DE2849802C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Destilliervorrichtung.
Die Erfindung stellt eine Verbesserung gegenüber dem bis
herigen Stand der Technik für die Verdampfung oder Destillation
einer bestimmten Flüssigkeit dar. Die Erfindung ist ver
wendbar für die Konzentration durch Entfernung eines Teils
der Flüssigkeit (etwa bei Orangensaft), für die Entsalzung
durch Kondensation des Wasserdampfs oder für die Destillation
durch Trennen der verschiedenen Bestandteile in der Flüssigkeit
(etwa in Alkohol und Wasser). Bei allen diesen Anwendungen
findet die Verdampfung oder Kondensation der Flüssigkeit haupt
sächlich an der Grenzfläche zwischen der Flüssigkeit und deren
Dampf statt, während die zur Unterhaltung der Verdampfung
benötigte Energie von einer wärmequelle durch die Behälter
wand auf die Flüssigkeit und dann durch die Flüssigkeit auf
die Zwischenfläche übertragen wird.
Aufgabe der Erfindung ist insbesondere die Erhöhung der
Arbeitsgeschwindigkeit einer Destillier- oder Verdampfungs
vorrichtung und die Bildung eines dünnen Flüssigkeitsfilms
mit geringem Wärmewiderstand zur Erleichterung der Verdampfung
und zur Förderung des Rests und des Rückstroms abwärts mit
geringem Widerstand verbunden mit einer Vereinfachung des
Anlagenaufbaus und mit geringem Energieaufwand.
Dies wird bei einer Destilliervorrichtung erfindungsgemäß
erreicht durch wenigstens ein um eine senkrechte Achse ausge
fluchtete Wärmeübergangsrohr, durch eine Einrichtung für den
Antrieb des Wärmeübergansgrohrs um einen Taumelmittelpunkt
auf der senkrechten Achse, und durch eine Einrichtung, die
einen Flüssigkeitsstrom zur Innenfläche des Wärmeübergangs
rohrs leitet, wobei die dem Wärmeübergangsrohr erteilte Tau
melbewegung des Flüssigkeitsstrom vom Taumelmittelpunkt weg
an der Innenfläche des Wärmeübergangsrohr haften läßt, wo
durch der resultierende umlaufende Strom die Innenfläche des
Wärmeübergangsrohrs überstreicht und einen dünnen Film mit
geringem Wärmesiderstand bildet zur Erleichterung der Verampfung
und zur Förderung des Rests und des Rückstroms abwärts
mit geringem Widerstand.
Bei der Erfindung wird eine Gruppe von Wärmeübergangsrohren
so angetrieben, daß sie um eine senkrechte Achse taumelt oder
wobbelt, die durch einen Taumelmittelpunkt hindurchgeht. Der
Flüssigkeitsstrom wird so geleitet, daß er in jedem Rohr ab
wärtsströmt. Der Flüssigkeitsstrom ist bestrebt, an der Innen
fläche eines Rohrs vom Taumelmittelpunkt weg gerichtet zu
haften, während er in Abhängigkeit von der Taumelbewegung
gegenüber dem Rohr umläuft. Diese Erscheinung gleicht der
kreisförmigen Bewegung des Tees innerhalb einer taumelnden
Teetasse. Der umlaufende Strom überstreicht die Innenfläche
des Rohrs und bildet einen dünnen Film, der eine geringen
Wärmewiderstand aufweist und die Verdampfung erleichtert.
Während dessen streift der Strom durch seine seitliche Bewe
gung den Rest ständig weg und fördert den Rückstrom mit geringem
Widerstand abwärts.
Bei der Verdampfungsvorrichtung wird die zum Verdampfen der
innerhalb der taumelnden Rohre strömenden Flüssigkeit benötigte
Energie durch Kondensation eines Dampfstroms geliefert, der
die Außenfläche der Rohre umgibt. Das an der Außenseite der
Rohre Tröpfchen bildende Kondensat wird durch die Taumelbewegung
abgeschleudert und zur Aktivierung der Kondensation zwi
schen die Rohre gespritzt. Auf diese Weise vermindert die
Taumelbewegung des Rohrs die Temperaturdifferenz zwischen dem
Dampf außerhalb der Rohre und dem Dampf innerhalb der Rohre
auf wirksame Weise. Folglich wird bei gegebener Leistung ein
geringerer Energie- und Anlagenaufwand als bei einer her
kömmlichen Anlage benötigt.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung beschrieben. Darin
zeigt:
Fig. 1 eine Endansicht eines taumelnden Verdampfers;
Fig. 2 eine Seitenansicht eines taumelnden Verdampfers;
Fig. 3 zwei konzentrische taumelnde Verdampfer zur Erzielung
einer dynamischen Auswuchtung;
Fig. 4 zwei taumelnde Systeme zur Erzielung einer dynamischen
Auswuchtung;
Fig. 5 in Reihe geschaltete taumelnde Verdampfer für ein
Entsalzungssystem;
Fig. 6 ein Entsalzungssystem mit Dampfverdichtung und
Taumelantrieb;
Fig. 7 ein allgemeines Schema eines Destillationssystems;
Fig. 8 zwei beim Destillationssystem zu verwendende taumelnde
Systeme;
Fig. 9 einen scheibenförmigen Sprühkopf.
Fig. 1 zeigt eine Endansicht eines verallgemeinerten taumelnden
Verdampfers, bestehend aus einem äußeren Gehäuse 1 und
einem taumelnden Behälter 2. Drei Wärmeübergangsrohre 7 führen
den Verdampfungs- und Kondensationsvorgang aus. Bei der
tatsächlichen Konstruktion können in einem Behälter mehrere
Dutzend Wärmeübergangsrohre verwendet werden.
An den Enden des Behälters 2 sind jeweils drei Halter 24 befestigt.
Drei Kurbeln 51 führen zusammen mit drei Sätzen von Wellen
21 und 23 sowie Lagern 22 an den Haltern 24 den Behälter 2
in der Weise, daß er eine Taumelbewegung ausführt. Ein nicht dargestellter
Motor kann für den Antrieb einer der drei Wellen 21 verwendet
werden zur Erzeugung der Taumelbewegung des Behälters 2.
Die zu verdampfende Flüssigkeit ist durch einen Pfeil 101
dargestellt und strömt in ein sich in einer Buchse 19 drehendes
Rohr 18. Die Mitte der Buchse 19 ist auch die Taumelmitte
des Wärmeübergangsrohrs 7. Auf diese Weise treibt die Taumel
bewegung des Wärmeübergangsrohrs 7 das L-förmige Rohr 18 so
an, daß es sich in der Buchse 19 dreht und die Flüssigkeit
aus einem Kopf 20 an der Seite des Wärmeübergangsrohrs 7
entleert, die vom Taumelmittelpunkt entfernt gelegen ist.
Der Flüssigkeitsaustritt aus dem Kopf 20 wird zu einem Flüs
sigkeitsstrom, der innerhalb des Wärmeübergangsrohrs 7 um
läuft, in eine Kammer 3′ austritt und dann durch eine Lei
tung 17 austritt, was durch einen Pfeil 102 dargestellt
ist.
Das Wärmeübergangsrohr 7 macht eine Taumelbewegung, dreht
sich jedoch nicht. Auf diese Weise überzieht der umlaufende
Flüssigkeitsstrom 6 die Innenfläche des Wärmeübergangsrohrs 7
mit einem dünnen Film 5, der leicht verdampft und aus den
beiden Enden des Wärmeübergangsrohrs 7 entweicht. Das obere
Ende des Wärmeübergangsrohrs 7 steht mit einer Kammer 3 in
Verbindung, wobei der Austritt gemäß einem Pfeil 103 durch
eine Öffnung 26 erfolgt. In ähnlicher Weise mündet das untere
Ende des Wärmeübergangsrohrs 7 in die Kammer 3′, wobei der
Austritt gemäß einem Pfeil durch eine Öffnung 27 erfolgt.
Die Kammern 3 und 3′ sind durch eine biegsame Membran oder
Barriere 28 voneinander getrennt. In Abhängigkeit von einer
bestimmten Anwendung können die Strömungen gemäß den Pfeilen
103 und 104 so erfolgen, daß die eine einwärts und die andere
auswärts strömt zur Erzielung einer kontinuierlichen Zirkulation
und zur Unterstützung der Verdampfung. In einigen anderen
Fällen ist die biegsame Barriere 28 weggelassen, so daß für
den Austritt des Dampfs ein Auslaß genügt. Eine detaillierte
Anordnung bei einer speziellen Anwendung wird später besprochen.
Hochtemperaturdampf 111 wird von einer Einlaßleitung 10 aus
über eine biegsame Kupplung 9 und eine Leitung 8 in eine innere
Kammer 4 des Behälters 2 eingeführt. Der Dampf kondensiert in
Berührung mit dem kühlen Wärmeübergangsrohr 7 zu Tröpfchen 25,
die in der Kammer 4 auf die Außenfläche der Wärmeübergangs
rohre 7 auftreffen und hierdurch die Kondensationsleistung
erhöhen. Schließlich wird das Kondensat in der Nähe der Unter
kante der Kammer 4 gesammelt und über eine Leitung 11, eine
biegsame Kupplung 12 und eine Ablaßleitung 13 als Destillat
113 entleert. Am unteren Ende des Systems befindet sich ein
zweiter Dampfkanal 14-16 für Dampf 112. Diese mit zwei Enden
versehene Dampfkanalanordnung wird, wie später in Verbindung
mit Fig. 7 beschrieben, im Destillationssystem benötigt und
ist, wie in Fig. 6 beschrieben, für das Entsalzungssystem ohne
Bedeutung.
Der Taumelantrieb von Fig. 1 und 2 weist eine umlaufende Flieh
kraft des Schwerpunkts gegenüber seiner Taumelmitte auf.
Fig. 3 zeigt eine Art des Ausgleichs der umlaufenden Kräfte
mit zwei Sätzen von konzentrischen taumelnden Systemen, deren
beide Schwerpunkte 31 und 32 einander bezüglich ihrer
gemeinsamen Taumelmitte 30 gegenüberliegen. 31 ist der
Schwerpunkt des inneren Systems 33, das durch drei Kurbeln
51-53 geführt ist. 32 ist der Schwerpunkt des äußeren Systems
34, das durch drei Kurbeln 54-56 geführt ist. Beide Systeme
haben dieselbe Taumelmitte 30. Zwei durch eine Kette 57 ver
bundene Zahnräder 58 und 59 werden zur Aufrechterhaltung der
richtigen Ausrichtung der beiden Systeme verwendet.
Fig. 4 zeigt ein weiteres Schema, bei dem zwei Paare von
taumelnden Systemen zur Erzielung einer dynamischen Auswuchtung
miteinander verbunden sind. In dieser Darstellung sind
nur Schwerpunkte 60-63 dargestellt, die gegenüber den ent
sprechenden Taumelmitten 64-67 umlaufen. Der Fachmann auf dem
Gebiet der dynamischen Auswuchtung benötigt keine weitere
Erläuterung.
Fig. 5 zeigt den Betrieb eines Entsalzungssystems, bei dem
Dampf aus Seewasser verdampft und zur Erzielung von destil
liertem Wasser wieder kondensiert wird.
Die Wärmeenergie wird durch einen Kessel 80 geliefert, in
dem aus Speisewasser 91 Hochtemperaturdampf 92 erzeugt wird.
Dieser Hochtemperaturdampf wird mit Niedertemperaturdampf 303
zur Bildung von Dampf 111 gemischt, der in einem taumelnden
Verdampfer 81 kondensiert wird, der nach demselben Prinzip
wie derjenige von Fig. 2, jedoch nach einem abgekürzten Schema
arbeitet. Das Kondensat 113 des Dampfs 111 wird als Teil des
gewünschten Austritts in einen Kanal geleitet.
Dem taumelnden Verdampfer 81 wird zur Erzeugung von Dampf 103
Seewasser 101 zugeführt. Überschüssiges Seewasser wird bei 102
ausgespült. Zur Rückgewinnung eines Teils der Wärmeenergie
im Kondensat 113 und in der Auslaßströmung 102 wird eine
Wärmetauscheranordnung 115 verwendet. Pfeile 105, 205 und 305
zeigen an, daß in einigen Anwendungsfällen ein Rückstrom des
Seewassers zur Erzielung eines höheren Betriebswirkungsgrads
empfehlenswert ist.
Der Dampf 103 wird zu einem zweiten taumelnden Verdampfer 82
geleitet und wird zu Eintrittsdampf 211 und wird als destil
liertes Wasser 213 kondensiert. Dem Verdampfer 82 wird See
wasser 201 in derselben Weise zugeführt, in der das Seewasser
101 dem Verdampfer 81 zugeführt wird. Somit wird, wie für
den Verdampfer 81 dargestellt, derselbe Vorgang im Verdampfer
82 und in ähnlicher Weise im Verdampfer 83 wiederholt, vgl.
Fig. Für gewöhnlich besteht ein bestimmter Temperatur
gradient zwischen der Kondensatseite und der Verdampfungs
seite jede Stufe. Aus diesem Grund ist der Dampf 303 kühler
als der Dampf 311, der kühler als der Dampf 211 und wiederum
kühler als der Dampf 111 ist.
Der gesamte Temperaturfall über der Reihe von Verdampfern
wird dann durch den Kessel 80 rückgängig gemacht.
Die schematische Darstellung von Fig. 5 arbeitet auch dann,
wenn die taumelnden Verdampfer durch einen herkömmlichen Kon
densator-Verdampfer ersetzt werden. Ein Hauptvorteil des
taumelnden Verdampfers ist ein niedrigerer Temperaturgradient
je Stufe als beim herkömmlichen Kondensator-Verdampfer. Es
besteht ein ähnlicher Gradient zwischen der zum Verdampfen
von Seewasser erforderlichen Temperatur und der Temperatur,
die zum Kondensieren desselben Dampfs zu destilliertem Wasser
in einem der beiden Systeme benötigt wird. Jedoch ist der
zum Übertragen der Wärme benötigte Temperaturgradient unter
schiedlich. Aus diesem Grund können bei einem durch den
Kessel 80 vorgesehenen gegebenen Temperaturanstieg oder Ener
gieeingang mehrerer Stufen von taumelnden Verdampfern vorge
sehen werden, weshalb ein größerer Ausstoß an destilliertem
Wasser als beim System mit herkömmlichen Kondensatoren-
Verdampfern erzeugt wird.
Fig. 6 zeigt einen mit einem taumelnden Antrieb und mit Dampf
verdichtung arbeitenden Verdampfer mit taumelnden Behältern 2
und 2′. Diese Behälter werden von einem Motor 71 über ein
Ritzel 70, ein Zahnrad 29, eine Kurbelwelle 21 in derselben
Weise wie bei Fig. 2 so angetrieben, daß sie taumeln. Durch
ein Leitungssystem 36 wird Seewasser 101 auf die verschiedenen
sich drehenden Leitungen 18 verteilt und in Wärmeübergangs
rohre 7 entleert. Das Seewasser verdampft in den Wärmeüber
gangsrohren 7 zu Dampf 103 oder 104 und sammelt sich in
einer Kammer 3. Ein von einer Welle 72 in einem Gehäuse 74
angetriebener Zentrifugalverdichter 73 verdichtet den Dampf
103 zu Dampf 111, der einen höheren Druck und eine höhere
Temperatur als der Dampf 103 aufweist. Der Dampf wird
durch ein Leitungssystem 10, eine biegsame Kupplung 9 und
eine Leitung 8 zur inneren Kammer 4 und 4′ eines Behälters
2 bzw. 2′ verteilt. Der Dampf wird durch die Wärmeüber
gangsrohre 7 abgekühlt und kondensiert, wobei die Kondensa
tionswärme durch die Wand der Wärmeübergangsrohre 7 übertragen
wird zur Verdampfung des Seewassers in den Wärmeübergangsrohren
7 in derselben Weise wie oben zu Fig. 2 erläutert.
Das Grundkonzept der mit Dampfverdichtung arbeitenden See
wasserdestillation oder einer ähnlichen Anwendung ist nicht
neu. Neu ist die Verwendung des Taumelantriebs zur Verminderung
des Temperaturgradienten und des Druckgradienten zwischen
den Dämpfen über den Wärmeübergangsbarrieren. Das Endergebnis
ist eine Herabsetzung der für den Antrieb des Fliehkraft
verdichters 33 benötigten Leistung und daher der Betriebs
kosten der Anlage.
Fig. 7 zeigt das allgemeine Konzept einer Destillationssäule
zum Trennen zweier ineinander löslicher Bestandteile I und II.
Bei diesem System strömt im Wärmeübergangsrohr 7 ein Flüssig
keits-Film 5 abwärts und Dampf aufwärts. Der Film 5 beginnt
beim Flüssigkeitseinlaß 101 an der Oberseite und wird zu einem
Flüssigkeitsaustritt 102 am Unterteil des Wärmeübergangs
rohrs 7 geleitet. Die Konzentration der Flüssigkeit I am Eintritt
101 ist hoch, während die Konzentration der
Flüssigkeit II am Austritt 102 hoch ist. Beide Bestand
teile sind ähnlich Alkohol und Wasser ineinander löslich.
In ähnlicher Weise ist die Konzentration des Dampfs I am Aus
tritt 103 hoch, während die Konzentration des Dampfs II
am Eintritt 104 hoch ist. Längs der Gegenstrombahnen des
Films 5 und des Dampfs in der Kammer 50 tauschen sich die
Moleküle der Bestandteile I und II durch die Dampf-Flüssigkeits-
Grenzfläche so aus, daß der Bestandteil I über die ge
samte Länge des Wärmeübergangsrohrs 7 verdampft wird, darge
stellt durch Pfeile 106, während der Bestandteil II gemäß
Pfeilen 107 kondensiert wird. Zur Aufrechterhaltung des
Energiegleichgewichts wird Energie 42 bei Bedarf über die
Länge der Säule entweder zu- oder abgeführt.
Der Wärmetauscher 37 wird zur Kondensation des Dampfs I
zu Flüssigkeit I verwendet, während der Wärmetauscher 38
zur Verdampfung der Flüssigkeit II zu Dampf II verwendet
wird, wodurch der Kreis geschlossen wird.
Ein Einlaß 41 bringt Flüssigkeit mit einer Zwischenkonzentration
in die Bestandteile I und II ein, während ein Auslaß 39
im Bestandteil I hochkonzentrierte Flüssigkeit und ein Auslaß
40 im Bestandteil II hochkonzentrierte Flüssigkeit abziehen.
Das allgemeine Konzept der Destillationssäule von Fig. 7 ist
in Fig. 8 abgeändert durch die Anpassung zweier taumelnden
Verdampfer, von denen der eine für die Destillationssäule
und der andere als Ersatz für den Kondensator 37 und den Ver
dampfer 38 verwendet wird.
Links in Fig. 8 wird ein taumelnder Verdampfer 85 als Destil
lationssäule verwendet, während rechts eine Einheit 86 als
einem doppelten Zweck dienender Wärmetauscher verwendet wird.
Das Taumelantriebssystem ist in beiden Fällen nicht darge
stellt, wobei für jedes System nur ein Wärmeübergangsrohr 7
bzw. 7′ dargestellt ist.
Für die Destillationssäule ist im Fall 1 die innere Säule durch
eine biegsame Barriere 28 in Kammern 3 und 3′ unterteilt. Die
Außenseite des Wärmeübergangsrohrs 7 der Kondensationskammer 4
von Fig. 2 ist nun durch eine Folge von Kammern 44 ersetzt.
Ventile 46 verbinden die Kammern 44 mit einer Dampfhauptleitung
45, die die passende Energiemenge in jede Kammer bringt. Die
Darstellung ist schematisch und für den Fachmann ausreichend.
Der taumelnde Verdampfer oder die Einheit 86 ist im wesent
lichen derselbe wie der Verdampfer von Fig. 2 mit der Ausnahme,
daß die biegsame Barriere 28 von Fig. 2 nicht benötigt wird.
Im Betrieb liefert die obere Kammer 3 des Verdampfers 85
Dampf 103, der in der Kammer 4 der Einheit 86 zu Flüssigkeit
101 kondensiert wird, die von einer Pumpe 90 zurück zum Ver
dampfer 85 gepumpt und zum Überziehen der Innenfläche des
Wärmeübergangsrohrs 7 durch ein umlaufendes Rohr 18 entleert
wird. Diese Flüssigkeit wird wieder zu Dampf verdampft, der
die Kammer 50 füllt und zum Schließen des Kreises zur Kammer
3 aufsteigt. Ein Teil der Flüssigkeit strömt die Innenfläche
des Wärmeübergangsrohrs 7 abwärts und erreicht die untere Kam
mer 3′.
Ausgehend von der Kammer 3′ wird die Flüssigkeit 102 der Ein
heit 85 aus der Leitung 17 abgezogen und durch eine Pumpe 93
zum sich drehenden Rohr 18′ der Einheit 86 gefördert zum
Überziehen der Innenfläche des Wärmeübergangsrohres 7′. Der
auf diese Weise erzeugte Dampf füllt die Kammer 50′ und sam
melt sich als Dampf 104 an, der zurück zur Kammer 3′ der Ein
heit 85 gefördert werden soll. Ein Teil des Dampfs wird auf
der Innenseite des Wärmeübergangsrohrs 7 kondensiert und
strömt zur Kammer 3′ zurück, während ein Teil des Dampfs zur
Kammer 3 aufsteigt.
Die Bestandteile I und II strömen mit einer Zwischenkonzentration
bei 41 ein. Ein scheibenförmiger Sprühkopf 43 verteilt
die Flüssigkeit gleichmäßig auf die Innenfläche des Wärme
übergangsrohrs 7.
Der Sprühkopf 43 und ein scheibenförmiger Sprühstrahl 43′ ge
mäß Fig. 9 sind eine Abänderung gegenüber dem sich drehenden
Rohr 18 zur Verteilung der Flüssigkeit. Das Rohr 18 entleert
die Flüssigkeit am Ende des sich drehenden Flüssigkeitsstroms
6 von Fig. 2. Hierdurch vermindert es das Spritzen und ver
meidet die Mischung von Salzwassernebel mit dem reinen Dampf.
Der an der Mitte des Rohrs verwendete Sprühkopf 43 stellt für
den Destillationsvorgang eine einfachere mechanische Ausbildung
dar, bei der der sich bildende Nebel nicht ganz vermeidbar ist.
Es sind Auslässe 39 und 40 für die an den Bestandteilen I bzw. II
reichen Flüssigkeiten vorgesehen.
Eine Pumpe 94 und eine zugehörige Rohrleitung stellen einen
zusätzlichen Kreislauf für die zu verdampfende Flüssigkeit
her. Zur Verdampfung des Dampfs 103 innerhalb der Kondensations
kammer 4 kann ein zusätzliches Gebläse oder ein Hoch
druckgebläse verwendet werden. Das System kann bei Bedarf
in bekannter Weise optimal ausgelegt werden.
Claims (9)
1. Destilliervorrichtung,
gekennzeichnet
durch wenigstens ein um eine senkrechte Achse
ausgefluchtetes Wärmeübergangsrohr (7),
durch eine Einrichtung (21-24, 51) für den Antrieb des
Wärmeübergangsrohrs (7) um einen Taumelmittelpunkt (30)
auf der senkrechten Achse, und durch eine Einrichtung
(18-20) zur Leitung eines Flüssigkeitsstromes (6) zur
Innenfläche des Wärmeübergangsrohs (7) derart, daß die
dem Wärmeübergangsrohr (7) erteilte Taumelbewegung den
Flüssigkeitsstrom (6) vom Taumelmittelpunkt (30) weg an
der Innenfläche des Wärmeübergangsrohrs (7) haften läßt
und der resultierende umlaufende Strom die Innenfläche
des Wärmeübergangsrohrs (7) überstreicht und einen
dünnen Film (5) bildet.
2. Destilliervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Wärmeübergangsrohr (7) und der dieses umgebende
Raum so angeordnet sind, daß die zu verdampfende
Flüssigkeit in das Wärmeübergangsrohr (7) einführbar
und aus der im Wärmeübergangsrohr (7) befindlichen
Flüssigkeit verdampfter Dampf in den das Wärmeüber
gangsrohr (7) umgebenden Raum so einführbar ist, daß
der Dampf auf der Außenfläche des Wärmeübergangsrohrs
(7) kondensierbar ist.
3. Destilliervorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet
durch zwei Sätze von konzentrischen taumelnden
Wärmeübergangsrohren (7),
wobei die Schwerpunkte (31, 32) jedes Satzes bezüglich
einer gemeinsamen Taumelmitte (30) einander gegenüber
liegen.
4. Destilliervorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Paare von taumelnden Systemen (60-63) dyna
misch ausgewuchtet miteinander verbunden sind.
5. Destilliervorrichtung nach Anspruch 2,
gekennzeichnet
durch eine Vorrichtung zum Zurückleiten eines Teils des
Ausflusses aus dem Wärmeübergangsrohr (7) in dieses zu
rück.
6. Destilliervorrichtung nach Anspruch 2,
gekennzeichnet
durch einen zwischen dem Wärmeübergangsrohr (7) und dem
das Wärmeübergangsrohr (7) umgebenden Raum (4, 4′) an
geordneten Dampf-Verdichter (73).
7. Destilliervorrichtung nach Anspruch 2 zur Trennung
von zwei ineinander löslichen und unterschiedliche Ver
dampfungstemperaturen aufweisenden Bestandteilen,
gekennzeichnet
durch ein als Destillationssäule zur Verdampfung des
Bestandteils mit der niedrigeren Verdampfungstemperatur
und zur Konzentration des Bestandteils mit der höheren
Verdampfungstemperatur ausgebildetes taumelndes
Übergangsrohr (7),
durch eine weitere Vorrichtung (37), die mit dem tau
melnden Übergangsrohr (7) in Verbindung steht zur
Kondensation und Rückführung des kondensierten Dampfs
in das Übergangsrohr (7) und einer Vorrichtung (38) zur
Verdampfung und Rückführung der verdampften Flüssigkeit
in das als Destillationssäule arbeitende Übergangs
rohr (7).
8. Destilliervorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet
durch einen sich drehenden Einlaß zum Einleiten der
Eintrittsflüssigkeit in das Wärmeübergangsrohr (7) und
zur Verteilung der Flüssigkeit um den Innenumfang des
Wärmeübergangsrohrs (7).
9. Destilliervorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet
durch einen scheibenförmigen Sprühkopf (43) zum Ein
leiten der Eintrittsflüssigkeit in das Wärmeübergangs
rohr (7) und zur Verteilung der Flüssigkeit um den
Innenumfang des Wärmeübergangsrohrs (7).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782849802 DE2849802A1 (de) | 1978-11-16 | 1978-11-16 | Destilliervorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782849802 DE2849802A1 (de) | 1978-11-16 | 1978-11-16 | Destilliervorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2849802A1 DE2849802A1 (de) | 1980-05-29 |
| DE2849802C2 true DE2849802C2 (de) | 1989-09-28 |
Family
ID=6054870
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782849802 Granted DE2849802A1 (de) | 1978-11-16 | 1978-11-16 | Destilliervorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2849802A1 (de) |
-
1978
- 1978-11-16 DE DE19782849802 patent/DE2849802A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2849802A1 (de) | 1980-05-29 |
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