DE3000592C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Steuerventil der im Oberbe
griff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art.
Bei einem solchen in der DE-PS 29 04 034 mit älterem
Zeitrang vorgeschalgenen Steuerventil sind die den bei
den Verbraucheranschlüssen in deren Radialebenen zuge
ordneten Rücklaufkanäle durch jeweils eine Querbohrung
im Gehäuse miteinander verbunden. Damit wird erreicht,
daß in einer Steuerventilanordnung mit mehreren solchen
Steuerventilen unabhängig davon, in welcher Stellung
sich die Kolbenschieber stromabliegender Steuerventile
befinden, der Durchgang durch die Rücklaufkanäle sicher
gestellt. Blockiert beispielsweise ein stromabliegender
Kolbenschieber in einer Steuerstellung den einen Rück
laufkanal, so wechselt das Druckmittel, das aus dem Ver
braucheranschluß eines stromaufliegenden Steuerventils
abfließen möchte, über die Gehäusebohrung zum anderen
Rücklaufkanal über und strömt so weiter durch die Steu
erventilanordnung. Allerdings ergeben sich dadurch unter
ungünstigen UmständenTurbulenzen oder ein Rückstau, die
das ungehinderte Abströmen des Druckmittels beeinträch
tigen. Bei den üblicherweise klein bauenden Gehäusen be
deutet es zudem einen großen baulichen Aufwand, in jedem
Gehäuse den Verbindungskanal zwischen den Rücklaufkanä
len vorzusehen.
Aus der DE-AS 10 90 480 ist ein Steuerventil einer ande
ren Gattung bekannt, bei dem im Längsverlauf der Schie
berbohrung umlaufende Eindrehungen in der Schieberboh
rungswand vorgesehen sind. Auf diese Weise wird in allen
Stellungen des Kolbenschiebers sichergestellt, daß die
Rücklaufkanäle von der einen Gehäuseseite zur anderen
Gehäuseseite durchgängig sind. Allerdings ist die erfor
derliche Bearbeitung der Schieberbohrung teuer. Ferner
ergibt sich der Nachteil, daß der Kolbenschieber auf
grund der Eindrehungen in der Bohrungswand eine unzweck
mäßig verkleinerte Führungs- und Abdichtfläche vorfin
det.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Steuerven
til der eingangs genannten Art mit in allen Steuerstel
lungen des Kolbenschiebers durchgängigem Rücklauf zu
schaffen, bei dem das Gehäuse herstellungstechnisch ein
fach und kompakt ist.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im
kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Das Gehäuse des Steuerventils wird nur mit der Aufgabe
betraut, das Arbeitsmedium zur Schieberbohrung und von
dieser weg zu leiten. Die Rücklaufkanäle sind einfache,
gerade durchgehende Bohrungen. Der Kolbenschieber allein
ist dafür verantwortlich, in allen Stellungen die Rück
laufanschlüsse in der Schieberbohrung so miteinander zu
verbinden, daß ein im wesentlichen ungehinderter Durch
gang ohne Umlenkungen und Störungsstellen für den Rück
lauf geschaffen wird. Das Gehäuse ist einfach und kom
pakt herzustellen. Weder der Kolbenschieber noch das Ge
häuse braucht durch die Unterbringung des dritten Kanals
im Kolbenschieber in der Baulänge vergrößert zu werden.
Auch bei nur einem Verbraucheranschluß wird in allen
Steuerstellungen des Kolbenschiebers ein durchgängiger
Rücklauf sichergestellt.
Die Unteransprüche sind auf zweckmäßige Ausführungsfor
men des Erfindungsgegenstandes gerichtet.
Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes werden
nachstehend anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Axialschnitt durch ein
Steuerventil für einen Ver
braucher,
Fig. 2 eine um 90° gedrehte Shnitt
ansicht des Steuerventils von
Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt durch eine
Steuerventilanordnung mit Steu
erventilen gemäß den Fig. 1 und
2, in der Ebene III-III von Fig.
2,
Fig. 4 eine Seitenansicht einer weite
ren Ausführungsform eines Kol
benschiebers,
Fig. 5 den Kolbenschieber von Fig. 4 in
einer um 90° gegenüber Fig. 4
gedrehten, geschnittenen Ansicht,
Fig. 6 eine weitere Ausführungsform ei
nes Kolbenschiebers,
Fig. 7 eine weitere Ausführungsform ei
nes Kolbenschiebers,
Fig. 8 einen Längsschnitt durch eine
weitere Ausführungsform eines
Steuerventils, und
Fig. 9 eine um 90° gedrehte Schnittan
sicht des Steuerventils von
Fig. 8 in einer Steuerventilan
ordnung mit zwei Steuerventi
len.
Fig. 1 und 2 sind Längsschnitte eines Steuerventils 1
mit einem Gehäuse 2. Dieses Steuerventil 1 ist im
Schnitt in Fig. 3 mit einem weiteren, gleichen in Block
bauweise zu einer Steuerventilanordnung kombiniert. In
einer glatt durchgehenden Schieberbohrung 3 ist ein zy
lindrischer Kolbenschieber 4 aus der gezeigten Neutral
stellung in zwei Steuerstellungen A und B verschiebbar.
Einem Pumpenanschluß P wird Druckmittel zugeführt, das
für einen an einen Verbraucheranschluß V angeschlossenen
Verbraucher bestimmt ist. Der Pumpenanschluß P liegt dem
Verbraucheranschluß V diametral und in Schieberbohrungs
längsrichtung versetzt gegenüber. Im Kolbenschieber 4
ist ein erster Kanal 5, 8 in Form einer T-förmigen Boh
rung. Der Bohrungsabschnitt 5 des Kanals 5, 8 verläuft
um 90° winkelversetzt gegenüber der Ebene des Pumpenan
schlusses P und des Verbraucheranschlusses V und geht
durch den Kolbenschieber 4 durch. Eine Anschlußbohrung 8
des Kanals 5, 8 führt zur Durchgangsbohrung 5, und zwar
in der Höhe des Verbraucheranschlusses V. Das Gehäuse 2
wird senkrecht zur Ebene des Verbraucheranschlusses V
und des Pumpenanschlusses P von einem Rücklaufkanal
durchsetzt, der durch die Schieberbohrung 3 in zwei Ab
schnitte R unterbrochen ist und in der Schieberbohrung 3
zwei diametral gegenüberliegende Rücklaufanschlüsse bil
det. In der Neutralstellung ist der Durchgang des Rück
laufkanals R durch einen zweiten Kanal 6 in Form einer
Durchgangsbohrung 6 im Kolbenschieber 4 gebildet.
Schließlich durchsetzt den Kolbenschieber 4 ein dritter
Kanal 7 in Form einer Durchgangsbohrung, die in der
Steuerstellung B den Durchgang des Rücklaufkanals her
stellt.
In der Steuerstellung A stellt der erste Kanal 5, 8 den
Durchgang des Rücklaufkanals her. Gleichzeitig verbindet
die Anschlußbohrung 8 den Verbraucheranschluß V mit dem
Rücklaufkanal. Die Kanäle 5, 8; 6; 7 sind zueinander pa
rallel und in gegenseitigen Axialabständen angeordnet,
die jedoch dem Hub des Kolbenschiebers zwischen der Neu
tralstellung X und jeder Steuerstellung A, B entspre
chen.
Vor dem Pumpenanschluß P ist im Kolbenschieber 4 eine
längsverlaufende Strömungstasche 9 ausgebildet, der dia
metral eine weitere Strömungstasche 9 gegenüberliegt.
Die Strömungstaschen 9 sind durch Verbindungskanäle 10
druckmittelübertragend verbunden.
In Fig. 3 sind die Steuerventile 1 derart aneinanderge
setzt, daß ihre Rücklaufkanäle R fluchten und zu einem
Rücklaufsammelraum 11 führen, der sich an der Außenseite
des zweiten Steuerventils 1 befindet. Der Rücklaufkanal
R ist im oberen Steuerventil 1 durch einen Stopfen S
verschlossen. So ist sichergestellt, daß in der Steuer
stellung A Druckmittel aus dem Verbraucheranschluß V des
in Fig. 3 oberen Steuerventils 1 in den Rücklaufsammel
raum 11 abfließen kann, und zwar unabhängig davon, in
welcher Stellung sich der Kolbenschieber 4 des in Fig. 3
unteren Steuerventils befindet.
Fig. 4 und 5 zeigen einen Kolbenschieber 12, der anstel
le des Kolbenschiebers 4 in den Fig. 1 bis 3 einsetzbar
ist. Er besitzt über Durchgangsbohrungen 10 verbundene
Strömungstaschen 9 sowie einen T-förmigen ersten Kanal
5, 8, mit dem in der Steuerstellung A der Verbraucheran
schluß V mit dem Rücklaufanschlüssen R und diese unter
einander verbindbar sind. Für den Durchgang des Rück
laufs in den beiden anderen Stellungen (Neutralstellung
und Steuerstellung B) sind um 90° zu den Strömungsta
schen 9 versetzt die zweiten und dritten Kanäle als
Strömungstaschen 16 zusammengefaßt, die in Längsrichtung
des Kolbenschiebers 12 verlaufen und zum ersten Kanal 5,
8 führen.
Bei einem weiteren Kolbenschieber 14 (Fig. 6) besteht
der erste Kanal 17 aus einer umlaufenden Eindrehung mit
einer Breite 19, die in etwa der lichten Weite des Ver
braucheranschlusses V und der Rücklaufanschlüsse ent
spricht. In die Eindrehung einmündende, und in Längs
richtung des Kolbenschiebers 14 verlaufende Strömungsta
schen 18 bilden die zweiten und dritten Kanäle für einen
Durchgang des Rücklaufs.
Ein Kolbenschieber 15 gemäß Fig. 7 weist zum Verbinden
des Verbraucheranschlusses mit den Rücklaufanschlüssen
eine Eindrehung 20 auf, deren Breite 22 annähernd der
doppelten Weite des Verbraucheranschlusses V und
des Rücklaufanschlusses R entspricht. Die Eindrehung 20
bildet den ersten und den zweiten Kanal für den Durch
gang des Rücklaufs in der Neutralstellung X und in der
Steuerstellung A. In der Steuerstellug B sorgen längs
liegende, kurze Strömungstaschen, die den dritten Kanal
21 bilden, für den Durchgang des Rücklaufs.
In einem Steuerventil 13 (Fig. 8, 9), das gemäß Fig. 9
mit einem gleichen zu einer Steuerventilanordnung 23
kombiniert ist, ist im Gehäuse 24 eine Schieberbohrung
25 für einen gegen Verdrehung gesicherten Kolbenschieber
26 ausgebildet. Ein Pumpenanschluß P dient zur Versor
gung von Verbraucheranschlüssen 27 und 28 zweier wech
selseitig zu beaufschlagender Verbraucher VI und VII.
Dazu sind im Kolbenschieber 26 die Strömungstaschen 9
mit den Durchgangsbohrungen 10 ausgebildet. Eine zwi
schen den Durchgangsbohrungen 10 verlaufende und senk
recht dazu gerichtete Bohrung 29 dient für den sogenann
ten drucklosen Durchlauf in der Neutralstellung. Gemäß
Fig. 9 sind die Gehäuse 24 der beiden Steuerventile 13
mit durchgehenden Bohrungen D ausgestattet, die den
drucklosen Durchlauf in eine Sammelkammer 30 gestatten.
Die Verbraucheranschlüsse 27 und 28 liegen dem Pumpenan
schluß P diametral gegenüber und sind in Längsrichtung
der Schieberbohrung 25 symmetrisch versetzt. Im Außenum
fang des Kolbenschiebers 26 ist jedem Verbraucheran
schluß 27 und 28 eine Vertiefung 31 zugeordnet, die über
einen Druckausgleichskanal 32 mit einer diametral gegen
überliegenden Vertiefung 33 verbunden ist, der eine zur
Schieberbohrung 25 hin offene Vertiefung 34 zugeordnet
ist. In der Neutralstellung des Kolbenschiebers 26 er
gibt sich auf diese Weise ein Druckausgleich am Kolben
schieber 26 unter dem im Verbraucheranschluß anstehenden
Druck. Senkrecht zur Ebene des Pumpenanschlusses P und
der Verbraucheranschlüsse 27 und 28 durchsetzt den Kol
benschieber 26 je ein dritter Kanal 35 in Form einer
Durchgangsbohrung. Als erster und zweiter Kanal 36, 37
dienen umlaufende Eindrehungen 36 im Kolbenschieber 26.
Die Rücklaufanschlüsse der Rücklaufkanalabschnitte R
sind gegenüber den Verbraucheranschlüssen 27 bzw. 28 um
ein Maß S′ zum Bohrungsende hin versetzt, das höchstens
der Hälfte der Summe der lichten Weiten beider Anschlüs
se entspricht. Wegen dieser Versetzung wird jede Eindre
hung durch eine gerundete Ausbuchtung verlängert, so daß
in der dargestellten Neutralstellung und in einer Steu
erstellung die Rücklaufkanalabschnitte R miteinander
verbunden sind. In der Neutralstellung wird jedoch der
Verbraucheranschluß 27 bzw. 28 abgesperrt. Der dritte
Kanal 35 ist um die Länge eines Kolbenschieberhubes zwi
schen der Neutralstellung und einer Steuerstellung ge
genüber der Ausbuchtung versetzt, so daß die Rücklaufan
schlüsse in der anderen Steuerstellung ebenfalls mitein
ander verbunden sind. Infolge der Winkelversetzung zwi
schen der Ebene, in der sich der Pumpenanschluß P und
die Verbraucheranschlüsse 28 und 27 befinden, und der
Ebene des drucklosen Durchlaufs und der Rücklaufkanäle
läßt sich eine kurze Baulänge des Kolbenschiebers 26 und
des Gehäuses 24 erreichen. Die Rücklaufkanäle münden in
Fig. 9 in die gemeinsame Sammelkammer 30 ein. Anstelle
dritter Kanäle 35 in Form von Durchgangsbohrungen könn
ten auch längsverlaufende Strömungstaschen angebracht
werden, die sich dann bis zur Eindrehung 36 erstrecken,
ähnlich Fig. 7.
Claims (5)
1. Steuerventil einer aus mindestens zwei aneinander
gesetzten Steuerventilen bestehenden Steuerventilanord
nung, mit einem von einer glatt durchgehenden Schieber
bohrung durchsetzten Gehäuse und einem aus einer Neu
tralstellung in zwei Steuerstellungen verschiebbaren,
verdrehgesicherten Kolbenschieber, mit einem Pumpenan
schluß und wenigstens einem diametral, gegenüberliegenden
und in Bohrungslängsrichtung versetzten Verbraucheran
schluß, mit zwei dem Verbraucheranschluß zugeordneten
und in Umfangsrichtung in annähernd der Radial-Ebene des
Verbraucheranschlusses zueinander versetzten Rücklauf
anschlüssen in der Schieberbohrung, die einem das Gehäuse
durchsetzenden Rücklaufkanal angehören, und mit zwei im
Kolbenschieber vorgesehenen Kanälen, von denen in der
einen Steuerstellung der erste Kanal den vom Pumpenan
schluß abgetrennten Verbraucheranschluß mit den Rück
laufanschlüssen sowie diese miteinander verbindet, wäh
rend der zweite Kanal in der Neutralstellung die Rück
laufanschlüsse miteinander verbindet, dadurch ge
kennzeichnet, daß im Kolbenschieber (4, 12,
14, 15, 26) ein dritten Kanal (7, 16, 18, 21, 35) aus
gebildet ist, der in einen axial begrenzten Umfangsbe
reich des Kolbenschiebers mündet, mit dem dieser bei
seiner Verstellbewegung von der einen Steuerstellung
(A) über die Neutralstellung in die andere Steuerstel
lung (B) die Rücklaufanschlüsse (R) überfährt, und der
in der anderen Steuerstellung (B) des Kolbenschiebers
die Rücklaufanschlüsse (R) miteinander verbindet.
2. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Rücklaufanschlüsse (R) des
Rücklaufkanals in Bohrungslängsrichtung zum Verbraucher
anschluß (V I, V II) um ein Maß (S) an die dem Pumpenanschluß
(P) abgewandte Seite des Verbraucheranschlusses (V I;
V II) versetzt sind, das höchstens die Hälfte der Sum
me der lichten Weiten des Verbraucheranschlusses (V I,
V II) und eines Rücklaufanschlusses (R) beträgt.
3. Steuerventil nach Anspruch 1, wobei der Verbraucher
anschluß um 90° gegenüber den Rücklaufanschlüssen ver
setzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Kanal (5, 8) im Kolbenschieber (4) T-förmig
ausgebildet ist, und daß
der zweite und dritte Kanal (6 bzw. 7) jeweils als Durch
gangsbohrung ausgebildet ist.
4. Steuerventil nach wenigstens einem der Ansprüche
1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der zweite und dritte Kanal (16; 18) von in Kolben-
Schieberlängsrichtung verlaufenden und den ersten Kanal
(5, 8) schneidenden Strömungstaschen im Kolbenschieber
umfang gebildet ist.
5. Steuerventil nach wenigstens einem der Ansprüche
1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
eine umlaufende Eindrehung (20) im Kolbenschieberumfang
zusammengefaßt den ersten und zweiten Kanal bildet,
und daß der dritte Kanal von in die
Eindrehung (20) übergehenden längsverlaufenden Strömungstaschen (21) im
Kolbenschieberumfang gebildet wird.
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