DE2829351C2 - Vorrichtung zum Rückführen von Leckgasen, die aus einer Stirlingmaschine austreten - Google Patents
Vorrichtung zum Rückführen von Leckgasen, die aus einer Stirlingmaschine austretenInfo
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Description
a) einen den Pumpenzylinder in eine erste und eine zweite Kammer (B, A) unterteilenden und
zwischen zwei Extremlagen verschiebbaren Kolben (41),
b) eine den Dichtblock (5) mit der ersten Kammer (B) des Pumpenzylinders verbindende Gaseinlaß-Leitung
(6),
c) eine die erste Kammer (B)des Pumpenzylinders
mit dem Zylinder der Stirling-Maschine verbindenden Gasauslaß-Leitung (7),
d) eine mit der zweiten Kammer (A) des Purtipenzylinders verbundene Einlaß- und Auslaßieitung
(9) für ein Strömungsmittel, die selektiv mit einem Niederdruckvorrat (10) und mit einer Hochdruckversorgung (11) des Strömungsmittels
verbindbar ist,
e) Steuersignalschalter (12,13), die zwischen zwei den Extremlagen des Kolbens (41) entsprechenden
Stellungen umschaltbar sind, und
f) eine Steuereinrichtung mit einem Ventil (14) und mit einem Relais (18), die in Abhängigkeit
von den Steuersignalen die Strömungsmittel-EinlfifV
und -Auslaßleitung (9)
— mit dem Niederdruck-Strömungsmittelvorrat (10; verbindet, wenn sich der Kolben
(41) in seiner Jem kleinsten Volumen der ersten Kammer (u) entsprechenden Extremlage
befindet, so daß das durch die Gaseinlaß-Leitung (6) in die Kammer (B) strömende Leckgas den Kolben in seine
andere Extremlage verschiebt,
— mit der Hochdruck-Strömungsmittelversorgung (11) verbindet, wenn sich der
Kolben (41) in seiner dem kleinsten Volumen der zweiten Kammer (A) entsprechenden
Stellung befindet, so daß in die Kammer (A) einströmendes Hochdruck-Strömungsmittel
den Kolben wieder zurückschiebt und Gas aus der ersten Kammer (B) in den Zylinder der Stirling-Maschine
austreibt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Strömungsmittel öl ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (14) ein Magnetventil
ist, und daß die Schalter (12,13) an den beiden Enden des Pumpenzylinders angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalter Näherungsschalter sind.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Rückführen des durch die mit einem Dichtblock
abgedichtete Kolbenstangenführung einer Stirling-Maschine austretenden Leckgases mit einer Kolbenpumpe,
die je einen mit einem Rückschlagventil versehenen Gaseinlaß und Gasauslaß aufweist.
Stirling-Maschinen haben in den letzten Jahren im Hinblick auf ihre hohe Drehmomentleistung, ihr
»sauberes« Abgas, den niedrigen Geräuschpegel, den niedrigen Brennstoffverbrauch, die geringen Wartungsansprüche und die im Vergleich zu herkömmlichen
Benzin-Brennkraftmaschinen lange Betriebslebensdauer zunehmend Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Außerdem ist der thermische Wirkungsgrad einer Stirling-Maschine demjenigen von üblichen drennkraftmaschinen
gleich oder überlegen, weil bei ersterer Wasserstoff oder Helium anstelle von Luft als
Arbeitsmedium benutzt wird, wodurch der thermische Wirkungsgrad der Wärmetauscher erheblich verbessert
wird.
Da das aus Wasserstoff oder Helium bestehende Arbeitsmedium jedoch vergleichsweise kleine Moleküle
besitzt, ist die einwandfreie Abdichtung einer Stirling-Maschine schwierig. Solche Maschinen zeigen daher
einen hohen Leckage- oder Undichtigkeitsgrad im Dichtungsbereich zwischen Zylinderwand und Kolbenstange.
Bei bisherigen Konstruktionen werden Mehrfachdichtringe zur Bildung eines Dichtbiockteils sehr häufig
verwendet, wobei der Druck des Arbeitsmediums zunächst in dieser Anordnung vermindert und dadurch
die Betriebslebensdauer der Dichtung erheblich verbessert wird. Zur Vervollkommnung der Dichtfähigkeit an
diesem Dichtblockteil sind Konzepte zur Rückführung des über diesen Abschnitt ausgetretenen Arbeitsmediums
in den Zylinderraum der Stirling-Maschine entwickelt worden. Diese Aufgabe ist jedoch wegen des
Fehlens dafür geeigneter Mechanismen sehr schwierig zu lösen.
Bei einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Patentanspruch 1 (GB-PS 12 88 528)
wird das an der Kolbenstangenführung der Stirling-Maschine austretende Leckgas im Kurbelgehäuse gesammelt
und nach Übersteigen eines für das Kurbelgehäuse kritischen Druckwerts durch c;ne Gaspumpe einem
Vorratsbehälter zugeführt, von wo es bei Bedarf dem Kolbenzylinder der Stirling-Maschine wieder zugeführt
werden kann. Bei dieser Vorrichtung ist es vor allem nachteilhaft, daß mit der Gaspumpe nicht nur das
Leckgas angesaugt wird, vielmehr die Ansaugung aus dem gesamten Kurbelgehäuse erfolgt, welches einer
Spritzölschmierung ausgesetzt ist. Dadurch müssen die durch die Gaspumpe angesaugten Gase einer Reinigung
unterzogen werden, wobei insbesondere das Öl separiert und wieder dem Kurbelgehäuse rückgeführt
werden muß, bevor die Gase wieder der Stirling-Maschine zugeführt werden können. Dadurch wird nicht
nur der Wirkungsgrad der Rückführvorrichtung wesentlich geschmälert, sondern damit ist auch ein entsprechend
hoher apparativer Aufwand verbunden.
Aufgabe der Erfindung ist es somit, eine mit hohem Wirkungsgrad arbeitende und dennoch einfach aufgebaute
Vorrichtung zur Rückführung von Leckgasen einer Stirling-Maschine zu schaffen.
Nach Maßgabe der Erfindung wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1
angegebenen Maßnahmen gelöst, wobei zweckmäßige Ausgestaltungen in den Unteransprüchen angegeben
sind.
Gemäß der Erfindung wird für die Rückführung ein zwei Arbeitskammern aufweisender Pumpenzylinder
verwendet, der einen Freikolben aufweist und über einen Differenzdruck gesteuert ist. Die im Dichtblock
abgenommenen und zur einen Arbeitskammer des Pumpenzylinders geführten Leckgase verdrängen den
Freikolben in eine Extremlage, wodurch ein Steuersignal erzeugt und hierüber eine mit einem Relair
ausgerüstete Steuereinrichtung betätigt wird, um die ■>.
andere Arbeitskammer mit der Hochdruck-Sirömungsmittelversorgung
zu verbinden, wodurch der Kolben entgegen dem durch die Leckgase aufgebauten Druck
verschoben und die Leckgase in die Stirling-Maschine
rückgeführi werden. Ein Ansaugen aus einem Kurbeige- ι ο häuse ist somit nich? mehr erforderlich, vielmehr sind die
Leckgasfr ?<;genüber der Außenumgebung abgedichtet,
so daß keine gesonderten Maßnahmen zur Abscheidung von Verunreinigungen zu treffen sind. Dadurch
verringert sich nicht nur der apparative Aufwand der Vorrichtung sondern erhöht sich auch der Wirkungsgrad
der Rückführvorrichtung.
Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung für eine Stirling-Maschine,
F i g. 2 eine detaillierte schematische Darstellung der
Rückführvorrichiung nach Fig. 1 für die Rückführung
eines über den Dichtblockteil austretenden Arbeirsmediums,
wobei die Öleinleitung in die zweite (Zylinder-)Kamrner beendet ist und der Kolben sich zur zweiten
Kammer zu bewegen beginnt, und
Fig. 3 eine Fig. 2 ähnelnde Darstellung, in welcher
sich der Kolben zur ersten Kammer zu bewegen beginnt.
Gemäß Fig. 1 ist eine Vorrichtung 1 mit einer Stirling-Maschine 2 verbunden. Gemäß F i g. 2 ist ein in
einem Pumpenzylinder 3 geführter Kolben 41 mit Dichtringen 4 versehen. Der Kolben 41 unterteilt den
Zylinder in zwei Kammern A und B. Eine Stirnwand der Kammer B ist mit einer Einlaßleitung 6, über die
Leckgas von einem Dichtblock 5 über ein Rückschlagventil 8 in die Kammer B eintreten kann, sowie eine
Gasauslaßleitung 7 zur Rückführung des Leckgases *o
über ein Rückschlagventil 8' in einen Zylinder 211 der
Stirling-Maschin. 2 versehen. An die Stirnwand der Kammer A ist eine Öleinlaß- und -auslaßleitung 9 zur
Einleitung von Öl in die Kammer A und zur Ab'eitung aus ihr angeschlossen. Die Leitung 9 ist auf noch näher *~>
zu beschreibende Weise durch Betätigung eines Magnetventils 14 entweder unmittelbar oder über eine
Ölpumpe 11 mii dem Ölbehälter 10 verbindbar.
Der Pumpenzylinder 3 bildet eine Elektrode bzw. einen Pol, und da zumindest einer der Dichtringe 4 aus
einem elektrisch leitenden Material besteht, bildet der Kolben 41 ebenfalls einen Ted desselben Pols. An den
Stirnwänden des Zylinders 3 sind Schalter in Form von Gegenelektrode bzw. -pole bildenden Kontakten 12
bzw. 13 vorgesehen, die in Isolatoren 17 bzw. 17' 5S
eingesetzt und dadurch gegenüber dem Zylinder 3 elektrisch isoliert sind. Die Kontakte sind mit dem
Magnetventil 14 über ein Halterelais 18 verbunden, das an eine Stromquelle 19 angeschlossen ist.
Das Magnetventil 14 verbindet selektiv die Leitung 9 hCl
mit einer Leitung 21 zur Herstellung einer Verbindung zwischen der Kammer A und dem Ölbehälter 10, so daß
kein Öldruck an der Kammer A anliegt, während gleichzeitig eine Leitung 20 mit einer Leitung 22
verbunden ist. Das Magnetventil 14 vermag zudem in h~>
seiner anderen Stellung die Leitung 9 selektiv mit der Leitung 20 zu verbinden, um mittels einer Ölpumpe 11
Drucköl aus dem Ölbehälter 10 in die Kammer A zu fördern, während gleichzeitig die Leitung 21 mit der
Letiung22 verbundsn ist.
Im Betrieb steht die Kammer A gerr;_ß Fig-2 über
die Leitungen 9 und Λ mit de;« öübinäiier 10 in
Y^; bindung, so daß kein Öldruck an ihr anliegt. Wen»
daher eier Druck des aus dem Dichtblock 5 herausleki.f
rrien bzw. austretenden Arbeitsmediums höher is' ?.!?
der in der Kammer A herrschende Öldruck, wird der Kolben 41 zur Kammer A hin verschoben, so daß sich
das ausgetretene Arbeitsmedium über das Rückschlagventil 8 und die Einlaßleitung 6 in der Kammer B
ansammelt. Normalerweise «folgt die Verschiebung des Kolbens in Richtung auf Kammer A wegen der einer
Kolbenbewegung entgegenwirkenden Kraft des öis in der Kammer A und der zum öffnen des Ventiis 8
erforderlichen Kraft dann, wenn der Druck des ausgetretenen Arbeitsmediums 8 bar übersteigt. Der
optimale Druck des Leckmediums liegt im Bereich von 30 bis 50 bar. Gemäß F i g. 2 steht die Leitung 22 über
die ölpumpe limit der Leitung 20 in Verbindung, wobei
kein Öl in die Kimmer A gefördert wird.
Wenn der Kolben 41 die eine Extremis ;: erreicht und
den Kontakt !2 berührt, wird das Haltcrc&is *8 betätigt,
das seinerseits das Magnetventil 14 erregt Infolgedessen wird gemäß Fig.3 eine Verbindung zwischen der
Kammer A und dem ölbehälter 10 über die Leitungen ·),
20 sowie die Ölpumpe 11 hergestellt und damit das Öl
zwangsweise bzw. unter Druck in die Kammer A eingeleitet. Der Öldruck besitzt eine vorbestimmte, über
dem Mindest-Arbeitsdruck einer Stirling-Maschine liegende Größe; der Öldruck in der Kamme- A ist daher
höher als der Leckgasdruck in der Kammer B. Infolgedessen wird der Kolben 41 zur Kammer B
getrieben, so daß das Leckgas über die Auslaßleitung 7 und das Rückschlagventil 8' in den Zylinder 211 der
Stirling-Maschine zurückgeführt wird.
Wenn der Kolben 41 in der anderen Extremlage mit dem Kontakt 13 in Berührung kommt, wird das
Halterelais 18 im entgegengesetzten Sinn betätigt und dadurch das Magnetventil 14 in die Stellung nach Fig 2
umgeschaltet, so daß die Leckgaseinleitung in die Kammer Bbeginnt.
Die v erstehend beschriebenen Vorgänge wiederholen
sich ständig, und das ausgetretene Arbeitsmedium wird dabei wirksam in den Zylinder 211 der Stirling-Maschine
zurückgefördert.
Bei Verwendung von Helium als Arbeitsmedium sind die genannten Kontakte verwendbar. Falls jedoch
Wasserstoff verwendet wird, müssen diese Kontakte durch kontaktlose bzw. Näherungsschalter ersetzt
werden, um eine Funkenbildung zu verhindern. Selbstverständlich können anstelle der elektrischen Kontaktschalter
12 und 13 auch nichtelektrische Kontakte vorgesehen werden. Außerdem wird vorzugsweise ein
bei 23 angedeutetes Drosselventil in der Einlaß- und
AuslaDIeitung 9 angeordnet, um plötzlich auftretende Druckstöße zu dämpfer.
Da der Kolben bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung lediglich durch den Differenz- bzw. Wirkdruck
zwischen Leckgasdruck und Öldruck verschoben wird, ist bei der Stirling-Machine kein zusätzlicher At.mosphärendruck
b:w. kein zusätzliches Arbeitsgas erforderlich, vielmehr wird nur das ausgetretene Arbeitsgas
bzw. -medium in die Kammer B des Pumpen/ylinders
eingeleitet und in den Maschinenzylinder zurückgefordert,
so daß eine vollkommene Leckgasrückführung für eine StHing-Maschinc rtd.isiert Axrden kann.
Zusammenfassend wird mit der F.rfindune also eine
Leckgas-Rückführvorriehtung für eine Slirling-Masehi- ist zunächst zur l-xmögliehunp einer Vergrößerung de
ne geschaffen, die einen durch einen Kolben in zwei ersten Kammer durch das I.eckgas mit einen
Kammern unterteilten Pumpenzylinder aufweist. Die Niedcrdruck-Ölvorrat verbunden, während sie in de
eine Kammer dient dabei zur Aufnahme des Leckgases einen Lxtremlage des Kolbens mit einer I lochdruck ö
vom Dichtblock über ein erstes Rückschlagventil sowie
> Versorgung verbunden wird, um dabei das l.eckgas i
zur Rückführung dieses Gases zum Maschinenzylinder den Maschinenzylinder /urück/iifOidein.
über ein /weites Rückschlagventil. Die andere Kammer
über ein /weites Rückschlagventil. Die andere Kammer
Hierzu 2 Blatt Zeichnunsicn
Claims (1)
1. Vorrichtung zum Rückführen des djrch die mit
einem Dichtblock abgedichtete Kolbenstangenführung einer Stirling-Maschine austretenden Leckgases
mit einer Kolbenpumpe, die je einen mit einem Rückschlagventil versehenen Gaseinlaß und Gasauslaß
aufweist, gekennzeichnet durch
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