DE2920149C2 - Vorrichtung zum Entfernen von gasförmigen Schadstoffen aus Abgasen - Google Patents
Vorrichtung zum Entfernen von gasförmigen Schadstoffen aus AbgasenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen von gasförmigen Schadstoffen aus Abgasen, bei der
zwischen zwei Wänden eine wandernde Schüttung aus einem körnigen Sorbens gehalten ist, die Schüttung
quer von den zu reinigenden Abgasen durchströmt ist und jede Wand aus schräggestellten in einem Abstand
voneinander parallel angeordneten Jalousieblechen gebildet ist.
Je nach Wahl des Sorbens können gasförmige Bestandteile wie Schwefeldioxid, Chlor, Fluor und andere
aus Abgasen, die an die Atmosphäre abgegeben werden sollen, entfernt werden. Während des Betreibens der
Vorrichtung treten einzelne Körner des abwärtswandernden Sorbens bis zu einer gewissen Höhe in den
Raum zwischen den Jalousieblechen ein. Enthält das Abgas noch staubförmige Bestandteile, so besteht die
Gefahr, daß der Staub in dieser Schicht festgehalten werden kann und so die Jalousien verstopft.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art die aus Jalousieblechen
bestehenden Wände derart auszubilden, daß sich kein Staub zwischen den Blechen festsetzen kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst daß die Jalousiebleche gegenüber der Vertikalen einen
Anstellwinkel von 20 bis 30° aufweisen und daß das Verhältnis von lichter Weite zwischen den Jalousieblechen
und ihrer Länge 1 :4 bis 1 :5 beträgt.
Bei einer so ausgebildeten Vorrichtung findet ein ständiger Austausch der zwischen den Jalousieblechen
vorhandenen Körner statt, so daß keine stagnierende Schicht entsteht. Mit diesen Körnern wandert auch der
zwischen ihnen festgehaltene Staub durch die Schüttung abwärts. Ein Verstopfen der Schicht durch Staubpartikel
läßt sich auf diese Weise vermeiden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert
Die Zeichnung stellt einen Längsschnitt durch eine Vorrichtung gemäß der Erfindung dar.
Von der Vorrichtung zum Entfernen der gasförmigen Bestandteile aus einem Abgas ist nur ein Segment dargestellt
Mehrere derartige Segmente sind zu einer Gesamtvorrichtung von kreisförmigem Querschnitt zusammenzusetzen.
Im einzelnen besteht die Vorrichtung aus einem Gehäuse 1. Innerhalb des Gehäuses 1 sind
zwei in einem Abstand voneinander angeordnete aus Jalousieblechen 2 bestehende Wände 3 und 4 angeordnet
Zwischen den Wänden 3 und 4 ist eine, die Vorrichtung von oben nach unten durchwandernde Schüttung
aus einem Sorbens gehalten. Das Sorbens nimmt die im Abgas enthaltenen gasförmigen Bestandteile auf.
Im oberen Teil des Gehäuses 1 ist eine Zuführöffnung 5 vorgesehen, durch die frisches Sorbens in den Raum
zwischen den Wänden 3 und 4 eingespeist wird Durch eine im unteren Teil des Gehäuses 1 vorgesehene Abzugsöff
nung 6 wird das Sorbens abgezogen.
Das zu reinigende Abgas wird durch einen Zuführungsstutzen 7, der in einer Seitenwand des Gehäuses 1
vorgesehen ist in die Vorrichtung eingespeist Das Gas dringt durch den Raum zwischen den Jalousieblechen 2
der Wand 3 in die Schüttung ein, durchströmt diese quer und tritt durch die Wand 4 aus. In den gegenüberliegenden
Seitenwand des Gehäuses 1 ist ein Abführungsstutzen 8 vorgesehen, durch den das Abgas gereinigt, abgezogen
und einem nicht dargestellten Kamin zugeführt wird.
Die Jalousiebleche 2 der Wände 3 und 4 bestehen aus ebenen Blechen, die an ihrem oberen Ende nach außen
abgeknickt sind. Sie sind schräggestellt und in einem Abstand voneinander parallel angeordnet Der Abstand
wird durch zwischengelegte Stege 9 eingehalten. Zwischen jeweils zwei benachbarten Jalousieblechen 2 entsteht
somit ein schräg nach unten gerichteter Kanal. Bei einer Länge der Jalousiebleche 2 von 550 mm beträgt
der senkrechte Abstand zwischen ihnen etwa 125 mm.
Die Länge der Jalousiebleche 2 und der Abstand zwischen
ihnen kann in gewissen Grenzen variiert werden. Dabei ist ein Verhältnis von lichter Weite zwischen den
Jalousieblechen 2 in ihrer Länge von 1 :4 bis 1 :5 einzuhalten.
Im eingebauten Zustand weisen die Jalousiebleche 2 einen Anstellwinkel gegenüber der Vertikalen von 20
bis 30° auf. Dabei wird der kleinere Winkel für die Jalousiebleche 2 der auf der Anströmseite des Abgases
liegenden Wand 3 gewählt.
Um ein besseres Fließen der Körner im wandnahen Bereich zu erreichen, sind in dem Strömungsweg des
Sorbens oberhalb der Abzugsöffnung 5 dachförmige Einbauten 10 vorgesehen. Diese dachförmigen Einbauten
10 kreuzen sich und sind auf den Seitenwänden des Gehäuses 1 abgestützt.
Die Jalousiebleche 2 der Wände 3 und 4 lassen sich auswechselnd, ohne daß die gesamte Vorrichtung demontiert
werden muß. Zu diesem Zweck sind mehrere übereinander angeordnete Jalousiebleche 2 der Wände
3 und 4 zu Abschnitten zusammengefaßt und untereinander verbunden. Diese Abschnitte sind entweder seitlich
in vertikalen Schienen geführt und gegen ein unbeabsichtigtes Verschieben gesichert oder direkt mit einem
tragenden Gerüst verschraubt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Entfernen von gasförmigen Schadstoffen, bei der zwischen zwei Wänden eine
wandernde Schüttung aus einem körnigen Sorbens gehalten ist, die Schüttung quer von den zu reinigenden
Abgasen durchströmt ist und jede Wand aus schräggestellten in einem Abstand voneinander parallel
angeordneten Jalousieblechen gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Jalousiebleche
(2) gegenüber der Vertikalen einen Anstellwinkel von 20 bis 30° aufweisen und daß das Verhältnis
von lichter Weite zwischen den Jalousieblechen (2) und ihrer Länge 1 :4 bis 1 :5 beträgt
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anstellwinke! der Jalousiebleche
(2) au* der Anströmseite des Abgases kleiner ist als auf der Abströmseite.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Jalousiebleche (2) an
ihrem oberen Ende abgewickelt sind.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Strömungsweg des
Sorbens unterhalb der Wände (3, 4) dachförmige Einbauten (10) vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Jalousiebleche (2)
auswechselbar sind.
Priority Applications (2)
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Family Applications (1)
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Non-Patent Citations (1)
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|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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