DE2836660C2 - Höhenmeßvorrichtung - Google Patents
HöhenmeßvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Höhenmeßvorrichtung mit einer weitgehend horizontalen Bodenplatte und mit
•iner weitgehend vertikal auf dieser stehenden Säule,
die mehrere vertikale Flächen aufweist, mit einem die Säule umgebenden Schieber, der den Flächen der Säule
lügekehrte Flächen aufweist und längs verschiebbar
entlang der Säule an beliebigen Stellen arretierbar ist.
Bei bekannten Höhenmeßvörrichtungen mit einer horizontalen Bodenplatte, einer weitgehend Vertikal auf
dieser stehenden Säule und einem vertikal längs der Säule verschiebbaren Schieber ist der Schieber mit Hilfe
die Reibung vermindernder Mittel, z. B. auf Kugellagern oder dergleichen, gelagert Es ist auch bekannt (US-PS
35 70 796), den Schieber reibschlüssig zu lagern oder das Lager zusätzlich durch ein Schmiermittel gleitfähiger zu
gestalten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe ,zugrunde, eine Höhenmeßvorrichhjng der eingangs genannten Art
anzugeben, bei der eine gewünschte Verschiebung des Schiebers und seine Arretierung an der gewünschten
Stelle leichter durchführbar sind. Insbesondere soll die
Messung der Höhenlage von Bohrungen oder dergleichen besonders leicht durchführbar sein.
Erfindungsgemäß besteht die Lösung der Aufgabe
darin, daß der Schieber aufweitbar und aus mehreren Platten und diese verbindenden elastischen Mitteln
gebildet ist, daß diese Mittel flexibel sind und eine Aufweitung des Schiebers bei Vorhandensein eines
Fluiddrucks zwischen den einander zugekehrten Rächen von Schieber und Säule zur Bildung eines
reibungslosen Fluidlagers und anschließend eine Zusammenziehung bei Abwesenheit eines derartigen Fluiddrucks
zum Einklemmen der Säule bewirken, daß die Schieberflächen mehrere Fluidöffnungen aufweisen und
daß Mittel zur Zuführung des Fluids zu den Fluidöffnungen zur Aufwertung des Schiebers vorgesehen sind.
Bei dieser Ausbildung läßt sich der Schieber nach Zufuhrung des Druckfluids, insbesondere Druckluft,
äußerst leicht verschieben, da sich der Schieber unter dem Druck des Fluids aufweitet und von der Säule löst,
während das Druckfluid gleichzeitig eine erhebliche Verminderung der Reibung bewirkt. Nach Wegnahme
des Fluiddrucks zieht sich der Schieber zusammen, so daß er sich an der gewünschten Stelle auf der Säule
festklemmt
Die Verwendung einer Granit-Säule stellt eine minimale Abnutzung und äußerst geringe Temperaturempfindlichkeit
sicher. Der Meßwert wird vorzugsweise digital angezeigt. An den Schieber kann ein sich
verjüngender Taster befestigt <;ein, um die Lage des
Mittelpunkts von Bohrungen oder dergleichen auf einfache Weise zu bestimmen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher
beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht der Höhenmeßvorrichtung,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht des Schiebers und eines Teils der Säule der Meßvorrichtung,
F i g. 3 einen Querschnitt durch die Säule unmittelbar oberhalb des Schiebers mit teilweise weggebrochenem
Schieber,
F i g. 4 einen Querschnitt durch Säule und Schieber in Höhe der Luftleitungen des Schiebers nach F i g. 3,
F i g. 5 eine perspektivische Ansicht einer der Platten des Schiebers,
F i g. 6 eine Seitenansicht des Tasters und zugehörigen
Ausrichtblocks,
F i g. 7 den Schnitt 7-7 der F i g. 6,
Fig,8 eine schematische Darstellung ähnlich der
nach F i g, 3 in einer Lage, in der die Säule vom Schieber
eingeklemmt ist, und
F i g. 9 eine ähnliche Ansicht wie die nach F i g. 8 bei
aufgeweitetem Schieber.
Die Bodenplatte oder der Sockel 10 der Höhenmeßvorrichtung weist einen verhältnismäßig schweren
Klotz aus Metall mit einer vorderen Seite K, einer hinteren Seite 12 und seitlichen Seiten 13 auf. Die
Bodenplatte ist von der Oberseite und der Unterseite her abgeschrägt, so daß sich eine umlaufende Kamt
oder Rippe 14 ergibt Außerdem ist die Bodenplatte vorn mit einer Ausnehmung 15 versehen, um die
Meßvorrichtung möglichst dicht an das zu messende Werkstück heranschieben zu können.
Die Granit-Säule 60 umgibt ein Schieber 65 mit rechteckförmigem Querschnitt aus vier Platten, von
denen eine in Fig.5 ausführlicher dargestellt ist Wie dem weggebrochenen Teil in der rechten oberen Ecke
der Schnittansicht nach F i g. 3 zu entnehmen ist, weist jede Platte des Schiebers 65 eine öffnung 66 auf, die von
einer äußeren Ausnehmung 67 in der Plattenecke aus nach innen verläuft und durch die eine Klemmschraube
68 mit kleinerem Durchmesser als die öffnung 66 hindurchgeführt ist Diese Schraube 68 erstreckt sich so
weit ;n eine Gewindeöffnung 69 in der benachbarten Platte, daß ein Lagerspiel 73 zwischen den benachbarten
Platten verbleibt, wobei eine ähnliche Verbindung zwischen allen benachbarten Platten oben, unten und in
der Mitte des Schiebers vorgesehen ist Fine Einstellschraube 70 hält die Klemmschraube 68 in der
gewünschten Lage. Der Schieber paßt sich einer schiefwinkligen Form der Säule 60 durch eine
Verschwenkung der Klemmschraube 68 um das Ende der Einstellschraube 70 herum an, die aufgrund des
Spiels 73 möglich ist Ein Betriebsspiel 75 (Fig.4) wird
durch Druckluft ausgebildet, die aus Luftaustrittsöffnungen 78 (F i g. 4 und 5) austritt, und nach der Ausbildung
des Luftdrucks zwischen Säule und Schieber an sich diagonal gegenüberliegenden Ecken des Schiebers
durch die Einstellschrauben 70 eingestellt die gegen die K lemmschrauben 68 drücken.
Seitlich durch alle Platten des Schiebers verlaufen Luftleitungen 71 (F i g. 4), die in jeder der Platten enden.
Ferner sind auf der Innenseite der Platten öffnungen 72 ausgebildet, die mit den Leitungen 71 in Verbindung
stehen (siehe F1 g. 4), so daß. wenn eine Platte mit ihrer
Schmalseite an der Innenseite einer benachbarten Platte angeordnet wird, die Öffnung 72 mit der Leitung 71
fluchtet bzw. ausgerichtet ist. Wenn daher vier Platten so angeordnet sind, wie es in F i g. 4 dargestellt ist, ergibt
sich ein geschlossener Druckluftkreis mit geradlinigen Teilstrecken. Ein derartiger Kreis ist am oberen und
unteren Ende des Schiebers ausgebildet, und beide 4">
Kreise sind durch eine äußere Leitung 74 verbunden, die sicn vertikal längs des Schiebers 65 erstreckt. Die
Luftzufuhr erfolgt über eine nur teilweise dargestellte Leitung 76 (F i g. 2). An jedem Ende der Luftkanäle 71 ist
eine Ausnehmung ausgebildet, in der ein O-Ring 77 w angeordnet ist, um die Leitungen 71 in der einen Platte
und die zur Leitung in der nächsten Platte führende Öffnung 72 abzudichten. Diese O-Ringe werden zur
Erzielung der Abdichtung mittels der oben beschriebenen und in F i g. 3 dargestellten Klemmschrauben 68 ί >
zusammengedrückt. Alle Leitungen stehen jeweils über Luftaustrittsöffnungen 78 (Fig.4 und 5) auf der
Innenseite aller Platten und sich kreuzende radiale Kanäle 79 und 80 mit einem Ringkanal 81 in
Verbindung, um über die Leitung 76 zugeführte eo Druckluft großflächig zwischen Säule 60 und Schieber
•5 zu blasen. Die Druckluft zwischen Schieber und Säule
bewirkt eine Verbiegung der Schrauben 68 an den sich diagonal gegenüberliegenden Ecken um einen dem
Spiel 75 (Fig.4) entsprechenden geringen Betrag in Richtung der Breite der Platten, so daß der Schieber
reibungsfrei und entsprechend leicht längs der Säule verschoben werden kann. Eine Verriegelung des
Schiebers in seiner eingestellten Lage kann über s.eine
Feineinstellschraube mittels eines Drehknopfes auf der Rückseite des Schiebers erfolgen, der bewirkt daß zwei
federbelastete Halbmuttern sich um die Feineinstellschraube herum schließen. Wenn die Druckluft abgesperrt
wird, zieht sich der Schieber um die Säule 60 herum zusammen.
Wie F i g. 8 zeigt kann sich die Schraube 68 aufgrund ihres Spiels in der Öffnung 66 verbiegen. Wenn daher
Druckluft zwischen Säule und Schieber geblasen wird, werden die Platten aus ihrer Klemmlage von der
Granit-Säule 60 wegbewegt so daß ein reibungsfreies Lager entsteht Diese Aufweitung erfolgt aufgrund der
Verbindung der mit Gewinde versehenen Verbindungsmittel 68. In F i g. 8 ist der Schieber ohne die Zufuhr von
Druckluft dargestellt während Fig.9 die Lage des
Schiebers nach Druckluftzufuhr darstellt In F i g. 8 sind die Verbindungsschrauben 68 geradlinig bzw. mit
gerader Achse dargestellt und L Jieser Lage liegt der Schieber an der Säule an, so daß er s.ch nicht längs der
Säule verschiebt Der Abstand der Platten ist zur Verdeutlichung übertrieben groß dargestellt Wenn die
Druckluft zugeführt wird, verschiebt sich beispielsweise die :!atte 100 nach Fig. 9 in Richtung des Pfeils 103, so
daß die Schraube 68 verbogen wird. Die Verschiebung B dieser Platte relativ zur Säule beträgt etwa 0,01778
Millimeter. Außerdem verschiebt sich die Platte in Richtung des Pfeils 101. Gleichzeitig verschiebt der
Luftdruck alle Platten in ähnlicher Weise. So wird die Plane 102 in Richtung des Pfeils 103 und dadurch das
Ende 104 der Platte 100 ebenfalN um die Strecke A von
etwa 0,1016 mm durch einen Druck auf die Schraube 68a
verschoben. Die Platte 100 wird daher über diagonale Ecken nach außen verschoben, so daß ein Spiel oder
Spalt zwischen ihr und der Säule gebildet wird. Das gleiche geschieht mit der Platte 105, die der Platte 100
gegenüberliegt und auch die sich gegenüberliegenden Platten 106 und 102 werden in gleicher Weise
verschoben. Alle vier Platten werden daher nicht nur nach außen um eine Strecke B von etwa 0,01778 mm von
der Säule weg, sondern auch in Richtung ihrer Ebenen um eine Strecke A von etwa 0,1016 mn gleichzeitig
durch die zugeführte Druckluft unter Verbiegung der Schrauben 68 verschoben, wie es in F i g. 9 dargestellt
ist.
Der Schieber trägt einen Taster 85 (F i g. 6) an einem Arm 86, der an einer Stelle 87 am Schieber befestigt ist,
wobei der Taster am Ende eines sich seitlich erstreckenden Arms 88 sitzt. Der Taster 85 hat eine im
wesentlichen dreieckige Form mit einem zugespi'zten Ende 89, um auf dem Werkzeug die Lage der
K'eEvorrichtung zu markieren. Es können auch starr am Schieber befestigte Taster mit anderen Formen
verwendet werden. Der Taster 85 hat die Form eines Ausschnitts aus einem Konus bzw. Kegel, so daß, wenn
der Taster in eine öffnung ragt zumindest ein Punkt auf
jeder Fläche 90 und 91, wobei die Punkte auf dem gleichen Umkreis liegen, in der öffnung anliegt, um die
Lage des Mittelpunktes der öffnung zu bestimmen.
Seitlich vom Taster erstrecken sich Stifte 95, die auf
der Mittellinie des Tasters liegen. Der Taster kann mit Hilfe eines Eichklotzes 96 eingestellt werden, der auf
einer ebenen Fläche 97 liegt. Wenn die Stifte 95 die Oberseite des Eichklotzes 96 berühren, ist der Taster
richtig ausgerichtet.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Höhenmeßvorrichtung mit einer weitgehend
horizontalen Bodenplatte und mit einer weitgehend vertikal auf dieser stehenden Säule, die mehrere
vertikale Flächen aufweist, mit einem die Säule umgebenden Schieber, der den Flächen der Säule
zugekehrten Flächen aufweist und längs verschiebbar entlang der Säule an beliebigen Stellen
arretierbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (65) aufweitbar und aus mehreren
Platten (100, 102, 105, 106) und diese verbindenden elastischen Mitteln (68) gebildet ist, daß diese Mittel
(68) flexibel sind und eine Aufweitung des Schiebers (65) bei Vorhandensein eines Fluiddrucks zwischen
den einander zugekehrten Flächen von Schieber und Säule (60) zur Bildung eines reibungslosen Fluidlagers
und anschließend eine Zusammenziehung bei Abwesenheit eines derartigen Fluiddrucks zum
Einklemmen der Säule (60) bewirken, daß die Schieberflächen mehrere Fluidöffnungen (78) aufweisen
und daß Mittel zur Zuführung des Fluids zu den Fluidöffnungen zur Aufweitung des Schiebers
(65) vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in jeder Plaue eine Fluidleitung (71)
ausgebildet ist, daß die Leitung (71) einer Platte mit der Leitung (71) einer angrenzenden Platte fluchtet
und daß Dichtungsmittel (77) zwischen benachbarten Platten an den Stoßstellen von den elastischen
Mitteln <o8) zusammengedrückt gehalten werden
und sich bei Ai; »bildung und Wegnahme des
Fluiddrucks flexibel verformen.
3. Vorrichtung nach Ansj \ich 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes elastische Mittel (68) jeweils in eine der Platten mit Spiel (66) durch eine
angrenzende Platte hindurch und eine Einstellschraube (70) in den Spielraum, an dem elastischen
Mittel (68) anliegend, geschraubt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schieber (65)
ein Taster (85) starr befestigt ist, der mit einei von der Säule wegzeigenden Spitze und mit derart in
bezug auf eine Horizontale gekrümmten und symmetrischen Flächen (90,91) versehen ist, daß der
Taster bei Einführung seiner Spitze bis zur Anlage in eine Werkstücköffnung konzentrisch zur Werkstükköffnung
ist und diese mit wenigstens zwei sich diametral gegenüberliegenden Punkten seiner ge
krümmten Flächen (90,91) berührt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Taster (85) an seinen Seiten jeweils
mit zwei sich seitlich erstreckenden Stiften (95) zur Anlage an einem Eichklotz (96) versehen ist.
55
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1978
- 1978-06-26 CA CA306,201A patent/CA1091004A/en not_active Expired
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