DE292089C - - Google Patents

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DE292089C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/093Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens
    • C07C17/10Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of hydrogen atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, daß durch direkte Einwirkung von Chlor auf Methan sämtliche vier Chlorsubstitutionsprodukte des letzteren sich bilden, und zwar entstehen die hochchlorierten Produkte (Tetrachlorkohlenstoff, Chloroform) auch dann, wenn das Methan in großem Überschuß vorhanden ist. Es sind zwar verschiedene Abänderungen der Reaktion vorgeschlagen worden, welche vor allem darauf abzielen, einerseits das Chlor vollständig in Chlorverbindungen überzuführen, anderseits aber die Gefahr einer Explosion und die Abscheidung von Kohle zu verhüten. Keine dieser Abänderungen könnte jedoch die Mannigfaltigkeit der entstehenden Chlorprodukte beseitigen, im Gegenteil treten bei dem Verfahren von Ignacz Pfeifer und Emerich Szarvasy (Patent 242570) außer den vier Chlorderivaten des Methans sogar Chlorderi-
vate des Äthans, Propans usw. auf.
Die vorliegende Erfindung unterscheidet sich nun von allen bekannten Verfahren, welche die Chlorierung von Methan bezwecken, dadurch wesentlich, daß sich ausschließlich Methylchlorid bildet, während die Entstehung der höherchlorierten Produkte praktisch so gut wie vollständig vermieden wird.
Dies wird dadurch erreicht, daß nicht elementares Chlor, sondern Phosgen' bei hoher Temperatur auf Methan zur Einwirkung gebracht wird, wobei die Reaktion nach folgender Gleichung verläuft:
CH4+ CO Cl2 = CH3 Cl+ CO+ H Cl.
Die Reaktion geht schon bei Temperaturen von etwa 300 ° und darüber namentlich in Gegenwart von Katalysatoren leicht vor sich, wobei sowohl die üblichen Chlorüberträger (Kupferchlorid usw.) als auch indifferente' Katalysatoren mit reiner Oberflächenwirkung (Holzkohle usw.) geeignet sind.
Es kann reines oder mit indifferenten Gasen verdünntes Phosgen benutzt werden. Das Methan wird zweckmäßig in geringem Überschuß angewendet, so daß das Gasgemisch nach der Reaktion aus unverändertem Methan, Methylchlorid, Chlorwasserstoff und Kohlenoxyd besteht. Das Methylchlorid wird daraus durch starke Abkühlung oder Kompression oder Absorption, eventuell durch Kombination von zweien Oder allen dreien dieser Mittel, abgeschieden, der Chlorwasserstoff am besten durch Absorption in Wasser. Hierbei spielt es keine besondere Rolle, ob zuerst der Chlorwasserstoff oder das Methylchlorid abgeschieden wird. Natürlich ist es auch möglich, das Methylchlorid ohne vorherige Abscheidung im vorliegenden verdünnten Zustand direkt in chemische Reaktion (z. B. mit Anilin) treten zu lassen. .
:8648
Beispiel.
Man mischt Methan und Phosgen im Raumverhältnis 3: 2 und leitet dieses Gemisch in einem Porzellanrohr bei 400° über zerkleinerte Holzkohle. Der nach Verlassen des Katalysators zunächst entsprechend abgekühlte Gasstrom wird zunächst durch Wasser geleitet und dann mit einer Kompressionsluftpumpe unter gleichzeitiger Abkühlung auf mehrere Atmosphären komprimiert, wobei sich das Methylchlorid in flüssigem Zustande abscheidet.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Darstellung von Methylchlorid aus Methan, dadurch gekennzeichnet, daß man Phosgen auf Methan bei erhöhter Temperatur wirken läßt
2. Ausführungsform des Verfahrens zur Herstellung von Methylchlorid nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch von Phosgen und Methan über Katalysatoren geleitet wird, die entweder als Chlorüberträger wirken oder die Reaktion durch Oberflächenwirkung beschleunigen.
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