DE3050765C2 - Einrichtung zur Entlüftung eines Flüssigkeitsbehälters, insbesondere Öltanks, unter Berücksichtigung extremer Fluglagen und -bedingungen - Google Patents
Einrichtung zur Entlüftung eines Flüssigkeitsbehälters, insbesondere Öltanks, unter Berücksichtigung extremer Fluglagen und -bedingungenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Anhand bisher bekannter Lösungen bereitet es nach wie vor nicht unerhebliche technische Schwierigkeiten,
einen Flüssigkeitsbehälter, z. B. einen öltank zu schaf
fen, der bei extremen Fluglagen, -J. h. /_ B. Sturzflug,
senkrechten Steigflug, Rückflug und Flugzuständen um oder unter Og eine zuverlässige Ölversorgung und Entlüftung des Tanks sicherstellt.
Bei bisher bekannten Lösungen werden hierfür bci
spielsweise Konstruktionen mit schwerkraftgestcucrtcn
Pendeln, Ventilsystemen, flexiblen Schnorcheln, u. a. auch in Verbindung mit systematisch verteilten Entlüftungskanälen vorgesehen, die im Wechsel die Funktion
der Entlüftung bei unterschiedlichen Fluglagen über
nehmen sollen.
So ist z. B. aus der DE-AS 27 43 994 bzw. aus der US-PS 41 97 870 eine Einrichtung zur Entlüftung gefahrlichen Druckanstiegen ausgesetzter Flüssigkeitsbehälter für Flugzeuge bekannt, bei der innerhalb des
Flüssigkeitsbehälters Entlüftungsrohre so angeordnet sind, daß stets die Mündung mindestens eines Entlüftungsrohres oberhalb, die Mündung mindestens eines
weiteren Entlüftungsrohres unterhalb des Flüssigkeitsspiegels liegt, wobei die jeweils anderen Enden der Ent-
M) lüftungsrohrc in voneinander getrennte sowie gegenüber ilen Tiinkinncnriiuin angutlichicicn Kümmern
miiiiilcn: hierbei soll ferner ilen Kümmern ein miitels
eines durch lieschleiini^iingskriirie verstellbaren (ic
wichls fluglageabhiingig steuerbares Drehsehieberven-
b5 til zugeordnet sein, wobei Steuerschlitze dieses Ventils
in der Weise zueinander versetzt angeordnet sind, daß bei freiem Strömungsdurchtritt über das mindestens eine oberhalb des Flüssigkeitsspiegels liegende Entlüf-
tungsrohr gleichzeitig der Strömungsdurchtritt über das mindestens eine weitere unterhalb des Flüssigkeitsspiegels
liegende Entlüflungsrohr abgesperrt ist.
All diese zuvor erwähnten bekannten Lösungen haben den Nachteil, daß sie mechanisch aufwendig und
störanfällig sind und daß sie bei den eingangs genannten Flugzuständen insbesondere Og-Bedingungen, eine sichere
Ölversorgung nicht gewährleisten können. ·
Letzteres trifft auch für eine aus der GB-PS 5 50 326 bekannte Tankanlage für Flugzeuge zu, bei der innerhalb
eines äußeren Haupttanks ein Nebentank zentrisch angeordnet ist, innerhalb desselben eine konzentrisch
um eine gegen die Atmosphäre entlüftete, statische Hohlwelle schraubenlinienförmig gewundene statische
Führungsbahn ausgebildet ist, die seitlich von oben außen vom Rücklauföl beaufschlagbar ist, um so das Rücklauföl
stets vor dem Neben- und Haupttankaustritt einer gegen die Nebentankwand abgeschleuderten Bewegungsführung
zu unterwerfen. Der dabei zur Ergänzung verbrauchten Öls beiziehbare Haupttank kommuniziert
ausschließlich vor dem gemeinsamen Tankaustritt, also
stromabwärtig zentrisch mit dem Förderstror-.i des Nebentanks.
Ferner sind bei der vorliegenden bekannten Tankanlage von der Haupt- und Nebentankwand seitlich
wechselweise in den Haupttank auskragende Ablenk- bzw. »Schlingerplatten« vorgesehen; sowohl mit
diesen als auch im Wege der nebentankseitigen Führungsbahnanordnung und -ausbildung soll trotz plötzlicher
bzw. unvorhergesehener Tankbewegungen eine ununterbrochene Ölversorgung gewährleistet sein. Allenfalls
dürfen im vorliegenden bekannten Fall auftretende »Tankschaukelbewegungen« gedämpft werden
können; bereits bei einer Überkopflage, bei der also das Haupttanköl gegen die vom gemeinsamen Tankaustritt
abweichende Seite abfließen würde, wurde jegliche Ölversorgung aus dem Haupttank unterbrochen. Trotz eines
vergleichsweise hohen erforderlichen Rückflußölenergieaufwands ist im Rahmen der bekannten Tankanlage
bezüglich der statischen Nebentankführungsbahn- und EntlüftLiigswellenausbildung keine in Gesamttanklängsrichtung
ununterbrochene, »saubere« öl-Lufttrennung bzw. Luftkernausbildung möglich mit der gleichzeitigen
Gefahr verhältnismäßig hoher, über die Entlüftungslcitung abfließender Ölmengen. und es ist ferner
— im Hinblick auf Og-Bedingungen — keine Gewähr für eine davon vollkommen unbeeinflußte ölentnahme
aus dem Nebentank gegeben.
Bei einem weiteren, aus der GB-PS 8 97 329 bekannten
Flüssigkeiisvcrsorgungstank für Flugzeuge soll zur
sicheren Ölversorgung si>wic zur Luftabscheidung aus
dem Kreislauf, u. a. auch unter Og-Bedingungen, innerhalb eines iiußeren Flüssigkeitstanks ein separater weiterer
Behälter angeordnet sein, der an seiner Ober- und Unterseite mittels Drosselpassagen ausgestaltet ist. Dabei
soll ferner eine sowohl in den äußeren Flüssigkeitstank als auch in den weiteren Behälter hineinragende
Entlüftungskammer vorgesehen sein, in welche die ölrücklaufleitung
im Wege eines düsenförmigen Endes tangential einmündet, um dabei eine Wirbelkammer innerhalb
der Entlüftungskammer so umspülen zu können, daß aus dem zugeführten Öl-Luftgemisch das Öl
aus der Wirbelkammer über die Entlüftungskammer in den weiteren Behälter und von dort wieder zum Verbraucher
abfließen kann, während die verbleibenden Luftanteile aus dciii Gemisch über ein zentrisch in die
Wirbelkammer geführtes Entlüftungsrchr gegen die Atmosphäre ausblasbar sind. Es handelt sich hierbei somit
um eine vergleichsweise äußerst aufwendig konzipierte Mehrfach-Tank-in-Tank-Anlage. Es ist dabei
nicht möglich, im Wege eines einzigen Flüssigkeitstanks denselben auf vergleichsweise einfache Weise und im
wesentlichen über die gesamten Tankinncnlängc hinweg, bei allen vorkommenden Flugzuständen wirksam
zu entlüften.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einer mechanisch einfachen Konfiguration eine stets sichere
Behälterentlüftung unter spezieller Berücksichtigung
to extremer Fluglagen und -bedingungen, insbesondere um oder gar unter Og, zu gewährleisten.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung
hauptsächlich gemäß Patentanspruch 1 gekennzeichnet.
Nach der Erfindung kann also in einem rotationssym-
metrischen Flüssigkeitsbehälter, ζ. Β. einem Ölbehälter,
der Ölinhalt in Drehung versetzt werden, so daß sich z. B. auch bei Horizontalflug ein ölfreier Kern im Behälterinnern
ausbildet, aus dem die Entlüftung des Behälters vorgenommen wird. Unter positiven und negativen
^-Belastungen wird dieser Kern eine exzentrische Lage einnehmen, bei Og befindet er sich as«olut im Zentrum
des Behälters. In Sturz- und Steigfluglagen wird die Form dieses Kerns annähernd diejenige einer Parabel
annehmen. Form, Lage und Größe dieses Kerns sind eine Funktion der auf den Behälterinhalt einwirkenden
;?-Belastung, der Fluglage und der Drehgeschwindigkeit
des Bchälterinhaltes bzw. des rotierenden Elements. Unter den Betriebsbedingungen von Triebwerken, die
extremen Fluglagen ausgesetzt sind, gelingt es somit
z. B., Ölbehälter nach dem der Erfindung zugrunde liegenden
Prinzip so zu gestalten, daß es in jedem Fall möglich ist, über ein statisches Element aus dem Kernbereich
den Ölbehälter zu entlüften. Die Ölentnahme kann zweckmäßigerweise mittig zur Behälterlänge sowie
seitlich außen an bzw. über die Behälterwand erfolgen, also in einem Gebiet, in dem der durch Zentrifugation
erzeugte Flüssigkeits- bzw. Ölmantelring am meisten ausgeprägt ist
Um auch bei vergleichsweise geringem Ölinhait des Behälters eine wirksame Versorgung aus diesem aufrechterhalten zu können, kann es sich als äußerst zweckmäßig erweisen, daß die seitliche Tankwandölentnahmestelle etwa in der Art eines Ölsumpfes, d h. z. B. im Sinne einer ölrestauffangstelle, von innen nach außen gesehen, konisch sich verjüngend ausgebildet ist.
Um auch bei vergleichsweise geringem Ölinhait des Behälters eine wirksame Versorgung aus diesem aufrechterhalten zu können, kann es sich als äußerst zweckmäßig erweisen, daß die seitliche Tankwandölentnahmestelle etwa in der Art eines Ölsumpfes, d h. z. B. im Sinne einer ölrestauffangstelle, von innen nach außen gesehen, konisch sich verjüngend ausgebildet ist.
Als äußerst vorteilhaft kann es sich z. B. ferner erweisen, das zur Entlüftung vorgesehene statische Element
als seitlich von der einen Behäl'.erendwand zentrisch
soweit ins BehäUerinnerc bzw. bis zur lichältermitie
so auskragendes Entlüftungsrohr auszubilden, daß dessen endseitige Luftentnahmeöffnung bei statischem Behälter-
bzw. Ölinhalt stets oberhalb des ölspiegels liegt.
Sol'*e närnlich der Zentrifugationseffekt über das rotierende
Element aus irgend einem Grunde ausfüllen, so könnte der Pilot dr>c. Flugzeug dann — unter Vermeidung
extremer Fluglagen und -bedingungen — sofort in den »normalen« Horizontalflug übergehen, also in eine
Fluglage, in der das Entlüftungsrohr parallel oberhalb des ölspiegels lieg« und in der gleichzeitig der ölinhalt
der die Ent.iahmestelle enthaltenden Bchälterseite zugewandt
ist, so daß Entlüftung und Versorgung aus dem Behälter auch für diesen Fall einwandfrei gewährleistet
sind. Im Falle des geschilderten Ausfalles des Zentrifugationseffektes
und des damit cinhergehenden »Kollap-
b5 ses« des ölmantelring würde lediglich eine gegebenenfalls
im Behälter befindliche überschüssige ölmenge, also diejenige, welche bei statischem Ölinhalt die Luftentnahmemündungsposition
des Entnahmelüftungsrohrs
im Behälter übersteigt, infolge Überdrucks über die Entlüftungsleitung entweichen.
Ein mit seiner Luftentnahmeöffnung bis etwa zur Behältermitte auskragendes Entlüftungsrohr erweist sich
auch im Hinblick auf eine gegebenenfalls leicht exzentrische sowie parabolisch vor einer Behälterendwand
sich möglicherweise schließende Luftkernausbildung für eine wirksame Entlüftung als vorteilhaft.
Um den Flüssigkeitsbehälter bzw. ölbehälter über die
zentrale Entlüftungsstelle befüllen zu können, kann unter dem Gesichtspunkt der bei Triebwerken üblichen
Druckbefüllung eine öffnung verhältnismäßig kleinen Durchmessers im äußeren Bchälterendwandbereich angeordnet
und dort mit der Entlüftungsleitung verbunden sein. Während des Füllvorganges kann damit der
ölspiegel bis zu der Position dieser öffnung steigen.
Während des Betriebes, d. h. bei Rotation des ölinhaltes, wird durch diese öffnung öl in den EntlUftungskanal
austreten: bezogen auf die umgewälzte ölmenge im ölsystem
eines Gasturbinenstrahltriebwerkes kann diese Leckmenge als vernachlässigbar angesehen werden.
Die Vorteile des fremdgetriebenen rotierenden Elements bzw. Schaufelrads liegen u. a. darin, daß in kürzester
Zeit die erforderlichen Umfangsgeschwindigkeiten des Schaufelrads erreicht werden können, um einen gezielt
über die gesamte Behälterlänge ausgeprägten 01-rotationsmantel,
und damit selbst bei extremen Belastungen (Og-Bedingungen) eine einwandfreie Entlüftung
über den im wesentlichen zentralen Luftkern im Behälter zu gewährleisten.
Bei unmittelbarer Koppelung des rotierenden Elements z. B. mit einem Gasturbinenstrahltriebwerk (Gasoder
Luftturbinenantrieb) kann ein entsprechend mit dem Hochfahrvorgang des Triebwerks einhergehender
rascher Hochfahrvorgang des rotierenden Elements erreicht werden.
Vorteilhaft kann jedoch der gewählte Fremdantrieb auch völlig unabhängig erfolgen, ohne Ankopplung an
das Triebwerk oder Integration der Antriebsfluidversorgung
in ein vorhandenes Schmiersystem, um von vornherein extrem rasche Hochfahrzeiten des fremdgetriebenen
Elements zu erreichen, die gegebenenfalls über denjenigen des Triebwerks liegen oder, auf der
anderen Seite, keinerlei trägem Ansprechverhalten aus
dem vorhandenen Schmierkreislaufsystem ausgesetzt sind. Die z. B. bei einem Schmieröl besondere Flüssigkeitsträgheit
kann sich somit nicht nachteilhaft auf eine rasche, stabile Luftkernausbildung auswirken.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Patentansprüchen 2 bis 9 hervor.
Anhand der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise
weiter erläutert; es zeigt
F i g. 1 eine als Längsschnitt dargestellte Flüssigkeitsbehältervariante,
bei der die Rotation des ölinhalts durch ein als Schaufelrad ausgebildetes, fremd angetriebenes
rotierendes Element erzwungen wird,
Fig.2 ein schematisch wiedergegebenes Schaltbild hinsichtlich des ölkreislaufs unter Zuordnung zu einem
Geräteträger eines Triebwerkes einschließlich einer weiteren Flüssigkeitsbehältervariante, bei der eine Fiügelradpumpe
vorgesehen ist. um ein Schaufelrad im Behälter in Rotation zu versetzen,
F i g. 3 eine weitere als Längsschnitt dargestellte Flüssigkeitsbehältervariante
in Kombination mit einer Flügelradpumpe zum Antrieb eines im Behälter angeordneten
Schaufelrads und
Fig.4 eine gegenüber Fig.3 weiter abgewandelte
Behältervariante, hier als Querschnitt dargestellt.
Der in F i g. 1 dargestellte Flüssigkeitsbehälter B, ?.. B.
ein öltank, besteht aus einer rotationssymmetrisch zur Tanklängsachse 1 angeordneten äußeren ßewandung 2.
Die in der Zeichnung linke Endwand des Behälters B ist mit 3 bezeichnet, wobei ein in der Zeichnung auf der
rechten Seite liegender Tragkörper 4 den der Endwand 3 gegenüberliegenden Behälterboden 5 bildet. In der
rotationssymmetrischen Bewandung 2 ist eine etwa mittig bezogen auf die Behälterlänge angeordnete Einfüllöffnung
6 für das öl vorgesehen, während auf der der Einfüllöffnung gegenüberliegenden Seite an der Bewandung
2 ein Anschiußstück mit der ölentnahmeöffnung 7
vorgesehen ist. Der in der Zeichnung nach Fig. 1 auf
der rechten Seite liegende Tragkörper 4 weist Leitungsanschlußstücke 8 und 9 auf, wobei das Leitungsanschlußstück
8 eine in den Tragkörper 4 eingearbeitete Leitung IO für die Entlüftung aufweist, die sich in Richtung
zur Tankmitte hin in Form eines zentrisch angeordneten Entlüftungsrohrs 11 fortsetzt, die mit einer
LuftPntnahmeöffnung 12 versehen ist. Es ist dabei wichtig, daß bei stillstehendem Behälterinhalt die Entnahmeöffnung
12 des Entlüftungsrohrs U stets oberhalb des ruhenden Flüssigkeitsspiegels liegt. Das zuvor schon erwähnte
Leitungsanschlußstück 9 setzt sich in Form eines im Tragkörper 4 angeordneten Raums 13 fort, der
im Betrieb vom Rücklauföl beaufschlagt ist. so daß mindestens eine in den Tragkörper 4 bzw. in den Behälterboden
β eingearbeitete, am äußeren Umfangswandbereich
angeordnete ölzufuhröffnung 18 das Rücklauföl in
jo den Behälter B einspeisen kann. Infolge der Rotation
des ölinhalts bildet sich je nach auftretenden Flugkonfigurationen
und auf den Tankinhalt einwirkenden Beschleunigungskräften z. B. ein leicht exzentrisch angeordneter
Luftkern a im Behälter B aus bzw. kann sich dieser Luftkern parabelförmig ausbilden, und zwar gemäß
Position b. wobei diese Parabclform von deren geöffneter Seite, also vom Behälterende 3 ausgehend, in
Richtung auf den gegenüberliegenden Behälterboden 5 rotationssymmetrisch zusammenfließend ausgebildet
ist. Eine weitere parabelförmige Ausbildung dieses Luftkerns ist gemäß Position c gegeben, wobei diese Parabelstruktur
des Luftkerns so erfolgt, daß die Parabel vom Behälterboden 5 ausgehend geöffnet ist, während
sie in Richtung des gegenüberliegenden Behälterendes 3 parabelförmig sowie rotationssymmetrisch zusammenfließend
ausgebildet ist.
Zur Erreichung des schon erwähnten Zentrifugationseffekts des Behälterinhalts ist innerhalb des Behälters
B ein um dessen Längsachse 1 verdrehbar angeordnetes, trommeiförmig ausgebildetes Schaufelrad 15 als
fremdgetriebenes rotierendes Element angeordm-i, das
sich in Tanklängsrichtung erstreckende Schaufeln 15' aufweist. Dieses Schaufelrad 15 ist zum einen über ein
Kugellager 16 an der Entlüftungsleitung 11 gelagert, auf
der gegenüberliegenden Seite ist das Schaufelrad 15 über ein weiteres Kugellager 17 an der Behälterwand 3
verdrehbar gelagert. Infoige Rotation dieses Schaufelrads
15 kann also der Behälterinhalt, z. B. öl, derart in
Rotation versetzt werden, daß sich z. B. die schon erwähnten,
mit a. b und c bezeichneten Konfigurationen für die betreffenden Luftkerne ausbilden, aus denen der
' Behälter B über das achsmittig in diesen hineinragende Entlüftungsrohr 11 nach der Atmosphäre entlüftet werden
kann. Das in F i g. 1 mit 8 bezeichnete Leitungsanschlußstück kann über eine entsprechende Leitung zu
einem in den Zeichnungen nicht weiter dargestellten Geräteträger eines Gasturbinentriebwerkes geführt
werden, wobei im letzteren Fall davon ausgegangen
wird, daß der Geräteträger selbst in irgendeiner Form
nach der Atmosphäre entlüftet ist.
Die Rotation des Schaufelrads 15 nach F i g. 1 kann durch einen beliebig gestalteten Fremdantrieb erzeugt
werden. Es kann sich hierbei um eine mit dem Wellenzapfen 19 gekoppelte Flügelradpumpe handeln; es kann
sich hierbei ferner um eine von einem Gasturbinenstrahltriebwerk mittels aus diesem abgezapfter Luft
oder Gases angetriebene kleine Turbine handeln, wobei
für die jeweiligen Fremdantriebsarten durchaus die Möglichkeit mit eingeschlossen werden kanA, die in den
entsprechenden ölkreislaufsystemen anfallenden Strömungsenergien für den Fremdantrieb mit auszunutzen
Gemäß der in dem Schaltbild nach F i g. 2 angegebenen Einrichtung ist eine Druckölpumpe 20 vorgesehen,
die das öl über eine Leitung 21 aus dem Behälter 22 ansaugt. Die Druckölpumpe fördert dann das Frischöl
über eine Druckölleitung 23 in den Geräteträger 24 ei-
Das zum Antrieb der Flügelpumpe 27 benötigte öl wird aus der Druckölleitung 23 über die Leitung 29
abgezweigt, wobei ein Absteuerventil 28 die Aufgabe hat, die Druckdifferenz über die Flügelradpumpe 27 und
zum Geräteträger 24 zu begrenzen sowie überschüssiges Öl über die Leitung 26 in die Leitung 25' abzusteuern,
über die das vom Geräteträger 24 abgesaugte öl-Luft-Gemisch nach Durchlaufen eines nicht weiter dargestellten
Kühlers zum Behälter 22 zurückgeführt wird.
In einer anderen Ausführungsform des ölsystems ist vorstellbar, daß kein Absteuerventil 28 und keine Ab-Steuer
jitung 26 vorgesehen werden, sondern daß die Begrenzung der ölmenge zur Flügelradpumpe 27 durch
einen Restriktor in der Leitung 29 erfolgt. Über eine Entlüftungsleitung 25 ist der Behälter 22 zum Geräteträger
24 entlüftet, der selbst in irgendeiner Form nach der Atmosphäre entlüftet ist. Die Entlüftungsleitung 25
ist derart geführt, daß sie den ölspiegel bei Stillstand übersteigt.
Wie man aus F i g. 2 weiter erkennt, soll die Flügelradpumpe
27 mit dem Schaufelrad 33 auf einem gemeinsamen Rotor 31 angeordnet sein. Der Rotor 31 ist dabei im
Bereich der seitlichen Behälterwandungen zentrisch sowie in Umfangsrichtung verdrehbar gelagert und innen
hohl ausgebildet. Im mittleren Rotorbereich befindet sich eine Versperrung 30. In Achsrichtung vor und hinter
der Versperrung 30 befinden sich schlitzförmige, in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilte öffnungen 42
bzw. 43 in der Rotorwandung. Die Schaufeln erstrecken sich in Längsrichtung bis in die Nähe der seitlichen Behälterwandungen
sowie von der Rotoraußenseite bis in die Nähe der angrenzenden rotationssymmetrischen inneren
Behälterwand. Im Betrieb, d. h. bei rotierenden ölinhalt, strömt das aus der Leitung 25' kommende öi-Luft-Gemisch
in das Rotorinnere und über die öffnungen 42 stromaufwärts der Versperrung 30 in den sich
zentrisch ausbildenden Luftkern 32 gemäß Pfeilrichtung F. Durch die zwangsweise Umlenkung beim Umströmen
der Versperrung 30 findet eine Trennung zwischen öl und Luft statt, so daß in die öffnungen 43, stromabwärts
von der Versperrung 30, Luft in das Rotorinnere gemäß Pfeilrichtung C und in die anschließende Entlüftungsleitung
25 strömt.
Unter Verwendung gleicher Bezugszeichen für im wesentlichen unveränderter Bauteile der Fig.2 ist
F i g. 3 eine näher präzisierte, fremd getriebene Ausführung der Einrichtung mit Schaufelradanordnungen im
Behälter B'.
Im Falle der Fig.3 ist das rotierende Element als
trommclförmiges Schaufelrad 35 ausgebildet;das im äußeren
Umfangswandbercich des Behälters B' sich erstreckende, gleichförmig in Umfangsrichtung zueinander
versetzt angeordnete Schaufeln 36 aufweist. Das trommeiförmige Schaufelrad 35 kann z. B. mit dem zentrisch
gelagerten, als hohlzylindrischer Drehkörper ausgebildeten Rotor 31 verschweißt sein. Auf dem Rotor 31
sitzen ferner die Schaufelblätter 37 der Flügclradpumpe 27. Der Rotor 31 ist über Kugellager 38 bzw. 39 an
radialen Wandabschnitten 40, 41 innerhalb des Behälters B' verdrehbar gelagert.
Anstelle der Kugellager 38 bzw. 39 sind auch Gleitlager vorstellbar
Im Betrieb erfolgt die Entlüftung des Behälters B' in
zu F i g. 2 beschriebener Weise.
Im Hinblick auf eine sichere Ölversorgung bei geringer
Tankbefüllung wäre eine zum Behälterinneren hin konisch erweitert ausgebildete Behälterwand im Bereich
dsr Entn2hme^^P'lncr ^^ yr»rtpilhpft
Zurückblickend auf die F i g. 1 wäre noch zu vermerken, daß es vorteilhaft ist, wenn im jeweiligen betreffenden
Tragkörper 4 des Behälters B, und zwar in der Nähe der äußeren konzentrischen Bewandung 2, eine als
Drosselstelle ausgebildete Luftentnahmeöffnung 50 vorgesehen ist. Diese Entnahmeöffnung 50 ist im Hinblick
auf eine Druckbefüllung des Tanks vorteilhaft, die gegebenenfalls über das Entlüftungsrohr 11 vorgenommen
werden soll, so daß hier bei geschlossener Einfüllöffnung 6 (F i g. 1) und erfolgender Druckbefüllung eine
Entlüftung über diese Entnahmeöffnung 50 erfolgen kann, die ihrerseits über das Anschlußstück 8 an die
Tankentlüftung angeschlossen ist. Etwaige im Betrieb bei Rotation des Behälters aus der Entnahmeöffnung 50
entweichende Leckmengen dürften als verhältnismäßig gering zu veranschlagen sein. Im Hinblick auf Fig. 1 sei
weiter erwähnt, daß die Behälterwand im Bereich der betreffenden Entnahmeöffnung 7, also zur Entnahmestelle
hin, hier ebenfalls z. B. konisch erweitert ausgebildet sein könnte, um besonders im Hinblick auf eine geringe
Behälterfüllung eine sichere ölentnahme zu gewährleisten.
Unter Verwendung gleicher Be/.ugs/eichcn für funktionsmäßig
im wesentlichen unveränderte Bauteile veranschaulicht Fig.4 eine gegenüber Fig.3 im wesentlichen
dahingehend abgewandelte Ausführungsform des Behälters ß', daß in dessen ansonsten konzentrische Bewandung
51 ein sich in Umfangsrichtung erstreckender, spiralenförmig sich zur Entnahmeöffnung 34 hin im
Querschnitt kontinuierlich erweiternder Flüssigkeits-, d. h. hier ölentnahmekanal 52, integriert ist. In Abweichung
von F i g. 3 sind ferner in F i g. 4 die einzelnen Schaufeln 53 des fremd getriebenen rotierenden Elements
unmittelbar am Rotor 31 angeordnet.
Die beschriebene und aufgezeichnete Anordnung des ölentnahmekanals 52 dient der Ausnutzung der durch
Fremdantrieb erzeugten Rotationsenergie des Behälter-, hier Ölinhaltes durch Umwandlung in Druckenergie,
so daß zur Ölversorgung der entsprechenden Geräte und Schmierzellen auf eine Druckölpumpe verzichtet
werden kann.
Im Hinblick auf die Behälter- und Entlüftungskonfigurationen
z. B. nach F i g. 1 und 3 ergibt sich die Möglichkeit, ein verhältnismäßig großes nutzbares Behältervolumen
bei gleichzeitig verhältnismäßig kleinen Behälterabmessungen bereitzustellen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Einrichtung zur Entlüftung eines Flüssigkeitsbehälters, insbesondere Öltanks, unter spezieller Berücksichtigung extremer Fluglagen und -bedingungen von Flugkörpern oder Luftfahrzeugen, wie
Flugzeugen, bei der das Behälterfluid derart in Rotation versetzbar ist, daß sich infolge des in Richtung
der rotationssymmetrischen Behälterinnenwand zentrifugierten Behälterfluids ein im wesentlichen
fluidfreier. zentrischer Raum für die Behälterentlüftung ausbildet, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rotation des Behälterfluids mittels eines fremd angetriebenen, zentrisch im Behälterinneren
verdrehbar gelagerten, rotierenden Elementes, z. B. eines Schaufelrades (15,33), erzeugt wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschaufelung des rotierenden Elements bis zum drehachsnahen Bereich hin verlaufend angeordnet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schaufelrad (35) eines rotierenden Elements mittels einer unmittelbar am
Flüssigkeitsbehälter (B') konzentrisch zur Drehachse (V) angeordneten Flügelradpumpe (27) antreibbar ist, der vorzugsweise ei? mit dem Schaufelrad
(35) des rotierenden Elements gemeinsamer Rotor (31) zugeordnet ist, der zumindest teilweise als Entlüftungsleitung bzw. mit letzterer kommunizierend
ausgebildet ist
4. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schaufelrad eines rotierenden Elements anhand der in Richtung auf den Flüssigkeit' behälter zurückströmenden Flüssigkeit oder anhand eines gesondert abgesteuerten Flüssigkeitsstromes antreibbar ist.
5. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine geringfügig unterhalb der Ebene einer Einfüllöffnung (6) in
einem Endwandabschnitt des Flüssigkcilsbehältcrs (B) angeordnete, als Drosselstcllc ausgebildete, mit
der Entlüftungslcitung (10) in Verbindung stehende
Öffnung (50).
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die als Drosselstelle ausgebildete öffnung (50) in dem zugleich eine Behälterwand (Boden
5) bildenden Abschnitt eines Tragkörpers (4) angeordnet ist und von dort aus unmittelbar mit der Entlüftungsleitung (10) im Tragkörper (4) in Verbindung
steht, die sich als axsymmetrisch in den Flüssigkeitsbehälter (B) ragendes, vorn offenes Rohr (11) fortsetzt, auf dem ein Lager (16) für das Schaufelrad (15)
sitzt und welches (11), mit seiner Luftentnahmeöffnung (12) stets oberhalb des statischen Behälterinhalts liegend, etwa bis zur Behältermitte geführt ist.
7. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, bei der der Kraftstoff oder ein flüssiges Schmiermittel oder eine Hydraulikflüssigkeit
cnthailende Flüssigkeitsbehälter Bestandteil einer (iusiiirbincniriL'bwLM'k.siinliigc für (''liigZcuge ist, d;idiiivh gekennzeichnet. ikilJ zumindest ein Teil der
für ilen Antriet·» lies beircITeuileii fremilgelriebenen
rotierenden Elements benötigten Energie entweder aus einem der betreffenden Flüssigkeitskreisläufe
der Triebwerksanlage bereitgestellt oder über eine geeignete Luft- oder Gasentnahme aus dem aero-/thermodynamischen Kreißprozeß derTriebswerks-
anlage gewonnen wird, wobei entweder eine gas- oder eine luftbeaufschlagte Turbine zum Antrieb des
betreffenden rotierenden Elements vorgesehen ist
8. Einriclttung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der als kohlzylindrischer Drehkörper
ausgebildete Rotor (31) etwa im mittleren Rotorbereich mit einer Versperrung (30) ausgestattet ist, und
hierbei in Achsrichtung vor und hinter dieser VerspeiTung (30) in der Rotorbewandung in Umfangsrichtung gleichförmig verteilt angeordnete Öffnungen (42, 43) vorgesehen sind, wobei als Folge der
über die Versperrung (30) hervorgerufenen Umlenkung des ÖI-Luft-Gemisches eine Trennung desselben im Sinne des in den Flüssigkeitsbehälter (B')
abfließenden ölanteils und des aus dem Luftkern (32) über die Öffnungen (43) stromab der Versperrung (30) ins Rotorinnere abströmenden Luftanteils
stattfindet, und hierbei der stromab der Versperrung (30) liegende Abschnitt des Rotors (31) über eine
Entlüftungsleitung (25) mit dem gegen die Atmosphäre entlüfteten Geräteträger (24) eines Gasturbinentriebwerkes bzw. Strahltriebwerks in Verbindung steht
9. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in die
Flüssigkeitsbehälterbewandung (51) ein sich in Umfangsrichtung erstreckender, spiralförmig sich zur
Entnahmeöffnung (34) hin kontinuierlich im Querschnitt erweiternder Flüssigkeitsentnahmekanal (52)
integriert ist, mit welchem die im Betrieb benötigte Druckenergie für die Flüssigkeit- bzw. Ölversorgung
bereitstellbar ist
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803050765 DE3050765C2 (de) | 1980-12-18 | 1980-12-18 | Einrichtung zur Entlüftung eines Flüssigkeitsbehälters, insbesondere Öltanks, unter Berücksichtigung extremer Fluglagen und -bedingungen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3047719A DE3047719C2 (de) | 1980-12-18 | 1980-12-18 | Einrichtung zur Entlüftung eines Flüssigkeitsbehälters, insbesondere eines Schmiermittelbehälters für Flugzeuge bei extremen Fluglagen und -bedingungen |
| DE19803050765 DE3050765C2 (de) | 1980-12-18 | 1980-12-18 | Einrichtung zur Entlüftung eines Flüssigkeitsbehälters, insbesondere Öltanks, unter Berücksichtigung extremer Fluglagen und -bedingungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3050765C2 true DE3050765C2 (de) | 1985-07-18 |
Family
ID=25789800
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803050765 Expired DE3050765C2 (de) | 1980-12-18 | 1980-12-18 | Einrichtung zur Entlüftung eines Flüssigkeitsbehälters, insbesondere Öltanks, unter Berücksichtigung extremer Fluglagen und -bedingungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3050765C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8807282B2 (en) | 2005-07-07 | 2014-08-19 | Mtu Aero Engines Gmbh | Lubricant system |
| DE102006057202B4 (de) * | 2006-12-05 | 2015-03-26 | MTU Aero Engines AG | Schmierölversorgungssystem |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB550326A (en) * | 1941-06-30 | 1943-01-04 | Napler & Son Ltd D | Improvements in or relating to tanks for use in aircraft |
| GB897329A (en) * | 1960-03-22 | 1962-05-23 | English Electric Co Ltd | Improvements in and relating to liquid reservoirs for aircraft |
| DE2743994B2 (de) * | 1977-09-30 | 1979-08-16 | Motoren- Und Turbinen-Union Muenchen Gmbh, 8000 Muenchen | Einrichtung zur Entlüftung von Flüssigkeitsbehältern für Flugzeuge |
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1980
- 1980-12-18 DE DE19803050765 patent/DE3050765C2/de not_active Expired
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