DE29913402U1 - Filterbeton-Gate - Google Patents
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Description
Die Erfindung beschreibt einen wasserdurchlässigen Behälter im Baugrund, welcher zur Aufnahme von reaktiven Stoffen dient, die dazu eingesetzt werden, daß mit Schadstoffen belastete Grundwässer nach dem Verfahren Tunnel and Gate" gereinigt werden können.
Bei dem System Tunnel and Gate" handelt es sich um eine Methode zur Behandlung von verunreinigten Grundwässern, die darin besteht, daß zunächst der Grundwasserstrom durch das Einbringen von Dichtwänden unterschiedlichster Weise abgesperrt wird. Dabei reichen die Absperrbauwerke bis in eine wasserundurchlässige Schicht. Diese Dichtwände sind beispielsweise Schlitzwände, Einphasendichtwände, Spundwände, Pfahlwände oder Wände, welche nach dem Mixed-in-Place-Verfahren hergestellt werden.
In diese Dichtwande sind die sogenannten "Gates" eingebaut. Bei diesen "Gates" handelt es sich um wasserdurchlässige Elemente. In diesen "Gates" bzw. wasserdurchlässigen Behältern werden reaktive Stoffe eingefüllt, welche beim Durchströmen die sich im Grundwasser befindlichen Schadstoffe an sich binden bzw. in unschädliche Verbindungen umwandeln. Da diese reaktiven Stoffe nach einiger Zeit ihre Wirksamkeit verlieren bzw. deren Wirksamkeit sinkt, müssen diese reaktiven Stoffe öfter ausgetauscht werden. Um diese reaktiven Stoffe unter wirtschaftlich vertretbarem Aufwand austauschen zu können, müssen diese "Gates" bzw. diese Behälter für die Reaktivstoffe als aufwendige Ingenieurbauwerke hergestellt werden, welche während des Austauschvorganges der Reaktivstoffe dem Erd- und Wasserdruck des umgebenden Bodens widerstehen können.
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Die Patentschrift DE 4425061C1 beschreibt einen solchen Behälter, der aus vorgefertigten Betonfertigteilen besteht. Aus einzelnen Elementen wird dabei ein Behälter im Erdreich hergestellt, der anschließend mit reaktiven Stoffen gefüllt werden kann. Der Einbau dieser Fertigteile bedarf umfangreicher zusätzlicher Baumaßnahmen, da sichergestellt werden muß, daß nach dem Einbau der Fertigteile das Grundwasser auch in das Innere dieser Fertigteile hineinströmen kann. Werden die Fertigteile in stützsuspensionsgefüllte Hohlräume eingebaut, so bedarf es einer speziellen Reinigung des umgebenden Baugrundes, um sicherzustellen, daß der Wasserzutritt durch etwaige verbleibende Stützsuspensionsreste im angrenzenden Boden nicht behindert wird.
Des weiteren gestaltet sich der dichte Anschluß dieser Fertigteile an die Absperrbauwerke bzw. Dichtwände sehr aufwendig. Um die Funktion des "Funnel and Gate"-Systems sicherzustellen, ist es notwendig, daß das mit Schadstoffen belastete Wasser nur durch die reaktiven Materialien strömen und sich keinen Weg zwischen dem "Gate" und den anschließenden Dichtwänden suchen kann.
Um einen freien Zulauf in die Behälter mit den reaktiven Stoffen zu gewährleisten, müssen außerhalb der Behälter, welche Zutrittsöffnungen ähnlich wie Filterschlitze besitzen, Kies oder Filterstoffe eingebaut werden. Wo die Behälter die anschließenden Dichtwände berühren, sind diese Filterstoffe nicht erwünscht, da sonst das Wasser nicht durch die Reaktivstoffe strömt, sondern seitlich an den "Gates" vorbeilaufen würde. Das heißt, man muß den Ringraum um das "Gate" einmal mit undurchlässigem Material im Bereich der Dichtwände verfüllen und im Wassereintrittsbereich in den Reaktivbehälter mit durchlässigem Material.
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Dies ist technisch sehr aufwendig, da die Ringräume aus Kostengründen sehr klein sind und die Trennung der Verfüilstoffe in horizontaler Richtung schwierig ist. Des weiteren ist die wirksame Abdichtung zu den Dichtwänden hin schwer zu überprüfen.
Die Anmeldung WO-9322241 beschreibt ein Verfahren, bei dem als "Gate" ein Caisson in den Boden geschlagen wird. Muß der Querschnitt des Caissons zur Aufnahme der Reaktivstoffe groß sein, so läßt sich dieser Caisson nicht auf große Tiefen wie 30 m einbringen. Wird er beispielsweise aus Einzelteilen ausgeführt, wie beispielsweise aus Wandflächen, die ähnliche Verbindungsmittel haben wie Spundwände, so besteht die Gefahr, daß diese beim Einbringen durch Zwängungen und Vertikalitätsabweichungen aus dem Schloß springen und schließlich der Behälter nicht mehr dicht ist.
Wird das "Gate" kreisförmig aus Spundwänden zusammengesetzt, so können diese Behälter den Erddruck nur aufnehmen, wenn sie innen Gurte bzw. Aussteifungsringe erhalten. Die erweisen sich später beim Austausch von verbrauchten Reaktivstoffen gegen neue Reaktivstoffe als stark hinderlich für die Aushubwerkzeuge. Behälter aus Spundwänden können aufgrund der dünnen Blechstärke und der Ausformung keine Druckkräfte in der Wandfläche aufnehmen.
Das heißt, die Behälter eines "Gates" aus Spundwänden herzustellen, ist technisch und tiefenmäßig stark eingeschränkt.
Des weiteren sind aus großen, rechteckigen Behältern die verbrauchten Reaktivstoffe schwer auszubauen, wenn sie verbacken sind und wenn die Behälter innen Einbauten besitzen.
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Will man die Behälter in Spundwandausführung dazu verwenden, auswechselbare Behälter mit Reaktivstoffen aufzunehmen, so ist dies auf geringe Tiefen beschränkt. Bei größeren Tiefen treten größere Erddrücke auf, welche die Spundwandbehälter verformen bzw. zusammendrücken und dann können sich die Wechselbehälter verklemmen.
Die Erfindung hat die Aufgabe, auf wirtschaftliche, unkomplizierte und schnelle Weise direkt im Erdreich wasserdurchlässige Behälter herzustellen, in denen es möglich ist, reaktive Stoffe schnell und kostengünstig ein- und auszubauen.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Patentanspruches 1 gelöst und anhand der Figuren 1 bis 3 erläutert.
Figur 1 zeigt den Grundriß eines erfindungsgemäßen Behälters 1 für Reaktivstoffe, welcher aus einer zylinderförmigen Anordnung von wasserdurchlässigen und wasserundurchlässigen Elementen besteht. Dieser Behälter ist wasserdicht zwischen Dichtwänden oder Absperrwänden 4 eingebaut.
Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsvariante, bei der die wasserdurchlässigen Elemente 2 nicht auf den gleichen Linien angeordnet sind, wie die wasserundurchlässigen Elemente 3. Damit ist eine größere Wassereindringfläche gegeben.
Figur 3 zeigt einen Schnitt durch den erfindungsgemäßen Behälter.
Der erfindungsgemäße Behälter zur Aufnahme von Reaktivstoffen besteht aus dicht aneinander gereihten, im wesentlichen senkrechten Bohrungen, welche im Grundriß einen geschlossenen Zylinder darstellen.
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In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel für einen Behälter für Reaktivstoffe dargestellt, wie sie beim System "Funnel and Gate" zum Einsatz kommen. Bei dieser Variante besteht die Wandung des Behälters 1 aus überschnitten angeordneten Pfahlbohrungen. Dieser Behälter 1 ist dicht mit Abdichtungselementen 4 verbunden, welche das Wasser absperren und zum Durchfließen des Behälters 1 bewegen.
Die Abdichtungselemente 4 können in unterschiedlichen Systemen ausgebildet sein. Um zu vermeiden, daß mit unterschiedlichen Geräten die Abdichtungselemente 4 und der Behälter 1 hergestellt werden, kann es wirtschaftlich sinnvoll sein, die Abdichtungselemente 4 auch mit Pfahlbohrgeräten herzustellen, z. B. in Form von überschnittenen Pfahlwänden oder Mixed-in-Place-Wänden, welche mit einer oder mehreren Schnecken gleichzeitig hergestellt werden. Weitere Varianten können Spundwände, Schlitzwände oder Dichtwände mit oder ohne eingestellte Kunststoffolien sein oder Kombinationen aus diesen Systemen.
Das Besondere und Erfindungsgemäße an der Umschließung des Behälters 1 besteht darin, daß im Zulaufbereich 5 des Grundwassers und im Ablaufbereich 6 des Grundwassers aus dem Behälter 1, der mit einem Reaktivstoff gefüllt ist, die Umhüllung teilweise durchlässig und teilweise undurchlässig ausgebildet ist. So besteht die zylinderförmige Umhüllung beispielsweise aus wasserundurchlässigen Elementen 3, in dessen Zwischenräumen wasserdurchlässige Elemente 2 angeordnet sind. Das gilt sowohl für den zulaufenden als auch den ablaufenden Bereich.
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Die wasserundurchlässigen Teile 3 der Umhüllung bestehen bevorzugterweise aus einem wasserundurchlässigen Beton mit vorgegebenen Druckfestigkeiten. Zwischen diesen wasserundurchlässigen Elementen 3 werden wasserdurchlässige Elemente 2 eingebracht, die bevorzugterweise aus einem Einkornbeton bestehen. Unter Einkornbeton versteht man dabei einen Beton, der durch Weglassen gewisser Kornfraktionen ähnlich wie ein Filter wasserdurchlässig ist. Von erfindungsgemäßer Bedeutung ist jedoch, daß diese wasserdurchlässigen Elemente auch eine gewisse vorgegebene Druckfestigkeit besitzen, infolgedessen nicht nur aus Filterkiesen oder Filtersanden bestehen.
Die gewünschte Druckfestigkeit dieser wasserdurchlässigen Elemente 2 wird dadurch erreicht, daß die Körner dieses sogenannten Filters mit Hilfe von selbsterhärtenden Bindemitteln zusammengeklebt sind.
Die Dosierung des Bindemittels bzw. Klebers erfolgt so, daß sichergestellt wird, daß sich innerhalb der Poren des Filterbetons im wesentlichen kein Bindemittel oder Kleber befindet, sondern die Kraftübertragung und Verklebung nur im Bereich der Kornberührung erfolgt. Die Bindemittel, die zur Herstellung dieses Einkornbetons verwendet werden, bestehen im wesentlichen aus zementartigen Bindemitteln.
Um zu verhindern, daß diese Bindemittel an den Kontaktstellen während oder nach dem Einbau ausgewaschen werden können, kann es zweckmäßig sein, die selbsterhärtenden Bindemittel durch Zusatzmittel zu verbessern. Hierzu gibt es sogenannte Unterwasser-Compounds, welche dem Zementleim so eine hohe Klebkraft und ein so hohes Zusammenhaltevermögen geben, daß dieser von langsam strömendem Wasser im wesentlichen nicht ausgewaschen werden kann.
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Die Herstellung der Umhüllung des Behälters 1 erfolgt zweckmäßigerweise so, daß zunächst die wasserundurchlässigen Elemente 3 bis zu einer solchen Tiefe abgeteuft werden, daß sie in einen wasserundurchlässigen Boden bzw. Stauer einbinden.
Liegen die wasserundurchlässigen Böden sehr tief und befinden sich unterhalb der Bodenschichten mit den verunreinigten Grundwässern Bodenschichten, welche eine deutlich geringere Wasserdurchlässigkeit besitzen, wie die darüberliegenden Bodenschichten, so kann es ausreichend sein, sowohl die durchlässigen Elemente 2 als auch die undurchlässigen Elemente 3 in diese Schichten einzubinden. Eine Unterströmung ist in diesen Fällen von geringerer Bedeutung. Dabei werden diese wasserundurchlässigen Elemente 3 auf Lücke gesetzt. Nach dem Ansteifen bzw. nach dem Erreichen einer gewissen Mindestfestigkeit des Betons, der in die wasserdichten Elemente 3 eingebracht wird, werden zwischen diese wasserdichten Elemente 3 die wasserdurchlässigen Elemente 2 hergestellt. Dabei werden Bohrungen durch die bereits abgebundenen bzw. erhärteten, wasserdichten Elemente 3 abgebohrt. Dabei werden die wasserdichten Elemente 3 angeschnitten, damit echte kraftschlüssig nutzbare Kontaktflächen zwischen den Elementen 2 und 3 entstehen. In die Bohrungen 2 wird anschließend selbsterhärtendes, aber wasserdurchlässiges Material eingebaut. Dieses selbsterhärtende und wasserdurchlässige Material besteht im wesentlichen aus dem bereits beschriebenen Einkornbeton.
Der wasserdurchlässige Einkornbeton kann außer hydraulischen Bindemitteln auf Zementbasis auch andere Bindemittel enthalten. Dies können beispielsweise stark klebende und erhärtende Kunststoffe sein, wie Kunstharze. Als weitere Form für die Bindemittel sind auch Stoffe möglich, welche in erwärmtem Zustand mit den Zuschlagsstoffen des Einkornbetons vermischt werden und die später nach Abkühlung erhärten und eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den Körnern des Zuschlages herstellen. Diese Bindemittel könnten beispielsweise auf Wachsform oder auf Teerbasis sein.
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Die Bohrungen für die wasserdurchlässigen Elemente 2 werden ebenfalls bis zu einer wasserdichten Bodenschicht abgeteuft oder zumindest in Bodenbereiche, die eine geringere Durchlässigkeit besitzen als die darüberliegenden Bodenschichten und in diese eingebunden. Die Auffüllung dieser wasserdurchlässigen Elemente 2 mit Einkornbeton muß jedoch nicht zwingend über die gesamte Länge der Bohrung erfolgen. So kann es zweckmäßig sein, daß diese wasserdurchlässigen Elemente 2 in tieferen Bereichen aus wasserundurchlässigen Materialien bestehen. Dann folgt über eine gewisse Höhe das wasserdurchlässige Material wie beispielsweise der Einkornbeton und anschließend - zur Erdoberfläche hin - wird wieder wasserundurchlässiges Material eingebaut.
Diese Vorgehensweise kann beispielsweise dann notwendig werden, wenn die Behälter 1 bis in sehr große Tiefen reichen. In diesem Fall bauen sich auf die Außenwandung des Behälters sehr hohe Erddrücke auf, welche als Ringdruckkraft innerhalb des Zylinders des Behälters 1 eingeleitet werden müssen. Dies ist auch der Grund, warum die wasserdurchlässigen Elemente 2 eine gewisse vorgegebene Druckfestigkeit erreichen müssen. Diese liegt erfahrungsgemäß in einer Größe von 2 bis 5 N/mm2. Diese Mindestdruckfestigkeit der wasserdurchlässigen Elemente 2 ermöglicht es, daß nach Herstellen der gesamten geschlossenen, zylinderförmigen Umhüllung des Behälters 1 aus sowohl wasserundurchlässigen Elementen 3 als auch wasserdurchlässigen Elementen 2 das Innere des Behälters 1 ausgehoben werden kann und der ursprünglich dort anstehende gewachsene Boden durch Reaktivstoffe ersetzt wird.
Da die Wandung des Behälters 1 in sich stabil ist, ist auch später - nachdem die Reaktivstoffe in ihrer Wirkung verbraucht sind - ein schneller und einfacher Austausch der Reaktivstoffe möglich. Dieser Austausch der Reaktivstoffe kann sowohl nach dem Drehbohrverfahren erfolgen mit Schnecken und/oder großem Kastenbohrer oder der Austausch der Reaktivstoffe kann mittels Seil- oder Hydraulikgreifern erfolgen.
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Ebenso wäre auch ein Austausch der Reaktivstoffe mit einem Ausspülverfahren oder Aussaugverfahren vorstellbar, bei dem durch ständige Zufuhr von Wasser und gegebenenfalls Luft die verbrauchten Reaktivstoffe ausgetragen werden. Wenn bei sehr großen Tiefen des Behälters 1 die Druckkräfte innerhalb der Behälterwandung zu groß werden, kann es notwendig sein, die wasserdurchlässigen Bereiche 2 abschnittsweise durch wasserundurchlässige Stoffe zu ersetzen, welche eine deutlich höhere aufnehmbare Druckfestigkeit aufweisen als der Einkornbeton. Eine weitere Ausführungsvariante ist gegeben, wenn die höhenmäßige Anordnung der wasserundurchlässigen Teil-Elemente 2 im Zustrombereich 5 anders sind als im Abstrombereich 6. Durch diesen Höhensprung können die Durchströmungsdauer und die Durchströmungswege der Reaktivstoffe im Behälter 1 beeinflußt und verlängert werden. Diese Ausführungsvariante ist in Figur 3 als senkrechter Schnitt durch einen Behälter 1 für Reaktivstoffe dargestellt, der an Dichtwände 4 wasserundurchlässig angeschlossen ist. Der Behälter 1 für das "Gate" sowie die angeschlossenen Abdichtungswände 4 des "Funnels" binden dabei in eine wasserundurchlässige Stauerschicht 7 ein. Auf diese Weise wird verhindert, daß sich das belastete Grundwasser einen Weg unterhalb der Absperrung suchen kann. In Figur 2 ist eine weitere Ausführungsvariante dargestellt, bei der sich die Mittelpunkte der Bohrungen für die wasserdurchlässigen Elemente 2 nicht auf der gleichen Linie der Mittelpunkte der wasserundurchlässigen Bohrungen 3 befinden. Dieses Ausführungsbeispiel kann zweckmäßig sein, um die Eintrittsfläche in die wasserdurchlässigen Elemente zu erhöhen. Die Anordnung der Bohrungen muß jedoch weiterhin so erfolgen, daß eine Druckübertragung innerhalb des Mantels des Behälters 1 möglich ist.
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Die Bohrungen für die wasserundurchlässigen Elemente 3 und die wasserdurchlässigen Elemente 2 werden zweckmäßigerweise im Drehbohrverfahren und aufgrund des anstehenden Grundwassers bevorzugterweise mit Verrohrung ausgeführt. Eine andere Ausführungsvariante ist die Herstellung dieser Bohrungen nach dem verrohrten Greiferverfahren.
Die Herstellung der Bohrungen unter Einsatz einer Stützsuspension ist dann möglich, wenn sichergestellt werden kann, daß im Bereich der wasserdurchlässigen Elemente mit dem Einkornbeton der umgebende Bodenbereich nicht durch Filterkuchen der Stützsuspension verstopft ist. Auf diese Weise wäre es sonst nicht möglich, daß das Wasser durch die wasserdurchlässigen Einkornbetonelemente fließen kann.
Eine weitere Ausführungsvariante ist, daß in den wasserdurchlässigen Elementen ein oder mehrere Rohre 8 eingebaut werden, die eine oder mehrere Spülöffnungen besitzen, die über die Länge des Rohres verteilt sein können. Auf diese Weise ist es möglich, bei etwaigen Ablagerungen im Laufe der Durchströmungszeit durch Gegenspülungen über diese Rohre 8 etwaige Ablagerungen zu beseitigen.
Sollte sich die Durchlässigkeit der wasserdurchlässigen Elemente 2 im Laufe der Jahre erheblich verschlechtern, so ist es unter verhältnismäßig geringem Aufwand möglich, die wasserdurchlässigen Elemente 2 auszubohren, da die Druckfestigkeit nur verhältnismäßig gering ist und innerhalb der üblichen Drehbohrverfahren keinen zu hohen Widerstand entgegenstellen.
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Die zylinderförmige Begrenzung des Behälters 1 kann im Grundriß unterschiedliche Formen aufweisen. Die aus einzelnen Bohrungen zusammengesetzte Umhüllung kann im wesentlichen kreisförmig, elliptisch oder auch quadratisch sein. Die Form der geschlossenen Umhüllung des Behälters 1 für die reaktiven Stoffe sollte in jedem Falle so ausgestaltet werden, daß sich in der Umhüllung eine Gewölbedruckkraft aufbauen kann. Auf diese Weise kann die Behälterwandung ohne zusätzliche Abstützmaßnahmen dem Erddruck widerstehen.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Behälters für das Tunnel and Gate"-System lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Die Behälter lassen sich auf wirtschaftliche Weise bis zu großen Tiefen von 30 und mehr Metern herstellen.
- Der Behälter läßt sich auf sichere und einfache Weise an bestehende Dichtwände anschließen.
- Die Entfernung von verbrauchten Reaktivstoffen kann durch einfaches Ausgreifern und Ausbohren erfolgen.
- Im Inneren des Behälters 1 sind keine aufwendigen, künstlichen Bauwerke einzubauen, um die Reaktionsstoffe aufzunehmen.
- Die wasserdurchlässigen Elemente 2 sind im Falle von Verstopfungen auf einfache und preiswerte Weise durch reines Ausbohren zu ersetzen.
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Bei den Reaktivstoffen handelt es sich in der Regel um chemisch bzw. physikalisch reaktive Stoffe wie z. B. Aktivkohle, Oxidations- oder Reduktionsmittel oder katalytisch wirken Stoffe wie unterschiedliche Eisengranulate. Möchte man längere Durchströmungszeiten des beaufschlagten Wassers durch die Reaktivstoffe, so wird einfach der Durchmesser des Behälters 1 vergrößert, oder die Einlaufbereiche gegenüber den Auslaufbereichen höhenmäßig versetzt.
Durch die Möglichkeit, daß man die wasserdurchlässigen Elemente 2 nicht auf die volle Tiefe ausführt, sondern nur in Teilbereichen, besteht die Möglichkeit, das teure, reaktive Material in möglichst geringen Mengen einzusetzen.
So können die reaktiven Stoffe beispielsweise nur lagenweise innerhalb des Behälters 1 angeordnet werden und dabei die wasserdurchlässigen Elemente 2 höhenmäßig so begrenzt werden, daß das zuströmende Wasser dabei direkt in die entsprechende Schicht des Reaktionsstoffes eindringt und an der gegenüberliegenden Austrittsstelle wieder austritt. Auf diese Weise lassen sich auch auf einfache Art unterschiedliche Grundwasserebenen mit unterschiedlichen Reaktionsstoffen reinigen. Dazu werden in dem Behälter 1 in unterschiedlichen Lagen unterschiedliche Reaktionsstoffe eingebracht, die jeweils durch neutrale, dichte Bodenschichten voneinander getrennt sind.
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Claims (10)
1. "Funnel and Gate"-System zur Reinigung von verunreinigten Grundwässern, dadurch gekennzeichnet,
daß das "Gate" aus einem Behälter (1) zur Aufnahme reaktiver Stoffe besteht, der mit einer geschlossenen, zylinderförmigen Wandung umgeben ist, welche aus im wesentlichen senkrecht stehenden, wasserundurchlässigen Elementen (3) und wasserdurchlässigen Elementen (2) besteht und welche im Einlaufbereich (5) und Auslaufbereich (6) abwechselnd angeordnet sind,
daß die wasserundurchlässigen Elemente (3) kraftschlüssige Kontaktflächen mit den wasserdurchlässigen Elementen (2) aufweisen, um Druckkräfte aus von außen wirkendem Erd- und Wasserdruck in der zylinderförmigen Wandung übertragen zu können,
daß sowohl die wasserundurchlässigen Elemente (3) als auch die wasserdurchlässigen Elemente (2) aus selbsterhärtenden Materialien bestehen, die eine gewisse Mindestdruckfestigkeit besitzen, um ohne weitere Abstützung die von außen wirkenden Kräfte aus Erd- und Wasserdruck aufnehmen zu können,
daß die wasserdurchlässigen Elemente (2) entlang ihrer längenmäßigen Erstreckung ganz oder abschnittsweise aus einem mit einem Einkornbeton vergleichbaren, selbsterhärtenden Material bestehen,
daß sowohl die wasserundurchlässigen Elemente (3) als auch die zumindest teilweise aus wasserdurchlässigem Material bestehenden Elemente (2) in ein dichtes bzw. als Wasserstauer zu bezeichnendes Bodenmaterial (7) einbinden und/oder zumindest in Bodenschichten, die eine geringere Wasserdurchlässigkeit besitzen als die darüberliegenden Bodenschichten,
und daß diese Elemente (2) und (3) sich mindestens bis zum aufgestauten Grundwasserspiegel (9) erstrecken.
daß das "Gate" aus einem Behälter (1) zur Aufnahme reaktiver Stoffe besteht, der mit einer geschlossenen, zylinderförmigen Wandung umgeben ist, welche aus im wesentlichen senkrecht stehenden, wasserundurchlässigen Elementen (3) und wasserdurchlässigen Elementen (2) besteht und welche im Einlaufbereich (5) und Auslaufbereich (6) abwechselnd angeordnet sind,
daß die wasserundurchlässigen Elemente (3) kraftschlüssige Kontaktflächen mit den wasserdurchlässigen Elementen (2) aufweisen, um Druckkräfte aus von außen wirkendem Erd- und Wasserdruck in der zylinderförmigen Wandung übertragen zu können,
daß sowohl die wasserundurchlässigen Elemente (3) als auch die wasserdurchlässigen Elemente (2) aus selbsterhärtenden Materialien bestehen, die eine gewisse Mindestdruckfestigkeit besitzen, um ohne weitere Abstützung die von außen wirkenden Kräfte aus Erd- und Wasserdruck aufnehmen zu können,
daß die wasserdurchlässigen Elemente (2) entlang ihrer längenmäßigen Erstreckung ganz oder abschnittsweise aus einem mit einem Einkornbeton vergleichbaren, selbsterhärtenden Material bestehen,
daß sowohl die wasserundurchlässigen Elemente (3) als auch die zumindest teilweise aus wasserdurchlässigem Material bestehenden Elemente (2) in ein dichtes bzw. als Wasserstauer zu bezeichnendes Bodenmaterial (7) einbinden und/oder zumindest in Bodenschichten, die eine geringere Wasserdurchlässigkeit besitzen als die darüberliegenden Bodenschichten,
und daß diese Elemente (2) und (3) sich mindestens bis zum aufgestauten Grundwasserspiegel (9) erstrecken.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die geschlossene, zylinderförmige Wandung des Behälters (1) im horizontalen Schnitt kreisförmig, ellipsenförmig, quadratisch, rechteckig oder polygonartig begrenzt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die im wesentlichen vertikal angeordneten, wasserdurchlässigen Elemente (2) nur in einem oder mehreren Teilabschnitten mit einem selbsterhärtenden, einkorn- oder filterbetonartigen Material gefüllt sind, während der Rest aus einem wasser- undurchlässigen, selbsterhärtenden Material besteht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das einkornbeton- bzw. filterbetonartige Material mit schwer wasserlöslichem, selbsterhärtendem Bindemittel hergestellt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsterhärtenden Bindemitte(Zemente, Zementverbindungen, Zemente mit Unterwasser-Compound zusetzen, Kunstharze, selbsterhärtende Kunststoffe, selbsterhärtende Kleber, Wachsverbindungen oder Kompositionen aus diesen Stoffen sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuschlagsstoffe des Einkornbetons oder Filterbetons nach Filterkriterien zusammengesetzt sind und aus kalkhaltigen oder kalkfreien Zuschlägen oder druckfesten Kunststoffteilen oder Gemischen aus den genannten Stoffen bestehen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1) nach dem Verfahren einer verrohrten, überschnittenen Bohrpfahlwand hergestellt wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1) unter Suspensionsstützung unverrohrt oder teilweise verrohrt hergestellt wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in einzelnen oder mehreren wasserdurchlässigen Elementen (2) ein oder mehrere Rohre (8) mit einem oder mehreren Auslässen angeordnet werden, welche eine Spülung des Einkornbetons nach der Erhärtung ermöglichen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den wasserdurchlässigen Elementen (2) angeordneten wasser- undurchlässigen Elemente (3) aus einem oder mehreren Betonpfählen bestehen und/oder Schlitzwandbetonlamellen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29913402U DE29913402U1 (de) | 1999-07-31 | 1999-07-31 | Filterbeton-Gate |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29913402U DE29913402U1 (de) | 1999-07-31 | 1999-07-31 | Filterbeton-Gate |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29913402U1 true DE29913402U1 (de) | 1999-11-25 |
Family
ID=8076917
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29913402U Expired - Lifetime DE29913402U1 (de) | 1999-07-31 | 1999-07-31 | Filterbeton-Gate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29913402U1 (de) |
-
1999
- 1999-07-31 DE DE29913402U patent/DE29913402U1/de not_active Expired - Lifetime
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