DE3012153C2 - Gerät zur Lungenfunktionsanalyse - Google Patents
Gerät zur LungenfunktionsanalyseInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zur Lungenfunktionsanalyse gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1. Ein derartiges Gerät ist Gegenstand des Patents 29 12 391.
Für den Aufbau des Gerätes nach der Hauptpatentanmeldung werden im wesentlichen im Lungenfunktions-Labor
vorhandene Bauteile verwendet. Mit Atemrohr, als Winkelstück ausgebildeter Halterung für den
Atembeutel sowie Ventilsystem für den Atemstrom einerseits und Testgas andererseits ist der Aufbau
vergleichsweise umständlich. Dabei wird die Meßsonde über einen separaten Anschluß zu einer geeigneten
Meßstelle im Atembeutel eingeschoben.
Bei der praktischen Erprobung derartiger Geräte hat sich gezeigt, daß für die Verwendung als mobiles Gerät
der Aufbau weiter vereinfacht werden sollte. Insbeson
dere sollte auch das Totvolumen des Atemrohrsystems,
das bisher bei der Auswertung immer noch als Subtraktionsgröße berücksichtigt werden mußte, soweit
verringert werden, daß es zur Auswertung vernachlässigt werden kann.
is Aufgabe der Erfindung ist es daher, das Gerät nach
der Hauptpatentanmeldung zur Erzielung dieser Eigenschaften konstruktiv abzuändern.
Die Aufgabe wird bei dem Gerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 erfindungsgemäß da
durch gelöst, daß der separate Anschluß als Formstück
mit pneumatischen Leitungen für den Probanden einerseits sowie für die Meßsonde andererseits das
Ventilsystem bildet und zugleich Träger des Atembeutels ist und daß die Meßsonde unmittelbar fest am
separaten Anschluß angebracht ist oder auch selbst Teil dieses Anschlusses ist Vorzugsweise ist die Meßsonde
eine ringförmige Blende. Diese Blende kann mit einer definierten Wechselströmung eines Wechrelströmungserzeugers beaufschlagt werden, wobei der sich an der
Blende ausbildende Wechseldruck mit einem Wechseldruckmesser erfaßbar ist
Aus der DE-PS 25 30 474 war es zwar bereits
bekannt, mittels wechselstrcmungsbeaufschlagter Blenden ein dichteabhängiges Strömungssignal zu erzeugen,
das dort zur Korrektur einer Atemstrommessung verwendet wird. Gemäß der Weiterbildung des
Gegenstandes des vorliegenden Anspruches 1 wird aber
in entsprechender Ausbildung wie bei der Hauptpatentanmeldung das Wechseldruckmeßsignal an der wechsel-
strömungsbeaufschlagten Blendt unmittelbar als Konzentrationsmaß für ein in einem Atembeutel befindliches Gasvolumen abgenommen; es ist so direkt als
Lungenfunktionsmeßgröße darstellbar. Insbesondere ' ergibt sich nun auch aufgrund des kompakten Aufbau
des Formstückes die Möglichkeit, den Totraum des Atemrohrsystems so weit zu verringern, daß er bei
Auswertung vernachlässigt werden kann.
Weitere Vorteile und Erläuerungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Figurenbeschrei
bung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeich
nung in Verbindung mit den weiteren Unteransprüchen. Es zeigt
F i g. 1 den schematischen Aufbau des Gerätes und
Fig.2 anhand einer grafischen Darstellung den
Meßablauf zur Bestimmung der funktionellen Residualkapazität
In der F i g. 1 kennzeichnet 40 den Atembeutel, der
auf einen Ansatz eines Formstückes 43 aufgeschoben ist. Dieses Formstück 43 besteht aus Metall, Kunststoff
oder dergleichen und beinhaltet die einzelnen pneumatischen Leitungen zum Anschluß des Patienten einerseits
und Testgaszuführung andererseits sowie auch gleichzeitig die Meßsonde mit Anschlüssen für die zugehörigen
Meßmittel. Im einzelnen wird ein Patientenanschluß 41 über ein Drei-Wege-Ventil 42 mit der Leitung 50 an
ein (nicht dargestelltes) Spirometer oder direkt mit dem Atembeutel 40 verbunden. Atembeutelseitig ist vor dem
Drei-Wege-Ventil 42 ein Anschluß 51 angeordnet, über
den Testgas eingefüllt werden kann. Dafür werden vorteilhafterweise genormte Portionsdosen 53 auf das
Formstück 43 aufgesetzt, wobei sich ein Ventil 54 in der Portionsdose 53 bei Aufschieben auf den Anschluß 51
des Fonnstückes 43 selbsttätig zum Auslaß des Testgases öffnen kann.
Im Formstück 43 ist atcmbeutelseitig eine Blende 60 eingebaut. Die Blende 60 ist ringförmig ausgebildet und
hat scharfe Abrißkanten. Der innere Durchmesser beträgt zwischen 2 und 3 mm. Die Blende 60 bildet zur
abknickenden und sich auf den äußeren Blendendurchmesser erweiterten Wechselströmungsleitung 45 hin
eine ebene Fläche; atembeutelseitig ist sie konisch ausgestellt, wodurch sich optimale Meßbedingungen an
der Abrißkante ergeben. Mit der Wechselströmungsleitung 45 wird die Blende 60 mit einer Wechselströmung
V-. eines Wechselströmungsgenerators beaufschlagt.
Unmittelbar über der strömungsbeaufschlagten Seite der Blende 60 befindet sich eine Anschtußleitung 46
(Wechseldruckleitung) zur Erfassung des sich an der Blende 60 ausbildenden Wechseldrucks p~ die als
DnickmeSieitung zu einem Wechseldruckmesser 62
führt
Als Wechselströmungserzeuger kann — wie in der Figur mit 56 und 57 angedeutet ist — eine mechanische
Pumpe mit Schwungkolben und Drehantrieb vorgesehen werden. Ebensogut ist auch die Verwendung einer
zu Schwingungen aktivierbaren Membran, beispielsweise einer Hörkapsel, möglich. Der Wechseldruckmesser
62 ist direkt auf die Pulsationsfrequenz des Wechselströmungsgenerators 56 ausgelegt Hierzu dient im
einfachsten Fall ein entsprechend abgestimmtes Mikrofon.
Wechselströmungsgenerator 56 und Wechseldruckmesser 62 bilden ein kompaktes Betriebsgerät 47. Mit
den zugehörigen elektronischen Bauelementen (nicht dargestellt), wird auf einem Anzeigegerät 63 unmittelbar
ein Dichtesignal ρ angezeigt Dieses Signal wird weiterhin auf ein Registriergerät 48 gegeben.
Aus F i g. 2 ergibt sich der Meßablauf, der prinzipiell schon in Jer Hauptanmeldung beschrieben wurde. Mit
36 sind Atemvolumensignale Kund mit 37' Dichtesignale Q bezeichnet, die jeweils als Zeitfunktionen dargestellt
sind.
In Phase I atmet der Proband bei entsprechend
In Phase I atmet der Proband bei entsprechend
ι gestelltem Drei-Wege-Ventil 42 über ein Spirometer
normale Raumluft Das mit dem Spirometer ermittelte Atemvolumen V ist für verschiedene Atemzyklen als
Funktion der Zeit dargestellt Gleichzeitig wird in den vorher evakuierten Atembeutel 40 eine definierte
in Menge Vi des Testgases eingefüllt Als besonders
geeignet erwiesen haben sich solche Portionsdosen, die beim Aufsetzen auf das Formstück 43 eine Menge von
5 I (BTPS) Testgas (21% O2, Rest He) abgeben.
In der gewünschten Atemlage (z. B. FRC, RV) wird
ι5 der Drei-Wege-Hahn umgeschaltet Phase II kennzeichnet
die Rückatmung in den Atembeutel 40. In dieser Phase wird an der Ringblende das Dichtesignal g
zwischen einem Anfangswert griind einem Endwert qm
registriert aus dessen Verlauf der Grad der Einwa-
M schung erkennbar ist Nach anfänglich starkem Anstieg
geht die Dichtekurve in eine asyir'itotische Annäherung
an die Horizontale mit dem Wert gröber.
Nach vollendeter Einwaschung (zwischen 1 und 2 min) werden Proband und Atembeutel 40 vom
Formstück 43 mit Blende 60 getrennt In Phase III gelangt Raumluft als Vergleichsgas an die Blende 60,
worauf sich das Signal Ql einstellt Die Auswertung kann nun unmittelbar nach der Beziehung
(20) FRC = V1 χ a/b
erfolgen, wobei V, das Testgasvolumen sowie a = Qm — Qt und b = ql — Qm mit den Dichtewerten
qm, Qt und ql für Mischgas, Testgas und Luft
kennzeichnen. Der Totraum des Atemrohrsystems ist so gering, daß er vernachlässigt werden kann.
Besonders vorteilhaft ist beim erfindungsgemäßen Gerät, daß es sich bei der Dichtemessung um eine
Relativmessung handelt. Eine Eichung der Meßeinrichtung ist daher nicht notwendig.
Claims (7)
1. Gerät zur Lungenfunktionsanalyse, insbesondere zur Messung von funktionellen Atemvolumina
bzw. Atemkapazitäten, mit einem Atembeutel, der über ein erstes Ventilsystem mittels Atemrohr an
den Probanden und Ober ein weiteres Ventilsystem od. dgl. an Testgasbehälter anschließbar ist, und
einer Gasanalysevorrichtung zur Messung der Testgaskonzentration im Atembeutel, wobei die
Konzentrationsmessung mittels Gasanalyse vorrichtung durch kontinuierliche Dichtebestimmung des
Gemisches von Testgas und Atemluft im Atembeutel erfolgt, wozu mittels eines separaten Anschlusses
eine Meßsonde in den Atembeutel einführbar ist und wobei das mit der Meßsonde abgenommene
gasdichteabhängige Meßsignal entsprechend der vorliegenden Testgaskonzentration unmittelbar als
Lungenfunktionsmeßgröße dargestellt ist, nach Patent 29 12 391 dahingehend abgewandelt, daß der separate Anschluß (43)
als Formstück mit pneumatischen Leitungen (Wechselströmungsleitung 45, Wechseldruckleitung 46) für
den Probanden einerseits sowie für die Meßsonde (60) andererseits das Ventilsystem bildet und
zugleich Träger des Atembeutels (40) ist und daß die Meßsonde (60) unmittelbar fest am separaten
Anschluß (43) angebracht ist oder auch selbst Teil dieses Anschlusses (43) ist
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßsonde eine ringförmige Blende (60)
ist
3. Gerät nach Anspruch ">, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende (60) scharfe Abrißkanten
aufweist
4. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende (60) einen Innendurchmesser
zwischen 2 und 3 mm hat
5. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselströmungsleitung (45) im
Bereich der Blende (60) entsprechend dem Außendurchmesser der Blende (60) erweitert ist
6. Gerät nach Anspruch 1, bei welchem über die Meßsonde dem Atembeutel eine definierte Wechselströmung bekannter Frequenz eingeprägt wird,
wobei der an der Meßsonde sich gegenüber Außendruck ausbildende Wechseldruck als gasdichteabhängiges Signal gemessen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Generator (56, 57) zur
Erzeugung der Wechselströmung durch eine Schwingmembran, ζ. B. Membran einer Hörkapsel,
realisiert ist
7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßfühler (62) zur Aufnahme des
Wechseldrucks durch eine auf die Frequenz des Wechselströmungsgenerators (56,57) abgestimmtes
Mikrofon realisiert ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19803012153 DE3012153C2 (de) | 1980-03-28 | 1980-03-28 | Gerät zur Lungenfunktionsanalyse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803012153 DE3012153C2 (de) | 1980-03-28 | 1980-03-28 | Gerät zur Lungenfunktionsanalyse |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3012153B1 DE3012153B1 (de) | 1981-07-30 |
| DE3012153C2 true DE3012153C2 (de) | 1982-03-18 |
Family
ID=6098690
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803012153 Expired DE3012153C2 (de) | 1980-03-28 | 1980-03-28 | Gerät zur Lungenfunktionsanalyse |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3012153C2 (de) |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| JPS5755133A (en) * | 1980-09-18 | 1982-04-01 | Fuji Electric Co Ltd | Apparatus for measuring respiratory metabolic amount |
| DE10038818A1 (de) * | 2000-08-04 | 2002-02-21 | Univ Dresden Tech | Verfahren und Anordnung zur Bestimmung der funktionellen Residualkapazität der Lungen (FRC) |
-
1980
- 1980-03-28 DE DE19803012153 patent/DE3012153C2/de not_active Expired
Also Published As
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