DE307189C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE307189C DE307189C DENDAT307189D DE307189DA DE307189C DE 307189 C DE307189 C DE 307189C DE NDAT307189 D DENDAT307189 D DE NDAT307189D DE 307189D A DE307189D A DE 307189DA DE 307189 C DE307189 C DE 307189C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- wing
- spars
- longitudinal
- ribs
- covering
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000011120 plywood Substances 0.000 claims description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 4
- 239000000463 material Substances 0.000 description 4
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 4
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 3
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 2
- 208000023329 Gun shot wound Diseases 0.000 description 1
- 208000027418 Wounds and injury Diseases 0.000 description 1
- 238000005253 cladding Methods 0.000 description 1
- 230000009194 climbing Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 1
- 208000014674 injury Diseases 0.000 description 1
- 125000006850 spacer group Chemical group 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C3/00—Wings
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Laminated Bodies (AREA)
Description
Den Gegenstand der Erfindung1 bildet eine
Tragfläche mit steifer Bespannung für Flugzeuge bzw. ein . Gerüst für eine Tragfläche.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die Längsträger (Holme) in so großer Anzahl
vorhanden sind, bzw. so dicht hintereinander-. liegen, daß die steife Bespannung als tragendes
Element möglichst voll ausgenutzt wird. Gegenüber den bekannten Tragflächen, sowohl
mit steifer als auch mit Stoffbespannung, zeichnet sich die Tragfläche gemäß der Erfindung
dadurch aus, daß statt weniger Holme (in der Regel zwei) viel Holme (z. B. sechs
bis acht) benutzt werden, dagegen aber verhältnismäßig sehr wenig Rippen oder Spiren
vorhanden sind. Das Verhältnis Holme zu Rippen ist bei der vorliegenden Tragfläche gewissermaßen
umgekehrt, als es bei den Tragflächen nach der bisher üblichen Bauart ist.
Diese Anordnung bietet gegenüber den bisher bekannten Tragflächen hinsichtlich der
Herstellung, hinsichtlich der Festigkeit und hinsichtlich der Flugeigenschaften besondere
Vorteile.
Bezüglich der Herstellung ergibt sich der Vorteil, daß die Holme fast ganz durch Maschinenarbeit
hergestellt werden. Die einzelnen Elemente der Holme sind gleich, und es sind nur wenig verschiedene Elemente nötig,
da z. B. die Streben und Diagonalverspannungen zwischen den Holmen ganz fortfallen,
wodurch die Massenfabrikation möglich wird, also die Herstellungskosten herabgesetzt
werden. Dadurch, daß die einzelnen Elemente der Holme (Steg, Obergurt und Unter-
gurt) gegenüber den bisherigen Holmelementen eine sehr geringe Dicke haben, lassen sich
aus einer gegebenen Holzmenge sehr viel mehr Elemente herstellen, weil bei Fehlern im
Holz nicht mehr große Holzstücke abfallen können, was eine Materialersparnis zur Folge
hat. Durch die Gleichartigkeit· und Einfachheit ist es möglich, mit wenig geschulten
Kräften zu arbeiten, was gleichfalls die
Kosten verbilligt.
Bezüglich der Festigkeit im Verhältnis zum
Gewicht ergibt sich einmal ein Vorteil infolge wesentlicher Verringerung der Anzahl der
Rippen oder Spiren (weniger als die Hälfte der Rippen als bei den bisherigen Tragflächen
mit nur zwei Holmem). Dann können infolge der Beplankung mit Sperrholz oder einem anderen
Plattenmaterial statt Bespannung mit Stoff die Innenstreben zwischen den Holmen ganz fortfallen und ebenso die Diagortalverspannung
zwischen den Holmen. Die Innenstreben werden ersetzt durch die Rippen, und dies ist dadurch möglich, daß der
Abstand zwischen; den einzelnen Holmen infolge ihrer großen Anzahl bei gleicher Flächentiefe
ein sehr geringer ist. Die Diagonalverspannung wird in ihrer .Wirkung ersetzt
durch die Sperrholzbeplankung. Bei diesen
Tragflächen wird also die äußere Beplankung . als Festigkeitselement für das Tragflächengerippe
ausgenutzt. Dies ist nur möglich infolge des geringen Abstandes der Holme. Denn, haben die Holme einen weiten Abstand
voneinander, so würde sich durch die Schub- und Druckkräfte die Beplankung werfen oder
strecken. Die dichte Aufeinanderfolge der
ίο Holme, gewährt auch die Möglichkeit, auf
allen Stellen der Tragfläche aufzutreten, was sowohl für die Arbeiter beim Zusammenbau
als auch für die Bemannung des Flugzeuges vorteilhaft ist. Bei Benutzung des Flugzeuges
15' mit diesen Tragflächen, für militärische
Zwecke ergibt-sich ein größerer AViderstand
gegen mechanische Verletzungen, namentlich gegen Geschosse. Wird bei Tragflächen alter
Bauart ein Holm von einem Geschoß getroffen, so ist dieser Holm und damit die ganze
Tragfläche wesentlich geschwächt, und die Tragfläche kann unter dem Luftdruck bzw.
unter dem Zug der Verspannungsseile brechen und abreißen. Wird aber bei der Tragfläche
gemäß der Erfindung ein Holm getroffen, so ist nicht wie bei der alten Tragfläche mit nur
zwei Holmen die Festigkeit auf etwa die Hälfte vermindert, sondern selbst bei vollständiger
Zerstörung des getroffenen Holmes nur auf etwa den sechsten bis achten Teil
herabgesetzt, da sechs bis acht Holme zur Anwendung gelangen. Es sei hierbei ausdrücklich bemerkt, daß die Festigkeit der
Tragfläche im wesentlichen durch die Holme, nicht durch die Rippen gewährleistet wird, da
die Holme den Zug der Verspannungsseile aufnehmen.
Die Tragfläche ist bezüglich ihrer Festigkeitseigenschaften rechnerisch leichter durchzuführen
als bisher.
Hinsichtlich der Flugeigenschaften ergibt sich bei der Tragfläche gemäß der Erfindung
ein geringerer Widerstand; einmal, weil infolge der großen Anzahl von Holmen die
Höhe! der einzelnen (Holme wesentlich geringer sein kann und dementsprechend ist'die
Dicke der Tragfläche geringer und damit auch die Widerstandsfläche gegenüber dem
Luftwiderstand beim Fliegen. Dieser wird auch geringer durch die verringerte Luftreibung
an der Oberfläche der Tragfläche, weil bei Anwendung einer steifen Bespannung statt Stoffbespannung die Tragfläche ihre genaue
Form beibehält und glatter gemacht werden kann. Die mit Holz bespannte Tragfläche
kann nämlich poliert werden. Für die Flugeigenschaften ist auch von Wichtigkeit, daß das Gewicht der Tragfläche, weil das
gesamte Material für die Festigkeit ausgenutzt werden kann, ein geringeres kt, damit
wird das Flugzeuggewicht geringer, also das Verhältnis Nutzlast zum Gesamtgewicht günstiger.
Die große Anzahl der Holme ermöglicht bei Doppeldeckern oder Mehrdeckern
überhaupt die starre Verbindung zwischen den einzelnen Tragflächen untereinander,
welche durch die Stiele gegeben sind, zu verringern. Diese Stiele erzeugen aber einen
schädlichen Widerstand. Durch die geringere Anzahl der Stiele wird der Luftwiderstand
verringert und damit bei gleichem Schraubenzug die Geschwindigkeit und das>
Steigvermögen des Flugzeuges vermehrt. Bei Eindeckern wird die Anzahl der Verspannungsseile
verringert und damit auch der schädliche Widerstand derselben. Für den praktischen
Gebrauch des Flugzeuges ergibt sich der Vorteil, daß infolge der Starrheit der Tragfläche
dieselbe ihre Form wenig oder gar nicht verändert, das sogenannte Nachspannen also wegfällt
oder nur in geringem Maße vorzunehmen ist.
Die Konstruktion des Tragflächengerüstes erlaubt es in bequemer Weise, die Festigkeit
des Gerüstes an besonders beanspruchten Stellen durch Einfügen kürzerer, nicht durch
die ganze Spannweite der Trägfläche gehende Holme zu verstärken.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung veran- go
schaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 eine Tragfläche in Oberansicht, Fig. 2 einen Querschnitt
durch die Tragfläche, Fig. 3 zeigt schaubildlich den Verlauf der Längsträger und der Querrippen, Fig. 4 veranschaulicht
die Art und Weise des Zusammenbaues der !Tragkonstruktion und Fig. 5 ist ein abgebrochener
Längsschnitt durch die Tragfläche. Fig. 6 zeigt im Querschnitt eine andere Anordnung
der Längsholme.
In der Tragfläche ist eine größere Anzahl von längslaufenden Trägern 1 in zwei nach
den Krümmungskurven verlaufenden Flächen untergebracht, derart, daß die Träger verhältnismäßig
eng ,beieinander liegen, schwache Querschnittsprofile erfordern und man Querrippen
sparen und Innenverspannungen ganz erübrigen kann, letzteres um so leichter, wenn
eine steife Außenverkleidung angeordnet wird. Die oberen und unteren Träger 1 bzw. no
die Gurte der profilierten Träger sind durch vertikal oder schräg (Fig. 6) verlaufende
Stege miteinander verbunden, so daß beispielsweise !-Profile entstehen, mit durchlaufenden
unverschwächten Gurten 1 und einem bei hölzernen Längsträgern in die Gurte eingeleimten
Steg. Bei dem verhältnismäßig kleinen Abstand der Längsträger 1 voneinander
kann man im mittleren Teil des Tragflächenquerschnittes, welcher die Unterbrin-
gung der höchsten, also tragfähigsten Längsträgerprofile gestattet, mehrere solche Längs-
träger einbauen. Am Ende des Profils sind in bekannter Weise eine Stirnleiste und eine
Endleiste angeordnet. (Beispielsweise können bei Tragflächen von I1Z2 m Breite acht
Längsträger· im Innern eingebaut sein, so daß die Längsträger im mittleren Teil des Tragflächenquerscbnittes
in einem1 Abstand von etwa 15 bis 20 cm voneinander angeordnet
sind.) Die Querrippen 2 sind dagegen in einem größeren Abstand voneinander angebracht
und können durchlaufend angeordnet sein, in welchem Falle dann die Stege der
Längsholme unterbrechen sind (Fig. 4) und die Querrippen Ausschnitte erhalten, mit welchen
sie die Gurte der Längsholme umgreifen, da nach der Erfindung die obere Kante der durchlaufenden Längsholmgurte und die
obere Kante der Querrippen bündigf in demselben Niveau liegen, um ohne Verwendungvon
Zwischenstücken für die Befestigung der • Bespannung eine gerade durchlaufende Auflagerfläche
zu bieten. . · . .
Um die Verbindung hölzerner Längsträger und Querrippen in dieser Weise durchzuführen,
kann derart verfahren werden, daß man zuerst die unteren Längsholme 1 bzw. die
. unteren Gurte mit den Stegen herstellt, hierauf die Querrippen 2 einsetzt und dann erst
die oberen Längsholme bzw. zweiten Gurte 1 (Fig. 4) des I-Profils aufbringt und mit dem
Steg verleimt bzw. verklebt. Zur Verbindung der stumpf gegen die Querrippen 2 stoßenden
Stege der Längsholme können zweckmäßig Zwischenleisten eingeleimt werden. Ordnet
man eine steife Bespannung 4 an, als welche Furnier, Fiber, Blech oder sonstiges plattenförmiges
Material verwendet werden kann, so bildet dieselbe mit den Längsträgern eine Schar von hohlen dreieckigen oder viereckigen
Kastenträgern, welche einen sehr tragfähigen Flügel gewährleisten und den Vorteil bieten,
daß auch bei Beschädigung einzelner Längsträger (die z. B. bei Schußverletzungen möglich
ist) die Tragfläche selbst noch immer verläßlich tragfähig und schwimmfähig bleibt.
Die steife Bespannung ist bei dieser Tragfläche der Quere nach in kleinen Zwischenräumen
an die Träger angeschlossen und dadurch in der Lage, sowohl Zug als Druck aufzunehmen,
also als tragender Bestandteil zu wirken und die Innenverspannungen zu ersetzen.
Claims (3)
- P ATENT-Ansprüche:: r. Tragfläche für Flugzeuge mit steiferBespannung (Sperrholz, Blech ο. dgl.), dadurch gekennzeichnet, daß die Längsträger (Holme) in so großer Anzahl vorhanden sind, bzw. so dicht hintereinander liegen, daß die steife Bespannung als tragendes Element ausgenutzt wird.
- 2. Tragfläche für Flugzeuge mit Längsträgern (Holmen), Querträgern (Rippen) und starrer Bespannung, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsträger höheren Profils aus ununterbrochenen Gurtungen und in sie eingelassenen Stegstücken besteben, in welche die Querträger. (Rippen) derart eingefügt sind, daß sie mit den Längsträgern oben und unten bündig liegen.
- 3. Tragfläche nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Holme bzw. Holmgurte im höchsten Teil des Tragflächenquer schnitt es besonders dicht hintereinander angeordnet sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE307189C true DE307189C (de) |
Family
ID=560543
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT307189D Active DE307189C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE307189C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2770072A (en) * | 1952-02-27 | 1956-11-13 | Nils F Testor | Toy airplane construction |
-
0
- DE DENDAT307189D patent/DE307189C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2770072A (en) * | 1952-02-27 | 1956-11-13 | Nils F Testor | Toy airplane construction |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3103710C2 (de) | "Rotor in Schalenbauweise" | |
| DE69204536T2 (de) | Flugzeugfahrwerk mit aus einem faserverstärktem Kunststoff gefertigten Querträger. | |
| DE8623542U1 (de) | Flugzeug mit langgestreckten Teilen, insbesondere Flügeln, Leitwerk und dgl. | |
| DE6809489U (de) | Fender. | |
| DE3612176C2 (de) | ||
| DE1139703B (de) | Stabfoermiges Federelement aus glasfaserverstaerktem Kunststoff | |
| DE1756929A1 (de) | Rotorfluegel | |
| DE69700986T2 (de) | Rohrförmiges gestell | |
| DE307189C (de) | ||
| DE3832949C2 (de) | ||
| DE2923463A1 (de) | Fluegel, insbesondere zur verwendung an rotoren zur windkraftumsetzung | |
| DE925429C (de) | Verfahren zum Herstellen von Propellern | |
| AT77982B (de) | Tragfläche mit steifer Bespannung für Flugzeuge. | |
| EP1659200B1 (de) | Schaftstab für Webschäfte | |
| EP0034820A2 (de) | Geleimter Holzfachwerkträger und unter Verwendung desselben gebildete Schalung | |
| DE19748682A1 (de) | Federelement und Stützlager für Hubschreiberheckrotoren und Tragestrukturen zum Einsatz im Weltraum | |
| DE2037922A1 (de) | Kostenträger aus Holz | |
| AT218220B (de) | Aus Ober- und Untergurt sowie Verbindungsstegen bestehender Träger, insbesondere Binder für Dachkonstruktionen | |
| DE102005038857A1 (de) | Doppelschalig aufgebauter Mittelkasten | |
| DE1756873A1 (de) | Stapelpalette | |
| DE323698C (de) | Selbsttragender Luftfahrzeugkoerper | |
| DE644983C (de) | Flugzeugtragfluegel | |
| AT280112B (de) | Schi | |
| DE666884C (de) | Kastenfoermiger Bauteil fuer Flugzeuge | |
| DE951422C (de) | Verfahren zur Herstellung von versteiften Bauteilen sowie zur Durchfuehrung des Verfahrens bestimmte Formkoerper |