DE299506C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B40/00—Drying sugar
- C13B40/007—Drying sugar in compacted form, e.g. cubes
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Biochemistry (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Drying Of Solid Materials (AREA)
- Freezing, Cooling And Drying Of Foods (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-.■-■- JV£ 299506 KLASSE
89 d. GRUPPE
FRITZ SCHEIBLER in AACHEN.
Verfahren zum Trocknen von Zucker-Würfeln, -Broten u. dgl.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. März 1914 ab.
Bei den üblichen Verfahren zum Trocknen der noch feuchten Zuckerbrote und Zuckerwürfel
usw. wird in der Regel mit einer Temperatur von 40° bis 50° C gearbeitet. Man
vermeidet höhere Temperaturen, weil sonst die Oxydation des Zuckers,, also eine Karamelbildung,
vor sich geht, die sich durch eine gelbliche Farbe des vorher weißen Zuckers
kennzeichnet. Außerdem tritt bei Zuckerbroten und Zuckerplatten, die zwecks Trocknung
einer höheren Temperatur ausgesetzt werden, meistens der Übelstand auf, daß sie beim Abkühlen zerspringen, weil es fast ausgeschlossen
ist, daß man die Abkühlung so genau regeln kann, daß die Temperaturschwankungen
ohne schädlichen Einfluß auf den Zucker bleiben.
Es ist nun bereits vorgeschlagen worden, zur Vermeidung der Übelstände das Trocknen
des Gutes im Vakuum vorzunehmen. Abgesehen von den hohen Anlagekosten aber besitzen
derartige Einrichtungen nur den weiteren Nachteil, daß ein kontinuierliches Arbeiten
unmöglich ist;
Außerdem hat man beim Trocknen von Teigwaren einerseits und Ziegeln andererseits
versucht, günstige Resultate dadurch zu erzielen, daß man Trockenluft bzw. erwärmte
Luft teils im Gleich-, teils im Gegenstrom zum Gute durch den Trockner geführt hat,
wobei bei der zuletzt genannten Einrichtung der Zufluß von Frischluft vorgesehen war.
Diese für anderes Trockengut benutzten Anlagen beim Trocknen von Zuckerwürfeln u. dgl.
zu verwenden, ist nicht möglich, da, wie eingangs erwähnt, der Zucker außerordentlich
empfindlich ist. ;
Der Erfinder stellte sich die Aufgabe, Zucker, insbesondere Brote, Platten und Würfel, mit
der höchst erreichbaren Schnelligkeit zu trocknen, und zwar durch hohe Temperatur des
zum Trocknen verwendeten Dampfes.
Es entsteht aber bei der hohen Dampf-" temperatur von über 500C beim Trocknen
die eingangs erwähnte Oxydation und das Reißen des Zuckers.
Durch Versuche ergab sich nun das nachstehend erläuterte Verfahren' als das einzig
richtige, diese beiden Übelstände zu vermeiden und dabei den Dampfverbrauch und die Trocknungskosten
überhaupt auf ein bisher nicht gekanntes Mindestmaß zu beschränken, sowie mit einer Temperatur von 900C und darüber
zu arbeiten, ohne den Zucker zu schädigen. "
Das Verfahren besteht darin, daß die Trocknung des Zuckers nicht mit möglichst trockner
Luft, sondern mit solcher vorgenommen wird, welche einen erheblichen Feuchtigkeitsgrad besitzt, und zwar wird dies durch Wiederbenutzung
der Trockenluft im Kreislauf erreicht.
Damit nun der Zucker bei seinem Eintritt in die Trockenvorrichtung nicht sofort in die
heißeste Luftzone kommt, wird die Trockenluft im Gegenstrom durch den auf Wagen aufgestapelten Zucker geführt. Auf diese
Weise wird der Zucker beim Eintritt in eine verhältnismäßig niedrige Temperatur kommen,
die dann beim Vorwärtsfahren der Wagen allmählich steigt. Durch die Wiederbenutzung
der Trockenluft im Kreislauf wird die Luft
mit Feuchtigkeit so weit gesättigt, daß eine Oxydation des Zuckers nicht mehr möglich
ist. Damit eine Übersättigung nicht stattfindet, mischt man ständig etwas Frischluft
zu. Der Zucker geht jetzt absatzweise langsam voran und gelangt in die heißeste Zone
der Trockenluft. Durch eine nachher beschriebene Vorrichtung hört jetzt die weitere
Behandlung des Zuckers mit heißer Luft auf,
ίο trotzdem der Zucker noch nicht trocken ist.
Die Zuckerbrote oder -platten haben durch den vorhergehenden Prozeß eine solche Menge
Wärme in sich aufgespeichert, daß die eigentliche Trocknung von innen heraus erst jetzt
beginnt. Ganz allmählich sinkt die Temperatur des Zuckers und damit schreitet auch
die Trocknung ihrem Ende zu. Ein Zerspringen der Zuckerbrote oder -platten ist hierbei ausgeschlossen, weil die Erkaltung
nicht sprungweise erfolgt und damit der Ausgleich der Spannungen im Zucker ganz allmählich
vor sich geht.
Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung, welche zur Ausführung des Verfahrens dient,
dargestellt. In dem Kanal A laufen die Wagen B, welche mit dem Zucker belastet
angefahren'werden. Die Wagen besitzen senkrechte Stirnwände, und an den Seiten weisen
die Stirnwände Führungsleisten für einen Schieber auf. Nachdem die Wagen die heißeste
Zone absatzweise durchfahren haben, fällt beim nächsten Weiterfahren der Schieber herunter
und schließt die Öffnungen in der Stirnwand, so daß der Wagen vom Trockenraum abgeschaltet
ist. Durch Klappventile u. dgl, kann kalte Luft einströmen, um den Zucker abzukühlen,
wobei, wie oben ausgeführt, eine .Nachtrocknung stattfindet. Die heiße Luft arbeitet
immer im Kreislauf, und zwar drückt der Ventilator C die Luft durch das Heizsystem D
und von dort durch die mit Zucker beladenen Wagen B. Bei E wird die Luft wieder abgesaugt
und vermittels Klappe G läßt sich die Menge der Frischluft, die zugesetzt werden
soll, regulieren.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zum Trocknen von Zucker-Würfeln, -Broten u. dgl. bei verhältnismäßig hoher Temperatur (etwa 90 °) in einem Kanaltrockenapparat, durch welchen die Zuckerwürfel u. dgl. wagenweise und im Gegenstrom zur Trockenluft hindurchbewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft mittels eines Ventilators beständig und unter stetiger Zuführung von etwas Frischluft im Kreislauf durch den Trockenkanal und einen Erhitzer geführt wird, um der Luft einen solchen Feuchtigkeitsgrad zu verleihen, daß die Zuckerprodukte sich nicht oxydieren und nicht reißen können.■ Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE299506C true DE299506C (de) |
Family
ID=553593
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT299506D Active DE299506C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE299506C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2119798A3 (de) * | 2008-05-08 | 2010-02-17 | Henryk Zawislak | Verfahren und Vorrichtung für die Herstellung von aromatisierten Zuckerwürfeln |
-
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- DE DENDAT299506D patent/DE299506C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2119798A3 (de) * | 2008-05-08 | 2010-02-17 | Henryk Zawislak | Verfahren und Vorrichtung für die Herstellung von aromatisierten Zuckerwürfeln |
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