DE301080C - - Google Patents

Info

Publication number
DE301080C
DE301080C DENDAT301080D DE301080DA DE301080C DE 301080 C DE301080 C DE 301080C DE NDAT301080 D DENDAT301080 D DE NDAT301080D DE 301080D A DE301080D A DE 301080DA DE 301080 C DE301080 C DE 301080C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
boiler
water
steam
washing
condensation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT301080D
Other languages
English (en)
Publication of DE301080C publication Critical patent/DE301080C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B37/00Component parts or details of steam boilers
    • F22B37/02Component parts or details of steam boilers applicable to more than one kind or type of steam boiler
    • F22B37/48Devices or arrangements for removing water, minerals or sludge from boilers ; Arrangement of cleaning apparatus in boilers; Combinations thereof with boilers
    • F22B37/52Washing-out devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Cleaning By Liquid Or Steam (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 301080 — KLASSE 13 e. GRUPPE
G.m.b.H. in WIEN,
Die bisher bekannt gewordenen Anlagen zur Bereitung des Warmwassers für das Auswaschen von Lokomotivkesseln weisen Übelstände auf. So ist die Anwendung eines besonderen Warmwasserkessels unwirtschaftlich, da dieser stets in Betrieb erhalten werden muß, dabei aber nicht immer voll ausgenutzt ist, abgesehen davon, daß dabei die im Wasser und Dampf des auszuwaschenden Kessels enthaltene Wärmemenge bei der dem Auswaschen vorhergehenden Entleerung vollständig verloren geht. Es wurde auch bereits vorgeschlagen, den Dampf durch den Injektor der Lokomotive in den Wasserraum des Tenders zu leiten, um das dort befindliche Wasser zu "erwärmen und das so erwärmte Wasser zum Auswaschen zu verwenden. Eine solche Anlage ist theoretisch wohl wirtschaftlicher, hat aber den Nachteil, daß der in verkehrter Richtung durch den Injektor strömende Dampf die Injektordüsen binnen kurzer Frist zerstört, wozu noch kommt, daß das Tenderwasser dabei niemals bis zu der als zweckmäßig erkannten Temperatur von ungefähr" 60 ° erwärmt wird. Auch die Verwendung des Kesselwassers selbst, das, bevor es zum Auswaschen benutzt werden kann, filtriert werden muß, wobei es sich überdies sehr stark abkühlt, ist als minderwertig zu bezeichen.
Das Verfahren gemäß der Erfindung bezweckt nun die Bereitung des Warmwassers unter möglichst wirtschaftlicher Ausnutzung der in dem auszuwaschenden Kessel enthaltenen Wärmemenge, was dadurch erreicht wird, daß der Kesseldampf in eine Kondensationsanlage geführt und das Kondensat zusammen mit dem die Kondensation bewirkenden erwärmten Kühlwasser unter Druck der Waschwasserleitung bzw. der Speisewasserleitung zugeführt wird. Die Wirtschaftlichkeit dieses Betriebes ist so groß, daß der Verlust an Wärme, der durch Ablassen des im Kessel befindlichen Wassers bedingt ist, ohne weiteres mit in den Kauf genommen werden kann.
In der Zeichnung ist eine Anlage zur Ausübung des Verfahrens schematisch veranschaulicht.
In dem Heizhause ist eine Rohrleitung 1 angeordnet, die mit einer Reihe von An-Schlüssen 2 mit Absperrvorrichtungen 3 versehen ist, an die die auszuwaschenden Kessel angeschlossen werden können, indem das im Kessel befindliche Druckminderventil durch ein Rohr oder durch einen Schlauch mit einer der Absperrvorrichtungen 3 verbunden wird. Wird das betreffende Ventil 3 geöffnet, so strömt der Dampf expandierend aus dem Kessel durch die Rohrleitungen 1 und 4 einer Kondensationsanlage zu, die bei der darge-
stellten Ausführungsform aus zwei Stufen besteht, nämlich aus einem Oberflächenkondensator 5 und einem Einspritzkondensator 6, wobei diese beiden Kondensatoren hintereinander geschaltet sind. Das zur Kondensation erforderliche Kühlwasser kommt aus der Leitung 7 und strömt durch' die Leitung 8 in den Oberflächenkondensator5, durch Leitung 9 in den Einspritzkondensator 6. Das durch den Kondensator 5 strömende und dabei erwärmte Kühlwasser fließt durch das Rohr 10 in den Warmwasserbehälter n, in den auch die Ausströmseite des Einspritzkondensators 6 mündet, so daß sich also in dem Behälter 11 sowohl das gesamte Kondenswasser als auch das gesamte erwärmte Kühlwasser sammelt. Dabei können die Verhältnisse stets so gewählt werden, daß die Temperatur des im Behälter 11 sich' sammelnden Wassers stets ungefähr 60° C beträgt, da diese, Temperatur als vorteilhaft für die Auswaschwirkung und auch für das Kesselmaterial erkannt worden ist.
Aus dem Behälter 11 wird das warme Wasser mittels einer von einem Motor 12 angetriebenen Pumpe 13 in die Waschwasserleitung 14 gedrückt, die mit mehreren Anschlüssen 15 versehen ist, an welche je ein mit einer Düse oder Brause ausgestatteter Schlauch angebracht werden· kann, mittels dessen das Auswaschen in der gebräuchlichen Weise erfolgt, nachdem das Wasser aus dem' Kessel ausgelassen worden ist. Dies geschieht selbstverständlich erst dann, wenn der gesamte im Kessel vorhanden gewesene Dampf zu der geschilderten Warmwasserbereitung ausgenutzt
, worden ist.
Zur Verminderung des Druckgefälles kann hinter das Druckminderventil am Kessel auch noch eine Expansionsdüse o. dgl. geschaltet werden. Zur selbsttätigen Aufrechterhaltung der gewünschten Warmwassertemperatur können in den Kühlwasserzuleitungen 8 und 9 von der Temperatur des Warmwassers beeinflußte Regelvorrichtungen 16 eingeschaltet sein, so daß also die Zuführung des Kühlwassers den jeweiligen Temperaturschwankungen entsprechend geregelt wird. Daß an entsprechenden Stellen der Anlage Absperrvorrichtungen, Druck- und Temperaturmeßvorrichtungen angebracht sind, ist selbstverständlich.
Durch die Kondensation des expandierten Dampfes aus dem Dampfraum des Kessels entsteht im Kessel schließlich ein Unterdruck, so daß beim nachherigen Ablassen des Kühlwassers bei geschlossener Dampfabströmung Luft von unten her durch das abfließende Wasser hindurch aufwärts perlt, was erfahrungsgemäß für die Kesselreinigung sehr vorteilhaft ist. Während ein Kessel ausgewaschen wird, kann gleichzeitig ein zweiter oder noch mehrere zur Bereitung von Warmwasser an die Anlage angeschlossen werden. Dabei vollzieht sich der ganze Waschvorgang ohne Verunreinigung des Heizhauses und ohne daß Dampf frei auszischen würde. Ein Teil des Warmwassers kann auch zur Speisung der gereinigten Kessel verwendet werden. ■
Die bauliche Ausgestaltung der Anlage kann im Rahmen des dargelegten Verfahrens mannigfach abgeändert werden. Durch die geschilderte Ausnutzung der im Kesseldampf enthaltenen Wärme ergibt sich ein bisher noch nicht erreichter Gesamtwirkungsgrad von ungefähr 69 Prozent.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Auswaschen von Lokomotivkesseln u. dgl. unter Ausnutzung der im Kessel von der vorhergegangenen Betriebsdauer vorhandenen Wärme zur Erwärmung des Waschwassers, dadurch gekennzeichnet, daß der Kesseldampf in eine Kondensationsanlage geführt und das Kondensat zusammen mit dem die Kondensation bewirkenden erwärmten Kühlwasser unter Druck der Waschwasserleitung bzw. der Speisewasserleitung zugeführt wird.
2. Einrichtung für das Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem Druckminderventil, durch das der Dampf vom Kessel abgeleitet wird, eine Expansionsdüse o. dgl. angeordnet ist, um das Druckgefälle in der Kondensationsanlage zu vermindern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT301080D Active DE301080C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE301080C true DE301080C (de)

Family

ID=555005

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT301080D Active DE301080C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE301080C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1561407B1 (de) Vorrichtung zur Erzeugung von Milchschaum
EP2040860A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur walzenschmierung
DE3814726C2 (de)
DE3248501C2 (de)
DE301080C (de)
DE3022795C2 (de)
DE3914683C2 (de) Kleindampferzeuger für den Betrieb mit Leitungswasser
DE1200326B (de) Verfahren zum Anfahren einer Dampfkraftanlage
AT71707B (de) Einrichtung zum Auswaschen von Lokomotivkesseln und dgl.
DE102008064252A1 (de) Wärmekraftmaschine in barometrischer Aufstellung mit Kondensationswärme-Rückgewinnung
DE889158C (de) Durchlaufkesselanlage mit rauchgasbeheiztem Zwischenueberhitzer
DE437373C (de) Einrichtung zur Verhinderung schaedlicher Waermespannungen in den Blechen von Dampfkesseln
DE102020124002A1 (de) Getränkebereiter und Verfahren zum Betrieb eines Getränkebereiters
DE3112997A1 (de) "verfahren zur trocknung und rueckgewinnung von waermeenergie aus dem rauchgas von feuerungsanlagen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens"
DE342899C (de)
DE2721221C3 (de) Vorrichtung zum Erwarmen von pumpbaren Substanzen
DE294548C (de)
DE185937C (de)
DE443341C (de) Anlage zur Rueckgewinnung der Waerme stillgesetzter Kessel
DE1125233B (de) Kuehleinrichtung fuer Brennkraftmaschinen, insbesondere Fahrzeugmaschinen
DE444380C (de) Anlage zur Rueckgewinnung der Waerme stillgesetzter Kessel
DE179897C (de)
DE763745C (de) Einrichtung zum Abscheiden der staubfoermigen Verunreinigungen, insbesondere Salzteilchen, aus dem Dampf in Zwangdurchlauf-Roehrendampferzeugern
DE42332C (de) Wasservorwärmer
DE1551057A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum trockenen An- und Abfahren von Zwangdurchlaufkesseln