DE2925822C2 - Verfahren zur Herstellung von Gußstücken aus Eisen-Kohlenstoff-Schmelzen mit Kugel- oder Kompaktgraphit und Kern zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gußstücken aus Eisen-Kohlenstoff-Schmelzen mit Kugel- oder Kompaktgraphit und Kern zur Durchführung des Verfahrens

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DE2925822C2 DE19792925822 DE2925822A DE2925822C2 DE 2925822 C2 DE2925822 C2 DE 2925822C2 DE 19792925822 DE19792925822 DE 19792925822 DE 2925822 A DE2925822 A DE 2925822A DE 2925822 C2 DE2925822 C2 DE 2925822C2
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    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
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    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
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    • C21C1/10Making spheroidal graphite cast-iron

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Gußstücken aus Eisen-Kohienstof."-Schmelzen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Weiterhin betrifft die Erfindung einen speziellen Kern zur Durchführung des Verfahrens.
Die Vorteile der Behandlung von Gußeisenschmelzen mit Zusätzen zur Erzielung der kugeligen oder einer anderen kompakten Graphitausbildung in der Form gegenüber der Behandlung einer Schmelze mit solchen Zusätzen außerhalb derForm, z. B. in einer Gießpfanne, sind bekannt und z. B. in DE-OS 19 36 153 oder GB-PS 12 78 265 beschrieben. Als wesentliche Vorteile einer Behandlung mit Kugelgraphitbildnern in der Form sind zu nennen: Geringer Verbrauch an kugelgraphitbildenden Zusätzen, Vermeidung des Abklingeffektes und damit sichere Fertigung mit gewährleisteten physikalischen Eigenschaften der Abgüsse, stichprobenweise Kontrollen nach statistischen Methoden genügen zur Qualitätssicherung, Reduzierung des Futterverschleißes insbesondere an Induktionstiegelöfen bei Rücknahme des unbehandelten Basiseiseris, die Möglichkeit, Formen mit dünnwandigem Guß bei den erforderlichen hohen Gießtemperaturen ohne nennenswerten Abbrand an Kugelgraphitbildnern abgießen zu können sowie ein Verfahrensablauf ohne Belastung der Umgebung und des Gießers durch Lichtblitze, Rauch und Dämpfe. Alle diese Vorteile führen in der Regel zu einer Verminderung der Herstellkosten.
In den letzten Jahren wurden verschiedene Verfahren zur Behandlung geeigneter Basisschmelzen mit Kugelgraphitbildnern in der Form entwickelt. So beschreibt DE-OS 19 36 153 eine Methode, bei der eine Zwischenkammer innerhalb des Eingußsystems ausgeformt und mit einer entsprechenden Menge von Kugelgraphitbildnern gefüllt wird. Zur Lösung der Aufgabe einer gleichmäßigen Behandlung des einströmenden Eisens über die gesamte Gießzeit werden komplizierte Parameterberechnungen angegeben und notwendig, was in der Praxis eine umfangreiche Arbeitsvorbereitung für jedes Gußstück bzw. Formplatte erfordert.
Gemäß US-PS 36 58 115 wird zwischen Einguß und Formhohiraum ein Einsatz ;aus zwei mit Bohrungen versehenen Deckplatten angeordnet, zwischen denen sich das Impfmittel befindet. Das Material der Deckplatten soll einen so hohen Schmelzpunkt haben, daß es sich nicht zu schnell auflöst, andererseits aber so zusammengesetzt sein, daß bei allmählich durch den Schmelzfluß größer werdenden Löchern in den Platten eine übermäßige Veränderung der chemischen Zusammensetzung des Gusses nicht stattfindet. Dieses Verfahren enthält keine Behandlungskammer.
In der DE-OS 24 18 966 ist eine Vorrichtung zur Herstellung von Gußstücken mit Kugelgraphit in einer Gießform beschrieben, bei der das Volumen der in den Formhohlraum mündenden Behandlungskammer gleich der Summe der Volumina des herzustellenden Gußstücks und der Speiser ist, wobei die Behandlungskammer eingußseitig mit einem Syphon und gußstückseitig mit einem temporären und durch die gemeinsame Wirkung von Temperatur und Druck der Schmelze zerstörbaren Verschlußorgan abgeschlossen ist. Dieses Verschlußorgan besteht aus einer Blechplatte, deren
Dicke und Zusammensetzung die Dauer des Widerstandes gegen Temperatur und Druck der Schmelze bestimmt, so daß die Impfung in der Behandlungskammer während der Zeit erfolgt, die zur Zerstörung des Verschlußorgans notwendig ist. Unmittelbar stromabwärts wird hinter diesem Verschlußorgan eine Trennplatte aus neutralem feuerfestem Material angeordnet, die einen ein desoxidierendes und nachimpfendes Behandlungsmittel enthaltenden Hohlraum aufweist.
Die DE-OS 26 11 278 beschreibt eine Methode der Formimpfung zur Herstellung von Gußeisen mit Kugelgraphit, bei der mit zwei oder mehr Legierungskammern gearbeitet wird, die nacheinander vom einströmenden Metall durchflossen werden. Durch variabel bemessene Zusätze an lösungshemmenden Mitteln, vorzugsweise auf Eisenbasis, wird erreicht, daß in ein und derselben Form befindliche Gußstücke mit stark unterschiedlichem Gewicht mit gleichmäßig behandeltem Eisen gefüllt werden. Die Kammern arbeiten bei diesem Verfahren nicht gieichzeirig sondern nacheinander, was bedeutet, daß sie eine Auflösung der Legierung in Perioden ermöglichen, die entweder weitgestuft sind oder aufeinanderfolgen.
Den vorerwähnten Verfahren ist gemeinsam, daß die Behandlungskammer nach bestimmten Richtlinien in ihren Abmessungen abhängig vom jeweiligen Gießgewicht berechnet und ausgeformt werden müssen. Teilweise ist hierzu noch ein Vorversuch erforderlich. Für die Trennung der Reaktionsprodukte bzw. Schlakken nach Reaktion der Kugelgraphitbildner mit dem einströmenden Metall sind aufwendige Vorrichtungen oder ein kompliziertes, auf den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmtes und zu berechnendes Anschnittsystem erforderlich.
Nach der US-PS 39 61 663 werden Pellets, vorwiegend aus Magnesiumpulver, in einen waagerechten an den Einguß anschließenden Kanal mit einem besonderen Querschnitt eingebracht. Der Kanalquerschnitt ist dabei so gestaltet, daß die eingegossene Schmelze die Pellets an- und teilweise auch umströmt, womit man eine gleichmäßige Behandlung der Schmelze zu erreichen versucht. Zur Durchführung des Verfahrens ist es notwendig, die Formteilung zum Einbringen der Pellets mittig durch den Behandlungskanal zu legen, was in vielen Fälien entweder formtechnisch schwierig oder ungünstig für den Formfüllungsvorgang ist.
In der DE-AS 23 09 654 wird ein gefonnter Impfkörper beschrieben, der mittels eines mitgeformten Zapfens in einen am unteren Ende des Eingusses angeordneten Siebkern eingelassen wird. Diese Anordnung ist zum Nachimpfen von Gußeisenschmeizen zwecks Verbesserung von Form und Menge des Lamellengraphits und zur Vermeidung von Kantenhärten bei Gußeisen mit Lamellengraphit vorgesehen. Deshalb wird auch als Impfmittel vorzugsweise gekörntes Silizium in Form von Ferro-Legierungen empfohlen. Zur Erzeugung von Gußeisen mit Kugelgraphit mittels Magnesium oder anderen kugelgraphitbildenden Substanzen ist das Verfahren wegen der Heftigkeit der Reaktion und dem damit unvermeidbaren Auswurf von Schmelze aus dem Einguß hinaus nicht geeignet.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer verbesserten Anwendungstechnik, die die betriebliche Anwendung der Formimpfung mit Kugelgraphitbildnern vereinfacht und C jmit die Einsatzmöglichkeiten dieser umweltfreundlichen Technik erweitert. Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den kennzeichnen
den Merkmalen des Anspruchs 1. Ein zur Durchfuhrung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneter Kern ist in Anspruch 6 angegeben.
An Hand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel näher erläutert;
Für eine gute Kugelausbildung des Graphits über das gesamte Gußstück ist es notwendig, daß die Lösung der kugelgraphitbildenden Zusätze gleichmäßig über die gesamte Formfüllung abläuft Dies wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren dadurch erreicht, daß die Verweilzeit der Schmelze im Innenraum des Hohlkerns (1), der den Becher mit den Kugelgraphitbildnern (3) enthält, durch dessen Schlitzquerschnitte im Zusammenwirken mit dem den Hohlkern (1) umgebenden Zwischenmantel (2) geregelt wird.
Die Gießzeit ist als reine Funktion der Gießleistung anzusehen, die durch die repräsentative Wanddicke des Gußstücks bestimmt wird. Die Gießzeit hängt somit lediglich vom Querschnitt und der wü^amen Höhe der Eingußsäuie ab. Dagegen bleiben die Querschnitte des Zulaufs zu dem eingußseitigen Teil des Zwischenmantels (2) immer konstant, während sich die Querschnitte der flachen Rechteckanschnitte zu den Gußstücken oder vorgesetzten Masseln nach der Zahl der Gußstücke und den dort vorhandenen Anschnittmöglichkeiten richten. Da im gesamten Anschnittsystem die Kontinuitätsbedingung »Querschnitt - Strömungsgeschwindigkeit = const« gilt, hat man es über die Dimensionierung der Schlitze im Hohlkern (1) sowie der Höhe und Dicke der geteilten Zwischenkammer (2) in der Hand, die Verweilzeit des einströmenden Eisens in den Innenraum des Hohlkerns (J), der den mit Kugelgraphitbildnem gefüllten Becher (3) umschließt, entsprechend der Lösungsgeschwindigkeit des verwendeten Behandlungsmittels zu regeln. Eine auf das Gußstückvolumen abgestimmte Berechnung von Behandlungskammervolumen und von »Schikanen* für den Schlackenfang ist nicht nötig, was die betriebliche Handhabung des Verfahrens sehr vereinfacht.
Diw geteilte Zwischenkammer (2) sorgt nicht nur für eine wirksame Durchmischung der behandelten Schmelze, sondern verhindert durch die gleichzeitig erreichte Strömungsberuhigung auch unerwünschte Turbulenzen, Funkensprühen und Auswurf infolge Dampfbildung, so daß das Verfahren umweltfreundlich und ohne Belästigung des Gießers abläuft.
Obwohl niedrige Schwefelgehalte des unbehandelten Eisens (etwa 0,01%) vorwiegend aus Kostengründen erwünscht sind, zeigen die nachfolgenden Beispiele, daß nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auch höhere Schwefelwerte im Ausg~ngseisen zulässig sind. Die Erzeug"'üg von Gußstücken mit Kugelgraphit ist bei Schwefelwerten des Ausgangseisens im Bereich von 0,02 bis 0.025% n:it sehr guter Kugelatsbildung treffsicher möglich.
Die erwünschte Nachimpfung durch Reaktion des behandelten Eisen·; mit aus dem Impfstoff bestehenden Kern (1) sorgt gleichzeitig für eine besonders feine Kugelausbüdung und Vermeidung von Karbiden. In den nachfolgenden Beispielen werden Werte von zwei Versuchen wiedergegeben, die unter Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Gießen von druckdichten Rohrbogen für den Kraftwerksbetrieb durchgeführt wurden.
Beispiel 1
Die Basisschmelze hatte eine Zusammensetzung von 3.79% C; 2.70% Si; 0,18% Mn; 0.028% P: 0.029% S. Das
Gießgewicht betrug 31.5 kg. die Gießtemperatur 14800C. die Gießzeit 10 s. Der Hohlkern (1) enthielt einen Einsatz (3), der mit 200 g einer NiMg-Legierung mit 15% Mg gefüllt war, was einem Einsatz an Kugelgraphitbildnern von 0.63Gew.-% entspricht. Die mikroskopische Prüfung ergab 100% Sphärolithen bei 75% Perlit und 25% Ferrit im Gußzustand.
Beispiel 2
Das gleiche Teil wurde mit folgender Basisschmelze gegossen: 3.71% C; 2.70% Si; 0.21% Mn; 0.029% P: 0.028% S; 0,06% Cr; 0,09% Cu. Das Gießgewicht war mit 31.5 kg gleich wie im Beispiel I. die Gießzeit betrug 8 s. die Gießtemperatur I425°C. Der Einsatz (3) im Hohlkern (I) enthielt 100 g einer FeSiMg-Legierung mit 5% Mg + 30 g feine Späne aus Rein-Magnesium. Dies bedeutet einen Anteil von 0,4 Gew.-% an Kugelgraphitbildnern. Der Gießvorgang verlief völlig ruhig, die Kugelgraphitausbildung erreichte 100%, das Gefüge bestand im Gußzustand aus 5% Perlit und 95% Ferrit.
Diese Beispiele zeigen, daß das Verfahren von der Art der Kugelgraphitbildner in verhältnismäßig weiten Grenzen unabhängig ist. Neben dem Vorteil, daß der Hohlkern (I) immer gleiche Abmessungen hat und für seine Anordnung innerhalb der Form auf der Modellplatte nur eine einfach herzustellende runde Kernmarke mit Formkonus benötigt wird, bietet das Verfahren als weiteren Vorzug die Unabhängigkeit vom Formerpersonal bezüglich der richtigen Bemessung der notwendi-
-> gen Menge an Kugelgraphitbildnern, die bei den bekannten Kammerverfahren jeweils mit einem Meßbecher oder ähnlichem Gerät in die Form eingebracht werden müssen.
Bei der vorgeschlagenen Verfahrenstechnik läßt sich
ίο der Einsatz (3) mit den gewählten Behandlungsmitteln sowie ggf. weiteren Zusätzen z.B. auf Durchlauf·Dosierwaagen sehr genau füllen. Dieses Füllen kann in sauberen trockenen Räumen geschehen, so daß die Behandlungsmitte! immer trocken zur Reaktion kom-
ii men. weil sie bei dem erfindungsgemäßen Verfahren durch den verschlossenen Einsatzbecher (3) bis zum Abgießen der Form von Kontakt mit dem Naßgußsand geschützt bleiben. Dem Former wird — wie bereits erwähnt — das kompakte System, bestehend aus Hohlkern (1) und dem gefüllten Einsatz (3). zugeführt. Er wird damit von jeder Dosierarbeil entlastet, was manche Fehlerquellen ausschließt. So ist /. B. am Abguß sofort erkennbar, ob im Extremfall der Former vergessen hat. den Hohlkern (I) mit Bechereinsatz (3)
?i einzulegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

1 Patentansprüche:
1. Verfahren zum Herstellen von Gußstucken aus Eisen-Kohlenstoff-Schmelzen mit Kugelgraphit oder Kompaktgraphit, z.B. in Knötchen- oder Wurmform (Vermiculargraphit), bei welchem eine Schmelze geeigneter Zusammensetzung innerhalb einer im Eingußsystem der Form vorgesehenen Zwischenkammer mit einer bestimmten Menge an Kugelgraphitbildnern behandelt und nachgeimpft wird, bevor sie in den Formhohlraum einströmt, dadurch gekennzeichnet, daß diese Kugdgraphitbildnermenge innerhalb eines Einsatzes angeordnet wird, welcher einen in der Zwischenkammer angeordneten Hohlkern auskleidet, der die Zwischenkammer in zwei Teile unterteilt, daß der Hohlkern in seiner Substanz ein Material zur Nachimpfung enthält und mit einem Durchlaß zum Zulauf vom Einguß einerseits und mit einem DurcHsfi zum gußstückseitigen Teil der Zwischenkammer verbunden wird und daß an diesen Teil der Zwischenkammer wenigstens ein Kanal zum Formhohlraum angeschlossen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als kugelgraphitbildende Substanzen Alkali- und Erdmetalle, vie Cer, Didyn, Lithium, Magnesium, Strontium, Kalzium, Barium, Lanthan oder Yttrium, in Form von Legierungen oder Mischmetallen, gekörnt oder in Pulverform, sowie auch gekörntes Reinmagnesium in Gemengen von Ferro- unj/oder Kalzium-Silizium mit oder ohne Zusätze zur Beeinflussung des Lösungsverhaltens verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspr eh 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugelgraphitbildner in Höhe von 0,15 bis 2Gew.-°/o, bezogen auf das Gewicht der eingegossenen Basisschmelze, eingesetzt werden, wobei der Schwefelgehalt der Basisschmelze bis zu 0,04 Gew.-% beträgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, -10 dadurch gekennzeichnet, daß die in einem Einsatz untergebrachten Kugelgraphitbildner zusätzlich mit Ferro-Silizium, Kalzium-Silizium oder anderen Impfstoffen vermischt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugelgraphitbildner in auf das Gießgewicht abgestimmter Menge abgepackt in einen durch die einströmende Schmelze verbrennenden Einsatz eingebaut werden, welcher den Hohlkern wenigstens zum Teil auskleidet und mit diesem zusammen als komplettes System in die Form eingesetzt wird.
6. Kern zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche I bis 5 mit einer im Eingußsystem vorgesehenen, Kugelgraphitbildner enthaltenden Zwischenkammer, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zwischenkammer (2) ein gesondert gefertigter Hohlkern (1) aus Siliziumcarbid bzw. einem Gemisch aus Siliziumcarbid mit Kalzium=Silizium, FerroSilizium und/oder anderen w) Impfstoffen, wie sie bei der Erzeugung von Gußeisen mit Kugelgraphit üblicherweise verwendet werden, vorgesehen ist, daß der Hohlkern (1) eine geometrisch definierte Gestalt mit ein- und auslaufseitig geometrisch definierten Schlitzen hat und durch b5 Binder soweit verfestigt ist, daß er ohne Beschädigung und/oder Abrieb in entsprechende Kernmarken der Zwischenkammer (2) einsetzbar ist, andererseits aber bei der Reaktion mit der eingegossenen Schmelze in impfender Weise wirkt.
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