DE2829004C2 - Unterwasser-Geräuscherzeuger - Google Patents
Unterwasser-GeräuscherzeugerInfo
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- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10K—SOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
Die Erfindung betrifft einen Unterwasser-Geräuscherzeuger,
bei dem ein elektromagnetischer Schallwandler in ein Rahmengehäuse eingebaut ist.
Solche Geräuscherzeuger benötigt man, um mittels des erzeugten Geräusches über mehr oder weniger
große Entfernungen im Wasser befindliche Geräte zum Ansprechen zu bringen, die mit Geräuschsensoren
ausgerüstet sind.
Es sind bereits Unterwasser-Geräuscherzeuger für den vorgenannten Zweck bekannt, bei denen das
Geräusch mit rein mechanischen Mitteln erzeugt wird, wie z. B. durch ein Schlagwerk, dessen Schlagmasse
gegen die Gehäusewandung oder eine besondere Membranplatte schlägt (OS 19 45 490), oder durch eine
aus einem Zahnrad und einem federnden Fingerhebel bestehende Ratsche.
Der Nachteil dieser mechanischen Geräuscherzeuger besteht darin, daß die an der Geräuscherzeugung
unmittelbar beteiligten Bauteile einem starken Verschleiß unterliegen. Hierdurch wird nicht nur verhältnismäßig
oft eine Reparatur erforderlich, sondern mit ίο fortschreitendem Verschleiß ändert sich auch ständig
das erzeugte Geräuschspektrum hinsichtlich der Frequenzverteilung und der Amplitude.
Zur Erzeugung von Schall- oder Ultraschallsignalen unter Wasser sind ferner magnetostriktive und keramisehe
Schallwandler bekannt (ELAC Echolotfibel bzw. AS 10 95 021).
Diese arbeiten jedoch auf einem verhältnismäßig schmalen Frequenzband und senden die Schallsignale
mehr oder weniger stark gebündelt aus, was von ihrer Zweckbestimmung her (z. B. Fischortung) auch erwünscht
ist
Bei dem vorliegenden Geräuscherzeuger kommt es dagegen auf Breitbandigkeit und möglichst starke
Auffächerung des Schallstrahls an; das Ideal wäre die Kugelcharakteristik.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Unterwasser-Geräuscherzeuger zu schaffen, der, bei
mindestens gleichgroßer Schallintensität, die Verschleißerscheinungen
der mechanischen Geräuscherzeuger vermeidet, der ferner breitbandig und möglichst
wenig richtungsselektiv arbeitet und der im übrigen möglichst einfach und ohne Eigenfrequenz der Membrane
aufgebaut ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Membran des Schallwandlers durch nachgiebige, insbesondere gewellt ausgeführte Dichtringe am Rahmengehäuse gelagert ist und daß der Wandler Bestandteil eines Stoßkreissenders ist, der im Takte der Geräuschimpulse von einem Taktgeber getriggert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Membran des Schallwandlers durch nachgiebige, insbesondere gewellt ausgeführte Dichtringe am Rahmengehäuse gelagert ist und daß der Wandler Bestandteil eines Stoßkreissenders ist, der im Takte der Geräuschimpulse von einem Taktgeber getriggert wird.
Diese Lösung bietet u. a. die Möglichkeit, Geräuschimpulse
mit einem sehr breiten Frequenzspektrum auszusenden, wenn nur der Stoßkreissender so betrieben
wird, daß seine Impulse den sogenannten Nadelimpulsen angenähert sind; bekanntlich haben
Nadelimpulse von allen Impulsformen das breiteste Spektrum.
Aus der US-PS 32 74 538, Fig. 1 und Fig. 4, sind bereits zwei Ausführungsformen von elektromagnetischen
Wandlern für Unterwassergeräuscherzeugung bekannt.
Diese arbeiten mit Selbsterregung durch Rückkopplung, wobei die Rückkopplungsimpulse mittels eines Differentiators
in Nadelimpulse umgeformt werden. Beiden Ausführungsformen jedoch haftet der Nachteil an, daß
Anker und Erregermagnet über Federn miteinander in Verbindung stehen.
Dies ergibt ein Feder-Masse-System mit einer entsprechend stark ausgeprägten Resonanzstelle, so
daß es trotz der anregenden Nadelimpulse nicht zur Abstrahlung eines breitbandigen Spektrums kommen
kann.
Die Ausführung gemäß Fig. 1 der genannten US-PS hat den weiteren Nachteil, daß die Kolben 12 und 13 zur
Abdichtung O-Ringe aufweisen. Diese O-Ringe wirken stark dämpfend, weil sie wenig nachgiebig sind. Sollten
jedoch trotzdem größere Hübe der Kolben erzwungen werden, so würden die O-Ringe — da sie in einer Nut
gefangen sind und daher mitgenommen würden — sehr bald zerrieben sein, und es würde Wasser in den mit
Siliconöl 14 gefüllten Raum eindringen.
Bei der Ausführung gemäß Fig. 4 der genannten US-PS muß ferner der als Membrane wirkende Boden
102 bzw. 103 unvermeidbar Biegeschwingungen ausführen, die das Material erheblich schneller ermüden als
Kolbenschwingungen.
Eine zweckmäßige, an sich bekannte bauliche Ausführung des erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Geräuscherzeugers besteht darin, daß ein oder mehrere Paare von Wandlern vorgesehen sind und daß die
beiden Membranen jedes Wandlerpaares in zueinpnder entgegengesetzten Abstrahlrichtungen angeordnet sind.
Hierdurch kompensieren sich — gegenphasig synchrone Anregung vorausgesetzt — die Kraftrückwirkungen
auf die Erregermagnete, so daß diese besser in Ruhe bleiben, als es bei einer als Gegengewicht
dienenden Masse möglich wäre.
Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind in den
Unteransprüchen 3 bis 8 geoffenbart
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Unterwasser-Geräuscherzeugers,
und zwar in einer für den Schleppbetrieb bestimmten Ausführungsform, veranschaulicht. Es zeigt die
A b b. 1 eine schematisch gehaltene Gesamtdarstellung,
die
A b b. 2 ein Blockschaltbild der elektrischen bzw. elektronischen Anlage und die
Abb.3 eine Schnittdarstellung des Wandlers, die weitere Einzelheiten zeigt.
In der A b b. 1 ist 1 der elektromagnetische Wandler, der sich in einem Rahmengehäuse 2 befindet. In dem
daran anschließenden Gehäuse 3 befinden sich die elektronische Steuerungsanlage 4, die Kondensatorbatterie
5 des Stoßkreissenders und das Stromversorgungsaggregat,
bestehend aus einem Drehstromgenerator 6 und einem Spannungsregler 7. Am Kopf des Gehäuses 3
ist ein Turbinenrad, der Impeller 8, gelagert. Der Impeller 8 wird entsprechend der Schleppgeschwindigkeit
in Drehung versetzt und treibt den Drehstromgenerator 6 über ein Übersetzungsgetriebe 9 an.
In dem Blockschaltbild gemäß Abb.2 ist der strichpunktiert umrandete Schaltungsteil die elektrische
bzw. elektronische Steuerungsanlage 4. Diese enthält den — gestrichelt umrandeten — Ladeteil 10, bestehend
aus einer halbgesteuerten Gleichrichterschaltung 11, da im vorliegenden Fall ein Drehstromgenerator vorausgesetzt
ist, und einem elektronischen Polwender 12. Ferner enthält die Steuerungsanlage 4 einen Taktgeber
13 und einen elektronischen Schalter 14. De: Taktgeber 13 steuert die Gleichrichterschaltung 11, den Polwender
12 und den elektronischen Schalter 14. Durch die Schließung (das Leitendsteuern) des elektronischen
Schalters 14 wird bewirkt, daß die von dem Ladeteil 10 aufgeladene Kondensatorbatterie 5 über die Wandlerspulen
19,20 entladen wird. Die Kondensatorbatterie 5 und die Wandlerspulen 19, 20 bilden somit den
Stoßsendekreis. Infolge der durch den Taktgeber 13 vorgegebenen Folgefrequenz der Stoßkreisentladungen
ist das Geräusichspektrum weitgehend unabhängig von der Dauer der Nachladung der Kondensatorbatterie 5
und im gleichen Maße auch unabhängig von der Schleppgeschwindigkeit.
Der elektronische Schalter 14 ist im vorliegenden Beispiel aus einer Anordnung von Thyristoren bestehend
zu denken, die nach einer Umladung der Kondensatorbatterie 5 sogleich sperren, so daß weitere
Umladungen vor dem Eintreffen des nächsten Taktimpulses nicht mehr stattfinden können. Auf diese Weise
wird der unnötige Energieverbrauch vermieden, der entstehen würde, wenn man den Stoßkreis jedesmal
anschwingen ließe. Die Kondensatorbatterie 5 braucht
daher immer nur um den Energiebetrag nachgeladen zu werden, der bei dem einmaligen Umladen verbraucht
wurde. Damit dieses Nachladen stets mit der richtigen Polarität erfolgt, steuert der Taktgeber 13 den
Polwender 12 mit jedem Taktimpuls um.
Der in A b b. 3 im Schnitt dargestellte Wandler 1 ist bezüglich der strichpunktierten Achse rotationssymmetrisch
geformt zu denken. Die Erregermagnete 15 und
16 haben demgemäß Ringtopfform. Das Schnittbild ergibt ein U-Profil, das (in der Zeichnung) zu dem Joch
17 bzw. 18 hin offen ist 19 und 20 sind die Wandlerspulen, die hier als Spiralen aus Flachband-Leitern
ausgebildet sind.
Die Joche 17 und 18 sind an den Membranen 21 bzw. 22 befestigt die ihrerseits über nachgiebige Dichtringe
28 am Rahmengehäuse 2 gelagert sind. Die Membranen 21 und 22 haben zueinander entgegengesetzte Abstrahlrichtungen,
so c'aß sich, wie bereits erwähnt ihre Kraftrückwirkungen gegenseitig kompensieren können.
Die erforderliche Rückstellkraft für die Membranen 21 und 22 wird durch die Expansion der beim Anzug
dieser Membranen komprimierten Luft erzeugt Da die Membranen — wie aus A b b. 3 ersichtlich — unmittelbare
Berührung mit dem Wasser haben, wird die Rückstellbewegung vom Wasser so stark bedämpft daß
schon die Amplitude der ersten Nachschwingperiode vernachlässigbar klein ist.
Der Durchmesser der Erregermagnete 15, 16 soll zweckmäßigerweise zwischen 0,4 und 0,75 des Membrandurchmessers
liegen. Hierdurch wird erreicht, daß die Membran möglichst keine Biegeschwingungen,
sondern Kolbenschwingungen ausführt, um den größten Wirkungsgrad zu erzielen und die Materialermüdung so
gering wie möglich zu halten.
23 und 24 sind je dreifach auf dem Umfang verteilt vorhandene Justierschrauben, mit denen eine definierte
Anfangstellung der Membranen 21 und 22 eingestellt werden kann.
Der Innenraum des Wandlers 1 ist mit einem in dem Rahmengehäuse 2 befindlichen Druckausgleichsgefäß
25 verbunden, und dieses Gefäß, eine Art luftgefüllter Schlauch, ist dem äußeren Wasserdruck ausgesetzt. Zu
diesem Zweck ist die zum Schutz für den Schlauch 25 um das Rahmengehäuse gelegte Manschette 26 perforiert.
Dadurch wird bewirkt daß der bei größerer Wassertiefe auf die Außenfläche der Membranen wirkende entsprechend
größere Wasserdruck im Innern des Wandlers kompensiert wird, so daß die Membranen 21, 22 keine
einseitige Vorspannung erfahren, durch welche sie möglicherweise an die Erregermagriete 15,16 angepaßt
und somit am Schwingen gehindert werden könnten.
Der Verbindungskanal 27 zwischen dem Wandlerinneren und dem Druckausgleichsgefäß 23 ist so eng
bemessen, daß er eine Drosselstelle bildet, denn der Druckausgleich muß im Vergleich zu der Geräuschimpulsfrequenz
hinreichend langsam verlaufen, da andernfalls ein akustischer Kurzschluß zwischen der Außenseite
der Membranen 21 und 22 und ihrer Innenseite vorhanden wäre.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Unterwasser-Geräuscherzeuger, bei dem ein elektromagnetischer Schallwandler in ein Rahmengehäuse
eingebaut ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Membran (21, 22) des Schallwandlers (1) durch nachgiebige, insbesondere gewellt ausgeführte Dichtringe (28) am Rahmengehäuse
(2) gelagert ist und daß der Wandler (1) Bestandteil eines Stoßkreissenders (5,14,19,20) ist,
der im Takte der Geräuschimpulse von einem Taktgeber (13) getriggert wird.
2. Unterwasser-Geräuscherzeuger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder
mehrere Paare von Wandlern vorgesehen sind, und daß die beiden Membranen jedes Wandlerpaares in
zueinander entgegengesetzten Abstrahlrichtungen angeordnet sind.
3. Unterwasser-Geräuscherzeuger nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch Schaltmittel
(Gleichrichter, Thyristoren oder dergl.), welche bewirken, daß nach jeder Triggerung des Stoßkreissenders
(5,14,19,20) immer nur eine Umladung des
Stoßspannungskondensators (5) zugelassen wird.
4. Ünterwasser-Geräuscherzeuger nach den Ansprüchen 1 —3, der von einem Wasserfahrzeug
geschleppt werden soll, dadurch gekennzeichnet, daß ein mechanisch antreibbarer Stromerzeuger (6)
zur Speisung des Stoßkreissenders (5, 14, 19, 20) vorgesehen ist, und daß dieser Stromerzeuger (6)
von einer durch das Schleppen in Drehung versetzten Turbine (Impeller 8) angetrieben wird.
5. Unterwasser-Geräuscherzeuger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Regelschaltung
(7) zur Konstanthaltung der Speisespannung vorgesehen ist.
6. Unterwasser-Geräuscherzeuger nach Anspruch 1 oder 2, dessen Wandler eine kreisrunde
Membrane aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregermagnete (15, 16) der elektromagnetischen
Wandler als Ringtopfmagnete ausgebildet sind.
7. Unterwasser-Geräuscherzeuger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchmesser
der Erregermagnete (15, 16) zwischen 0,4 und 0,75 der Durchmesser der Membranen (21, 22)
liegen.
8. Unterwasser-Geräuscherzeuger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum
des Wandlers (1) mit einem dem äußeren Wasserdruck ausgesetzten Druckausgleichsgefäß
(25) verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782829004 DE2829004C2 (de) | 1978-07-01 | 1978-07-01 | Unterwasser-Geräuscherzeuger |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782829004 DE2829004C2 (de) | 1978-07-01 | 1978-07-01 | Unterwasser-Geräuscherzeuger |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2829004A1 DE2829004A1 (de) | 1980-01-10 |
| DE2829004C2 true DE2829004C2 (de) | 1982-07-29 |
Family
ID=6043312
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782829004 Expired DE2829004C2 (de) | 1978-07-01 | 1978-07-01 | Unterwasser-Geräuscherzeuger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2829004C2 (de) |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1095021B (de) * | 1952-06-12 | 1960-12-15 | Sperry Prod Inc | Vorrichtung zum Erzeugen von scharf begrenzten Ultraschallwellenzuegen mit einem elektromechanischen Wandler |
| US3274538A (en) * | 1960-09-19 | 1966-09-20 | Benjamin L Snavely | Electroacoustic transducer |
| DE1945490B2 (de) * | 1969-09-09 | 1974-02-14 | Faun-Werke Kommunalfahrzeuge Und Lastkraftwagen Karl Schmidt, 8500 Nuernberg | Schleppgerät mit Schallerzeuger zum Räumen von akustisch zündbaren Seeminen |
-
1978
- 1978-07-01 DE DE19782829004 patent/DE2829004C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2829004A1 (de) | 1980-01-10 |
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