DE27325C - - Google Patents

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DE27325C
DE27325C DENDAT27325D DE27325DA DE27325C DE 27325 C DE27325 C DE 27325C DE NDAT27325 D DENDAT27325 D DE NDAT27325D DE 27325D A DE27325D A DE 27325DA DE 27325 C DE27325 C DE 27325C
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Germany
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soda
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soap
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Verfahren der Anwendung von doppelkohlensauren Salzen, um freies und kohlensaures Alkali in Seifen in das zweidrittelsaure kohlensaure Salz überzuführen. — W. RÖDIGER in Magdeburg
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D13/00Making of soap or soap solutions in general; Apparatus therefor
    • C11D13/02Boiling soap; Refining

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 23: Fettindustrie.
WILHELM RÖDIGER in MAGDEBURG.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ig. September 1883 ab.
Sämmtliche Seifen, selbst die ausgesalzenen Kernseifen, enthalten freies Aetznatron. In den Kernseifen sind zwar nur geringe Mengen hiervon enthalten, besonders grofse Mengen dagegen in den nicht ausgesalzenen Seifen, besonders den sogenannten Eschwegerseifen; selbst die feinsten Toiletteseifen enthalten Spuren des auf die menschliche Haut ungemein schädlich einwirkenden ungebundenen Alkalis. Um diesen Uebelstand zu beseitigen, versetze ich die in Frage kommenden Seifen mit doppelt kohlensaurem Natron bei einer Temperatur, bei welcher das zweite Aequivalent Kohlensäure dieses sauren Salzes nicht ausgetrieben wird. Das vorhandene freie Aetzalkali wird hierbei durch Aufnahme von Kohlensäure aus dem zweifach kohlensauren Natron in einfach kohlensaures Natron übergeführt und auf diese Weise der Seife die Schärfe benommen. Viele Seifenarten, besonders die viel gebrauchten Eschwegerseifen, enthalten jedoch aufser dem freien Alkali nicht unbedeutende Mengen Soda (einfach kohlensaures Natron), welches ebenfalls, wenn auch in milderer Weise, die menschliche Haut namentlich bei anhaltendem Waschen angreift und namentlich Ursache des Durchwaschens der Hände ist. Um ' diesem Uebelstande abzuhelfen, behandele ich diese Seifen, unter den angegebenen Vorsichtsmafsregeln hinsichtlich der Temperatur, mit so viel doppelt kohlensaurem Natron, dafs alles durch Bestimmung ermittelte · oder nach Erfahrung vorhandene einfach kohlensaure Natron in das Doppelsalz
„ „ O Na . „ „ O Na . rr ~ C0 ONa+ 2C0 OH + 2B
übergeführt wird, also in das anderthalbfache kohlensaure Natron. Durch so präparirte Seifen wird auch die empfindlichste Haut selbst bei kalter Witterung niemals rauh und rissig, welch letztere Erscheinung stets auf ein Waschen mit starker Soda oder Aetznatron haltenden Seifen zurückzuführen ist.
Einen besonderen Werth besitzen auf solche Weise neutralisirte Seifen für Textilzwecke.
Die Ausführung des Verfahrens ist folgende:
Ausgesalzene und geschliffene Kernseifen werden vor der Behandlung mit Salz möglichst neutral abgerichtet. Sodann wird der Seife bei einer Temperatur, welche nicht über 950 C. hinausgeht, 1 pCt. vom Gewicht des versottenen Fettes an zweifach kohlensaurem Natron, vorher in der 10 fachen Menge Wassers gelöst, untergekrückt und dann nach der hierdurch bewirkten Ueberführung des Aetznatrons in kohlensaures Natron die Seife in üblicher Weise weiter behandelt.
Bei Leimseifen, speciell der Eschwegerseifen, wird zunächst durch Bestimmung der Gehalt an freiem und kohlensaurem Natron in einer ausgesalzenen Probe ,der Seife ermittelt und sodann durch Rechnung derjenige Betrag des doppelt kohlensauren Natrons festgestellt, wel-
eher für die Ueberführung des freien Aetznatrons in kohlensaures Natron und die Umsetzung des dann vorhandenen Gesammtquantums kohlensauren Natrons in die Doppelverbindung ONa
O Na + 2 " v O
nöthig ist. Das ermittelte Quantum wird bei einer Temperatur von 8o° C. in der möglichst geringen Menge Wassers gelöst und der Seife im Kessel bei einer Temperatur, welche 900 C. nicht übersteigt, untergekrückt.
Bei zur Darstellung von Toiletteseifen bestimmten Cocosseifen gebe ich das rechnungsmäfsig, eventuell durch Erfahrung bekannte Quantum doppelt kohlensauren Natrons in die sogenannte Broyeuse (Walzmaschme), in welcher dasselbe der Seife auf das Innigste incorporirt wird, wobei alles freie Alkali in die genannte Doppelverbindung übergeführt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei der Fabrikation von Seifen aller Art die Anwendung einer Lösung von doppelt kohlensaurem Natron oder eines anderen zweifach kohlensauren Salzes zur Ueberführung des vorhandenen freien Aetznatrons in kohlensaures Natron, sowie auch zur Ueberführung des auf diese Weise gebildeten oder des in der Seife etwa schon enthaltenen einfach kohlensauren Natrons in die Doppelverbindung
    (nn O Na . nriO Na . „ \C0 ONa + *C0 OH + 2^
    bei Temperaturen, welche unter der Zersetzungstemperatur des doppelt kohlensauren Salzes liegen.
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