DE2856777C2 - Stapelvorrichtung für flaches Fördergut - Google Patents
Stapelvorrichtung für flaches FördergutInfo
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Description
spät eintreffenden Beleg nicht die vorderen Saugöffnungsreihen abgedeckt werden können. Die angesaugte
Banknote wird zwar abgelegt, es besteht aber die Gefahr, daß die nicht abgedeckten Säugöffnungen die
zuletzt abgelegte und somit bereits im Stapel befindliche Banknote erneut ansaugen und .gegen den Abstreifer
schieben, was insbesondere bei der Bearbeitung von Banknoten schlechten Zustandes in der Regel zu
Faltenbildungen im abgelegten Stapel führt Außerdem geht dvrch den nur teilweise abgedeckten Saugöff- ι ο
nungsbereich unter Umständen ein großer Teil an Saugleistung verloren.
Für zu früh sngesaugte Banknoten ergeben sich hinsichtlich der Ablage die gleichen Schwierigkeiten,
wie bei der erstgenannten und mit nur einer '5 Saugöffnungsreihe ausgestatteten Staplertrommel. Die
Vorderkanten der Banknoten werden auch hier, da der gesamte Saugbereich wirksam ist, gewaltsam gegen den
Abstreifer geschoben und dabei in de»i meisten Fällen
gefaltet.
Aus der DE-AS 11 12 086 ist ein Saugbandvereinzeler
bekannt, bei dem ein mit Saugöffnungen versehenes Band über eine Platte gleitet, die mit Saugkanälen
versehen ist, deren Breite sich in Förderrichtung verringert, so daß sich an der Stelle, an der ein Blatt
aufgenommen werden soll, Saugöffnungen und Saugkanäle vollständig überdecken, während im weiteren
Verlauf des Transportweges nur eine teilweise Überdeckung vorhanden ist.
Dieses Prinzip der Saugkraftverminderung be' einem pneumatischen Förderer ist auch aus der DE-AS
11 02 640 bekannt, die eine Vereinzelungsvorrichtung für Etiketten beschreibt. Die Vorrichtung weist eine mit
Saugöffnungen versehene Steuerscheibe und eine mit einem Saugkanal versehene Auflage 4 auf. Der
Saugkanal ist in seiner Breite variabel ausgebildet, se
daß am Übernahmeort des Etiketts eine vollständige Überdeckung mit der Saugöffnung der Steuerscheibe
stattfindet, während am Abgabeort nur eine teilweise bzw. überhaupt keine Überdeckung vorliegt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine Stapelvorrichtung vorzuschlagen, die in weiten Grenzen
unabhängig von der Qualität der Banknoten und mit einem möglichst geringen Verlust an Saugleistung die
antransportierten Banknoten innerhalb eines vorgegebenen Schlupfbereiches gleichermaßen sicher erfaßt
und die Banknoten unabhängig von der Lage der Vorderkante in einem definierten Schlupcbereich exakt
bis an den Abstreifer herangeführt, ohne die Banknoten zu falten und ohne bereits abgelegte Banknoten zu
stören.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß auf der Saugtrommel mehrere Saugöffnungsreihen
in Drehrichtung hintereinander und auf dem Stator mehrere Saugkanäle in Drehrichtung nebeneinander
angeordnet sind, und daß die Breite jedes der Saugkanäle derart stufenweise vom Tangentialpunkt
zum Anschlagpunkt abnimmt, daß beim Überlaufen der Saugkanäle durch die Saugöffnungen letztere von den
Saugkanälen im Tangentialpunkt vollständig, danach nur noch teilweise überH-i**·. erden und vor Erreichen
des Anschlagpunktes wenigstens teilweise vollständig geschlossen werden.
Die Veränderung der Saugkanäle kann dabei entweder durch eine Verkürzung ihrer Länge oder
durch eine Verringerung ihrer Breite vorgenommen werden.
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Der besondere Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß trotz der Berücksichtigung eines in der
Praxis unumgänglichen Schlujjfbereiches die Banknoten
stets bis zum Anschlagpunkt in den Stapel eingezogen
werden, ohne dabei die gerade abzulegende oder bereits abgelegte Banknoten zu beschädigen bzw. zu deformieren.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und den zugehörigen Figuren
näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Schemaskizze der Stapelvorrichtung im Schnitt,
F i g. 2 einen Ausschnitt aus der Trommeloberfläche mit den Saugöffnungen,
F i g. 3a einen Ausschnitt aus der Trommeloberfläche mit einer taktsynchron antransportierten Banknote,
F i g. 3b einen Ausschnitt aus der Trommeloberfläche mit einer mit maximalem Schlupf antransportierten
Banknote,
F i g. 4 einen Ausschnitt aus der Statoroberfläche mit den Saugkanälen,
Fig.5a, b, c die relative Lage der Saugöffnungen zu
den Saugkanälen des Stators in unterschiedlichen Arbeitsphasen,
F i g. 6 den Verlauf der Anzugskraft der Saugtrommel in verschiedenen Winkelstellungen, entsprechend den
F i g. 5a bis 5c, und
F i g. 7 den Verlauf der Haltekraft der Saugkanäle in verschiedenen Winkelstellungen, entsprechend den
Fig. 5a bis 5c, einmal bei maximalem und bei keinem Schlupf.
Wie F i g. 1 zu entnehmen ist, besteht die Vorrichtung aus der Staplerwalze 1, dem zuführenden Transportsystem
mit den Walzen 4 und 5 und den Riemen 6 und 7, dem weiterführenden Transportsystem mit den Walzen
8 und 9 und den Riemen 6 und 10 sowie der Ablagevorrichtung, die durch den Abstreifer 11 und
einer drehbar gelagerten Stapel-Andruckplatte 12 gebildet wird.
Die Staplerwalze 1 ist aus einem Stator 2 und einem Rotor 3 zusammengesetzt. Der Rotor 3, der mit Hilfe
der Riemen 7 des zuführenden Transportsystems, von denen mehrere nebeneinander (senkrecht zur Zeichenebene)
angeordnet sind, in Richtung des Pfeils 13 angetrieben wird, weist mehrere senkrecht in die
Zeichenebene laufende, auf Erzeugenden der Mantelfläche angeordnete und unmittelbar nebeneinander liegende
Saugöffnungsreihen 14a bis 14c/auf (vgl. auch F i g. 2).
Aufgrund der Mehrzahl der Saugöffnungsreihen ergibt sich ein erweiterter Ansaugbereich auf der Rotoroberfläche,
der in der F i g. 1 durch den strichliert eingezeichneten Winkelbereich 22 angedeutet ist. Die
Breite des Ansaugbereiches (Anzahl der Saugreihen) ist so gewählt, daß auch mit maximalem Schlupf »S«
antransportierte Banknoten sicher angesaugt und abgelegt werden.
In die zylindrische Außenfläche des Stators, über welche die Innenfläche des Rotors dichtend hinweggleitet,
sind in Umfangsrichtung verlaufende Saugkanäle 15a bis 15c eingeschnitten, die über weitere Kanäle 16
mit einer Saugbohrung 17 verbunden sind. Die Saugbohrung 17 ist mit einer nicht gezeigten Vakuumpumpe
verbunden. Der Saugbereich des Stators 2 beginnt an dem in der F i g. 1 eingezeichneten
Tangentialpunkt » TVe und endet am Anschlagpunkt »A«
auf der Höhe des Anstreifers 11.
Soll nun beispielsweise eine Banknote 19 von dem
betreffenden Stapler abgelegt werden, dann werden die Kanäle 16 des Stators 2 mit Saugiuft versorgt, so daß der
Ansaugbereich im Tangentialpunkt »T«d\e Banknotenvorderkante
ansaugt, sie bis zum Anschlagpunkt »A« führt und dort an einem gegebenenfalls vorhandenen
Stapel 18 bzw. an der Stapel-Andruckplatte 12 abgelegt. Banknoten, die an der betreffenden Stapelvorrichtung
nicht abgelegt werden sollen, gelangen über das weiterführende Transportsystem, bestehend aus den
Riemen 6 und 10 und den Walzen 8 und 9, zu einer nachfolgenden Staplereinheit.
In F i g. 2 ist ein Ausschnitt aus der Oberfläche des Rotors 3 dargestellt. In diesem Beispiel weist der Rotor
3 vier Saugöffnungsreihen 14a, b, c, d auf. Der maximal
auftretende Schlupf »S« erstreckte sich in diesem Ausführungsbeispiel über die Breite der Saugöffnungsreihen
14a, b, der in der Zeichnung durch einen schraffierten Bereich angedeutet ist.
Die Fig.3a, b zeigen die möglichen Extremfälle in
der Lage der Banknotenvorderkanten innerhalb des vorgegebenen Schlupfbereiches.
Die in der Fig.3a gezeigte Banknote 19a wurde
synchron zum Stapler antransportiert und deckt, wie die Figur zeigt, alle Saugöffnungsreihen 14a, b, c, d, also den
gesamten Saugbereich des Rotors 3 ab.
Die in der Fig.3b gezeigte Banknote 19Z? liegt mit
der Vorderkante an der Grenze des angenommenen Schlupfbereichs und deckt nur noch die Hälfte des
vorhandenen Saugbereiches ab. In diesem Fall bleiben die Saugöffnungsreihen 14a, 14ö unbedeckt. Grundsätzlich
sind Breite und Lage des Schlupfbereiches (schraffierter Bereich in Fig.2) so zu wählen, daß die
maximal möglichen Abweichungen im Banknoten-Transport abgedeckt und daß Banknoten mit maximaler
Abweichung (Schlupf) noch sicher angesaugt und gehalten werden.
F i g. 4 zeigt einen Ausschnitt aus der Oberflächenabwicklung des Stators 2 mit der Anordnung der
Saugkanäle 15a, 15£> und 15c. Wie im Zusammenhang
mit der F i g. 1 erwähnt, sind die Saugkanäle über die Kanäle 16 und die Saugbohrung 17 mit einer
Vakuumpumpe verbunden.
Zur Erläuterung der einzelnen Ablaufschritte des Stapelvorgangs ist in den F i g. 5a, 5b und 5c die relative
Lage der Saugöffnungen 14a, b, c, dzu den Saugkanälen
15a, b, c in unterschiedlichen Arbeitsphasen dargestellt Eingezeichnet sind außerdem der Tangentialpunkt »T«,
in dem die Banknoten vom Transportsystem aufgenommen werden und der Anschlagpunkt »A«, der die
Position des Abstreifers markiert
Im Bereich des Tangentialpunktes »T« (Fig.5a) ist
der Querschnitt bzw. die aktive Fläche der Saugkanäie 15a, \5b, 15c derart gestaltet, daß die Saugöffnungen
14a, b, c, d nacheinander jeweils mit ihrer gesamten Öffnungsfläche in den Saugbereich geführt werden.
Im weiteren Verlauf verjüngen sich die Saugkanäle des Stators (F i g. 5b), so daß die Saugöffnungen 14, b, c,
d in diesem Bereich jeweils mit dem größten Teil ihrer Öffnungsfläche neben den Saugkanälen 15, b, c liegen
und deshalb auch nur einen stark verminderten Luftdurchsatz zulassen. Schließlich sind die Querschnitte
der Saugkanäle 15a, b, c in einiger Entfernung vor dem Anschlagpunkt »A« (Fig.5c) so ausgebildet und
angeordnet, daß ein Teil der in der F i g. 5b noch aktiven Saugöffnungen nun vollständig neben den Saugkanälen
15a, b, czu liegen kommt und somit auch vollständig von der Saugluft abgetrennt wird.
Außerdem ist den Fig. 5a, b, czu entnehmen, daß der
obere Saugkanal 15a schon vor dem Anschlagpunkt »A« endet, worauf später noch näher eingegangen wird.
Zum besseren Verständnis der Wirkungsweise der
neuen Stapelvorrichtung sollen zunächst zwei in diesem Zusammenhang wesentliche Begriffe erläutert werden:
Die Anzugskraft und die Haltekraft.
Die Anzugskraft sei die in der Umgebung offener Saugöffnungen wirksame Kraft, die die Banknoten an
die Saugtrommel anzieht. Sie wird letztenendes
ίο bestimmt durch die zwischen Banknote und Staplertrommel
aufgrund des Unterdrucks vorhandene Luftströmung.
Die Haltekraft sei die von abgedeckten Saugöffnungen
ausgeübte Kraft, die die Banknoten an der Saugtrommel festhält. Bei Vorgabe eines konstanten
Unterdrucks, eines konstanten Saugötfnungsdurchmessers sowie konstanter Reibungsverhältnisse Banknote/
Saugtrommel wird die Haltekraft nur von der Anzahl der wirksamen Saugöffnungen bestimmt.
Je nach Größe der die Anzugskraft bestimmenden Luftströmung wird der Raum zwischen der anzuziehenden
Banknote und der Staplertrommel mehr oder weniger schnell evakuiert, wodurch die Banknote
entsprechend langsam oder schnell angesaugt wird. Bei zu geringer Luftströmung wird die Banknote nicht
angesaugt, da die abgesaugte Luft im gleichen Maße schnell aus der Umgebung nachgeführt wird, wodurch
zwischen Banknote und Staplertrommel kein Unterdruck aufgebaut werden kann.
In dem genannten Beispiel wird die Luftströmung durch Änderung des wirksamen Strömungsquerschnittes
bzw. durch das Abschalten von Saugöffnungen variiert.
Die F i g. 6 zeigt qualitativ den Verlauf der Luftströmung
(Anzugskraft) vom Tangentialpunkt »T« bis zum Anschlagpunkt »A« ohne aufliegender Banknote. Der
Kurvenverlauf ist bezogen auf die Summe der Saugöffnungsreihen 14a, b, c, ddes Rotors.
Wie bereits erwähnt, soll im Tangentialpunkt »T« die
Banknotenvorderkante schnell und sicher angesaugt werden. Da der gesamte Querschnitt der Saugöffnungen
14a, b, c, d aufgrund der in diesem Bereich erweiterten Saugkanäle 15a, b, c wirksam wird (Fig.5a), ist die
Luftströmung deshalb relativ zum übrigen Bereich im Tangentialpunkt sehr hoch. Sie wird in diesem Bereich
nur durch den Querschnitt der Saugöffnungen begrenzt. Nachfolgend wird die Luftströmung durch Erhöhung
des Strömungswiderstandes erheblich gesenkt, da in diesem Bereich die Saugöffnungen nur noch mit einem
sehr geringen Teil ihres Querschnittes über den Saugkanälen 15a, b. c liegen (s. Fig.5b). In diesem
Bereich zwischen Tangential- und Anschiagpunkt kann somit der Verlust an Saugleistung bei nicht abgedeckten
Saugöffnungen erheblich reduziert werden.
Schon in einiger Entfernung vor dem Anschiagpunkt »A« wird die Luftströmung zusätzlich durch das
Abschalten bisher noch aktiver Saugöffnungen weiterhin stark reduziert, bis sie schließlich am Anschiagpunkt
auf 0 absinkt Damit wird auch schon in einiger Entfernung vor dem Anschlagpunkt verhindert, daß
nicht abgedeckte Saugöffnungen bereits abgelegte Banknoten im Anschlagbereich erneut ansaugen.
Die Haltekraft wird, wie oben erwähnt, bei konstantem
Unterdruck und konstanten Saugöffnungsquerschnitten nur durch die Anzahl der wirksamen
Saugöffnungen bestimmt, d.h. daß unter den oben
gemachten Voraussetzungen nur durch vollständiges Abschalten von Saugöffnungen die Haltekraft verrin-
gert werden kann. Der Strömungswiderstand der Anordnung hat auf die Haltekraft keinen Einfluß,
solange die Leckluft in der Umgebung der abgedeckten Saugöffnungen kompensiert wird. Die F i g. 7 zeigt
qualitativ den Verlauf zweier Haltekraftkurven, die nachfolgend erläutert seien.
Der mit 20 gekennzeichnete Kurvenverlauf ergibt sich für die Banknote 19a, die, wie auch die F i g. 3a zeigt,
alle Saugöffnungen 14a, b, c, d der Staplertrommel abdeckt. Der Kurvenverlauf ist auf die Lage der
Banknotenvorderkante relativ zu den Saugkanälen bezogen.
Entsprechend dem Einlauf der von der Banknote abgedeckten Saugöffnungen in die erweiterten Bereiche
der Saugkanäie i5a, b, c(Fig. 5a) sieigi die Haliekraft
»F« ausgehend von einem im Tangentialpunkt »T« wirkenden Anfangswert schnell auf den Endwert an.
Während die angesaugte Banknote um die Staplertrommel herumgeführt wird (F i g. 5b), bleibt die Haltekraft
konstant. Erst wenn in einiger Entfernung vor dem Anschlagpunkt »A« (F i g. 5c) Saugbohrungen aufgrund
der sich in diesem Bereich verjüngenden Saugkanäle schrittweise abgeschaltet werden, sinkt die Haltekraft
entsprechend ab. In dem Augenblick, in dem die Banknotenvorderkante den Anschlagpunkt »A« erreicht
bzw. gegen den Abstreifer stößt, ist noch etwa die Hälfte der ursprünglichen Saugöffnungen aktiv. Die in
diesem Augenblick auf die Banknote wirkende Kraft ist in der F i g. 7 mit Fmax bezeichnet.
Die die Vorderkante der Banknote gegen den Abstreifer drückende Kraft Fmax ist so gewählt, daß die
Banknote mit Sicherheit nicht gefaltet oder geknickt wird.
Der zweite, ebenfalls in der F i g. 7 gezeigte Kurvenverlauf 21 ergibt sich für die Banknote t9b, die,
wie F i g. 3b zeigt, unter größtmöglicher Ausnutzung des Schlupfbereiches nur die Hälfte der vorhandenen
Saugöffnungen abdeckt, nämlich die Reihen 14c, 14d
Dementsprechend wird diese Banknote gegenüber einer Banknote, die alle Saugöffnungen abdeckt, auch
nur mit der halben Kraft angesaugt. Diese Kraft muß so groß sein, daß die einmal angesaugte Banknote während
der Drehbewegung der Staplertrommel sicher gehalten wird.
Ähnlich wie beim erstgenannten Kurvenverlauf sinkt auch in diesem Fall die Haltekraft in einiger Entfernung
vor dem Anschlagpunkt »A« stufenweise ab, wobei die Banknotenvorderkante schließlich mit etwa der Hälfte
der ursprünglichen Haltekraft gegen den Abstreifer gedrückt wird. Diese Kraft ist in der F i g. 7 mit Fm„
bezeichnet und so gewählt, daß cine Banknote mit maximalem Schlupf noch sicher bis an den Anschlagpunkt
»A« gezogen wird.
Mit der Darstellung der beiden Grenzfälle ist ein Arbeitsbereich definiert, der zwischen der Maximal- und
der Minimalkraft (Fm3X minus Fm1^ liegt Innerhalb dieses
Arbeitsbereiches ist somit unter Ausnutzung eines vorgegebenen Schlupfbereiches eine geordnete und
störungsfreie Ablage von Banknoten jederzeit gewährleistet.
Unter Berücksichtigung der Qualität der Banknoten und der Oberflächenrauhigkeit der Staplertrommel
haben sich in der Praxis (als tangential wirkende Haltekraft gemessen) für Fmax = 150 ρ bis 200 ρ und für
Fmin = 30 ρ bis 50 ρ als vorteilhafte Haltekraftbereiche
erwiesen.
Wie bereits im Zusammenhang mit den F i g. 5a, 5b, 5c erwähnt, endei der obere Saugkanal 15a schon früher
als die übrigen Saugkanäle \5b, 15c, so daß in der Einzugsphase unmittelbar vor dem Anschlag »A«
resultierende Haltekraft etwa im unteren Drittel der Banknotenvorderkante angreift. Dies hat den Vorteil,
daß Banknoten, die gegebenenfalls mit ihrer Hinterkante hochstehen und demzufolge zunächst mit ihrer
oberen Vorderkante gegen den Abstreifer stoßen, gewissermaßen geradegerichtet werden, da das vor dem
ίο Abstreifer auf die Banknote wirkende resultierende
Anzugsmoment die Banknotenhinterkante wieder in eine parallele Lage zieht. Damit ist sichergestellt, daß
Banknoten nach der Ablage nicht mit ihrer Hinterkante aus dem abgelegten Stapel herausragen.
Mit dem oben beschriebenen Ausführungsbcispic!
wurde des besseren Verständnisses wegen eine einfache und zum Teil idealisierte Variante der erfindungsgemäßen
Vorrichtung dargestellt. Ohne das grundlegende und oben beschriebene Prinzip der Erfindung zu
verlassen, sind je nach Einsatzbereich der Stapelvorrichtung sowie der sich aus der Praxis ergebenden
Notwendigkeiten besondere Randbedingungen einbeziehbar.
So kann beispielsweise die Anordnung der Saugöffnungen im Saugöffnungsbereich so gewählt werden, daß sich ein wesentlich erweiterter Schlupfbereich ergibt, wobei die resultierende Haltekraft konstant gehalten wird. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich um vier Saugöffnungsreihen, die in Transportrichtung hintereinander angeordnet sind und bei denen pro Saugöffnungsreihe sechs Saugöffnungen vorgesehen sind. Bei der alternativen Ausführungsform würden dann pro Saugöffnungsreihe nur noch drei Öffnungen vorgesehen sein, dafür aber acht Reihen in Transportrichtung hintereinander angeordnet werden können.
So kann beispielsweise die Anordnung der Saugöffnungen im Saugöffnungsbereich so gewählt werden, daß sich ein wesentlich erweiterter Schlupfbereich ergibt, wobei die resultierende Haltekraft konstant gehalten wird. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich um vier Saugöffnungsreihen, die in Transportrichtung hintereinander angeordnet sind und bei denen pro Saugöffnungsreihe sechs Saugöffnungen vorgesehen sind. Bei der alternativen Ausführungsform würden dann pro Saugöffnungsreihe nur noch drei Öffnungen vorgesehen sein, dafür aber acht Reihen in Transportrichtung hintereinander angeordnet werden können.
Des weiteren ist es in der Praxis unter Berücksichtigung des zu stapelnden Materials sowie der Stapelgeschwindigkeit
nicht zwingend notwendig, daß die Saugkanäle des Stators bis an den Abstreifer herangeführt
werden. Vielmehr kann es bei hohen Geschwindigkeiten und entsprechendem Stapelmateriai durchaus
ausreichend sein, wenn alle Saugkanäle des Stators schon in einiger Entfernung vor dem Anschlagpunkt
enden, da sich das angesaugte Fördergut nach dem
■»5 Abschalten des Vakuums nicht trägheitslos von der
Stapeltrommel absetzt
Insbesondere kann der mittlere Saugkanal 15£>
schon relativ früh enden, da der Abbau des Vakuums in den mittleren Bereichen der Banknote wegen der reduzierten
Belüftung dieser Bereiche gegenüber den äußeren langsamer erfolgt {strichüerte Darstellung in F i g. 5c).
Schließlich hat man abhängig von der Art und der Qualität des Fördergutes den zu erwartenden Staubund
Schmutzanfall zu berücksichtigen. Wie schon dazu die Fig.4 zeigt, ist es hinsichtlich dieses Problems
vorteilhaft, die Kanäle 16, die die Stator-Saugkanäle 15a, i5b, 15c mit der Vakuumpumpe verbinden, derart
anzuordnen und auszubilden, daß möglichst wenig »strömungsarmer« bzw. »strömungsloser« Raum bleibt,
an dem sich gegebenenfalls Staub absetzen könnte. Wie man der F i g. 4 entnehmen kann, sind zu diesem Zweck
die weiterführenden Kanäle 16 unter anderem auch an den Endzonen der Stator-Saugkanäle 15a, 15£>, 15c
angeordnet und im Querschnitt den Saugkanälen angepaßt Die Stator-Saugkanäle selbst sind ebenfalls so
ausgebildet daß möglichst wenig strömungsarmer Raum entsteht
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen 030 246/388
Claims (6)
1. Stapelvorrichtung für flaches Fördergut, wie Banknoten, Belege und dergl, mit einer zylindrisehen
Saugtrommel, deren Mantel längs wenigstens einer Erzeugenden eine Reihe von Saugöffnungen
aufweist und mit einem Stator, auf dem die Saugtrommel drehend gelagert ist, dessen Außenfläche
in Umfangsrichtung über einen bestimmten Winkelbereich sich erstreckende Saugkanäle aufweist,
mittels derer die Saugöffnungen abhängig von ihrer Relativstellung zum Stator mit Unterdruck
beaufschlagt werden, wobei die Saugrommel mit ihrem Saugbereich das Fördergut im Tangentialpunkt
an der Vorderkante erfaßt, durch Drehung der Trommel aus dem Transportsystem abzieht, bis an
einen Abstreifer heranführt und unter Bildung eines Stapels am Anschlagpunkt ablegt, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der Saugtrommel (3)
mehrere Saugöffnungsreihen (14a bis 14d) in Drehrichtung hintereinander und auf dem Stator (2)
mehrere Saugkanäle (15a bis 15c) in Drehrichtung nebeneinander angeordnet sind und daß die Breite
jedes der Saugkanäle (15a bis 15CJ derart stufenweise
vom Tangentialpunkt (T) zum Anschlagpunkt (A) abnimmt, daß beim Überlaufen der Saugkanäle (15a
bis \5c) durch die Saugöffnungen (14a bis 14α7
letztere von den Saugkanälen im Tangentialpunkt (T) vollständig, danach nur noch teilweise überdeckt
werden und vor Erreichen des Anschlagpunktes (A) wenigstens teilweise vollständig geschlossen werden.
2. Stapelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Saugkanal (15a bis 15c,)
zwei Saugöffnungen je Reihe (14a bis 14<^
zugeordnet sind und nach Verlassen des Tangentialpunktes (T) die Breite der Saugkanäle (15a bis t5c)
so eingeschnürt wird, daß beide Reihen Saugöffnungen nur noch teilweise überdeckt vverden und vor
Erreichen des Anschlagpunktes (A) eine der Saugöffnungen vollständig außer Deckung mit dem
entsprechenden Saugkanal (15a bis \Sc)kommt.
3. Stapelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Saugkanal (15a bis 15c^
eine Saugöffnung je Reihe zugeordnet ist.
4. Stapelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei vertikal auf
einer Kante transportiertem Blattgut die oben liegenden Saugöffnungen vor Erreichen des Anschlagpunktes
(A) mit dem Saugkanal (15aJ früher außer Deckung geraten als die unteren Saugöffnungen
mit den Saugkanälen (15/j und 15c/
5. Stapelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Mitte
liegenden Saugöffnungen zuerst mit dem zugehörigen Saugkanal (15fc^außer Deckung geraten.
6. Stapelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der
Saugtrommel (3) so viele Reihen von Säugöffnungen (14a bis I4d) in Drehrichtung hintereinander
angeordnet sind, daß die bei maximalem Schlupf (S) noch von dem Fördergut abgedeckten Saüglöcher
(14a bis \4d) eine für die Mitnahme bis zum Anschlagpunkt (A) ausreichende Haltekraft erzeugen.
Die Erfindung betrifft eine Stapelvorrichtung für flaches Fördergut, wie Banknoten, Belege und dergL, mit
einer zylindrischen Saugtrommel, deren Mantel längs wenigstens einer Erzeugenden eine Reihe von Saugöffnungen
aufweist und mit einem Stator, auf dem die Saugtrommel drehend gelagert ist, dessen Außenfläche
in Umfangsrichtung über einen bestimmten Winkelbereich sich erstreckende Saugkanäle aufweist, mittels
derer die Saugöffnungen abhängig von ihrer Relativstellung zum Stator mit Unterdruck beaufschlagt werden,
wobei die Saugtrommel mit ihrem Saugbereich das Fördergut im Tangentialpunkt an der Vorderkante
erfaßt, durch Drehung der Trommel aus dem Transportsystem abzieht, bis an einen Abstreifer heranführt und
unter Bildung eines Stapels am Anschlagpunkt ablegt
In diesem Zusammenhang ist aus der DE-OS 25 55 306 eine Stapelvorrichtung bekannt, die im
wesentlichen aus einer hohlzylindrischen Staplertromrnel, die zentrisch um einen Stator rotiert, und einem die
Banknoten zuführenden Transportsystem besteht. Die Staplertrommel weist parallel zu ihrer Längsachse auf
der Mantelfläche eine Reihe von Saugöffnungen auf. Die Banknoten werden über das tangential an die
Staplertrommel angelegte Transportsystem antransportiert. Die Saugöffnungsreihe der Staplertrommel ist
relativ zum Banknotenfluß derart synchronisiert, daß sie jeweils nach einer Umdrehung mit den Vorderkanten
von taktsynchron antransportierten Banknoten in einem sogenannten Tangentialpunkt zusammentrifft.
Zur Ablage wird dann die im Tangentialpunkt angesaugte Banknote um die Staplertrommel herumgeführt,
bis sie mit der Vorderkante auf den durch einen Abstreifer gebildeten Anschlagpunkt läuft i'iid dort an
einem gegebenenfalls vorhandenen Stapel liegen bleibt.
Der Unterdruck für die Saugöffnungsreihe wird über sektoriell ausgeschnittene Luftkanäle im Stator erzeugt.
Dabei ist der Saugkanal im Stator derart angeordnet, daß er in etwa den Winkelbereich vom Tangentialpunkt
bis zum Anschlagpunkt überstreicht, so daß nur in diesem Bereich die Saugöffnungen mit konstanter
Saugluft versorgt werden können.
Dip oben erläuterte Stapelvorrichtung arbeitet zufriedenstellend, solange sich die Banknoten synchron
zur Staplertrommel bewegen, d. h. solange jeweils die Banknoten-Vorderkante mit der Saugöffnungsreihe im
Tangentialpunkt zusammentrifft. In der Praxis zeigt sich aber — da ein gewisser Schlupf im Transportsystem
nicht vermeidbar ist —, daß Banknoten nicht immer sychron transportiert werden, so daß sie entweder zu
früh oder gar nicht von der Staplertrommel erfaßt werden. Dabei werden zu früh angesaugte Banknoten,
nachdem sie bereits auf dem Abstreifer aufgelaufen sind, weiterhin durch die Saugöffnungen gehalten und
gewaltsam gegen den Abstreifer nachgeschoben, wobei die Vorderkanten in den meisten Fällen gefaltet oder
geknickt werden. Zu spät antransportierte und vom Stapler nicht mehr erfaßte Banknoten werden unkontrolliert
im Transportsystem weiterbewegt und können vor allem im Zusammenhang mit nachfolgenden
Banknoten zur Staubildung bzw. zum Ausfall der Vorrichtung führen.
Abweichungen in der Synchronisation können dadurch aufgefangen werden, daß die Staplertrommel mit
einem den Schlupf abdeckenden Saugöffnungsbereich in Form mehrerer, nebeneinander angeordneter Saugöffnungsreihen
ausgestattet wird. Damit ist aber das Problem nur zum Teil gelöst. Ein Nachteil ergibt sich
dann, wenn durch einen relativ zur Staplertrommel zu
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