DE2849802C2 - - Google Patents

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Description

Die Erfindung betrifft eine Destilliervorrichtung.
Die Erfindung stellt eine Verbesserung gegenüber dem bis­ herigen Stand der Technik für die Verdampfung oder Destillation einer bestimmten Flüssigkeit dar. Die Erfindung ist ver­ wendbar für die Konzentration durch Entfernung eines Teils der Flüssigkeit (etwa bei Orangensaft), für die Entsalzung durch Kondensation des Wasserdampfs oder für die Destillation durch Trennen der verschiedenen Bestandteile in der Flüssigkeit (etwa in Alkohol und Wasser). Bei allen diesen Anwendungen findet die Verdampfung oder Kondensation der Flüssigkeit haupt­ sächlich an der Grenzfläche zwischen der Flüssigkeit und deren Dampf statt, während die zur Unterhaltung der Verdampfung benötigte Energie von einer wärmequelle durch die Behälter­ wand auf die Flüssigkeit und dann durch die Flüssigkeit auf die Zwischenfläche übertragen wird.
Aufgabe der Erfindung ist insbesondere die Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit einer Destillier- oder Verdampfungs­ vorrichtung und die Bildung eines dünnen Flüssigkeitsfilms mit geringem Wärmewiderstand zur Erleichterung der Verdampfung und zur Förderung des Rests und des Rückstroms abwärts mit geringem Widerstand verbunden mit einer Vereinfachung des Anlagenaufbaus und mit geringem Energieaufwand.
Dies wird bei einer Destilliervorrichtung erfindungsgemäß erreicht durch wenigstens ein um eine senkrechte Achse ausge­ fluchtete Wärmeübergangsrohr, durch eine Einrichtung für den Antrieb des Wärmeübergansgrohrs um einen Taumelmittelpunkt auf der senkrechten Achse, und durch eine Einrichtung, die einen Flüssigkeitsstrom zur Innenfläche des Wärmeübergangs­ rohrs leitet, wobei die dem Wärmeübergangsrohr erteilte Tau­ melbewegung des Flüssigkeitsstrom vom Taumelmittelpunkt weg an der Innenfläche des Wärmeübergangsrohr haften läßt, wo­ durch der resultierende umlaufende Strom die Innenfläche des Wärmeübergangsrohrs überstreicht und einen dünnen Film mit geringem Wärmesiderstand bildet zur Erleichterung der Verampfung und zur Förderung des Rests und des Rückstroms abwärts mit geringem Widerstand.
Bei der Erfindung wird eine Gruppe von Wärmeübergangsrohren so angetrieben, daß sie um eine senkrechte Achse taumelt oder wobbelt, die durch einen Taumelmittelpunkt hindurchgeht. Der Flüssigkeitsstrom wird so geleitet, daß er in jedem Rohr ab­ wärtsströmt. Der Flüssigkeitsstrom ist bestrebt, an der Innen­ fläche eines Rohrs vom Taumelmittelpunkt weg gerichtet zu haften, während er in Abhängigkeit von der Taumelbewegung gegenüber dem Rohr umläuft. Diese Erscheinung gleicht der kreisförmigen Bewegung des Tees innerhalb einer taumelnden Teetasse. Der umlaufende Strom überstreicht die Innenfläche des Rohrs und bildet einen dünnen Film, der eine geringen Wärmewiderstand aufweist und die Verdampfung erleichtert.
Während dessen streift der Strom durch seine seitliche Bewe­ gung den Rest ständig weg und fördert den Rückstrom mit geringem Widerstand abwärts.
Bei der Verdampfungsvorrichtung wird die zum Verdampfen der innerhalb der taumelnden Rohre strömenden Flüssigkeit benötigte Energie durch Kondensation eines Dampfstroms geliefert, der die Außenfläche der Rohre umgibt. Das an der Außenseite der Rohre Tröpfchen bildende Kondensat wird durch die Taumelbewegung abgeschleudert und zur Aktivierung der Kondensation zwi­ schen die Rohre gespritzt. Auf diese Weise vermindert die Taumelbewegung des Rohrs die Temperaturdifferenz zwischen dem Dampf außerhalb der Rohre und dem Dampf innerhalb der Rohre auf wirksame Weise. Folglich wird bei gegebener Leistung ein geringerer Energie- und Anlagenaufwand als bei einer her­ kömmlichen Anlage benötigt.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung beschrieben. Darin zeigt:
Fig. 1 eine Endansicht eines taumelnden Verdampfers;
Fig. 2 eine Seitenansicht eines taumelnden Verdampfers;
Fig. 3 zwei konzentrische taumelnde Verdampfer zur Erzielung einer dynamischen Auswuchtung;
Fig. 4 zwei taumelnde Systeme zur Erzielung einer dynamischen Auswuchtung;
Fig. 5 in Reihe geschaltete taumelnde Verdampfer für ein Entsalzungssystem;
Fig. 6 ein Entsalzungssystem mit Dampfverdichtung und Taumelantrieb;
Fig. 7 ein allgemeines Schema eines Destillationssystems;
Fig. 8 zwei beim Destillationssystem zu verwendende taumelnde Systeme;
Fig. 9 einen scheibenförmigen Sprühkopf.
Fig. 1 zeigt eine Endansicht eines verallgemeinerten taumelnden Verdampfers, bestehend aus einem äußeren Gehäuse 1 und einem taumelnden Behälter 2. Drei Wärmeübergangsrohre 7 führen den Verdampfungs- und Kondensationsvorgang aus. Bei der tatsächlichen Konstruktion können in einem Behälter mehrere Dutzend Wärmeübergangsrohre verwendet werden.
An den Enden des Behälters 2 sind jeweils drei Halter 24 befestigt. Drei Kurbeln 51 führen zusammen mit drei Sätzen von Wellen 21 und 23 sowie Lagern 22 an den Haltern 24 den Behälter 2 in der Weise, daß er eine Taumelbewegung ausführt. Ein nicht dargestellter Motor kann für den Antrieb einer der drei Wellen 21 verwendet werden zur Erzeugung der Taumelbewegung des Behälters 2.
Die zu verdampfende Flüssigkeit ist durch einen Pfeil 101 dargestellt und strömt in ein sich in einer Buchse 19 drehendes Rohr 18. Die Mitte der Buchse 19 ist auch die Taumelmitte des Wärmeübergangsrohrs 7. Auf diese Weise treibt die Taumel­ bewegung des Wärmeübergangsrohrs 7 das L-förmige Rohr 18 so an, daß es sich in der Buchse 19 dreht und die Flüssigkeit aus einem Kopf 20 an der Seite des Wärmeübergangsrohrs 7 entleert, die vom Taumelmittelpunkt entfernt gelegen ist.
Der Flüssigkeitsaustritt aus dem Kopf 20 wird zu einem Flüs­ sigkeitsstrom, der innerhalb des Wärmeübergangsrohrs 7 um­ läuft, in eine Kammer 3′ austritt und dann durch eine Lei­ tung 17 austritt, was durch einen Pfeil 102 dargestellt ist.
Das Wärmeübergangsrohr 7 macht eine Taumelbewegung, dreht sich jedoch nicht. Auf diese Weise überzieht der umlaufende Flüssigkeitsstrom 6 die Innenfläche des Wärmeübergangsrohrs 7 mit einem dünnen Film 5, der leicht verdampft und aus den beiden Enden des Wärmeübergangsrohrs 7 entweicht. Das obere Ende des Wärmeübergangsrohrs 7 steht mit einer Kammer 3 in Verbindung, wobei der Austritt gemäß einem Pfeil 103 durch eine Öffnung 26 erfolgt. In ähnlicher Weise mündet das untere Ende des Wärmeübergangsrohrs 7 in die Kammer 3′, wobei der Austritt gemäß einem Pfeil durch eine Öffnung 27 erfolgt. Die Kammern 3 und 3′ sind durch eine biegsame Membran oder Barriere 28 voneinander getrennt. In Abhängigkeit von einer bestimmten Anwendung können die Strömungen gemäß den Pfeilen 103 und 104 so erfolgen, daß die eine einwärts und die andere auswärts strömt zur Erzielung einer kontinuierlichen Zirkulation und zur Unterstützung der Verdampfung. In einigen anderen Fällen ist die biegsame Barriere 28 weggelassen, so daß für den Austritt des Dampfs ein Auslaß genügt. Eine detaillierte Anordnung bei einer speziellen Anwendung wird später besprochen.
Hochtemperaturdampf 111 wird von einer Einlaßleitung 10 aus über eine biegsame Kupplung 9 und eine Leitung 8 in eine innere Kammer 4 des Behälters 2 eingeführt. Der Dampf kondensiert in Berührung mit dem kühlen Wärmeübergangsrohr 7 zu Tröpfchen 25, die in der Kammer 4 auf die Außenfläche der Wärmeübergangs­ rohre 7 auftreffen und hierdurch die Kondensationsleistung erhöhen. Schließlich wird das Kondensat in der Nähe der Unter­ kante der Kammer 4 gesammelt und über eine Leitung 11, eine biegsame Kupplung 12 und eine Ablaßleitung 13 als Destillat 113 entleert. Am unteren Ende des Systems befindet sich ein zweiter Dampfkanal 14-16 für Dampf 112. Diese mit zwei Enden versehene Dampfkanalanordnung wird, wie später in Verbindung mit Fig. 7 beschrieben, im Destillationssystem benötigt und ist, wie in Fig. 6 beschrieben, für das Entsalzungssystem ohne Bedeutung.
Der Taumelantrieb von Fig. 1 und 2 weist eine umlaufende Flieh­ kraft des Schwerpunkts gegenüber seiner Taumelmitte auf. Fig. 3 zeigt eine Art des Ausgleichs der umlaufenden Kräfte mit zwei Sätzen von konzentrischen taumelnden Systemen, deren beide Schwerpunkte 31 und 32 einander bezüglich ihrer gemeinsamen Taumelmitte 30 gegenüberliegen. 31 ist der Schwerpunkt des inneren Systems 33, das durch drei Kurbeln 51-53 geführt ist. 32 ist der Schwerpunkt des äußeren Systems 34, das durch drei Kurbeln 54-56 geführt ist. Beide Systeme haben dieselbe Taumelmitte 30. Zwei durch eine Kette 57 ver­ bundene Zahnräder 58 und 59 werden zur Aufrechterhaltung der richtigen Ausrichtung der beiden Systeme verwendet.
Fig. 4 zeigt ein weiteres Schema, bei dem zwei Paare von taumelnden Systemen zur Erzielung einer dynamischen Auswuchtung miteinander verbunden sind. In dieser Darstellung sind nur Schwerpunkte 60-63 dargestellt, die gegenüber den ent­ sprechenden Taumelmitten 64-67 umlaufen. Der Fachmann auf dem Gebiet der dynamischen Auswuchtung benötigt keine weitere Erläuterung.
Fig. 5 zeigt den Betrieb eines Entsalzungssystems, bei dem Dampf aus Seewasser verdampft und zur Erzielung von destil­ liertem Wasser wieder kondensiert wird.
Die Wärmeenergie wird durch einen Kessel 80 geliefert, in dem aus Speisewasser 91 Hochtemperaturdampf 92 erzeugt wird. Dieser Hochtemperaturdampf wird mit Niedertemperaturdampf 303 zur Bildung von Dampf 111 gemischt, der in einem taumelnden Verdampfer 81 kondensiert wird, der nach demselben Prinzip wie derjenige von Fig. 2, jedoch nach einem abgekürzten Schema arbeitet. Das Kondensat 113 des Dampfs 111 wird als Teil des gewünschten Austritts in einen Kanal geleitet.
Dem taumelnden Verdampfer 81 wird zur Erzeugung von Dampf 103 Seewasser 101 zugeführt. Überschüssiges Seewasser wird bei 102 ausgespült. Zur Rückgewinnung eines Teils der Wärmeenergie im Kondensat 113 und in der Auslaßströmung 102 wird eine Wärmetauscheranordnung 115 verwendet. Pfeile 105, 205 und 305 zeigen an, daß in einigen Anwendungsfällen ein Rückstrom des Seewassers zur Erzielung eines höheren Betriebswirkungsgrads empfehlenswert ist.
Der Dampf 103 wird zu einem zweiten taumelnden Verdampfer 82 geleitet und wird zu Eintrittsdampf 211 und wird als destil­ liertes Wasser 213 kondensiert. Dem Verdampfer 82 wird See­ wasser 201 in derselben Weise zugeführt, in der das Seewasser 101 dem Verdampfer 81 zugeführt wird. Somit wird, wie für den Verdampfer 81 dargestellt, derselbe Vorgang im Verdampfer 82 und in ähnlicher Weise im Verdampfer 83 wiederholt, vgl. Fig. Für gewöhnlich besteht ein bestimmter Temperatur­ gradient zwischen der Kondensatseite und der Verdampfungs­ seite jede Stufe. Aus diesem Grund ist der Dampf 303 kühler als der Dampf 311, der kühler als der Dampf 211 und wiederum kühler als der Dampf 111 ist.
Der gesamte Temperaturfall über der Reihe von Verdampfern wird dann durch den Kessel 80 rückgängig gemacht.
Die schematische Darstellung von Fig. 5 arbeitet auch dann, wenn die taumelnden Verdampfer durch einen herkömmlichen Kon­ densator-Verdampfer ersetzt werden. Ein Hauptvorteil des taumelnden Verdampfers ist ein niedrigerer Temperaturgradient je Stufe als beim herkömmlichen Kondensator-Verdampfer. Es besteht ein ähnlicher Gradient zwischen der zum Verdampfen von Seewasser erforderlichen Temperatur und der Temperatur, die zum Kondensieren desselben Dampfs zu destilliertem Wasser in einem der beiden Systeme benötigt wird. Jedoch ist der zum Übertragen der Wärme benötigte Temperaturgradient unter­ schiedlich. Aus diesem Grund können bei einem durch den Kessel 80 vorgesehenen gegebenen Temperaturanstieg oder Ener­ gieeingang mehrerer Stufen von taumelnden Verdampfern vorge­ sehen werden, weshalb ein größerer Ausstoß an destilliertem Wasser als beim System mit herkömmlichen Kondensatoren- Verdampfern erzeugt wird.
Fig. 6 zeigt einen mit einem taumelnden Antrieb und mit Dampf­ verdichtung arbeitenden Verdampfer mit taumelnden Behältern 2 und 2′. Diese Behälter werden von einem Motor 71 über ein Ritzel 70, ein Zahnrad 29, eine Kurbelwelle 21 in derselben Weise wie bei Fig. 2 so angetrieben, daß sie taumeln. Durch ein Leitungssystem 36 wird Seewasser 101 auf die verschiedenen sich drehenden Leitungen 18 verteilt und in Wärmeübergangs­ rohre 7 entleert. Das Seewasser verdampft in den Wärmeüber­ gangsrohren 7 zu Dampf 103 oder 104 und sammelt sich in einer Kammer 3. Ein von einer Welle 72 in einem Gehäuse 74 angetriebener Zentrifugalverdichter 73 verdichtet den Dampf 103 zu Dampf 111, der einen höheren Druck und eine höhere Temperatur als der Dampf 103 aufweist. Der Dampf wird durch ein Leitungssystem 10, eine biegsame Kupplung 9 und eine Leitung 8 zur inneren Kammer 4 und 4′ eines Behälters 2 bzw. 2′ verteilt. Der Dampf wird durch die Wärmeüber­ gangsrohre 7 abgekühlt und kondensiert, wobei die Kondensa­ tionswärme durch die Wand der Wärmeübergangsrohre 7 übertragen wird zur Verdampfung des Seewassers in den Wärmeübergangsrohren 7 in derselben Weise wie oben zu Fig. 2 erläutert.
Das Grundkonzept der mit Dampfverdichtung arbeitenden See­ wasserdestillation oder einer ähnlichen Anwendung ist nicht neu. Neu ist die Verwendung des Taumelantriebs zur Verminderung des Temperaturgradienten und des Druckgradienten zwischen den Dämpfen über den Wärmeübergangsbarrieren. Das Endergebnis ist eine Herabsetzung der für den Antrieb des Fliehkraft­ verdichters 33 benötigten Leistung und daher der Betriebs­ kosten der Anlage.
Fig. 7 zeigt das allgemeine Konzept einer Destillationssäule zum Trennen zweier ineinander löslicher Bestandteile I und II. Bei diesem System strömt im Wärmeübergangsrohr 7 ein Flüssig­ keits-Film 5 abwärts und Dampf aufwärts. Der Film 5 beginnt beim Flüssigkeitseinlaß 101 an der Oberseite und wird zu einem Flüssigkeitsaustritt 102 am Unterteil des Wärmeübergangs­ rohrs 7 geleitet. Die Konzentration der Flüssigkeit I am Eintritt 101 ist hoch, während die Konzentration der Flüssigkeit II am Austritt 102 hoch ist. Beide Bestand­ teile sind ähnlich Alkohol und Wasser ineinander löslich. In ähnlicher Weise ist die Konzentration des Dampfs I am Aus­ tritt 103 hoch, während die Konzentration des Dampfs II am Eintritt 104 hoch ist. Längs der Gegenstrombahnen des Films 5 und des Dampfs in der Kammer 50 tauschen sich die Moleküle der Bestandteile I und II durch die Dampf-Flüssigkeits- Grenzfläche so aus, daß der Bestandteil I über die ge­ samte Länge des Wärmeübergangsrohrs 7 verdampft wird, darge­ stellt durch Pfeile 106, während der Bestandteil II gemäß Pfeilen 107 kondensiert wird. Zur Aufrechterhaltung des Energiegleichgewichts wird Energie 42 bei Bedarf über die Länge der Säule entweder zu- oder abgeführt.
Der Wärmetauscher 37 wird zur Kondensation des Dampfs I zu Flüssigkeit I verwendet, während der Wärmetauscher 38 zur Verdampfung der Flüssigkeit II zu Dampf II verwendet wird, wodurch der Kreis geschlossen wird.
Ein Einlaß 41 bringt Flüssigkeit mit einer Zwischenkonzentration in die Bestandteile I und II ein, während ein Auslaß 39 im Bestandteil I hochkonzentrierte Flüssigkeit und ein Auslaß 40 im Bestandteil II hochkonzentrierte Flüssigkeit abziehen.
Das allgemeine Konzept der Destillationssäule von Fig. 7 ist in Fig. 8 abgeändert durch die Anpassung zweier taumelnden Verdampfer, von denen der eine für die Destillationssäule und der andere als Ersatz für den Kondensator 37 und den Ver­ dampfer 38 verwendet wird.
Links in Fig. 8 wird ein taumelnder Verdampfer 85 als Destil­ lationssäule verwendet, während rechts eine Einheit 86 als einem doppelten Zweck dienender Wärmetauscher verwendet wird. Das Taumelantriebssystem ist in beiden Fällen nicht darge­ stellt, wobei für jedes System nur ein Wärmeübergangsrohr 7 bzw. 7′ dargestellt ist.
Für die Destillationssäule ist im Fall 1 die innere Säule durch eine biegsame Barriere 28 in Kammern 3 und 3′ unterteilt. Die Außenseite des Wärmeübergangsrohrs 7 der Kondensationskammer 4 von Fig. 2 ist nun durch eine Folge von Kammern 44 ersetzt. Ventile 46 verbinden die Kammern 44 mit einer Dampfhauptleitung 45, die die passende Energiemenge in jede Kammer bringt. Die Darstellung ist schematisch und für den Fachmann ausreichend.
Der taumelnde Verdampfer oder die Einheit 86 ist im wesent­ lichen derselbe wie der Verdampfer von Fig. 2 mit der Ausnahme, daß die biegsame Barriere 28 von Fig. 2 nicht benötigt wird.
Im Betrieb liefert die obere Kammer 3 des Verdampfers 85 Dampf 103, der in der Kammer 4 der Einheit 86 zu Flüssigkeit 101 kondensiert wird, die von einer Pumpe 90 zurück zum Ver­ dampfer 85 gepumpt und zum Überziehen der Innenfläche des Wärmeübergangsrohrs 7 durch ein umlaufendes Rohr 18 entleert wird. Diese Flüssigkeit wird wieder zu Dampf verdampft, der die Kammer 50 füllt und zum Schließen des Kreises zur Kammer 3 aufsteigt. Ein Teil der Flüssigkeit strömt die Innenfläche des Wärmeübergangsrohrs 7 abwärts und erreicht die untere Kam­ mer 3′.
Ausgehend von der Kammer 3′ wird die Flüssigkeit 102 der Ein­ heit 85 aus der Leitung 17 abgezogen und durch eine Pumpe 93 zum sich drehenden Rohr 18′ der Einheit 86 gefördert zum Überziehen der Innenfläche des Wärmeübergangsrohres 7′. Der auf diese Weise erzeugte Dampf füllt die Kammer 50′ und sam­ melt sich als Dampf 104 an, der zurück zur Kammer 3′ der Ein­ heit 85 gefördert werden soll. Ein Teil des Dampfs wird auf der Innenseite des Wärmeübergangsrohrs 7 kondensiert und strömt zur Kammer 3′ zurück, während ein Teil des Dampfs zur Kammer 3 aufsteigt.
Die Bestandteile I und II strömen mit einer Zwischenkonzentration bei 41 ein. Ein scheibenförmiger Sprühkopf 43 verteilt die Flüssigkeit gleichmäßig auf die Innenfläche des Wärme­ übergangsrohrs 7.
Der Sprühkopf 43 und ein scheibenförmiger Sprühstrahl 43′ ge­ mäß Fig. 9 sind eine Abänderung gegenüber dem sich drehenden Rohr 18 zur Verteilung der Flüssigkeit. Das Rohr 18 entleert die Flüssigkeit am Ende des sich drehenden Flüssigkeitsstroms 6 von Fig. 2. Hierdurch vermindert es das Spritzen und ver­ meidet die Mischung von Salzwassernebel mit dem reinen Dampf. Der an der Mitte des Rohrs verwendete Sprühkopf 43 stellt für den Destillationsvorgang eine einfachere mechanische Ausbildung dar, bei der der sich bildende Nebel nicht ganz vermeidbar ist. Es sind Auslässe 39 und 40 für die an den Bestandteilen I bzw. II reichen Flüssigkeiten vorgesehen.
Eine Pumpe 94 und eine zugehörige Rohrleitung stellen einen zusätzlichen Kreislauf für die zu verdampfende Flüssigkeit her. Zur Verdampfung des Dampfs 103 innerhalb der Kondensations­ kammer 4 kann ein zusätzliches Gebläse oder ein Hoch­ druckgebläse verwendet werden. Das System kann bei Bedarf in bekannter Weise optimal ausgelegt werden.

Claims (9)

1. Destilliervorrichtung, gekennzeichnet durch wenigstens ein um eine senkrechte Achse ausgefluchtetes Wärmeübergangsrohr (7), durch eine Einrichtung (21-24, 51) für den Antrieb des Wärmeübergangsrohrs (7) um einen Taumelmittelpunkt (30) auf der senkrechten Achse, und durch eine Einrichtung (18-20) zur Leitung eines Flüssigkeitsstromes (6) zur Innenfläche des Wärmeübergangsrohs (7) derart, daß die dem Wärmeübergangsrohr (7) erteilte Taumelbewegung den Flüssigkeitsstrom (6) vom Taumelmittelpunkt (30) weg an der Innenfläche des Wärmeübergangsrohrs (7) haften läßt und der resultierende umlaufende Strom die Innenfläche des Wärmeübergangsrohrs (7) überstreicht und einen dünnen Film (5) bildet.
2. Destilliervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wärmeübergangsrohr (7) und der dieses umgebende Raum so angeordnet sind, daß die zu verdampfende Flüssigkeit in das Wärmeübergangsrohr (7) einführbar und aus der im Wärmeübergangsrohr (7) befindlichen Flüssigkeit verdampfter Dampf in den das Wärmeüber­ gangsrohr (7) umgebenden Raum so einführbar ist, daß der Dampf auf der Außenfläche des Wärmeübergangsrohrs (7) kondensierbar ist.
3. Destilliervorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei Sätze von konzentrischen taumelnden Wärmeübergangsrohren (7), wobei die Schwerpunkte (31, 32) jedes Satzes bezüglich einer gemeinsamen Taumelmitte (30) einander gegenüber­ liegen.
4. Destilliervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Paare von taumelnden Systemen (60-63) dyna­ misch ausgewuchtet miteinander verbunden sind.
5. Destilliervorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Zurückleiten eines Teils des Ausflusses aus dem Wärmeübergangsrohr (7) in dieses zu­ rück.
6. Destilliervorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen zwischen dem Wärmeübergangsrohr (7) und dem das Wärmeübergangsrohr (7) umgebenden Raum (4, 4′) an­ geordneten Dampf-Verdichter (73).
7. Destilliervorrichtung nach Anspruch 2 zur Trennung von zwei ineinander löslichen und unterschiedliche Ver­ dampfungstemperaturen aufweisenden Bestandteilen, gekennzeichnet durch ein als Destillationssäule zur Verdampfung des Bestandteils mit der niedrigeren Verdampfungstemperatur und zur Konzentration des Bestandteils mit der höheren Verdampfungstemperatur ausgebildetes taumelndes Übergangsrohr (7), durch eine weitere Vorrichtung (37), die mit dem tau­ melnden Übergangsrohr (7) in Verbindung steht zur Kondensation und Rückführung des kondensierten Dampfs in das Übergangsrohr (7) und einer Vorrichtung (38) zur Verdampfung und Rückführung der verdampften Flüssigkeit in das als Destillationssäule arbeitende Übergangs­ rohr (7).
8. Destilliervorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen sich drehenden Einlaß zum Einleiten der Eintrittsflüssigkeit in das Wärmeübergangsrohr (7) und zur Verteilung der Flüssigkeit um den Innenumfang des Wärmeübergangsrohrs (7).
9. Destilliervorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen scheibenförmigen Sprühkopf (43) zum Ein­ leiten der Eintrittsflüssigkeit in das Wärmeübergangs­ rohr (7) und zur Verteilung der Flüssigkeit um den Innenumfang des Wärmeübergangsrohrs (7).
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