DE275437C - - Google Patents

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DE275437C
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vacuum
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evacuated
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DE1912275437D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/10Vacuum distillation
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D5/00Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation
    • B01D5/0033Other features
    • B01D5/0045Vacuum condensation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 275437 KLASSE 12«. GRUPPE
SUDFELDT & CO. in MELLE, Hannover.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. August 1912 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung und Erhaltung eines sehr hohen Vakuums, insbesondere bei der Destillation, unter Verwendung einer Vakuumpumpe o. dgl. Das kennzeichnende Merkmal des Verfahrens gemäß der Erfindung besteht darin, daß außer dieser Vakuumpumpe noch ein durch komprimierte oder verflüssigte Gase betriebener Strahlapparat ο. dgl. als Vakuumerzeuger benutzt wird, der in einen durch die Luftpumpe bereits evakuierten Raum ausbläst.
Es ermöglicht dieses eine sehr erhebliche Steigerung des Vakuums, das, wie die Praxis bewiesen hat, fast ein vollständiges werden kann.
Diese Steigerung des erzielten Vakuums ist darauf zurückzuführen, daß der aus dem Strahlapparat austretende Gasstrahl in dem evakuierten Raum keinen Widerstand findet, so daß seine Geschwindigkeit sehr stark gesteigert wird. Durch die auf diese Weise gewonnene kinetische Energie wird die Saugwirkung sehr wesentlich erhöht.
Da sich außerdem die Luft oder das verwendete andere Gas bei dem Austritt aus dem Injektor stark ausdehnt, so wird der aus dem zu evakuierenden Behälter abgesaugte Dampf durch die Expansionskälte stark abgekühlt und kondensiert. Bläst man z. B.
dann die Luft in einen Behälter, durch den die zu evakuierenden Gase gehen, bevor sie zur Pumpe gelangen, so kann die Expansionskälte dazu benutzt werden, die abgesaugten Dämpfe zu kondensieren, so daß Verluste an dem zu gewinnenden Produkt vermieden werden.
Bei Kondensatoren für Dampfmaschinen, Dampfturbinen war es bereits bekannt, das durch eine Luftpumpe erzeugte Vakuum durch Mitbenutzung eines durch Dampf betriebenen Strahlapparates zu erhöhen.
Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Verfahren besteht aber in dem im Strahlapparat verwendeten Medium. Bei der bekannten Einrichtung wird als Medium nur Dampf verwendet, der sich kondensieren und dadurch zur Erhöhung des Vakuums beitragen soll, so daß man gleichzeitig eine Verkleinerung der Luftpumpe erzielt. Bei der vorliegenden Erfindung werden dagegen nur Luft oder Gase, d. h. ein nichtkondensierbares Medium verwendet, dessen Wirkung mithin auf anderen Ursachen beruht. Die Verwendung eines nichtkondensierbaren Mediums gestattet zwar keine Verkleinerung der Luftpumpe wie bei der Verwendung von Dampf, dafür erzielt man aber ein bedeutend höheres Vakuum. Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens vor dem bekannten besteht darin, daß man das Medium bei sehr niedriger Temperatur einführen kann, die durch die Expansion noch niedriger wird, so daß hierdurch eine weitere und vollständige Kondensation der aus den zu evakuierenden Behältern angesaugten Dämpfe bewirkt wird, was mit Hilfe von Dampf nicht möglich ist.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens
dargestellt, wobei zur Vorkondensation ein Oberflächenkondensator f dient, in welchen das Kühlwasser bei δ ein- und bei c austritt. Die aus der Destillationsblase ausströmenden Dämpfe gelangen durch das Rohr α in den Kondensator f und werden in diesem abgekühlt. Das Kondensat sammelt sich auf dem Boden des Gefäßes f an. Die nichtkondensierten Dämpfe gehen nun durch ein Rohr in den
ίο Behälter g, der durch Rohr e mit der Luftpumpe in Verbindung steht. In den Behälter g strömt nun durch das Ventil d komprimierte Luft pder ein anderes geeignetes komprimiertes bzw. verflüssigtes Gas ein und erreicht hier wegen des geringen, ihm entgegengesetzten Widerstandes eine hohe Geschwindigkeit, so daß die Saugwirkung erhöht wird und auch die letzten Reste von Luft und Gasen aus dem zu evakuierenden Raum abgesaugt werden. Durch die Entspannung unter dem Einfluß des in g herrschenden Vakuums wird die Luft so stark abgekühlt, daß auch die in den zu evakuierenden Gasen noch vorhandenen Dämpfe vollständig niedergeschlagen werden und sich am Boden des Behälters g ansammein.
Die durch das Ventil d einströmende Luft bewirkt einen Druckunterschied von mehreren Zentimetern Quecksilbersäule, so daß in f ein Vakuum von 750 mm und mehr entsteht, wenn das mittels einer trockenen Luftpumpe in g erzeugte Vakuum auf 710 bis 720 mm gehalten wird, was mittels einer gut arbeitenden Pumpe leicht möglich ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Erzeugung und Erhaltung eines sehr hohen Vakuums, insbesondere bei der Destillation, unter Verwendung einer Vakuumpumpe o. dgl. und eines Strahlapparat es, dadurch gekennzeichnet, daß der außer der Vakuumpumpe verwendete Strahlapparat o. dgl. durch komprimierte oder verflüssigte Gase betrieben wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1912275437D 1912-08-02 1912-08-02 Expired DE275437C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE275437T 1912-08-02

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DE275437C true DE275437C (de) 1914-06-18

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