DE312182C - - Google Patents

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DE312182C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L11/00Fire-lighters
    • C10L11/04Fire-lighters consisting of combustible material

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

Es ist bekannt, Feueranzünder in fester Form kleiner Briketts herzustellen, indem im Dampftopf geschmolzenem Paraffin Sägemehl unter inniger Mischung bis zu einer völligen Durchtränkung des Sägemehls mit dem flüssigen Paraffin beigefügt wird, worauf die Mischung nach Abkühlung zu einer teigigen Masse in die Brikettform gepreßt wird. Auch ist es bekannt, solche Feueranzünder aus mit
ίο einer filtrierten Abkochung von Fett, Wachs und Petroleum durchtränktem Holzmehl herzustellen. Ferner ist es bekannt, zu gleichem Zweck nasse Papiermasse trocknen zu lassen und die stark poröse Masse nach leichtem
»5 Pressen mit Paraffin, Stearin, Petroleum oder Teerölen zu durchtränken.
Demgegenüber bezieht sich die Erfindung auf ein Mittel zum Entzünden des Glühstoffes von tragbaren Kochgeschirren, insbesondere
ao von mit solchem Glühstoff beheizten Feldkochgeschirren, welches außer als Zündmittel auch als den Glühstoff ersetzendes rauchloses Beheizungsmittel für solche Kochgeschirre anwendbar ist. Die erwähnten Kochgeschirre
»5 haben einen der Form des die zu kochende Speise aufnehmenden Normalbehälters des Kochgeschirres angepaßten Wärmeofen, einen Blechbehälter mit eingesetztem Rost. Der Kochbehälter wird, nachdem der Glühstoff auf. dem Rost durch die Flamme eines darunter verbrannten Zündmittels zu genügend starkem Erglühen gebracht ist, auf diesen Wärmeofen gesetzt. Als Zündmittel eignet sich für im Felde zu verwendende Kochgeschirre nur ein solches Mittel, das ebenso wie der Glühstoff selbst keinen die Stellung verratenden Rauch entwickelt. Bisher war dieses Mittel Hartspiritus in der bekannten pulverisierten Form, der in kleinen Blechdosen entsprechend der für eine Entzündung ausreichenden Größe jeder für eine Kochung entsprechenden Glühstoffpackung beigegeben wird. Dieses Zündmittel hat noch verschiedene Unvollkommenheiten, die durch die Erfindung beseitigt werden sollen.
Für Feueranzünder der allgemein üblichen Verwendung bei Hausfeuerungen und gewerblichen Feuerungen mit festen Brennstoffen, wie Steinkohlen, Holzkohlen oder Briketten, kommt es naturgemäß lediglich darauf an, daß der Anzünder sich leicht anzünden läßt und eine starke Zündflamme entwickelt, während die Rauchentwicklung keine Rolle spielt, da ja der meist sehr starke, blakende Rauch, wie bei dem besten natürlichen Feueranzünder, dem Kienspan, durch den Feuerungszug in die Esse geführt wird, ohne den Feuermachenden zu belästigen. Damit schieden alle solche bekannten Feueranzünder aus Holz, Papiermasse oder sonstigem porösen, brennbaren Faserstoff, die mit einem Fett oder Brennöl durchtränkt sind, scheinbar von vornherein für die Lösung der Erfindtmgsaufgäbe aus. Hierzu rechnen aber nicht allein neben dem Kienspan selbst die teils bekannten, teils neu versuchten Feueranzünder aus mit Paraffin getränkten Holzspänen, Löschpapierstreifen, Dochten und Kohlestäbchen, sondern auch die eingangs erwähnten Anzünder aus mit Paraffin getränktem Sägemehl oder Papiermasse.
(3. Auflage, ausgegeben am 26. April
Bei allen ist maßgebend die Entwicklung einer starken Zündflamme durch möglichst weitgehende Durchtränkung des Paraffinträgers mit letzterem, und infolgedessen zeigen sie auch die ja für den Bestimmungszweck dieser Feueranzünder nichts schadende starke Entwicklung eines blakenden schwarzen Qualmes. Diese beruht darauf, daß bei einer vollständigen Durchtränkung des porösen Brennstoffträgers das infolge der Verbrennungswärme flüssig gewordene Paraffin ausschwitzt und in reiner Form verbrennt. Zur vollkommenen Verbrennung braucht aber dieser Brennstoff weit mehr Sauerstoff, als der Flamme zuströmen kann, so daß ein starker, weit sichtbarer Qualm entsteht, der für Feldkochgeschirre unbedingt zu vermeiden ist. Bei dem eingangs erwähnten Tränkungsverfahren, bei dem zur Tränkung eine gefilterte Abkochung von Fett und Wachs mit Petroleum verwendet wird, und bei dem zwar die Rauchentwicklung relativ gering, für die Verwendung in Feldkochgeschirren aber immer noch zu groß ist, zeigt sich der besondere Mangel des Petro-
»5 leumgeruchs und der Fettigkeit der Masse, die sie als Ersatz für Hartspiritus für Feldkochgeschirre auch schon deshalb nicht in Frage kommen läßt, weil sie mit Eßwaren zusammengepackt diese durch den Petroleumgeruch verekelt, umsomehr als auch die aus dieser Masse gepreßten Tabletten fettig und bröckelig bleiben.
Der Erfindung liegt nun die Erkenntnis zugrunde, daß trotzdem ein vollkommener Ersatz des Hartspiritus als rauchloses Zündmittel für solche Feldkochgeschirre durch Zünder in fester Form aus Sägemehl oder Papiermasse und Paraffin dadurch möglich ist, daß beide Teile, Brennstoffträger und Brenn-
stoff trocken und gleichmäßig gemischt werden, und zwar in solchem Mischungsverhältnis, daß bei der Verbrennung der Zündmasse der Brennstoff an den Träger gebunden bleibt und nicht in flüssiger Form ausschwitzt. Mit der Erfüllung dieser Bedingung ist die Hauptbedingung der rauchlosen Verbrennung der außerdem nicht fettigen und nicht bröckeligen Zündtabletten bzw. Heiztafeln erfüllt. Gegenüber dem Hartspiritus bestehen folgende Vorteile: Das neue Zündmittel läßt sich ebenso leicht wie Härtspiritus durch ein Streichholz oder Reibfeuerzeug entzünden, braucht aber nicht wie Hartspiritus der Verdunstung wegen in Blechdosen verschlossen zu sein; Da es vielmehr feste Tabletten bildet, ist es frei von dem erheblichen Nachteil, der dem in den' kleinen verschlossenen Blechdosen mitgeführten Hartspiritüspulver gerade für den Feldgebrauch anhaftet, daß nämlich oft schon beim öffnen oder auch noch beim späteren Handhaben das Pulver verschüttet wird, so daß trotz vorha-ndenen Glühstofifes auf die Abkochung mangels des Zündmittels verzichtet werden muß. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Hartspiritus liegt darin, daß für gleiche Brenndauer und Heizkraft das Gewicht einer einzelnen, für eine Zündung genügenden Tablette im Verhältnis 2 : 3 geringer ist als die entsprechende Menge Hartspiritus, zu der dann noch das Gewicht der Blechdose kommt. Entsprechend ist auch der eingenommene Raum für gleiche Heizkraft Und Brenndauer geringer. Da die Tabletten nicht durch Verdunstung an Heizkraft verlieren, besteht auch Sicherheit für den Benutzer im Felde, daß er stets ein Zündmittel von der vollen und ausreichenden Brennkraft hat.
Wesentlich für die rauchfreie Verbrennung der Zündtabletten bzw. Heiztafeln ist, wie bemerkt, das Mischungsverhältnis des Brennstoffträgers und des Brennstoffes, das so sein muß, daß bei der Verbrennung dieser an jenen gebunden bleibt und nicht ausschwitzt; es ändert sich demgemäß mit der Beschaffenheit beider. Für Paraffin und Sägemehl hat sich ein Verhältnis von zwei Gewichtsteilen Paraffin zu drei Gewichtsteilen Sägemehl als günstigstes ergeben. Eine vorteilhafte Ausführungsform des Herstellungsverfahrens ist dabei folgende: Das Sägemehl wird durch Aussieben des Abfalls der Holzverarbeitung oder durch Mahlen erhalten und zunächst zur Beseitigung allen Wassergehaltes gedörrt. Das Paraffin wird entweder durch Reibmühlen fein gepulvert oder in flüssigem Zustand mittels Druckluft durch eine feine Düse in einen kalten Raum geblasen und als Niederschlag gewonnen. Beide Stoffe werden dann in dem durch Versuch ermittelten günstigsten Mischungsverhältnis trocken von Hand oder in einer Mischtrommel innig gemischt. Das pulverförmige Gemisch wird hierauf in einem Trockenofen langsam erwärmt, so daß das Paraffin schmilzt und vom Sägemehl aufgesaugt wird. Die Erwärmungstemperatur richtet sich hierbei nach dem Schmelzpunkt des benutzten Paraffins, der zwischen 400 und ioo° schwankt; die Erwärmungstemperatur soll nicht höher liegen als der Schmelzpunkt. Während der Erwärmung wird die Mischung umgerührt oder gerüttelt, damit die Erwärmung überall gleichmäßig erfolgt. Die warme Masse kommt dann Vorteilhaft sofort, ohne abgekühlt zu werden, in die Formpresse, wo sie zu Tafeln oder Tabletten geformt wird. Nach dem Pressen werden die Formlinge abgekühlt und bilden sehr feste, ohne Verluste versand- und verwendungsfähige Tabletten oder Tafeln. Werden für Schnellzünder Nitrozellulose oder Sauerstoffträger, wie Natrium-, iao
Kalium- oder Ammoniumnitrat beigefügt, so geschieht diese Beimischung unbeschadet des sonstigen Mischungsverhältnisses vorteilhaft in der Mischtrommel.
Die einzelnen Tabletten brennen nach ihrem Anzünden mit breiter hoher Flamme. Will man für besonders eilige Fälle den Glühstoff besonders räch in starkes Erglühen bringen, so lassen sich hierfür Sondertabletten
ίο (Schnellzünder) dadurch erzielen, daß die obenerwähnte Mischung mit 3 bis S Prozent Nitrozellulose versetzt wird, wodurch man ein stichflammenartiges Brennen mit dem gewünschten Erfolg erhält. Auch diese Schnellzündtabletten bieten noch keine Gefahr, sie können nur durch eine offene Flamme, nicht aber durch Stoß, Reibung oder Erwärmung in Brand geraten. Wenngleich in erster Linie das neue Brennmittel in fester Form von
ao Zündtabletten als Zündmittel für den Glühstoff bestimmt ist, so kann es, in Brikette oder Tafeln gepreßt, auch als Heizmittel selbst Anwendung finden, da es der Bedingung, keinen Rauch zu entwickeln, genügt, leicht und heizkräftig ist. Da ferner bei dem für die rauchfreie Verbrennung günstigsten Mengen verhältnis des Gemisches der Anteil des Brennstoffes erheblich geringer ist als bei den bekannten Tränkungsverfahren, tritt zu dem Hauptvorteil der rauchfreien Verbrennung auch noch der der erheblich geringeren Kosten durch Ersparnis an teuerem Brennstoff gegenüber dem billigen Brennstoffträger.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Zünd- und Beheizungsmittel für Feldkochgeschirre und ähnliche Kochgeschirre, bestehend aus einem in feste Form gepreßten Gemisch aus einem pulverförmigen Brennstoffträger (Sägespäne, Sägemehl, gemahlenem Holzzellstoff oder Papierrohmasse) und einem festen Brennstoff (Paraffin, Stearin, Zeresin), dadurch gekennzeichnet, daß beide Stoffe unter inniger gleichmäßiger Mischung in einem solchen Mengenverhältnis stehen, daß bei der Verbrennung der Brennstoff nicht ausschwitzt, sondern an den Brennstoffträger gebunden bleibt.
2. Zünd- und Beheizungsmittel für Feldkochgeschirre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus in trokkenem pulverförmigen Zustand gemischtem Paraffin und Sägemehl im Mengenverhältnis von zwei Gewichtsteilen Paraffin auf drei Gewichtsteile Sägemehl besteht.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2629835A1 (fr) * 1988-04-12 1989-10-13 Tabacs & Allumettes Ind Allume-feu
WO1994019432A1 (en) * 1993-02-26 1994-09-01 Meteor Lite Corporation Fire starter and method of making same

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