DE2941640C2 - Maschine zur Herstellung von Bauplatten aus einer Suspension aus Fasern und Zement - Google Patents

Maschine zur Herstellung von Bauplatten aus einer Suspension aus Fasern und Zement

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Description

35
Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung von Bauplatten aus einer Suspension aus Fasern und Zement mit einer Zuführleitung für die Suspension und «o einer Zwischenkammer in Form eines Behälters mit freiem Suspensionsspiegel mit einer Verwirbelungsvorrichtung, wobei aus der Zwischenkammer ein Ausgangsspalt zur oberen Fläche eines beweglichen Bandes zur Bildung einer aus der Suspension gebildeten Schicht auf45 dem Band führt.
Eine Maschine dieser Art ist z. B. aus der DE-AS 84 275 bekannt. Diese Maschine liefert Platten mit einer bevorzugten Ausrichtung der Fasern in einer Richtung, was für die Herstellung von Asbestzementrohren vorteilhaft ist. Für Bauplatten sind jedoch in allen Richtungen gleichmäßige Eigenschaften erforderlich, die durch die bekannte Maschine nicht erzielbar sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschine der erwähnten Art zu schaffen, mit welcher Platten mit einer gleichmäßigen Ausrichtung der Fasern in allen Richtungen herstellbar sind und bei welcher trotzdem eine Suspension mit verhältnismäßig großer Dichte verwendbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Verwirbelungsvorrichtung eine drehbare Stangenwalze ist und daß eine weitere Verwirbelungsvorrichtung mit mindestens einem Kanal vorgesehen ist, der mit einer stufenförmigen Ausweitung in die Zwischenkammer mündet.
Die Verwirbelungsvorrichtungen haben eine intensive und gleichmäßige Mikroverwirbelung der Suspension zur Folge, wobei die Fasern, z. B. Asbestfasern, in
65 einer wässerigen Suspension von Zementpulver räumlich in allen Richtungen gleichmäßig ausgerichtet werden. Aus der Zwischenkammer gelangt dann die auf diese Weise verwirbelte Suspension direkt durch den Ausgangsspalt auf ein bewegliches Band, normalerweise einen Filz, auf dem eine Entwässerung erfolgt. Die Maschine kann mit einer wesentlich größeren Konsistenz der Suspension arbeiten, mit z. B. 300 g Feststoffe pro Liter Flüssigkeit gegenüber bisher 100 g Feststoffe pro Liter. Außerdem hat das erhaltene Produkt wegen der gleichmäßigen Ausrichtung der Fasern nach allen Richtungen auch gleichmäßigere Festigkeitseigenschaften in den verschiedenen Richtungen.
Die Maschine ist auch besonders zur Verwendung von Ersatzfasern für Asbest geeignet, da wegen der intensiven Verwirbelung und größeren Konsistenz der Suspension eine bessere Haftung zwischen Zement und Fasern als mit bekannten Maschinen erzielt wird.
Der Ausgangsspait kann durch den Abstand zwischen dem auf einer Führungswalze abgestützten Band und einer Gegenwaize gebildet sein. Durch eine derartige Maßnahme wird insbesondere die Gefahr einer Verstopfung des Ausgangsspaltes vermieden, da sich dieser zwischen zwei in der Ausgangsrichtung bewegten Oberflachen befindet. Zugleich wird die auf dem Band abgelagerte Suspension durch die Führungswalze und die Gegenwalze einem Preßvorgang unterzogen, durch welchen eine gleichmäßig dicke Schicht gebildet wird, wenn d^s Band ein Filzband ist.
Die weitere Verwirbelungsvorrichtung kann eine größere Anzahl paralleler Kanäle aufweisen, welche die Form von zylindrischen Bohrungen haben. Dies bewirkt eine besonders intensive Verwirbelung.
Die weitere Verwirbelungsvorrichtung kann jedoch auch einen Kanal aufweisen, der die Form eines sich über die ganze Breite der Zwischenkammer erstreckenden Schlitzes hat. Dadurch wird eine Vereinfachung der Maschine erhalten.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Maschine,
F i g. 2 einen Teilschnitt aus der F i g. 1 in größerem Maßstab,
F i g. 3 den Grundriß zur F i g. 2 in einem der F i g. 1 entsprechendem Maßstab,
Fig.4, 5 und 6 Teilschnitte mit der Darstellung verschiedener möglicher Kanalformen bei der Maschine nach den F i g. 1 bis 3.
Die Maschine nach der F i g. 1 enthält einen Former 1 mit einem Behälter 2, in dessen Innenraum, der eine zwischen Kammer 3 bildet (Fig.2), durch eine Zuführleitung 4 die in bekannter Weise hergestellte Suspension für die Herstellung der Bauplatten zugeführt wird. Es handelt sich, wie bereits erwähnt, in der Regel um eine Suspension von Zement und Asbestfasern in Wasser. Es sind jedoch auch andere Suspensionen verwendbar, wie z. B. die von Kunststoffasern mit Zement.
Aus der Zuführleitung 4 strömt die Suspension in die Kammer 3 durch eine Verwirbelungsvorrichtung 5, welche in diesem Fall eine Lochleiste 6 mit einer Reihe paralleler Bohrungen 7 enthält, die jede eine stufenartige Ausweitung 8 aufweisen. Auch der Übergang der Bohrung 7 in eine ebene Fläche 10 der Lochleiste 6 bildet eine stufenartige Ausweitung.
An diesen stufenartigen Ausweitungen 8 und 10
entsteht während der Strömung der Suspension eine intensive Verwirbelung, welche eine gleichmäßige Verteilung der Fasern und des Zementes und auch eine gleichmäßige Ausrichtung der Fasern in allen Richtungen zur Folge hat.
Diese Verwirbelung wird in der Kammer 3 durch die Stangenwalze 11 aufrechterhalten, welche eine im Behälter 2 gelagerte Welle 12 enthält, die mit einem Antriebsmotor 12' versehen ist und zwei scheibenförmige Seitenwände 13 trägt, in welchen zur Welle 12 parallele Stäbe 14 befestigt sind. Die Stangenwalze 11 wird im Betrieb im Sinn des eingezeichneten Pfeiles in Drehung versetzt An den Behälter 2 schließt sich die Führungswalze 15 eines Filzbandes 16 an, das über weitere Führungswalzen 17 und 18 geführt ist Eine der Walzen 15 oder 18 ist mit einem nicht dargestellten Antrieb versehen.
Der Führungswalze 15 ist eine Gegenwalze 20 zugeordnet, welche zusammen mit dem auf der Führungswalze 15 abgestützten Filzband 16 einen Ausgangsspalt 5 bildet. Das durch diesen Ausgangsspalt aus der Kammer 3 austretende Material bildet auf dem Filzband 16 eine Schicht 21, die mit Hilfe zweier Saugvorrichtungen 22, 23 entwässert wird. Schließlich wird das die Schicht 21 bildende Material auf eine drehbare, schwenkbar gelagerte Aufnahmewalze 24 aufgewickelt.
Wie aus den F i g. 2 und 3 ersichtlich ist, enthält die Saugvorrichtung 22 parallele Saugleisten 25 mit schrägen Flächen 26, welche bei einer Bewegung des Filzbandes 16 in der Richtung der eingezeichneten Pfeile zum Absaugen von Wasser aus dem Filzband 16 dienen. Das abgesaugte Wasser gelangt in einen Kasten 27 der Vorrichtung und kann aus diesem durch eine Rohrleitung 28 abgeleitet werden.
Die Saugvorrichtung 23 enthält gemäß der Darstellung in der Fig.3 eine Führungsplatte 30, über welche das Filzband 16 geführt ist. Die Führungsplatte 30 ist mit schrägen Schlitzen 31 versehen, welche den Abfluß des abgesaugten Wassers ermöglichen. Die Saugvorrichtung 23 enthält nach der F i g. 1 einen Saugkasten 32, aus welchem ein Rohr 33 zu einer Saugvorrichtung nach der Art einer Vakuumpumpe führt.
Durch die verschiedene Ausbildung der Saugvorrichtungen 22 und 23 wird eine abgestufte Saugwirkung auf das Filzband und die auf ihm befindliche Schicht erzielt,
10
15
20
25 nämlich zuerst schwächer, se lange die Schicht noch viel Wasser enthält, und dann stärker, nachdem ein großer Teil des Wassers entfernt ist
Bei den Ausführungsformen nach den F i g. 1 bis 3 hat die Verwirbelungsvorrichtung eine Reihe von Kanälen 7 in der Form von Bohrungen mit stufenartigen Ausweitungen. Die Bohrungen können jedoch auch mit einem einzigen Kanal kombiniert werden, der die Form eines über die ganze Breite der Maschine sich erstreckenden Schlitzes hat Die entsprechenden Ausführungsformen sind in den F i g. 4,5 und 6 dargestellt
Nach der F i g. 4 enthält die Lochleiste 6' eine Reihe von zylindrischen Bohrungen 7', an welche sich ein über die ganze Breite der Maschine erstreckender Schlitz 7" anschließt Der Schlitz 7" ist mit einer Ausweitung 8' versehen, welche in diesem Fall die Form einer Stufe hat, die sich über die ganze Breite der Maschine erstreckt Die Stirnfläche 10 der Lochleiste 6' bildet darauf eine weitere stufenartige Ausweitung.
Nach der Fig. 5 führen die zylindrischen Bohrungen 7' bis zur Ausweitung 8, welche den Obergang zum Schlitz 7" bildet Der Schlitz 7" ist in diesem Fall asymmetrisch zu den Achsen der Bohrungen 7 angeordnet.
Bei der Ausführungsform nach der F i g. 6 sind schließlich zwei Ausweitungen 8 und 8' vorgesehen, wobei die zylindrischen Bohrungen 7' bis zur Ausweitung 8 führen. Nach der Ausweitung 8 und vor der Ausweitung 8' sind in Strömungsrichtung Flächen 80 und 81 ausgebildet, welche parallel zur Strömungsrichtung der Suspension im Schlitz 7" verlaufen. Zwischen den beiden Flächen 80 und 81 befindet sich eine schräge Fläche 82, die so gewählt ist, daß die Breite des Schlitzes 7" ungefähr gleich dem Durchmesser D der Bohrungen T ist.
Obwohl die in der Zeichnung dargestellten stufenartigen Ausweitungen immer senkrecht zur Längsrichtung des betreffenden Kanales verlaufen (Winkel λ in Fig.5), kann dieser Winkel auch von 90° abweichen und in einem Bereich von 45 bis 135° liegen.
Unter Umständen kann die Wirbelvorrichtung auch nur einen einzigen, über die ganze Breite der Maschine sich erstreckenden Schlitz enthalten, der z. B. durch Weglassen der Bohrungen T in der Fig.4 oder durch einen Ersatz der Bohrungen T in den F i g. 5 und 6 durch einen durchgehenden Schlitz erhalten wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Maschine zur Herstellung von Bauplatten aus einer Suspension aus Fasern und Zement mit einer Zuführleitung (4) für die Suspension und einer Zwsschenkammer (3) in Form eines Behälters (2) mit freiem Suspensionsspiegel mit einer Verwirbelungsvorrichtung (11), wobei aus der Zwischenkammer ein Ausgangsspalt (S) zur oberen Fläche eines beweglichen Bandes (16) zur Bildung einer aus der '<> Suspension gebildeten Schicht (21) auf dem Band führt, dadurch gekennzeichnet, daß die Verwirbekingsvorrichtung eine drehbare Stangenwalze (11) ist und daß eine weitere Verwirbelungsvorrichtung (5) mit mindestens einem Kanal (7, T) '5 vergesehen ist, der mit einer stufenförmigen Ausweitung (8, 8', 10) in die Zwischenkammer (3) mündet.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgangsspalt (S) durch den Abstand zwischen dem auf einer Führungswalze (15) abgestützten Band (16) und einer Gegenwalze (20) gebildet ist.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Verwirbelungsvorrichtung (5) eine größere Anzahl paralleler Kanäle (7) aufweist, welche die Form von zylindrischen Bohrungen haben.
4. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Verwirbelungsvorrichtung (5) einen Kanal (7') aufweist, der die Form eines sich über die ganze Breite der Zwischenkammer (3) erstreckenden Schlitzes hat.
DE2941640A 1979-10-08 1979-10-13 Maschine zur Herstellung von Bauplatten aus einer Suspension aus Fasern und Zement Expired DE2941640C2 (de)

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