DE296377C - - Google Patents

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DE296377C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G13/00Protection of plants
    • A01G13/10Devices for affording protection against animals, birds or other pests

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Birds (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, daß besonders in Gärtnereien, Baumschulen usw. die jungen Pflanzen insbesondere von dem Niederwild, wie Hasen, Kaninchen u. dgl., in beträchtlichen Mengen ganz abgefressen oder doch so angefressen werden, daß sie eingehen. Hierdurch wird alljährlich ein ziemlich großer Schaden verursacht. Diesen zu vermeiden oder doch auf ein Mindestmaß einzuschränken, ist Aufgabe der vorliegenden
ίο Erfindung. Erreicht wird der angestrebte Zweck dadurch, daß man die jungen Pflanzen nach ihrem Hervorbrechen aus der Erde oder die auszupflanzenden jungen Pflanzen vor oder nach ihrem Einpflanzen mit einem Mittel besprengt, das das Niederwild abhält, die Pflanzen usw. zu fressen. Als ein solches Mittel ist durch praktisch durchgeführte Versuche »Fischwasser« festgestellt worden, d. h. eine Flüssigkeit oder Lauge, die in der Weise hergestellt ist, daß man Fischabfälle der Küche, von Fischräuchereien, Fischverwertungsanlagen u. dgl. mit Wasser ansetzt und einige Zeit (1 bis 2 Tage genügen schon) stehen läßt, damit sie ordentlich ausgelaugt werden und das Wasser mit den ausgelaugten Stoffen, ölen und Fetten durchsetzt wird und vor allem den Fischgeruch annimmt, der den genannten Tieren unerträglich ist und sie davon abhält, damit behaftetes Futter o. dgl. zu berühren.
Praktisch wird man in der Weise verfahren, daß man die auszupflanzenden jungen Pflanzen in solches Fischwasser eintaucht und dann einpflanzt. Wie die angestellten Versuche erwiesen haben, hält eine solche erstmalige An feuchtung etwa 3 bis 5 Wochen vor. Kaninchen gehen wohl an die Pflanzen heran, wenden sich aber sofort wieder ab, sobald sie den Geruch wahrnehmen. Wenn das Mittel in der Wirkung nachläßt, ist eine in gewissen Zeiträumen zu wiederholende Besprengung der Pflanzen mit dem Fischwasser vorzunehmen. Mit dem Größerwerden der Pflanzen nimmt auch die Vorliebe des Niederwildes für dieselben ab, so daß dann mit der weiteren Anwendung des Mittels aufgehört werden kann.
Auch größeren Tieren, wie Ziegen, Rehen u. dgl., ist das genannte Fischwasser ein Abschreckmittel und könnten die Stämme von jungen Bäumen durch Bestreichen oder Besprengen mit dem Fischwasser in wirksamer Weise gegen Wildfraß geschützt werden.
Schließlich kann man dem Fischwasser auch noch ein geeignetes Düngemittel, wie Blut, Exkremente usw., beimengen, so daß das Mittel nicht nur als Abschreckmittel, sondern gleichzeitig auch als Düngemittel dient und wirkt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Verhütung von Wildschaden, insbesondere durch Niederwild, wie Hasen, Kaninchen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß man die zu schützenden Sämereien nach dem Aufgehen bzw. die auszupflanzenden jungen Pflanzen usw. vor oder nach dem Einpflanzen mit einer aus Fischabfällen hergestellten wässerigen Lauge besprengt oder anfeuchtet.
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