DE2731963C2 - Verfahren und Anordnung zum Zugriff mehrerer Datenstationen zu einem gemeinsamen Übertragungskanal - Google Patents
Verfahren und Anordnung zum Zugriff mehrerer Datenstationen zu einem gemeinsamen ÜbertragungskanalInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung
zum Zugriff mehrerer Datenstationen eines Datenübertragungssystems zu einem gemeinsamen Übertragungskanal
entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Wenn mehrere Datenstationen gemeinsam einen einzelnen Übertragungskanal benutzen müssen, so muß
der Zugriff zu diesem Kanal so organisiert werden, daß jeweils nur eine Station ihre Daten, z. B. in Psketform,
absendet. Abgesehen vom reinen Zeitmultiplexbetrieb, bei dem fest zugeteilte Zeitabschnitte eines zyklischen
Zeilrasters über längere Zeit zur Verfügung stehen, gibt es die Möglichkeit zur kurzfristigen Kanalzuteilung auf
Anforderung. Hierzu sind verschiedene Verfahren bekannt.
Bei Abfragesystemen fragt eine zentrale Stelle die Datenstationen der Reihe nach ab (DE-OS 25 21 018
und US-PS 39 61 139). Wenn eine Datenstation Daten bereit hat, antwortet sie entsprechend, und der Kanal
wird ihr daraufhin temporär zur Verfügung gestellt. Hierbei ist der Nachteil, daß alle Datenstationen, auch
die nicht sendebereiten, abgefragt werden, -»vas einen relativ hohen Bedarf an ungenutzter Kanalkapazität ergibt.
Außerdem ist eine zentrale Steuerung erforderlich.
Andere Systeme benutzen das Prinzip des Zufallszugriffs. Hierbei kann jede Datenstation ein Datenpaket
absenden, wenn sie bereit ist, wobei eine synchronisierte Einteilung der Kanalzeit in Zeitabschnitte vorgesehen
ist (IEEE Transactions on Communications, Vol. Com-23, No. 4, April 1975, Seiten 410-423). In solchen Systemen
ist keine zentrale Steuerung notwendig. Sie haben aber den Nachteil, daß häufig Datenp^kete im gleichen
Zeitabschnitt von verschiedenen Datenstationen abgesendet werden und dann — zu einem z. B. durch einen
Algorithmus vorgegebenen späteren Zeitpunkt — wiederholt werden müssen. Dies erhöht den unerwünschten
Anteil ungenutzter Kanalkapazität.
Weiter sind ringförmige Übertragungssysteme bekannt geworden, in denen vor oder am Anfang eines
Zeitrahmens ein Anfragefeld umläuft, in das alle sendebereiten Datenstationen ihre Adresse oder Prioritätsklasse eintragen können (AFIPS National Computer
Conference, Vol. 42, 1973, Seiten 711 -716). Bei Rückkehr
zur Steuereinheit enthält dies Feld die höchste Adresse oder Klasse, welche Kanalzuteilung beantragt
(US-PS 39 85 962), oder eine überlagerte Darstellung aller Kanalzuteilung beantragenden Klassen, aus denen
sie dann eine auswählen muß (AFIPS National Computer Conference, Vol. 42, 1973, Seiten 711-716). Der
Nachteil ist. daß in jedem Rahmen die Kanalzuteilung nur an eine Datenstation oder Klasse erfolgt, während
die anderen ihre Anfrage wiederholen müssen, oft sogar mehrfach. Außerdem sind die benutzten Verfahren auf
ringförmige Übertragungssystem beschränkt.
Es ist auch ein Zeitmultiplex-Übertragungssystem mit dynamischer Zuordnung der Kanalzuteilung bekannt,
bei dem die Datenrahmen eine variable Länge aufweisen,
die in gleiche Abschnitte von der Länge eines Zeichens unterteilt sind (DE-OS 23 34 706). Ein solcher Dalenrahmen
weist wenigstens ein Synchronisationszeichen, eine Anzahl ven Adreßzeichen entsprechend der
Anzahl der benutzten Datenstationen und eine variable Anzahl von Datenzeichen auf. Ein jedes Adreßzeichen
in einem Datenrahmen stellt eine eindeutige Bezeichnung der entsprechenden Datenstationen dar. Die variable
Länge des Datenrahmens wird von den Datenzeichen in Anspruch genommen. Auch diesem System ist
der Nachteil zu eigen, daß die Kanalzuteilung jeweils nur an eine Datenstation erfolgt, während die anderen
Datenstationen auf — wenn auch reduzierte — Wiederholungsanfragen angewiesen sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dem es in einem Übertragungssystem
der eingangs genannten Art möglich ist, daß mehrere sendebereite Stationen zusammen ihre Kanalzuteilungsanforderung
abgeben, ohne daß eine zentrale Steuerung erforderlich ist, und ohne daß Kollisionen
auftreten oder Wiederholungen erforderlich sind. Des weiteren soll es mit diesem Verfahren möglich sein, daß
jede sendebereite Datenstation aus den überlagerten Kanalzuteilungsanforderungen mehrerer Datenstationen
den ihr zur Datenübertragung zur Verfügung stehenden Kanalzeitabschnitt selbst bestimmt.
Das erfindungsgemäße Verfahren sowie eine Anordnung zu dessen Ausführung sind in den Ansprüchen
gekennzeichnet.
Die Anwendung dieses Verfahrens erlaubt eine fast optimale Ausnutzung der verfügbaren Kanalkapazität,
sowie die prompte Aufnahme der Anforderungen sämtlicher
sendebereiten Datenstationen am Beginn jedes Zeitrahmens. Sie ist vor allem geeignet für lokale Radioübertragungssysteme
und für geschlossene Kabelsysteme.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand von Zeichnungen beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 die schematische Darstellung eines Übertragungssystems, für das die Erfindung geeignet ist;
Fig. 2A/2B einen Zeitrahmen sowie die hierarchische Anordnung von Signalisierungs-Unterkanälen bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 2A/2B einen Zeitrahmen sowie die hierarchische Anordnung von Signalisierungs-Unterkanälen bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
F i g. 3 ein Blockdiagramm einer Datenstation mit Einrichtungen zur Ausführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens;
F i g. 4/5 A/5 B/6 Schaltungseinzelheiten von Einrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
in einer Datenstation gemäß Fig.?;
Fig.7 Zeitdiagramme zur Erläuterung des Verfahrens
und der Arbeitsweise der Schaltungen.
Allgemeine Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
Fig. 1 zeigt die prinzipielle Anordnung eines Datenübermittlungssystems,
in dem die Erfindung zur Anwendung kommt. Eine Anzahl von Datenstationen DS\ ...
DSk, jede mit einer Sendeeinheit TR und einer Empfangseinheit RC, verkehren miteinander über einen gemeinsamen
Übertragungskanal CH. Die Signale M1 (t)
...Mk(t) der einzelnen Datenstationen werden im Übertragungskanal überlagert und ergeben ein gemeinsames
Signal Cff^das von allen Datenstationen empfangen
wird.
Df· l.ibertragungskanai CH kann ein Radiokanal einer
bestimmten Frequenz sein, auf der alle Datenstationen senden und empfangen, oder eine gemeinsame elektrische
Leitung, mit der alle Datenstationen verbunden sind.
Es werden folgende Bedingungen vorausgesetzt:
a) Die Übertragung erfolgt durch Binärsignale, bitsynchron mit einer bestimmten Bitfrequen?.
b) Wenn die beiden Binärsignalwerte tür 0 und 1 überlagert werden, resultiert ein Signal, das den Binärwert 1 darstellt;
b) Wenn die beiden Binärsignalwerte tür 0 und 1 überlagert werden, resultiert ein Signal, das den Binärwert 1 darstellt;
c) die maximale Üt/ertragungszeit, d. h. die größte Signallaufzeit
zwischen irgendeinem Sender 77? und irgendeinem Empfänger RC, ist klein gegen die Bitperiode
(z. B. 0,1 Bitperiode).
Die Übermittlung erfolgt in Zeitrahmen variabler Länge gemäß Darstellung in Fig. 2A. Der Anfang des
Zeitrahmens ist durch ein Kennzeichen d.h. eine eindeutige Bitfolge, FX gekennzeichnet. Es folgt dann ein
Signalisierungsfeld mit einer variablen Anzahl von Unterkanälen A. B, C..., die untereinander gleich sind, d. h.
sie haben alle die gleiche Anzahl Bitpositionen (Zeitschlitze). Nach dem Signalisierungsfeld folgt ein anderes
Kennzeichen, F2. das den Beginn des eigentlichen Datenübermittlungsfeldes
anzeigt. Die Daten werden in Paketen gleicher Länge, d. h. gleicher Anzahl Bitpositionen
(Zeitschlitze) übertragen. Die Anzahl von Paketen je Zeitrahmen ist variabel. Es sendet jeweils nur eine
Datenstation ein Paket aus. Jedes Datenpaket enthält in seinem Kopf die Adresse der Datenstation, für welche
das Paket bestimmt ist. Nach Übertragung aller Pakete eines Rahmens wird wieder das Kennzeichen Fl übertragen,
welches den Beginn des nächsten Zeitrahmens anzeigt.
Die Erläuterung der Erfindung erfolgt nun anhand von F i g. 2B in einem Ausführungsbeispiel, für das folgendes
angenommen ist:
a) Das System hat maximal 1000 Datenstationen;
b) es werden dreistellige Dezimaladressen benutzt;
c) für die Kanalanforderung werden die Dezimalziffern der Adressen im 1-aus-10-Code dargestellt;
d) die Unterkanäle im Signalisierungsfeld umfassen je
10 Bitpositionen.
Wenn also zwei Stationen die Adreßziffern 0 bzw. 5 im gleichen Unterkanal aussenden, so empfangen alle
Datenstationen zwei 1 -Bits, und zwar je eines in den Bitpositionen 0 und 5. Wenn zwei Datenstationen in
einem Unterkanal die gleiche Dezimalziffer, z. B. 1 aussenden,
so empfangen alle Datenstationen während dieser Ünterkanaizeit nur ein !-Bit. und zwar in ucr „slpc-
sition 1.
Durch eine Anfangssignalfolge, die von einer Hauptstation
ausgesendet wird (die Hauptstation ist bis auf die Fähigkeit, diese Anfangssignalfolge auszusenden, sonst
allen andern Datenstationen gleich), werden alle Stationen bitsynchronisiert. Die Hauptstation sendet dann ein
Kennzeichen Fl. worauf alle sendebereiten Stationen in den Unterkanälen des Signalisierungsfeides ihre
Adreßziffern nach dem erfindungsgemäßen Schema abseben, das in F ■ g. 2B illustriert ist.
Als Beispiel ist angenommen, daß die Datenstationen 013. 016. 522 und 579 beim Empfang des Kennzeichens
Fl sendebereit sind. Im ersten Unterkanal A. der das
Niveau 3 hat. senden alle vier Datenstationen ihre erste Adreßziffer. Das empfangene gemeinsame Signal enthält
eine 1 in den Bitpositionen 0 und 5. Auf dem nächsten Niveau 2 senden alle sendebereiten Datenstationen
ihre zweite Dezimalziffer in aufeinanderfolgenden Unterkanälen, wobei für jedes empfangene Bildes Niveaus
3. also für jede feststellbare erste Dezimalziffer, je ein Unterkanal vorgesehen wird. Die beiden Stationen
und 016 senden im Unterkanal ßihrezweite Dezimalziffer
! die beiden Stationen 522 und 579 im Unterkanal C die Dezimalziffern 2 bzw. 7. Es folgt das unterste Niveau
1 für die Aussendung der letzten (dritten) Dezimalziffer
jeder Stationsadresse, wobei wieder für jedes empfangene Bit des vorhergehenden Niveaus 2 je ein Unterkanal
vorgesehen wird. Die beiden Stationen 013 und 0!6 sendenlm Unterkanal D ihre letzten Ziffern 3 bzw. 6. die
Station 522 im Unterkanal £ihre letzte Ziffer 2. und die
Station 579 im Unterkanal Fihre letzte Ziffer 7.
Durch Abzählen der im untersten Niveau I. also in den Unterkanälen D. fund F empfangenen 1-Bils. erfährt
jede Station, welchen Platz sie in der Reihenfolge der sendebereiten Stationen hat. In der gleichen Reihenfolge
senden dann alle Stationen nach Empfang des Kennzeichens F2 automatisch ihre Datenpakete aus.
Die Station 522 z. B.. welche als dritte ihre letzte Adrcßziffer abgegeben hat, wartet zwei Datenpaket-Kanälc
ab und sendet dann ihr eigenes Datenpaket im dritten
ίο Datenpaket-Kanal aus.
Auf diese Weise werden alle sendebereiten Stationen in einem Zeitrahmen nacheinander bedient und es gibt
keine Kollisionen. Die Anzahl der Paketkanäle entspricht in jedem Zeitrahmen genau der Anzahl sendebc-
reiter Datenstationen, und die Anzahl der Signalisicrungsunterkanäle
richtet sich nach der Gesamtzahl der anfordernden Adressen als auch danach, wieviel gemeinsame
Bestandteile jeweils aufeinanderfolgende
dressen Hauen.
Die Aussendung der Kennzeichen F2 und Fl nach einmal erfolgter Anfangssynchronisierung kann entweder
durch die Hauptstaiion erfolgen, oder aber durch alle jeweils in einem Zeitrahmen sendebereiten, also aktiven
Datenstationen. Im letzteren Fall sendet jede aktive Datenstation ein Kennzeichen F2. nachdem so viele
Unterkanäle im Niveau 1 (D. Eund F. also drei) empfangen
wurden, wie Adreßbits im Niveau 2 (1 in B, 2 und 7
in C. also irei) empfangen wurden. Außerdem sendet jede aktive Station ein Kennzeichen Fl. nachdem so-
viele Datenpakete empfangen wurden (im Beispiel: vier), wie im Niveau 1 des Signalisicungsfeldes Adreßbits
empfangen wurden (3 und 6 in D, 2 in £. 9 in F. also
vier).
Des weiteren kann vorgesehen werden, daß alle Sta-
tionen wieder ein Kennzeichen F1 aussenden, wen.i sie
im ersten Unterkanal nach Empfang eines Kennzeichens F! kein Adreßbit empfangen. Auf diese Weise
werden im Leerlauf, d. h. wenn keine der Datenstationen
sendebereit ist. intermittierend FI-Kennzeichen
ausgesendet, so daß die einmal hergestellte Synchronisation erhalten bleibt.
Schaltungseinzelheiten eines Ausführungsbeispiels
F i g. 3 zeigt das Blockschema einer Datenstation, die
als Ausführungsbeispiel zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ausgewählt wurde.
Die Datenstation enthält eine Datenendeinheit TUW, welche Eingabe/Ausgabeeinheiten, einen klei-
nen Prozessor und Speichereinrichtungen für die empfangenen und auszusendenden Daten sowie für das .το-gramm
des Prozessors umfaßt. Die Einheit TU erhält Daten und Zeitsignale von einem Empfangsteil RCP13.
und gibt Daten an einen Sendeteil TRP15 ab. Sie muß
hier nicht weiter beschrieben werden, da sie nicht Teil der Erfindung ist, und da außerdem solche Datenendeinheiten
allgemein bekannt sind. Es ist hier angenommen. daß die Einheit Ti/ein Anforderungssignal SRQ abgibt,
solange sie sendebereite Daten hat und nicht bedient
wurde, und daß sie aufgrund eines Steuersignals TM- DT. das sie vom Sendeteil erhält, ihre sendebereiten
Daten an diesen abgibt.
Der Empfangsteil RCP13 wird anhand von F i g. 4 im
einzelnen beschrieben. Er empfängt Datensignale am
Eingang 19 vom Kanal CH und gibt Zeitsignale Tauf
Sammelleitungen 21 sowie Eingangsdaten DT-I auf Sammelleitung 23 an andere Einheiten der Datenstation
ab.
Der Scndeleil TRP \5 wird anhand von F i g. 6 im
einzelnen beschrieben. Er übernimmt die Zeitsignale vom Empfangsteil RCP auf Sammelleitungen 21, sowie
Ausgangsdaten OT-Oauf Leitung 25 von der Datenendcinheit
TU und gibt Datensignale am Ausgang 27 an den Kanal CH ab. Außerdem empfängt er Steuersignale
CTi. auf Leitungen 29 von der Anforderungs- und Zugriffi'^teuerung
RACV.
Die Anforderungs- und Zugriffsteuerung RAC17 nimmt ihrerseits die Zeitsignale und Eingangsdaten vom
Empfangsteil RCPüber die Sammelleitungen 21 bzw. 23 auf.
Zwischen den vier Funktionseinheiten TU. RCP, TRP
und RAC werden außerdem auf Einzelleitungen die Steuersignale SRQ. TM-DT. RP-F 1 sowie TML ausgetauscht.
Einzelheiten dieser Funktionseinheiten sowie die Bedeutung der verschiedenen Zeit- und Steuersignale
werden anschließend im Zusammenhang mit den F i g. 3 bis 7 eriäuieii.
Empfangsteil RCP
IO
15
20
Der Empfangsteil ist in F i g. 4 gezeigt. Er enthält einen Empfänger RECM für die über den Kanal CH
übertragenen Signale, und daran angeschlossen einen Taktsignalgeber und Bitdetektor CL-EXTR/BIT-
DET33. Diese Funktionseinheit leitet aus den empfangenen Signalen einen Taktpuls TT ab, und gibt den
Taktpuls auf einer entsprechenden Ausgangsleitung ab. Außerdem bestimmt sie aus dem Empfangssignal, ob zu
der, durch TTgegebenen Abtastzeitpunkten jeweils ein
O-Bit oder ein 1 -Bit vorliegt, und gibt bei Vorliegen eines
1 - Bit einen Impuls auf einer Sammelleitung DT-I (Eingangsdaten)
ab. Die Eingangsdaten gelangen auch an einen Kennzeichendetektor FL-DET35, der die empfangene
Bitfolge prüft und bei Vorliegen von Kennzeichen Fl oder FT. auf je einem entsprechenden Ausgang
einen Impuls abgibt (beim letzten Bit des empfangenen Kennzeichens). Zwei bistabile Kippglieder 37 und 39
sind mit je einem Ausgang des Kennzeichendetektors verbunden, und geben nach Empfang der Kennzeichen
Fl bzw. F2 an ihrem Ausgang ein statisches Signal auf
den Leitungen PH 1 (Phase 1) bzw. PH2 (Phase 2) ab, das solange anhält, bis das entsprechende Kippglied zurückgestellt
wird. Dies geschieht durch Impulse auf der Leitung F2für Kippglied 37 bzw. Fl für Kippglied 39.
Von zwei UND-Gliedern 41 und 43 ist je ein Eingang mit der Signalleitung PH 1 bzw. PH 2 verbunden, während
von beiden der zweite Eingang mit der Taktleitung TT verbunden ist. An das UND-Glied 31 ist ein Zähler
SS CNTR 45 angeschlossen, dessen Zählkapazität gleich der Anzahl Bitpositionen pro Unterkanal ist, im
vorliegenden Ausführungsbeispiel zehn. Dieser Zähler gibt bei jedem zehnten zugeführten Taktimpuls einen
Steuerimpuls auf Leitung SST (Unterkanal-Zeitsignal) ab. An das UND-Glied 43 ist ein Zähler PS CNTR 47
angeschlossen, dessen Zählkapazität gleich der Anzahl Bitpositionen pro Datenpaket ist, z. B. 1024. Dieser Zähler
gibt bei Erreichen seiner Kapazitätsgrenze einen Impuls auf Leitung fSTfPaketkanal-Zeitsignal) ab. Bei- t>o
de Zähler haben Rückstelleingänge, die mit der Leitung F1 verbunden sind.
Eine Leitung RP-FX (Kennzeichen Fl wiederholen)
bildet den Ausgang einer Kombination von bistabilem Kippgüed 51 und UND-Glied 53. Der Einstelleingang
des Kippgliedes ist an die Eingangsdatenleitung DT-I angeschlossen, der Rückstelleingang an die Signalleitung
FI. Die Eingänge des UND-Gliedes 53 sind mit dem O-Ausgang der Kippschaltung 51 und mit der SST-Leitung
(Ausgang von Zähler 45) verbunden, und sein Ausgang ist an die Leitung RP-F1 angeschlossen.
Anforderungs- und Zugriffssteuerung RAC
Diese Funktionseinheit ist der Übersichtlichkeit halber in Fig. 5A und 5B in zwei getrennten Teilen dargestellt.
Der erste Teil (Fig. 5A) dient zur Erzeugung der Steuersignale, welche das jeweilige Niveau (L 3, L 2,
L I) während der Anforderungsphase (Signalisierungs-FeId) angeben.
Der Setzeingang eines bistabilen Kippgliedes 55 ist mit dem Ausgang eines UND-Gliedes 57 verbunden,
dessen einer Eingang an die Sendeanforderungsleitung SRQ von der Dateneinheit TU angeschlossen ist, und
dessen anderer Eingang über ein Verzögerungsglied 59
n-t t* As*w ! r%ttttnrr Ci / | rw>
r-ntlr [i'ir W e»ri QI Kon ZT|\
bunden ist. Die Verzögerungszeit ist so gewählt, daß der
Ausgangsimpuls erst beginnt, wenn der Eingangsimpuls aufhört, so daß die vom Ausgangsimpuls des Verzögerungsgliedes
verursachten Signale nicht mehr mit dem Eingaingsimpuls bzw. anderen gleichzeitigen Impulsen
zusammentreffen (überlappen). Für die anderen, im folgenden Teil der Beschreibung erwähnten Verzögerungsglieder
gilt das gleiche.
Der Ausgang des UND-Gliedes 57 führt zu einer Leitung START L 3. Den 1-Ausgang des Kippgüedes 55
bildet eine Leitung L 3, die auch zum Eingang eines UND-Gliedes 61 führt. Dessen anderer Eingang ist über
ein Verzögerungsglied 63 mit der Leitung S57"(Uriterkanal-Zeitsignal)
verbunden. Der Ausgang des UND-Gliedes 61 ist mit dem Rückstelleingang des Kippgüedes
55 und mit dem Setzeingang eines bistabilen Kippgüedes 65 verbunden, dessen 1 -Ausgang die Leitung L 2
bildet.
Ein UN D-Glied 67 hat drei Eingänge, von denen einer
mit der Leitung L 2, ein anderer mit dem Ausgang des Verzögerungsgliedes 63, und der dritte mit einer Leitung
73 = 0 (vom Kippglied 93 in Fig. 5B) verbunden ist. Der Ausgang des UND-Gliedes 67 ist sowohl mit
dem Rückstelleingang des Kippgüedes 65 als auch mit dem Setzeingang eines bistabilen Kippgüedes 69 verbunden,
dessen 1-Ausgangdie Leitung L 1 bildet.
Ein UND-Glied 71 hat drei Eingänge, von denen einer mit der Leitung L 1, ein anderer mit dem Ausgang des
Verzögerungsgliedes 63, und der dritte mit einer Leitung T2 = 0 (vom Kippglied 97 in Fig. 5B) verbunden
ist. Der Ausgang des UND-Gliedes 71 bildet die Leitung TM-F2, und ist außerdem mit dem Rückstelleingang
des Kippgliedes 69 verbunden.
Ein weiteres bistabiles Kippglied 73 ist vorgesehen, dessen Setzeingang über ein ODER-Glied 75 mit den
Ausgängen der UND-Glieder 57 (START L 3), 61 und 67 verbunden ist. Sein Ausgang bildet die Steuerleitung
PRE (zu den UND-Gliedern 105, 109 und 119 in Fig. 5B).
Der Rückstelleingang des Kippgliedes 73 ist über ein Verzögerungsglied 77 mit einer Leitung TML (Sendeleitung)
verbunden, die an ein ODER-Glied 181 in Fig. 6
angeschlossen ist.
Der zweite Teil (Fig.5B) der Anforderungs- und
Zugriffsteuerung RACd'ient zur Zählung der empfangenen
Anforderungs-Adreßbits sowie zur Zählung der Anzahl ausgesandter bzw. empfangener Anforderungs-Unterkanäle
und Datenpakete. Er enthält hauptsächlich sechs Zähler 79,81,83,85,87,89, und sechs zugehörige
bistabile Kippglieder 91, 93, 95, 97, 99 und 101. Alle Zähler haben zwei Impulseingänge zum Erhöhen (INC)
und Vermindern (DEC) des Inhalts sowie einen Rückstelleingang RST. Die Zähler 79 (PRE-B 3), 83 (PRE-B 2)
und 87 (PRE-B 1) geben an einem mit »1« bezeichneten Ausgang einen Aktivsignalpegel ab, wenn ihr inhalt
gleich eins ist. Die andern drei Zähler 81 (TOT-B 3), 85 (TOT-B2) und 8* (TOTB I) geben an einem mit »0«
bezeichneten Ausgang einen Aktivsignalpegel ab, wenn ihr Inhalt gleich null ist. Die Zähler 79 und 81 für das
Niveau L 3 haben je eine Kapazität von zehn (gleich der Anzahl Bits im Unterkanal des Niveaus LZ). Die Zähler
83 und 85 haben je eine Kapazität von einhundert (gleich dem Produkt aus maximaler Unterkanalzahl im
Niveau L 2 und der Anzahl Bits pro Unterkanal). Die Zähler 87 und 89 haben eine Kapazität von je tausend
(entsprechend der Anzahl von Datenendeinheiten).
Ein UND-Glied 103 kombiniert die Signale von den Leitungen Z?7"-/ (Eingangsdaten, je ein Impuls für eine
empfangene »I«) und L3 und gibt seine Ausgangsimpulse
direkt auf den /Λ/C-Eingang des Zählers 81 und über ein UND-Glied 105 auf den /Λ/C-Eingang des Zählers
79. Ein UND-Glied 107 kombiniert die Signale auf den Leitungen DT"-/und L 2 und gibt seine Ausgangsimpulse
direkt auf den /Λ/C-Eingang des Zählers 85 und über ein UND-Glied 109 auf den /JVC-Eingang des Zählers
83. Die zweiten Eingänge der UND-Glieder 105 und 109 sind mit der Leitung PRE (von Kippglied 73) verbunden.
Die Impulse von der Leitung 557~(Unterkanal-Zeitsignal)
werden durch ein Verzögerungsglied III verzögert und dann den ersten Eingängen zweier UND-Glieder
113 und 115 zugeführt. Der zweite Eingang des UND-Gliedes 113 ist mit der Leitung L 2, sein Ausgang mit
den DEC-Eingängen der Zähler 79 und 81 verbunden. Der zweite Eingang des UND-Gliedes 115 ist mit der
Leitung L 1 verbunden, sein Ausgang mit dem DEC-Eingängen
der Zähler 83 und 85.
Ein UND-Glied 117 kombiniert die Signale der Leitungen DT-I und L 1 und gibt seine Ausgangsimpulse
direkt an den /Λ/C-Eingang des Zählers 89 und über ein UND-Glied 119 an den AVC-Eingang des Zählers 87.
Der zweite Eingang des UND-Gliedes 119 ist mit der Leitung P/?£verbunden.
Ein ODER-Glied 121 kombiniert die Signale von den Leitungen FI (Kennzeichen F2 empfangen) und PST
(Paketkanal-Zeitsignal) und gibt seine Ausgangsimpulse über ein Verzögerungsglied 123 an die D£C-Eingänge
der Zähler 87 und 89 ab.
Zur Abfrage des Zählerstandes sind die Ausgänge (1 bzw. 0) der Zähler 79 und 81 über je ein UN D-Glied 125
bzw. 127 mit den Setzeingängen der bistabilen Kippglieder 91 bzw. 93 verbunden. Die zweiten Eingänge der
UND-Glieder 125 und 127 sind mit der Leitung 557; ihre dritten Eingänge mit der Leitung L 2 verbunden.
Die Ausgänge (1 bzw. 0) der Zähler 83 und 85 sind über UND-Glieder 129 bzw. 131 mit den Setzeingängen der
bistabilen Kippglieder 95 und 97 verbunden. Die zweiten Eingänge der UND-Glieder 129 und 131 sind mit der
Leitung 55Γ, ihre dritten Eingänge mit der Leitung L 1 verbunden. Die Ausgänge (1 bzw. 0) der Zähler 87 und
89 sind über UND-Glieder 133 bzw. 135 mit den Setzeingängen der bistabilen Kippschaltungen 99 und 101
verbunden. Der zweite Eingang des UND-Gliedes 133 ist mit dem Ausgang des ODER-Gliedes 121, der zweite
Eingang des UND-Gliedes 135 mit der Leitung PST verbunden.
Die Rückstelleingänge der Kippglieder 91 bis 99 sind an ein ODER-Glied 137 angeschlossen, dessen einer
Eingang Impulse \on der Leitung Fl empfängt, und dessen anderer Eingang Impulse von der Leitung TML
(vom ODER-Glied 181, Fig. 6) empfängt. Die Impulse auf der Leitung F i/RST werden auch als Rückstellimpulse
für die Zähler benutzt. Die Leitung Fl//?5Tist
auch mit dem Rückstelleingang des Kippgliedes 101 verbunden. Die 1-Ausgänge der Kippglieder 91, 93, 95,
97,99 und 101 stellen die Signalleitungen P3 = 0, T3 = 0,
P2= 1, Γ2 = 0, Pl = I,und Tl=Odar.
Sendeteil TRP
Der Sendeteil ist in Fig. 6 gezeigt. Er enthält hauptsächlich
fünf Schieberegister 137, 139, 141, 143 und 145 für die drei 1-aus-lOcodierten Adreßziffern A 3, A 2, A 1
der betreffenden Datenstation, sowie für die beiden Kennzeichen F2 und Fl. Jedes dieser Schieberegister
hat einen F.ingang SH für Schiebeimpulse, sowie eine Rückkopplungsverbindung zwischen dem Datenausgang
und dem Dateneingang. Über Eingangsanschlüsse 138,140,142 könnten gegebenenfalls neue Adreßziffern
A 1, A 2, A 3 eingegeben werden. Außerdem enthält der
Sendeteil den Sender TRM 137, dem die Inhalte der fünf Schieberegister oder Ausgangsdaten von der Datenendeinheit
TU zugeführt werden können, und der die entsprechenden Signale an den Kanal Cf/abgibt.
Die Taktleitung TTist über ein UND-Glied 149 mit
den Schiebeeingängen der Schieberegister 137,139 und 141 verbunden, über ein UND-Glied 151 mit dem Schiebeeingang
des Schieberegisters 143, und über ein UND-Glied 153 mit dem Schiebeeingang des Schieberegisters
145. Der zweite Eingang des UND-Gliedes 149 ist mit dem 1-Ausgang eines bistabilen Kippgliedes 155 verbunden,
zu dessen Setzeingang die Leitung START L 3 führt. Der Rückstelleingang ist über ein Verzögerungsglied
157 mit der Leitung TM-F2 (Kennzeichen F2 senden) verbunden. Der zweite Eingang des UND-Gliedes
151 ist mit dem 1-Ausgang eines bistabilen Kippgliedes 159 verbunden, dessen Setzeingang über das Verzögerungsglied
157 mit der Leitung TM-F2 und dessen Rückstelleingang über ein Verzögerungsglied 161 mit
der Leitung F2 verbunden ist. Der zweite Eingang des UND-Gliedes 153 ist mit dem 1-Ausgang eines bistabilen
Kippgliedes 163 verbunden.
Die Leitung RP-Fi ist mit dem ersten Eingang eines ODER-Gliedes 165 verbunden, dessen zweiter Eingang
mit dem Ausgang eines UND-Gliedes 167 verbunden ist, zu dessen drei Eingängen die Leitungen Tl=O, P5T
(Paketkanal-Zeitsignal) und die Ausgangsleitung eines bistabilen Kippgliedes 169 führen, dessen Setzeingang
mit der Leitung START Z. 3 und dessen Rückstelleingang
mit der Leitung Fl verbunden ist. Der Ausgang des ODER-Gliedes 165 ist mit dem Setzeingang des
Kippgliedes 163 über ein Verzögerungsglied 171, an dessen Ausgang das Signal TM-Fi (Kennzeichen Fl
senden) erscheint, verbunden. Der Rückstelleingang des Kippgliedes 163 ist über ein Verzögerungsglied 173 mit
der Leitung F1 verbunden.
Ein UND-Glied 175 empfängt Signale von der Leitung L 3 und dem Ausgang des Schieberegisters 137. Ein
UND-Glied 177 empfängt Signale von den Leitungen L 2 und P3 = l sowie vom Ausgang des Schieberegisters
139. Ein UND-Glied 179 empfängt Signale von den leitungen Ll und PI=X sowie vom Ausgang des
Schieberegisters 141. Die Ausgänge der drei UND-Glieder 175, 177 und 179 sind m;t drei Eingängen eines
ODER-Gliedes 181 verbunden, dessen Ausgang mit
dem Sender 147 sowie mit einer Leitung TML (Sendeleitung) verbunden ist. Ein vierter und fünfter Eingang
des ODER-Gliedes 181 sind mit den Ausgängen der Schieberegister 143 resp. 145 verbunden. Ein sechster
Eingang des ODER-Gliedes 181 ist mit dem Ausgang eines UND-Gliedes 183 verbunden, zu dessen einem
Eingang die Leitung DT-O (Ausgangsdaten) von der Datenendeinheit führt. Sein anderer Eingang ist mit
dem !-Ausgang eines bistabilen Kippgliedes 185 verbunden. Ein UND-Glied 187 kombiniert die Signale von
den Leitungen Pl = I, PST(Paketkanal-Zeitsignal), sowie
das Ausgangssignal des Kippgliedes 169, und gibt sein Ausgangssignal über ein Verzögerungsglied 189 an
den Setzeingang des Kippgliedes 185 ab, während der Rückstelleingang über ein Verzögerungsglied 191 mit
der Leitung PSTverbunden ist. Der Ausgang des Kippgliedes
185 ist auch mit einer Leitung TM-DT verbunden (Daten senden).
Arbeitsweise
20
Anhand der Zeitdiagramme der F i g. 7 wird nun der Betrieb der Einrichtungen gemäß Fig. 3 bis 6 bei der
Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens erläutert. Die Dauer der Impulse und Intervalle in diesem
Diagramm ist nicht maßstabsgerecht. Es soll nur die relativen Zeitverhältnisse und gegenseitigen Bedingungen
zeigen.
Von den 16 gezeigten Signalfolgen werden die oberen neun von allen Datenstationen durchlaufen. Die ersten
sieben (TT, Fl, Fl, PH1, PH2, SSTund PST; sind die
vom Empfangsteil erzeugten Zeitsignale, das nächste (DATENPAKETE EIN) gibt die Zeitsteuerung für den
Datenpaketempfang an. Das neunte (RP-F 1 = Kennzeichen Fl wiederholen) tritt nur in besonderen Situationcn
uuf und wird später erklärt.
Die unteren sieben Signalfolgen werden nur von Datenstationen durchlaufen, die Daten abzusenden haben,
wobei die Signale L 3, L 2, L 1 jeweils bei allen auffordernden Datenstationen gleich sind, während die untercn
vier Signale PRE, PI = I. TML und TM-DT(OA-TEN
SENDEN) bei jeder anfordernden Datenstation je nach Adresse verschieden sind. Als Beispiel sind die Signale
für Datenstation 522 gemäß Schema der F i g. 2A/2B gezeigt.
Beim letzten Bittaktimpuls von Kennzeichen Fl, durch das ein neuer Zeitrahmen beginnt (und welches
anfangs von der Hauptstation ausgesendet wird), stellt ein Impuls Fl vom Ausgang des Kennzeichendetektors
35 in allen Datenstationen Kippglied 37 (PH 1) sowie in jeder sendebereiten Datenstation Kippgüed 55 (L 3) ein.
Alle Zähler werden zurückgestel't, außerdem die Kippglieder 51,91... 101,163 und 169. Damit beginnt Phase
PH1 und gleichzeitig Niveau-Intervall L 3, welches dem
ersten Unterkanal (A in F i g. 2A/2B) entspricht.
Es beginnen die Zählerzyklen im Unterkanalzähler 45, welcher jetzt Zählimpulse TT über UND-Glied 41
empfängt und bei jedem zehnten Eingangsimpuls einen Ausgangsimpuls SST abgibt, wovon jeder das Ende eines
Unterkanals angibt. Das Signal »Start L 3« in sendebereiten Stationen setzt außer den Kippgüedern 55 und
73 auch das Kippglied 155, wodurch Taktimpulse TT
über UND-Glied 149 die Schieberegister 137, 139, 141 zyklisch verschieben. Über UND-Glied 175, das durch
Signal L 3 freigegeben ist, gelangt ein Impuls, welcher die höchste Adreßziffer der Station darstellt, zur entsprechenden
Bitzeit auf Leitung TML und den Sender 147. Im Empfänger werden die Bitimpulse aller sendebereiten
Stationen empfangen und über die Dateneingangsleitung DT-I auf die Zähler 79 und 81 geleitet. Der
Eingang zum Zähler 79 wird aber nach Aussenden des eigenen Adreßbit gesperrt, weil der TML-lmpuls Kippgüed
73 rückstellt, und somit das Signal PRfdas UND-Glied
105 sperrt.
Am Ende des Unterkanals, wenn ein Impuls 55T erscheint, enthält also Zähler PRE-B 3 (79) eine Zahl, die
angibt, wieviel verschiedene Hunderter-Dezimalzifferr als Anforderungs-Adresse ausgesandt wurden, die kleiner
als, oder gleich groß wie die eigene Hunderter-Dezimalziffer der betreffenden Datenstation sind. Der Zähler
TOT-B3 (81) enthält die Gesamtanzahl der verschiedenen ausgesandten Hunderter-Dezimalziffern. Im
Ausführungsbeispiel für Station 522: PRE-B3 = 2, aber
auch TOT-B 3 = 2.
Der 55T-Impuls bewirkt über UND-Glied 61 eine Rückstellung von Kippgüed 55 sowie ein Setzen der
Kippglieder 65 und 73. Damit beginnt das L 2-Intervall.
und dessen erster Unterkanal B. Durch Signal L 2 wird
UND-Glied 113 frei gegeben, wodurch der erste und alle während L 2 folgenden 55T-lmpulse verzögert die
Zählerinhalte PRE-B3 und TOT-B 3 um je eine Einheit
vermindern. Vor dem Vermindern werden die beiden Zähler aber durch den unverzögerten 55T-impuls abgefragt
und bei P3=l bzw. T3 = 0 die Kippglieder 91
bzw. 93 gesetzt. Wenn 91 gesetzt ist, heißt dies: eigene zweite Ziffer senden: wenn 93 gesetzt ist, bedeutet das:
Niveau L 2 zu Ende, Übergang auf Niveau L 1.
Für Station 522 sind beide Bedingungen beim Beginn von Unterkanal B noch nicht erfüllt. Der Inhalt ihrer
Schieberegister 137 ... 141 läuft zwar weiter um, es gelangt aber kein Adreßbit auf den Sender. Stationen
013 und 016 senden dagegen ein »1«-Bit in Positon 1 von Unterkanal B. Dieses Adreßbit, wie auch alle folgenden
während Intervall L 2. gelangt über UND-Glied 107 auf die Zähler 83 und 85. wobei allerdings der Eingang zum
Zähler 83 später gesperrt wird.
Beim zweiten 55T-lmpuls ist Unterkanal B zu Ende. Zähler 79 und 81 werden vermindert (auf 0 und 0). Vorher
wurde Kippglied 91 eingestellt (weil P3=l war). Die Zähler 83 und 85 stehen beide auf eins. Im nächsten
Unterkanal (Cin F i g. 2A/2B) ist UND-Glied 177 freigegeben, damit gelangt das Adreßbit der zwei'u/i Ziffer
von Station 572 in der zweiten Bitposition auf den Sender (ebenso das bei Station 579, aber dort erst in Bitposition
7). Durch den TML-Impuls wird Kippgüed 73 rückgestellt,
so daß Zähler PRE-B 2 nur das eigene Adreßbit von Station 522, nicht mehr aber das von Station 579, als
Zählimpuls erhält, während Zähler TOT-B 2 beide Impulse erhält.
Beim nächsten 55T-!mpuls wird Zähler 81 abgefragt, und Kippglied 93 gesetzt weil T3 = 0. Zähler 83 (PRE-
B 2) steht nun auf 2, Zähler 85 (TOT-B 2) auf 3. Beide werden auch abgefragt, aber in Station 522 ohne Erfolg
weil P2#l und T2#0. Weil T3 = 0, stellt Impuls 5ST
über UND-Glied 67 das Kippgüed 65 zurück und setzt die Kippglieder 69 und 73. Damit beginnt das Intervall
L 1 und gleichzeitig der vierte Unterkanal D. Von nun
ab gelangen alle empfangenen Datenbits als Zählimpulse auf die Zähler 87 (PRE-B 1) und 89 (TOT-B 1), während
durch alle SST- Impulse (verzögert) die Zähler 83 und 85 um eine Einheit vermindert werden. Der Eingang
zum Zähler 87 wird allerdings nach Aussendung des eigenen Adreßbits (für die 3. Dezimalstelle) gesperrt.
Die Inhalte der Schieberegister 137, 139 und 141 laufen in allen sendebereiten Datenstationen weiter um.
Nunmehr gelangt über UND-Glied 179 in jeder Station,
in der PI = I geworden ist, das dritte Adreöbit zum
Sender. Im Unterkanal D sind das die Adreßbus 3 und 6 der Stationen 013 und 016. Hierdurch werden Zähler 87
und 89 um je zwei erhöht Beim SST-Impuls am Ende von Unterkanal D steaen sie beide auf zwei; dagegen
stehen der Zähler 83 auf 1 und Zähler 85 auf 2. Kippglied
95 wird dadurch gesetzt, (P2=l) wodurch angezeigt wird, daß anschließend Station 522 ihr Adreßbit senden
muß. Beide Zähler werden nach der Abfrage um eins vermindert, wonach TOT-B 2 auf eins steht.
Es beginnt Unterkanal £, in dem nunmehr Station 522 ihr drittes Adreßbit in Bitposition 2 aus Schieberegister
141 über UND-Glied 179 auf den Sender gibt Der TML-Impuls stellt Kippglied 73 zurück, so daß Zähler
87, nach Erhöhung auf drei, gesperrt wird. Zähler 89 wird auch auf drei erhöht Beim folgenden SST-Impuls
wird 72^0 festgestellt und anschließend der Zählerinhalt
nochmals um eins vermindert auf null. Es beginnt Unterkanal F, in dem nur noch Station 579 ihr letztes
AdrcSbit aussendet, daß als Zähümpuls in Zähler 89 aller Stationen gelangt aber nicht mehr in den Zähler 87
von Station 522 (und vorhergehenden).
Beim nächsten und letzten SST-Impuls geschieht folgendes: Zähler TOT-B 2 wird abgefragt und Kippglied
97 gesetzt weil T2 = 0. Als Folge davon stellt der verzögerte SST-Impuls das Kippglied 69 zurück. Damit endet
das L 1-Intervall. Durch den Impuls TM-F2 wird auch
Kippglied 155 zurückgestellt, wodurch das Umlaufen der Adreßbus in allen Stationen beendet wird.
Der Zähler PRE-B1 (87) zeigt nunmehr an. als wievielte
Station die eigene Station ein Datenpaket senden darf (in Station 522) steht er auf drei), und der Zähler
TOT-B1 (89) zeigt an, wieviel Datenpakete insgesamt
im betreffenden Rahmen gesendet werden. Damit ist an sich die Aufgabe der Anforderungsverarbeitung und
der Paketkanalzuteilung für alle sendebereiten Datenstationen erfüllt.
Durch das Signal TM-F2 (Kennzeichen F2 senden)
wird auch das Kippglied 159 gesetzt, wodurch Taktimpulse TTüberdas UND-Glied 151 zum Schieberegister
143 gelangen, welches die Bitfolge für das zweite Kennzeichen F2 enthält. Dieses gelangt nunmehr bei allen
Datenstationen, die sendebereit waren und ihre Adresse abgegeben haben, zum Sender 147.
Beim letzten Bittaktimpuls von Kennzeichen F2 wird in sämtlichen betriebsbereiten Datenstationen durch
den F2-Impuls Kippglied 37 zurückgestellt und damit Phase PH1 beendet, dagegen das Kippglied 39 gesetzt,
wodurch die Phase PH 2 beginnt, welche den Paketkanälen entspricht. Der Zähler 47, dessen Kapazität der
Bitanzahl eines Datenpakets entspricht, erhält das Taktsignal TT und gibt einen Impuls PST am Ende jeder
Paketkanalzeit ab. Durch den Impuls F2 wird auch Kippglied 159 zurückgestellt und damit Schieberegister
143 (F2) stillgesetzt.
Durch den Impuls F2 und die folgenden PST-Impulse
wird nun in jeder Datenstation der Zähler PRE-B 1 (87)
auf den Inhalt 1 abgefragt; der Zähler TOT-B1 (89) wird
in jeder Datenstation durch jeden PST-Impuls auf null abgefragt. Anschließend wird durch diese Impulse der
Inhalt des entsprechenden Zählers um eins vermindert. In der Reihenfolge ihrer Adressen wird nun in den sendebereiten
Datenstationen das Kippglied 99 wegen Pl = I gesetzt, bei der Datenstation 522 ist dies am
Ende des zweiten Paketkanals der Fall. Mit dem Signal Pl = I, dem PST-Impuls und dem Ausgangssignal des
Kippgliedes 169 wird dann über UND-Glied 187 verzögert das Kippglied 185 gesetzt, welches für die Dauer
eines Paketkanals, also bis zum nächsten Impuls PST, das Signal T;Vf-DT(Daten senden) aktiviert, welches an
die Datenendeinheit gelangt, um die Abgabe des gepufferten Datenpaketes über die Leitung DT-O (Ausgangsdaten)
und über UND-Glied 183 an den Sender 147 zu bewirken. Das Signal TM-DT ist im Diagramm F i g. 7
gezeigt Zu jeder Zeit während Phase PH 2 sendet also nur je eine Datenstation ein Datenpaket, während alle
Datenstationen sämtliche Datenpakete emprangen.
ίο In jeder Datenstation gelangen die Signale PH 2 und
PSTzur Kennzeichnung der Paketkanäle, die Kennzeichenimpulse
Fl und F2, die Taktimpulse TT, sowie das
Dateneingangssignal DT-I an die Datenendeinheit TU, weiche die Datenpakete also einzeln aufnehmen und
identifizieren kann (Signalkombination »DATEN PAKETE EIN«, Fi g. 7). Aufgrund der Bestimmungsadresse
in jedem Datenpaket stellt die Datenendeinheit fest, ob das Datenpaket für sie bestimmt ist und ausgewertet
werden muß oder nicht
μ Eine sendebereite Dateneadeinheit stellt bei Absendung
ihres Datenpaketes aus ihrem Ausgabepuffer (nicht gezeigt) das Signal Sendeanforderung SRQ zurück.
Daraufhin kann sie ein weiteres Datenpaket in ihren Ausgabepuffer übertragen und das Signal SRQ
wieder aktivieren.
Bei Übertragung des letzten Datenpakets eines Zeitrahmens steht der Zähler 89 (TOT-B 1) in allen Datenstationen,
die in diesem Zeitrahmen ein Datenpaket übertrugen, auf null. Der PST-Impuls am Ende des letzten
Paketkanals setzt deshalb in allen das Kippglied 101 (Tl =0). Durch das Signal Tl=O, den PST-Impuls und
das Ausgangssignal von Kippglied 169 wird nun, über UND-Glied 167, ODER-Glied 165 und Verzögerungselement 171 durch Signal TM-FX (Kennzeichen 1 sen-
den) das Kippglied 163 eingestellt
Über UND-Glied 153 gelangen dann Taktimpulse TT
an den Schiebeeingang von Schieberegister 145, welches nun die Bitfolge für Kennzeichen Fl an den Sender
147 abgibt. Alle Datenstationen, die ein Paket abgcsandt haben, senden also gemeinsam das Kennzeichen
Fl, welches den Beginn eines neuen Zeitrahmens kennzeichnet.
Die Bitfolge für Fl wird von sämtlichen Datenstationen
empfangen, und erzeugt in ihnen beim letzten Taktimpuls des Kennzeichens den Steuerimpuls Fl. Dieser
stellt in den Datenstationen, die ein Paket absandten, die
Kippglieder 163 und 169 zurück. Außerdem wird in allen Datenstationen das Kippglied 39 zurückgestellt und das
Kippglied 37 gesetzt, womit Phase 2 aufhört und Phase 1 (PHI) wieder beginnt.
AHe weiteren Vorgänge wiederholen sich nun wie
oben beim Empfang des ersten Kennzeichens Fl beschrieben.
Leerlauf
Falls nach Empfang des Kennzeichens Fl keine Datenstation
Daten abzusenden hat, wird das Kennzeichen Fl auf unten beschriebene Weise in regelmäßigen Abständen
wiederholt, bis wieder in wenigstens einer Datenstation das Signal SRQ aktiv ist und damit die Absendung
der betreffenden Datenstationsadresse als Kanalanforderung bewirkt.
Durch das Auftreten des Steuerimpulses Fl wird das Kippglied 51 zurückgestellt. Gleichzeitig beginnt der Unterkanalzähler 45 zu zählen (Abgabe eines Impulses nach je 10 Bitzeiten, also nach einer Unterkanaldauer). Wenn im ersten Unterkanal irgendein »I«-Bit (Adrcß-
Durch das Auftreten des Steuerimpulses Fl wird das Kippglied 51 zurückgestellt. Gleichzeitig beginnt der Unterkanalzähler 45 zu zählen (Abgabe eines Impulses nach je 10 Bitzeiten, also nach einer Unterkanaldauer). Wenn im ersten Unterkanal irgendein »I«-Bit (Adrcß-
bit) empfangen wird, so wird Kippglied 51 zurückgestellt,
und sein Ausgangssignal bleibt ohne Einfluß. Wird aber kein »1 «-Bit empfangen (wenn also keine Datenstation
ihre erste Adreßziffer aussendet), so gerät der nächste SS7"-lmpuls auf die Leitung RPFi (Kennzeichen
Fl wiederholen). Dieser Impuls gelangt in sämtlichen
Datenstationen über ODER-Glied 165 und Verzögerungselement 171 als Signal TM-Fi (Kennzeichen
Fi senden) auf den Setzeingang des Kippgiiedes 163.
Hierdurch werden Taktimpulse an das Schieberegister 145 gegeben, so daß sämtliche Datenstationen das
Kennzeichen Fl über ihren Sender 147 aussenden. Bei der letzten Taktzeit der empfangenen Bitfolge für
Kennzeichen Fl tritt wieder in allen Datenstationen der Steuerimpuls F1 auf, und die Vorgänge wiederholen
sich wie beschrieben.
Alternativen
im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Variationen
und Ergänzungen des Ausführungsbeispiels möglich, von denen hier nur einige erwähnt werden sollen.
Längere Signallaufzeiten/Relaisstation
Wenn die Datenstationen über einen so großen Bereich verteilt sind, daß die maximalen Signallaufzeiten
zwischen Datenstationen keinen einwandfreien Synchronbetrieb mehr ermöglichen (bei gegebener Bitfolgefrequenz),
kann man eine Relaisstation vorsehen, und im Wechselbetrieb arbeiten, wobei zunächst die Datenstationen
senden und die Relaisstation empfängt, und dann die Relaisstation die empfangenen, überlagerten
Signale aller Datenstationen wieder aussendet, während alle Datenstationen dies kombinierte Signal empfangen.
Jede Datenstation kann dann optimal mit der Relaisstation synchronisiert werden. Die abwechselnden Sende-
und Empfangszeitabschnitte können auch durch vereinbarte Kennzeichen (Bitfolgen) begrenzt werden.
Interne Verarbeitungszeit/Pausenabschnitte
15 Andere Reihenfolge zur Adreßzifferaussendung
Statt zuerst alle ersten, dann alle zweiten, und danach
alle dritten Adreßziffern, jeweils in aufsteigender Reihenfolge, auszusenden, wie dies im Ausführungsbeispiel
beschrieben ist (Reihenfolge A, B, C, D, E, F), könnte man auch zuerst die niedrigste Adresse komplett aussenden,
dann die nächstniedrige, usw. Man würde dann mehrfach das Niveau wechseln, und die Reihenfolge der
Unterkanäle wäre dann, beim Schema gemäß Fig.2B,
A-B-D-C-E-F. Natürlich müßten bei einer solchen Lösung die Schaltungen anders aufgebaut sein.
Andere Adreßzahlenbasis/Andere Anzahl Niveaus
Statt dreistelliger Dezimalzahlen könnten die Adressen Zahlen anderer Stellenzahl und Basis sein. Lntsprechend
müßte die Anzahl der Niveaus und die Anzahl Bits pro Unterkanal geändert werden. Je nach Anzahl
Datenstationen und erwarteter durchschnittlicher Anzahl gleichzeitiger Sendeanforderungen ist hier eine optimale
Auswahl möglich.
Variable Paketlänge
25 Die Länge der Datenpakete muß nicht unbedingt, wie im Ausführungsbeispiel, konstant sein. Man könnte auch
eine variable Länge im Kopf jedes Datenpaketes angeben, oder man könnte die Datenpakete durch ein entsprechendes
Begrenzerkennzeichen abschließen. Im ersten Fall müßte der Zähler 47 (PS CNT) auf beliebige
Längenwerte voreinstellbar sein, im zweiten Fall müßte der Kennzeichendetektor 35 einen weiteren Ausgang
haben, der nach Erkennen des Begrenzerkennzeichens das Signal PSTabgibt (Zähler 47 entfällt, dann).
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
40
Wenn die Verarbeitungszeit der Schaltungen so groß, daß aufgrund eines empfangenen Datenbits eine Beeinflussung
des nächsten auszusendenden Datenbits in manchen Fällen nicht mehr möglich ist, so kann man
nach jedem Unterkanal im Signalisierungsfeld einen Pausenabschnht vorsehen (z. B. eine Leerbitstelle) und
die Kapazität der Zähler 45 (SS CNT) um eins erhöhen. Die Inhalte der Schieberegister 137, 139, 141 müßten
dann auch um ein Leerbit vergrößert werden.
Adreßliste/Prioritäten/Fehlerprüfung
Es können Zusatzeinrichtungen vorgesehen werden, mit denen in jeder Datenstation aus den Inhalten der
Unterkanäle des Signalisierungsfeldes die Adressen aller anfordernden Datenstationen abgeleitet und als Liste
gespeichert werden können. Dann ist es möglich:
60
a) Für die Reihenfolge der Paketkanalzuteilung eine andere als die der aufsteigenden Adressen zu wählen,
7.. B. mit Hilfe einer Zuordnungstabelle oder eines Zuordnungsalgorithmus:
b) Bei den empfangenen Datenpaketen nachzuprüfen, ob sie wirklich in einem Paketkanal übertragen
wurden, für den die betreffende Datenstation eine Sendeberechtigung hatte.
Claims (10)
1. Verfahren zum Zugriff mehrerer Datenstationen eines Datenübertragungssystems zu einem gemeinsamen
Übertragungskanal, wobei jeder Datenstation eine Adresse aus mehreren Adreßzeichen
(A 1, A 2, A 3) einer geordneten Adreßzeichenmenge zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß jede zum Übertragungskanal Zugriff verlangende Datenstation ihre Adreßzeichen getrennt
voneinander in je einem von mehreren einander folgenden Zeit-Unterkanälen absendet (A. B, C, D, E,
F), wobei die Adreßzeichen so codiert sind, daß von verschiedenen Datenstationen in einem Unterkanal
gemeinsam abgesandte unterschiedliche Adreßzeichen im resultierenden Signal unterscheidbar bleiben;
daß in einem ersten Unterkanal (A) alle Zugriff verlangenden Datenstationen ihr erstes Adreßzeichen
gemeinsam absenden; und daß jede Datenstation die weiteren Adreßzeichen in ausgewählten
nachfolgenden Unterkanälen absendet, wobei die Reihenfolge der Absendung durch die jeweils vorher
übertragenen Adreßzeichen und deren gegenseitige Ordnungsrelation bestimmt wird, so daß die abgesandten
Adressen, deren Anzah! und Ordnungsreihenfolge eindeutig erkennbar bleiben.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeit-Unterkanäle (A, B, C. D,
E, F) mehreren Niveaus (L3, L2, LX) zugeordnet
sind, deren Anzahl der Steilenzahl der Adressen entspricht;
daß dem ersten Niveau ^in Unterkanal (A) zugeordnet ist, und jedem weiteren Niveau so viele
Unterkanäle zugeordnet werden, wie unterschiedliche Adreßzeichen im vorhergehenden Niveau übertragen
wurden.
3. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder Patentanspruch
2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Unterkanälen je eines Niveaus alle Datenstationen je
ein Adreßzeichen absend n, dessen Position innerhalb der Adresse der Position des betreffenden Niveaus
innerhalb aller Niveaus entspricht.
4. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dann, wenn mehrere Datenstationen
in einem Unterkanal identische Adreßzeichen abgesandt haben, sie ihr nächstes Adreßzeichen gemeinsam
in einem Unterkanal absenden.
5. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Adreßzeichen Ziffern zu einer
Basis η sind, die in einem 1-aus-n-Code dargestellt
sind, und daß jeder Zeit-Unterkanal π Bitpositionen umfaßt, so daß bei Überlagerung von ν verschiedenen
Adreßzeichen in einem Unterkanal ν Bitpositionen markiert sind.
6. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Übertragung im Übertragungskanal in Zeitrahmen inkrementell variabler Länge erfolgt, wobei nach Übertragung eines Anfangskennzeichens
(Fl) nehrere Zeit-Unterkanäle gleicher Länge zur Übert agung von Adreßzeichen
folgen; daß danach ein Z vischenkennzeichen (F2)
übertragen wird, worauf mehrere Zeitkanäle zur Übertragung je eines Datenpaketes folgen, und daß
der Zeitrahmen dann durch das Anfangskennzeichen (F \) des nächsten Zeitrahmens abgeschlossen
wird.
7. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Datenstationen.
50 die zur Übertragungskanalanforderung ihre Adreßzeichen übertragen, aus den empfangenen und zum
Teil überlagerten Adreßzeichen feststellt, welches die Ordnungsposition ihrer eigenen Adresse im Verhältnis
zu den Adressen der anderen anfordernden Datenstationen ist, und daß sie aus dieser Ordnungsrelation bestimmt, wann sie ein Datenpaket aussenden
kann. ,
8. Anordnung in einer Datenstation zur Durchführung
des Verfahrens nach Patentanspruch 1, gekennzeichnet
durch
- Einrichtungen (Fig.4) zum Empfang von Datensignalen
und zur Unterscheidung von Unterkanalintervallen nach Empfang eines Anfangskennzeichens;
- Einrichtungen (Fig.6) zur separaten Absendung
von Adreßzeichen, die der betreffenden Datenstation zugeordnet sind, in ausgewählten
Unterkanalintervallen;
- Einrichtungen (Fig.5A) zur Unterscheidung
von Niveauintervallen, die den Positionen jeweils übertragener Adreßzeichen innerhalb der
Gesamtadresse entsprechen;
- Zähleinrichtung (Fig.5B) zur separaten Zählung
der in jedem Niveauintervall bis zur Absendung eines «igenen Adreßzeichens im Empfangssignal
festgestellten unterschiedlichen Adreßzeichen, und zur Verminderung des betreffenden
Zählwertes um eine Einheit für jedes im folgenden Niveauintervall aufgetretene Unterkanalintervall;
und
- Steuereinrichtungen (F i g. 6) zur Steuerung der Absendung eines ersten Adreßzeichens (A 3) im
ersten Unterkanalintervall (A) nach Empfang eines Anfangskennzeichens (F1), und der Absendung
je eines weiteren Adreßzeichens in jedem folgenden Niveauintervall, wenn der dem
vorhergehenden Niveauintervall zugehörige Zählwert einen bestimmten Stand erreicht hat.
9. Anordnung nach Patentanspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zweite Zähleinrichtungen (81, 85,
89, F i g. 5B) vorgesehen sind zur separaten Zählung der insgesamt in jedem Niveauintervall im Empfangssignal
festgestellten unterschiedlichen Adreßzeichen, und zur Verminderung des betreffenden
Zählwertes um eine Einheit für jedes im folgenden Niveauintervall aufgetretene Unterkanalintervall:
und daß die Einrichtungen (F i g. 5A) zur Unterscheidung von Niveauintervallen durch Steuersignale beeinflußt
werden, welche beim Empfang des Anfangskennzeichens sowie beim Erreichen des Zählstandes
Null je eines der Zählwerte in den zweiten Zählcinrichtungen auftreten.
10. Anordnung nach Patentanspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen (47. F i g. 4) vorgesehen
sind zur Unterscheidung von Paketkanalintervallen nach Empfang eines Zwischenkennzeichens
(F2); und daß Einrichtungen (121,123,133,99,
Fig.5B) vorgesehen sind zur Verminderung des Zählwertes (PRE-B 1) aus dem letzten Niveauintervall
um eine Einheit für jedes Paketkanalintervall, und zur Abgabe eines Steuersignals (P3=!) für die
Absendung eines Datenpaketes bei Erreichung eines bestimmten Zählwertes.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1426176A CH607474A5 (de) | 1976-11-12 | 1976-11-12 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2731963A1 DE2731963A1 (de) | 1978-05-18 |
| DE2731963C2 true DE2731963C2 (de) | 1986-04-17 |
Family
ID=4399369
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2731963A Expired DE2731963C2 (de) | 1976-11-12 | 1977-07-15 | Verfahren und Anordnung zum Zugriff mehrerer Datenstationen zu einem gemeinsamen Übertragungskanal |
Country Status (8)
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|---|---|
| US (1) | US4096355A (de) |
| JP (1) | JPS5386133A (de) |
| CA (1) | CA1085015A (de) |
| CH (1) | CH607474A5 (de) |
| DE (1) | DE2731963C2 (de) |
| FR (1) | FR2371018A1 (de) |
| GB (1) | GB1548083A (de) |
| IT (1) | IT1113787B (de) |
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