DE2810892C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Belüften einer Kompostmiete - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Belüften einer Kompostmiete

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DE2810892C2
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Belüften einer Kompostmiete mit Blasluft, wobei die Blasluft der Kom -postmiete mittels von deren Oberfläche aus zumindest vertikal eingeführten Belüftungslanzen zugeführt wird, durch die nach ihrem Herausziehen aus der Miete ein System von Belüftungskanälen erzeugt wird.
  • Außerdem betrifft die Erfindung auch eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
  • Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung sind aus der DE-AS 15 92 782 bekannt. Zwar beschreibt diese DE-AS keine Belüftungslanzen, die aus der Kompostmiete herausgezogen werden. Vielmehr sind bei dieser bekannten kontinuierlich arbeitenden Fermentierungszelle für Stadtmüll an einer umlaufenden endlosen Seilbahn ebenfalls umlaufende Versorgungsleitungen für Kalt- und Warmluft befestigt, an die perforierte Luftversorgungsrohre angeschlossen sind, die von oben in die Fermentierungszelle hineinreichen. Diese Luftversorgungsrohre bewegen sich mit dem aufgegebenen Müll während seiner Fermentierung mit und verbleiben also im Müll während seiner ganzen Fermentierungszeit.
  • Jedoch ist zum Stand der Technik in dieser DE-AS 15 92 782 erwähnt, daß es bekannt ist, feuchte Druckluft mittels gelochter Rohre direkt ins Innere des geschichteten Abfallmaterials zu leiten, wobei zu einer solchen Müllkompostierungsanlage eine Vielzahl von Verrottungsbehältern mit luftdurchlässigen Wänden und Böden gehören, in die einzeln die perforierten Luftzuführungsrohre und Kontrollthermometer eingestoßen und, nachdem die Fermentierung in Gang gekommen ist, wieder herausgezogen werden müssen. Diese bekannten perforierten Luftzuführungsrohre haben also eine feststehende Länge und sind perforiert, wodurch nach ihrem Herausziehen wohl nur sehr bedingt ein dementsprechendes System von Belüftungskanälen erhalten bleiben wird, das der Fermentierung förderlich ist. Dies verhindert schon die Perforation, die die erzeugten Belüftungskanäle zumindest zum Teil wieder in sich zusammenfallen läßt. Durch die offenbar feststehende Länge der Belüftungsrohre ist eine gezielte örtliche Steuerung der Luftzufuhr und gegebenenfalls das Abtasten durch Kontrollthermometer nur in beschränktem Maße möglich.
  • Demgegenüber hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, welche ein wirkungsvolles Belüften bzw. Bearbeiten von Mieten aus Kompost oder dgl. kompostierbarem Material unter Vermeidung der angegebenen Nachteile erlaubt. Dabei soll die Vorrichtung für diese Arbeiten handhabungsgünstig gestaltet sowie weitestgehend mechanisiert sein.
  • Diese Aufgabe soll hinsichtlich eines Verfahrens dadurch gelöst werden, daß als Belüftungslanzen längenveränderliche Belüftungslanzen eingesetzt werden.
  • Hinsichtlich der Vorrichtung, die mit wenigstens einer Belüftungslanze, die mit einer Luftzuführleitung verbunden ist, ausgestattet ist, soll diese Aufgabe dadurch gelöst werden, daß an einer die Oberfläche der Kompostmiete wenigstens teilweise übergreifenden Hubvorrichtung, die längenveränderliche Belüftungslanze angebracht ist.
  • Die Luft kann nun in wählbarer Höhe und an beliebigen, rasterpunktartig verteilten Einsatzstellen senkrecht oder ggf. geneigt in die Kompostmiete eingeblasen werden.
  • An sich ist es aus der DE-OS 27 23 929 bei einer Vorrichtung zur Kompostierung von organischen Abfällen bekannt, an einem Kompostierungsturm an seinen großen Längswänden zwei Reihen von Arbeitszylindern vorzusehen, die schwenkbar sind und damit gegebenenfalls Rohre waagrecht oder geneigt in den Kompost einzuführen, um Wasser oder Luft je nach Bedarf beim Fermentationsvorgang zuzuführen. Diese Rohre werden gleichzeitig mit der auf die Schwerkraft zurückgehenden Absenkbewegung der Kompostmasse nach unten mitgeführt.
  • Durch das Einstechen der unperforierten längenveränderlichen Belüftungslanzen in die Miete entstehen Hohlräume, welche ein einwandfreies weiteres Belüften auch nach dem Entfernen der Belüftungslanzen erlauben. Nach dem Herausziehen der Belüftungslanzen verbleiben also in der Kompostmiete sogenannte Pfeifen als zusätzliche Belüftungskanäle.
  • Weitere Ausbildungen der Vorrichtung nach der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
  • Als besonders günstig hat es sich erwiesen, daß die Spitze der Belüftungslanze mit ihrer Blasdüse aus einem Rohrkörper teleskopartig ausfahrbar ist. In die -sem Falle sitzt der Rohrkörper - gegebenenfalls schwenkbar - fest an der Hubvorrichtung; aus ihm fährt die Spitze abwärts in die Kompostmiete ein und zwar bis zu einer vom Steuergerät bestimmten Höhe, in welcher dann der Belüftungsvorgang einsetzt. Hierzu die an der Lanzenspitze angeordnete Blasdüse, welche gegebenenfalls beim Absenken der Belüftungslanze meist hinter Schutzschirmen verborgen ist und beim Erreichen der vorgesehenen Belüftungsstelle ausgefahren wird.
  • Als günstig hat es sich erwiesen, zumindest im Bereich der Lanzenspitze Temperaturfühler oder Druckmeßdosen vorzusehen, um die Belüftungslanze gleichzeitig zu der bereits geschilderten Beobachtung der Mietentemperatur und -festigkeit verwenden zu können. Auch kann die Lanzenspitze mit einer Probenahmeeinrichtung ausgerüstet sein.
  • Es kann von Bedeutung sein, in Abhängigkeit von der gemessenen Temperatur der Miete deren Oberfläche mit Wasser oder dgl. zu besprühen, wozu in Weiterbildung zumindest an der Belüftungslanze Sprühorgane für eine Flüssigkeit angebracht sein können, weitere Sprühorgane können unmittelbar mit der Hubvorrichtung, beispielsweise der Förder- oder Ladebrücke, verbunden sein.
  • Man ist nun dank der Kontroll- und Steuergeräte in der Lage, jene Temperaturfühler, Druckmeßdosen, Sprüh- oder Blasorgane so zu steuern, daß - in Draufsicht auf die Miete - die Bearbeitungsstellen ein Rasternetz mit wählbarer Maschenweite ergeben und auch in ihrer Höhe vorwählbar sind - was zu einem dreidimensionalen Koordinatensystem führt.
  • Durch das Einstechen der längenveränderlichen im übrigen unperforierten Belüftungslanzen in die Kompostmiete entstehen Hohlräume, welche ein weiteres einwandfreies Belüften auch nach dem Entfernen der Teleskoplanzen erlauben.
  • Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung näher erläutert; diese zeigt in
  • Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Müll- Kompostierungs-Anlage;
  • Fig. 2 einen vergrößerten Detailschnitt nach Linie II-II mit Vorderansicht einer Förderbrücke;
  • Fig. 3 die Förderbrücke nach Fig. 2 in Seitenansicht in einem vergrößerten Teilschnitt durch die Anlage der Fig. 1 gemäß deren Linie III-III.
  • Eine Anlage zur Aufbereitung und zur Kompostierung von Müll weist nach einer Brückenwaage 1 an der Annahmestelle A einen Tiefbunker 2 auf. Über diesem ist ein Kran 3 vorgesehen, welcher Müll M s chargenweise aus dem Tiefbunker 2 einem Dosiersilo 4 zuführt. Von diesem gelangt der Müll M s über ein Förderband 5 und eine Dosiereinrichtung 6 zu einer Hammermühle 7.
  • Der in der Hammermühle 7 zerkleinerte Müll M s wird auf einem Trogkettenförderer 8 zu einem Magnetabscheider 9 gebracht, der einerseits ausgeklaubten Schrott S an eine Schrottpresse 10 sowie andererseits den nun schrottfreien - mit dem Unterlauf U eines Klärschlammbeckens 11 zusammengeführten - Müll M an eine Drehtrommel 12 abgibt.
  • Am Austrag 13 der Drehtrommel 12 erfolgt eine Trennung des Rohkompostes K von groben Siebresten R; letztere trägt ein weiterer Tragkettenförderer 14 zu einem Siebrestbunker 15.
  • Der Rohkompost K wird auf einem Förderorgan 16 zur Depotfläche 17 eines Kompostierungsplatzes bzw. einer Kompostierungshalle gebracht, die in Fig. 1 bei H in Draufsicht angedeutet ist.
  • Die Depotfläche 17 ist im gewählten Beispiel in Aufgaberichtung z in drei Felder 17 a , 17 b , 17 c unterteilt, die jeweils an einer Feldesgrenze eine Förderstraße 18 a , 18 b , 18 c flankiert; diese Förderstraßen 18 sind mit dem Förderorgan 16 durch ein querliegendes Förderband 19 verbunden, welches parallel zu drei - in und gegen die Aufgaberichtung z fahrbaren - Lauf- oder Förderbrücken mit Hubvorrichtung B verläuft.
  • Unterhalb des Bodens 20 der Depotfläche 17 ist in jedem Feld 18 ein seitlicher Unterflurförderer 21 angebracht.
  • Jede der Förderbrücken mit Hubvorrichtung B weist Querträger 22 mit seitlichen Fahrgestellen, beispielsweise Rollen 23, auf; diese sind auf Fahrsockeln 24 oder Kranbahnschienen eines Traggerüstes 25 aus Vertikalbäumen 26 und Querträgern 27 verfahrbar; die Querträger 27 können gleichzeitig als Dachgerüst Verwendung finden - die lichte Dachhöhe i ist beliebig wählbar.
  • In Fig. 2 ist in Abstand c über dem rechten Fahrsockel 24 die Förderstraße 18 a in Form eines zwischen Trommeln 29gespannten endlosen Bandes 28 erkennbar. Auf bzw. zwischen den Querträgern 22 der Förderbrücke mit Hubvorrichtung B ist eine Übergabevorrichtung 30 oder Abstreifanlage angebracht, deren Abstreifsteg 31 den herangeführten Rohkompost K in den Innenraum J der Übergabevorrichtung 30 leitet, wo er von einer Verteilerschnecke 32 erfaßt und einem Zellenrad 33 aufgegeben wird. Dieses beschleunigt den Rohkompost K und wirft ihn gegen ein geneigtes Stahlförderband 34 von verhältnismäßig kurzer Längserstreckung. Die Hart -stoffpartikel N rutschen entweder dank der einstellbaren Neigung des Stahlförderbandes 34 von diesem ab oder prallen aufwärts gegen eine Platte 35, die sie einem oberen Querförderer 36 zulenkt.
  • Die feinen Bestandteile K f werden vom Stahlförderband 34 - oder bei einer nicht wiedergegebenen Ausführung von einem geneigten stationären Blech mit unterer Prallnase - in Pfeilrichtung Y mitgenommen und fallen an der jener Prallplatte 35 gegenüberliegenden Wand 37 der Übergabevorrichtung 30 abwärts durch einen Teleskopschacht, beispielsweise einen Faltenbalg 38, auf eine unterhalb des Querträgers 22 angeordnete und mit diesem durch Teleskopstempel 39 verbundene Fördereinrichtung 40.
  • Hauptbestandteil der Fördereinrichtung 40 ist ein zwischen Traversen 41 ruhender Siebboden 42, beidseits dessen unendliche Förderketten 43 an ihnen befestigte Querstege 44 in Förderrichtung x führen; die erforderlichen Kettensterne und Antriebe sind in der Zeichnung übersichtlichkeitshalber vernachlässigt.
  • Der auf den Siebboden 42 fallende Feinkompost K f wird von den Stegen 44 in Förderrichtung x mitgenommen und fällt durch die Siebbodenöffnungen 45 abwärts; auf dem Siebboden 42 verbleibende Grobteile K g werden am Haupt 46 des Stegkettenförderers 42-45 einem vertikalen Teleskopschacht 47 übergeben und gelangen durch diesen auf den bereits beschriebenen Unterflurförderer 21; dieser trägt die Grobteile K g sowie die vom oberen Querförderer 36 durch einen Faltenbalg 48 kommenden Hartstoffanteile N aus.
  • Wird Kompost K gefördert, dessen Korngröße i. w. über der Maschenweite d der Siebbodenöffnungen 45 liegt, öffnet man einen unter dem - in Fig. 2 rechten - Faltenbalg 38 liegenden Schieber 49, durch welchen der Kompost K auf ein Bodenblech 50 der Länge e fällt; über dessen Kante 51 kann der Kompost in Pfeilrichtung g abwärts fallen.
  • Zur Herstellung einer ersten Kompostschicht K 1 der Höhe h 1 von beispielsweise 40 mm wird die Fördereinrichtung 40 an den hydraulisch oder pneumatisch betätigten Teleskopsäulen 39 in die in Fig. 2 mit den Konturen 40 t angedeutete Position gesenkt, in welcher sie dank der Teleskopschächte 38, 47, 48 an die Zu- und Abförderorgane 18 a , 21, 36 angeschlossen bleibt. Im Bereich der seitlich durch die Bodenkante 51 und - in Fig. 2 links - 51 a des Bodenteils 50 a begrenzten Ausnehmung 52 der Fördereinrichtung 40 entsteht in beschriebener Weise ein Schüttkegel (Seitengrenzen K s ) mit durch die Abstreifkante/n Q der Fördereinrichtung 40 geglätteter Oberfläche T 1. Im geschilderten Falle der Förderung von großkörnigem Kompost K wird dieser über die Kanten 51 des Bodenteils 50 und anschließend über die bereits vorhandene Oberfläche T 1 des Schüttkegels K 1 geschoben. Hier können zum Verteilen des Kompostes K die Mit -nehmer oder Querstege 44 im Untertrum des Stegkettenförderers 42-45 in Pfeilrichtung x geführt werden; die Förderrichtung des Stegkettenförderers 42-45 ist also hier umgekehrt worden.
  • An den beiden Kanten 51, 51 a der Böden 50, 50 a können elektrische Füllstandkontrollen m vorgesehen werden, welche den Fördergang überwachen und der Laufbrücke B einen Impuls geben, wenn sich jene um die Breite v des Stegkettenförderers 42-45 verschieben soll, um einen neuen Kompoststreifen v 1 anzusetzen. In dieser Weise sollen Flächen von etwa 23 m Breite und 100 m Länge - der Höhe h 1 - hergestellt werden.
  • Fig. 3 zeigt eine Kompostmiete W der Höhe h 5 aus mehreren in beschriebener Form gelegten Kompostschichten K 1 bis K 5, in die ein Fräswerk 60 mit Fräswalzen 61 abgesenkt wird, um die inzwischen nach längerer Standzeit verdichtete Kompostmiete W aufzulockern. Verschiedene Höhenlagen des an Vertikalsäulen 62 hängenden Fräswerkes 60 sind in Fig. 2 bei 60 h und 60 t angedeutet.
  • Mit der Tragkonstruktion der Laufbrücke mit Hubvor -richtung B wird also sowohl die Kompostmiete W hergestellt als auch letztere durchgefräst; während die Herstellung der Kompoststreifen in Pfeilrichtung x geschieht, ziehen die Fräswalzen 61 Bahnen in oder gegen Pfeilrichtung z.
  • Auf der dem Fräswerk 60 gegenüberliegenden Frontseite 63 der Förderbrücke mit Hubvorrichtung B sind längenveränderliche Belüftungslanzen 65 schwenkbar angebracht, deren Spitzen 66 vertikal oder geneigt - Kontur 65 s - in die Kompostmiete W abgesenkt werden können. Die Lanzenspitzen 66 sind mit Blasdüsen 67 ausgerüstet, durch welche Luft in wählbarer Höhe h und an beliebigen rasterpunktartig verteilten Einsatzstellungen (Fig. 1) eingeblasen zu werden vermag. Nach dem Her -ausziehen der Belüftungslanzen 65 verbleiben in der Kompostmiete W sogenannte Pfeifen als zusätzliche Belüftungskanäle 68.
  • Sowohl die Fördertätigkeit während des Herstellens der Kompostmiete als auch der Fräsvorgang oder das Eindüsen der Luft an vorgewählten Rastpunkten E wird vollautomatisch gesteuert, so daß jede Stelle der Kompost- oder Tafelmiete optimal belüftet werden kann.
  • Beispielsweise ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform der längenveränderlichen Belüftungslanzen 65 möglich, mittels an deren Blasdüse 67 zusätzlich vorgesehenen Temperaturfühlern 70 die Komposttemperatur an bestimmten Stellen zu ermitteln und die Ist-Werte einer Regeleinrichtung 71 aufzugeben, in der die erforderliche Belüftung errechnet und anhand der resultierenden Werte die Steuerung der Anlage vorgenommen wird.
  • Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel können an der längenveränderlichen Belüftungslanze 65 auch Druckmeßdosen 80 - oder Probenahme-Einrichtungen - angebracht sein.
  • Sprühorgane 81 in Form von Sprühdüsen sind an Fräseinrichtung 60 und Belüftungslanze 65 vorgesehen, mittels denen der Kompost K befeuchtet werden kann - auch die Wasserzufuhr vom Wassernetz oder einem Wasserbehälter 82 kann von der Regeleinrichtung 71 gesteuert werden. Eine sich über die gesamte Länge der Fördereinrichtung erstreckende Sprühanlage 83 dient auch dem beschriebenen Zweck.
  • Die beschriebene Anlage ermöglicht es, die erforderliche Kompostierungsfläche möglichst gering zu halten und mit einer einzigen Ausführungsform einer Förderbrücke mit Hubvorrichtung B die Förder- und Belüftungsvorgänge durchzuführen. Es kann auch die Sohle K 1 der in beliebiger Höhe entstehenden Tafelmiete W belüftet werden; die verbleibenden Belüftungskanäle 68 stellen rasterartig verteilte Belüftungskerne dar.
  • Die drei beschriebenen Vorgänge des Förderns, Fräsens und Belüften sind elektrisch miteinander verriegelt, so daß jeder Arbeitsgang getrennt durch ein programmgesteuertes elektrisches System durchgeführt werden kann und zu einer modernen Flächenkompostierung mit guter zusätzlicher Zerkleinerung und hohem Belüftungseffekt führt.

Claims (10)

1. Verfahren zum Belüften einer Kompostmiete mit Blasluft, wobei die Blasluft der Kompostmiete (W) mittels von deren Oberfläche (T) aus zumindest vertikal eingeführten Belüftungslanzen zugeführt wird, durch die nach ihrem Herausziehen aus der Miete (W) ein System von Belüftungskanälen ( 68) erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Belüftungslanzen längenveränderliche Belüftungslanzen (65, 65 s ) eingesetzt werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit wenigstens einer Belüftungslanze, die mit einer Luftzuführleitung (Düse 67) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß an einer die Oberfläche (T) der Kom -postmiete (W) wenigstens teilweise übergreifenden Hubvorrichtung (B) die längenveränderliche Belüftungslanze (65) angebracht ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze (66) der Belüftungslanze (65) mit ihrer Blasdüse (67) aus einem Rohrkörper teleskopartig ausfahrbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Belüftungslanze zumindest im Bereich ihrer Spitze (66) Temperaturfühler (70) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Belüftungslanze (65) zumindest im Bereich ihrer Spitze (66) Druckmeßdosen (80) angebracht sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, gekennzeichnet durch eine an der Lanzenspitze (66) vorgesehene Probenahmeeinrichtung.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest an der Belüftungslanze (65) Sprühorgane (81) für eine Flüssigkeit angebracht sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an der Hubvorrichtung (B) zumindest ein an ihr ortsveränderliches Fräswerk (60) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der Belüftungslanze/n (65) wenigstens ein die Oberfläche (T) der Kompostmiete (W) ebnendes Abstreiforgan (Q) vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze(n) (66) der Belüftungslanze/n (65 s ) geneigt in die Kompostmiete (W) absenkbar angeordnet ist (sind).
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