DE27213C - Selbstthätige Vorrichtung zum Löschen von Feuer mittelst komprimirter Kohlensäure ohne Anwendung von Wasser - Google Patents

Selbstthätige Vorrichtung zum Löschen von Feuer mittelst komprimirter Kohlensäure ohne Anwendung von Wasser

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DE27213C
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C. J. MÖNCH in Gotha
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    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • A62C99/0009Methods of extinguishing or preventing the spread of fire by cooling down or suffocating the flames
    • A62C99/0018Methods of extinguishing or preventing the spread of fire by cooling down or suffocating the flames using gases or vapours that do not support combustion, e.g. steam, carbon dioxide
    • A62C99/0027Carbon dioxide extinguishers

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Description

KAISERLICHES
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung, um entstehende Brände durch die Anwendung comprimirter Kohlensäure in- gasförmigem Zustande, ohne Zusatz von Wasser, automatisch oder von Hand zu löschen.
Auf der Zeichnung sind die zu dem Gegenstand der Erfindung gehörigen Apparate in den Fig. ι bis 5 sowohl in ihrer Construction, als auch in ihrer Anwendung zur Darstellung gebracht. An einer zur Aufnahme der bezw. Kohlensäure bestimmten Bombe A von genügender Festigkeit, um einem inneren Druck bis zu ca. 250 Atmosphären zu genügen, Fig. 1, ist ein combinirtes Auslafsventili? angeordnet, dessen beide Stutzen c und d dazu bestimmt sind, die Kohlensäure in die Rohrleitung i1 für die automatische Wirkung sowohl, wie auch in die Leitung dl für das Löschen von Hand gelangen zu lassen; beide Stutzen ί und d sind noch mit einer besonderen, passend construirten Abschlufsvorrichtung versehen, so dafs man die eine oder die andere Leitung vollständig absperren kann.
i. Die automatisch wirkende Löscheinrichtung besteht in der Anordnung gewisser schwacher Stellen in der Rohrleitung selbst, an solchen Orten, wo das Eintreten einer Feuersgefahr überhaupt möglich erscheint; diese schwachen Stellen, in den Fig. 2 und 3 in zwei Modificationen dargestellt, functioniren in der Weise, dafs sie, sobald es in ihrer Nähe anfängt zu brennen und durch die Erhöhung der sie umgebenden Temperatur der Druck der in ihnen eingeschlossenen Kohlensäure schnell steigt, platzen und somit der Kohlensäure freien Austritt verschaffen.
Es ist klar, dafs hierdurch jeder auskommende Brand schon im Entstehen gelöscht werden mufs, und da der ganze Löschprocefs nur einige Secunden Zeit beansprucht, so ist auch die Menge der ausgeströmten Kohlensäure gering, umsomehr, als man es vollständig in der Hand hat, nach Beseitigung der Gefahr den Zutritt der Kohlensäure in die Rohrleitung cl abzusperren. Die Rohrleitung selbst, aus schmiedeisernen oder kupfernen Röhren hergestellt, ist ebenso wie die Bombe A auf 250 Atmosphären inneren Druck geprüft, während die in Fig. 2 gezeichneten, an passenden Stellen der Rohrleitung angeordneten hohlen Knöpfe i nur einen ungefähren Druck von ca. 70 bis 80 Atmosphären aushalten. Bei der in Fig. 3 gezeichneten Modification ist die aufgeschraubte oder in anderer passender Weise an der Rohrleitung befestigte Muffe k durch ein Kupferplättchen / und einen Pfropfen m aus leicht flüssigem Metall verschlossen; sobald eine Erhöhung der Temperatur in dem Mafse eintritt, dafs das leicht flüssige Metall schmilzt, wird auch das Plättchen ■ / herausgedrückt und die Kohlensäure kann frei entweichen. Bei dieser Anordnung ist die Verschlufsvorrichtung des Ventilstutzens c immer geöffnet und die Rohrleitung c"1 mit Kohlensäure gefüllt; anders verhält es sich
2. bei der von Hand zu dirigirenden Löscheinrichtung. Dieselbe hat den Zweck, neben der vorbeschriebenen Leitung noch ein Mittel zu bieten, durch welches man jeden Brand so- '
fort, sowie er entdeckt ist, und ohne dafs erst eine namhafte Temperaturerhöhung eintreten mufs, im Keim ersticken kann.
Zu diesem Zweck verbindet der Stutzen d die Bombe A mit dem Hohlkörper f von gleicher Widerstandsfähigkeit wie die Bombe selbst; an diesem Hohlkörper befinden sich für jede einzelne Etage etc. durch Ventile öder Hähne abzusperrende Stutzen, Fig. 4, von denen die bezw. Leitungen d1 ausgehen, welche an passenden Stellen mit Oeffnungen versehen sind, um der Kohlensäure den Austritt zu gestatten, sobald dieselbe durch Oeffnen des bezw. Verschlusses in dem Hohlkörper f nach der gewünschten Stelle geleitet wird. Der Hohlkörper oder Zwischenapparat f ist zweckmäfsig im Comtoir oder an einem anderen Beobachtungsort aufzustellen, wo er immer leicht zugänglich ist, so dafs er sofort, nachdem durch den Feuermelder ein Brand signalisirt wird, nach der betreffenden Leitung hin eingestellt werden kann.
Der Uebersichtlichkeit wegen sind in Fig. 4 die einzelnen Etagen und die mit ihnen in Communication stehenden Hähne etc. an dem Körper / mit Ziffern I bis IV versehen; es erübrigt nur noch, darauf hinzuweisen, dafs man die Kohlensäurebombe zweckmäfsig im Keller oder doch in solchen Räumen unterbringen wird, wo sie bei absoluter Feuersicherheit möglichst geringen Temperaturschwankimgen ausgesetzt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Rohrleitungen, in denen comprimirte Kohlensäure für Feuerlöschzwecke von dem Kohlensäurebehälter· nach den zu schützenden Räumen geleitet wird, die Anordnung der mit schwächeren Wandungen als die Rohrverbindungen hergestellten hohlen Knöpfe i, welche bei einer infolge von Temperaturerhöhungen eintretenden Zunahme der Spannung der Kohlensäure platzen, derselben den Austritt gestatten und somit ein automatisches Löschen von Bränden bewirken.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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