobei das Trägheitselement durch eine in einer Vertiefung angeordneten Kugel gebildet wird, und einem Mechanismus, durch welchen das Sperrverhalten in der Freigabestellung durch Erhöhen der Ansprechschwelle des Trägheitsfühlers beeinflußbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand (17) der Vertiefung in an sich bekannter Weise Kippkanten für die Kugel bildet und daß durch den Mechanismus (19) der wirksame Abstand zwischen den Kippkanten vergrößerbar ist
2. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mechanismus (19) ein Stützteil (25> umfaßt, welches zusätzliche Kippkanten für die Kugei (H) bildet und in eine Position neben der Vertiefung (Bohrung 13) bringbar ist
3. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet daß das Stützteil (25) von unten her in eine Öffnung (23) in dem die Vertiefung (Bohrung 13) aufweisenden Bauteil (Gehäuse 15) bewegbar ist
4. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet daß das Stützteil (25) mit einem Anschlag (27) zur Begrenzung der Einschubtiefe versehen 11 und mittels eines an sich bekannten Seilzuges (Zugseil 33) und gege'n die Wirkung einer Rückstellfeder (Druckfedern 37,39) in seine Arbeitsposition bewegbar ist
35
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