DE284341C - - Google Patents
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- DE284341C DE284341C DENDAT284341D DE284341DA DE284341C DE 284341 C DE284341 C DE 284341C DE NDAT284341 D DENDAT284341 D DE NDAT284341D DE 284341D A DE284341D A DE 284341DA DE 284341 C DE284341 C DE 284341C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J19/00—Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
- B01J19/08—Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor
- B01J19/087—Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electric or magnetic energy
- B01J19/088—Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electric or magnetic energy giving rise to electric discharges
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 284341 KLASSE 12 A. GRUPPE
. in MÜNCHEN.
Lichtbogens.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren zur Durchführung chemischer.
Gasreaktionen mit Hilfe eines verbreiterten Lichtbogens. Es ist dadurch gekennzeichnet,
daß ein Lichtbogen durch mechanische Verblasung in zwei oder mehrere zickzackförmige
Teile zerlegt wird,'welche unter der Einwirkung eines magnetischen Kraftfeldes in eine
Fläche ausgebreitet werden, derart, daß die
ίο Ausbreitung, unabhängig von der jeweiligen
Stromrichtung des Lichtbogens, stets praktisch den gleichen Raum einnimmt, wobei die
zur Reaktion dienenden Gase. oder. Gasgemische durch diesen Raum hindurchgeleitet
werden. ■
Durch die Fig. 1, 2 und 3 der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform des Verfahrens
schematisch veranschaulicht.
Zwischen den sehr nahe zusammengeführten Elektroden α b und c d wird ein Lichtbogen erzeugt.
Vermittels eines durch die Düse e geführten Luftstromes wird der Lichtbogen angeblasen
und in die beiden Teile b-f und f-c ausgezogen.
In geeigneter Entfernung von den Elektrodenenden ist ein kräftiger Elektromagnet g h derart
angeordnet, daß die Achse desselben parallel zu der Verbindungslinie b-c verläuft.
Es wird der Erfindung gemäß stets die gegenseitig relative Stromrichtung der beiden Lichtbogenteile b-f und f-c in bezug auf die Kraftlinienrichtung des Magnetfeldes entgegengesetzt sein, unabhängig davon, ob die Elektroden an eine Gleich- oder an eine Wechselspannung gelegt sind.
Es wird der Erfindung gemäß stets die gegenseitig relative Stromrichtung der beiden Lichtbogenteile b-f und f-c in bezug auf die Kraftlinienrichtung des Magnetfeldes entgegengesetzt sein, unabhängig davon, ob die Elektroden an eine Gleich- oder an eine Wechselspannung gelegt sind.
Durch die Einwirkung des Magnetfeldes wird nun der so deformierte Lichtbogen b-f-c
in der Form einer ausgedehnten, durch eine schraubenförmigeLinie i-k-l begrenzten Fläche
auseinandergebreitet.
Entsprechend der jeweiligen Polarität der Elektroden wird sich diese Linie einmal rechtsgängig
und einmal linksgängig in bezug auf die Kraftlinienrichtung ausbilden.
Man hat es nun in der Hand, durch geeignete Wahl der Verhältnisse (Luftführung
usw.) die Elektrodenenden b und c derart nahe aneinander zu bringen, daß der Schraubengang
dieser Entladungsausbreitung nur wenige Millimeter beträgt, so daß man die ganze auf diese Weise gebildete Lichtbogenentfaltung
in einem entsprechend engen Reaktionsraum unterbringen kann.
Versuche mit einem Lichtbogen, der eine Energie von nur 8 Kilowatt aufnahm, haben
bei einem Elektrodenabstand von 10 mm eine Flammenausbreitung von 40 cm ergeben.
Es ist nicht immer notwendig, daß die Luft (bzw. Gas, Gasgemische u.sw.), welche zur
mechanischen Teilung des Lichtbogens dient, durch eine besondere Düse geführt wird. Es
genügt z. B., wie aus dem.in Fig. 2 skizzierten Ofen hervorgeht, daß die zur Reaktion dienenden
Gase in geeigneter Weise in der Richtung Elektroden—Magnetfeld, und zwar senkrecht
oder nahezu senkrecht zu den Kraftlinien des
letzteren, eingeführt werden, daß also der Lichtbogen, wie bereits erwähnt, in eine geeignete
Lage und Form in bezug auf das Magnetfeld gebracht wird, um in der bezweckten Weise elektrodynamisch beeinflußt zu werden.
Entsprechend, daß die Elektroden mehr oder weniger in den Kraftlinienbereich des Magnetfeldes
eingeführt sind, werden sich die äußersten Fußpunkte i und I der Bogenflamme nach a
ίο bzw. nach d hin zu verschieben trachten;
selbstredend kann man, falls es erforderlich erscheint, dieser Neigung der Flamme, sich
nach unten hin zu verschieben, wie in Fig. 2 angedeutet, durch entsprechende Luftführung
xg entgegenwirken.
Man kann auch die Elektroden ganz in das
Magnetfeld hineinführen; in diesem Falle ,wird die Ausbreitungsfläche des Lichtbogens
durch die in Fig. 3 gezeichnete Linie (also in Projektion gezeigt) i-k-l begrenzt.
Die Art der Gaszuführung in den Reaktionsraum ist der Erfindung gemäß unwesentlich;
man kann z. B. die Gase ähnlich wie bei dem bekannten Birkelandschen Verfahren durch die Seitenwände des Ofens hindurch in
einem bestimmten Winkel gegen die Entladungsfläche einführen; hierbei ist nur zu berücksichtigen,
daß durch die allgemeine oder eine besondere Luftzuführung der Lichtbogen b-c in die gewünschte Form und Lage b-f-c
verblasen \vird. Man kann selbstverständlich auch die Gase in senkrechter oder nahezu
senkrechter Richtung zu der Lichtbogenausbreitung durch diese hindurchführen.
Entsprechend der Art der Gasführung und
' der Lage, Breite bzw. Form der Elektroden wird die Projektion der Begrenzungslinie i-k-l
einen Kreissektor, eine nahezu geschlossene Kreislinie, den Umfang eines Blattes usw. darstellen.
Es ist bei Verwendung von Wechselstrom in manchen Fällen zweckmäßig, durch an sich
bekannte Mittel (beispielsweise durch eine im gesamten Luftzuleitungskanal oder auch nur
in der Verblasungsdüse e eingebaute Sirene, welche synchron mit der Periodenzahl des
Wechselstromes läuft) den Lichtbogen zwischen b und c periodisch mit verschiedenen,
mit der Periodenzahl des Wechselstromes wechselnden Stärken anzublasen. Es ist klar,
daß hierdurch ■ bei geeigneter Wahl der Verhältnisse der Leistungsfaktor des Ofens und
auch die Ausbeute selbst und die Gaskonzentration günstig beeinflußt werden.
Durch die beschriebene Anordnung ist es nun möglich, die gleiche und mehrfache lineare
Ausdehnung der einzelnen Lichtbogenfäden, als bei dem Birkelandschen Ofen möglich, und
zwar in einem ganz bedeutend reduzierteren Reaktionsraum zu erreichen. Da die Ausbeuten
an Stickoxyden in einem Ofen eine Funktion der magnetischen Feldstärke, der Luftgeschwindigkeit
und der Flammenenergie ist. so sind durch die vorliegende Erfindung nicht nur höhere Konzentrationen, sondern auch
größere Ausbeuten zu erwarten.
Vergleichsversuche ergaben bei gleichem Meßverfahren und Fehlergrenzen mit einer
Flammenenergie von etwa 3 bis 3,5 Kilowatt mit dem Birkelandschen Verfahren etwa 30 g
HNO8 (umgerechnet) Ausbeute bei einer Gaskonzentration
von rund 1,4 Volumprozent und mit dem Verfahren der Erfinder eine Ausbeute
von 38 g HNO3 bei einer Gaskonzentration
von 1,8 Volumprozent.
Im Hinblick darauf, daß die Flächenausdehnung der Entladungserscheinung bei den in
den Fig. 1, 2 und 3 schematisch dargestellten Ausführungsformen bei gleicher linearer
Lichtbogenausdehnung um das Vierfache kleiner ist als bei einem Ofen nach dem Birkelandschen
System (es ist also der Erfindung gemäß das Verhältnis der linearen Lichtbogenausdehnung
zur Fläche der Entladungserscheinung um das Vierfache größer), wird man bei gleieher
Breite des Reaktionsraumes und gleichbleibender pro Zeiteinheit zu verarbeitender
Luftmenge mit der vierfachen Luftgeschwindigkeit durch den Reaktionsraum arbeiten
können. Es wird also, mit anderen Worten, bei einer gegebenen Energie und Lichtbogenausbreitung
die erstere auf einen vierfach kleineren Raum konzentriert, wodurch ein entsprechend
steileres Temperaturgefälle und wu-ksamere Abkühlung der Reaktionsprodukte ermöglicht sind, wie das ja auch die oben angeführten
Vergleichsresultate bereits ergeben haben.
Das beschriebene Verfahren eignet sich besonders für den Betrieb mit Wechselstrom.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Durchführung chemischer Gasreaktionen mit Hilfe eines Verbreiterten Lichtbogens, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtbogen zwischen Elektrodenenden, deren Verbindungslinie parallel zur Achse eines Magnetfeldes liegt, durch mechanisches Verblasen über eine scharf u0 gebogene Bahn geleitet wird, wodurch erst die magnetische Beeinflussung zur Bildung möglichst langer, nicht rotierender Lichtbögen über eine möglichst kleine Reaktionsfläche erfolgt, und wobei die zur Reaktion dienenden Gase oder Gasgemische durch die Fläche hindurchgeleitet oder auch quer zu derselben geführt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE284341C true DE284341C (de) |
Family
ID=539829
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT284341D Active DE284341C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE284341C (de) |
-
0
- DE DENDAT284341D patent/DE284341C/de active Active
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