DE273640C - - Google Patents
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- DE273640C DE273640C DENDAT273640D DE273640DA DE273640C DE 273640 C DE273640 C DE 273640C DE NDAT273640 D DENDAT273640 D DE NDAT273640D DE 273640D A DE273640D A DE 273640DA DE 273640 C DE273640 C DE 273640C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01G—PRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
- D01G15/00—Carding machines or accessories; Card clothing; Burr-crushing or removing arrangements associated with carding or other preliminary-treatment machines
- D01G15/84—Card clothing; Manufacture thereof not otherwise provided for
- D01G15/92—Attaching card clothing to carding elements
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATEN
Wie allgemein bekannt ist, werden in vielen Spinnereien die meisten Fehler beim Aufziehen
der Krempelbeschläge dadurch gemacht, daß die Belastung für den nötigen Grad der Straffheit,
mit welchem das Kratzenband zwecks schönen Krempeins und langer Gebrauchsdauer des Beschlags aufgezogen werden soll,
ohne jede Vorprüfung und Berechnung, also ganz nach Gutdünken und Gefühl vorgenommen
ίο wird.
Diesem Mangel soll gemäß vorliegender Erfindung durch ein neues Verfahren und eine
neue Meßvorrichtung abgeholfen werden, die für jedes Band, ob aus diesem oder jenem Stoffe,
ob dick oder dünn, ob schmal oder breit, die für ein technisch richtiges Beschlagen der
Krempel nötige Gewichtsbelastung ganz selbsttätig bestimmt, so daß für die Kratzentechnik
willkürliche, des öfteren unmittelbar schäd-
ao liehe Belastungen der Bänder hintangehalten
werden und jedem mit der Aufzieharbeit Betrauten der Nachweis geliefert wird, ob seine
. bisherige Belastungsformel richtig oder unrichtig ist, oder von entsprechender oder nachteiliger
Wirkung ist. ■
Die nach einem gleichbleibenden Werte auf der präzisionsmechanischen Vorrichtung ermittelte
Gewichtsbelastung gewährleistet, daß das Band an allen Stellen, von Anfang bis Ende in gleichmäßiger, den technischen Regeln
entsprechender Festigkeit auf die zu beziehende Trommel (Tambour), Abnehmer (Peigneur) oder
sonstige Walze zu liegen kommt, was eine frühere oder spätere Bildung von Blasen im
Bande verhindert.
Daß Blasen im Bande recht böse Folgen nach sich ziehen, zeigt die Tatsache, daß bei solchen,,
wegen ungenügender Belastung zu locker aufgezogenen Kratzenbeschlägen der Übelstand
eintritt, daß die Deckel oder Walzen und Abnehmer sowie noch andere Teile der Krempel
nicht nahe genug gegen die Trommel (Tambour) gestellt werden können; infolgedessen wird
ein unreines, grießiges und graupiges Vlies erzeugt.
Um diesen Übelstand zu beseitigen, müssen die Kratzenbeschläge wieder sorgfältig abgewickelt
und von neuem straffer aufgezogen werden. Es ist dies eine mit großem Verlust
an- sauberem Aussehen und Unversehrtheit des Bandes verbundene Mühe, die bei Benutzung
des neuen Kratzenaufziehregulators erspart bleibt.
Des weiteren verhindert diese Vorrichtung das Vorkommen teilweise fester und teilweise
lockerer Stellen im aufgezogenen Kratzenbande. Sind nur teilweise lockere Stellen in
einem aufgezogenen Beschläge vorhanden, so·
behalten die an diesen Stellen befindlichen Drahthäkchen nicht ihre richtige Stellung bei,
wodurch selbe mit den Gegenbeschlägen in Berührung kommen und folglich eine nur sehr
mangelhafte Arbeit liefern.
Durch das andauernde gegenseitige Berühren
werden die Kratzenzähne schließlich stumpf und lassen einfach das zu verarbeitende Fasergut
zur Erde fallen.- Da unter solchen Umständen selbst ein wiederholtes Schleifen nichts
an dem Übelstand ändert, bleibt nur wieder ein Abnehmen des Bandes und ein nochmaliges
Aufziehen übrig, eine Arbeit, die zu verhüten das neue Verfahren und die neue Vorrichtung
berufen sind.
ίο Andererseits verhütet der Erfiiidungsgegenstand
aber auch eine übermäßige, durch sinnlose Belastung hervorgerufene Strafflegung des
Beschlages beim Aufziehen desselben, was für die Kratze schädlich und für das Krempeln
von großem Nachteil ist, ganz besonders bei Stahldrahtkratzen, weil die ihr innewohnende
größere Elastizität beeinträchtigt wird. Da die Stahldrahtkratze vermöge ihrer schärferen
Spitze dem zu verarbeitenden Fasergut einen größeren Widerstand entgegensetzt als die
von Eisendraht, so entsteht bei zu fester Span-' nung eine Verbiegung im Knie oder an der
Basis während des Arbeitsvorganges.
Einerseits wird durch die verminderte Elastizität und den dadurch hervorgerufenen größeren
Widerstand die Faser mehr zerschnitten, als wenn bei üblicher Spannung größere Biegsamkeit
und Nachgiebigkeit vorhanden ist. Das Fasergut bekommt nicht den erstrebten feinen
Strich. Andererseits wird durch den größeren Widerstand ein schärferes Zurückbiegen des
Kratzenzahnes hervorgerufen, der harte Stahldraht wird in seiner Struktur leicht kristallinisch,
und es entsteht dann in kurzer Zeit Bruch.
Wird dagegen die Belastung für die nötige Strafflegung des Kratzenbandes nach dem
neuen Verfahren ausfindig gemacht, so werden Vorkommnisse wie oben erwähnt vermieden.
Das Band kommt mit angemessener Straffheit auf die Krempel, der Zahn behält seinen gleichmäßigen
Stand in den Reihen und muß somit mit dem richtigen Winkel in Eingriff kommen, was ein klares, schön gestrichenes Krempeln,
größtmögliche Leistungsfähigkeit und lange Lebensdauer der Beläge zur Folge hat.
Die Vorteile der neuen Kratzenband-Aufzieh-Regulierungsvorrichtung
sind also folgende. Verhütet wird ein schlechtes, grießiges und graupiges Krempeln, ein sonst mögliches
zweimaliges Aufziehen des Kratzenbandes infolge falscher Belastung, ein Abreißen des
Bandes wegen ungenügender Festlegung desselben oder ein Zerreißen desselben wegen
sonst vorgekommener zu starker Gewichtsbelastung Λ beim Aufziehen, ein außergewöhnliches
Ausstoßen (Putzen) und Schleifen der Beschläge usw. und eine vorzeitige Abnutzung
der Kratzenbeschläge. Das Verfahren hat weiter den Vorteil, daß bei Bestimmung der
Bremsbelastung auch gleichzeitig die Festigkeit, mit welcher das Band auf die Krempel
zu liegen kommt, unmittelbar festgestellt werden kann, da der Baum eine kreisrunde Form
hat, die den Walzen einer Krempel entspricht.
Die Zeichnung stellt eine Ausführungsform der neuen Vorrichtung beispielsweise dar, und
zwar zeigt
Fig. ι denselben in Seitenansicht,
Fig. 2 denselben im Grundriß.
Die Arbeitsweise bei Benutzung dieser Vorrichtung ist folgende. Vor Beginn der Bandprüfung
wird der unbelastete Doppelhebel d durch das Gewicht b am Hebel c genau' so gestellt,
daß der Zeiger an der Skala auf Null zeigt, alsdann wird das zu prüfende Band d
unmittelbar von der Bandrolle e auf die Vorrichtung gegeben. Man schlingt das Band drei-
oder viermal um den ersten feststehenden, genau runden Holzzylinder g, zieht es sodann
auf den zweiten am Hebel befindlichen und beweglichen Holzzylinder h und klemmt es
an der auf diesem Hölzzylinder h befindlichen Klemme i fest. Bevor man festklemmt, über-
und unterlegt man den zu befestigenden Bandteil mit Leder.
Ist das Band d entsprechend festgeklemmt, so wird es durch Zurückdrehung der noch nicht
angespannten vier Bandringe. auf dem feststehenden Holzzylinder g so straff gezogen, als
dies durch das Zurückdrehen der vier Bandringe mit den Händen eben möglich ist. Auf
keinen Fall darf dies Band lose durchhängen. Alsdann wird der Doppelhebel α so weit herabgedrückt,
bis der Zeiger auf Null steht, wobei das linksseitige Sperrad k in Benutzung zu
nehmen ist.
Das Band ist somit eingestellt und für die Prüfung bereit. Diese beginnt, indem man
mit Auflegen von den eigens hierzu angefertigten Gewichtsplatten 0 auf die an der
Hebelverbindungswelle angebrachte Belastungsvorrichtung q anfängt und so lange fortfährt,
bis der Zeiger m (je nach gewünschter Strafflegung des Bandes) eine Auflage von I, 1V2
oder 2 Teilstrichen zurückgelegt hat. Sobald dies der Fall, wird die Weiterbelastung eingestellt.
Die Summe der aufgelegten Gewichte wird mit der Zahl sechs (Länge des Hebelarms)
multipliziert und das Ergebnis ist die erf order- no liehe Gewichtsbelastung, welche das Band benötigt,
um dieses mit derselben Straffheit, welche man sich auf der Vorrichtung gewählt ·
hat, auf die Krempel zu ziehen.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren, das Aufziehen von Kratzenbändern auf Krempelwalzen, Tamboure und Abnehmer usw. vorzubereiten, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Ermittlung der beim Aufziehen benötigten Spannung für jedes Band vor dem Aufziehen diejenigeBelastung festgestellt wird, die das Band bis zu einem Grade streckt, wie er für ein gleichmäßig straffes Auflegen des Bandes, als auch um den Kratzenzahn in den richtigen Winkel zu bringen, erforderlich ist.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Band mit mehreren Windungen um einen Zylinder herumgelegt und so an ihm befestigt wird und das andere Ende in eine Spannvorrichtung eingeklemmt wird, worauf durch Anspannen der letzteren durch Gewichte oder ähnliche Mittel das Band so lange ausgereckt wird, bis eine an der Spannvorrichtung ablesbare Verlangerung erreicht ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE273640C true DE273640C (de) |
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ID=530072
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT273640D Active DE273640C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE273640C (de) |
-
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- DE DENDAT273640D patent/DE273640C/de active Active
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