DE283973C - - Google Patents

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DE283973C
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DE
Germany
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container
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substance
pulp
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DENDAT283973D
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21DTREATMENT OF THE MATERIALS BEFORE PASSING TO THE PAPER-MAKING MACHINE
    • D21D5/00Purification of the pulp suspension by mechanical means; Apparatus therefor
    • D21D5/02Straining or screening the pulp

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 283973 KLASSE 55 d. GRUPPE
angeordnet ist.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Dezember 1913 ab.
Bei Sortierern für Zellstoffmasse mit wechselnden Druckschwankungen (Pulsierungen) benutzt man entweder flache Siebe und schwingende Kolben oder Membranen; die mittels Exzenter, Daumen, Nocken o. dgl. bewegt werden, oder Rundsiebe, die in die Stoffmasse eintauchen und in denen mittels innerhalb des Siebes angeordneter Drehkörper eine Druckschwankung in der Stoffmasse erzeugt wird.
ίο Mit Sortierern der ersten Gattung erhält man gute Druckschwankungen, aber die schwingende Bewegung verursacht heftige Erschütterungen, einen schnellen Verschleiß der arbeitenden Teile und einen lästigen Lärm. Bei Sortierern der zweiten Gattung hat man diese Übelstände nicht, aber es war schwierig, ohne schwingende Teile hinreichend kräftige Druckschwankungen zu erzielen.
Gemäß der Erfindung erreicht man die Vorteile der schwingenden Sortierer ohne schwingende Teile in vollem Maße auszunutzen.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß verschiedene, durch Scheidewände oder Rippen in bekannter Weise voneinander getrennte Teile der inneren Siebfläche eines Rundsiebzylinders abwechselnd mit Kanälen eines innerhalb des Rundsiebes umlaufenden Körpers in Verbindung treten, von denen je zwei einen Teil der Saugleitung einer Pumpe bilden, während die anderen Teile der Druckleitung derselben Pumpe bilden. Dabei ist der den Siebzylinder aufnehmende Behälter mit einem zweiten Behälter derart verbunden.
daß durch Umlauf der Stoffmasse zwischen ; den beiden Behältern eine gleichförmige Strömung der Stoffmasse von oben in den Siebbehälter, um den Siebzylinder herum nach dem zweiten Behälter stattfindet.
Einige Ausführungsformen der Erfindung sollen im folgenden unter Hinweis auf die Zeichnung näher beschrieben werden.
In der Zeichnung zeigen Fig. 1 einen Querschnitt und Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Sortierer. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2.
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform des Sortierers im Querschnitt.
Fig. 5 und 6 zeigen weitere Ausführungsformen des Sortierers im Längs- und Querschnitt.
Der Siebzylinder B taucht gänzlich in den bei A in den Siebbehälter einfließenden Zellstoff ein. Das Einlaßrohr A ist auswechselbar angeordnet, um die einzelnen Teile des Sortierers zugänglich zu machen. In dem Siebzylinder B ist ein zylindrischer Drehkörper D angeordnet, der zwei Längskanäle S und zwei weitere Längsdruckkanäle T besitzt, die mit Offnungen an der Zylinderoberfläche versehen sind. Die Innenfläche des Siebzylinders B ist in bekannter Weise durch radiale Längswände I in einzelne Kammern C, z. B. fünf, getrennt, die somit auch den ringförmigen Zwischenraum zwischen dem Drehkörper Ό und dem Siebzylinder in einzelne Kammern unterteilen. An jedem Ende des Siebzylin-
ders D sind die Saug- und Druckkanäle S j und T mit einer Zentrifugalpumpe N versehen, j die dazu dient, eine konstante Saug- und Druckwirkung in den Kanälen S und T mittels der Pumpenschaufeln 0 und der Flügel P aufrechtzuerhalten. Die Stoffmasse, die in die Saugkanäle 5 eingesaugt wird, tritt teilweise bei Q (Fig. 3) aus und wird teilweise in die Druckkanäle T eingelassen.
Der Behälter, in welchem der Siebzylinder angeordnet ist, besitzt einen auswechselbaren Deckel R und hat außerdem an seinem Boden öffnungen G, die mittels eines von einem Hebel M aus zu bewegenden Gitterschiebers geöffnet oder geschlossen werden können. Die an den Stirnseiten des Drehkörpers D sitzenden Deckel sind auswechselbar, um eine Reinigung der Saug- und Druckkanäle zu gestatten, nachdem die Treibräder von dem Drehkörper D abgenommen sind, so daß dieser · unabhängig von den Rädern gedreht werden kann, wodurch die öffnungen der Kanäle freigegeben werden.
Die Zellstoffmasse kann durch die Öffnungen G in die seitwärts an dem Siebbehälter liegende Kammer F gelassen werden. Zu beiden Seiten der Öffnungen G sind Spritzrohre U und V angeordnet. Die Kammer F besitzt einen gitterförmigen oder mit Löchern versehenen Boden H, der nach einer öffnung K zu geneigt ist, die mit einem Gitter oder einer Klappe versehen ist. Die Kammer F steht in gleicher Höhe mit dem höchsten Punkte des Siebzylinders, mittels einer oder mehrerer Pumpen oder ähnlicher Flüssigkeitsfördermittel mit dem Siebbehälter, wobei die Pumpen einen ununterbrochenen Umlauf der Stoffmasse zwischen der Kammer F und dem Siebbehälter aufrechterhalten. Die Auslaßöffnungen der Pumpen besitzen die bekannten Rückschlagventile oder Klappen L. Statt der Pumpen können auch Ejektoren / Verwendung finden (Fig. 4), wärend Teile der frischen Masse für Ejektorzwecke Verwendung finden können.
Die Wirkungsweise des neuen Sortierers ist folgende:
Die zu sichtende Stoffmasse wird bei A in so großer Menge eingebracht, daß sie den Siebzylinder bedeckt. Der Drehkörper D wird mittels Räder in Umdrehung versetzt, die zugleich die Pumpe N in Tätigkeit setzen, um Saugung und Druck in den Kanälen S und T zu erhöhen. Wenn einer der Saugkanäle S in Verbindung gebracht ist mit einer der Kammern C, unterhalb der Siebfläche, wird die ZcIlstoffmasse durch das Sieb und die Saugkanäle 5 in die Pumpe N gesaugt, von der Teile der Stoffmasse durch das Rohr Q ausgelassen werden, während der Rest mittels der Flügel P in die Druckkanäle T gedrückt wird. Bei Fortsetzung der Drehung des Drehkörpers D wird ein Druckkanal T in Mitwirkung mit der Kammer C gebracht, wobei die rohen Fasern der Stoffmasse, die an der Siebfläche kleben, durch den Druck von derselben abgestoßen werden. Die Anzahl der Kammern C ist um eine höher als die der Saug- und Druckkanäle S und T1 'wodurch ' es unmöglich wird, daß . eine der Kammern C gleichzeitig der Saugung und dem Druck ausgesetzt wird. Der Teil der durch den Einlauf A zufließenden Stoff masse, der nicht durch die Siebfläche gesaugt wird, sinkt zu dem Boden des Siebbehälters und tritt durch die öffnungen G in die Kammer F ein. Das am Boden des Siebbehälters angeordnete Spritzrohr U dient dazu, ein Zusammenballen der Stoffmasse zu verhindern. Die Stoffmasse am Boden des Siebbehälters wird zusammen mit den grobfaserigen Teilen durch die öffnungen G in die Kammer F abgestoßen, welche nahe ihrem Boden mit einem Gitter H versehen ist, durch das ständig ein Strom Wasser in aufsteigender Richtung eingeführt wird, der sich hierbei mit den feinen Fasern der Stoffmasse vermischen wird; die groben Fasern bleiben am Gitter H zurück. Die feinen Teile werden alsdann mittels der Pumpen / zu dem Siebbehälter zurückbefördert, wo sie wieder gesiebt werden. Wenn eine genügende Menge von Mhem Zellstoff sich auf dem Gitter H in der Kammer F angesammelt hat, wird er den erforderlichen Raum für den Durchgang der Stoffmasse verengen und in einem gewissen Grade die Zuflußgeschwindigkeit erhöhen, so daß die groben Fasern dem Strom ebenfalls folgen würden. Um dieses zu verhindern, werden die Öffnungen G mit dem Gitterschieber zeitweilig verschlossen, der mit dem Hebel M verbunden ist, wobei dann die Stoffmasse durch die Öffnungen K ausgelassen wird. Durch die Rückschlagklappen L wird die Stoffmasse verhindert, aus dem Siebbehälter in die Kammer F während ihrer Leerung zu fließen. Die Reinigung kann daher vorgenommen werden, ohne die Maschine außer Gang zu setzen. Sobald die Kammer F ausgeleert ist und das Gitter mittels des Spritzrohres V abgewaschen wird, ist die off- no nung K verschlossen und die Verbindung zwischen dem Siebbehälter und der Kammer F wieder hergestellt. Die bewegliche Seitenwand R dient dazu, den Zugang zu den inneren Teilen des Siebes zu erleichtern.
Was die Ausführungsform nach Fig. 5 und 6 anlangt, so sind hierbei die beiden Saugkanäle S nahe der Außenwand des Drehkörpers D angeordnet, während ein Druckkanal T1 in der Mitte des Drehkörpers zu liegen kommt, der an jeder Seite des Drehkörpers D eine öffnung besitzt. Hierbei wird nur eine Pumpe
an einem Ende des Drehkörpers D vorgesehen, die dazu dient, eine Saugwirkung in dem Druckkanal T1 zu schaffen. An dem festen Endteil des Sortierers sind Führungsflügel P vorgesehen, die dazu dienen, die Stoffmasse in den Kanal T1 zu fördern. Der gesiebte Zellstoff geht durch den Kanal T1 in die Endkammer Nz und tritt aus dem Rohr Q aus. Um Druck in. den Kanal T1 zu bekommen,
ίο ist ein Druckbehälter X mit dem Rohr Q verbunden (Fig. 6). Dieser Behälter besitzt eine einstellbare Scheidewand Y, mittels der der Druck in dem Kanal T1 geregelt wird. Der gesiebte Zellstoff fließt über die Scheidewand Y und tritt bei Z aus.
Es ist selbstverständlich, daß der beschriebene Sortierer in beliebiger Weise abgeändert werden kann. Beispielsweise kann der Siebzylinder anstatt des inneren Drehkörpers drehbar angeordnet werden, wobei die Rippen / anstatt am äußeren Siebzylinder am inneren Drehkörper befestigt sein können. Ebenso ist es auch nicht notwendig, die beiden Teile B und D als Zylinder auszubilden, vielmehr können dieselben auch anders gestaltet sein.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Sortierer für Zellstoff, bei dem innerhalb eines in die Stoffmasse eintauchenden Rundsiebes ein Druckschwankungen in der Stoffmasse erzeugender Drehkörper angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehkörper (D) mit gegen die an ihrer Innenfläche durch Längswände (/) in einzelne Kammern unterteilte Siebfläche offenen Kanälen (S, T) versehen ist, die während der Sortierarbeit ständig mit Stoffmasse gefüllt sind, und von denen stets je zwei Kanäle (S) einen Teil der Saugleitung einer Pumpe (N) bilden, während die anderen beiden Kanäle (T) die Druckleitung derselben Pumpe bilden.
  2. 2. Sortierer nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der den Siebzylinder aufnehmende Behälter mit einem benachbarten Behälter (F) derart verbunden ist, daß durch Umlauf der Stoffmasse zwischen den beiden Behältern eine gleichförmige Strömung der Stoff masse von oben im Siebbehälter um den Siebzylinder herum nach dem zweiten Behälter (F) stattfindet, so daß sich im Behälter (F) die schweren und groben Teile ablagern, während die feineren nach dem oberen Teile des Siebbehälters zurückgeleitet werden.
  3. 3. Sortierer nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehkörper (D) zwei diametral zueinander stehende Saugkanäle (S) und einen zentralen Druckkanal (T1) mit Öffnungen nach beiden Seiten besitzt, wobei der Drehkörper (D) auf der einen Seite mit einer Pumpe (N) verbunden ist und auf der anderen Seite in einer Kammer (iV2) endet, in welche die sortierte Stoffmasse gelangt, nachdem sie den zentralen Druckkanal (T1) durchströmt hat (Fig. 5).
  4. 4. Sortierer nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abflußrohr (Q) für die sortierte Masse mit einem Druckbehälter (X) verbunden ist, dessen Druck durch eine einstellbare Wand oder einen einstellbaren Überfall geregelt werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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