DE286972C - - Google Patents

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DE286972C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74Preparation
    • C01B17/82Preparation of sulfuric acid using a nitrogen oxide process
    • C01B17/84Chamber process

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)
  • Devices And Processes Conducted In The Presence Of Fluids And Solid Particles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Zuführung regelbarer Mengen von Luft in die Reaktionsräume bei der Herstellung von Schwefelsäure nach dem Kammersystem, bei welchem in den einzelnen Teilen des Systems ein stets leicht regelbarer Zug und ein leicht regelbarer Sauerstoffüberschuß unter Vermeidung der sich bei der bisherigen Art der Luftzufuhr ergebenden Beeinträchtigung des Ausbringens und des Salpeterverbrauchs erzielt werden können. Wenn es auch feststeht, daß ein gewisser Sauerstoffüberschuß trotz der Erhöhung des Gasvolumens von günstigem Einfluß auf die Reaktion in den Kammern ist, so war doch dieses Mittel mit großen Störungen im Kammergang bzw. in der Arbeit der öfen verbunden, da durch Einführung zu großer Luftmengen der Ofenbetrieb sehr gehindert und bei zu starkem Zug die Kammern leicht eingedrückt werden konnten und man andererseits bei der bisherigen Art der Einführung von Luft einen zu großen Überschuß hiervon, im Durchschnitt etwa 6 bis 8 Prozent mehr als benötigt wurde,
einzuführen genötigt war und diesen Überschuß unter schädlicher Verdünnung der Gase durch das ganze System hindurchtreiben mußte, was nicht allein die Reaktion behindert, sondern auch ungleiche Zugverhältnisse in den einzelnen Systemteilen erzeugt. Auch durch die bereits vorgeschlagene Erweiterung bzw. Änderung der Größe der Austrittsöffnungen aus den Kammern kann der Übelstand nicht vermieden werden, und es treten alsdann auch noch Störungen im Gay Lüssac-Betrieb ein, und auch der Ofengang leidet.
Bei dem .vorliegenden Verfahren werden diese Schwierigkeiten dadurch vermieden, daß man die Luft überhaupt nicht in die Kammern, sondern in die Verbindungsleitungen zwischen diesen bzw. in die Endleitung eintreten läßt, so daß die Mischung mit der Luft im wesentlichen vor dem Eintritt in die Reaktionsräume erfolgt und es sehr leicht ist, in diesen einerseits die richtige Mischung zu erzielen, andererseits die sich sonst durch Luftbeimischung ergebenden Ungleichheiten der Zusammensetzung in den verschiedenen Teilen des Reäktionsraums zu vermeiden. Man kann hierbei die Luft in beliebig regelbaren Mengen und in beliebigen Zeiträumen zuführen bzw. Fehler in der Zusammensetzung des Gasgemisches sehr leicht korrigieren, ohne daß es besonderer komplizierter oder kostspieliger Apparaturen bedarf.
Die Zuführung der Luft geschieht bei dem vorliegenden Verfahren durch eine gesonderte, neben der Apparatur angeordnete Luftleitung, die aus beliebigem Material, das nicht unbedingt säurebeständig zu sein braucht, bestehen kann und mit Druckluft beliebiger Herkunft, beispielsweise auch mit der etwa zum Betriebe der Säureheber dienenden Druckluft gespeist werden kann. ' Diese Luftleitung ist mit Ventilen, Hähnen o. dgl. zur Zuführung regelbarer Mengen von Luft versehen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist das Verfahren an Hand einer schematisch dargestellten,
mit einer solchen Luftleitung versehenen Kammereinrichtung verdeutlicht. Fig. ι zeigt ■ eine solche beispielsweise Einrichtung im Grundriß und Fig. 2 in der Seitenansicht.
Die von irgendeiner Erzeugungsquelle komprimierter Luft herkommende, beispielsweise mit einem Gebläse verbundene Luftleitung 12 ist beispielsweise seitlich und unterhalb des Gloverturms 4,, der Kammern 6 und der Gay Lussac-Türme 9 angeordnet und mit Abzweigungen 13 versehen, welche kleinere Durchmesser als das Hauptrohr 12 besitzen, durch Ventile 14 geöffnet und verschlossen werden und in die von den öfen kommende Leitung 3 und in die Verbindungsrohre 5, 7, 8, 10 und in die aus dem letzten Gay Lussac kommende Leitung 11 einmünden können. Auf diese Weise kann die Luft in beliebig gewünschten Mengen und Zeiten den einzelnen Reaktionsräumen derart zugeführt werden, daß gerade die jeweils gewünschten Sauerstoffmengen zugeführt werden können. Dadurch kann auch die Bewegungsgeschwindigkeit der Gase im System geregelt und deren Reaktionsfähigkeit, gesteigert werden, und man vermeidet jede unerwünschte Gasverdünnung während des Oxydationsvorgangs.

Claims (1)

  1. .. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Zuführung von Luft in regelbaren Mengen in das Kammersystem bei der Herstellung von Schwefelsäure, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft aus einer Nebenluftleitung in regelbaren Mengen und in beliebig bestimmten Zeiträumen , in die zwischen den einzelnen Reaktionsräumen befindlichen Leitungen oder Kanäle bzw. in die Endleitung eingeführt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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