DE2909248C2 - Arbeitskolben für eine hydrostatische Kolbenmaschine - Google Patents
Arbeitskolben für eine hydrostatische KolbenmaschineInfo
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Description
a) auf der Außenseite des Kolbenschuhes, d. h. im Bereich der Gleitfläche, ist eine Ausnehmung
vorgesehen, in die eine separate, in engen Grenzen bewegliche Gleitscheibe eingesetzt
ist;
b) auf der Außenseite der Gleitscheibe ist eine -,,
Entlastungstasche angeordnet, die mit dem Zylinderraum in Leitungsverbindung steht;
c) zwischen der Rückseite der Gleitscheibe und der Grundfläche der Ausnehmung ist ein Spalt
vorgesehen, der ebenfalls mit dem Zylinderraum in Leitungsverbindung sieht;
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
25
d) zusätzlich zu der beweglichen Gleitscheibe (14; 34; 44) ist am Kolbenschuh (11) eine starre
Stützfläche (21) vorgesehen, mit der sich der Kolben (10) ebenfalls an der Kolbenführungsfläche
(12) abstützt; jo
e) der jjf der Rückseite der Gleitscheibe (14; 34;
44) vorgesehene Sp*lt (24) ist durch einen nachgiebigen Dichtring (25) begrenzt.
2. Arbeitskolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring (25) aus einem
elastischen Werkstoff gebildet ist.
3. Arbeitskolben nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächenausdehnung des
Spaltes (24) geringfügig kleiner ist als die Querschnittsfläche
des Zylinderraumes (8).
4. Arbeitskolben nach einem der Ansprüche 1 bis
3, mit einer in der zur Entlastungstasche führenden Leitung angeordneten Vordrossel, dadurch gekennzeichnet,
daß als zur Entlastungstasche (16) führende Leitung lediglich ein vom Spalt (24), und zwar vom
Bereich des Dichtringes (25) zur Entlastungstasche führender Kanal (45) oder mehrere solcher Kanäle
vorgesehen ist bzw. sind, und daß die lichte Weite des Spaltes (24) derart bemessen ist, daß er als >o
Vordrossel wirkt.
5. Arbeitskolben nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückseite der Gleitscheibe (24) und die hierzu passende Ausnehmung
im Kolbenschuh, wie an sich bekannt, kugelförmig oder kreiszylinderförmig sind.
6. Arbeitskolben nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitscheibe aus gehärtetem Stahl gefertigt ist.
7. Arbeitskolben nach einem der Ansprüche 1 bis μ
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitscheibe aus Kunststoff gefertigt ist.
Die Erfindung betrifft einen Arbeitskolben für eine hydrostatische Kolbenmaschine nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
Es handelt sich vorzugsweise um Arbeitskolben für Radiaikolbenmaschinen mit einem Kolbenführungsring,
der ebene und polygonartig angeordnete Kolbenführungsflächen aufweist, und mit starr an den Kolben
angeordneten Kolbenschuhen. Die Erfindung kann aber auch bei Kolbenmaschinen mit beweglichen Kolbenschuhen
angewendet werden, so bei Radiaikolbenmaschinen mit kreisringförmigem Kolbenführungsring
oder bei Axialkolbenmaschinen, deren Kolben sich auf einer feststehenden Schrägscheibe abstützen.
Aus der DE-PS 8 37 206 ist eine Radialkolbenmaschine mit ebenen, polyjronartig angeordneten Kolbenführungsflächen
bekannt, deren Arbeitskolben die Merkmale a), b) und c) des Anspruchs 1 aufweisen. Dort stützt
sich jeder Arbeitskolben allein über eine eingesetzte Gleitscheibe auf der Kolbenführungsfläche ab. Die dem
Kolben zugewandte Rückseite der Gleitscheibe ist als Kugelkalotte ausgebildet Somit wirkt diese Gieitscheibe
wie ein beweglicher Kolbenschuh. Die beschriebene Bauweise macht es erforderlich, daß zwischen dem
Zylinderblock und dem Kolbenführungsring ein Mitnehmer, z. B. in Form einer Kreuzschleifen- oder Universalkupplung
angeordnet wird. Es muß nämlich hierdurch sichergestellt werden, daß der Zylinderblock und der
Kolbenführungsring stets die gleiche Drehzahl haben. Ein Nachteil dieser Bauweise besteht darin, daß ein
solcher Mitnehmer aufwendig und störanfällig ist; denn er muß die Exzentrizität zwischen dem Zylinderblock
und dem Kolbeiiführungsring überbrücken.
Durch die in der Gleitfläche angeordnete Entlastungstasche wird eine Kolbenentlastungskraft auf den
Kolben ausgeübt und somit ein weitgehender Ausgleich der Kolbenkraft bewirkt. Dadurch gleitet der Kolbenschuh
nahezu reibungsfrei auf der Kolbenführungsfläche. Um die Kolbenentlastungskraft möglichst exakt
festlegen zu können, ist es zweckmäßig, die Entlastungstasche durch eine nur verhältnismäßig schmale ringförmige
Dichtfläche zu begrenzen. Bei Arbeitskolben mit starrem Kolbenschuh ist es bekannt, daß die vorgenannte
ringförmige Dichtfläche ihrerseits von einer mit dem Niederdruckbereich in Verbindung stehenden Ringnut
umgeben ist. Hierdurch ist die Gleitfläche des Kolbenschuhes unterteilt in die genannte Dichtfläche
und in eine im äußeren Bereich der Gleitfläche noch verbleibende Stützfläche.
Es ist ferner bekannt, in der Verbindungsleitung vom Zylinderraum zur Entlastungstasche eine Vordrossel
anzuordnen (DE-OS 23 52 274). Hierdurch stellt sich in der Entlastungstasche ein gegenüber dem Zylinderraum
niedrigerer Druck ein, der nicht nur von der Vordrossel, sondern auch von der lichten Weite des Spaltes
zwischen der Dichtfläche und der Kolbenführungsfläche, also von der Drosselwirkung dieses Spaltes,
abhängt. Die lichte Weite dieses Spaltes hat die Tendenz sich zu ändern, wenn am Kolben unterschiedliche
äußere Zusatzkräfte, z. B. Fliehkräfte, angreifen. Bei der vorbeschriebenen Anordnung wird nun aber ein
selbsttätiges Einregeln der Spaltweite bewirkt, weil z. B. ein Verkleinern der Spaltweite in der Entlastungstasche
eine Erhöhung des Druckes auslöst, was ein Wieder-Ansteigen der Spaltweite zur Folge hat.
Bei den Arbeitskolben der vorbeschriebenen Art, insbesondere in Radialkolbenmaschinen mit starr an
den Kolben angeordneten Kolbenschuhen und mit ebenen, polygonartig angeordneten Kolbenführungsflächen,
ist es erforderlich, dafür zu sorgen, daß der Kolbenschuh mit seiner Gleitfläche möglichst satt auf
der Kolbenführungsfläche aufliegt, damit Leckflüssigkeitsverluste
möglichst geringgehalten und die am Kolben angreifenden Umfangs- und Querkräfte aufgefangen
werden können. Gerade zwischen Kolbenschuh und Kolbenführungsfläche ist nämlich die Gefahr von
Leckflüssigkeitsverlusten besonders hoch. Vor allem sind es etwaige Fertigungsungenauigkeiten, die einem
satten Anliegen des Kolbenschuhes auf der Kolbenführungsfläche entgegenwirken können. Beispiele solcher
Fertigungsungenauigkeiten:
a) Die Teilung der irn Zylinderblock vorgesehenen Zylinderbohrungen weicht ab von der Teilung der
polygonartig angeordneten Kolbenführungsflächen.
b) Die Gleitfläche des starren Kolbenschuhes liegt nicht ei.akt rechtwinkelig zur Kolbenmantelfläche.
c) In einer Kolbenmaschine mit verstellbarer Exzentrizität liegen die Gleitflächen für den verstellbaren
Steuerzapfen und die Lagerflächen für den Kolbenführungsring nicht exakt parallel z'.ieinander.
d) Die Kolbenführungsflächen sind nicht exakt eoen.
Bekannte Maßnahmen zur Verminderung der Leckflüssigkeitsverluste, die in der Abstützung des Kolbens
auf der Kolbenführungsfläche auftreten:
1. Es werden nur sehr enge Fertigungstoleranzen zugelassen; d. h. an die Fertigung der Einzelteile
werden hohe Genauigkeits-Anforderungen gestellt Dies ist mit hohen Kosten verbunden.
2. Die oben unter a) bis c) genannten Fertigungsungenauigkeiten
werden durch ein verhältnismäßig großes Spiel zwischen dem Kolben und der Zylinderbohrung ausgeglichen, so daß sich der
Kolben relativ zur Achse des Zylinderraumes schrägstellen kann. Dem sind jedoch Grenzen
gesetzt, we;l oberhalb eines bestimmten Durchmesser-Spiels
die Leckage zwischen Kolben und Zylinder unzulässig hoch wird.
3. Der Kolbenschuh ist am Kolben beweglich angelenkt. Einerseits ist dies bekannt bei einer
Radialkolbenmaschine mit ebenen, polygonartigen Kolbenführungsflächen (US-PS .'6 96 139). Dort
sind jedoch keine Entlastungstaschen zum hydrostatischen Ausgleich der Kolbenkräfte vorgesehen.
Statt dessen findet die Kraftübertragung von den Kolben auf die Kolbenführungsflächen rein mechanisch
mittels Rollen statt Dies führt zu einer komplizierten und teueren Konstruktion mit hoher
Geräuschentwicklung. Problematisch ist auch die Kraftübertragung in Umfangsrichtung vom Kolbenschuh
auf den Kolben oder umgekehrt. Andererseits sind bewegliche Kolbenschuhe bekannt
bei Radialkolbenmaschinen mit kreisrunden Kolbenführungsflächen (DE-OS 14 03 748). Dort ist
man aber allein schon durch die Form der Kolbenführungsfläche zur Anwendung beweglicher
Kolbenschuhe gezwungen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Arbeitskolben für hydrostatische
Kolbenmaschinen derart weiterzubilden, daß in der gesamten Kolbenmaschine verhältnismäßig grobe Fertigungstoleranzen
zugelassen werden können und daß trotzdem ein sattes Anliegen des Kolbenschuhes an der
Kolbenführungsfläche gewährleistet ist, ohne daß es für diesen Zweck erforderlich wird, den Koibenschuh
beweglich am Kolben anzulenken.
Diese Aufgabe wird durch den im Anspruch 1 angegebenen Arbeitskolben gelöst Danach geht die
Erfindung aus von demjenigen bekannten Arbeitskolben (DE-PS 8 37 206), welcher im Kolbenschuh eine in
engen Grenzen bewegliche Gleitscheibe aufweist wobei zwischen deren Rückseite und dem Kolben ein
Spalt vorgesehen ist, der mit dem Zylinderraum in Leitungsverbindung steht Gemäß der Erfindung wird
am Kolbenschuh zusätzlich zu der beweglichen Gleitscheibe eine starre Stützfläche vorgesehen. Damit
hierdurch an dem genannten Spalt nicht zusätzliche Leckverluste verursacht werden, ist dieser gemäß der
Erfindung durch einen nachgiebigen Dichtring begrenzt.
Die Erfindung ist vor allem bei Arbeitskolben mit starren Kolbenschuhen anwendbar, also in Radialkolbenmaschinen
mit ebenen und polygonartig angeordneten Kolbenführungsflächen. Hierbei wirkt die erfindungsgemäße
Bauweise des Arbeitskc^rens wie folgt:
Ober die zusätzliche, am Kolbenschuh i-ngeordnete starre Stützfläche wird die für die Mitnahme des
Zylinderblockes erforderliche Umfangskraft übertragen. Außerdem können etwa noch auftretende Querkräfte
überlragen werden. Jedenfalls kann eine Mitnehmer-Kupplung, die ansonsten zwischen dem Zylinderblock
und dem Kolbenführungsring angeordnet werden müßte, entfallen. Dennoch gewährleistet die nachgiebige
Anordnung der Gleitscheibe, die die gesamte (oder doch zumindest nahezu die gesamte) Kolbenkraft vom
Arbeitskolben auf die Kolbenführungsfläche überträgt ein einwandfreies sattes Anliegen der Gleitscheibe an
der Kolbenführungsfläche. Dadurch werden etwa vorhandene Fertigungsungenanigkeiten (Beispiele siehe
oben unter a) bis d)) ausgeglichen. Es werden somit im Bereich der Entlastungstasche die Leckflüssigkeitsverluste
wesentlich verringert und gleichzeitig die Herstellungskosten gesenkt weil bei zahlreichen Einzelteilen
der Kolbenmaschine gröbere Fertigungstoleranzen zugelassen werden können. Bei Anwendung der
Erfindung in einer Axialkolbenmaschine, deren Arbeitskolben bewegliche Kolbenschuhe haben, wird mit Hilfe
der zusätzlichen starren Stützfläche eine Stabilisierung des Kolbenschuhes gegen Fliehkräfte erreicht.
Wie bei der bekannten Radialkolbenmaschine (DE-PS 8 37 206) pflanzt sich der im Zylinderraum
herrschende Betriebsdruck fort bis in den auf der Rückseite der Gleitscheibe vorgesehenen Spalt. Dabei
kann bei Bedarf in der Verbindungsleitung zwischen dem Zylinderraum und dem Spalt eine Vordrossel
vorgesehen werden; dies ist aber kein dringendes Erfordernis. In dem Spalt erzeugt der Betriebsdruck auf
der dur.:h d-en Dichtring begrenzten Fläche auf dem Kolben die Kolbenentlastungskraft. Zweckmäßig wird
man durch die im Anspruch 3 beschriebene Maßnahme dafür sorgen, daß die Kolbenentlastungskraft geringfügig
kleiner als die Xolbenkraft ist. Eine gleich große Kraft übt der Betriebsdruck auf die Rückseite der
Gleitscheibe aus. Dieser Kraft wirkt entgegen eine in der Entlastungstasche ebenfalls durch den Betriebsdruck
erzeugte Scheibenentlastungskraft, die wiederum kleiner als die Kolbenentlastungskraft bemessen wird.
Es wurde oben schon erwähnt, daß es bei häufig wechselnder Drehzahl zweckmäßig ist, mittels einer
Vordrossel ein selbsttätiges Einregeln der Spaltweite zwischen dem Kolbenschuh und der Kolbenführungsfläche
zu erzielen. Diese Methode kann ohne Schwierigkeiten auch bei dem erfindungsgemäßen Arbeitskolben
angewandt werden. In diesem Fall wird die Spaltweite
zwischen der Gleitscheibe und der Kolbenführungsfläche auf einen wenigstens angenähert konstanten Wert
eingeregelt. Nun kann aber, gemäß einem wichtigen weiterführenden Gedanken der Erfindung (Anspruch 4),
erreicht werden, daß als Vordrossel keine besondere Drosselbohrung oder ein entsprechendes Einbauteil
(etwa gemäß DE-OS 23 52 274) vorgesehen werden muß. Denn durch die im Anspruch 4 angegebene
Gestaltung des Arbeitskolbens kann der auf der Rückseite der Gleitscheibe befindliche Spalt als
Vordrossel benützt werden.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 5 bis 7 genannt.
Die Anwendung des im Anspruch 4 beschriebenen Gedankens ist nicht nur in Radialkolbenmaschinen mit
polygonartig angeordneten Kolbenführungsflächen von Vorteil, sondern besonders auch in Kolbenmaschinen
mit gelenkig am Kolben befestigten Kolbenschuhen. In solchen Kolbenmaschinen ist es nämlich erforderlich,
die Vordrossel in Strömungsrichtung erst nach dem Gelenk anzuordnen, also innerhalb des beweglichen
Kolbenschuhs zwischen dem Gelenk und der Entlastungstasche. Es würde große Schwierigkeiten bereiten,
an dieser Stelle eine Drosselstelle bekannter Bauart unterzubringen.
Nachfolgend werden einige Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung beschrieben. Darin zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch einen gemäß der Erfindung ausgebildeten Arbeitskolben nach Linie I-I
der Fig. 2;
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles 11 der Fig.l;
F i g. 3 und 4 weitere gemäß der Erfindung ausgebildete Arbeitskolben im Längsschnitt.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Arbeitskolben besteht im wesentlichen aus dem eigentlichen Kolben
10, dem daran angeformten starren Kolbenschuh 11 und
aus einer in eine kreisrunde Ausnehmung des Kolbenschuhes eingesetzten Gleitscheibe 14. Dieser Arbeitskolben ist für eine Radialkolbenmaschine beispielsweise
nach DE-OS 24 30 119 bestimmt. Eine solche Maschine besitzt einen auf einem Steuerzapfen drehbar gelagerten
Zylinderblock 9, in dem mehrere am Umfang verteilte und sich in radialer Richtung erstreckende
Zylinderräume 8 angeordnet sind. Außerdem ist ein Kolbenführungsring vorgesehen, der um eine gegenüber
der Drehachse des Zylinderblockes versetzte Achse drehbar ist und der polygonartig angeordnete,
ebene Kolbenführungsflächen 12 aufweist. Wie allgemein bekannt, gleitet der Arbeitskoiben beim Betrieb
einer solchen Maschine auf der Kolbenführungsfläche 12 in Umfangsrichtung hin und her, solange er sich im
Zylinderraum auf- und abbewegt
Der Kolben 10 hat eine zentrische Bohrung 13, die zum Zylinderraum 8 hin offen ist Von der Bohrung aus
führt ein Verbindungskanal 15 durch den Kolbenschuh 11 und die Gleitscheibe 14 hindurch und mündet dort in
eine Entlastungstasche 16. Die zentrisch angeordnete kreisförmige Entlastungstasche 16 wird von der an der
Kolbenführungsfläche 12 satt anliegenden Dichtfläche 18 der Gleitscheibe 14 begrenzt. Rund um die im
Kolbenschuh 11 für die Gleitscheibe 14 vorgesehene Ausnehmung ist im Kolbenschuh noch eine weitere
Ausnehmung 19, jedoch von geringerer Tiefe vorgesehen; diese ist über Entlastungskanäle 20 mit dem
Niederdruckbereich der Kolbenmaschine verbunden.
Der um die Ausnehmung 19 verbleibende und mit 21 bezeichnete Teil der Gleitfläche des Kolbenschuhs 11 ist
die sogenannte Stützfläche.
Auf der Rückseite der Gleitscheibe 14 ist zwischen die Gleitscheibe und den Kolbenschuh Il ein Dichtring 25
ι-, derart eingespannt, daß zwischen dem Kolbenschuh 11
und der Gleitscheibe 14 ein Spalt 24 verbleibt. Für den Dichtring 25 ist auf der Rückseite der Gleitscheibe 14
eine Ringnut 27 eingearbeitet.
Beim Betrieb der Maschine wirkt der Betriebsdruck
jo auf die Unterseite 6 des Kolbens 10 und erzeugt die
Kolbenkraft F*. Gleichzeitig wirkt der Betriebsdruck im Spalt 24 auf die Flache des Kolbenschuhs 11, die durch
den äußeren Rand der den Dichtring 25 aufnehmenden Ringnut 27 begrenzt ist; dort erzeugt der Betriebsdruck
j die Kolbenentlastungskraft Fek- Der Dichtring 25 ist so
bemessen, daß die Kolbenentlastungskraft Fe>. geringfügig
kleiner als die Kolbenkraft Fk ist. Desgleichen wirkt auf die Gleitscheibe eine Kraft, deren Größe der
Kolbenentlastungskraft Fek entspricht. Dieser wirkt
J0 entgegen eine durch die Druckkraft in der Entlastungstasche 16 und über der Dichtfläche 18 gebildete
Gegenkraft Feg, die geringfügig kleiner ist als die Kraft Fek-Der
in Fig.3 dargestellte Arbeitskolben unterscheidet sich von dem in den F i g. 1 und 2 im wesentlichen
nur dadurch, daß die Gleitscheibe 34 die Form eines Kugelabschnittes aufweist. Dementsprechend ist auch
die für die Gleitscheibe im Kolbenschuh vorgesehene Ausnehmung kugelförmig.
.in Die F i g. 4 zeigt eine andere Abwandlung des oben
anhand der F i g. 1 und 2 ausführlich beschriebenen Arbeitskolbens. Der wesentliche Unterschied besteht
darin, daß der Verbindungskanal 15 nur noch durch den Kolbenschuh 11 hindurch geführt ist, nicht jedoch durch
die Gleitscheibe 44. Statt dessen sind im Bereich des Dichtringes 25 Kanäle 45 vorgesehen, die den nach wie
vor zwischen Gleitscheibe 44 und Kolbenschuh U befindlichen Spalt 24 mit der Entlastungstasche 16
verbinden. Auf diese Weise gelangt die Arbeitsflüssigkeit auf dem Wege über den Kanal 15, den Spalt Ή und
die Kanäle 45 in die Entlastungstasche 16. Dadurch wirkt der Spalt 24 in der oben beschriebenen Weise als
VordrosseL Ein Vorteil dieser Anordnung gegenüber herkömmlichen Vordrosseln besteht darin, daß die
Beweglichkeit der Gleitscheibe einen Selbstreinigungseffekt für den die Vordrossel bildenden Spalt 24
erwarten läßL
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Arbeitskolben für eine hydrostatische Kolbenmaschine, der in einem Zylinderraum hin und her
bewegbar ist, wobei er sich mittels eines Kolbenschuhes und einer daran vorgesehenen Gleitfläche
auf einer Kolbenführungsfläche abstützt, mit den folgenden weiteren Merkmalen:
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAP | Request for examination filed | ||
| OD | Request for examination | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: J.M. VOITH GMBH, 7920 HEIDENHEIM, DE |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |