DE2736291C2 - Dosiergerät für die Zugabe einer abgemessenen Flüssigkeitsmenge in den Spülraum, insbesondere einer Geschirrspülmaschine - Google Patents
Dosiergerät für die Zugabe einer abgemessenen Flüssigkeitsmenge in den Spülraum, insbesondere einer GeschirrspülmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Dosiergerät für die Zugabe einer abgemessenen Flüssigkeitsmenge in den mit einer
Tür abgeschlossenen Spülraum, insbesondere einer Geschirrspülmaschine, in deren zwischen einer Füll- und
einer Entleerstellung verschwenkbare Tür das Dosiergerät eingesetzt ist, welches in seinem Gehäuse ein
nachfüllbares Flüssigkeitsreservoir und eine von diesem abgeteilte sowie bei in der Füllstellung befindlicher Tür
selbsttätig aus diesem befüllbare Dosierkammer aufweist, die bei in der Entleerungsstellung stehender Tür
an ihrer Unterseite mit einem zu einer nach außen führenden und in dieser Türstellung tiefer als die
Dosierkammer liegenden Auslaßöffnung gehenden Kanal verbunden ist, wobei der Flüssigkeitsausfluß
durch einen Ventilkörper gesteuert ist.
Ein Dosiergerät mit diesen Merkmalen ist bspw. aus dem DE-GM 75 03 703 bekannt. Es ist, wie alle solche
zum Einbau in die Tür einer Geschirrspülmaschine bestimmten Dosiergeräte, verhältnismäßig flach ausgebildet,
damit es zwischen der Innenwand und der A"ßc"wand der Tür Platz findet. Um eine größere, für
m : Spülgänge ausreichende Spülmittelmenge sp η zu können, muß der Vorratsbehälter bzw. das
Re _ ir ein beträchtliches Volumen aufweisen.
Andererseits werden solche Dosiergeräte als Massenartikel aus Kunststoffmaterial hergestellt, wobei schon mit
Rücksicht auf die Materialersparnis das Bestreben nach möglichst dünnen Wandstärken geht, abgesehen davon,
daß größere Wandstärken bei dem durch die begrenzisn
Tiefenabmessungen des Türinnenraums notwendigerweise beschränkten Platz zu einer Verringerung
des für die Speicherung des Spülmittels zur Verfügung stehenden Volumens des Vorratsbehälters oder Reservoirs
führen.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein Dosiergerät der eingangs genannten Art zu schaffen, das in der Lage
ist, ein verhältnismäßig großes Volumen des flüssigen Spülmittels zu speichern und bei dem das Gehäuse bei
einfachem Aufbau versteift ist, so daß es sich durch eine große Betriebssicherheit auszeichnet
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das Dosiergerät gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der
Kanal durch das Flüssigkeitsreservoir schräg nach unten verlaufend angeordnet und durch mit dem Gehäuseboden
und der Gehäusedecke flüssigkeitsdicht verbundene
leistenartige Wände begrenzt ist.
Die mit dem Gehäuseboden und der Gehäusedecke flüssigkeitsdicht verbundenen, den Kanal begrenzenden
Wände tragen zu einer Versteifung des ganzen Gehäuses bei, so daß ein Einbeulen des Gehäuses in
Bereiche des Reservoirs auch bei dünn=n Wandstärken ausgeschlossen ist
Zur Erleichterung der Herstellung des Dosiergerätes kann es vorteilhaft sein, wenn bei dem zweischalig
ausgebildeten Gehäuse der Kanal durch zwei im Abstand angeordnete Leistenartige und im wesentlichen
parallele Wände an der einen Gehäuseschale und durch zugeordnete, ebenfalls leistenartig vorspringende,
an der anderen Gehäuseschale angeformte Wandteile begrenzt ist und die Wände der einen Gehäuseschale
mit den Wandteilen der anderen Gehäuseschale flüssigkeitsdicht verschweißt sind.
Im übrigen kann die von der Einfüllöffnung durch den Kanai getrennte Auslaßöffnung in einem zur Befestigung
des Gehäuses an der Tür eingerichteten vorspringenden Gewindestutzen angeordnet sein, so
daß sich ein eigener zusätzlicher Befestigungsstutzen erübrigt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Geschirrspülmaschine mit einem Dosiergerät
gemäß der Erfindung, mit teilweise aufgeschnittener Tür, in einer Seitenansicht,
F i g. 2 das Dosiergerät nach F i g. 1 in einer Draufsicht auf die Vorderseite und in einem anderen
Maßstab,
Fig. 3 das Dosiergerät nach Fig. 2 in einer Draufsicht auf die Hinterseite,
F i g. 4 das Dosiergerät nach F i g. 2 im geöffneten Zustand, unter Veranschaulichung der beiden Gehäuseschalen in perspektivischer Darstellung und in einem
anderen Maßstab,
Fig.5 die obere Gehäuseschale des Dosiergerätes
nach F i g. 4 in der Draufsicht,
F i g. 6 und 7 das Dosiergerät nach F i g. 2. geschnitten längs der Linie VI-VI bzw. VII-VII der Fig. 2, in einer
Seitenansicht, und
F i g. 8 das Dosiergerät nach F i g. 2, in einer Seitenansicht.
Der in Fig. 1 bei 1 schematisch dargestellten Geschirrspülmaschine ist ein Dosiergerät 2 zugeordnet,
das in die Tür 3 der Geschirrspülmaschine 1 eingebaut
ist und an deren Innenwand mittels zweier Gewindestutzen 4,5 verschraubt ist Die Tür 3 ist um eine Achse 6
in der üblichen Weise hoch- und herunter schwenkbar.
Das Dosiergerät 2 weist ein zweischaliges Gehäuse 7 auf, dessen beide Gehäuseschalen 8, 9 jeweils aus
thermoplastischem Kunststoffmaterial bestehen und an einer Trennebene — bei 10 — derart miteinander
verschweißt sind, daß einander entsprechende Wandteile der beiden Gehäuseschalen 8, 9 jeweils flüssigkeitsdicht
miteinander verbunden sind.
In dem Gehäuse 7 ist am Boden der Gehäuseschale 9 eine Schräge 15 ausgebildet, die auf der einen Seite
durch ein niedriges Wandteil 14 gegen einen Zusatzspeicher 13 und auf der anderen Seite durch ein niedriges
Wandteil 16 gegen ein Reservoir 19 abgeteilt ist Das niedrige Wandteil 16 führt zu einer Dosierkammer 20,
die über eine Zulauföffnung 21 mit Flüssigkeit befüllt wird. Auf der anderen Seite der Schräge 15 liegt eine
Schöpfkammer 22, deren Boden 23 gegen die Waagerechte geneigt ist und höher liegt als jener des
Reservoirs 19. Die Schöpfkammer 22 ist im übrigen gegen das Reservoir 19 durch ein niedriges Wandteil 27
abgeteilt das ebenso wie das Wandteil 16, an der Gehäuseschale 9 (F i g. 5) leistenartig vorstehend angeformt
ist Daneben sind im Bereiche der Schöpfkammer 22 auf deren Boden drei, etwa in Fließrichtung des
flüssigen Mediums ausgerichtete leistenartige Stege 24, 25, 26 in der aus Fig.5 ersichtlichen Weise verteilt
angeordnet, die den Zulauf des flüssigen Mediums aus der Schöpfkammer 22 über die Schräge 15 in die
Dosierkammer 20 leiten und im übrigen eine Versteifung des Bodens 23 der Schöpfkammer 22 bewirken.
Parallel zum Boden des Reservoirs 19 verläuft anschließend an die Schräge 15 ein Bodenteil 28 der
Gehäuseschale 9, das zu der Zulauföffnung 21 der Dosierkammer 20 führt.
In der Dosierkammer 20 ist ein Verdrängungskörper 30 angeordnet, der auf einer Seite einen vorspringenden
Arm 31 trägt, welcher mittels zweier angeformter Flügel 32 und eines Steges 33 zwischen zwei an der
Gehäuseschale 9 aufrecht stehend angeformten Führungsstücken 34 längsverschieblich geführt ist An dem
Arm 31 sitzt ein Zapfen 35, der in die Gänge einer Schnecke 36 eingreift, welche auf einem entsprechenden
Lagervorsprung 37 des Bodenteiles 28 der Gehäuseschale 9 drehbar gelagert ist. Die Schnecke 36 ist bei
zusammengesetztem Gehäuse durch die in dem Gewindestutzen 4 enthaltene Einfüllöffnung 18 zugängig,
wie dies aus F i g. 6 zu ersehen ist. Durch Verdrehen der Schnecke 36 kann der Verdrängungskörper 30 —
bezogen auf F i g. 6 — auf- und abbewegt werden, so daß sich die aus der Dosierkammer 20 abzugebende,
dosierte Menge des flüssigen Mediums einstellen läßt
Die Dosierkammer 20 ist gegen das Reservoir 19 durch eine Doppeltrennwand 38 abgeteilt, die aus zwei
im Abstand zueinander angeordneten und im wesentlichen parallel zueinander verlaufenden Wandteilen 39,
40 besteht, die in der beispielsweise aus Fig.6 ersichtlichen Weise jeweils einstückig an die Gehäuseschale 8 und die Gehäuseschale 9 angeformt und längs
der Trennfläche 10 flüssigkeitsdicht miteinander verschweißt sind. Der zwischen den beiden Wandteilen 38,
39 vorhandene Zwischenraum 41 ist zur Rückseite des Gehäuses 7 hin offen, was beispielsweise aus F i g. 7 zu
ersehen ist.
Von der Dosierkammer 20 aus führt eine Bohrung 43 (F i g. 6) in einen Kanal 44, der in dem Reservoir 19 bei
hochgestellter Tür 3 schräg nach unten verlaufend angeordnet ist und zu einer Auülaßöffnung 45 in der
Gehäuseschale 8 führt Die Auslaßöffnung 45 ist in dem Gewindestutzen 5 ausgebildet, auf den eine flüssigkeitsdurchlässige
Auslaßkappe 46 aufgeschraubt ist Der Kanal 44 ist beidseitig durch zwei bei den beiden
Gehäuseschalen 8,9 leistenartig vorstehend angeformten Wandteilen 47, 48 begrenzt, die längs der
Trennfläche 10 miteinander flüssigkeitsdicht verschweißt sind. Die Begrenzungswände 47,48 des Kanals
ίο 44 könnten im übrigen ähnlich der Doppeltrennwand 38
ausgebildet sein, wobei der Zwischenraum zwischen den parallel zueinander verlaufenden Wandteilen dann zur
Gehäuseaußenseite hin belüftet wäre wie dies bei der Doppeltrennwand 38 mit dem Zwischenraum 41 der
Fall ist
In dem Reservoir 19 ist schließlich noch auf dem Boden der Gehäuseschale 9 eine parallel zu dem Kanal
44 im Abstand verlaufende, niedere Wand 50 angeordnet, die in der aus F i g. 5 ersichtlichen Weise das Ende
des Kanals 44 umgibt und die Flüssigkeitsverteilung günstig beeinflußt.
In die Bohrung 43 ist ein Nadelventil 52 eingesetzt,
das über einen an dem Gehäuse 7 schwenkbar gelagerten Hebel 53 von einem Zugmagnet 54 aus
wahlweise geöffnet werden kann und das im geöffneten Zustand eine Verbindung zwischen der Dosierkammer
20 und dem Kanal 44 herstellt.
Das insoweit beschriebene Dosiergerät wird bei heruntergeschwenkter Tür 3 über die Einfüllöffnung 18
gefüllt. Um während des Betriebes den jeweiligen Füllungszustand des Gerätes überwachen zu können, ist
in die Einfüllöffnung 18 eine optische Anzeigevorrichtung in Gestalt eines sogenannten »optischen Auges« 55
(F i g. 2) eingesetzt, das mittels einer Schraubkappe 56 flüssigkeitsdicht mit dem Gewindestutzen 4 verschraubt
ist. Das optische Auge 55 besteht im wesentlichen aus einem an dem innenliegenden Ende kegelförmig
angespitzten zylindrischen Körper aus einem durchsichtigen Material, der mit seinem kegelförmigen Ende in
die Flüssigkeit eintaucht und bei der Betrachtung auf die zugängliche Stirnfläche erkennen läßt, wenn der
Flüssigkeitspegel auf den Bereich des kegelförmigen Endteils abgesunken ist.
Bei gefülltem Reservoir 19 läuft die Flüssigkeit über die niedrigste Stelle des Wandteiles 16 des horizontal
gehaltenen Gehäuses 7, womit die Dosierkammer 20 über die Zulauföffnung 21 und eine in deren Bereich auf
dem Bodenteil 28 angeordnete niedere Wand 56 (F i g. 6) gefüllt wird. Nach dem Hochklappen der Tür 3
so verbleibt in der Dosierkammer 20 die durch den Verdrängungskörper 30 eingestellte dosierte Flüssigkeitsmenge,
die bei Betätigung des Nadelventiles 52 über die Bohrung 43 in den Kanal 44 einströmt und von
diesem aus durch die Auslaßöffnung 45 in das Innere der Geschirrspülmaschine kommt. Dabei kann während des
Spülvorganges Wasser durch die Auslaßöffnung 55 in den Kanal 44 eintreten und diese durchspülen, so daß
keine Reste des flüssigen Mediums dort zurückbleiben.
Sowie die in dem Reservoir 19 enthaltene Flüssigkeitsmenge so weit aufgebraucht ist, daß sie den
niederen Wandteil 16 bei horizontal liegender Dosiervorrichtung nicht mehr überwinden kann, kommt die
Schöpfkammer 22 zur Wirkung. Bei vertikal stehender Dosiervorrichtung wird nämlich die Schöpfkammer 22
über den niederen Wandteil 27 aus dem Reservoir 19 gefüllt, so daß bei heruntergeschwenkter Tür die in der
Schöpfkammer 22 befindliche Flüssigkeit über die Schräge 15 und den Bodenteil 28 sowie die Zulauföff-
nung 21 in die Dosierkammer 20 einströmen und diese befüllen kann. Auf diese Weise ist unabhängig von dem
Befüllungszustand des Reservoirs 19 stets eine einwandfreie Füllung der Dosierkammer und damit eine
einwandfreie Dosierung gewährleistet.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Dosiergerät für die Zugabe einer abgemessenen Flüssigkeitsmenge in den mit einer Tür abgeschlossenen
Spülraum, insbesondere einer Geschirrspülmaschine, in deren zwischen einer Füll- und einer
Entleerstellung verschwenkbare Tür das Dosiergerät eingesetzt ist, welches in seinem Gehäuse ein
nachfüllbares Flüssigkeitsreservoir und eine von diesem abgeteilte sowie bei in der Füllstellung
befindlicher Tür selbsttätig aus diesem befüllbare Dosierkammer aufweist, die bei in der Entleerungsstellung stehender Tür an ihrer Unterseite mit einem
zu einer nach außen führenden und in dieser Türstellung tiefer als die Dosierkammer liegenden
Auslaßöffnung gehenden Kanal verbunden ist, wobei der Flüssigkeitsausfluß durch einen Ventilkörper
gesteuert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (44) durch das Flüssigkeitsreservoir
(19) schräg nach unten verlaufend angeordnet und durch mit dem Gehäuseboden und der Gehäusedekke
flüssigkeitsdicht verbundene leistenartige Wände (47,48) begrenzt ist.
2. Dosiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei dem zweischalig ausgebildeten Gehäuse (7) der Kanal (44) durch zwei im Abstand
angeordnete leistenartige und im wesentlichen parallele Wände (47,48) an der einen Gehäuseschale
(8) und durch zugeordnete, ebenfalls leistenartig vorspringende, an der anderen Gehäuseschale (9)
angeformte Wandteile (47, 48) begrenzt ist und die Wände (47,48) der einen Gehäuseschale (8) mit den
Wandteilen (47, 48) der anderen Gehäuseschale (9) flüssigkeitsdicht verschweißt sind.
3. Dosiergerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßöffnung (45) in einem
zur Befestigung des Gehäuses (7) an der Tür (3) eingerichteten vorspringenden Gewindestutzen (5)
angeordnet ist.
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