DE3102151C2 - - Google Patents
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- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
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- H04R17/005—Piezoelectric transducers; Electrostrictive transducers using a piezoelectric polymer
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen akustischen
Wandler gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Elektroakustische Wandler mit piezoelektrischen Kunststoffmem
branen, z. B. nach der US-PS 38 32 580 oder der dieser
entsprechenden DE-OS 19 02 849, erzeugen bei einer vor
gegebenen elektrischen Spannung niedrigere Schallampli
tuden als andere Wandlerarten, beispielsweise elektro
dynamische Wandler, was bei bestimmten Anwendungen,
insbesondere bei Telephonhörern mit ihrer niedrigen
Arbeitsspannung, nachteilig ist. Umgekehrt werden durch
den bekannten Wandler bei gegebenem Schalldruck nied
rigere Ausgangsspannungen erzeugt als bei anderen
Wandlern, die beispielsweise mit Kondensatoren
arbeiten.
Des weiteren ist zur Verbesserung der Schallabstrahlung
eine Konusform der Membran günstig, jedoch mit
den dünnen Kunststoffmembranen kaum zu reduzieren.
Aus den genannten Veröffentlichungen ist ein akustischer
Wandler bekannt, der eine konische dünne Schwingplatte
mit einer Spitze als passives Element und eine über
diese Spitze gespannte, piezoelektrische Kunststoff
membran als aktives Element aufweist, welches aufgrund
dieser Einspannung V-förmig ausgebildet ist und die
konische Schwingplatte antreibt; die Schallamplitude ist
auch hier niedrig, die bewegte Masse relativ groß.
Bei einem bekannten akustischen Wandler der eingangs genannten Art, der
in der DE-OS 22 40 923 beschrieben wird, sind zwei
Kunststoffmembranen vorgesehen, die in ihrem mittleren
Bereich konvex oder konkav gekrümmt sind, wobei ent
weder die konkaven oder aber die konvexen Seiten einan
der zugekehrt sind. Der zwischen beiden Membran ge
bildete Raum wird dabei auf einem hohen oder einem
niedrigen Druck gehalten.
Abgesehen davon, daß diese Membranen keine Konusform
aufweisen, ist die Aufrechterhaltung des hohen bzw. nie
deren Druckes schwierig.
Ausgehend von einem akustischen Wandler, der im Ober
begriff des Anspruchs 1 beschriebenen Art, liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen piezoelektrischen
Wandler mit piezoelektrischen Kunststoffmembranen zu
schaffen, die zwecks Verbesserung der Schallabstrahlung
eine an sich bekannte Konusform aufweisen und trotzdem
eine nur geringe Dicke zu haben brauchen.
Diese Aufgabe wird erfindunggemäß durch die im kenn
zeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale
gelöst.
Ein in dieser Weise ausgebildeter Wandler ist kompakt,
einfahc in seiner Ausführung, benötigt trotz der Konus
form kein zur Abstützung in der Mitte erforderliches
passives Element und läßt sich ohne großen Kosten
aufwand herstellen.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich
aus den Ansprüchen.
In den Zeichnungen sind beispielsweise Ausfüh
rungsformen eines erfindungsgemäß ausgebildeten Wandlers
schematisch dargestellt, wobei zeigt
Fig. 1 einen teilweise gebrochenen Radialschnitt durch
die Mitte eines erfindungsgemäß ausgebildeten
Wandlers,
Fig. 2 ein elektrisches Schaltschema hierfür,
Fig. 3 ein gleiches elektrisches Schaltschema für eine
Ausführung mit vier piezoelektrischen Elemen
ten,
Fig. 4 einen Radialteilschnitt durch diese Ausführung
mit vier Membranen,
Fig. 5 einen gleichen Schnitt durch eine Ausführung
mit zwei Membranen zur Verwendung als Mikro
phon,
Fig. 6 ein elektrisches Schaltschema für diese Mikro
phon-Ausführung nach Fig. 5 sowie
Fig. 7 und 8 schematische Radialschnitte durch zwei andere
Ausführungsformen mit jeweils zwei Elementen
mit jeweils zwei piezoelektrischen Membranen.
Fig. 1 zeigt den Mittelbereich 10 und den Umfangsbereich 12
eines Kopfhörer-Wandlers. Flachkonische Membranen 14 und 16
sind an ihrer Mitte mittels eines Tropfens eines Epoxid
harz-Klebers 18 miteinander verbunden und sitzen mit ihren
Umfangsrändern an einer zylindrischen Wandung 20 zwischen
Ringen 22 und 24 bzw. 24 und 26. Die Membranen 14 und 16
bestehen aus inneren Schichten 28 aus polarisiertem Poly
fluorvinyliden in einer Stärke von 9 µm, welche auf ihren
beiden Seiten mit einer Goldschicht 30 von 200 Å Dicke be
schichtet sind. Diese Goldschichten enden kurz vor den Mem
branrändern.
Die Membranen sind so gepolt, daß sie hohe piezoelektrische
Spannungskoeffizienten in beiden Richtungen (x und y) der
Membranoberfläche, gewöhnlich als d 31 und d 32 bezeichnet,
ergeben, so daß sich die Membran symmetrisch verformen,
wodurch eine verbesserte Wirksamkeit erzielt wird. Die Pola
risationsvektoren 43 der Membran 14 und 16 liegen senkrecht
zur Membranoberfläche, und diese Membranen sind so angeordnet,
daß beide Vektorenpunkte in dieselbe Richtung zeigen. Die
Membranen haben einen Durchmesser von 5 cm, und ihre Enden 32
und 34 liegen um 0,5 mm auseinander. Der halbe Konuswinkel von
jeder Membran beträgt etwa 1,55 rad. Dieses Wandlersystem
hat eine natürliche Resonanzfrequenz von etwa 3000 Hz.
Nach der Fig. 2 wird der vorstehend beschriebene Kopfhörer-
Wandler 36 aus einer Wechselstromquelle 38 gespeist. Dabei ist
die Leitung 40 an die obere Fläche der Membran 14 und an die
untere Fläche der Membran 16 über die Rippe 22 und 26 an
geschlossen und die Leitung 42 an die untere Fläche der Mem
bran 14 und an die obere Fläche der Membran 16 über den
Ring 24.
Durch diese Anschlüsse ist die Polarität der Spannung an der
Membran 14 entgegengesetzt derjenigen an der Membran 16, d. h.
die Ladungen auf den Flächen der Membranen 14 und 16 von der
oberen Fläche der Membran 14 nach der unteren Fläche der
Membran 16 wechseln zwischen + - - + und - + + -. Die ent
gegengesetzte Spannungspolarität an gleichgepolten Membranen
gestattet, daß die eine Membran sich zusammenzieht, während
sich die andere ausdehnt, wobei beide Membranen sich in der
selben Richtung bewegen.
Fig. 3 zeigt das elektrische Schaltschema für eine bevorzugte
Ausführungsform mit vier piezoelektrischen Elementen, den
oberen Membranen 14 und 45 und den unteren Membranen 16 und
44, welche elektrisch zusammengeschaltet sind.
Fig. 4 zeigt die Polarisierungsrichtung und die mechanische
Anordnung der Membranen bei der Ausführungsform nach Fig. 3.
Fig. 5 zeigt den Mittelbereich eines Wandlers bei der Verwen
dung als Mikrophon. Die Konstruktion ist gleich wie nach
Fig. 1, außer daß die Polarisationsvektoren in entgegen
gesetzter Richtung bei jeder Membran 46 und 47 zeigen. Bei
Vibrationsschwingungen addieren sich die erzeugten Spannungen
der beiden Membranen in Reihe.
Fig. 6 zeigt die elektrische
Reihenverbindung der Membranen 46 und 47. Bei einem gegebenen
Schalldruckwert ist die Ausgangsspannung von diesem Doppel
membran-Mikrophon fast doppelt so hoch wie bei einem Mikrophon
mit einer einzigen Membran.
Fig. 7 und 8 zeigen zwei andere Ausführungsformen, von
denen jede zwei Elemente mit jeweils zwei piezoelektrischen
Membranen aufweist. Jedes Element hat die Anordnung nach den
Fig. 1 und 2 und alle vier Membranen sind parallel ge
schaltet. Nach Fig. 7 ist die akustische Schallabstrahlung
radial von der Öffnung 58 statt axial nach den Fig. 1 und
2. Wie die gegeneinander gerichteten Pfeile 60 andeuten,
arbeiten die beiden Elementen in entgegengesetzten Richtungen,
so daß der Zwischenraum 62 zwischen ihnen abwechselnd kompri
miert und entspannt wird.
In gleicher Weise arbeiten die beiden Elemente nach Fig. 8 in
entgegensetzten Richtungen, wobei eine Öffnung 64 für den
Zwischenraum zwischen den beiden Elementen vorgesehen ist.
Außerdem ist das Gehäuse 68 mit einer außerhalb der Achse
angeordneten Öffnung 70 versehen, um eine innere Addition der
von den beiden Elementen erzeugten Drücke zu bewirken. Nach
dem Vorbild der Fig. 7 und 8 können auch mehr als zwei
Elemente miteinander kombiniert werden.
Zur Wirkungsweise wird auf die bekannte Funktion von Kopf
hörern verwiesen. Bei der Verwendung eines Paares oder vor
zugsweise zwei Paaren elektrisch parallel geschalteter piezo
elektrischer Membran wird die mechanische Schwingungskraft
der Membran gegen die umgebende Luft und damit der erzeugte
Schall bei gleicher Spannung erhöht. Eine solche Anordnung
ergibt somit mehr Decibel pro Volt als eine Ausführung mit nur
einer Membran. Für die Ausbildung mit vier Membranen nach
Fig. 3 wird eine Verbesserung von mehr als 5 Decibel erzielt
gegenüber einer Ausführung mit nur einer Membran.
Die physikalische Verbindung der Membranen in ihrer Mitte
gestattet die Verwendung sehr dünner Membranen von beispiels
weise 5 bis 30 mm, mit sehr flacher Konusform, wobei der
halbe Konuswinkel größer als 1,2 rad, vorzugsweise größer
als 1,5 rad ist, und die Anwendung einer niedrigen Span
nung. Die Verwendung dünner Membranen, flacher Konusformen und
niedriger Spannung ist aber wesentlich, weil dadurch die
Membranstarrheit herabgesetzt und demzufolge die Verformbar
keit verbessert wird, wodurch eine bessere Schallabstrahlung
bei gleicher Erregerspannung erzielt wird. Die paarweise
Anordnung mit gegeneinander gerichteten Konusspitzen, die in
ihren Mitten miteinander verbunden sind, besitzt ferner den
Vorteil einer Begrenzung des maximalen Schallvolumens, welches
erzeugt werden kann, weil kein Konus normalerweise über eine
einwandfrei flache Form hinaus verformt werden kann, so daß
die Membranverformung in beiden Richtungen begrenzt ist.
Bei piezoelektrischen Membranmikrophonen ist es bekannt, daß
die höchste Ausgangsspannung mit der geringsten Krümmung der
Membran erzielbar ist, wobei jedoch eine gänzlich flache
Membran nicht verwendet wird, weil sie die Frequenz verdop
pelt. Eine Verbindung zweier Membranen an ihrer Mitte er
möglicht jedoch die Beibehaltung einer geringen Membrankrüm
mung für sehr dünne Membran bei niedriger Arbeitsspannung,
beispielsweise für Kopfhörer. Eine Verbindung zweier Membranen
in Reihe erhöht die Ausgangsspannung.
In abgewandelten Ausführungsformen brauchen beispielsweise die
Membranen nicht kreisrung zu sein, sondern können in gleicher
Weise auch eine quadratische oder rechteckige Form aufweisen.
Ferner kann der Wandler in einem Mikrophon verwendet werden
und die natürliche Resonanzfrequenz kann erhöht werden bis auf
höhere Frequenzen für einwandfreiere Tonwiedergaben, bei
spielsweise für Musik. Weiterhin können, wie bereits erwähnt,
auch mehr als zwei Elemente mit jeweils zwei, vier oder mehr
Membranen Anwendung finden.
Claims (10)
1. Akustischer Wandler mit einem hohlen Träger (20) und
einer Mehrzahl metallbeschichteter, piezoelektischer
Kunststoffmembranen (14, 16) als Schwinger, die an
ihrem Außenumfang im Abstand voneinander in den hohlen
Träger (20) eingesetzt sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Membranen (14, 16) in ihrer Mitte mit
wenigstens einer benachbarten Membran fest verbunden
sind, derart, daß sie flachkonisch ausgebildet und
dabei mit ihren Konusspitzen miteinander verbunden
sind.
2. Wandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Membranen (14, 16) mittels eines Epoxidharz-
Kleber punktförmig miteinander verbunden sind.
3. Wandler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß zur Schallerzeugung die Membranen (14,
16) elektrisch parallel geschaltet sind und sich bei
elektrischer Erregung durch ihre ausgewählte Polarität
in derselben Richtung bewegen.
4. Wandler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß zur Umwandlung von Schall in elektrische
Signale die Membranen (14, 16) elektrisch in Reihe ge
schaltet sind und die durch Membranschwingungen er
zeugten Ausgangsspannungen jeder Membran sich durch
deren ausgewählte Polarität addieren.
5. Wandler nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß jede piezoelektrische Membran (14,
16) eine innere Schicht (28) aus polarisiertem Poly
fluorvinyliden aufweist, welche auf beiden Seiten mit
Gold beschichtet ist.
6. Wandler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß eine gerade Anzahl vom Membranen
(14, 16, 44, 45), beispielsweise vier, jeweils benach
bart fest miteinander verbunden sind.
7. Wandler nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der halbe Winkel jedes Konus
größer als 1,2 rad, vorzugsweise größer als 1,5 rad
ist.
8. Wandler nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gesamtstärke jeder dieser Mem
branen zwischen 5 und 30µm liegt.
9. Wandler nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß dessen natürliche Resonanzfrequenz
auf unter 6000, vorzugsweise zwischen 2000 und 5000
Hertz eingestellt ist.
10. Wandler nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der hohle Träger (20) einen
zylindrischen Innenraum mit einem Durchmesser von 30
bis 60 mm aufweist, in welchen die Membranen (14, 16)
mit ihrem Außenumfang eingesetzt sind.
Applications Claiming Priority (1)
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