DE27213C - Selbstthätige Vorrichtung zum Löschen von Feuer mittelst komprimirter Kohlensäure ohne Anwendung von Wasser - Google Patents
Selbstthätige Vorrichtung zum Löschen von Feuer mittelst komprimirter Kohlensäure ohne Anwendung von WasserInfo
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Description
KAISERLICHES
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung,
um entstehende Brände durch die Anwendung comprimirter Kohlensäure in- gasförmigem
Zustande, ohne Zusatz von Wasser, automatisch oder von Hand zu löschen.
Auf der Zeichnung sind die zu dem Gegenstand der Erfindung gehörigen Apparate in den
Fig. ι bis 5 sowohl in ihrer Construction, als auch in ihrer Anwendung zur Darstellung gebracht.
An einer zur Aufnahme der bezw. Kohlensäure bestimmten Bombe A von genügender
Festigkeit, um einem inneren Druck bis zu ca. 250 Atmosphären zu genügen, Fig. 1, ist
ein combinirtes Auslafsventili? angeordnet, dessen beide Stutzen c und d dazu bestimmt sind, die
Kohlensäure in die Rohrleitung i1 für die automatische
Wirkung sowohl, wie auch in die Leitung dl für das Löschen von Hand gelangen
zu lassen; beide Stutzen ί und d sind noch mit einer besonderen, passend construirten Abschlufsvorrichtung
versehen, so dafs man die eine oder die andere Leitung vollständig absperren kann.
i. Die automatisch wirkende Löscheinrichtung besteht in der Anordnung gewisser schwacher
Stellen in der Rohrleitung selbst, an solchen Orten, wo das Eintreten einer Feuersgefahr
überhaupt möglich erscheint; diese schwachen Stellen, in den Fig. 2 und 3 in zwei Modificationen
dargestellt, functioniren in der Weise, dafs sie, sobald es in ihrer Nähe anfängt zu
brennen und durch die Erhöhung der sie umgebenden Temperatur der Druck der in ihnen
eingeschlossenen Kohlensäure schnell steigt, platzen und somit der Kohlensäure freien Austritt
verschaffen.
Es ist klar, dafs hierdurch jeder auskommende Brand schon im Entstehen gelöscht werden
mufs, und da der ganze Löschprocefs nur einige Secunden Zeit beansprucht, so ist auch
die Menge der ausgeströmten Kohlensäure gering, umsomehr, als man es vollständig in der
Hand hat, nach Beseitigung der Gefahr den Zutritt der Kohlensäure in die Rohrleitung cl
abzusperren. Die Rohrleitung selbst, aus schmiedeisernen oder kupfernen Röhren hergestellt, ist
ebenso wie die Bombe A auf 250 Atmosphären inneren Druck geprüft, während die in Fig. 2
gezeichneten, an passenden Stellen der Rohrleitung angeordneten hohlen Knöpfe i nur einen
ungefähren Druck von ca. 70 bis 80 Atmosphären aushalten. Bei der in Fig. 3 gezeichneten
Modification ist die aufgeschraubte oder in anderer passender Weise an der Rohrleitung
befestigte Muffe k durch ein Kupferplättchen / und einen Pfropfen m aus leicht flüssigem Metall
verschlossen; sobald eine Erhöhung der Temperatur in dem Mafse eintritt, dafs das leicht
flüssige Metall schmilzt, wird auch das Plättchen ■ / herausgedrückt und die Kohlensäure
kann frei entweichen. Bei dieser Anordnung ist die Verschlufsvorrichtung des Ventilstutzens c
immer geöffnet und die Rohrleitung c"1 mit
Kohlensäure gefüllt; anders verhält es sich
2. bei der von Hand zu dirigirenden Löscheinrichtung. Dieselbe hat den Zweck, neben
der vorbeschriebenen Leitung noch ein Mittel zu bieten, durch welches man jeden Brand so- '
fort, sowie er entdeckt ist, und ohne dafs erst eine namhafte Temperaturerhöhung eintreten
mufs, im Keim ersticken kann.
Zu diesem Zweck verbindet der Stutzen d die Bombe A mit dem Hohlkörper f von gleicher
Widerstandsfähigkeit wie die Bombe selbst; an diesem Hohlkörper befinden sich für jede
einzelne Etage etc. durch Ventile öder Hähne abzusperrende Stutzen, Fig. 4, von denen die
bezw. Leitungen d1 ausgehen, welche an passenden
Stellen mit Oeffnungen versehen sind, um der Kohlensäure den Austritt zu gestatten, sobald
dieselbe durch Oeffnen des bezw. Verschlusses in dem Hohlkörper f nach der gewünschten
Stelle geleitet wird. Der Hohlkörper oder Zwischenapparat f ist zweckmäfsig im
Comtoir oder an einem anderen Beobachtungsort aufzustellen, wo er immer leicht zugänglich
ist, so dafs er sofort, nachdem durch den Feuermelder ein Brand signalisirt wird, nach der betreffenden
Leitung hin eingestellt werden kann.
Der Uebersichtlichkeit wegen sind in Fig. 4 die einzelnen Etagen und die mit ihnen in
Communication stehenden Hähne etc. an dem Körper / mit Ziffern I bis IV versehen; es erübrigt
nur noch, darauf hinzuweisen, dafs man die Kohlensäurebombe zweckmäfsig im Keller
oder doch in solchen Räumen unterbringen wird, wo sie bei absoluter Feuersicherheit möglichst
geringen Temperaturschwankimgen ausgesetzt ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Rohrleitungen, in denen comprimirte Kohlensäure für Feuerlöschzwecke von dem Kohlensäurebehälter· nach den zu schützenden Räumen geleitet wird, die Anordnung der mit schwächeren Wandungen als die Rohrverbindungen hergestellten hohlen Knöpfe i, welche bei einer infolge von Temperaturerhöhungen eintretenden Zunahme der Spannung der Kohlensäure platzen, derselben den Austritt gestatten und somit ein automatisches Löschen von Bränden bewirken.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE27213C true DE27213C (de) |
Family
ID=303540
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT27213D Active DE27213C (de) | Selbstthätige Vorrichtung zum Löschen von Feuer mittelst komprimirter Kohlensäure ohne Anwendung von Wasser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE27213C (de) |
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- DE DENDAT27213D patent/DE27213C/de active Active
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